Historische Zeitschrift 297 (2013), 2

Titel
Historische Zeitschrift 297 (2013), 2.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Johannes Fried, Birthe Kundrus, Hartmut Leppin, Werner Plumpe, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Lothar Gall unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Heft(e)
05
Erschienen
München 2013: Oldenbourg Verlag
Preis
Einzelheft: 99,80 €; Print & Online: 598 € (Inland), 628 € (Ausland); ermäßigt: 178 € (Stud. u. Mitgl. von Historikerverbänden)
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

Heft 297.2 der Historischen Zeitschrift ist vor Kurzem erschienen! Wir wünschen anregende Lektüre!

Aufsätze

Matthias Pohlig,
Vom Besonderen zum Allgemeinen? Die Fallstudie als geschichtstheoretisches Problem (297)

Historiker sind traditionell damit beschäftigt, Partikulares zu erforschen. Ihnen geht es nicht, oder zumindest nicht nur, um Allgemeines. Systematische Perspektiven haben deshalb einen etwas unklaren Stand in der Geschichtswissenschaft. Historiker erforschen in der Regel Einzelfälle – sie tun dies aber implizit oder explizit oft, um in irgendeinem Sinne allgemeine Erkenntnisse zu gewinnen. Welche allgemeinen Erkenntnisse dies sein könnten und wie es möglich ist, von der Erforschung des Einzelnen zur Erkenntnis des Allgemeinen zu gelangen, ist ein klassisches Thema geschichtstheoretischer Reflexion. Der Aufsatz geht dem Problem nach, wie diese Operation methodisch vor sich geht, vor allem aber, welchen Status die zu selten reflektierte Vorgehensweise der „Fallstudie“ eigentlich für die Arbeit des Historikers besitzt. Die Fallstudie ist ja nicht Selbstzweck, sondern dient dazu, Erkenntnisse von größerer Reichweite zu gewinnen. Doch wie kann vom Einzelnen aus legitim überhaupt ein allgemeineres Wissen gewonnen werden? Dieser Frage wird im Rekurs auf einige geschichtstheoretische, literaturwissenschaftliche, soziologische und philosophische Positionen nachgegangen. Der Aufsatz schlägt dabei weniger eine programmatische Methodik vor, sondern versucht transparent machen, was Historiker normalerweise tun, wenn sie eine Fallstudie konzipieren. Dabei wird in drei Schritten vorgegangen: Zuerst werden einige Überlegungen zum Zusammenhang von Besonderem und Allgemeinem angestellt; zweitens wird die Fallstudie vom Beispiel abgegrenzt; im dritten Schritt wird das Problem der „Repräsentativität“ von Fällen diskutiert.

Gunnar Seelentag,
Die Ungleichheit der Homoioi. Bedingungen politischer Partizipation im archaisch-klassischen Kreta (320)

Der Beitrag untersucht, warum der Demos in kretischen Bürgerstaaten archaischer und klassischer Zeit die hierarchische Steuerung durch die politischen Eliten akzeptierte, obwohl die prinzipielle Gleichheit aller Bürger wesentlicher Bestandteil der politischen Imagination war. Denn sämtliche kollektiv verbindlichen Entscheidungen wurden im kleinen Kreis der Oberbeamten und des Rates gewesener Oberbeamten getroffen; die Bürgerversammlung aber nahm – ohne jede Möglichkeit der Beratung und Veränderung – diese Vorlagen an und zeichnete als Urheber von Gesetzen und Dekreten verantwortlich. Dies war möglich durch ein außergewöhnlich hohes Maß der ethischen Homogenität der politischen Akteure. Zum einen wurde ein identitätsstiftender Zusammenhalt der Bürger durch die strikte politische Exklusion weiter Teile der Bevölkerung gewährleistet. Zum anderen regelten geschriebene wie ungeschriebene Gesetze zahlreiche Aspekte des öffentlichen und privaten Lebens; und eine rigide, von der Polis organisierte Paideia, ein Altersklassensystem und die Zusammenkunft der Bürger in Speisegenossenschaften reproduzierten hierarchische Strukturen und garantierten gesellschaftlichen Gehorsam gegenüber Autoritäten.

