Historische Zeitschrift 292 (2011), 1

Titel
Historische Zeitschrift 292 (2011), 1.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Andreas Fahrmeir, Johannes Fried, Hartmut Leppin, Werner Plumpe, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Uwe Walter, Gerrit Walther, Eberhard Weis herausgegeben von Lothar Gall unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Heft(e)
01
Erschienen
München 2011: Oldenbourg Verlag
Preis
Einzelheft: €95; Print o. online: €538, Ausland: €578, ermäßigt: €168; Print+online: €558, Ausland: €598, ermäßigt: €168
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

Die Februar-Ausgabe der HZ erscheint am 14. Februar 2011. Die Online-Ausgabe ist bereits erschienen: http://www.oldenbourg-link.com.

HZ 292/1

Aufsätze

Jürgen Müller
„The Sound of Silence“. Von der Unhörbarkeit der Vergangenheit zur Geschichte des Hörens

Historikerinnen und Historiker eignen sich seit jeher die Vergangenheit über das Studium von Texten sowie in jüngerer Zeit verstärkt auch durch das Analysieren von bildlichen Quellen an. Daß wir den weitaus größten Teil der Vergangenheit nicht hören können – nur für die Zeit ab etwa 1900 existieren authentische akustische Quellen –, hat dazu geführt, daß die Geschichtswissenschaft bei der Recherche und Deutung der Geschichte lange Zeit fast vollständig darauf verzichtet hat, das menschliche Gehör einzusetzen. Sie hat sich mit dem Klang der Stille begnügt. Bis heute gibt es relativ wenige historische Studien, die sich mit dem Hören in der Vergangenheit, den Geräuschkulissen und Klangbildern verflossener Epochen und der Bedeutung von akustischen Signalen befassen. Der Aufsatz skizziert, was „Hören“ in sozialer und kultureller Hinsicht bedeutet und wie das Wahrnehmen von Geräuschen die menschliche Auffassung von der Welt beeinflußt. Sodann wird die Frage erörtert, was Historikerinnen und Historiker von der Vergangenheit hören können und was nicht. Im Anschluß daran wird dargelegt, was es für die historische Erkenntnis bedeutet, dass wir große Teile der vergangenen Geschichte akustisch nicht mehr authentisch wahrnehmen können. Schließlich werden neuere Forschungsansätze vorgestellt, die sich mit der Geschichte des Hörens, mit historischen Klangkulissen und ihrer Bedeutung befassen. Damit verbunden sind einige Bemerkungen darüber, was die Geschichte des Hörens leisten kann und will.

[S. 1–29; DOI 10.1524/hzhz.2011.0001]

Wolfram Drews
Transkulturelle Perspektiven in der mittelalterlichen Historiographie. Zur Diskussion welt- und globalgeschichtlicher Entwürfe in der aktuellen Geschichtswissenschaft

Die aktuelle Diskussion welt- und globalgeschichtlicher Ansätze krankt zuweilen daran, daß vormoderne Epochen ausgeklammert bleiben. Dem ist entgegenzuhalten, daß schon in der antiken, namentlich griechischen, Historiographie weltgeschichtliche Entwürfe vorgelegt wurden, deren Ansätze von christlichen Chronographen in Spätantike und Mittelalter fortgeführt wurden. Vor diesem Hintergrund werden einige Kriterien aktueller welt- und globalgeschichtlicher Entwürfe hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf die mittelalterliche Historiographie überprüft. Als Beispiel für eine transkulturelle Perspektive in der mittelalterlichen lateinischen Historiographie wird das Werk das kastilischen Autors Rodrigo Jiménez de Rada analysiert: Dessen in den 1240er Jahren entstandene „Historia Arabum“ kann als mittelalterliches Beispiel eines globalgeschichtlichen Ansatzes bezeichnet werden, wenn man bereit ist, wie in einigen aktuellen einschlägigen Beiträgen auch Herodot, Polybios, Sima Qian oder Ibn Chaldūn als globalgeschichtliche Autoren gelten zu lassen. Auf der Grundlage zunehmender Kontakte und Vernetzungen zwischen Christen und Muslimen in Spanien gelang dem Erzbischof von Toledo durch transkulturelle Erweiterung des herangezogenen Quellenmaterials eine bemerkenswerte historiographische Innovation, die Integration der authentischen Überlieferung der andalusischen Muslime in ein lateinischsprachiges Geschichtswerk, das den lokalen und regionalen Rahmen durch die Einbeziehung der nahöstlichen Frühgeschichte des Islams weit überschreitet.

