Historische Zeitschrift 291 (2010), 1

Titel
Historische Zeitschrift 291 (2010), 1.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Andreas Fahrmeir, Johannes Fried, Hartmut Leppin, Werner Plumpe, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Uwe Walter, Gerrit Walther, Eberhard Weis herausgegeben von Lothar Gall unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Heft(e)
4
Erschienen
München 2010: Oldenbourg Verlag
Preis
Print €95, Download Beitrag €7,50; Abo Print u. Online €512 (ermäßigt €160); Abo Print u. Online Ausland €558
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

„Die Historische Zeitschrift hat mich seit dem Beginn meines Geschichtsstudiums begleitet. Es gibt kaum ein anderes wissenschaftliches Organ, dem es angesichts der zunehmenden Ausdifferenzierung der historischen Teildisziplinen weiterhin gelingt, immer wieder grundlegende, epochenübergreifend wichtige Themen zu reflektieren, zentrale Fragen auf den Punkt zu bringen, die Ausgewogenheit zwischen allgemeiner Verständlichkeit und diffiziler Spezialforschung zu wahren und dabei stets gut lesbare Texte hoher wissenschaftlicher Qualität zu präsentieren.“ Mischa Meier, Tübingen

Die Print-Ausgabe der HZ 291/1 erscheint am 6. August 2010.
Die Online-Ausgabe erscheint bereits am 30. Juli 2010.

HZ 291/1

Aufsätze

Volker Stamm
Soziale Zwischengruppen in der mittelalterlichen Agrargesellschaft

Mitbestimmt von der Quellenlage herrscht in der historischen Diskussion ein Bild der mittelalterlichen Agrargesellschaft vor, das von den beiden Blöcken großer Grundherren und von ihnen abhängiger Bauern geprägt ist. Eine aufmerksame Lektüre aller zur Verfügung stehenden Quellen, hier aus dem Tiroler Raum, läßt jedoch Risse in diesem scheinbar so festgefügten Modell erkennen. Zahlreiche Personen treten in Erscheinung, die nicht eindeutig der einen oder anderen der beiden Gruppen zuzuordnen sind. Sie nehmen eine Zwischenstellung ein und deuten eine soziale Unabgeschlossenheit spätmittelalterlicher Sozialstrukturen an. Kennzeichnend für diese Leute ist, daß sie Möglichkeiten eigenen Landzugangs besaßen und nicht von einem großen Grundherren umfassend abhängig waren, sondern ihrerseits Abhängigkeitsverhältnisse zu schaffen vermochten. Dies läßt sich auch für den Fall nachweisen, daß der rechtliche Status der fraglichen Personen keinen Zweifel an ihrem unfreien Stand ließ. Selbst ihnen konnte es gelingen, eine gehobene soziale Position einzunehmen, ihre Abhängigkeit zu diversifizieren und selbst über Unfreie zu gebieten.

[S. 1–22; DOI 10.1524/hzhz.2010.0031]

Horst Dippel
Revolutionäre Anthropologie
Oder der Versuch, Georg Forster neu zu lesen

