Der Westfälische Friedenskongress zwischen (Neuer) Diplomatiegeschichte und Historischer Friedensforschung

Obwohl der Westfälische Frieden zu den am dichtesten beschriebenen historischen Momenten der modernen Historiographie gehört und ein zentrales Ereignis für die Internationalen Beziehungen der Frühen Neuzeit darstellt, ist der Westfälische Friedenskongress in seiner Eigenlogik als erster europäischer Gesandtenkongress weit weniger gut erforscht. Der Forschungsbericht zeichnet die zentralen Forschungsentwicklungen nach und hebt dabei aktuelle Ansätze und Desiderate hervor. Die Autorinnen zeigen, dass die bis heute im Vergleich zu den Friedensverträgen geringe Forschung zum Westfälischen Friedenskongress als diplomatisches Ereignis vor allem aus seiner Stellung an der Schnittstelle zwischen Historischer Friedensforschung und Neuer Diplomatiegeschichte resultiert. Die aus der Hofforschung kommende Neue Diplomatiegeschichte hat den Eigenheiten der Kongressdiplomatie bislang nur selten Aufmerksamkeit geschenkt. Zudem weisen die Autorinnen auf das Potenzial einer diplomatiegeschichtlich fundierten Forschung zum Westfälischen Friedenskongress für die Historische Friedensforschung hin. Nur so können die Schwierigkeiten des Friedenschließens adäquat herausgearbeitet werden.

Abstract
The Peace of Westphalia is extensively described in modern historiography and regarded as a central event in the history of early modern international relations. However, the inherent logic of the preceding peace congress as the first international and multilateral delegated peace congress is much less explored. This research report delineates the main research developments and highlights current approaches as well as desiderata. Thereby the authors show that the lack of research on the peace congress as a diplomatic event results from its position between Historical Peace Research and New Diplomatic History. Originating from court research, New Diplomatic History has so far not paid much attention to the specifics of congress diplomacy. Accordingly, the authors stress the potential that lies in analysing the Westphalian Peace Congress from such a cultural historical perspective for Historical Peace Research, which is the only way allowing us to explore the difficulties of peacemaking in a profound and comprehensive manner.

Von
Dorothée Götze, Universität Bonn; Lena Oetzel, Universität Salzburg

Übersicht

1. Historische Friedensforschung
2. Der Westfälische Frieden und der Westfälische Friedenskongress in der (inter-)nationalen Forschung: Schlüsselereignis und Desiderat
3. Diplomatiegeschichte – von der Schwierigkeit der Definition
4. Neue Diplomatiegeschichte und Westfälischer Friedenskongress: Themenfelder und Forschungspotenziale
5. Zum Schluss

Beim Westfälischen Friedenskongress handelt es sich um ein eigentümliches Forschungsdesiderat. Dieser Befund mag zunächst erstaunen, wenn nicht gar Widerspruch herausfordern. Aber bislang sind lediglich drei wissenschaftliche Gesamtdarstellungen der Friedens-verhandlungen erschienen: 1959 Fritz Dickmanns Der Westfälische Friede, 2013 Derek Croxtons Westphalia. The last Christian Peace und zuletzt 2015 Siegrid Westphals Einführung Der Westfälische Friede.[1] Dickmanns detailreiche Darstellung ist noch immer als Standardwerk anzusehen: Auch wenn seine Bewertung des Friedens in einigen Punkten inzwischen überholt ist, liefert er einen unübertroffenen ereignisgeschichtlichen Überblick.[2] Croxtons Verdienst ist es, das Thema einem englischsprachigen Leserkreis nahezubringen, während Westphal einen konzisen Überblick für ein breiteres deutschsprachiges Publikum liefert. Dies ist symptomatisch. Tatsächlich ist es der Westfälische Frieden als (angeblich) prägendes Ereignis für das europäische Staatensystem, mehr noch als Reichsfriede, der in der Forschung Beachtung fand, nicht der Westfälische Friedens kongress als Ort diplomatischen Handelns.[3] Letzterer wurde im Kontext des Dreißigjährigen Krieges kursorisch abgehandelt, was eben dazu führt, dass er nicht in seiner Eigenlogik betrachtet, sondern in seiner Bedeutung „nur“ auf das Ende des Krieges reduziert wird.[4] Dies wiederum hat den Effekt, dass das Desiderat Westfälischer Friedenskongress als solches nur selten wahrgenommen wird, da die Vertragsinhalte und ihr Zustandekommen ausgezeichnet rekonstruiert worden sind. Das Wie des Verhandelns und damit das Funktionieren des Kongresses jenseits formaler Beschreibungen in seiner Eigenlogik fand hingegen weniger Beachtung.

Diese Diskrepanz lässt sich unter anderem daraus erklären, dass der Westfälische Frieden(-skongress) als Forschungsfeld an der Schnittstelle von Historischer Friedensforschung und (Neuer) Diplomatiegeschichte liegt, die ihr Untersuchungsobjekt mit unterschiedlichen Forschungszugängen und Fragestellungen in den Blick nehmen. Während Erstere eher eine Makroperspektive einnimmt und damit nach der Bedeutung des Westfälischen Friedens für das frühneuzeitliche Mächtesystem fragt, wählt die Neue Diplomatiegeschichte einen mikrogeschichtlichen, akteurszentrierten Zugang. Eine solche Ausrichtung fragt nach der Eigenlogik des Westfälischen Friedens kongresses; tatsächlich konzentrierte sich die Neue Diplomatiegeschichte, wie gezeigt werden wird, jedoch zunächst auf permanente Diplomatie und erfasste somit nicht die Eigenheiten der Kongressdiplomatie.[5] Für den Westfälischen Friedenskongress heißt dies, dass die aus ihm resultierenden Friedensschlüsse zwar breite Aufmerksamkeit erhalten haben, das Funktionieren des Kongresses selbst jedoch kaum beachtet wurde.

Der vorliegende Forschungsbericht unternimmt es daher, diese Forschungsentwicklungen ins Verhältnis zueinander zu setzen und eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Westfälischen Friedenskongress anhand der aktuellen Tendenzen innerhalb der (Neuen) Diplomatiegeschichte und der Historischen Friedensforschung zu perspektivieren. Dazu werden zunächst die Historische Friedensforschung und ihre Bedeutung für die Erforschung des Westfälischen Friedenskongresses skizziert. Dabei werden die zentralen (inter-)nationalen Forschungsentwicklungen zu den Westfälischen Friedensschlüssen rekapituliert, ohne dass hierbei ein vollständiger Überblick über die vielfältigen Forschungen gegeben werden kann.[6] In einem zweiten Schritt resümieren wir Entwicklung und Definition der Neuen Diplomatiegeschichte und überprüfen, inwieweit deren Themenfelder und Zugänge Niederschlag in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Westfälischen Friedenskongress gefunden haben.

Der Fokus liegt hierbei im Wesentlichen auf der deutschsprachigen Forschung, da die aktuellen methodischen Debatten der Neuen Diplomatiegeschichte – anders als das generell breite Interesse am Themenkomplex – wie auch die Forschungen zum Westfälischen Frieden vornehmlich von deutschsprachigen Forscher/innen getragen werden.

1. Historische Friedensforschung
Ihrem Selbstverständnis nach betrachtet sich die Historische Friedensforschung als Subdisziplin der Geschichtswissenschaft, die „friedensrelevante historische Gegenstände“ mit einer fachspezifischen Methodik bearbeitet.[7] Übersichtsdarstellungen datieren den Beginn ihrer Institutionalisierung in die 1970er-Jahre – relativ spät im Vergleich zur sozial- und politikwissenschaftlichen Friedensforschung, die sich schon ab den 1950er-Jahren in den USA respektive den 1960er-Jahren in Europa entwickelte.[8] Dabei übersieht die einschlägige Literatur, dass es in der Bundesrepublik gut zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und somit bereits vor der intensiven Ausbildung dieses Forschungsfeldes Ende der 1960er- beziehungsweise Anfang der 1970er-Jahre konkrete Initiativen zur Institutionalisierung einer Historischen Friedensforschung gab, die sich für die Erforschung des Westfälischen Friedenskongresses als maßgebend erweisen sollten.[9]

Die durch die Verzögerungen beim Aufbau der Bundeswehr verfügbaren Gelder sollten zur Forschungsförderung eingesetzt werden. Auf Einladung des Bonner Mediävisten und Ministerialdirektors Egon Hübinger kamen im Dezember 1956 die Historiker Max Braubach, Werner Conze, Fritz Hartung, Hans Herzfeld, Richard Nürnberger, Peter Rassow und Hans Rothfels zu Beratungen im Bundesinnenministerium zusammen.[10] Nach der Zustimmung zu Rassows Vorschlag, durch die Mittel Quelleneditionen für die Erforschung neuzeitlicher Friedensverhandlungen zu finanzieren[11], legte dieser im Januar 1957 ein Konzept für die Friedenskongresse von der Zeit Karls V. bis zu den Pariser Verträgen 1919 vor.[12] Mit dieser Initiative war die Erwartung verbunden, Wissenschaft könne einen Beitrag zur gegenwärtigen Friedenspolitik leisten.[13] Im Mai 1957 wurde beschlossen, die geplante Editionsreihe mit den Akten zum Westfälischen Friedenskongress beginnen zu lassen. Etwa acht Wochen später wurde die Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte (VENG) gegründet, die bis zu ihrer Auflösung 2011 die historisch-kritische Edition des Aktenmaterials zum Westfälischen Friedenskongress, die Acta Pacis Westphalicae (APW)[14], verantwortete.[15] Die Vereinigung stand fast 30 Jahre unter der Leitung von Konrad Repgen, der mit Max Braubach die APW begründet hatte. 2003 folgte ihm Maximilian Lanzinner nach[16], der nach Auslaufen des Projekts die Bestände der APW in das 2013 gegründete Zentrum für Historische Friedensforschung an der Universität Bonn transferierte. Damit waren die APW nun auch dem Namen nach in der Historischen Friedensforschung verortet. Diese Edition der Korrespondenzen der Hauptsignatarmächte – also des Kaisers, Schwedens und Frankreichs –, der Protokolle der Beratungen der Reichsstände und der Vertragstexte sowie der ihnen vorausgehenden Entwürfe bildet bis heute die Basis der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Westfälischen Frieden und den vorangegangenen Verhandlungen.[17]

Trotz dieser im Vergleich zur Entwicklung der Historischen Friedensforschung frühen Institutionalisierung fand die frühneuzeitliche Friedensstiftung erst seit den 1980er-Jahren vermehrt Aufmerksamkeit in der Forschung. Die Epoche ist von der institutionalisierten Historischen Friedensforschung im Gegensatz zur Neuen Diplomatiegeschichte, die sich vor allem auf dem Feld der frühneuzeitlichen Geschichte entwickelt hat, weitgehend übersehen worden. Die Historische Friedensforschung ist mit Blick auf die Vormoderne geradezu geschichtsvergessen, was die seltsame Forschungssituation zum Westfälischen Friedenskongress weiter erklärt.[18]

Diese allmähliche Hinwendung zu frühneuzeitlicher Friedensstiftung geht einher mit einer Erneuerung der Geschichte der Internationalen Beziehungen.[19] Entsprechend sind Friedensstiftung, Friedenswahrung und Friedenssicherung zu zentralen Themenfeldern der Forschung auch jenseits des Westfälischen Friedenskongresses avanciert.[20] Hier treffen sich die Interessen der frühneuzeitlich orientierten mit denjenigen der allgemeinen Historischen Friedensforschung, deren Aufmerksamkeit vor allem der Untersuchung von Kriegsursachen, Friedensbewegung, Militär und Gewalt sowie Friedenssicherung im 19. und 20. Jahrhundert gilt.[21] So hat schon Johannes Burkhardt auf das Potenzial der Frühen Neuzeit für die Historische Friedensforschung nicht nur aufgrund ihrer Bellizität, sondern auch der überaus zahlreichen Friedensschlüsse hingewiesen.[22]

2. Der Westfälische Frieden und der Westfälische Friedenskongress in der (inter-)nationalen Forschung: Schlüsselereignis und Desiderat
Vor dem Entstehungshintergrund der APW erklärt sich das scheinbar widersprüchliche Bild vom gut erforschten Friedens schluss, der sicherlich zu den am dichtesten beschriebenen historischen Ereignissen der modernen Historiographie gehört[23], und dem Mangel an genuinen Forschungen zum Friedens kongress.

