Historische Zeitschrift 295 (2012), 3

Titel
Historische Zeitschrift 295 (2012), 3.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Johannes Fried, Birthe Kundrus, Hartmut Leppin, Werner Plumpe, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Lothar Gall unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Heft(e)
03
Erschienen
München 2012: Oldenbourg Verlag
Preis
Einzelheft: 99,80 €; Print & Online: 568 € (Inland), 598 € (Ausland); ermäßigt: 178 € (Stud. u. Mitgl. von Historikerverbänden)
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

Anfang Dezember erscheint das Heft 295.3 der Historischen Zeitschrift online und gedruckt. Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Band 295 Heft 3

<http://www.oldenbourg-link.com/toc/hzhz/295/3>

Aufsätze

Kurt Andermann,
Bürgerrecht. Die Speyrer Privilegien von 1111 und die Anfänge persönlicher Freiheitsrechte in deutschen Städten des hohen Mittelalters.
Die einst in goldenen Lettern über dem Hauptportal des Doms angebrachten Privilegien Kaiser Heinrichs V. für die Einwohner der Stadt Speyer vom 7. und 14. August 1111 stellen in der Entstehungsgeschichte bürgerlicher Freiheitsrechte im deutschen Sprachraum einen Meilenstein dar. Die Freiheitsbriefe, die viele andere Städte schon früher erhalten hatten, beschränkten sich zumeist auf Besserstellungen zum Nutzen von Handel und Gewerbe, auf Vergünstigungen bezüglich Markt, Zoll, Münze und dergleichen mehr. Unmittelbar auf die Person bezogene Freiheiten sind davor allein für die Bürger von Huy im (belgischen) Haspengau überliefert (1066). Den Bürgern von Speyer gewährte Heinrich V. mit der Befreiung von der die hofrechtliche Eigenschaft charakterisierenden Todfallabgabe und der Zusicherung der freien Vererblichkeit ihrer Habe verbunden mit einer Vielzahl weiterer Vergünstigungen, darunter nicht zuletzt Rechtssicherheit aufgrund eines definierten Gerichtsstands, elementare persönliche Freiheiten. Das freie Verfügungsrecht über Erbe und Besitz konstituiert hier erstmals die Fähigkeit des Bürgers zu persönlichem Eigentum und bedeutet mithin einen entscheidenden Schritt in der Herausbildung bürgerlicher Freiheitsrechte. Im Gründungsprivileg für Freiburg im Breisgau (1120) erscheinen solche Freiheiten schon bald darauf in fortentwickelter Gestalt, ansonsten aber fanden entsprechende, auf die Person bezogene Freiheitsstandards zunächst nur zögerliche Verbreitung; selbst eine Reichsstadt wie Frankfurt am Main erreichten sie erst im 13. Jahrhundert.

Hillard von Thiessen,
Das Sterbebett als normative Schwelle. Der Mensch in der Frühen Neuzeit zwischen irdischer Normenkonkurrenz und göttlichem Gericht.
Sterbende befanden sich in der Frühen Neuzeit in einer normativen Schwellensituation. Hinter ihnen lag das irdische Leben, das von einem widersprüchlichen, von konkurrierenden Handlungserwartungen geprägten Normenhorizont, von „Normenkonkurrenz“ geprägt war. Vor ihnen lag das ewige Leben, in dem normative Eindeutigkeit erwartet wurde. Die Kluft zwischen diesen beiden Normenhorizonten, die auf dem Sterbebett sichtbar wurde, erlaubt Einblicke in die Normen- und Wertesysteme der Frühen Neuzeit. Auf der einen Seite forderten verschiedene Instanzen und Gruppen – die Konfessionskirchen, die weltlichen Obrigkeiten und die lokalen sozialen Gruppen – mit wachsender Intensität die Einhaltung bestimmter Regeln und Normen ein. Dabei kann idealtypisch zwischen religiösen, gemeinwohlorientierten und sozialen Normen unterschieden werden. Auf der anderen Seite fehlte es noch an der Ausbildung von Handlungsfeldern, in denen jeweils eines der genannten Normensysteme vorrangige Gültigkeit beanspruchen konnte. Die frühneuzeitliche Gesellschaft war somit durch Konflikte zwischen konkurrierenden Normen gekennzeichnet. Der Aufsatz untersucht, wie die Nähe der Sterbenden zum göttlich-transzendenten Normensystem ihnen eine besondere Autorität verlieh. Das Sterbebett und das Schafott werden anhand verschiedener Beispiele als Orte analysiert, von denen aus religiöse Normen in die Gesellschaft wirkten. So konnten Sterbende und Hinzurichtende einen vorbildhaften „guten Tod“ inszenieren. Aber auch der „schlechte“, von Anfechtungen begleitete Tod wirkte disziplinierend in die irdische Welt, indem er zu frühzeitiger, den guten Tod erleichternder Sterbevorbereitung im Sinne der stärkeren Beachtung religiöser Normen aufforderte.