Vanessa Conze,
Treue schwören. Der Konflikt um den Verfassungseid in der Weimarer Republik (354)

Der Aufsatz behandelt den Konflikt um den Verfassungseid für die Beamtenschaft der Weimarer Republik: Die im August 1919 erlassene Eidesformel „Ich schwöre Treue der Verfassung“ war ein eklatanter Bruch mit der Tradition. Erstmals wurde nicht mehr einer Person, dem Monarchen, sondern den Rechtsnormen der Verfassung Treue geschworen. Damit waren vor dem Hintergrund des Systemwechsels 1918/19 Konflikte um das Verständnis des Begriffs „Treue“ vorprogrammiert. Die Beamtenschaft hielt in weiten Teilen am althergebrachten Verständnis von Treue als einer personalen Beziehung zwischen zwei Menschen fest; dementsprechend betrachteten es viele Beamte als unmöglich, der Reichsverfassung – und damit auch der Republik – „Treue“ zu schwören. Zahlreiche Eidesverweigerungen waren die Folge. Die konservative, monarchistische, vor allem aber antirepublikanische und antidemokratische Opposition wusste den Konflikt um den Verfassungseid politisch auszunutzen. Die Reichsregierung beharrte zwar auf einer Vereidigung jedes Beamten und verfolgte die Eidesverweigerer konsequent disziplinarrechtlich; es gelang ihr jedoch nicht, den „Treue“-Begriff mit einem positiven Verständnis im Sinne der Republik aufzuladen. Der Kampf um den Eid auf die Weimarer Reichsverfassung wurde zu einem Lehrstück über den Versuch, politische Loyalität neu zu stiften und Regierungsmacht zu festigen – und zeigt zugleich die Bedeutung „weicher“ Faktoren wie Ordnungs- und Moralvorstellungen für die Akzeptanz und Stabilisierung von Herrschaft. Die Analyse der Auseinandersetzung um den Eid bietet eine Möglichkeit, politische, verfassungsgeschichtliche, staatsrechtliche, rechtsphilosophische und kulturelle Fragestellungen zu verknüpfen und den Wert einer kulturgeschichtlichen Annäherung an das Politische zu demonstrieren.

Ulrich Lappenküper,
„Le plus germanophile des chefs d’Etat français“? François Mitterrand und Deutschland 1916–1996 (390)

Von den französischen Staatsmännern des 20. Jahrhunderts ist die Biographie François Mitterrands zweifellos eine der schillerndsten. Seine Metamorphosen vom Anhänger des autoritären Vichy-Regimes zum Chef der französischen Sozialisten und Staatspräsidenten einer Republik, deren Verfassung er 1958 abgelehnt hat, werfen noch heute zahlreiche Fragen auf. Kaum weniger rätselhaft wirkt sein Verhältnis zu Deutschland. Fast sein Leben lang verstand Mitterrand es, sich als großen Europäer und als Protagonisten der deutsch-französischen Freundschaft in Szene zu setzen. War er aber wirklich „le plus germanophile des chefs d’Etat français“, zu dem ihn sein Biograph Jean Lacouture stilisierte? Auf der Basis des umfangreichen Schrifttums und zahlreicher unveröffentlichter Akten in deutschen und französischen Archiven untersucht die Studie die zentralen Stationen der Mitterrand’schen Biographie von 1916 bis 1996 speziell in Bezug auf sein Deutschlandbild und seine Deutschlandpolitik und trägt so dazu bei, die „Sphinx“ in ihrem Verhältnis zu Deutschland zu enträtseln.

Neue historische Literatur

Allgemeines

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin von Götz Aly, Wolf Gruner, Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl u. Hartmut Weber. Bd. 1: Deutsches Reich 1933–1937. Bearb. v. Wolf Gruner (M. Wildt) 417

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin von Götz Aly, Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl u. Hartmut Weber. Bd. 2: Deutsches Reich 1938–August 1939. Bearb. v. Susanne Heim (M. Wildt) 417

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin von Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl, u. Hartmut Weber. Bd. 4: Polen. September 1939–Juli 1941. Bearb. v. Klaus-Peter Friedrich, Mitarb. Andrea Löw (M. Wildt) 417

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin von Susanne Heim, Ulrich Herbert, Michael Hollmann, Horst Möller, Gertrud Pickhahn, Dieter Pohl, Hartmut Weber u. Andreas Wirsching. Bd. 3: Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren. September 1939–September 1941. Bearb. v. Andrea Löw. (M. Wildt) 417