Bei genauerer Betrachtung ist der Westfälische Frieden jedoch nur in Deutschland gut erforscht. In anderen Ländern, die ebenfalls in Westfalen vertreten waren, wie etwa die Hauptverhandlungspartner Frankreich, Spanien, Schweden oder die Niederlande, überwiegt das Desiderat. Allenfalls in Frankreich findet sich eine relativ konstante Beschäftigung mit dem Themenkomplex. Diese wird insbesondere von Lucien Bély betrieben, bei dem sich die Auseinandersetzung mit dem Westfälischen Friedenskongress in eine umfangreiche Betrachtung frühneuzeitlicher Mächte- und Fürstenpolitik im 17. und 18. Jahrhundert einordnet.[24] Claire Gantet, die sich mit der Wahrnehmung des Friedens und den Friedensfeierlichkeiten beschäftigt hat, führt das fehlende Interesse der französischen Historiographie unter anderem auf eine einseitige Beurteilung des Dreißigjährigen Krieges und damit der Friedensverhandlungen als Reichsangelegenheit zurück.[25] Aus französischer Perspektive wurde der Friedensschluss überschattet vom fortdauernden Krieg mit Spanien und von der Fronde.

Ähnliches lässt sich für die Niederlande feststellen: Zwar bedeutete 1648 die endgültige Unabhängigkeit der Generalstaaten von Spanien, aber es gibt offenbar zu viele „Kandidaten für die Rolle des Meilensteins“[26] und das Abkommen selbst war nicht unumstritten. Tatsächlich führte es zu einer verstärkten Polarisierung der Gesellschaft. Hinzu kommt – auch hier finden sich Parallelen zu Frankreich – eine starke kultur- und sozialgeschichtliche Ausrichtung der Forschung, sodass ein derart politikgeschichtliches Thema nicht unbedingt zu den zentralen Forschungsinteressen zählt.[27]

Für Spanien wie auch für Frankreich gilt, dass der für die Dynastie entscheidende Krieg weiterging. Spanien sah sich eher als Verlierer der Verhandlungen – immerhin hatte der Kaiser ohne den habsburgischen Bruder den Vertrag unterzeichnet –, was zu einer negativen und tendenziell peripheren Betrachtung sowohl durch die Zeitgenossen als auch in der Folge durch die moderne Historiographie führte.[28] Dass gerade die französische und die spanische Verhandlungsführung auf dem Kongress gut aufgearbeitet sind, ist bezeichnenderweise zwei deutschen Forscher/innen, Anuschka Tischer und Michael Rohrschneider, zu verdanken.[29]

Anders als für Spanien und Frankreich ging der Krieg für Schweden nicht weiter, vielmehr besiegelte der Westfälische Friedensschluss eine Phase schwedischer Stärke. Dennoch sind auch die schwedischen Forschungen zum Kongress begrenzt.[30] Interessanterweise gilt dies auch für die österreichische Forschung, und das obwohl sich die Habsburger als genuin österreichisches Thema anhaltenden Interesses erfreuen. Hier scheinen die Westfälischen Friedensverhandlungen ebenfalls eher als Reichsphänomen denn als Habsburgerthema gewertet zu werden und als solches wird es der deutschen Historiographie überlassen.[31] Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Positionen der verschiedenen internationalen Akteure – von Katalonien und Portugal über Dänemark bis zum Osmanischen Reich, Polen-Litauen und England – am treffendsten in einem Sammelband von Heinz Duchhardt zusammengetragen wurden.[32] Dass der Westfälische Frieden europaweit im Zuge des Jubiläumsjahres 1998 als europäisches Ereignis zelebriert wurde, widerspricht diesem Befund nicht. Vielmehr ist hier wie für die deutsche Forschung zu konstatieren, dass der Schwerpunkt der Betrachtungen auf dem Friedensschluss lag, nicht auf dem vorangegangenen diplomatischen Friedensfindungsprozess.[33]

Die deutsche Forschung zum Frieden fällt dagegen sehr breit aus und ist nur schwer zu überblicken – Lanzinner zählte allein für die Zeit nach dem Jubiläumsjahr ca. 20 Veröffentlichungen pro Jahr.[34] Sie wurzelt explizit in einem Vorgriff auf die Historische Friedensforschung und somit im Bestreben, frühneuzeitliche Friedensschlüsse zu erforschen. Prägend war seit den 1960er-Jahren Repgen mit den APW und eigenen Arbeiten, aber auch als Initiator von Qualifizierungs- und Forschungsarbeiten.[35]

Eine erste Auswertung der in den APW edierten Materialien geschah durch die in der Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte publizierten Studien.[36] Allerdings konzentrierte sich die Reihe nicht ausschließlich auf die Verhandlungen des Westfälischen Friedenskongresses, sondern behandelte das gesamte Themenfeld des Dreißigjährigen Krieges und der Friedensverhandlungen von 1643 bis 1648/49. Zudem fällt auf, dass der Westfälische Friedenskongress wiederholt Gegenstand von Magister-, Bachelor- und Masterarbeiten ist und war. Gerade hier werden aktuelle Forschungsansätze aufgegriffen. Da solche Untersuchungen jedoch in der Regel unveröffentlicht bleiben, gehen ihre Ergebnisse für die breite wissenschaftliche Forschung meist verloren. Um dem entgegenzuwirken, soll im Folgenden zumindest in den Fußnoten auf diese Arbeiten verwiesen werden, soweit sie den Autorinnen bekannt sind.

Dabei dominierte lange Zeit eine klassisch politikgeschichtliche Betrachtungsweise, die den Fokus auf die einzelnen Verhandlungsparteien und die Rekonstruktion der Vertragsgenese legte. Letztlich stand damit das Ergebnis im Zentrum des Interesses, nicht das Wie des Verhandelns. Entsprechend gut aufgearbeitet sind die Positionen der Kaiserlichen, der Franzosen und Spanier, aber auch einzelner Reichsstände, insbesondere Bayerns, Triers und Kölns.[37] Ergänzt wird dies durch vereinzelte strukturgeschichtliche Studien: Hier ist vor allem Franz Bosbachs Arbeit Die Kosten des Westfälischen Friedenskongresses[38] zu nennen, die gerade für neuere kulturgeschichtliche Fragestellungen eine wahre Fundgrube an Details bietet, selbst aber nur in Ansätzen entsprechende Schlüsse zieht.

Jenseits der Arbeiten Repgens und seiner Schüler/innen kam dem Westfälischen Frieden auch in Untersuchungen zur europäischen Staatenwelt des 17. Jahrhunderts zentrale Bedeutung zu. Im Zuge einer schrittweisen Neuausrichtung der Forschungen zu den Internationalen Beziehungen lag der Fokus zunächst auf der Genese des europäischen Staatensystems. Stellvertretend dafür stehen die Arbeiten Bélys[39] und Duchhardts. Letzterer hat sich seit den 1970er-Jahren, verstärkt um 1990, mit Fragen des europäischen Gleichgewichts und der zwischenstaatlichen Friedensfindung und daher mit dem Westfälischen Friedenskongress wie auch den Folgekongressen des 17. und frühen 18. Jahrhunderts beschäftigt.[40] Dabei nimmt er eine Makroperspektive ein, die auf das europäische Staatensystem fokussiert. Auch wenn hier die Leistung des Friedenschließens betont und der Westfälische Frieden als europäischer Frieden und als einschneidendes Ereignis für die europäische Staatenwelt gefeiert wurde, fand der Kongress in seiner Eigenlogik kaum Beachtung.[41]

Dennoch hatte sich damit ein grundlegender Wandel der Bewertung des Westfälischen Friedens vollzogen: War er im 19. Jahrhundert noch als Schmachfrieden und als Anfang vom Ende des Reiches bezeichnet worden[42], geriet nach den Erfahrungen zweier Weltkriege gerade die Leistung des Friedenschließens in den Fokus, was zu einer generellen Mythisierung des Friedens führte: 1648 wurde zur Geburtsstunde des modernen Systems souveräner Territorialstaaten und mit ihm der modernen Diplomatie. Damit verstellte sich die Historische Friedensforschung zugleich den Blick auf gescheiterte Friedensbemühungen. Diese werden bis heute eher als Randnotiz erwähnt und sind bislang nicht systematisch untersucht worden. Für die Politikwissenschaften und die Internationalen Beziehungen – nicht nur in Deutschland, sondern international – wurde das „Westfälische System“ zum prägenden Konzept. Als solches hält es sich noch heute hartnäckig in einschlägigen Überblicksdarstellungen trotz massiver Kritik – auch von politikwissenschaftlicher Seite.[43] Die geschichtswissenschaftliche Kritik wurde angeführt von Duchhardt: Das System beschreibe allein das Reich, die 1648 etablierte internationale Friedensordnung habe sich nicht als dauerhaft erwiesen und die damaligen Akteure hätten keineswegs die Schaffung eines Systems intendiert. Außerdem verenge das Konzept die Entwicklung von staatlicher Souveränität, Mächtegleichgewicht und Parität der Staaten auf einen Punkt und ignoriere ältere Prozesse.[44] Dass die Debatte nicht abgeschlossen ist, zeigen Beiträge im Kontext des 400-jährigen Jubiläums des Ausbruchs des Dreißigjährigen Krieges, die sich mit dem „Westfälischen System“ erneut kritisch auseinandersetzen. Christoph Kampmann ist zudem jüngst in einem Vortrag den Ursprüngen dieser Denkfigur in den Völkerrechtsdebatten des 18. Jahrhunderts nachgegangen und geht dabei deutlich weiter als die bisherige Forschung, die den amerikanischen Politikwissenschaftler Leo Gross als den Urheber sieht. Hier sind noch weitere Ergebnisse zu erwarten.[45]

Im Kontext der Kritik am „Westfälischen System“ bewegt sich auch Siegrid Westphals Forderung, den Westfälischen Frieden nicht länger in seiner europäischen Dimension, sondern wieder stärker als Reichsfrieden zu betrachten, denn für das Reich habe er in einer Tradition mit dem Ewigen Landfrieden tatsächlich Konflikte eindämmen und regulieren können.[46]

Gemein ist diesen Interpretationen, dass sie sich auf den Westfälischen Frieden als Abschluss des Dreißigjährigen Krieges und auf seine europäischen beziehungsweise reichspolitischen Folgen konzentrieren. Der Westfälische Frieden wird dadurch zum Ausgangspunkt für weitergehende Untersuchungen zum europäischen Mächtesystem und Vorstellungen von Frieden und Sicherheit in der Frühen Neuzeit. Dies verdeutlichen die beiden 2008 erschienenen Sammelbände, zehn Jahre nach dem Jubiläum von 1998: L’art de la paix und Pax Perpetua.[47]

Der Kongress selbst als Entstehungsort des Friedens bleibt hingegen blass. Es geht um das temporäre Davor und das Danach, nicht um die eigentliche Inkubationszeit. Damit wird aber der Blick auf die europäische Dimension dieses Ereignisses verstellt: Denn die Forschungsentwicklungen in den verschiedenen Ländern spiegeln wider, dass 1648 in der unmittelbaren politischen Wirkung tatsächlich eher für das Reich ein zentraler Moment war als für Europa.[48] Lenken wir den Fokus jedoch auf den Kongress, nehmen also die Mikroperspektive der Neuen Diplomatiegeschichte ein, wird die europäische Dimension offensichtlich: Gesandte aus fast allen Ländern Europas kamen zusammen, um Frieden zu schließen, entwickelten Verhandlungstechniken und prägten den internationalen diplomatischen Umgang miteinander.

