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Blätter für deutsche und internationale Politik 51 (2006), 12

Titel
Blätter für deutsche und internationale Politik 51 (2006), 12.


Hrsg. v.
Blätter Verlagsgesellschaft Herausgeberkreis: Norman Birnbaum, Micha Brumlik, Dan Diner, Jürgen Habermas, Detlef Hensche, Rudolf Hickel, Jörg Huffschmid, Walter Jens, Reinhard Kühnl, Claus Leggewie, Ingeborg Maus, Klaus Naumann, Jens G. Reich, Rainer Rilling, Irene Runge, Karen Schönwälder, Friedrich Schorlemmer, Gerhard Stuby und Rosemarie Will
Heft(e)
12
Erschienen
Bonn/Berlin 2006: Blätter Verlag
Umfang
128 Seiten
Preis
8,50 Euro (Einzelheft), im Abo 70,80 Euro (54,60 ermäßigt)
Herausgeber d. Zeitschrift
Blätter Verlagsgesellschaft mbH Herausgeberkreis: Katajun Amirpur, Seyla Benhabib, Norman Birnbaum, Peter Bofinger, Ulrich Brand, Micha Brumlik, Dan Diner, Jürgen Habermas, Detlef Hensche, Rudolf Hickel, Claus Leggewie, Ingeborg Maus, Klaus Naumann, Jens G. Reich, Rainer Rilling, Irene Runge, Saskia Sassen, Karen Schönwälder, Friedrich Schorlemmer, Gerhard Stuby, Hans-Jürgen Urban und Rosemarie Will
Erscheinungsweise
monatlich
Kontakt
Blätter-Redaktion Berlin Albrecht von Lucke, Annett Mängel, Dr. Albert Scharenberg Torstraße 178 10115 Berlin Tel. 030/3088 3640 Fax 030/3088 3645

„Blätter für deutsche und internationale Politik“ – Das Dezemberheft 2006

Das Dezemberheft der „Blätter“ widmet sich mit Beiträgen von Jürgen HABERMAS, Michael LIND, Bettina GAUS, Rudolf HICKEL, Micha BRUMLIK, Karl D. BREDTHAUER, Michael BRZOSKA u.v.a. der Welt nach George W. Bush und Kofi Annan sowie der Rolle Europas. Außerdem: Die „Blätter“ wurden 50 – Die Festbeiträge im Heft.

Michael Lind
Die Welt nach Bush

Die Republikaner haben bei den US-Kongresswahlen eine herbe Niederlage erlitten. Aber wird sich auch die Politik der US-Regierung substanziell ändern? Der bekannte amerikanische Publizist Michael Lind warnt vor überschießender Euphorie. Sein Fazit: Wir erleben das Ende der „langen 90er Jahre“ und Amerika erlebt den Verfall der einstigen globalen Hegemonie. Die zukünftige Welt aber wird in gefährlicher Weise multipolar – egal ob derzeit noch mit oder alsbald ohne George W. Bush.

Jürgen Habermas
Die Bewährung Europas

Nach dem Scheitern der Verfassungsreferenden (und vor der Ratspräsidentschaft Angela Merkels) steht die Europäische Union in ihrer entscheidenden Bewährungssituation. Wird sie zum politischen Subjekt gerinnen oder zu einer Zollunion verkümmern? Der Philosoph und Blätter-Mitherausgeber Jürgen Habermas plädiert in seiner Rede zur Verleihung des nordrhein-westfälischen Staatspreises entschieden für Ersteres. In einer sozialdarwinistisch enthemmten Weltpolitik bedarf es eines demokratischen, außen- wie innenpolitisch handlungsmächtigen Europas – gegen die nationalistisch-autoritäre wie religiöse Regression.

50 Jahre „Blätter“
Die Festbeiträge

Vor 50 Jahren, am 25. November, erschienen die ersten „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Aus diesem Grund feierte die Redaktion mit über 500 Gästen am vergangenen Freitag im Palais der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg.

Auf der Veranstaltung sprachen Bettina Gaus (taz), Karl D. Bredthauer (Blätter-Verlag) sowie die beiden Blätter-Mitherausgeber Micha Brumlik und Rudolf Hickel über die Rolle kritischer Öffentlichkeit in Zeiten der Globalisierung. Die schriftliche Fassung der Reden findet sich in der neuen Ausgabe der „Blätter“:

Bettina Gaus
Der Beliebigkeit zum Trotz

Karl D. Bredthauer
„Aus Sorge um Deutschland“: West-östliche Wegestrecken

Rudolf Hickel
Vom Rheinischen zum Turbo-Kapitalismus

Micha Brumlik
Ein doppelter Geburtstagsgruß:
Hannah Arendt und den „Blättern“ gewidmet

Lars Klein: Von Amerika bis Russland:
Manfred Quiring: Journalismus unter Druck

In Zeiten zunehmend autoritärer Zurichtung der Staaten gerät der freie, kritische Journalismus immer stärker unter Druck. Der Historiker Lars Klein diskutiert die Krise des investigativen Journalismus in den USA. Manfred Quiring, Korrespondent der „Welt“ in Moskau, analysiert die Gleichschaltung der Medien in Russland.