Der Aufsatz will deutlich machen, daß eine Analyse der Anthropologie Georg Forsters bei der „Reise um die Welt“ einsetzen muß, die auf diesem Gebiet seine eigenen Vorstellungen zum Ausdruck bringt und nicht die Ideen seines Vaters wiedergibt. Dieses wird deutlich mittels der ergänzenden Betrachtung von Johann Reinhold Forsters „Observations Made During a Voyage Round the World“ im direkten Vergleich mit ihrer deutschen, von Georg Forster revidierten Ausgabe als „Bemerkungen über Gegenstände der physischen Erdbeschreibung“. Anders als bei seinem Vater beruht Georg Forsters Anthropologie nicht monokausal auf dem Klima, sondern berücksichtigt eine Vielzahl menschlicher Entwicklungsfaktoren und ist von dem Fortschrittsglauben der Aufklärung und dem Gedanken menschlicher Brüderlichkeit durchdrungen. Damit gehörte auch die Revolution potentiell zur menschlichen Entwicklung. Diese Revision der bisherigen Georg Forster-Forschung stößt damit zugleich das Tor auf zu zwei Feldern zukünftiger Forster-Forschung. Dies ist zum einen die Frage der Kontinuität des Forsterschen Denkens vom jugendlichen Anthropologen bis zum Mainzer Revolutionär unter der Perspektive, Forster endlich als Einheit zu begreifen, statt ihn weiterhin zu segmentieren in den Weltumsegler, den Aufklärer und schließlich den Revolutionär. Das zweite Feld ist auf das umfangreiche Corpus der Forsterschen Übersetzungen ausgerichtet. Hier gilt es Original und Übersetzung jeweils sorgfältig gegenüberzustellen, um die in den Übersetzungen versteckten Zusätze und Äußerungen Forsters offenzulegen, die er sozusagen in der Anonymität einstreuen konnte. Wie der unmittelbare Vergleich der ‚Bemerkungen‘ mit den ‚Observations‘ deutlich gemacht haben dürfte, sind auf diesem Feld zukünftig noch wesentliche Erkenntnisse zum Denken Georg Forsters zu erwarten.

[S. 23–40; DOI 10.1524/hzhz.2010.0032]

Ulrike Kirchberger
Wie entsteht eine imperiale Infrastruktur?
Zum Aufbau der Naturschutzbürokratie in Deutsch-Ostafrika

Es besteht in der Forschung ein Konsens, daß die Initiative zum Aufbau deutscher Kolonialverwaltungen in Afrika von Berlin ausging. Von der Metropole, so ist man sich einig, wurden imperiale Infrastrukturen nach Afrika hinausgebaut. Im Gegensatz dazu wird in diesem Aufsatz nachgewiesen, daß Impulse zum Aufbau deutscher Verwaltungsstrukturen in Afrika auch aus Asien und dem pazifischen Raum kommen konnten. Bereits in den frühen neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts begann man in Deutsch-Ostafrika, Verordnungen zum Wald- und Wildschutz zu erlassen, Reservate einzugrenzen und Forstbehörden zu schaffen, die sich der Pflege der Wald- und Wildbestände widmen sollten. Die Entstehung dieser Naturschutzbürokratie muß aus dem Kontext der Einrichtung kolonialer Forstverwaltungen in Indien, Australien, Neuseeland und Afrika seit den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts erklärt werden. Es waren weniger die Kolonialpolitiker in Berlin, die für die frühen Maßnahmen in Deutsch-Ostafrika verantwortlich waren, als vielmehr ein imperienübergreifendes Netzwerk von Naturwissenschaftlern in aller Welt. Die Forstbeamten in Indien, die Direktoren der botanischen Gärten in Australien, Afrika und Asien und die von Humboldtschem Entdeckergeist getriebenen Forschungsreisenden wiesen auf Naturzerstörungen in der außereuropäischen Welt hin und setzten sich für entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Auf deren Wirken lassen sich die frühen Initiativen zum Naturschutz in Deutsch-Ostafrika zurückführen.

[S. 41–69; DOI 10.1524/hzhz.2010.0033]

Helge Heidemeyer
(Grüne) Bewegung im Parlament
Der Einzug der Grünen in den Deutschen Bundestag und die Veränderungen in Partei und Parlament