[S. 31–59; DOI 10.1524/hzhz.2011.0002]

Matthias Oppermann
Zur Eschatologie des Sozialismus. Hendrik de Mans Beitrag zum Konzept der „säkularen Religion“

Das Konzept der „säkularen“ oder „politischen Religion“ ist seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts eines der wichtigsten Mittel zur Interpretation totalitärer Ideologien. Zugleich ist es seit einiger Zeit auch selbst Gegenstand der ideengeschichtlichen Forschung. Der belgische Soziologe Hendrik de Man ist in dieser Beziehung bisher nicht beachtet worden. Dabei hat er mit seiner 1926 erschienenen Schrift „Zur Psychologie des Sozialismus“ einen der Hauptvertreter dieses Paradigmas nachhaltig beeinflußt, nämlich Raymond Aron. Schon vor Aron oder Eric Voegelin, dem anderen wichtigen Vertreter dieses Deutungsmusters, verglich De Man den marxistischen Sozialismus mit einer Religion. Aus seiner Sicht war der Sozialismus der Arbeiter keine Folge ihres Klassenbewußtseins, sondern entstand aus einer mit der Hoffnung auf ein besseres Leben verbundenen „eschatologischen Gefühlslage“. Diese Gefühlslage, die er nicht grundsätzlich negativ bewertete, war vom Kommunismus für zweifelhafte Zwecke mißbraucht worden. Wenngleich der reformistische Sozialist De Man den marxistischen Sozialismus kritisierte, konnte er sich selbst niemals von seinen M. Oppermann, Zur Eschatologie des Sozialismus 93 antiliberalen Vorurteilen lösen. Das ließ ihn im Jahr 1940 sogar die nationalsozialistische Herschafft über Europa begrüßen, denn in ihr sah er den Anfang vom Ende der bürgerlich-kapitalistischen „Pluto-Demokratien“ (Vilfredo Pareto). Gleichwohl hat er mit seinen Büchern über den Sozialismus wichtige Ansätze zum Verständnis totalitärer Ideologien geliefert, die trotz seiner folgenschweren, in seiner Soziologie angelegten politischen Fehlsichtigkeit immer noch von Nutzen sein können.

[S. 61–93; DOI 10.1524/hzhz.2011.0003]

Thomas Brechenmacher
Deutsch-jüdische Geschichte als Wissenschaft. Zur historischen Entstehung einer akademischen Disziplin

Neben einer bestehenden historistischen Tradition einer Geschichte der Juden in Deutschland als Unterabteilung einer Globalgeschichte des jüdischen Volkes etablierte sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ein neues, methodisch geleitetes und akademisch kanalisiertes Nachdenken über deutsch-jüdische Geschichte als autonomer Teil der deutschen Geschichte, das über die reduzierte Frage nach der Wechselwirkung von jüdischer Minderheit und nichtjüdischer Mehrheit hinausging und diese Geschichte nicht als Symbiose, sondern als Synthese in den Blick nahm. Der Beitrag arbeitet die konzeptionellen und methodischen Ansätze exponierter Vertreter einer so verstandenen deutsch-jüdischen Geschichtsforschung zwischen dem späten Kaiserreich und der Zeit des Nationalsozialismus heraus und versucht, sie als Traditionsbestand der gegenwärtigen, avancierten, von Juden und Nichtjuden betriebenen wissenschaftlichen Disziplin „Deutsch-jüdische Geschichte“ zu definieren. Dabei setzt er sich vor allem mit dem Werk von Eugen Täubler, Selma Stern, Bruno Blau, Werner J. Cahnmann, Ismar Elbogen, Eva G. Reichmann und Hans-Joachim Schoeps auseinander.