Tanja Bueltmann,
Ethnizität und Organisierte Geselligkeit. Das Assoziationswesen deutscher Migranten in Neuseeland im mittleren und späten 19. Jahrhundert.
Die Geschichte deutscher Migranten in Neuseeland ist bisher nur vereinzelt Gegenstand historischer Forschung gewesen, und die wenigen vorhandenen Studien argumentieren, dass die Assimilation deutscher Migranten zeitlich verzögert verlief. Dieser Artikel stellt diese traditionelle Argumentation in Frage, indem er das Assoziationswesen deutscher Migranten untersucht. Das ethnische Vereinswesen unter Migranten hilft dabei, die Bedingungen für ihre Assimilation oder Segregation zu identifizieren, und rückt zudem die Frage nach der Kontinuität und Diskontinuität von Ethnizität in den Vordergrund. Der Artikel belegt, dass deutsche Vereine, mit ihren kohärenten Strukturen für organisierte Geselligkeit, eine Antwort auf die sich zunehmend verändernde neuseeländische Kolonialgesellschaft waren, und bietet somit eine wichtige neue Perspektive auf die Erfahrungen nicht-britischer Einwanderer in Neuseeland. Als Erinnerungsorte boten deutsche ethnische Vereine einen Anknüpfungspunkt an die Vergangenheit, während ihre Interaktion mit der breiteren Kolonialgesellschaft die Assimilation begünstigen konnte. Die Aktivitäten der Vereine, insbesondere als „friendly society“, belegen, dass Deutsche deutlich stärker in die neuseeländische Gesellschaft eingegliedert waren als bisher angenommen. Sie machten sich die gleichen Strategien zunutze wie andere Migrantengruppen, ihnen konnte das ethnische Vereinswesen zur Assimilation dienen, und sie waren somit durchaus erfolgreich in die Matrix neuseeländischer Assoziationskultur eingegliedert.

Neue historische Literatur

Leitrezension

Matthias Stickler, „Die Habsburgermonarchie 1848–1918“ – Ein Jahrhundertwerk auf der Zielgeraden
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie (1848–1918) hrsg. v. Adam Wandruszka u. Peter Urbanitsch. Bd. 5: Die bewaffnete Macht
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie (1848–1918) hrsg. v. Adam Wandruszka u. Peter Urbanitsch. Bd. 6: Die Habsburgermonarchie im System der internationalen Beziehungen. 2 Teilbde.
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie (1848–1918) hrsg. v. Adam Wandruszka u. Peter Urbanitsch. Bd. 4: Die Konfessionen. 2., unveränd. Aufl.
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie hrsg. v. Helmut Rumpler u. Peter Urbanitsch. Bd. 7: Verfassung und Parlamentarismus. Teilbd. 1: Verfassungsrecht, Verfassungswirklichkeit, zentrale Repräsentativkörperschaften. Teilbd. 2: Die regionalen Repräsentativkörperschaften
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie (1848–1918) hrsg. v. Adam Wandruszka u. Peter Urbanitsch. Bd. 2: Verwaltung und Rechtswesen. 2., unveränd. Aufl.
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie (1848–1918) hrsg. v. Adam Wandruszka (†) u. Peter Urbanitsch. Bd. 3: Die Völker des Reichs. 2 Teilbde. 2., unveränd. Aufl.
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie (1848–1918) hrsg. v. Adam Wandruszka u. Peter Urbanitsch. Bd. 1: Die wirtschaftliche Entwicklung. Hrsg. v. Alois Brusatti. 2., unveränd. Aufl.
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie hrsg. v. Helmut Rumpler u. Peter Urbanitsch. Bd. 8: Politische Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft. Teilbd. 1: Vereine, Parteien und Interessenverbände als Träger der politischen Partizipation. Teilbd. 2: Die Presse als Faktor der politischen Mobilisierung
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie (1848–1918) hrsg. v. Helmut Rumpler u. Peter Urbanitsch. Bd. 9: Soziale Strukturen. Teilbd. 2: Die Gesellschaft der Habsburgermonarchie im Kartenbild. Verwaltungs-, Sozial- und Infrastruktur nach dem Zensus von 1910. Bearb. v. Helmut Rumpler u. Martin Seger. Kartographische Umsetzung: Walter Liebhart. Unt. Mitarb. v. Peter Urbanitsch, Ulrike Harmat, Andreas Gottsmann u.a.
Die Habsburgermonarchie 1848–1918. Im Auftrag der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie (1848–1918) hrsg. v. Helmut Rumpler u. Peter Urbanitsch. Bd. 9: Soziale Strukturen. Teilbd. 1: Von der feudal-agrarischen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft. Teilbd. 1/1: Lebens- und Arbeitswelten in der industriellen Revolution. Teilbd. 1/2: Von der Stände- zur Klassengesellschaft

