Historische Zeitschrift 279 (2004), 3

Titel
Historische Zeitschrift 279 (2004), 3.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Knut Borchardt, Johannes Fried, Klaus Hildebrand, Hartmut Leppin, Frank Rexroth, Gerhard A. Ritter und Eberhard Weis herausgegeben von Lothar Gall
Heft(e)
279/3
Erschienen
München 2004: Oldenbourg Verlag
Preis
Jahresabo € 295,00, Einzelheft € 60,00
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

Aufsätze

Cornelius Torp
Weltwirtschaft vor dem Weltkrieg. Die erste Welle ökonomischer Globalisierung vor 1914
Die Globalisierung ist zwar als Begriff, nicht aber als Phänomen eine „Erfindung“ des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Bereits um ca. 1850 setzte ein weltwirtschaftlicher Integrationsprozess ein, auf dessen Höhepunkt am Vorabend des Ersten Weltkriegs ein Grad ökonomischer Verflechtung erreicht wurde, der in verschiedener Hinsicht mit dem heutigen Niveau vergleichbar ist und es zum Teil sogar übertrifft. Auf drei Ebenen zeichnet der Aufsatz die Herausbildung der globalen Ökonomie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nach: Erstens verfolgt er die auf der Revolution des Verkehrswesens beruhende Entwicklung des Welthandels, zweitens die Ausweitung der internationalen Kapitalmobilität und drittens die Massenmigration, die einen tendenziell globalen Arbeitsmarkt entstehen ließ. Vergleicht man diesen weltwirtschaftlichen Verflechtungsprozess, der erst durch den Ersten Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise seit 1929 einen drastischen Einbruch erfuhr, mit der gegenwärtigen Globalisierung, treten sowohl die weit reichenden Gemeinsamkeiten als auch die grundlegenden Unterschiede klar hervor. Insgesamt lassen es jedoch die zahlreichen Parallelen und das eindrucksvolle Ausmaß der bereits im 19. Jahrhundert erreichten weltwirtschaftlichen Integration gerechtfertigt erscheinen, die beiden Globalisierungsperioden als Phasen oder Wellen desselben ökonomischen Prozesses zu begreifen. Aus wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive konstituiert er die Einheit eines noch immer andauernden „Zeitalters der Globalisierung“, das um die Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt und sich von allen weltwirtschaftlichen Entwicklungstendenzen zuvor deutlich absetzt.
Vor diesem Hintergrund setzt sich der vorliegende Beitrag mit dem Zusammenhang von Globalisierung und Protektionismus auseinander. Er interpretiert die im ausgehenden 19. Jahrhundert weltweit zu beobachtende protektionistische Wende als Reaktion auf die Impulse, die von der in raschem Tempo zunehmenden weltwirtschaftlichen Integration ausgingen, fragt aber auch nach den Ursachen für die länderspezifischen Unterschiede und diskutiert die theoretischen Probleme möglicher Erklärungsansätze. Schließlich steht umgekehrt die Frage nach der Rückwirkung des anwachsenden Protektionismus auf den Globalisierungsprozess im Mittelpunkt. Dabei wird die grundsätzliche Ambivalenz von Zöllen und anderen protektionistischen Maßnahmen betont, die sich aus ihren negativen wirtschaftlichen Konsequenzen für den internationalen Handel einerseits und ihrer gesellschaftlichen Pazifizierungsfunktion andererseits ergibt.