[S. 95–123; DOI 10.1524/hzhz.2011.0004]

Neue historische Literatur

Leitrezension

Timo Stickler
Zum Abschluß des Reallexikons der Germanischen Altertumskunde

[S. 125–132; DOI 10.1524/hzhz.2011.0005]

Buchbesprechungen

Allgemeines

Jürgen Martschukat/Olaf Stieglitz, Geschichte der Männlichkeiten (K. Hagemann) [S. 133]

I saperi nelle corti. Knowledge at the Courts (J. Hirschbiegel) [S. 134]

Ulrich Oevermann/Johannes Süßmann/Christine Tauber (Hrsg.), Die Kunst der Mächtigen und die Macht der Kunst. Untersuchungen zu Mäzenatentum und Kulturpatronage (V. Reinhardt) [S. 136]

István Vásáry, Turks, Tatars and Russians in the 13th–16th Centuries (E. M. Stolberg) [S. 138]

Michael Mann, Geschichte Südasiens 1500 bis heute (D. Rothermund) [S. 139]

Hans-Jürgen Prien, Das Christentum in Lateinamerika (R. Spliesgart) [S. 140]

Eckart Conze/Alexander Jendorff/Heide Wunder (Hrsg.), Adel in Hessen. Herrschaft, Selbstverständnis und Lebensführung vom 15. bis ins 20. Jahrhundert (K. Murk) [S. 142]

The Cambridge History of Law in America. 3 Vol. Set. Ed. by Michael Grossberg and Christopher Tomlins. Vol. 1: Early America (1580–1815). Vol. 2: The Long Nineteenth Century (1789–1920). Vol. 3: The Twentieth Century and After (1920–) (D. Damler) [S. 143]

J. R. McNeill, Mosquito Empires. Ecology and War in the Greater Caribbean, 1620–1914 (N. Böttcher) [S. 146]

Claudia Kraft/Alf Lüdtke/Jürgen Martschukat (Hrsg.), Kolonialgeschichten. Regionale Perspektiven auf ein globales Phänomen (W. Speitkamp) [S. 148]

Richard Hölzl, Umkämpfte Wälder. Die Geschichte einer ökologischen Reform in Deutschland 1760–1860 (J. Sperber) [S. 149]

[DOI 10.1524/hzhz.2011.0006]

Altertum

Wilfried Stroh, Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom (G. Manuwald) [S. 150]

Josiah Ober, Democracy and Knowledge. Innovation and Learning in Classical Athens (K. Piepenbrink) [S. 151]

Paul Cartledge, Eine Trilogie über die Demokratie (A. Hartmann) [S. 153]

Simon Hornblower, A Commentary on Thucydides. Vol. 3: Books 5.25–8.109 (U. Walter) [S. 154]

S. C. Todd, A Commentary on Lysias, Speeches 1–11 (U. Walter) [S. 155]

Lionel Jehuda Sanders, The Legend of Dion (B. Smarczyk) [S. 157]

Efrem Zambon, Tradition and Innovation: Sicily between Hellenism and Rome (D. Rohde) [S. 158]

Mary Beard, The Roman Triumph (R. Pfeilschifter) [S. 160]

Andreas Bendlin/Jörg Rüpke (Hrsg.), Römische Religion im historischen Wandel. Diskursentwicklung von Plautus bis Ovid (P. Kuhlmann) [S. 161]

Konrad Vössing (Hrsg.), Das römische Bankett im Spiegel der Altertumswissenschaften. Internationales Kolloquium 5./6. Oktober 2005 Schloß Mickeln, Düsseldorf (M. Roller) [S. 162]

Klaus Zmeskal, adfinitas. Die Verwandtschaften der senatorischen Führungsschicht der römischen Republik von 218–31 v. Chr. Hrsg. v. Arnim Eich. Bd. 1: Alphabetischer Katalog, Anhänge, Gestiftete Verwandtschaften. Bd. 2: Stammtafeln, tabulae generationum (K.-J. Hölkeskamp) [S. 164]

Roberto Cristofoli, Antonio e Cesare. Anni 54–44 a.C (K. Matijević) [S. 166]

Attilio Mastrocinque, Des Mystères de Mithra aux Mystères de Jésus (V. Hirschmann) [S. 168]

Allen E. Jones, Social Mobility in Late Antique Gaul. Strategies and Opportunities for the Non-Elite (J. F. Drinkwater) [S. 169]

Henry Chadwick, Augustine of Hippo. A Life (M. Wallraff) [S. 170]

[DOI 10.1524/hzhz.2011.0007]

Mittelalter

Uta Goerlitz, Literarische Konstruktion (vor-)nationaler Identität seit dem Annolied. Analysen und Interpretationen zur deutschen Literatur des Mittelalters (11.–16. Jahrhundert) (U. Muhlack) [S. 171]

Jörg Schwarz, Stadtluft macht frei. Leben in der mittelalterlichen Stadt (S. Lepsius) [S. 173]