Paul Nolte, Was ist Demokratie? Geschichte und Gegenwart (A. Fahrmeir) 422

Frederick C. Beiser, The German Historicist Tradition (S. Jordan) 423

Volker Grieb/Sabine Todt (Hrsg.), Piraterie von der Antike bis zur Gegenwart. Unt. Mitarb. v. Sünje Prühlen (A. Obenaus) 425

Peter Heather, Invasion der Barbaren. Die Entstehung Europas im Ersten Jahrtausend nach Christus. Aus d. Engl. v. Bernhard Jendricke, Rita Seuß u. Thomas Wollermann (H. Schlange-Schöningen) 427

Europäische Erinnerungsorte 3: Europa und die Welt. Hrsg. v. Pim den Boer, Heinz Duchhardt, Georg Kreis u. Wolfgang Schmale (W. Speitkamp) 428

Bartolomé Yun-Casalilla/Patrick K. O’Brien/Francisco Comín Comín (Eds.), The Rise of Fiscal States: A Global History 1500–1914 (P. Rauscher) 429

Sergio Amato, Sul patriottismo costituzionale tedesco tra Settecento e Novecento (C. Dipper) 431

Peter McCandless, Slavery, Disease, and Suffering in the Southern Lowcountry (B. Bader-Zaar) 432

Gerd van den Heuvel, Adlige Herrschaft, bäuerlicher Widerstand und territorialstaatliche Souveränität. Die „Hoch- und Freiheit Gesmold“ (Hochstift Osnabrück) im 18. und frühen 19. Jahrhundert (A. Jendorff) 434

Stephen Broadberry/Kevin H. O’Rourke (Eds.), The Cambridge Economic History of Modern Europe. Vol. 1: 1700–1870. Vol. 2: 1870 to the Present (T. Pierenkemper) 435

Altertum

Raimund Schulz, Feldherren, Krieger und Strategen. Krieg in der Antike von Achill bis Attila (L. A. Burckhardt) 439

Christopher Anthony Matthew, A Storm of Spears. Understanding the Greek Hoplite at War (K.-W. Welwei) 440

Emanuele Greco, Topografia di Atene. Sviluppo urbano e monumenti dalle origini al III secolo d. C. Con la collaborazione di Fausto Longo, Daniela Marchiandi, Maria Chiara Monaco e di Ricardo Di Cesare, Giovanni Marginesu. Tomo 2: Colline sud-occidentali – Valle dell’Ilisso (B. Bäbler) 441

Gabriel Herman (Ed.), Stability and Crisis in the Athenian Democracy (H. Kloft) 443

Christian Mann/Peter Scholz (Hrsg.), „Demokratie“ im Hellenismus. Von der Herrschaft des Volkes zur Herrschaft der Honoratioren? (H.-U. Wiemer) 444

Greg Woolf, Rome. An Empire’s Story (R. Schulz) 445

James H. Richardson, The Fabii and the Gauls. Studies in Historical Thought and Historiography in Republican Rome (D. Pausch) 446

Peter Scholz, Den Vätern folgen. Sozialisation und Erziehung der republikanischen Senatsaristokratie (R. Kath) 448

Henrik Mouritsen, The Freedman in the Roman World (A. Binsfeld) 450

Paul J. Burton, Friendship and Empire. Roman Diplomacy and Imperialism in the Middle Republic (353–146 BC) (E. Baltrusch) 452

Markus Beyeler, Geschenke des Kaisers. Studien zur Chronologie, zu den Empfängern und zu den Gegenständen der kaiserlichen Vergabungen im 4. Jahrhundert n. Chr (H. Ziemssen) 454

Für Religionsfreiheit, Recht und Toleranz. Libanios’ Rede für den Erhalt der heidnischen Tempel. Eingel., übers. u. mit interpretierenden Essays versehen v. Heinz-Günter Nesselrath, Okko Behrends, Klaus Stephan Freyberger u. a (J. Wintjes) 455

Paula Fredriksen, Sin. The Early History of an Idea (U. Volp) 457

Mittelalter

Manuel Koch, Ethnische Identität im Entstehungsprozess des spanischen Westgotenreiches (U. Nonn) 459

Klaus Herbers, Geschichte des Papsttums im Mittelalter (S. Scholz) 461

Sita Steckel, Kulturen des Lehrens im Früh- und Hochmittelalter. Autorität, Wissenskonzepte und Netzwerke von Gelehrten (F. Rexroth) 462

Alfons Becker, Papst Urban II. (1088–1099). T. 3: Ideen, Institutionen und Praxis eines päpstlichen regimen universale (C. Rolker) 464