Hubert Wolf
"Pro perfidis Judaeis“. Die „Amici Israel“ und ihr Antrag auf eine Reform der Karfreitagsfürbitte für die Juden (1928) Oder: Bemerkungen zum Thema katholische Kirche und Antisemitismus
In der öffentlichen wie der wissenschaftlichen Diskussion bleibt das Verhältnis katholische Kirche und Antisemitismus heftig umstritten. Die im Zuge der Teilöffnung der Vatikanischen Archive im Februar 2003 für den Pontifikat Pius XI. erschlossenen Akten zu den „Amici Israel“ liefern einen neuen Beitrag in diesem Diskurs und belegen eine ambivalente Haltung der Kirche. So verurteilte Pius XI. am 25. Februar 1928 per Dekret zwar erstmals den modernen rassistischen Antisemitismus, hob aber gleichzeitig die 1926 gegründete Priestervereinigung „Amici Israel“ auf, deren Hauptziel die Versöhnung mit den Juden war. Die wahren Hintergründe dieses Dekrets können nun auf der Grundlage der neuen Quellen rekonstruiert werden: Die Freunde Israels setzten sich für die Reform der Karfreitagsfürbitte für die Juden ein und baten um Streichung der anstößigen Formulierungen „pro perfidis Judaeis“ (für die treulosen Juden) und „judaicam perfidiam“ (jüdische Treulosigkeit). An dieser Frage spaltete sich die Kurie: Die Ritenkongregation und ihr Gutachter Ildefons Schuster OSB votierten für eine Umformulierung der Fürbitte. Die Konsultoren des Hl. Offiziums, dem Gutachten des päpstlichen Hoftheologen P. Marco Sales OP folgend, lehnten diese Liturgiereform dagegen entschieden ab.
Besonders problematisch stellt sich das Votum des Kardinalsekretärs Merry del Val dar, das sich in seinem Plädoyer für eine Aufhebung der „Amici Israel“ zu antisemitischen Aussagen versteigt. Pius XI. bestätigte den Beschluss des Hl. Offiziums und verschärfte ihn darüber hinaus durch zahlreiche Präzisierungen weiter. Weil ihm aber klar war, dass die Aufhebung der „Amici Israel“ und die Ablehnung einer Reform der Karfreitagsbitte für die Juden der Kurie den Vorwurf des Antisemitismus einbringen würde, schaltete er sich selbst mehrfach in die Abfassung des Aufhebungsdekrets ein und formulierte die Verwerfung des Rassen-Antisemitismus. Verwässert wurde diese klare Verurteilung durch den offiziösen Kommentar zum Dekret in der „Civiltà Cattolica“, da dieser ebenfalls antisemitisch klingende Formulierungen verwendet.
Für den Gutachter der Ritenkongregation, Abt Schuster, und für einige Gründungsmitglieder und Vordenker der „Amici Israel“ hatte das Dekret ein Nachspiel: Neben Schuster wurden der eigentliche Antragsteller zur Reform der Karfreitagsbitte, Abt Gariador OSB, der Kreuzherr van Asseldonk und Pater Himmelreich OFM vom Hl. Offizium einbestellt und mussten sich dort persönlich verantworten.

Lothar Gall
Elitenkontinuität in Wirtschaft und Wissenschaft: Hindernis oder Bedingung für den Neuanfang nach 1945? Hermann Josef Abs und Theodor Schieder
Nicht selten wird ein Elitenwechsel als notwendige Begleiterscheinung jedes politischen wie sozialen Umbruchs angesehen. In Anlehnung an soziologische Modelle erscheint der Austausch von Eliten dabei nicht nur als praktische Voraussetzung und logische Konsequenz, sondern als höchster, gleichsam symbolischer Ausdruck eines Herrschafts- und Systemwechsels. Im Umkehrschluß wird sogar so weit gegangen, das Ausmaß des Elitenwechsels als Maßstab zu nehmen, um zu prüfen, ob und in welchem Umfang ein Systemwechsel tatsächlich stattgefunden habe. Dies gilt auch und besonders für den Übergang von der nationalsozialistischen Diktatur zur Demokratie der Bundesrepublik.
Ausgehend von dem Befund, daß sich nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs, zumindest auf bestimmten Feldern, nicht so sehr die Elite an sich, wohl aber ihre politischen Überzeugungen und gesellschaftlichen Leitbilder wandelten, wird in dem Beitrag der Frage nachgegangen, ob nicht gerade der Zusammenhang von faktischer Elitenkontinuität und innerem Wandel der politischen Überzeugungen und gesellschaftlichen Leitbilder dieser Elite eine entscheidende Bedingung für den Erfolg des demokratischen Neubeginns gewesen ist. Diese als Hypothese formulierte Frage wird am Beispiel der geistigen und politischen Biographie des Bankiers Hermann Josef Abs und des Historikers Theodor Schieder verfolgt, die beide schon in der Zeit des „Dritten Reiches“, Abs mehr noch als Schieder, führende Positionen eingenommen haben und nach 1945 zu Repräsentanten und beispielgebenden Vertretern der neuen Ordnung wurden, sie auch innerlich trugen und zugleich verkörperten.