Sabine von Heusinger, Die Zunft im Mittelalter. Zur Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Straßburg (K. Schulz) [S. 174]

James William Brodman, Charity & Religion in Medieval Europe (A. Kehnel) [S. 176]

Steven A. Epstein, An Economic and Social History of Later Medieval Europe, 1000–1500 (H. v. Seggern) [S. 177]

Helmut Müller (Bearb.), Urkunden des Klosters Wormeln (T. Kölzer) [S. 178]

Monika Böning, Die mittelalterlichen Glasmalereien in der ehemaligen Zisterzienserinnenkirche Kloster Neuendorf. Mit ein. Regestenteil v. Ulrich Hinz (A. Markschies) [S. 179]

Rainer Berndt SJ (Hrsg.), Bibel und Exegese in der Abtei Saint-Victor zu Paris. Form und Funktion eines Grundtextes im europäischen Rahmen (V. Leppin) [S. 180]

Vasileios Syros, Die Rezeption der aristotelischen politischen Philosophie bei Marsilius von Padua. Eine Untersuchung zur ersten Diktion des Defensor pacis (V. Leppin) [S. 182]

John Van Engen, Sisters and Brothers of the Common Life. The Devotio Moderna and the World of the Later Middle Ages (P. Rychterová) [S. 183]

Roberto Biolzi, „Avec le fer et la flamme“. La guerre entre la Savoie et Fribourg (1447/1448) (R. Schmid Keeling) [S. 185]

[DOI 10.1524/hzhz.2011.0008]

Frühe Neuzeit

Renaud Villard, Du bien commun au mal nécessaire. Tyrannies, assassinats politiques et souveraineté en Italie, vers 1470–vers 1600 (J. Rogge) [S. 186]

Manuel Fernández Álvarez, Johanna die Wahnsinnige 1479–1555. Königin und Gefangene. Aus d. Span. übers. v. Matthias Strobel (K. Keller) [S. 187]

Thomas Weller, Theatrum Praecedentiae. Zeremonieller Rang und gesellschaftliche Ordnung in der frühneuzeitlichen Stadt: Leipzig 1500–1800 (U. C. Rublack) [S. 188]

Joachim Bahlcke (Hrsg.), Glaubensflüchtlinge. Ursachen, Formen und Auswirkungen frühneuzeitlicher Konfessionsmigration in Europa (F. Kleinehagenbrock) [S. 190]

Roxane Berwinkel, Weltliche Macht und geistlicher Anspruch. Die Hansestadt Stralsund im Konflikt um das Augsburger Interim (A. Krischer) [S. 192]

Rudolf Lenz/Daniel Geißler/Werner Hupe u. a. (Bearb.), Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in den Kirchenbibliotheken St. Nikolai und St. Thomas zu Leipzig (T. Fuchs) [S. 194]

Enrique Garciá Hernán, Ireland and Spain in the Reign of Philip II (D. Damler) [S. 194]

Rengenier C. Rittersma, Egmont da capo – eine mythogenetische Studie (R. Voges) [S. 196]

Alexander Koller (Hrsg.), Die Außenbeziehungen der römischen Kurie unter Paul V. Borghese (1605–1621) (A. Kohler) [S. 197]

Yvan Loskoutoff, Rome des Césars, Rome des Papes. La propagande du cardinal Mazarin (G. Walther) [S. 200]

Dagmar Freist, Absolutismus (L. Schilling) [S. 201]

Roberto Bizzocchi, Cicisbei. Morale privata e identità nazionale in Italia (M. Leibetseder) [S. 203]

Jörg Kreutz, Cosimo Alessandro Collini (1727–1806). Ein europäischer Aufklärer am kurpfälzischen Hof (P. Fuchs) [S. 204]

Paul von Stetten der Jüngere, Selbstbiographie. Die Lebensbeschreibung des Patriziers und Stadtpflegers der Reichsstadt Augsburg (1731–1808). Bd. 1: Die Aufzeichnungen zu den Jahren 1731 bis 1792. Bearb. v. Barbara Rajkay u. Ruth von Stetten (M. Häberlein) [S. 205]

[DOI 10.1524/hzhz.2011.0009]

19./20. Jahrhundert

Winfried Baumgart, Wörterbuch historischer und politischer Begriffe des 19. und 20. Jahrhunderts. Deutsch – Englisch – Französisch. Red.: Matthias Friedel (S. Jordan) [S. 207]