Der Einzug der Grünen in den Deutschen Bundestag am 29. März 1983 veränderte nicht nur die Zusammensetzung des Parlaments nachhaltig, in dem nach 25 Jahren wieder eine vierte Fraktion vertreten war, sondern auch die Grundstruktur des politischen Systems der alten Bundesrepublik insgesamt. Der Beitrag untersucht, ob das Auftreten der Grünen im Parlament deutliche Veränderungen in zweierlei Hinsicht verursachte, nämlich bei der Schwerpunktsetzung innerhalb der politischen Agenda des Hohen Hauses sowie beim Stil, den der Bundestag bei seiner Arbeit pflegte. Dabei geht er auf der einen Seite besonders auf die Deutschland-, die Frauen- und die Umweltpolitik der Grünen ein. Auf der anderen nimmt er die Kontrollelemente des Bundestages in den Blick.
Die Untersuchung stellt inhaltliche und arbeitsmethodische Veränderungen fest, die das Auftreten der Grünen verursachte. Dennoch ist die wesentliche Erkenntnis, daß vor allem die Grünen selbst im Bundestag einen Anpassungsprozeß von der Fundamentalopposition zur konstruktiven Kraft durchliefen. Dieser für die Grünen so langwierige wie schmerzhafte Prozeß war bereits durch die Entscheidung, sich dem politischen Wettbewerb bei Wahlen auszusetzen, in Gang gesetzt worden. Im folgenden bewies der Bundestag seine integrative Wirkung auf die nonkonformen ‚Pulloverträger‘. Aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive hat sich, so die abschließende These, die Anstrengung der Grünen gelohnt. Sie haben die große Gruppe derjenigen, die um 1980 das politische System der Bundesrepublik ablehnten, mit ihm und seinen Institutionen versöhnt und somit zur Stabilität des politischen Gemeinwesens beigetragen.

[S. 71–102; DOI 10.1524/hzhz.2010.0034]

Neue historische Literatur

Susanne Rau
Fließende Räume oder: Wie läßt sich die Geschichte des Flusses schreiben?

Zugleich Besprechung von: Jacques Rossiaud, Le Rhône au Moyen Âge. Histoire et représentations d’un fleuve européen

[S. 103–116; DOI 10.1524/hzhz.2010.0035]

Buchbesprechungen

Allgemeines

Jürgen Mirow, Weltgeschichte (W. Reinhard) [S. 117]
Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens. Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert (W. Reinhard) [S. 118]
Egon Flaig, Weltgeschichte der Sklaverei (J. Rogge) [S. 120]
Seymour Drescher, Abolition. A History of Slavery and Antislavery (C. Retzlaff) [S. 122]
Thomas O. Höllmann, Das alte China. Eine Kulturgeschichte (H. Schmidt-Glintzer) [S. 123]
Bruno Bleckmann, Die Germanen. Von Ariovist bis zu den Wikingern (R. Wolters) [S. 124]
Oliver Jens Schmitt/Eva Anne Frantz (Hrsg.), Albanische Geschichte. Stand und Perspektiven der Forschung (F.-J. Kos) [S. 126]
Oliver Jens Schmitt, Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan (F.-J. Kos) [S. 126]
Sylvelyn Hähner-Rombach (Hrsg.), Quellen zur Geschichte der Krankenpflege. Mit Einführungen und Kommentaren. Unter Mitarb. v. Christoph Schweikardt (H. Kolling) [S. 128]
Matthias Schrör, Metropolitangewalt und papstgeschichtliche Wende (G. Jostkleigrewe) [S. 130]
Ilka Minneker, Vom Kloster zur Residenz. Dynastische Memoria und Repräsentation im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Mecklenburg (A. Karsten) [S. 131]
Stefan Schweizer/Jörg Stabenow (Hrsg.), Bauen als Kunst und historische Praxis. Architektur und Stadtraum im Gespräch zwischen Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaft. Teilbd. 1: Mit Beitr. v. Arwed Arnulf, Matteo Burioni, Gerhard Fouquet u.a. Teilbd. 2: Mit Beitr. v. Costanza Caraffa, Dietrich Erben, Cornelia Jöchner u.a (M. Schalenberg) [S. 132
Paul Kléber Monod, Imperial Island. A History of Britain and Its Empire, 1660–1837 (T. Riotte) [S. 134]
Douglas Kanter, The Making of British Unionism 1740–1848. Politics, Government, and the Anglo-Irish Constitutional Relationship (A. Fahrmeir) [S. 135]
Gisela Mettele, Weltbürgertum oder Gottesreich. Die Herrnhuter Brüdergemeine als globale Gemeinschaft 1727–1857 (H. Lehmann) [S. 136]
Jacob Burckhardt, Geschichte des Revolutionszeitalters. Aus dem Nachlaß hrsg. v. Wolfgang Hardtwig, Simon Kießling, Bernd Klesmann, Philipp Müller u. Ernst Ziegler (E. Fehrenbach) [S. 138]
Raphael Utz, Rußlands unbrauchbare Vergangenheit. Nationalismus und Außenpolitik im Zarenreich (M. Rolf) [S. 140]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0036]