Neue historische Literatur

Ulrich Muhlack
„Rankerenaissance“ und „historiographische Modernität“. Die Wiederentdeckung des Historikers Erich Marcks

Buchbesprechungen

Allgemeines

J. Nordalm, Historismus und moderne Welt. Erich Marcks (1861–1938) in der deutschen Geschichtswissenschaft (U. Muhlack)
G. Stourzh (Hrsg.), Annäherungen an eine europäische Geschichtsschreibung. Unt. Mitarb. v. B. Haider u. U. Harmat (W. Schulze)
L. Niethammer, Ego-Histoire? Und andere Erinnerungsversuche (W. Schulze)
B. Meurer (Hrsg.), Marianne Weber. Beiträge zu Werk und Person (G. Schöllgen)
G. L. Mosse, Aus großem Hause. Erinnerungen eines deutsch-jüdischen Historikers. Mit ein. Nachw. v. E. Kraus (S. Jordan)
C. Weber (Bearb.), Genealogien zur Papstgeschichte. T. 5 u. 6. Unt. Mitw. v. M. Becker (H. Wolf)
W. Paravicini/J. Wettlaufer (Hrsg.), Erziehung und Bildung bei Hofe (M. Füssel)
J. Eibach/M. Sandl (Hrsg.), Protestantische Identität und Erinnerung. Von der Reformation bis zur Bürgerrechtsbewegung in der DDR (R. Dürr)
D. Langewiesche/G. Schmidt (Hrsg.), Föderative Nation. Deutschlandkonzepte von der Reformation bis zum Ersten Weltkrieg (H.-C. Kraus)
H. M. G. Köster (Hrsg.), Historische Encyclopädie. Gesammelte Artikel über Historik und Didaktik aus der „Deutschen Encyclopädie“. Mit Beilagen. Hrsg., eingel. u. komm. v. H. W. Blanke u. D. Fleischer (S. Jordan)
A. Steidl, Auf nach Wien! Die Mobilität des mitteleuropäischen Handwerks im 18. und 19. Jahrhundert am Beispiel der Haupt- und Residenzstadt (R. S. Elkar)
H.-J. Gerhard/K. H. Kaufhold (Hrsg.), Preise im vor- und frühindustriellen Deutschland. Nahrungsmittel – Getränke – Gewürze. Rohstoffe und Gewerbeprodukte. Materialerhebung und Bearb. A. Engel, D. Fricke-Drewitz, E. Müller-Godeffroy u. a (T. Pierenkemper)
P. Sahlins, Unnaturally French. Foreign Citizens in the Old Regime and after (A. Fahrmeir)
P. Veddeler, Wappen – Siegel – Flaggen. Die kommunalen Hoheitszeichen des Landschaftsverbandes, der Kreise, Städte und Gemeinden in Westfalen-Lippe (R. Nagel)
F. Fellner, Geschichtsschreibung und nationale Identität. Probleme und Leistungen der österreichischen Geschichtswissenschaft (E. Hanisch)

Altertum

C. Ulf/R. Rollinger (Hrsg.), Geschlechter – Frauen – Fremde Ethnien. In antiker Ethnographie, Theorie und Realität (T. S. Scheer)
P. Derow/R. Parker (Eds.), Herodotus and his World. Essays from a Conference in Memory of George Forrest (R. Bichler)
A. Powell/S. Hodkinson (Eds.), Sparta. Beyond the Mirage (M. Meier)
K. Boshnakov, Die Thraker südlich vom Balkan in den Geographika Strabos. Quellenkritische Untersuchungen (U. Peter)
H.-U. Wiemer, Krieg, Handel und Piraterie. Untersuchungen zur Geschichte des hellenistischen Rhodos (W. Tietz)
M. Clauss, Alexandria. Schicksale einer antiken Weltstadt (A. Jördens)
T. Mommsen, Römische Geschichte und römisches Recht. Hrsg. v. M. Damken (M. Sehlmeyer)
A. Gillett, Envoys and Political Communication in the Late Antique West, 411–533 (S. Mratschek)

