Blätter für deutsche und internationale Politik 60 (2015), 2

Titel
Blätter für deutsche und internationale Politik 60 (2015), 2.


Hrsg. v.
Blätter Verlagsgesellschaft mbH Herausgeberkreis: Katajun Amirpur, Seyla Benhabib, Norman Birnbaum, Peter Bofinger, Ulrich Brand, Micha Brumlik, Dan Diner, Jürgen Habermas, Detlef Hensche, Rudolf Hickel, Claus Leggewie, Ingeborg Maus, Klaus Naumann, Jens G. Reich, Rainer Rilling, Irene Runge, Saskia Sassen, Karen Schönwälder, Friedrich Schorlemmer, Gerhard Stuby, Hans-Jürgen Urban und Rosemarie Will
Heft(e)
2
Erschienen
Berlin 2015: Blätter Verlag
Umfang
128 S.
Preis
€ 10,00 Einzelheft, € 84,60 im Abo (€ 67,20 erm.)
Herausgeber d. Zeitschrift
Blätter Verlagsgesellschaft mbH Herausgeberkreis: Katajun Amirpur, Seyla Benhabib, Norman Birnbaum, Peter Bofinger, Ulrich Brand, Micha Brumlik, Dan Diner, Jürgen Habermas, Detlef Hensche, Rudolf Hickel, Claus Leggewie, Ingeborg Maus, Klaus Naumann, Jens G. Reich, Rainer Rilling, Irene Runge, Saskia Sassen, Karen Schönwälder, Friedrich Schorlemmer, Gerhard Stuby, Hans-Jürgen Urban und Rosemarie Will
Erscheinungsweise
monatlich
Kontakt
Blätter-Redaktion Berlin Albrecht von Lucke, Annett Mängel, Dr. Albert Scharenberg Torstraße 178 10115 Berlin Tel. 030/3088 3640 Fax 030/3088 3645

Liebe Leserinnen und Leser,

die Februar-Ausgabe der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erscheint am 30.1.2015.

mit Beiträgen von: Johano Strasser, Andrew Cockburn, Sahra Wagenknecht, Barbara Muraca, David M. Kotz, Ahmad Mansour, Rudolf Hickel, Ulrich Brand, Paul Schäfer, Julia Macher, Alban Werner, Albrecht von Lucke u.a.

zu folgenden Themen: Die Barbaren sind unter uns, Pegida: Gebt uns ein Feindbild, Wohin treibt die AfD?, Muslimischer Antisemitismus, Game on: Ost gegen West, Die »neue Friedensbewegung«, Sinn und Unsinn von Rot-Rot-Grün, CETA: Blaupause der Deregulierung, Degrowth als konkrete Utopie, Griechenland vor der Wende?, Kuba: Revolution auf eigene Rechnung, Das Ethos des Kinos, u.v.m.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre „Blätter“-Redaktion

www.blaetter.de/aktuelle-ausgabe

Johano Strasser:
Die Barbaren sind unter uns, S. 49–58.
Die Terroranschläge von Paris waren kaum geschehen, da begann auch schon die Ursachenforschung in den Medien. Die Welt versucht zu verstehen, was die Täter zu ihren barbarischen Morden bewegt hat. Johano Strasser, Politologe und Publizist, hinterfragt unser Verständnis von Zivilisation, Barbarei und der Rolle der Religion bei den jüngsten Gewaltakten. Die Ursprünge der Barbarei sind vielfältig, so Strasser, und die Möglichkeit dazu steckt in uns allen.

Andrew Cockburn:
Game on: Ost gegen West, S. 59–71.
Mit dem Ringen um die Ukraine scheint sich ein alter Konflikt zwischen Ost und West zu erneuern. Andrew Cockburn, Publizist und Redakteur des „Harper’s Magazine“, zeichnet nach, wie amerikanische Rüstungslobbyisten nach dem Ende des Kalten Krieges mit dem Einbruch ihrer Umsätze kämpften. Gemeinsam mit den Neocons, so Cockburn, trieben sie die Nato-Osterweiterung voran, erschlossen neue Märkte und eskalierten dadurch die Auseinandersetzung mit Russland.

Sahra Wagenknecht:
Rot-Rot-Grün: Politik- statt Personalwechsel. Eine Antwort auf Jürgen Trittin, S. 73–81.
Ob durch Freihandelsabkommen, Austeritätspolitik oder Massenüberwachung: Die sozialen und demokratischen Errungenschaften Europas stehen heute mehr denn je auf dem Spiel. Vor diesem Hintergrund untersucht die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei-Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines Politikwechsels in Richtung Rot-Rot-Grün. Ihre Resümee: Nur wenn eine neue Regierung tatsächlich eine politische Alternative verkörpert – und nicht nur einen Wechsel im Kanzleramt –, ist sie die Mühe wert.