Altertum

Antony Black, A World History of Ancient Political Thought (P. Spahn) [S. 141]
Handwörterbuch der antiken Sklaverei (HAS). Hrsg. v. Heinz Heinen in Verb. mit Ulrich Eigler, Peter Gröschler, Elisabeth Herrmann-Otto u.a. Lief. I–II, CD ROM 2 (M. Sehlmeyer) [S. 142]
Volker Herholt, Antisemitismus in der Antike. Kontinuitäten und Brüche eines historischen Phänomens (H. Castritius) [S. 144]
Christopher Tuplin (Ed.), Persian Responses. Political and Cultural Interaction with(in) the Achaemenid Empire. Contributors Lindsay Allen, Gabriel Danzig, Wouter F. M. Henkelman et al (J. Wiesehöfer) [S. 145]
Winfried Schmitz, Haus und Familie im antiken Griechenland (E. Hartmann) [S. 147]
Paul Cartledge, Ancient Greece. A History in Eleven Cities (K.-W. Welwei) [S. 148]
Jean-Christophe Couvenhes/Silvia Milanezi (Eds.), Individus, groupes et politique à Athènes de Solon à Mithridate (B. Dreyer) [S. 150]
Christian Mann, Die Demagogen und das Volk. Zur politischen Kommunikation im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr (F. Bücher) [S. 151]
Demosthenes, Reden zur Finanzierung der Kriegsflotte. Gegen Euergos und Mnesibulos – Gegen Polykles – Über den trierarchischen Kranz. Eingel., hrsg. u. übers. v. Christos Karvounis (A. Eich) [S. 153]
Heinz Heinen, Kleopatra-Studien. Gesammelte Schriften zur ausgehenden Ptolemäerzeit (L.-M. Günther) [S. 154]
Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer, Imperium Romanum. Geschichte der römischen Provinzen (P. Rothenhöfer) [S. 155]
Athanasios D. Rizakis/Francesco Camia (Eds.), Pathways to Power. Civic Elites in the Eastern Part of the Roman Empire. Proceedings of the International Workshop Held at Athens Scuola Archeologica Italiana di Atene 19 December 2005 (W. Ameling) [S. 156]
Celia E. Schultz, Women’s Religious Activity in the Roman Republic (M. Strothmann) [S. 158]
Andrew Wallace-Hadrill, Rome’s Cultural Revolution (D. Kienast) [S. 159]
Anton Grabner-Haider/Johann Maier, Kulturgeschichte des frühen Christentums. Von 100 bis 500 n. Chr (K. Piepenbrink) [S. 161]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0037]