Kent Emery Jr./Russell L. Friedman/Andreas Speer (Eds.), Philosophy and Theology in the Long Middle Ages. A Tribute to Stephen F. Brown. Assisted by Maxime Mauriège (M. J. Hoenen) 465

Birgit Gilcher, Die Traditionen des Augustiner-Chorherrenstifts Herrenchiemsee (A. Krah) 467

Marie-Claude Schöpfer Pfaffen, Verkehrspolitik im Mittelalter. Bernische und Walliser Akteure, Netzwerke und Strategien (C. Moddelmog) 468

Barbara Hammes, Ritterlicher Fürst und Ritterschaft. Konkurrierende Vergegenwärtigung ritterlich-höfischer Tradition im Umkreis südwestdeutscher Fürstenhöfe 1350–1450 (W. Hechberger) 469

Bodo Bachmann, Die Butzbacher Stadtrechnungen im Spätmittelalter 1371–1419. Bd. 1: Kommentar & Index. Bd. 2: Edition (H.-J. Gilomen) 470

Heribert Müller, Die kirchliche Krise des Spätmittelalters. Schisma, Konziliarismus und Konzilien (D. Berger) 472

Morimichi Watanabe, Nicholas of Cusa – A Companion to His Life and His Times. Ed. by Gerald Christianson, Thomas M. Izbicki (H. Schwaetzer) 473

Frühe Neuzeit

Joad Raymond (Ed.), The Oxford History of Popular Print Culture. Vol. 1: Cheap Print in Britain and Ireland to 1660 (D. Bellingradt) 475

Hillay Zmora, The Feud in Early Modern Germany (S. Rabeler) 476

Albrecht Burkardt/Gerd Schwerhoff (Hrsg.), Tribunal der Barbaren? Deutschland und die Inquisition in der Frühen Neuzeit. Unt. Mitwirk. v. Dieter R. Bauer (J. Hasecker) 478

Regina Baar-Cantoni, Religionspolitik Friedrichs II. von der Pfalz im Spannungsfeld von Reichs- und Landespolitik (C. Zwierlein) 479

Bastian Gillner, Freie Herren – Freie Religion. Der Adel des Oberstifts Münster zwischen konfessionellem Konflikt und staatlicher Verdichtung 1500 bis 1700 (W. Reininghaus) 481

Christian Helbich, Pax et Concordia. Erasmische Reformkonzepte, humanistisches Bildungsideal und städtische Kirchenpolitik in Dortmund, Essen und Bielefeld im 16. Jahrhundert (A. Rutz) 482

Martina Fuchs/Robert Rebitsch (Hrsg.), Kaiser und Kurfürst. Aspekte des Fürstenaufstandes 1552 (M. Lanzinner) 484

Alexander Jendorff, Der Tod des Tyrannen. Geschichte und Rezeption der Causa Barthold von Wintzingerode (C. Kühner) 485

Gerhard Ammerer/Ingonda Hannesschläger (Hrsg.), Strategien der Macht. Hof und Residenz in Salzburg um 1600 – Architektur, Repräsentation und Verwaltung unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1587 bis 1611/12 (I. Eberl) 487

Albrecht Ernst/Anton Schindling (Hrsg.), Union und Liga 1608/09. Konfessionelle Bündnisse im Reich – Weichenstellung zum Religionskrieg? (M. Lanzinner) 488

Acta Pacis Westphalicae. Ser. 2, Abt. A: Die kaiserlichen Korrespondenzen. Bd. 6, T. 1: März – Juli 1647. T. 2: Juli – November 1647. Bearb. v. Antje Oschmann u. Magnus Ulrich Ferber unt. Mithilfe v. Christiane Neerfeld u. Christina Schmücker (R. Dauser) 490

Acta Pacis Westphalicae. Ser. 2, Abt. B: Die französischen Korrespondenzen. Bd. 8: Februar – Mai 1648. Bearb. v. Peter Arnold Heuser unt. Mithilfe v. Rita Bohlen (R. Dauser) 493

Thomas Wallnig/Thomas Stockinger/Ines Peper u. a. (Hrsg.), Europäische Geschichtskulturen um 1700 zwischen Gelehrsamkeit und Konfession (S. Rau) 496

Thomas Flammer/Werner Freitag/Alwin Hanschmidt (Hrsg.), Franz von Fürstenberg (1729–1810). Aufklärer und Reformer im Fürstbistum Münster. Beiträge der Tagung am 16. und 17. September 2010 in Münster (B. Mütter) 498