Pamela Kyle Crossley, The Wobbling Pivot. China since 1800. An Interpretive History (H. Schmidt-Glintzer) [S. 208]

Karen Hagemann/Jean H. Quataert (Eds.), Gendering Modern German History. Rewriting Historiography (A. v. Saldern) [S. 210]

Sandra Leukel, Strafanstalt und Geschlecht. Geschichte des Frauenstrafvollzugs im 19. Jahrhundert (Baden und Preußen) (D. Blasius) [S. 211]

Christian Jansen/Henning Borggräfe, Nation – Nationalität – Nationalismus (D. Langewiesche) [S. 213]

Wilhelm Ribhegge, Preußen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen 1789–1947 (J. Engelbrecht) [S. 214]

Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789–1844. Hrsg. v. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Historische Kommission für Westfalen und Landesarchiv NRW. Bd. 1: 1789–1792. Bearb. v. Wilfried Reininghaus u. Hertha Sagebiel (H.-C. Kraus) [S. 216]

Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789–1844. Hrsg. v. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Historische Kommision für Westfalen und Landesarchiv NRW. Bd. 5: 1804–1810. Bearb. v. Hans-Joachim Behr (H.-C. Kraus) [S. 217]

Stephan Freiherr von Welck, Franzosenzeit im Hannoverschen Wendland (1803–1813). Eine mikro-historische Studie zum Alltagsleben auf dem Lande zwischen Besatzungslasten und Sozialreformen (J. Engelbrecht) [S. 218]

Roland Gehrke, Landtag und Öffentlichkeit. Provinzialständischer Parlamentarismus in Schlesien 1825–1845 (P. Burg) [S. 220]

Nikolaus Böttcher, Monopol und Freihandel. Britische Kaufleute in Buenos Aires am Vorabend der Unabhängigkeit (1806–1825) (R. Pieper) [S. 222]

Roland Spliesgart, „Verbrasilianerung“ und Akkulturation. Deutsche Protestanten im brasilianischen Kaiserreich am Beispiel der Gemeinden in Rio de Janeiro und Minas Gerais (1822–1889) (A. Hermann) [S. 223]

Martin Hundt (Hrsg.), Der Redaktionsbriefwechsel der Hallischen, Deutschen und Deutsch-Französischen Jahrbücher (1837–1844). Bd. 1: Der Briefwechsel um die Hallischen Jahrbücher. Bd. 2: Der Briefwechsel um die Deutschen Jahrbücher und die Deutsch-Französischen Jahrbücher. [Bd. 3:] Apparat (D. Langewiesche) [S. 225]

Wolfgang Gasser, Erlebte Revolution 1848/49. Das Wiener Tagebuch des jüdischen Journalisten Benjamin Kewall. Unt. Mitarb. v. Gottfried Glaßner (D. Langewiesche) [S. 226]

Benno Gammerl, Staatsbürger, Untertanen und Andere. Der Umgang mit ethnischer Heterogenität im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich 1867–1918 (A. Fahrmeir) [S. 228y

Jonas Flöter, Eliten-Bildung in Sachsen und Preußen. Die Fürsten- und Landesschulen Grimma, Meißen, Joachimsthal und Pforta (1868–1933) (W. Neugebauer) [S. 230]

Daniel T. Rodgers, Atlantiküberquerungen. Die Politik der Sozialreform, 1870–1945. Aus d. Engl. v. Katharina Böhmer u. Karl Heinz Siber (A. Fahrmeir) [S. 230]

Matthew Jefferies, Contesting the German Empire 1871–1918 (U. Lappenküper) [S. 232]

Uwe Wilhelm, Das Deutsche Kaiserreich und seine Justiz. Justizkritik – politische Strafrechtsprechung – Justizpolitik (D. Blasius) [S. 233]

Werner Plumpe/Jörg Lesczenski (Hrsg.), Bürgertum und Bürgerlichkeit zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus (H.-W. Hahn) [S. 234]

Michael Wolffsohn/Thomas Brechenmacher, Deutschland, jüdisch Heimatland. Die Geschichte der deutschen Juden vom Kaiserreich bis heute. Mitarb.: Friederike Kaunzner. Mit 20 Grafiken u. 10 Tabellen (M. Brumlik) [S. 236]