Allgemeines

Rudolf Lill, Die Macht der Päpste (J. Ernesti)

Marek Derwich/Anna Pobóg-Lenartowicz (Red.), Klasztor w Kościele średniowiecznym i nowożytnym (S. Benz)

Stephanos Efthymiadis (Ed.), The Ashgate Research Companion to Byzantine Hagiography. Vol. 1: Periods and Places (T. Pratsch)

Historisches Lexikon der Schweiz. Hrsg. v. der Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). Chefred.: Marco Jorio. Bd. 10: Pro–Schafroth (I. Eberl)

Europäische Erinnerungsorte, 1: Mythen und Grundbegriffe des europäischen Selbstverständnisses. Hrsg. v. Pim den Boer, Heinz Duchhardt, Georg Kreis u.a (W. Reinhard)

Europäische Erinnerungsorte, 2: Das Haus Europa. Hrsg. v. Pim den Boer, Heinz Duchhardt, Georg Kreis u. a (W. Reinhard)

Lawrence M. Bryant, Ritual, Ceremony and the Changing Monarchy in France, 1350–1789 (L. Schilling)

Philippe Contamine/Oliver Bouzy/Xavier Hélary, Jeanne d’Arc. Histoire et dictionnaire (W. Paravicini)

Philip Mansel /Torsten Riotte (Eds.), Monarchy and Exile. The Politics of Legitimacy from Marie de Médicis to Wilhelm II (F. Pestel)

Jörn Leonhard/Christian Wieland (Eds.), What Makes the Nobility Noble? Comparative Perspectives from the Sixteenth to the Twentieth Century (A. Jendorff)

Wolfgang Hardtwig/Philipp Müller (Hrsg.), Die Vergangenheit der Weltgeschichte. Universalhistorisches Denken in Berlin 1800–1933 (S. Jordan)

Wolfgang Hardtwig, Verlust der Geschichte oder wie unterhaltsam ist die Vergangenheit? (S. Jordan)

Wolfgang Hardtwig, Politische Kultur der Moderne. Ausgewählte Aufsätze (S. Jordan)

Wolfgang Hardtwig (Hrsg.), Die Aufklärung und ihre Weltwirkung (S. Jordan)

Altertum

Matthias Haake/Michael Jung (Hrsg.), Griechische Heiligtümer als Erinnerungsorte. Von der Archaik bis in den Hellenismus. Erträge einer internationalen Tagung in Münster, 20.–21. Januar 2006 (H. Beck)

Errietta M. A. Bissa, Governmental Intervention in Foreign Trade in Archaic and Classical Greece (A. Eich)

Fabian Schulz, Die homerischen Räte und die spartanische Gerusie (K.-W. Welwei)

J. P. Rhodes, Alcibiades. Athenian Playboy, General and Traitor (K.-W. Welwei)

Andrzej S. Chankowski, L’éphébie hellénistique. Étude d’une institution civique dans les cités grecques des îles de la Mer Égée et de l’Asie Mineure (L. A. Burckhardt)

Boris Dreyer/Peter Franz Mittag (Hrsg.), Lokale Eliten und hellenistische Könige. Zwischen Kooperation und Konfrontation (K. Ehling)