Alban Werner:
Vor der Zerreißprobe: Wohin treibt die AfD?, S. 83–90.
In nur zwei Jahren hat es die AfD geschafft, sich politisch zu etablieren und in vier Parlamente einzuziehen. Doch wie nachhaltig ist dieser Erfolg? Schon drohen massive innerparteilicher Konflikte die Partei zu zerreißen. Alban Werner, Doktorand der Politischen Wissenschaft an der RWTH Aachen, analysiert Stärke und Ausrichtung der widerstreitenden Parteiflügel. Sein Fazit: Angesichts der Annäherung an das mit Pegida auferstandene „Wutbürgertum“ könnten sich schon bald nationalkonservative Strömungen gegen den konservativ-wirtschaftsliberalen Flügel um Parteigründer Bernd Lucke durchsetzen

Sarah Ganter:
Revolution auf eigene Rechnung: Kubas neue Arbeitswelt, S. 91–99.
Mit der jüngsten Annäherung zwischen Kuba und den USA gerät eines der letzten Relikte des Kalten Krieges ins Wanken. Sarah Ganter, Leiterin des Auslandsbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung für Kuba und die Dominikanische Republik, zeigt auf, dass die kubanische Führung schon länger auf eine „Aktualisierung der Revolution“ hinarbeitet – speziell in der Arbeitswelt. Doch die Liberalisierung wird auch Verlierer erzeugen. Will Raúl Castro Kubas soziale Errungenschaften bewahren, muss er sie vor den Gesetzen des Marktes schützen.

Barbara Muraca:
Wider den Wachstumswahn: Degrowth als konkrete Utopie, S. 101–109.
Nach dem enttäuschenden Ausgang von Lima droht auch die entscheidende Klimakonferenz in Paris am Ende dieses Jahres zum Fiasko zu werden. Die Umweltphilosophin Barbara Muraca erklärt, was einer Kehrtwende in der Klimapolitik im Wege steht: der starre Glaube an wirtschaftliches Wachstum. Einen Ausweg sieht Muraca in der Degrowth-Bewegung: Sie steht nicht nur für die Abkehr von der Wachstumsideologie, sondern auch für eine neu erlernte, kollektive Freiheit.

Martin Seel:
Das Ethos des Kinos, S. 111–120.
Das Kino ist eine vergleichsweise junge Kunst und doch ist es heute nicht mehr wegzudenken. Martin Seel, Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt a.M., fragt nach dem Verhältnis des Kinos zu den Wahrnehmungs- und Lebensbedingungen der Menschen. Seine Erkenntnis: Die Künste und insbesondere das Kino sind dazu prädestiniert, den Dimensionen des Bestimmtwerdens nachzuspüren, die unser Tun und Lassen auf eine maßgebliche Weise tragen.

INHALTSVERZEICHNIS

Kommentare und Berichte

Terror und Pegida: Gebt uns ein Feindbild von Albrecht von Lucke, S. 5

Ressentiment vs. Aufklärung: Die »neue Friedensbewegung« von Paul Schäfer, S. 9

Griechenland vor der Wende? von Rudolf Hickel, S. 13

Podemos und Co.: Spaniens neue Linke von Julia Macher, S. 17

Schweden: Der Traum ist aus von Gunnar Hinck, S. 21

CETA: Blaupause der Deregulierung von Thomas Fritz, S. 25

Tauziehen ums Klima: Von Lima nach Paris von Bernhard Pötter, S. 29

Lateinamerika in der Rohstofffalle von Ulrich Brand, S. 33

Debatte

Muslimischer Antisemitismus von Ahmad Mansour, S. 37

Kolumne

Russlands Absturz von David M. Kotz, S. 41

In Memoriam

Kooperieren oder scheitern. Zum Tode von Ulrich Beck, S. 44

Analysen und Alternativen

Kurzgefasst, S. 47

Die Barbaren sind unter uns von Johano Strasser, S. 49

Game on: Ost gegen West von Andrew Cockburn, S. 59

Rot-Rot-Grün: Politik- statt Personalwechsel. Eine Antwort auf Jürgen Trittin von Sahra Wagenknecht, S. 73

Vor der Zerreißprobe: Wohin treibt die AfD? von Alban Werner, S. 83

Revolution auf eigene Rechnung: Kubas neue Arbeitswelt von Sarah Ganter, S. 91

Wider den Wachstumswahn: Degrowth als konkrete Utopie von Barbara Muraca, S. 101

Das Ethos des Kinos von Martin Seel, S. 111

Aufgespiesst

Söder ante portas von Jan Kursko, S. 82

Medienkritik

Wir alle sind Charlie & Ali von Uli Gellermann, S. 100

Buch des Monats

Delhi: Versuchslabor des Kapitalismus von Sandra Hoffmann, S. 121

Extras

Dokumente zum Zeitgeschehen, S. 124

Chronik des Monats Dezember 2014, S. 125

Zurückgeblättert, S. 128

Zitation
Blätter für deutsche und internationale Politik 60 (2015), 2. in: H-Soz-Kult, 23.01.2015, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-8764>.
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Veröffentlicht am
23.01.2015
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