Mittelalter

A. Schlunk/R. Giersch, Die Ritter. Geschichte – Kultur – Alltagsleben (K. Andermann)
K.-F. Krieger, Rudolf von Habsburg (G. Fouquet)
A. Wolf (Hrsg.), Königliche Tochterstämme, Königswähler und Kurfürsten (W. Giese)
Geschichte des Erzbistums Köln. Hrsg. v. N. Trippen. Bd. 2/2: W. Janssen, Das Erzbistum Köln im späten Mittelalter 1191–1515 (H. Müller)
U. Jäger (Bearb.), Die Regesten der Reichsstadt Weißenburg. T. 1: Die Urkunden Weißenburger Provenienz (1288–1493). T. 2: Weitere dokumentarische Quellen (867–1493) (K. Andermann)
M. Kälble, Zwischen Herrschaft und bürgerlicher Freiheit. Stadtgemeinde und städtische Führungsgruppen in Freiburg im Breisgau im 12. und 13. Jahrhundert (M. Blattmann)
W. Paravicini (Hrsg.), Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch. Teilbd. 1: Dynastien und Höfe. Teilbd. 2: Residenzen. Bearb. v. J. Hirschbiegel u. J. Wettlaufer (K. Andermann)

Frühe Neuzeit

M. Bideaux/M.-M. Fragonnard (Eds.), Les échanges entre les universités européennes à la Renaissance (N. Hammerstein)
M. Schnettger (Hrsg.), Imperium Romanum – irregulare corpus – Teutscher Reichs-Staat. Das Alte Reich im Verständnis der Zeitgenossen und der Historiographie (A. Schindling)
A. Kohler, Ferdinand I. 1503–1564. Fürst, König und Kaiser (M. Lanzinner)
J. Lotterer, Gegenreformation als Kampf um die Landesherrschaft. Studien zur territorialstaatlichen Entwicklung des Hochstifts Paderborn im Zeitalter Dietrichs von Fürstenberg (1585–1618) (G. Walther)
D. Godineau, Les femmes dans la société française. 16e–18e siècle (P. Fuchs)
H. Wallenborn, Bekehrungseifer, Judenangst und Handelsinteresse. Amsterdam, Hamburg und London als Ziele sefardischer Migration im 17. Jahrhundert (R. Ries)
K. Feuerstein-Praßer, Sophie von Hannover (1630–1714). „Wenn es die Frau Kurfürstin nicht gäbe ...“ (P. Fuchs)
M. A. Steinert, Die alternative Sukzession im Hochstift Osnabrück. Bischofswechsel und das Herrschaftsrecht des Hauses Braunschweig-Lüneburg in Osnabrück 1648–1802 (K. H. L. Welker)
D. Beales, Prosperity and Plunder. European Catholic Monasteries in the Age of Revolution, 1650–1815 (P. Fuchs)
V. Rößner (Hrsg.), Studium und Kavalierstour der fränkischen Reichsritter Christoph Ernst und Ludwig Reinhold Fuchs von Bimbach 1681 bis 1686. Briefe und Dokumente (K. Andermann)
M. Leibetseder, Die Kavalierstour. Adlige Erziehungsreisen im 17. und 18. Jahrhundert (N. Hammerstein)
M. North, Genuss und Glück des Lebens. Kulturkonsum im Zeitalter der Aufklärung (M. Maurer)
G. Frankhäuser/J. Hilgart/T. Hilsheimer (Hrsg.), Wilhelm Heinse und seine Bibliotheken (P. Fuchs)
R. Moulinas, Les massacres de la Glacière. Enquête sur un crime impuni. Avignon 16–17 octobre 1791 (P. Fuchs)
U. Thiele, Distributive Gerechtigkeit und demokratischer Staat. Fichtes Rechtslehre von 1796 zwischen vorkantischem und kantischem Naturrecht (H.-C. Kraus)