Greg Woolf, Tales of the Barbarians. Ethnography and Empire in the Roman West (G. M. Berndt)

Jinyu Liu, Collegia Centonariorum: The Guilds of Textile Dealers in the Roman West (R. Lafer)

Frank Stini, Plenum exiliis mare. Untersuchungen zum Exil in der römischen Kaiserzeit (J. Hillner)

Kyle Harper, Slavery in the Late Roman World, AD 275–425 (E. Herrmann-Otto)

J. H. W. G. Liebeschuetz, Ambrose and John Chrysostom. Cleric between Desert and Empire (H. M. Zilling)

Greg Fisher, Between Empires. Arabs, Romans and Sasanians in Late Antiquity (H. Börm)

Mittelalter

Hans-Henning Kortüm, Kriege und Krieger. 500–1500 (S. Rüther)

Michael Borgolte/Julia Dücker/Marcel Müllerburg u. a. (Hrsg.), Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter (W. Drews)

Martin Büchsel/Rebecca Müller (Hrsg.), Intellektualisierung und Mystifizierung mittelalterlicher Kunst. „Kultbild“: Revision eines Begriffs (M. Mersch)

Eltjo Buringh, Medieval Manuscript Production in the Latin West. Explorations with a Global Database (A. Fößel)

Kai Witthinrich, … si negotio ecclesiae videtur expedire. Die Päpste des Mittelalters zwischen Eherecht und Heiratspolitik. Eine typologische Untersuchung (K. Ubl)

Pius Engelbert (Hrsg.), Willehelmi abbatis Constitutiones Hirsaugienses. Adiuvante Candida Elvert O.S.B (H. Seibert)

Murielle Gaude-Ferragu/Bruno Laurioux/Jacques Paviot (Eds.), La cour du prince. Cour de France, cours d’Europe, XIIe–XVe siècle (W. Paravicini)

Christian Speer, Frömmigkeit und Politik. Städtische Eliten in Görlitz zwischen 1300 und 1550 (O. Keller)

H. L. L. Busard (†), Nicole Oresme, Questiones super geometriam Euclidis (W. Achtner)

Eneas Silvius Piccolomini, Dialogus. Hrsg. v. Duane R. Henderson (H. Müller)

Torsten Hiltmann, Spätmittelalterliche Heroldskompendien. Referenzen adeliger Wissenskultur in Zeiten gesellschaftlichen Wandels (Frankreich und Burgund, 15. Jahrhundert) (M. Prietzel)

Frühe Neuzeit

Marcus Sandl, Medialität und Ereignis. Eine Zeitgeschichte der Reformation (P. Blickle)

Artemio Enzo Baldini, L’educazione di un principe luterano. Il Furschlag di Johann Eberlin tra Erasmo, lutero e la sconfitta dei contadini. Edizione critica in Neuhochdeutsch e versione italiana del testo manoscritto inedito (C. Zwierlein)

Emidio Campi/Philipp Wälchli (Hrsg.), Züricher Kirchenordnungen 1520–1675. T. 1. u. 2 (P. Blickle)

Wilhelm Kühlmann/Gábor Tüskés (Hrsg.), Militia et Litterae. Die beiden Nikolaus Zrínyi und Europa. Unt. Mitarb. v. Sándor Bene (J. Riedel)

Helmut Neumaier, Albrecht von Rosenberg. Ein außergewöhnliches Adelsleben unter drei habsburgischen Kaisern (M. Hengerer)

Maria-Elisabeth Brunert/Maximilian Lanzinner (Hrsg.), Diplomatie, Medien, Rezeption. Aus der editorischen Arbeit an den ACTA PACIS WESTPHALICAE (A. Gotthard)

Beate Engelen, Soldatenfrauen in Preußen. Eine Strukturanalyse der Garnisonsgesellschaft im späten 17. und 18. Jahrhundert (M. Dinges)
Thomas Lau, Unruhige Städte. Die Stadt, das Reich und die Reichsstadt (1648–1806) (G. Schmidt)

Regina Grafe, Distant Tyranny. Markets, Power, and Backwardness in Spain, 1650–1800 (H. Sonkajärvi)

Silke Kamp, Die verspätete Kolonie. Hugenotten in Potsdam 1685–1809 (U. Niggemann)

Stefan Smid, Der Spanische Erbfolgekrieg. Geschichte eines vergessenen Weltkriegs (1701–1714) (M. Füssel)