Michael Brzoska
Friedensmissionen: Erfolg und Scheitern

Am 31. Dezember d.J. endet die Amtszeit Kofi Annans als UN-Generalsekretär. Die Friedensmissionen jedoch, die unter seiner Ägide erheblich ausgeweitet wurden, bleiben bestehen. Prof. Michael Brzoska, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), zieht eine Bilanz der UN-Interventionspolitik, von Kosovo bis Afghanistan, von Somalia bis Libanon, und gelangt zu einem wenig schmeichelhaften Fazit.

Marianne Beisheim und Achim Brunnengräber
Eine Runde der Abnicker?
Die parlamentarische Demokratie in der Globalisierungsfalle

Nicht nur die Wirtschaft, auch die Politik globalisiert sich – und verändert damit den Wirkungskreis nationaler Parlamente. Marianne Beisheim und Achim Brunnengräber, Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin, analysieren den Einfluss, den die gewählten Parlamentarierinnen und Parlamentarier heute noch haben. Ihr Befund: Auf dem Weg von der internationalen Verhandlung bis zur Absegnung durch das nationale Parlament erleidet die Legislative einen dramatischen Machtverlust.

Außerdem:

Martin Staiger sieht die viel diskutierte Unterschicht in einem „Fahrstuhl nach unten“ Benjamin-Immanuel Hoff kritisiert das Berlin-Urteil des Bundesverfassungsgerichts Für Lutz Götze mangelt es der auswärtigen Kulturpolitik an Deutschkenntnis Rolf Uesseler sieht durch das „Weißbuch 2006“ die deutsche „Interessenpolitik weißgewaschen“ Susanne Härpfer kritisiert die militärische Nutzung des Satelliten-Navigationssystems Galileo Bernd Parusel untersucht die ersten Wochen der neuen bürgerlichen Regierung Schwedens Tim Engartner warnt angesichts des „Elends der britischen Bahn“ vor den Folgen der Bahnprivatisierung Volker Teichert erörtert die Bedeutung des Themas „Nachhaltiger Entwicklung“ für die Bildungspolitik

Wir dokumentieren die Zusammenfassung des Berichts des früheren Chefökonomen der Weltbank, Sir Nicholas Stern, über die dramatischen Folgen der Erderwärmung („Der Klimawandel ist der größte Fall von Marktversagen, den die Welt je gesehen hat.“).

KOMMENTARE UND BERICHTE

Fahrstuhl nach unten von Martin Staiger S. 1413

Berlin: arm, sexy, abgeschrieben von Benjamin-Immanuel Hoff S. 1416

Auswärtige Kulturpolitik von ohne Deutschkenntnis von Lutz Götze S. 1419

Weißbuch 2006: Interessenpolitik weißgewaschen von Rolf Uesseler S. 1423

Satellitenkrieg dank Galileo von Susanne Härpfer S. 1427

Von Vietnam bis Irak: Die Krise des US-Journalismus von Lars Klein S. 1429

Russlands Medien: gleichgeschaltet demokratisch von Manfred Quiring S. 1433

Systemwechsel auf Schwedisch von Bernd Parusel S. 1437

MEDIENKRITIK

Auch AIDA wird 50 von Günter Giesenfeld S. 1441

ANALYSEN UND ALTERNATIVEN

Die Welt nach Bush von Michael Lind S. 1443

Die Bewährung Europas von Jürgen Habermas S. 1453

50 Jahre „Blätter“
Der Beliebigkeit zum Trotz von Bettina Gaus S. 1457

„Aus Sorge um Deutschland“: West-östliche Wegstrecken von Karl D. Bredthauer S. 1461

Vom Rheinischen zum Turbo-Kapitalismus. 50 Jahre ökonomischer Aufklärung von Rudolf Hickel S. 1470

Ein doppelter Geburtstagsgruß. Hannah Arendt und den „Blättern“ gewidmet von Micha Brumlik S. 1480

Friedensmissionen: Erfolg und Scheitern von Michael Brzoska S. 1491

Eine Runde der Abnicker? Die parlamentarische Demokratie in der Globalisierungsfalle von Achim Brunnengräber und Marianne Beisheim S. 1499

WIRTSCHAFTSINFORMATION

Das Elend der britischen Bahn von Tim Engartner S. 1507

UMWELTINFORMATION

Bildung für nachhaltige Entwicklung von Volker Teichert S. 1510

DOKUMENTE ZUM ZEITGESCHEHEN

„Der größte Fall von Marktversagen, den die Welt je gesehen hat.“ Die Klimastudie von Nicholas
Stern vom 30. Oktober 2006 (Auszug). S. 1513

EXTRAS
Chronik Oktober 2006 S. 1517

Impressum und Autorenverzeichnis S. 1520

I-XVI Jahresregister 2006

Mit freundlichen Grüßen Ihre „Blätter“-Redaktion

Zitation
Blätter für deutsche und internationale Politik 51 (2006), 12. in: H-Soz-Kult, 01.01.2007, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-3126>.
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Veröffentlicht am
01.01.2007
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