Expressionismus 1 (2015), 2

Titel der Ausgabe 
Expressionismus 1 (2015), 2
Zeitschriftentitel 
Weiterer Titel 
Der performative Expressionismus

Erschienen
Berlin 2015: Neofelis Verlag
Erscheint 
zweimal jährlich
Anzahl Seiten
136 S.
Preis
14.00 €

 

Kontakt

Institution
Expressionismus
Land
Deutschland
c/o
Neofelis Verlag, Kuglerstr. 59, 10439 Berlin Kontakt: info@neofelis-verlag.de <mailto:info@neofelis-verlag.de> Vertrieb / Abo: vertrieb@neofelis-verlag.de <mailto:vertrieb@neofelis-verlag.de>
Von
Ermel, Annika

Das zweite Heft der Zeitschrift Expressionismus wendet sich der performativen Seite expressionistischer Kunst zu. Expressionistische Arbeiten sind programmatisch stark auf die Veränderung der Gesellschaft ausgerichtet – ein Ziel, das expressionistische Kunst nicht nur ständig kommuniziert, sondern auch aktiv umsetzen will. Entsprechend hoch ist die Zahl an Versuchen, spezifisch performative Formen von Kunst zu entwickeln.

Die Dimensionen dieses Bereichs sind vielfältig. Verschiedentlich werden in den 1910er Jahren Forderungen laut, die Wirkung von Gedicht­lesungen zu intensivieren. Expressionistische Bühnen wie die Tribüne und die Sturm-Bühne tragen mit dazu bei, dass die konkrete Theatererfahrung gegenüber dem reinen Dramentext stärker ins Zentrum rückt und Musik und Bildende Kunst integriert werden. Außerdem bringen Fotografie und Film eine neue Ebene des Performativen hervor. Diese Breite des Feldes zeigt das Heft auf, indem es eine internationale Perspektive einnimmt sowie auf die performative Verflechtung verschiedener Kunstrichtungen aufmerksam macht. Es versammelt Aufsätze zum deutschen wie zum spanischen Avantgarde­theater, zur Beziehung von Tanz und Lyrik sowie zur performatorischen Ausrichtung der Bildenden Kunst in Polen. Außerdem wirft das Heft einen Blick über das expressionistische Jahrzehnt hinaus und verfolgt sowohl die Einflüsse des Expressionismus auf den amerikanischen Film der 1920er und 1930er Jahre als auch aktuelle Versuche, expressionistische Texte performativ wieder zum Leben zu erwecken.

Mit Beiträgen von Michael Bahn, Jean Marie Carey, Lidia G?uchowska, Herle-Christin Jessen, Larissa Kikol, Rebecca Schönsee und Florian Zappe.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Editorial

Manifeste und Konzepte

Lidia Głuchowska
„Nicht unsere Werke sind wichtig, sondern das Leben.“
Performative Manifestationen der Gruppen Bunt und Die Kommune.
Ihre Geschichte und ihr Echo in der Gegenwart

Filmische Performanz: Der Expressionismus und sein Erbe

Larissa Kikol
Das Problem mit dem ‚Expressionistischen‘.
Ursprung. Gebrauch. Inflation.

Florian Zappe
„The ‘Caligarian’ Works of a New Film Discovery“.
Das Echo des performativen Expressionismus im amerikanischen Experimentalfilm der 1920er und 1930er Jahre

Expressionistische Theaterexperimente

Jean Marie Carey
Der Sturm und die Wilden.
Franz Marcs Entscheidungskampf mit der Theatralität

Herle-Christin Jessen
‚Spielen ohne Geländer‘.
Text und Theatralität in Federico García Lorcas El público

Wie man Literatur performativ zum Leben erweckt

Rebecca Schönsee
„Opfer, atemloser Wege, blind“ – Getanzte Gebete aus verbranntem Lachen.
Zur Lyrik Simon Kronbergs

Michael Bahn
Momente des Performativen im Projekt Tropfblut. Gedichte aus dem Krieg nach August Stramm

Rezensionen

Abbildungsverzeichnis

Call for Papers: Expressionistinnen

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