Im Folgenden wird die wechselseitige Rezeption von Neuer Diplomatiegeschichte und Westfälischem Friedenskongress anhand einzelner Forschungsfelder beleuchtet. Dazu ist es notwendig, einen Schritt zurückzutreten und zu fragen, was (Neue) Diplomatiegeschichte überhaupt ist und wie sie sich entwickelt hat.

3. Diplomatiegeschichte – von der Schwierigkeit der Definition
Diplomatiegeschichte hat in den zurückliegenden ca. 15 Jahren einen derartigen Aufschwung erfahren und sich theoretisch und methodisch so grundlegend erneuert, dass Peter Burschel und Birthe Kundrus von einem „diplomatic turn“ sprechen.[49]

Ihre Institutionalisierung als geschichtswissenschaftliche Disziplin erfuhr sie bereits im 19. Jahrhundert, ihren Höhepunkt erreichte sie in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.[50] Ab 1945 geriet „die traditionelle Diplomatiegeschichte“ zunehmend in die Kritik und verlor dadurch an Bedeutung.[51] Dabei erweisen sich Formulierungen wie „traditionelle Diplomatiegeschichte“ als durchaus problematisch, da sie definitorisch wirken, indem sie implizit auf eine Konzeption verweisen, die nur im Ausnahmefall explizit gemacht wird. Dies gelingt etwa Dominic Eggel ex negativo in der konzisen Zusammenfassung der Kritik an der Diplomatiegeschichte: Hauptkritikpunkt war die einseitige Perspektivität, die sich auf die von politischen Eliten getragenen Beziehungen zwischen Großmächten beschränke (Primat der Außenpolitik) – Eggel spricht sogar von einer Obsession. Diese habe soziale und kulturelle Faktoren von Außenbeziehungen ebenso ignoriert wie politische Akteur/innen der zweiten und dritten Reihe oder kleinere Mächte. Des Weiteren wurden die enge Quellenauswahl – zumeist Geschäftsschriftgut –, der methodische Positivismus und die daraus resultierende deskriptive Ergebnisdarstellung, die Theorieschwäche der Diplomatiegeschichte sowie deren Eurozentrismus bemängelt.[52]

Die historische Disziplin Diplomatiegeschichte, die mit der Hinwendung der Geschichtswissenschaft zur Sozialgeschichte in den 1970er-Jahren beziehungsweise der Öffnung hin zur Kulturgeschichte in den 1980er-Jahren als unmodern verschrien war, nahm ihre Ursprünge in Untersuchungen zur Geschichte der Internationalen Beziehungen, wie etwa Arnold Hermann Ludwig Heerens Studien zum Europäischen Staatensystem.[53] Dass Eggel im Titel seines Beitrags Quo Vadis Diplomatic History? Reflections on the Past and Present of Writing the History of International Relations Diplomatiegeschichte und Geschichte der Internationalen Beziehungen gleichsetzt, deutet auf diesen Ursprung hin, verweist aber auch auf die Schwierigkeiten, Diplomatiegeschichte zu definieren und terminologisch sowie inhaltlich von konkurrierenden Bezeichnungen und Richtungen wie Geschichte der Internationalen Beziehungen, Internationale/Transnationale Geschichte und Globalgeschichte abzugrenzen.[54] Hillard von Thiessen und Christian Windler bieten mit der Bezeichnung „Außenbeziehungen“ beziehungsweise „Geschichte der Außenbeziehungen“ eine Alternative, die „für verschiedene Formen grenzüberschreitender Beziehungen auch in vornationalstaatlicher Zeit verwendet werden kann“.[55] Dieser Terminus reagiert zwar auf die Kritik an der anachronistischen Reduzierung von Internationalen Beziehungen auf die zwischenstaatliche Ebene, trägt aber nicht zu einer definitorischen Abgrenzung der oben genannten Subdisziplinen bei.

Barbara Haider-Wilson spricht in diesem Kontext von „historiographischen Schubladen“[56], über deren Definition und somit auch Abgrenzung oder deren Inhalt allerdings keine Einigkeit bestehe. Zum gleichen Urteil kamen bereits Heidrun Kugeler, Christian Sepp und Georg Wolf gut zehn Jahre zuvor.[57] Denkt man diese mangelnden Differenzierung(-smöglichkeit-)en stringent weiter, führt das dazu, Narrative zu hinterfragen, die um die Jahrtausendwende von Vertreter/innen der Geschichte der Internationalen Beziehungen (z.B. Kugeler, Sepp und Wolf) als Weiterentwicklung der Diplomatiegeschichte proklamiert wurden. Fast zeitgleich setzten Reiner Marcowitz beziehungsweise Eckart Conze, Ulrich Lappenküper und Guido Müller „den Bedeutungsgewinn der Geschichte der internationalen Beziehungen nicht […] mit einer einfachen Rückkehr oder Renaissance der traditionellen Politik- oder Diplomatiegeschichte“ gleich.[58]

Zudem dürfte auch das Problem, Diplomatie zu definieren, maßgeblich zu der hier konstatierten terminologischen Unschärfe beigetragen haben. Einer Definition von Diplomatiegeschichte müsste ein konzises Konzept von Diplomatie zugrunde liegen. Windler wies jüngst jedoch darauf hin, dass ein solches auf die Außenbeziehungen referierendes Konzept erst während der Sattelzeit etabliert wurde. Zuvor seien diese ein selbstverständlicher Teil politischer Beziehungen gewesen.[59] Auf diese Problematik hat bereits Heiko Droste aufmerksam gemacht.[60] In jüngster Zeit wird versucht, Diplomatie über die Beschreibung diplomatischer Praktiken zu konzeptualisieren, worauf im Folgenden noch genauer einzugehen ist.

Arbeiten wie die von Kugeler, Sepp, Wolf oder Marcowitz und anderen sind Zeugnisse eines rasanten konzeptionellen Wandels von einer Geschichte der Internationalen Beziehungen hin zu einer Kulturgeschichte des Politischen um das Jahr 2000.[61] Dieses allmählich wiedererwachende Interesse an einer Geschichte der Internationalen Beziehungen hatte seine Ursache unter anderem in den politischen Veränderungen seit Ende der 1980er-Jahre und schlug sich in einer ganzen Reihe reflektierender Beiträge nieder.[62] Zentral ist dabei die Abkehr vom Etatismus und die Erweiterung des klassischen Themenfeldes Staat, Diplomatie und Außenbeziehungen unter kultur- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen im Anschluss an den cultural turn.[63]

In diesem Kontext sind die genannten Arbeiten Duchhardts zum Westfälischen Frieden und zum frühneuzeitlichen europäischen Mächtesystem zu verorten. Ebenfalls zu nennen sind hier Klaus Malettkes Forschungen zu den deutsch-französischen Beziehungen[64] und Peter Krügers Studien mit einem Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert[65], aber auch Andreas Osianders Buch zum europäischen Staatensystem zwischen 1640 und 1990, die Arbeiten Lucien Bélys und generell die Debatten um die Bellizität der Frühen Neuzeit.[66] Diese Interessen fanden ihren Niederschlag in dem auf neun Bände angelegten und von Duchhardt und Franz Knipping herausgegebenen Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen.[67] Der erste Band dieses Werkes, das den Zeitraum zwischen 1450 und 1989 behandelt, erschien 1997.[68]

Mit dieser Neuausrichtung ging auch eine Modernisierung der Diplomatiegeschichte einher, deren erneuerte methodische Ansätze sich inzwischen fest etabliert haben. Neben einer Hinwendung zu kulturgeschichtlichen Fragestellungen ist vor allem die Abkehr von der Makroperspektive der Staaten und die Betonung diplomatischer Akteur/innen kennzeichnend für diese Neue Diplomatiegeschichte, die seit Anfang der 2000er-Jahre maßgebend für Arbeiten zu frühneuzeitlichen Außenbeziehungen und Diplomatie wurde. Paradigmatisch für diesen akteurszentrierten Zugang wurde Hillard von Thiessens Studie zum Diplomaten vom type ancien, in der er einen Idealtypus des frühneuzeitlichen Gesandtschaftswesens entwickelt.[69] Im Anschluss an die Debatte um den Absolutismusbegriff[70] und ausgehend von der Prämisse, dass frühneuzeitliche Außenbeziehungen weniger Interaktionen innerhalb eines Staatensystems als personelle Beziehungen der Akteur/innen gewesen seien, identifiziert er die Vielfalt zum Teil divergierender sozialer Rollen diplomatischer Akteur/innen als ein Charakteristikum frühneuzeitlicher Außenbeziehungen. Entsprechend seien die Handelnden in zahlreiche Netzwerke eingebunden gewesen, die ihnen jeweils spezifische Handlungsräume (auch im Verhältnis zum Fürsten, den sie vertraten) eröffneten.[71] Sein Modell entwickelte Thiessen aus Ansätzen der Netzwerk-Forschung und Untersuchungen zu Klientel-Patronage-Beziehungen als einer spezifischen Ausprägung von Netzwerken, unter anderem aufbauend auf den programmatischen Studien Wolfgang Reinhards über die Verflechtungen unter dem Pontifikat Pauls V. Beide Aspekte haben sich zu zentralen methodischen Zugängen der Neuen Diplomatiegeschichte entwickelt.[72]

Damit liegen die Wurzeln der Neuen Diplomatiegeschichte im Bereich des Höfischen und fokussieren sich entsprechend zunächst auf ständige Gesandtschaften, nicht auf Kongressdiplomatie. Matthias Köhler und Niels F. May waren die ersten, die in ihren Dissertationen zu den Kongressen von Nimwegen respektive Münster und Osnabrück frühneuzeitliche Kongresse aus Perspektive der Neuen Diplomatiegeschichte untersuchten; hierzu kann auch Windlers Sammelband Kongressorte der Frühen Neuzeit im europäischen Vergleich – der Friede von Baden (1714) gerechnet werden.[73] Damit grenzen sie sich ab von jenen Arbeiten, die aus der Tradition der Historischen Friedensforschung und der Untersuchung des internationalen Mächtesystems stammen und die Forschung zum Westfälischen Friedenskongress lange dominierten.