Mittelalter

Frank G. Hirschmann, Die Stadt im Mittelalter (G. Dilcher) [S. 162]
Robert Brentano, Bishops, Saints, and Historians. Studies in the Ecclesiastical History of Medieval Britain and Italy. Ed. with an Introduction by William L. North (J. Röhrkasten) [S. 163]
Michael Richter, Bobbio in the Early Middle Ages. The Abiding Legacy of Columbanus (J. Fried) [S. 165]
Alheydis Plassmann, Die Normannen. Erobern – Herrschen – Integrieren (H. Houben) [S. 166]
Mary A. Valante, The Vikings in Ireland. Settlement, Trade and Urbanization (I. Warntjes) [S. 168]
Francesco Roberg, Gefälschte Memoria. Diplomatisch-Historische Studien zum ältesten „Necrolog“ des Klosters St. Maximin vor Trier (L. Clemens) [S. 169]
Francesco Roberg (Hrsg.), Das älteste „Necrolog“ des Klosters St. Maximin vor Trier (L. Clemens) [S. 169]
Márta Font, Im Spannungsfeld der christlichen Großmächte. Mittel- und Osteuropa im 10.–12. Jahrhundert (D. Schorkowitz) [S. 171]
Miguel-Angel Caballero Kroschel, Reconquista und Kaiseridee. Die Iberische Halbinsel und Europa von der Eroberung Toledos (1085) bis zum Tod Alfonsos X. (1284) (K. Herbers) [S. 172]
Matthias Lutz-Bachmann/Alexander Fidora (Hrsg.), Handlung und Wissenschaft. Die Epistemologie der praktischen Wissenschaften im 13. und 14. Jahrhundert/Action and Science. The Epistemology of the Practical Sciences in the 13th and 14th Centuries (P. W. Rosemann) [S. 173]
Nevra Necipoğlu, Byzantium between the Ottomans and the Latins. Politics and Society in the Late Empire (S. Kolditz) [S. 175]
Claude Berguerand, Le duel d’Othon de Grandson (1397). Mort d’un chevalier-poète vaudois à la fin du Moyen Age (U. Israel) [S. 176]
Joël Blanchard, Commynes et les procès politiques de Louis XI. Du nouveau sur la lèse-majesté (K. Oschema) [S. 177]
Volker Reinhardt, Geld und Freunde. Wie die Medici die Macht in Florenz eroberten (G. Zeilinger) [S. 178]
Monique Sommé (Ed.), La correspondance d’Isabelle de Portugal, duchesse de Bourgogne (1430–1471) (H. Müller) [S. 179]
Alan Ryder, The Wreck of Catalonia. Civil War in the Fifteenth Century (K. Herbers) [S. 182]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0038]