Stefan Borchers, Die Erzeugung des ‚ganzen Menschen‘. Zur Entstehung von Anthropologie und Ästhetik an der Universität Halle im 18. Jahrhundert (H. Zedelmaier)

Erich Donnert, Antirevolutionär-konservative Publizistik in Deutschland am Ausgang des Alten Reiches. Johann August Starck (1741–1816), Ludwig Adolf Christian von Grolman (1741–1809), Friedrich Nicolai (1733–1811) (H.-C. Kraus)

Georg Schmidt (Hrsg.), Die deutsche Nation im frühneuzeitlichen Europa. Politische Ordnung und kulturelle Identität? Unt. Mitarb. v. Elisabeth Müller-Luckner (W. Burgdorf)

19./20. Jahrhundert

Volker Sellin, Gewalt und Legitimität. Die europäische Monarchie im Zeitalter der Revolutionen (E. Fehrenbach)

Julia Angster, Erdbeeren und Piraten. Die Royal Navy und die Ordnung der Welt 1770–1860 (M. Rink)

Bernd Müller, Die Außenpolitik von Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Oldenburg. Außenpolitisches Handeln, Argumentationen und Ordnungsvorstellungen eines mindermächtigen Fürsten vom Alten Reich bis zum Deutschen Bund 1785–1829 (A. Hanschmidt)

Antonio Grilli, Il difficile amalgama. Guistizia e codici nell’Europa di Napoleone (C. Dipper)

Paulus Adelsgruber/Laurie Cohen/Börries Kuzmany, Getrennt und doch verbunden. Grenzstädte zwischen Österreich und Russland 1772–1918 (R. Cvetkovski)

Rupert Klieber, Jüdische – christliche – muslimische Lebenswelten der Donaumonarchie 1848–1918. Bildrecherche u. Register: Ferdinand Koller (P. Vrankic)

Schicksalsjahre Österreichs. Die Erinnerungen und Tagebücher Josef Redlichs 1869–1936. Bd. 1: Erinnerungen und Tagebücher 1869–1914. Bd. 2: Tagebücher Josef Redlichs 1915–1936. Bd. 3: Biographische Daten und Register. Hrsg. v. Fritz Fellner u. Doris A. Corradini (F.-J. Kos)

Sven Haase, Berliner Universität und Nationalgedanke 1800–1848. Genese einer politischen Idee (D. Langewiesche)

Johannes Berchtold, Recht und Gerechtigkeit in der Konsulargerichtsbarkeit. Britische Exterritorialität im Osmanischen Reich 1825–1914 (V. Steller)

Hansjörg W. Vollmann, Eigenständigkeit und Konzernintegration. Die Cassella, ihre Eigentümer und ihr Führungspersonal (C. Kopper)

Verena Steller, Diplomatie von Angesicht zu Angesicht. Diplomatische Handlungsformen in den deutsch-französischen Beziehungen 1870–1919 (M. Mößlang)

Vera Hierholzer, Nahrung nach Norm. Regulierung von Nahrungsmittelqualität in der Industrialisierung 1871–1914 (K.-P. Ellerbrock)

Martin Ulmer, Antisemitismus in Stuttgart 1871–1933. Studien zum öffentlichen Diskurs und Alltag (U. Wyrwa)

Michael Werner, Stiftungsstadt und Bürgertum. Hamburgs Stiftungskultur vom Kaiserreich bis in den Nationalsozialismus (S. Pielhoff)

Frederic von Rosenberg, Korrespondenzen und Akten des deutschen Diplomaten und Außenministers 1913–1937. Hrsg. u. eingel. v. Winfried Becker (F.-J. Kos)

Winfried Becker, Frederic von Rosenberg (1874–1937). Diplomat vom späten Kaiserreich bis zum Dritten Reich, Außenminister der Weimarer Republik (F.-J. Kos)

Christiane Eifert, Deutsche Unternehmerinnen im 20. Jahrhundert (B. Gehlen)

Konrad Canis, Der Weg in den Abgrund. Deutsche Außenpolitik 1902–1914 (F. Kießling)

David L. Hoffmann, Cultivating the Masses. Modern State Practices and Soviet Socialism, 1914–1939 (B. Chiari)