Vor diesem Hintergrund gilt es, den Westfälischen Friedenskongress als eigenständiges Forschungsfeld abzugrenzen und nicht länger nach dem Was, sondern nach dem Wie zu fragen. Die Neue Diplomatiegeschichte trägt zu einer solchen Perspektivenverschiebung bei. Gleichzeitig verdeutlicht ihre eingeschränkte Sicht auf den Kongress den hohen Forschungsbedarf, der hier vorliegt. Denn der Westfälische Friedenskongress – und Kongressdiplomatie als Ganzes – mögen keine genuinen Themen der Neuen Diplomatiegeschichte sein, dennoch haben sie einen zentralen Platz in der Beschreibung der Entwicklung frühneuzeitlicher Diplomatie; man könnte fast von einer alternativen Meistererzählung zum Narrativ des Westfälischen Systems sprechen: Als erster internationaler Gesandtenkongress half der Westfälische Friedenskongress, diplomatische Normen und Praktiken zu standardisieren. Thiessen spricht von einem „diplomatiegeschichtlich[en] […] Einschnitt“.[74] Die Arbeiten von May zum Kongresszeremoniell bestätigen dies insofern, als er nachweisen konnte, dass die Verhandlungen in Westfalen für spätere Kongresse durchaus als Referenz- und Orientierungspunkte dienten, wenn auch nicht immer im positiven, sondern deutlich häufiger im negativen Sinne.[75] Inwieweit die Verhandlungen in Münster und Osnabrück tatsächlich das diplomatische System veränderten und nachhaltig prägten, ist allerdings bislang eine offene Forschungsfrage, obwohl deutlich wird, dass sie in folgenden Friedensverträgen als Bezugsrahmen dienten.[76] Hier bedarf es weiterer, zum Teil vergleichender Detailstudien sowie Untersuchungen, die verstärkt zwischen permanenter und Kongressdiplomatie differenzieren.

Die Studie von Gabriele Haug-Moritz, die Interaktionsformen der Verhandlungsparteien, insbesondere der Reichsstände auf dem Westfälischen Friedenskongress und dem Wiener Kongress vergleicht, liefert einen wichtigen Ansatzpunkt; ebenso der bereits genannte Sammelband von Windler zu frühneuzeitlichen Kongressorten.[77] Zudem entstehen an der Universität Bonn zwei Dissertationen, die für diese Frage vielversprechend erscheinen: Kongressorganisation im Vergleich. Münster/Osnabrück, Nimwegen und Rijswijk von Dominik Fasel und In viam pacis. Praktiken niederländischer und päpstlicher Friedensvermittlung auf den Kongressen von Münster (1643–1649) und Nijmegen (1676–1679) im Vergleich von Markus Laufs.[78] Darüber hinaus ist eine stärkere Abgrenzung von Kongressdiplomatie und permanenten Gesandtschaften notwendig. Nur so lässt sich die Bedeutung des Westfälischen Friedenskongresses für die Entwicklung der Diplomatie fundiert bewerten, was wiederum zu einem genaueren Verständnis von frühneuzeitlicher Diplomatie insgesamt führen wird.

4. Neue Diplomatiegeschichte und Westfälischer Friedenskongress: Themenfelder und Forschungspotenziale
Mit dem bereits erwähnten 350-jährigen Jubiläum des Friedensschlusses und im Kontext der Neuausrichtung der Diplomatiegeschichte setzte eine kulturgeschichtliche Interessenverschiebung der Forschung zum Westfälischen Friedenskongress ein. Ganz im Zeichen des Jubiläums stand zunächst die Erinnerungskultur an den Frieden, beginnend mit der Untersuchung zeitgenössischer Friedensfeiern[79], im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und zog damit wieder den Blick weg vom Kongressgeschehen.

Die stärkere Akteurszentrierung führte zu einer Erweiterung des betrachteten Kreises potenziell Handelnder. Zu den traditionellen Protagonisten der ersten Reihe, den großen Köpfen, traten Akteur/innen der zweiten und dritten Reihe: Seelsorger, Kaufleute, Militärs, Gesandtschaftspersonal, aber auch Diplomatengattinnen und Frauen im Allgemeinen.

Besonders weibliche Diplomatie – um hier exemplarisch eine Akteursgruppe herauszugreifen – hat in der Forschung in den letzten zehn Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erfahren. Pionierarbeiten entstanden mit den Studien von Anuschka Tischer und Nicole Reinhard zu Frauen in der französischen Diplomatie des 17. Jahrhunderts bereits Anfang der 2000er-Jahre, fanden zunächst allerdings wenig Resonanz.[80] Zur Etablierung dieses Forschungsfeldes trug das Projekt zu weiblicher Diplomatie an der Universität Bern bei, das in drei Teilprojekten die Möglichkeiten und Bedingungen spezifischer Frauengruppen, am frühneuzeitlichen Hof als Diplomatinnen zu agieren, untersuchte.[81] Etwa zeitgleich erschienen die grundlegenden Überlegungen Dorothea Noldes zu einer Geschlechtergeschichte frühneuzeitlicher Diplomatie.[82] Gleich zwei Sammelbände eröffnen eine diachrone Perspektive vom ausgehenden Mittelalter bis in die 1970er-Jahre auf Geschlechterrollen der Außenbeziehungen: Das Geschlecht der Diplomatie (2013) sowie Women, Diplomacy and International Politics since 1500.[83] Beide Publikationen stimmen darin überein, dass Frauen entgegen dem dominierenden Narrativ durchaus umfängliche Einflussmöglichkeiten besaßen; es sei daher von einer langen Tradition weiblicher Diplomatie auszugehen.[84]

Mit Blick auf den Kongress besteht aber bereits bei den Akteuren der ersten Reihe, den Primar- und Sekundargesandten, noch Forschungsbedarf. Auch die wenigen prominenten Gesandten, die die Aufmerksamkeit der Forschung erregten – hierzu zählen die Prinzipalgesandten des Kaisers und Spaniens, Maximilian Graf Trauttmansdorff und der Comte de Peñaranda, Teile der französischen und schwedischen Gesandtschaft[85] sowie der päpstliche und der venezianische Vermittler –, wurden bislang nicht erschöpfend untersucht. Erst im Zuge der kulturgeschichtlichen Öffnung entstanden detailliertere biografische Studien, die das Handeln der Gesandten stärker in den Blick nehmen und kontextualisieren.[86]

Die Forschung sollte aber nicht bei der Betrachtung der Gesandten stehen bleiben, sondern – wie es die Neue Diplomatiegeschichte tut – weitere Personengruppen in den Blick nehmen. Maria-Elisabeth Brunert hat hier mit einer Untersuchung zur Rolle von Diplomatengattinnen als informellen Vermittlerinnen einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Potenzial bietet auch die Untersuchung des Handelns von Ärzten, Geistlichen und Händlern sowie generell der Stadtgesellschaft, die oftmals informelle Kommunikationswege zwischen den Verhandlungsparteien eröffneten.[87]

Damit sind Themenfelder wie Klientel- und Patronagepolitik, Netzwerke, Handlungsspielräume und Rollenkonflikte angeschnitten, die für die Genese der Neuen Diplomatiegeschichte maßgeblich sind: Tischer untersucht die Klientelnetzwerke der französischen Gesandtschaft näher, während Heiko Droste dies für die schwedische Gesandtschaft unternimmt.[88] Dennoch zeigen sich große Forschungslücken – besonders in Bezug auf die Kaiserlichen und die Reichsstände –, sodass unser Verständnis von der Bedeutung von Klientel- und Patronagepolitik sowie den individuellen Netzwerken der Gesandten unzureichend bleibt; gerade hier ist die Bedeutung von informellen Akteur/innen nicht zu unterschätzen, wenn auch unbearbeitet. Damit muss auch die Frage nach der Bedeutung von Korruption und Bestechung für den Fortgang der Verhandlungen unbeantwortet bleiben. Dorothée Goetze konnte in ihrer Studie zu Korruptionsdiskursen lediglich zeigen, „dass Sprechen über Korruption weniger Einblicke in tatsächliche Bestechungsvorgänge oder die Bestechlichkeit einzelner eröffnet, vielmehr zitiert es gültige Normen politischen Handelns“.[89] Hier wird zudem deutlich, wie notwendig eine systematische Abgrenzung von Klientel- und Patronagepolitik – und damit auch von Korruption – am Hof gegenüber diesen Mechanismen der Einflussnahme auf dem Kongress ist – ein Umstand, dem in der Forschung bislang kaum Rechnung getragen wurde. Magnus Ulrich Ferber hat jüngst das Potenzial aufgezeigt, das eine systematische Untersuchung der „Gemeinschaftsbildung“[90] als besonderer Form von Netzwerken bietet. Hier sind weitere Fallstudien erforderlich.

Dafür ist es notwendig, das Alltags- und Gesellschaftsleben der Gesandten zu betrachten – ein Aspekt, der von der traditionellen politikgeschichtlichen Forschung lange für nebensächlich erachtet wurde, aber für die Frage nach einer Gemeinschaftsbildung zentral ist. Windlers Sammelband zu Kongressorten thematisiert diesen Aspekt, mehr noch, er fragt explizit nach den Dynamiken zwischen Kongress- und Stadtgesellschaft.[91] Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung des Friedenskongresses ist eine solche Perspektive unerlässlich, wobei explizit Verknüpfungen zwischen Verhandlungsgeschehen und Alltagsleben beziehungsweise Stadtgesellschaft gesucht werden müssen. Es darf nicht bei einer reinen lebensweltlichen Betrachtung der Kongressstädte bleiben, wie dies bislang überwiegend der Fall war.[92] Mit Blick auf öffentliche Feste, Prozessionen und Friedensfeiern wurde hier bereits ein wichtiges Element der Gemeinschaftsbildung thematisiert. Allerdings stand dabei vor allem die symbolische Kommunikation im Fokus. Anja Stiglic bezeichnet die Festveranstaltungen entsprechend als „ein – methodisch alternatives – politisches Mittel“.[93] Ohne diese wichtige Funktion herabwürdigen zu wollen, ist doch auch die gemeinschaftsbildende Seite nicht zu vernachlässigen und verdient weitere Forschungen.

In diesem Kontext bewegt sich auch der literaturwissenschaftliche Diskurs, der in den Geschichtswissenschaften kaum wahrgenommen wird. Dieser konzentriert sich auf Ballette und Theaterstücke, die am Rande der Verhandlungen und besonders zu deren Abschluss aufgeführt wurden – bekannt sind etwa die Feierlichkeiten auf dem Nürnberger Exekutionstag.[94] Zu lange als Randereignisse und Lebenswelt abgetan, müssen sie stärker in ihrer performativen, kommunikativen und damit politischen Dimension wahrgenommen werden. Hier ist ein intensiverer Austausch zwischen Geschichts- und Literaturwissenschaften erforderlich.