Frühe Neuzeit

Lorraine Daston/Michael Stolleis (Eds.), Natural Law and Laws of Nature in Early Modern Europe. Jurisprudence, Theology, Moral and Natural Philosophy (C. Zwierlein) [S. 183]
Keith Thomas, The Ends of Life. Roads to Fulfilment in Early Modern England (P. Münch) [S. 185]
Ute Lotz-Heumann/Jan-Friedrich Mißfelder/Matthias Pohlig (Hrsg.), Konversion und Konfession in der Frühen Neuzeit (P. Burschel) [S. 186]
Matthias Pohlig/Ute Lotz-Heumann/Vera Isaiasz u. a., Säkularisierungen in der Frühen Neuzeit. Methodische Probleme und empirische Fallstudien (H. Klueting) [S. 188]
Johannes Dillinger, Die politische Repräsentation der Landbevölkerung. Neuengland und Europa in der Frühen Neuzeit (R. v. Friedeburg) [S. 189]
Christian Hochmuth/Susanne Rau (Hrsg.), Machträume der frühneuzeitlichen Stadt (M. Schalenberg) [S. 191]
Karl Härter/Michael Stolleis (Hrsg.), Repertorium der Policeyordnungen der Frühen Neuzeit. Bd. 9: Danmark og Slesvig-Holsten/Dänemark und Schleswig-Holstein. Udgivet af/hrsg. v. Ditlev Tamm. 2 Halbbde (K. Krüger) [S. 193]
Gerhard Merkel (Bearb.), Stipendienstiftungen und Stipendiaten vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges (M. Asche) [S. 194]
Angelika Schmähling, Hort der Frömmigkeit – Ort der Verwahrung. Russische Frauenklöster im 16.–18. Jahrhundert (H. Rüß) [S. 195]
Regina Dauser, Informationskultur und Beziehungswissen. Das Korrespondenznetz Hans Fuggers (1531–1598) (W. Behringer) [S. 197]
Ulrike Ludwig, Philippismus und orthodoxes Luthertum an der Universität Wittenberg. Die Rolle Jakob Andreäs im lutherischen Konfessionalisierungsprozeß Kursachsens (1576–1580) (M. Asche) [S. 199]
Caroline Bitsch, Vie et carrière d’Henri II de Bourbon, prince de Condé (1588–1646). Exemple de comportement et d’idées politiques au début du XVIIe siècle (M. Wrede) [S. 200]
Anna Bellavitis, Famille, genre, transmission à Venise au XVIe siècle (V. Reinhardt) [S. 202]
Johannes Arndt, Der Dreißigjährige Krieg 1618–1648 (A. Karsten) [S. 203]
Bernd Klesmann, Bellum solemne. Formen und Funktionen europäischer Kriegserklärungen des 17. Jahrhunderts (J. Burkhardt) [S. 204]
Ulrich Niggemann, Immigrationspolitik zwischen Konflikt und Konsens. Die Hugenottenansiedlung in Deutschland und England (1681–1697) (M. Asche) [S. 206]
Matthew Glozier/David Onnekink (Eds.), War, Religion and Service. Huguenot Soldiering, 1685–1713 (U. Niggemann) [S. 207]
Tobias Busch, Herrschen durch Delegation. Reichsgräfliche Herrschaft zu Ende des 17. und im 18. Jahrhundert am Beispiel der Reichsgrafschaft Solms-Rödelheim (A. Jendorff) [S. 209]
Wilhelm Kreutz, Aufklärung in der Kurpfalz. Beiträge zu Institutionen, Sozietäten und Personen (E. Wolgast) [S. 210]
Shmuel Feiner, Moses Mendelssohn. Ein jüdischer Denker in der Zeit der Aufklärung. Aus d. Hebräischen v. Inge Yassur (A. . Klinger) [S. 211]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0039]