Martin Lutz, Siemens im Sowjetgeschäft. Eine Institutionengeschichte der deutsch-sowjetischen Beziehungen 1917–1933 (L. Häfner)

Eva Oberloskamp, Fremde neue Welten. Reisen deutscher und französischer Linksintellektueller in die Sowjetunion 1917–1939 (W. Elz)

Matthias Hannemann, Die Freunde im Norden. Norwegen und Schweden im Kalkül der deutschen Revisionspolitik 1918–1939 (H.-J. Döscher)

Stephanie Neuner, Politik und Psychiatrie. Die staatliche Versorgung psychisch Kriegsbeschädigter in Deutschland 1920–1939 (D. Blasius)

Othmar Plöckinger, Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“ 1922–1945. Eine Veröffentlichung des Instituts für Zeitgeschichte. 2., aktual. Aufl. (J. Schmädeke)

Hannah Ahlheim, „Deutsche, kauft nicht bei Juden!“ Antisemitismus und politischer Boykott in Deutschland 1924 bis 1935 (C. Krüger)

Holger Skor, „Brücken über den Rhein“. Frankreich in der Wahrnehmung und Propaganda des Dritten Reiches, 1933–1939 (W. Elz)

Bernd Sösemann, Propaganda. Medien und Öffentlichkeit in der NS-Diktatur. Eine Dokumentation und Edition von Gesetzen, Führerbefehlen und sonstigen Anordnungen sowie propagandistischen Bild- und Textüberlieferungen im kommunikationshistorischen Kontext und in der Wahrnehmung des Publikums. Mit 57 Organigrammen, 100 Statistiken und Übersichten, 240 Abb. sowie einer Chronologie und Spezialbibliographie. In Zusammenarb. mit Marius Lange. 2 Bde (B. Ulrich)

Willibald Steinmetz (Ed.), Political Languages in the Age of Extremes (M. Oppermann)

Rüdiger Hachtmann, Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933–1945 (C. Kopper)

Anna Maria Grünfelder, Arbeitseinsatz für die Neuordnung Europas. Zivil- und ZwangsarbeiterInnen aus Jugoslawien in der „Ostmark“ 1938/41–1945 (O. Rathkolb)

Karl Schneider, „Auswärts eingesetzt“. Bremer Polizeibataillone und der Holocaust (S. Klemp)

Christine Wolters, Tuberkulose und Menschenversuche im Nationalsozialismus. Das Netzwerk hinter den Tbc-Experimenten im Konzentrationslager Sachsenhausen (H.-P. Kröner)

Andreas Jasper, Zweierlei Weltkriege? Kriegserfahrungen deutscher Soldaten in Ost und West 1939–1945 (T. Kühne)

Christian Adam, Lesen unter Hitler. Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich (G. Wurzer)

Michael R. Ebner, Ordinary Violence in Mussolini’s Italy (M. Baumeister)

Michael Ahrens, Die Briten in Hamburg. Besatzerleben 1945–1958 (G. Clemens)

Hermann Weber, Die DDR 1945–1990. 5., aktual. Aufl (I.-S. Kowalczuk)

Detlev Brunner/Mario Niemann (Hrsg.), Die DDR – eine deutsche Geschichte. Wirkung und Wahrnehmung (I.-S. Kowalczuk)

Bernd Rother (Hrsg.), Willy Brandt. Neue Fragen, neue Erkenntnisse (H. Türk)

Bernd Faulenbach, Das sozialdemokratische Jahrzehnt. Von der Reformeuphorie zur Neuen Unübersichtlichkeit. Die SPD 1969–1982 (K. H. Jarausch)

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1980. Hrsg. v. Horst Möller, Klaus Hildebrand, Gregor Schöllgen. Bd. 1: 1. Januar bis 30. Juni 1980. Bd. 2: 1. Juli bis 31. Dezember 1980. Wiss. Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch. Bearb. Tim Geiger, Amit Das Gupta u. Tim Szatkowski (H. Türk)

Thomas Borstelmann, The 1970s. A New Global History from Civil Rights to Economic Inequality (F. Bösch)

Jost Dülffer/Marc Frey (Eds.), Elites and Decolonization in the Twentieth Century (T. Bührer)

Nekrolog

Eingegangene Bücher

Zitation
Historische Zeitschrift 295 (2012), 3. in: H-Soz-Kult, 30.11.2012, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-7280>.
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Veröffentlicht am
30.11.2012
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