Ulrike Krampl, Les secrets des faux sorciers. Police, magie et escroquerie à Paris au XVIIIe siècle. Préface d’Arlette Farge (F. Loetz) 500

19.–21. Jahrhundert

Richard Bessel/Nicholas Guyatt/Jane Rendall (Eds.), War, Empire and Slavery, 1770–1830 (U. Planert) 502

Donatus Düsterhaus, Die Revolution als Schwester des Krieges. Deutungen und Wahrnehmungen von Lutheranern im Elsaß in der Zeit der Französischen Revolution und des Napoleonischen Empires (1789–1815) (H. Carl) 503

Marie-Cécile Thoral, From Valmy to Waterloo. France at War, 1792–1815. Translation by Godfrey Rogers (U. Planert) 505

Adam Zamoyski, 1812. Napoleons Feldzug in Russland. Aus dem Engl. v. Ruth Keen u. Erhard Stölting (U. Planert) 507

Andreas Becker, Napoleonische Elitenpolitik im Rheinland. Die protestantische Geistlichkeit im Roerdepartement 1802–1814 (U. Planert) 509

Dietmar Scharmitzer, Anastasius Grün (1806–1876). Leben und Werk (B. Unckel) 510

Alf Zachäus, Chancen und Grenzen wirtschaftlicher Entwicklung im Prozess der Globalisierung. Die Kupfermontanregionen Coquimbo (Chile) und Mansfeld (Preußen/Deutschland) im Vergleich 1830–1900 (G. Dufner) 512

Ion Lihaciu, Czernowitz 1848–1918. Das kulturelle Leben einer Provinzmetropole (M. Winkler) 513

Daniel Nagel, Von republikanischen Deutschen zu deutsch-amerikanischen Republikanern. Ein Beitrag zum Identitätswandel der deutschen Achtundvierziger in den Vereinigten Staaten 1850–1861 (K. Wüstenbecker) 515

Daniel Pejko, Gegen Minister und Parlament. Der Conseil d’État im Gesetzgebungsverfahren des Zweiten Französischen Kaiserreichs (1852–1870) (U. Lappenküper) 517

Laurence Brockliss/Nicola Sheldon (Eds.), Mass Education and the Limits of State Building, c. 1870–1930 (H.-E. Tenorth) 519

Rudolf A. Mark, Im Schatten des Great Game. Deutsche „Weltpolitik“ und russischer Imperialismus in Zentralasien 1871–1914 (B. Chiari) 520

Ulrich Wyrwa (Hrsg.), Einspruch und Abwehr. Die Reaktion des europäischen Judentums auf die Entstehung des Antisemitismus (1879–1914). Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts (M. Zimmermann) 522

Matthias Becher/Yitzhak Hen (Hrsg.), Wilhelm Levison (1876–1947). Ein jüdisches Forscherleben zwischen wissenschaftlicher Anerkennung und politischem Exil. Redaktionelle Betreuung u. Mitarb.: Alheydis Plassmann (H. Röckelein) 525

Bernhard R. Kroener, Militär, Staat und Gesellschaft im 20. Jahrhundert (1890–1990) (H. Thoß) 527

Hans Mommsen, Zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Demokratie, Diktatur, Widerstand (S. Neitzel) 529

Alexander Will, Kein Griff nach der Weltmacht. Geheime Dienste und Propaganda im deutsch-österreichisch-türkischen Bündnis 1914–1918 (F.-J. Kos) 530

Wolf-Dietrich Gutjahr, Revolution muss sein. Karl Radek – Die Biographie (H. Weber) 531

Rüdiger Bergien, Die bellizistische Republik. Wehrkonsens und „Wehrhaftmachung“ in Deutschland 1918–1933. Hrsg. mit Unterstützung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Potsdam (T. Kühne) 534

Claudia Kemper, Das „Gewissen“ 1919–1925. Kommunikation und Vernetzung der Jungkonservativen (H.-C. Kraus) 536

Vahakn N. Dadrian/Taner Akçam, Judgment at Istanbul. The Armenian Genocide Trials (S. Mangold-Will) 537

Taner Akçam, The Young Turks’ Crime Against Humanity. The Armenian Genocide and Ethnic Cleansing in the Ottoman Empire (S. Mangold-Will) 537