Ein anderes aus der Akteurszentrierung resultierendes Themenfeld stellen die zahlreichen perzeptorischen Arbeiten zur (Fremd-)Wahrnehmung von Gesandten dar, etwa der von Michael Rohrschneider und Arno Strohmeyer herausgegebene Band, der Differenzerfahrungen von Diplomaten im 16. und 17. Jahrhundert untersucht. Gerade in den letzten Jahren erfreuen sich zudem Forschungen zu interkulturellen Aspekten frühneuzeitlicher Diplomatie besonderer Beliebtheit.[95] Die Forschung zum Westfälischen Friedenskongress hat diesen Bereich der Fremdwahrnehmung relativ früh aufgegriffen. Die ersten stärker kulturgeschichtlich orientierten Arbeiten zum Westfälischen Friedenskongress infolge des Jubiläumsjahres 1998 beschäftigten sich mit der Wahrnehmung der Gesandten vor Ort, Stereotypenbildung und Feindbildern sowie mit Ehrkonzepten.[96]

Als eine Weiterentwicklung dieser Fragestellungen sind die jüngsten Untersuchungen zu „Frühneuzeitlicher Diplomatie als Körperpolitik“[97] zu verstehen, wozu jedoch insgesamt noch viel Forschungsbedarf besteht. Dies gilt auch für das Thema Geschlecht in der Diplomatie im Sinne von Vorstellungen über Männlichkeiten und Weiblichkeiten der diplomatischen Akteur/innen. Hier ist der Aufsatz von Lena Oetzel zu Krankheitsdiskursen auf dem Westfälischen Friedenskongress zu verorten.[98]

Die Neue Diplomatiegeschichte zeichnet sich durch einen Kulturbegriff aus, der ihr eine enorme thematische Vielfalt erlaubt und eine Vielzahl soziokultureller Praktiken, die menschliche Beziehungen konstituieren, in den Blick zu nehmen vermag.[99] Dies führt jedoch zu einer Unschärfe bei der Definition, was konkret unter diplomatischen Praktiken zu verstehen sein soll, sodass die Übergänge zwischen Diplomatie und Nicht-(mehr-)Diplomatie fließend werden, wie Tracey Sowerby und Jan Hennings betonen. Eine Analyse diplomatischer Praktiken helfe demnach, frühneuzeitliche Diplomatie zu charakterisieren.[100] Ähnlich wie Claudia Garnier und Christine Vogel wählen sie einen breiten regionalen Zugang, um die eurozentrische Perspektive auf frühneuzeitliche Diplomatie zu überwinden und „diplomatische Praxis der Vormoderne konsequent als eine Form des Kulturkontakts und -austauschs zu begreifen“[101]; sie spiegeln damit eine allgemeine Tendenz der Forschung, die insbesondere das Osmanische Reich in den Blick nimmt.[102] Damit schließen beide Sammelbände an das vitale Feld der historischen Praxeologie an[103], allerdings ohne den Begriff der Praktik zu definieren. Während Sowerby und Hennings eine breite Zusammenschau diplomatischer Praktiken liefern und die Bedeutung von Raum, Zeremoniell und materieller Kultur diskutieren, konzentriert sich der Band von Garnier und Vogel auf Studien zur interkulturellen Ritualpraxis im Anschluss an die Forschungen zur symbolischen Kommunikation.[104]

Hierauf zielt Dagmar Freists Plädoyer für eine stärker methodisch-theoretisch reflektierte Rezeption historischer Praxeologie durch die Forschung zum Westfälischen Friedenskongress im Besonderen, aber auch der Diplomatiegeschichte im Allgemeinen.[105] Die im Entstehen befindlichen Dissertationen von Markus Laufs zu Praktiken der Friedensvermittlung und Alexander Gerber zu „Verfahrenspraktiken in den reichsständischen Beratungen auf dem Westfälischen Friedenskongress“ lassen ein solches Vorgehen erwarten.[106] Dennoch bleibt die systematische und methodisch reflektierte Untersuchung diplomatischer Praktiken auf dem Kongress, verstanden als „übersubjektive kollektive Handlungsmuster“[107] ein Desiderat.

Erste Ansätze bietet die Untersuchung einzelner Verhandlungspraktiken wie der Sprachenwahl.[108] Zwar findet hier keine explizite Reflexion praxeologischer Ansätze statt, doch werden Grundlagen für eine derartige Betrachtungsweise geschaffen. Eine praxeologische oder auch kommunikationswissenschaftlich fundierte Untersuchung der Verhandlungsformen und -techniken – wie sie mit Köhlers Studie zum Friedenskongress von Nimwegen vorliegt – fehlt ebenso; die Möglichkeiten eines solchen Ansatzes zeigte jüngst Corina Bastian.[109] Das DFG-Projekt „Frieden als Kommunikationsprozess. Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses“ an der Universität Osnabrück sowie das laufende Habilitationsprojekt von Oetzel Im Geflecht der Interessen. Kaiserliche und Reichsständische Gesandte auf dem Westfälischen Friedenskongress (1643–1649) nehmen diese Perspektive auf.[110]

Ohnehin bilden Kommunikationsstrukturen und -bedingungen ein zentrales Forschungsfeld der Neuen Diplomatiegeschichte. Untersucht werden unter anderem die bereits erwähnte symbolische Kommunikation und das Zeremoniell, denen, wie Köhler für die Friedensverhandlungen von Nimwegen zeigt, durchaus instrumentelle Bedeutung für die Herstellung von Entscheidungen zukam.[111]

Gerade Zeremoniell und symbolische Kommunikation sind mit Blick auf den Westfälischen Friedenskongress inzwischen relativ gut aufgearbeitet. Lange galt der Kongress gerade wegen seiner verfahrenen Zeremonialkonflikte als besonders mühselig und langwierig. May zeigt in seiner Dissertation, dass diese Einschätzung von Zeitgenossen geteilt wurde. Im Sinne der aktuellen Ritual- und Zeremonialforschung verdeutlicht er, dass diese Konflikte eine wichtige kommunikative Funktion bei der Aushandlung von Macht- und Statuskonflikten hatten. Dies gilt sowohl für die Statusansprüche der Fürsten als auch einzelner Gesandter, die auf dem Kongress ihre eigenen Interessen verfolgten.[112] Erweitert wird dieses Bild durch die Arbeit von Regina Dauser zu „kommunikativen Leistungen von Titulaturen im Verhältnis der europäischen Mächte“[113], die das Bemühen des portugiesischen Königs um internationale Anerkennung auf dem Westfälischen Friedenskongress als ein Fallbeispiel untersucht und den Westfälischen Friedenskongress an den Anfang ihrer Betrachtungen setzt. Den Aspekt der symbolischen Kommunikation auf dem Kongress verfolgen auch die Arbeiten von Dorothee Linnemann und Brunert zur Bildlichkeit und zu Zeremonialdarstellungen von Friedenskongressen sowie zu nonverbaler Kommunikation.[114]

Ein Forschungsfeld, das in jüngster Zeit Aufschwung genommen hat, betrifft die Informationsbeschaffung, gerade auch im Kontext der Diskussion um die Abgrenzung von legitimer Informationsgewinnung und Spionage.[115] Hierzu entsteht eine Dissertation über „Geheimdiplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress. Post, Briefspionage und Informationssicherheit“.[116] Damit verknüpft ist der Bereich der Informationsverarbeitung und grundlegender die Frage nach der Medialität diplomatischer Kommunikation, die zuletzt gesteigerte Aufmerksamkeit in der diplomatiegeschichtlichen Forschung erhält.[117] Dabei geht es nicht nur um die „klassischen“ diplomatischen Quellengattungen wie Korrespondenzen, Instruktionen und Protokolle, vielmehr weitet sich der Blick auf Diarien, Reiseberichte, Bilder und Musik.[118]

Die dank den APW außergewöhnlich gut erschlossene und aufbereitete Quellenlage zum Westfälischen Friedenskongress ermöglicht eine fundierte und umfassende Auseinandersetzung mit Fragen der Medialität und Sprache. Insbesondere die Arbeiten von Brunert zu den reichsständischen Protokollen eröffnen gewinnbringende Perspektiven ebenso wie Untersuchungen zu diplomatischen Diarien, die in ihrer Heterogenität als Quellengattung noch nicht ausreichend erfasst sind.[119] Auch die Sprachwissenschaften haben das Potenzial dieses Quellenkorpus erkannt. Im Sammelband Verständigung und Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress wird der Kongress als „kommunikative[r] Verdichtungsraum“[120] in historischer und sprachwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Zuletzt hat noch einmal Sandra Müller auf die Möglichkeiten – und Grenzen – der APW für sprachwissenschaftliche Untersuchungen hingewiesen.[121] Die Analyse politischer Sprachen und Argumentationsmuster sowie dahinterliegender Diskurse steht jedoch erst am Anfang.[122]

Auf der Bonner Tagung „Warum Friedenschließen so schwer ist: Der Westfälische Friedenskongress in interdisziplinärer Perspektive“[123] wurden im September 2017 die Möglichkeiten deutlich, die das reiche und zum Teil online zugängliche Quellenmaterial bietet und die längst nicht ausgeschöpft sind.[124] Arbeiten zur Informationsverarbeitung in den Gesandtschaften, aber auch an den jeweiligen Heimathöfen stehen noch am Beginn. Erste Ansätze liefern Bosbach und Goetze.[125] Generell ist unser Wissen über die Verarbeitung diplomatischer Berichte und damit über Entscheidungsfindungsprozesse in der Aushandlung zwischen Gesandten vor Ort und dem jeweiligen Hof noch begrenzt. Hierbei muss auch die Einflussnahme von politischen Akteur/innen und Gesandten verbündeter Mächte am Heimathof stärker mitgedacht werden. Mit anderen Worten: Der Kongress darf nicht isoliert, sondern muss im Spannungsfeld von Hof – militärischem Geschehen – Kongressstadt betrachtet werden.

Ein hiermit verbundener Bereich, der in der Neuen Diplomatiegeschichte sehr präsent ist, jedoch von der Forschung zum Westfälischen Friedenskongress noch nicht aufgegriffen wurde, sind die Materiellen Grundlagen der Diplomatie, so der Titel eines von Mark Häberlein und Christof Jeggle herausgegebenen Sammelbandes.[126] Weder das Geschenkwesen (mit Ausnahme der Studie von Goetze zu Korruption und Verehrung) noch die Materialität der Quellen fanden bislang Beachtung.[127]

Ein Forschungsfeld mit langer Tradition, das ansonsten weniger in der frühneuzeitlichen als in der Diplomatiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts präsent ist, betrifft die zeitgenössische mediale Berichterstattung.[128] Sie kann als logische Folge eines verstärkten Interesses an Flugschriften im Kontext des Dreißigjährigen Krieges betrachtet werden. Grundlegend sind die Arbeiten von Repgen, Ulrich Rosseaux für das Reich und Peter-Arnold Heuser für Frankreich.[129] Jüngst ist dabei gezeigt worden, dass die (deutschsprachigen) Zeitungsberichte keineswegs weitgehend wert- und kommentarfrei waren, wie die etablierte Forschung lange angenommen hat. Dies wurde insbesondere in einer Reihe von Bachelor- und Master-Arbeiten herausgearbeitet, die mehrheitlich unveröffentlicht sind und entsprechend kaum Resonanz erfahren haben.[130] Es wurde durchaus gewertet, geurteilt und spekuliert. Entsprechend konstatiert Jonas Bechtold: „Wenn auch die konkreten Berichte für die Verhandlungen nicht hinderlich waren, so war es doch die Vorstellung einer unkontrollierten Veröffentlichung oder gezielten Öffentlichkeitsarbeit der Gegenseite.“[131]

5. Zum Schluss
Die Zusammenschau aktueller Forschungen der Historischen Friedensforschung und der Neuen Diplomatiegeschichte sowie ihrer Rezeption in Untersuchungen zum Westfälischen Friedenskongress zeigt zwar eine neue Dynamik, der prekäre Forschungsstand wurde aber noch nicht überwunden. Ein Großteil der Forschung zum Kongress entstammt dem Selbstverständnis nach der Historischen Friedensforschung. Die Neue Diplomatiegeschichte wiederum hat ihren Schwerpunkt in ständiger oder informeller Diplomatie. Kongressdiplomatie als genuines Phänomen kommt hier entsprechend meist zu kurz.