19./20. Jahrhundert

Ralf Roth (Hrsg.), Städte im europäischen Raum. Verkehr, Kommunikation und Urbanität im 19. und 20. Jahrhundert (H.-L. Dienel) [S. 213]
Klaus Nathaus, Organisierte Geselligkeit. Deutsche und britische Vereine im 19. und 20. Jahrhundert (F. L. Müller) [S. 214]
Bettina Brockmeyer, Selbstverständnisse. Dialoge über Körper und Gemüt im frühen 19. Jahrhundert (R. Jütte) [S. 216]
Sylvia Kesper-Biermann, Einheit und Recht. Strafgesetzgebung und Kriminalrechtsexperten in Deutschland vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Reichsstrafgesetzbuch von 1871 (D. Blasius) [S. 217]
Gilbert Ameil/Isabelle Nathan/Georges-Henri Soutou (Eds.), Le Congrès de Paris (1856). Un événement fondateur (E. Kolb) [S. 219]
Holger Löttel, Um Ehre und Anerkennung. Englandbilder im amerikanischen Süden und die Außenpolitik der Konföderation (G. Schild) [S. 220]
Hélène Carrère d’Encausse, Alexandre II. Le printemps de la Russie (M. Stadelmann) [S. 221]
Peter Pantzer/Sven Saaler (Hrsg.), Japanische Impressionen eines Kaiserlichen Gesandten. Karl von Eisendecher im Japan der Meiji-Zeit [dt./japan.] (B. Martin) [S. 222]
Lothar Gall/Ulrich Lappenküper (Hrsg.), Bismarcks Mitarbeiter (R. F. Schmidt) [S. 224]
Guido Thiemeyer, Internationalismus und Diplomatie. Währungspolitische Kooperation im europäischen Staatensystem 1865–1900 (J.-O. Hesse) [S. 225]
Tilman Matthias Schröder, Naturwissenschaften und Protestantismus im Deutschen Kaiserreich. Die Versammlungen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte und ihre Bedeutung für die Evangelische Theologie (F. W. Graf) [S. 227]
Lars Fischer, The Socialist Response to Antisemitism in Imperial Germany (S. Schüler-Springorum) [S. 228]
Gary D. Stark, Banned in Berlin. Literary Censorship in Imperial Germany 1871–1918 (M. v. Knorring) [S. 230]
Max Bloch, Albert Südekum (1871–1944). Ein deutscher Sozialdemokrat zwischen Kaiserreich und Diktatur. Eine politische Biographie (M. v. Knorring) [S. 231]
Alison Fleig Frank, Oil Empire. Visions of Prosperity in Austrian Galicia (B. Unckel) [S. 233]
Frank Trentmann, Free Trade Nation. Commerce, Consumption, and Civil Society in Modern Britain (A. Fahrmeir) [S. 234]
Andreas Toppe, Militär und Kriegsvölkerrecht. Rechtsnorm, Fachdiskurs und Kriegspraxis in Deutschland 1899–1940 (D. Majer) [S. 236]
Naoko Shimazu, Japanese Society at War. Death, Memory and the Russo-Japanese War (A. Renner) [S. 238]
Dietmar Molthagen, Das Ende der Bürgerlichkeit? Liverpooler und Hamburger Bürgerfamilien im Ersten Weltkrieg (M. Werner) [S. 239]
Nicolas Wolz, Das lange Warten. Kriegserfahrungen deutscher und britischer Seeoffiziere 1914 bis 1918 (M. Epkenhans) [S. 240]
Manfred Vasold, Die Spanische Grippe. Die Seuche und der Erste Weltkrieg (R. Jütte) [S. 242]
Matthias Schöning, Versprengte Gemeinschaft. Kriegsroman und intellektuelle Mobilmachung in Deutschland 1914–1933 (G. Wurzer) [S. 243]
Annika Wilmers, Pazifismus in der internationalen Frauenbewegung (1914–1920). Handlungsspielräume, politische Konzeptionen und gesellschaftliche Auseinandersetzungen (K. Holtmann) [S. 245]
Der Kampf um gleiche Rechte/Le combat pour les droit égaux. Hrsg. vom Schweizerischen Verband für Frauenrechte (K. Holtmann) [S. 246]
Uta Gerhardt, Soziologie im zwanzigsten Jahrhundert. Studien zu ihrer Geschichte in Deutschland (G. Schöllgen) [S. 247]
Thomas M. Bohn (Hrsg.), Von der „europäischen Stadt“ zur „sozialistischen Stadt“ und zurück? Urbane Transformationen im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts. Vorträge der gemeinsamen Tagung des Collegium Carolinum und des Johann Gottfried Herder-Forschungsrats in Bad Wiessee vom 23. bis 26. November 2006 (L. Häfner) [S. 248]
Bernhard Fulda, Press and Politics in the Weimar Republic (D. Blasius) [S. 250]
Timothy S. Brown, Weimar Radicals. Nazis and Communists between Authenticity and Performance (D. Schumann) [S. 251]