Berna Pekesen, Nationalismus, Türkisierung und das Ende der jüdischen Gemeinden in Thrakien, 1918–1942 (F.-J. Kos) 540

Julián Casanova, The Spanish Republic and Civil War. Transl. by Martin Douch (T. Kössler) 541

Paul Preston, The Spanish Holocaust. Inquisition and Extermination in Twentieth-Century Spain (T. Kössler) 543

Barbara Liedtke, Völkisches Denken und Verkündigung des Evangeliums. Die Rezeption Houston Stewart Chamberlains in evangelischer Theologie und Kirche in der Zeit des „Dritten Reichs“ (B. Hasselhorn) 545

Peter Hoffmann, Carl Goerdeler and the Jewish Question, 1933–1942 (U. v. Hehl) 546

Hans-Christian Jasch, Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik. Der Mythos von der sauberen Verwaltung (U. v. Hehl) 548
Stephan Stracke, Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse. Gewerkschaftlicher Widerstand und internationale Solidarität (S. Müller) 549

Siegfried Mielke/Stefan Heinz (Hrsg.), Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes im NS-Staat. Widerstand und Verfolgung. Unter Mitarb. v. Marion Goers (S. Müller) 551

Angela Hermann, Der Weg in den Krieg 1938/39. Quellenkritische Studien zu den Tagebüchern von Joseph Goebbels (B. Sösemann) 552

Cédric Gruat, Hitler in Paris. Juni 1940. Aus dem Franz. übers. v. Martin Becker, Robert Eberhardt, Elena Feyl, Charlotte Kieslich, Madeleine Stenger u. Sebastian Mentel (A. Kwaschik) 555

Christoph Dieckmann, Deutsche Besatzungspolitik in Litauen 1941–1944. 2 Bde (W. Wette) 557

Peter Kalmbach, Wehrmachtsjustiz (J. Zimmermann) 559

Christina Ullrich, „Ich fühl’ mich nicht als Mörder“. Die Integration von NS-Tätern in die Nachkriegsgesellschaft (E. Wolfrum) 561

Thomas Höpel, „Die Kunst dem Volke“. Städtische Kulturpolitik in Leipzig und Lyon 1945–1989 (T. Giese) 562

Stefan Berger/Norman LaPorte, Friendly Enemies. Britain and the GDR, 1949–1990 (H.-H. Jansen) 563

Astrid M. Eckert, The Struggle for the Files. The Western Allies and the Return of German Archives after the Second World War. Transl. by Dona Geyer (K. Jedlitschka) 565

Carsten Kretschmann, Zwischen Spaltung und Gemeinsamkeit. Kultur im geteilten Deutschland (F. Kießling) 566

Till Manning, Die Italiengeneration. Stilbildung durch Massentourismus in den 1950er und 1960er Jahren (C. Jansen) 568

Julia Angster, Die Bundesrepublik Deutschland 1963–1982 (B. Löffler) 569
Kay Schiller/Christopher Young, München 1972. Olympische Spiele im Zeichen des modernen Deutschland. Aus dem Engl. v. Sonja Hogl (H. Thoß) 571

Ronen Steinke, The Politics of International Criminal Justice. German Perspectives from Nuremberg to The Hague (E. Conze) 572

Martin Malek/Anna Schor-Tschudnowskaja (Hrsg.), Der Zerfall der Sowjetunion. Ursachen – Begleiterscheinungen – Hintergründe (B. Chiari) 574

Harold James, Krupp. Deutsche Legende und globales Unternehmen. Aus dem Engl. v. Karl-Heinz Siber (C. Kopper) 576
Karin Hausen, Geschlechtergeschichte als Gesellschaftsgeschichte (C. Opitz-Belakhal) 577

Klaus Hildebrand, Der Flug des Ikarus. Studien zur deutschen Geschichte und internationalen Politik. Hrsg. v. Joachim Scholtyseck u. Christoph Studt (H.-C. Kraus) 578

Hermann Giliomee, The Last Afrikaner Leaders. A Supreme Test of Power (H.-J. Scholz) 580

David Priestland, Weltgeschichte des Kommunismus. Von der Französischen Revolution bis heute. Aus dem Engl. v. Klaus-Dieter Schmidt (T. Kroll) 582

Eingegangene Bücher 584

Zitation
Historische Zeitschrift 297 (2013), 2. in: H-Soz-Kult, 30.10.2013, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-7881>.
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30.10.2013
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