Die erwähnte Tagung „Warum Friedenschließen so schwer ist“ hat einige dieser Forschungsfelder aufgegriffen und damit den Blick explizit auf die Verhandlungen in Münster und Osnabrück gelenkt. Dabei wurde deutlich, dass das Potenzial einer kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise des Kongresses längst nicht ausgeschöpft und über die Funktionsweise des Kongresses als europäisches, diplomatisches Großereignis erstaunlich wenig bekannt ist.

Zunächst fällt die mangelnde Betrachtung von diplomatischen Praktiken und Verhandlungstechniken, materiellen Aspekten diplomatischen Handelns, der Bedeutung von Netzwerken und Kategorien wie Geschlecht sowie zentraler Diskurse auf. Besonders frappierend und gravierend ist jedoch, dass auch in jenen Bereichen, wo bereits Forschungen vorhanden sind – zum Beispiel zur (Fremd-)Wahrnehmung der Gesandten, dem Stadtleben, der symbolischen Kommunikation –, diese oftmals unverbunden nebeneinanderstehen. Es fehlt die Rückbindung zum Verhandlungsgeschehen und in weiteren Schritten zu den Entscheidungsprozessen an den Heimathöfen sowie zu den militärischen Abläufen.[132] Bevor jedoch eine solche Einbindung geschehen kann, müssen die spezifischen Dynamiken, also die Eigenlogik des Kongress geschehens, mit den sie prägenden kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Faktoren erfasst werden. Damit kann eine diplomatiegeschichtlich fundierte Forschung zum Westfälischen Friedenskongress einen genuinen und wichtigen Beitrag zur Historischen Friedensforschung leisten, indem sie – wie es im Titel der genannten Tagung heißt – erklärt, „warum Friedenschließen so schwer ist“.