Reinhard Mehring, Carl Schmitt. Aufstieg und Fall (D. Blasius) [S. 253]
Daniel Siemens, Horst Wessel. Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten (J. Schmädeke) [S. 254]
Philipp Graf, Die Bernheim-Petition 1933. Jüdische Politik in der Zwischenkriegszeit (A. Herzig) [S. 256]
Jürgen Elvert/Jürgen Nielsen-Sikora (Hrsg.), Kulturwissenschaften und Nationalsozialismus (N. Hammerstein) [S. 257]
Florian Bruns, Medizinethik im Nationalsozialismus. Entwicklungen und Protagonisten in Berlin (1939–1945) (H.-P. Kröner) [S. 259]
Stefan Scheil, Churchill, Hitler und der Antisemitismus. Die deutsche Diktatur, ihre politischen Gegner und die europäische Krise der Jahre 1938/39 (P. Alter) [S. 260]
Elisabeth Timm, Zwangsarbeit in Esslingen 1939–1945. Kommune, Unternehmen und Belegschaften in der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft (H.-C. Seidel) [S. 261]
Franka Maubach, Die Stellung halten. Kriegserfahrungen und Lebensgeschichten von Wehrmachthelferinnen (T. Kühne) [S. 263]
Wladislaw Hedeler/Meinhard Stark, Das Grab in der Steppe. Leben im Gulag: Die Geschichte eines sowjetischen „Besserungsarbeitslagers“ 1930–1959 (K. Gestwa) [S. 265]
Wladislaw Hedeler (Hrsg.), Karlag. Das Karagandinsker „Besserungsarbeitslager“ 1930–1959. Dokumente zur Geschichte des Lagers, seiner Häftlinge und Bewacher. Übers., eingel. u. komm. v. Wladislaw Hedeler unt. Mitarb. v. Meinhard Stark (K. Gestwa) [S. 265]
Björn M. Felder, Lettland im Zweiten Weltkrieg. Zwischen sowjetischen und deutschen Besatzern 1940–1946 (I. Feldmanis) [S. 267]
Irmela von der Lühe/Axel Schildt/Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.), „Auch in Deutschland waren wir nicht wirklich zu Hause“. Jüdische Remigration nach 1945 (R. Nicolaysen) [S. 269]
Andreas Kossert, Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945 (J. Sallanz) [S. 270]
Brian M. Puaca, Learning Democracy. Education Reform in West Germany, 1945–1965 (C. Kleßmann) [S. 271]
A. Dirk Moses, German Intellectuals and the Nazi Past (A. Schildt) 273
Clemens Reichel, Vom Verbund zum Konzern. Die Metallgesellschaft AG 1945–1975 (H. Pohl) [S. 274]
Dagmar Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933–1986 (N. Hammerstein) [S. 274]
Andreas Malycha/Peter Jochen Winters, Die SED. Geschichte einer deutschen Partei (I.-S. Kowalczuk) [S. 276]
Gerhard Schulz, Mitteldeutsches Tagebuch. Aufzeichnungen aus den Anfangsjahren der SED-Diktatur 1945–1950. Hrsg., komm. u. eingel. v. Udo Wengst (I.-S. Kowalczuk) [S. 277]
Mary Fulbrook (Ed.), Power and Society in the GDR, 1961–1979. The ‚Normalisation of Rule‘? (I.-S. Kowalczuk) [S. 278]
Stefan Creuzberger, Westintegration und neue Ostpolitik. Die Außenpolitik der Bonner Republik (J. Dülffer) [S. 279]
Joachim Samuel Eichhorn, Durch alle Klippen hindurch zum Erfolg. Die Regierungspraxis der ersten Großen Koalition (1966–1969) (F.-J. Kos) [S. 280]
Annette Weinke, Eine Gesellschaft ermittelt gegen sich selbst. Die Geschichte der Zentralen Stelle Ludwigsburg 1958–2008 (T. Kühne) [S. 281]
Mark Mazower, No Enchanted Palace. The End of Empire and the Ideological Origins of the United Nations (J. Dülffer) [S. 283]
Fabian Klose, Menschenrechte im Schatten kolonialer Gewalt. Die Dekolonisierungskriege in Kenia und Algerien 1945–1962 (A. Eckert) [S. 284]
Anselm Doering-Manteuffel/Lutz Raphael, Nach dem Boom. Perspektiven auf die Zeitgeschichte seit 1970 (A. Wirsching) [S. 286]
Helmut Altrichter, Rußland 1989. Der Untergang des sowjetischen Imperiums (J. Baberowski) [S. 287]

[DOI 10.1524/hzhz.2010.0040]

Zitation
Historische Zeitschrift 291 (2010), 1. in: H-Soz-Kult, 30.07.2010, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-5687>.
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30.07.2010
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