Theodor Ritter von Zeynek, Ein Offizier im Generalstabskorps erinnert sich. Eingel. u. hrsg. v. Peter Broucek (M. Epkenhans) [S. 238]

Stefanie Michels, Schwarze deutsche Kolonialsoldaten. Mehrdeutige Repräsentationsräume und früher Kosmopolitismus in Afrika (W. Speitkamp) [S. 240]

Hansjakob Ziemer, Die Moderne hören. Das Konzert als urbanes Forum 1890–1940 (B. Slamka) [S. 241]

Norbert Schmitz, Alfred Stern (1846–1936). Ein europäischer Historiker gegen den Strom der nationalen Geschichtsschreibung (G. G. Iggers) [S. 242]

The Cambridge History of Christianity. Vol. 9: World Christianities c. 1914–c. 2000. Ed. by Hugh McLeod (M. Gailus) [S. 244]

Katherine Storr, Excluded from the Record. Women, Refugees and Relief 1914–1929 (M. Abbenhuis-Ash) [S. 246]

Oliver Janz, Das symbolische Kapital der Trauer. Nation, Religion und Familie im italienischen Gefallenenkult des Ersten Weltkriegs (M. Thöndl) [S. 247]

Alessio Ponzio, La Palestra del Littorio. L’Accademia della Farnesina: un esperimento di pedagogia totalitaria nell’Italia fascista (W. Schieder) [S. 249]

R. J. B. Bosworth (Ed.), The Oxford Handbook of Fascism (W. Schieder) [S. 250]

Michael Braun, Der Badische Landtag 1918–1933 (K. Schönhoven) [S. 252]

Wolfram Pyta, Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler (A. Wirsching) [S. 253]

Manfred Pohl, M. DuMont Schauberg. Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur (J. Schmädeke) [S. 255]

Steffen Raßloff, Fritz Sauckel. Hitlers „Muster-Gauleiter“ und „Sklavenhalter“ (B. Post) [S. 257]

Andreas Engwert/Susanne Kill (Hrsg.), Sonderzüge in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn. Eine Dokumentation der Deutschen Bahn AG (L. Apel) [S. 258]

Robert Sommer, Das KZ-Bordell. Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern (K. Holtmann) [S. 259]

Ingo von Münch, „Frau, komm!“ Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45 (K. Holtmann) [S. 261]

Mark Mazower, Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus. Aus d. Engl. v. Martin Richter (B. Kundrus) [S. 262]

John Zimmermann, Pflicht zum Untergang. Die deutsche Kriegführung im Westen des Reiches 1944/45 (M. Lak) [S. 264]

Jean H. Quataert, Advocating Dignity. Human Rights Mobilizations in Global Politics (R. Ludi) [S. 265]

Ulrich Raulff, Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben (H.-C. Kraus) [S. 267]

Ulrich Pfeil (Hrsg.), Die Rückkehr der deutschen Geschichtswissenschaft in die „Ökumene der Historiker“. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Ansatz (D. Brietzke) [S. 270]

Kordula Kühlem, Hans Kroll (1898–1967). Eine diplomatische Karriere im 20. Jahrhundert (H. Türk) [S. 273]

Jan Palmowski, Inventing a Socialist Nation. Heimat and the Politics of Everyday Life in the GDR, 1945–1990 (I.-S. Kowalczuk) [S. 275]

Elke Stadelmann-Wenz, Widerständiges Verhalten und Herrschaftspraxis in der DDR. Vom Mauerbau bis zum Ende der Ulbricht-Ära (I.-S. Kowalczuk) [S. 276]

Hermann Schreyer, Das staatliche Archivwesen der DDR. Ein Überblick (K. Jedlitschka) [S. 277]

Giuseppe Alberigo, Transizione epocale. Studi sul Concilio Vaticano II (J. Ernesti) [S. 278]

Rudolf Schieffer/Gabriela Signori (Hrsg.), Arno Borst (1925–2007) (I. Warntjes) [S. 279]

Arno Borst, Meine Geschichte. Hrsg. u. mit ein. Nachw. v. Gustav Seibt (I. Warntjes) [S. 279]

Mary Elise Sarotte, 1989. The Struggle to Create Post-Cold War Europe (I.-S. Kowalczuk) [S. 282]

[DOI 10.1524/hzhz.2011.0010]

Zitation
Historische Zeitschrift 292 (2011), 1. in: H-Soz-Kult, 15.02.2011, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-6027>.
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15.02.2011
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