19./20. Jahrhundert

H. Lemberg (Hrsg.), Universitäten in nationaler Konkurrenz. Zur Geschichte der Prager Universitäten im 19. und 20. Jahrhundert (N. Hammerstein)
A. Kohnle/F. Engehausen/F. Hepp/C.-L. Fuchs (Hrsg.), ... so geht hervor ein' neue Zeit. Die Kurpfalz im Übergang an Baden 1803 (P. Fuchs)
C. D. Conter, Jenseits der Nation – Das vergessene Europa des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte der Inszenierungen und Visionen Europas in Literatur, Geschichte und Politik (H. Duchhardt)
H. Cerny (Hrsg.), Die Jugend-Tagebücher Franz Josephs (1843–1848). Ungekürzte und kommentierte Textedition (F.-J. Kos)
E. D. Brose, The Kaiser's Army. The Politics of Military Technology in Germany during the Machine Age, 1870–1918 (M. Epkenhans)
B. Schlüter, Reichswissenschaft. Staatsrechtslehre, Staatstheorie und Wissenschaftspolitik im Deutschen Kaiserreich am Beispiel der Reichsuniversität Straßburg (N. Hammerstein)
A. Albrecht, Zigeuner in Altbayern 1871–1914. Eine sozial-, wirtschafts- und verwaltungsgeschichtliche Untersuchung der bayerischen Zigeunerpolitik (M. Zimmermann)
K. Krieger (Bearb.), Der „Berliner Antisemitismusstreit“ 1879–1881. Eine Kontroverse um die Zugehörigkeit der deutschen Juden zur Nation. Kommentierte Quellenedition. T. 1 u. 2 (C. Hoffmann)
M. Cioli, Pragmatismus und Ideologie. Organisationsformen des deutschen Liberalismus zur Zeit der Zweiten Reichsgründung (1878–1884) (A. Biefang)
U. Prutsch/K. Zeyringer (Hrsg.), Leopold von Andrian (1875–1951). Korrespondenzen, Notizen, Essays, Berichte (F.-J. Kos)
S. Raßloff, Flucht in die nationale Volksgemeinschaft. Das Erfurter Bürgertum zwischen Kaiserreich und NS-Diktatur (F. Lenger)
J. Zimmerer/J. Zeller (Hrsg.), Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen (H. Gründer)
G. Kronenbitter, „Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914 (S. Neitzel)
E. Lohr, Nationalizing the Russian Empire. The Campaign against Enemy Aliens during World War I (D. Beyrau)
A. Jansen, Individuelle Bewährung im Krieg. Amerikaner in Europa 1914–1917 (M. Gräser)
K. Mouré, The Gold Standard Illusion. France, the Bank of France, and the International Gold Standard, 1914–1939 (G. Hardach)
D. J. Raleigh, Experiencing Russia's Civil War. Politics, Society, and Revolutionary Culture in Saratov, 1917–1922 (D. Beyrau)
C. Epstein, The Last Revolutionaries. German Communists and Their Century (H. Weber)
C. Fischer, The Ruhr Crisis, 1923–1924 (P. Krüger)
J. P. Birkelund, Gustav Stresemann. Patriot und Staatsmann. Eine Biografie (K. H. Pohl)
B. Martin (Hrsg.), Deutsch-chinesische Beziehungen 1928–1937. „Gleiche“ Partner unter „ungleichen“ Bedingungen. Eine Quellensammlung. Bearb. v. S. Kuß (J. Osterhammel)
J. Baberowski, Der rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus (B. Bonwetsch)
J. Baberowski, Der Feind ist überall. Stalinismus im Kaukasus (G. Simon)
H. Lehmann/O. G. Oexle (Hrsg.), Nationalsozialismus in den Kulturwissenschaften. Bd. 1: Fächer – Milieus – Karrieren. Unt. Mitw. v. M. Matthiesen u. M. Staub (N. Hammerstein)