Anmerkungen:
[1] Fritz Dickmann, Der Westfälische Frieden. hrsg. v. Konrad Repgen. 7. Aufl., Münster 1998 (1. Aufl. 1959); Derek Croxton, Westphalia. The Last Christian Peace, Basingstoke 2013; Siegrid Westphal, Der Westfälische Frieden, München 2015.
[2] Gerade seine Einschätzung der Bedeutung des Zeremoniells, die die von der heutigen Forschung betonte kommunikative Ebene nur bedingt erfasst, wie auch seine Sicht auf das Reich, für das der Friede „ein nationales Unglück“ gewesen sei. Dickmann, Frieden, S. 494. Für eine Bewertung vgl. u.a. Maximilian Lanzinner, Das Editionsprojekt der Acta Pacis Westphalicae, in: Historische Zeitschrift 298 (2014), S. 29–60, hier S. 31; Niels F. May, Zwischen fürstlicher Repräsentation und adliger Statuspolitik. Das Kongresszeremoniell bei den westfälischen Friedensverhandlungen (Beihefte der Francia, Bd. 82), Ostfildern 2016, S. 31.
[3] Zu diesem Befund kommt bereits Matthias Köhler mit Blick auf den Kongress von Nimwegen. Matthias Köhler, Strategie und Symbolik. Verhandeln auf dem Kongress von Nimwegen (Externa, Bd. 3), Köln 2011, S. 50f.
[4] Peter H. Wilson, Europe's tragedy. A history of the Thirty Years War, London 2009; Christoph Kampmann, Europa und das Reich im Dreißigjährigen Krieg. Geschichte eines europäischen Konflikts. 2. Aufl., Stuttgart 2013.
[5] Lediglich May gibt einen kurzen Abriss über Unterschiede zwischen höfischem und Kongresszeremoniell. May, Repräsentation, S. 14. Vgl. die Forderung nach einer stärkeren Differenzierung bei Hillard von Thiessen, Die Verortung der Kongressdiplomatie: Kommentar und Schlussbetrachtungen, in: Windler, Christian (Hrsg.), Kongressorte der frühen Neuzeit im europäischen Vergleich. Der Friede von Baden (1714), Köln 2016, S. 239–258, hier S. 258. Guido Braun benennt jüngst Hof, Kongress und Reichstage als zentrale Handlungsorte von Gesandten: Guido Braun, Einleitung, in: Braun, Guido (Hrsg.), Diplomatische Wissenskulturen der Frühen Neuzeit. Erfahrungsräume und Orte der Wissensproduktion, Berlin 2018, S. VII–XLVII.
[6] Einen hervorragenden Überblick über die vielfältigen Forschungen bietet Maximilian Lanzinner, Neuere Forschungen zum Westfälischen Friedenskongress und die Acta Pacis Westphalicae, in: Historisches Jahrbuch 133 (2013), S. 426–462.
[7] Stefanie van Kerkhof, Historische Friedensforschung - eine Geschichte des Friedens?, in: Schlotter, Peter / Wisotzki, Simone (Hrsg.), Friedens- und Konfliktforschung, Baden-Baden 2011, S. 381–409, hier S. 384. Siehe zum Selbstverständnis der Historischen Friedensforschung den Beitrag von Thorsten Bonacker, Forschung für oder Forschung über den Frieden? Zum Selbstverständnis der Friedens- und Konfliktforschung, in: ebd., S. 46–77.
[8] Benjamin Ziemann, Perspektiven der Historischen Friedensforschung, in: ders. (Hrsg.), Perspektiven der historischen Friedensforschung, Essen 2002, S. 13–39, hier S. 14. Zusammenfassend zur Entwicklung der Friedensforschung siehe Michael Brzoska, Friedensforschung und Internationale Beziehungen. Lob der Verschiedenheit, in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen 19 (2012), S. 127–141; Sabine Jaberg, Friedensforschung, in: Gießmann, Hans-Joachim / Rinke, Bernhard (Hrsg.), Handbuch Frieden, Wiesbaden 2011, S. 53–69; Egbert Jahn, Frieden und Konflikt, Wiesbaden 2012, S. 12–27; Karlheinz Koppe, Zur Geschichte der Friedens- und Konfliktforschung im 20. Jahrhundert, in: Imbusch, Peter / Zoll, Ralf (Hrsg.), Friedens- und Konfliktforschung. Eine Einführung. 5. Aufl., Wiesbaden 2010, S. 17–66; Peter Schlotter / Simone Wisotzki (Hrsg.), Friedens- und Konfliktforschung (AFK-Friedensschriften, Bd. 35), Baden-Baden 2011.
[9] Zur Institutionalisierung der Historischen Friedensforschung in der BRD siehe Peter Schlotter / Simone Wisotzki, Stand der Friedens- und Konfliktforschung – Zur Einführung, in: dies. (Hrsg.), Friedens- und Konfliktforschung, S. 9–45, hier S. 12–18.
[10] Lanzinner, Editionsprojekt, S. 34.
[11] Vgl. Sandra Otto, Die Geschichte der „Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e. V.“ und der Aktenedition „Acta Pacis Westphalicae“. Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Universität Bonn 2013, S. 22; Lanzinner, Editionsprojekt, S. 33f.
[12] Vgl. Lanzinner, Editionsprojekt, S. 35; Otto, Geschichte, S. 19ff.
[13] So Konrad Repgen, Akteneditionen zur deutschen Geschichte des späten 16. und des 17. Jahrhunderts. Leistungen und Aufgaben, in: Bosbach, Franz / Kampmann, Christoph (Hrsg.), Konrad Repgen. Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Friede. Studien und Quellen. 3., überarbeitete und bedeutend erweiterte Aufl., Paderborn 2015, S. 191–230, hier S. 212; Lanzinner, Editionsprojekt, S. 36. Dieser Gedanke steht auch heute hinter dem Versuch, Parallelen zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und den aktuellen Konflikten im Nahen und Mittleren Osten zu ziehen, wie es das von der Körber-Stiftung und der Universität Cambridge durchgeführte Projekt „A Westphalia for the Middle East“ anstrebt. Patrick Milton / Michael Axworthy / Brendan Simms, Towards a Westphalia for the Middle East, London 2018.
[14] Acta Pacis Westphalicae, hrsg. von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (seit 1979) in Verbindung mit der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e. V. durch Max Braubach (†) / Konrad Repgen (†) / Maximilian Lanzinner, Münster 1962–2015. Die bis 2008 publizierten Bände sind digital zugänglich unter https://apw.digitale-sammlungen.de (18.07.2019).
[15] Vgl. Lanzinner, Editionsprojekt, S. 37; Otto, Geschichte, S. 24ff. Der ursprüngliche Projektplan der Vereinigung sah die Edition der Akten zum Westfälischen Frieden, zum Wiener Kongress und dem Versailler Vertrag vor. Ab 1977 wurde das Projekt nicht mehr vom Bund, sondern der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften gefördert. Siehe zum Zentrum für Historische Friedensforschung (Universität Bonn): https://www.zhf.uni-bonn.de/ (18.07.2019).
[16] Vgl. zur Geschichte der APW z.B. Lanzinner, Editionsprojekt.
[17] Vgl. Anm. 14. Ergänzt werden diese durch: Die diplomatische Korrespondenz Kurbayerns zum Westfälischen Friedenskongress, hrsg. von der Kommission für Bayerische Landesgeschichte, bearb. von Gerhard Immler / Gabriele Greindl, München seit 2000.
[18] Derzeit lassen sich gegenläufige Tendenzen beobachten, z.B. Irene Dingel u.a. (Hrsg.), Frieden im Europa der Frühen Neuzeit, Berlin voraussichtlich 2020.
[19] Siehe für einen prägnanten Überblick über die Entwicklung der Historischen Friedensforschung zur Frühen Neuzeit Christoph Kampmann, Friedensnorm und Sicherheitspolitik. Zur Geschichte der Friedensstiftung in der Neuzeit, in: Hedwig, Andreas / Kampmann, Christoph / Murk, Karl (Hrsg.), Bündnisse und Friedensschlüsse in Hessen. Aspekte friedenssichernder und friedensstiftender Politik der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter und in der Neuzeit, Marburg 2016, S. 1–22, hier S. 1ff.
[20] In Auswahl: Hedwig u.a. (Hrsg.), Bündnisse; Maximilian Lanzinner (Hrsg.), Sicherheit in der Vormoderne und Gegenwart, Paderborn 2013; Guido Braun / Arno Strohmeyer (Hrsg.), Frieden und Friedenssicherung in der Frühen Neuzeit. Das Heilige Römische Reich und Europa. Festschrift für Maximilian Lanzinner zum 65. Geburtstag (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 36), Münster 2013; Guido Braun (Hrsg.), Assecuratio pacis. Französische Konzeptionen von Friedenssicherung und Friedensgarantie, 1648–1815 (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 35), Münster 2011.
[21] Kerkhof, Friedensforschung, S. 385–390. Eine aktuelle Fortsetzung fand diese Tendenz in der Tagung „Wendepunkte: Friedensende und Friedensanfang vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Gegenwart“ (Osnabrück, 24.–26.10.2018), die die Übergänge zwischen Krieg und Frieden anhand dreier epochenübergreifender Fallbeispiele untersuchte. Es handelt sich um eine Kooperation des Zentrums für Historische Friedensforschung, des Forschungszentrums Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (Universität Osnabrück) und der Deutschen Stiftung Friedensforschung. Siehe https://www.wendepunkte.uni-osnabrueck.de/wendepunkte_friedensende_und_friedensanfang_vom_dreissigjaehrigen_krieg_bis_zur_gegenwart.html (17.07.2019).
[22] Johannes Burkhardt, Die Entfesselung des Friedens. Für einen Aufbruch der historischen Friedensforschung, in: Schmidt-Voges, Inken u.a. (Hrsg.), Pax perpetua. Neuere Forschungen zum Frieden in der Frühen Neuzeit, München 2010, S. 29–48, hier S. 31. In diesem Sinne auch: Milton u.a., Westphalia.
[23] Lanzinner, Forschungen, S. 428; Inken Schmidt-Voges / Siegrid Westphal, Der Immerwährende Frieden als immerwährende Herausforderung, in: Schmidt-Voges, Inken u.a. (Hrsg.), Pax perpetua. Neuere Forschungen zum Frieden in der Frühen Neuzeit, München 2010, S. 7–18, hier S. 8.
[24] Lucien Bély, L' art de la paix en Europe. Naissance de la diplomatie moderne, XVIe–XVIIIe siècle, Paris 2007; ders., The Peace Treaties of Westphalia and the French Domestic Crisis, in: Duchhardt, Heinz (Hrsg.), Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte, München 1998, S. 235–252.
[25] Claire Gantet, Der ambivalente Friede. Der Westfälische Friedenskongress in der französischen Historiographie, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019; dies., La paix de Westphalie (1648). Une histoire sociale, XVIIe–XVIIIe siècles, Paris 2001, S. 37–50.
[26] Irena Kozmanová, Der Friede als Tabuthema? „Die gegenwärtige Konstitution von Zeit und Sachen“ und das Reputationsproblem der Provinz Holland, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 75–91, hier S. 76.
[27] Vgl. Gees van der Plaat, De Vrede van Munster in de Historiographie, in: De zeventiende eeuw 13 (1997), S. 37–45.
[28] Alistair Malcolm, Spanish Narratives of the Westphalia Peace Process. Congress Diplomacy as Eternalisation of War, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019. S. 51–63.
[29] Anuschka Tischer, Französische Diplomatie und Diplomaten auf dem Westfälischen Friedenskongress. Außenpolitik unter Richelieu und Mazarin (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 29), Münster 1999; Michael Rohrschneider, Der gescheiterte Frieden von Münster. Spaniens Ringen mit Frankreich auf dem Westfälischen Friedenskongress (1643–1649) (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 30), Münster 2007.
[30] Mit Heiko Droste hat sich wiederum ein Deutscher mit den schwedischen Diplomaten im 17. Jahrhundert beschäftigt, wenn auch nicht explizit mit dem Friedenskongress. Heiko Droste, Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert (Nordische Geschichte, Bd. 2), Berlin 2006. Zudem jüngst der Vortrag von Dorothée Goetze, Schwedische Gesandte auf dem Westfälischen Friedenskongress. Unveröffentlichtes Redemanuskript („Karrieren in der Schwedenzeit“, Tagung der David-Mevius-Gesellschaft), Göttingen 2018. Von schwedischer Seite: Sven Lundkvist, Die schwedischen Kriegs- und Friedensziele 1632–1648, in: Repgen, Konrad (Hrsg.), Krieg und Politik 1618–1648. Europäische Probleme und Perspektiven, München 1988, S. 219–240; ders., Die schwedischen Friedenskonzeptionen und ihre Umsetzung in Osnabrück, in: Duchhardt, Heinz (Hrsg.), Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte, München 1998, S. 349–359; Kerstin Abukhanfusa (Hrsg.), Mare nostrum. Om Westfaliska freden och Östersjön som ett svenskt maktcentrum (Skrifter utgivna av Riksarkivet, Bd. 13), Stockholm 1999; Peter Haldén (Hrsg.), 1648. Den westfaliska freden. Arv, kontext och konsekvenser, Lund 2009; Dorothée Goetze, Unterpfand – statio navium – Kondominium. Alternative Abtretungsmodelle für Wismar während der Verhandlungen des Westfälischen Friedenskongresses, in: Jörn, Nils (Hrsg.), Anpassung, Unterordnung, Widerstand?! Das Verhältnis zwischen Ur- und Neuadel im schwedischen Konglomeratstaat, Hamburg 2017, S. 161–197; Matthias Lammers, Die Zielsetzung Schwedens im Hochstift Osnabrück. Eine Studie zu Militär und Diplomatie während der Westfälischen Friedensverhandlungen. Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Universität Bonn 2016.
[31] Gabriele Haug-Moritz, Das Heilige Römische Reich deutscher Nation als Raum der österreichischen Geschichte, in: Scheutz, Martin / Strohmeyer, Arno (Hrsg.), Was heißt „österreichische“ Geschichte? Probleme, Perspektiven und Räume der Neuzeitforschung, Innsbruck 2008, S. 127–147. Jüngst hierzu Katrin Keller / Martin Scheutz (Hrsg.), Die Habsburgermonarchie und der Dreißigjährige Krieg. Jahrestagung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 2018 (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Bd. 73), Wien 2020.
[32] Heinz Duchhardt (Hrsg.), Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte (Historische Zeitschrift / Beihefte, Bd. 26), München 1998.
[33] Lucien Bély, L' Europe des traités de Westphalie. Esprit de la diplomatie et diplomatie de l'esprit, Paris 2000; Fernando Villaverde (Hrsg.), 350 años de la Paz de Westfalia. Del antagonismo a la integración en Europa, Madrid 1998; Klaus Bußmann / Heinz Schilling (Hrsg.), 1648: Krieg und Frieden in Europa, 2 Bde., Münster 1998.
[34] Vgl. Lanzinner, Forschungen, S. 428. Einen Überblick bis 1996 liefert Heinz Duchhardt (Hrsg.), Bibliographie zum Westfälischen Frieden, bearbeitet von Eva Ortlieb und Matthias Schnettger (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 26), Münster 1996.
[35] In Neuauflage seine gesammelten Arbeiten zu Dreißigjährigem Krieg und Westfälischem Frieden: Franz Bosbach / Christoph Kampmann (Hrsg.), Konrad Repgen. Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Friede. Studien und Quellen. 3., überarbeitete und bedeutend erweiterte Auflage (Rechts- und staatswissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft, Bd. 117), Paderborn 2015; außerdem: Konrad Repgen (Hrsg.), Krieg und Politik 1618–1648. Europäische Probleme und Perspektiven (Schriften des Historischen Kollegs, Bd. 8), München 1988.