U. Hoßfeld/J. John/O. Lemuth/R. Stutz (Hrsg.), „Kämpferische Wissenschaft“. Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus (N. Hammerstein)
L. Mertens, „Nur politisch Würdige“. Die DFG-Forschungsförderung im Dritten Reich 1933–1937 (N. Hammerstein)
R.-U. Kunze (Hrsg.), Badische Theologen im Widerstand (1933–1945). Mit Beitr. v. R.-U. Kunze, S. Höpfinger, C. Witt u.a. u. ein. Vorw. v. H. Ott (H. Hürten)
E. Zacharioudakis, Die deutsch-griechischen Beziehungen 1933–1941 (J. Henke)
C. T. Barth, Goebbels und die Juden (E. Fröhlich)
C. Browning, Die Entfesselung der „Endlösung“. Nationalsozialistische Judenpolitik 1939–1942. Mit ein. Beitr. v. J. Matthäus (C. Gerlach)
A. E. Steinweis/D. E. Rogers (Eds.), The Impact of Nazism. New Perspectives on the Third Reich and its Legacy (M. Stolleis)
C. Zuckmayer, Geheimreport. Hrsg. v. G. Nickel u. J. Schrön (T. Kailer)
G. Nickel/E. Rotermund/H. Wagener (Hrsg.), Zur Diskussion: Zuckmayers „Geheimreport“ und andere Beiträge zur Zuckmayer-Forschung (T. Kailer)
Dokumente zur Deutschlandpolitik. Rh. 1, Bd. 5: Europäische Beratende Kommission 15. Dezember 1943 bis 31. August 1945. Bearb. v. H. Elzer (M. Gehler)
G. Thum, Die fremde Stadt. Breslau 1945 (W. Borodziej)
R. Karlsch/J. Laufer (Hrsg.), Sowjetische Demontagen in Deutschland 1944–1949. Hintergründe, Ziele und Wirkungen. Unt. Mitarb. v. F. Sattler (G. Mai)
A. Buckow, Zwischen Propaganda und Realpolitik. Die USA und der sowjetisch besetzte Teil Deutschlands 1945–1955 (B. Schaefer)
A. Hilger/M. Schmeitzner/U. Schmidt (Hrsg.), Sowjetische Militärtribunale. Bd. 2: Die Verurteilung deutscher Zivilisten 1945–1955 (F.-J. Kos)
A. Gallus, Die Neutralisten. Verfechter eines vereinten Deutschland zwischen Ost und West 1945–1990 (P. Brandt)
A. Fleury/H. Möller/H.-P. Schwarz (Hrsg.), Die Schweiz und Deutschland 1945–1961. Red. P. Weber u. P. Bernhard (P. Stadler)
R. Alte, Die Außenpolitik der Tschechoslowakei und die Entwicklung der internationalen Beziehungen 1946–1947 (D. Brandes)
M. Hirschfeld, Katholisches Milieu und Vertriebene. Eine Fallstudie am Beispiel des Oldenburger Landes 1945–1965 (H. Hürten)
D. Geppert (Ed.), The Postwar Challenge. Cultural, Social, and Political Change in Western Europe, 1945–58 (D. Prowe)
A. Das Gupta, Handel, Hilfe, Hallstein-Doktrin. Die bundesdeutsche Südasienpolitik unter Adenauer und Erhard 1949 bis 1966 (D. Rothermund)
F. Günther, Denken vom Staat her. Die bundesdeutsche Staatsrechtslehre zwischen Dezision und Integration 1949–1970 (D. Hildebrand)
B. Löffler, Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard (W. Plumpe)
D. Geppert, Thatchers konservative Revolution. Der Richtungswandel der britischen Tories 1975–1979 (A. Rödder)

Zitation
Historische Zeitschrift 279 (2004), 3. in: H-Soz-Kult, 02.12.2004, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-1748>.
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02.12.2004
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