[36] Siehe die Übersicht der in der Schriftenreihe der VENG publizierten Bände unter http://pax-westphalica.de/apw-svg/svg_publiziert.html (17.07.2019).
[37] Vgl. Karsten Ruppert, Die kaiserliche Politik auf dem Westfälischen Friedenskongress. 1643–1648 (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 10), Münster 1979; Leopold Auer, Die Ziele der kaiserlichen Politik bei den Westfälischen Friedensverhandlungen und ihre Umsetzung, in: Duchhardt, Heinz (Hrsg.), Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte, München 1998, S. 143–173; ders., Die Reaktion der kaiserlichen Politik auf die französische Friedensproposition vom 11. Juni 1645, in: Babel, Rainer (Hrsg.), Le diplomate au travail. Entscheidungsprozesse, Information und Kommunikation im Umkreis des Westfälischen Friedenskongresses, München 2005, S. 43–58; Tischer, Diplomatie; Rohrschneider, Frieden; Gerhard Immler, Kurfürst Maximilian I. und der Westfälische Friedenskongreß. Die bayerische auswärtige Politik von 1644 bis zum Ulmer Waffenstillstand (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 20), Münster 1992; Winfried Becker, Der Kurfürstenrat. Grundzüge seiner Entwicklung in der Reichsverfassung und seine Stellung auf dem Westfälischen Friedenskongreß (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 5), Münster 1973; Fritz Wolff, Corpus Evangelicorum und Corpus Catholicorum auf dem Westfälischen Friedenskongreß. Die Einfügung der konfessionellen Ständeverbindungen in die Reichsverfassung (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 2), Münster 1966; Karlies Abmeier, Der Trierer Kurfürst Philipp Christoph von Sötern und der Westfälische Friede (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 15), Münster 1986; Peter Baumgart, Kurbrandenburgs Kongreßdiplomatie und ihre Ergebnisse, in: Duchhardt, Heinz (Hrsg.), Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte, München 1998, S. 469–484; Konstantin Winkel, Kurbrandenburg bei den Beratungen der Reichsstände auf dem Westfälischen Friedenskongreß (1645/46). Die Auseinandersetzung um die Teilnahme der Reichsstände an den Friedensverhandlungen und um ihren Beratungsmodus. Unveröffentlichte Magisterarbeit, Humboldt-Universität zu Berlin 2009. Zuletzt auch Dorothée Goetze, Kaiserliche und bayerische Bündnispraxis in der Schlussphase des Westfälischen Friedenskongresses, in: Braun, Guido / Strohmeyer, Arno (Hrsg.), Frieden und Friedenssicherung in der Frühen Neuzeit. Das Heilige Römische Reich und Europa. Festschrift für Maximilian Lanzinner zum 65. Geburtstag, Münster 2013, S. 259–290; Maria-Elisabeth Brunert, Friedenssicherung als Beratungsthema der protestantischen Reichsstände in der Anfangsphase des Westfälischen Friedenskongresses, in: ebd., S. 229–258.
[38] Franz Bosbach, Die Kosten des Westfälischen Friedenskongresses. Eine strukturgeschichtliche Untersuchung (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 13), Münster 1984.
[39] Wie Anm. 24.
[40] In Auswahl: Heinz Duchhardt, Gleichgewicht der Kräfte, Convenance, europäisches Konzert. Friedenskongresse und Friedensschlüsse vom Zeitalter Ludwigs XIV. bis zum Wiener Kongreß (Erträge der Forschung, Bd. 56), Darmstadt 1976; ders., Westfälischer Friede und internationales System im Ancien Régime, in: Historische Zeitschrift 249 (1989), S. 529–544, ders., Altes Reich und europäische Staatenwelt 1648–1806 (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 4), München 1990; ders. (Hrsg.), Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume europäischer Außenpolitik im Zeitalter Ludwigs XIV. (Zeitschrift für historische Forschung / Beiheft, Bd. 11), Berlin 1991; ders. (Hrsg.), Zwischenstaatliche Friedenswahrung in Mittelalter und früher Neuzeit (Münstersche Historische Forschungen, Bd. 1), Köln 1991; ders., Frieden im Europa der Vormoderne. Ausgewählte Aufsätze 1979–2011, Paderborn 2012; zuletzt ders., 1648 – Das Jahr der Schlagzeilen. Europa zwischen Krise und Aufbruch, Köln 2015.
[41] Vgl. für eine Neubewertung aus europäischer Perspektive Johannes Burkhardt, Das größte Friedenswerk der Neuzeit. Der Westfälische Friede in neuer Perspektive, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 49 (1998), S. 592–612. Kritisch hierzu u.a. Martin Tabaczek, Wieviel tragen Superlative zum historischen Erkenntnisfortschritt bei? Anmerkungen zum Beitrag von Johannes Burkhardt „Das größte Friedenswerk der Neuzeit“. Der Westfälische Friede in neuer Perspektive (GWU 10/98), in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 50 (1999), S. 740–747; Übersicht über die Jubiläumsliteratur: Helmut Neuhaus, Westfälischer Friede und Dreißigjähriger Krieg. Neuerscheinungen aus Anlaß eines Jubiläums, in: Archiv für Kulturgeschichte 82 (2000), S. 455–475.
[42] Vgl. Siegrid Westphal, Der Westfälische Friede. Vom Referenzfrieden zum „größtem Unglück der Deutschen“ und zurück, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 21-36. Einen gelungenen Überblick über die Forschungsentwicklung zum Reich aus einer Außenperspektive liefert Joachim Whaley, Germany and the Holy Roman Empire. Bd. 1: From Maximilian I to the Peace of Westphalia: 1493–1648, Oxford 2012, S. 1–14.
[43] Z.B. Benjamin de Carvalho u.a., The Big Bangs of IR. The Myths that your Teachers still tell you about 1648 and 1919, in: Millennium – Journal of International Studies 39 (2011), S. 735–758. Zu den gescheiterten Friedenskongressen und -schlüssen in der Frühen Neuzeit hat Michael Rohrschneider (Bonn) ein vergleichendes Forschungsvorhaben angekündigt, das als Verbundprojekt angelegt sein soll; vgl. bislang Rohrschneider, Frieden; ders., Friedrich Karl Karg Freiherr von Bebenburg (1709–1773). Ein kurkölnischer Reichstagsgesandter im Spannungsfeld von Region, Reich und internationaler Politik, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 81 (2017), S. 118–138, hier S. 131–137; ders., Die „verhinderte Friedensstadt“. Köln als Kongressort im 17. Jahrhundert, in: ders. (Hrsg.), Frühneuzeitliche Friedensstiftung in landesgeschichtlicher Perspektive, Köln 2019, S. 139–162. Außerdem Anja Victorine Hartmann, Von Regensburg nach Hamburg. Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem französischen König und dem Kaiser vom Regensburger Vertrag (13. Oktober 1630) bis zum Hamburger Präliminarfrieden (25. Dezember 1641) (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e.V., Bd. 27), Münster 1998.
[44] Vgl. u.a. Heinz Duchhardt, Westphalian System. Zur Problematik einer Denkfigur, in: Historische Zeitschrift 269 (1999), S. 305–315; ders., Das „Westphälische System“. Realität und Mythos, in: Thiessen, Hillard von / Windler, Christian (Hrsg.), Akteure der Außenbeziehungen. Netzwerke und Interkulturalität im historischen Wandel, Köln 2010, S. 393–401. Eine Gesamtbewertung von Dreißigjährigem Krieg und Westfälischem Frieden jüngst Christoph Kampmann, Politischer Wandel im Krieg – politischer Wandel durch Krieg? Militärische Gewalt und politische Innovation in der Epoche des Dreißigjährigen Kriegs, in: Rohrschneider, Michael / Tischer, Anuschka (Hrsg.), Dynamik durch Gewalt? Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) als Faktor der Wandlungsprozesse des 17. Jahrhunderts, Münster 2018, S. 42–67.
[45] Während Johannes Burkhardt der Denkfigur durchaus positive Aspekte abgewinnt, insistiert Christoph Kampmann, die Idee eines Westfälischen Systems verfälsche grundlegend unser Bild der darauffolgenden Epoche. Vgl. Johannes Burkhardt, Die These vom Staatsbildungskrieg im Widerstreit der Forschung, in: Rohrschneider, Michael / Tischer, Anuschka (Hrsg.), Dynamik durch Gewalt? Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) als Faktor der Wandlungsprozesse des 17. Jahrhunderts, Münster 2018, S. 71–91, hier S. 90. Ähnlich ders., Der Krieg der Kriege. Eine neue Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, Stuttgart 2018; Kampmann, Wandel, S. 47ff.; ders., Der Westfälische Frieden als Grundlage für Völkerfrieden und Völkerrecht: Frühneuzeitliche Wurzeln und Entwicklungen einer Vorstellung, in: Keller, Katrin / Scheutz, Martin (Hrsg.), Die Habsburgermonarchie und der Dreißigjährige Krieg. Jahrestagung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 2018, Wien 2020, S. 415–432. Vgl. Anm. 31.
[46] Vgl. Westphal, Friede; außerdem: dies., Der Landfrieden am Ende? Die Diskussion über den Einfall von Friedrich II. in Kursachsen 1756, in: Baumbach, Hendrik / Carl, Horst (Hrsg.), Landfrieden – epochenübergreifend. Neue Perspektiven der Landfriedensforschung auf Verfassung, Recht, Konflikt, Berlin 2018, S. 262–280.
[47] Vgl. Inken Schmidt-Voges u.a. (Hrsg.), Pax perpetua. Neuere Forschungen zum Frieden in der Frühen Neuzeit (bibliothek altes Reich, Bd. 8), München 2010; Christoph Kampmann u.a. (Hrsg.), L' art de la paix. Kongresswesen und Friedensstiftung im Zeitalter des Westfälischen Friedens (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 34), Münster 2011.
[48] Vgl. ebd.
[49] Peter Burschel / Birthe Kundrus, Editorial, in: Historische Anthropologie. Kultur – Gesellschaft – Alltag 21 (2013), S. 155–157, hier S. 155.
[50] Dominic Eggel, Quo Vadis Diplomatic History? Reflections on the Past and Present of Writing the History of International Relations, in: Haider-Wilson, Barbara u.a. (Hrsg.), Internationale Geschichte in Theorie und Praxis = International history in theory and practice, Wien 2017, S. 209–229, hier S. 209.
[51] Heidrun Kugeler u.a., Einführung. Internationale Beziehungen in der Frühen Neuzeit. Ansätze und Perspektiven, in: dies. u.a. (Hrsg.), Internationale Beziehungen in der Frühen Neuzeit. Ansätze und Perspektiven, Hamburg 2006, S. 9–35, hier S. 9.
[52] Eggel, Diplomatic History, S. 210–214.
[53] Ebd.; Heinz Duchhardt, Heeren, Ranke und die Folgen. Die Entwicklung der historischen Subdisziplin „Internationale Beziehungen“ in Deutschland, in: Haider-Wilson, Barbara u.a. (Hrsg.), Internationale Geschichte in Theorie und Praxis = International history in theory and practice, Wien 2017, S. 333–347.
[54] Andrea Komlosy, Globalgeschichte. Methoden und Theorien, Wien 2011; Sebastian Conrad, Globalgeschichte. Eine Einführung, München 2013; Wilfried Loth / Jürgen Osterhammel (Hrsg.), Internationale Geschichte. Themen – Ergebnisse – Aussichten (Studien zur internationalen Geschichte, Bd. 10), München 2000; Eckart Conze (Hrsg.), Geschichte der internationalen Beziehungen. Erneuerung und Erweiterung einer historischen Disziplin, Köln 2004.
[55] Hillard von Thiessen / Christian Windler, Einleitung. Außenbeziehungen in akteurszentrierter Perspektive, in: dies. (Hrsg.), Akteure der Außenbeziehungen. Netzwerke und Interkulturalität im historischen Wandel, Köln 2010, S. 1–12, hier S. 5.
[56] Barbara Haider-Wilson, Humpty Dumpty, die Geschichtswissenschaft und der Pluralismus. Einlassung auf die Historische Subdisziplin „Internationale Beziehungen“, in: Haider-Wilson, Barbara u.a. (Hrsg.), Internationale Geschichte in Theorie und Praxis = International history in theory and practice, Wien 2017, S. 9–61, hier S. 21.
[57] Ebd., S. 10; Kugeler u.a., Einführung, S. 10.
[58] Ebd., S. 9–11; Reiner Marcowitz, Von der Diplomatiegeschichte zur Geschichte der internationalen Beziehungen. Methoden, Themen, Perspektiven einer historischen Teildisziplin, in: Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte 32/3 (2005), S. 75–100; Conze (Hrsg.), Geschichte, S. 2.
[59] Christian Windler, Afterword. From Social Status to Sovereignty – Practices of Foreign Relations from the Renaissance to the Sattelzeit, in: Sowerby, Tracey A. / Hennings, Jan (Hrsg.), Practices of Diplomacy in the Early Modern World c. 1410–1800, London 2017, S. 254–265, hier S. 254f.
[60] Droste, Dienst.
[61] Kugeler u.a., Einführung, S. 10; Haider-Wilson, Humpty Dumpty, S. 13f.
[62] In Auswahl: Ursula Lehmkuhl, Diplomatiegeschichte als internationale Kulturgeschichte. Theoretische Ansätze und empirische Forschung zwischen Historischer Kulturwissenschaft und Soziologischem Institutionalismus, in: Geschichte und Gesellschaft 27 (2001), S. 394–423; Karina Urbach, Diplomatic History since the Cultural Turn, in: The Historical Journal 46 (2003), S. 991–998; John Watkins, Towards a New Diplomatic History of Medieval and Early Modern Europe, in: The Journal of Medieval and Early Modern Studies 38 (2008), S. 1–14.
[63] Claudia Garnier / Christine Vogel, Einleitung, in: dies. (Hrsg.), Interkulturelle Ritualpraxis in der Vormoderne. Diplomatische Interaktion an den östlichen Grenzen der Fürstengesellschaft, Berlin 2016, S. 7–17, hier S. 7.
[64] In Auswahl: Klaus Malettke, Frankreich und Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Der französische Beitrag zur Entfaltung des frühmodernen, souveränen Staates, in: Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte 3 (1975), S. 321–345; ders., Die französisch-preußischen Beziehungen unter Friedrich Wihelm I. bis zum Frieden von Stockholm (1. Februar 1720), in: Hauser, Oswald / Barmeyer-Hartlieb von Wallthor, Heide (Hrsg.), Preußen, Europa und das Reich, Köln 1987, S. 123–150; ders., Frankreich, Deutschland und Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Beiträge zum Einfluß französischer politischer Theorie, Verfassung und Außenpolitik in der frühen Neuzeit (Marburger Studien zur neueren Geschichte, Bd. 4), Marburg 1994; ders., Der Friede von Rijswijk (1697) im Kontext der Mächtepolitik und der Entwicklung des Europäischen Staatensystems, in: Duchhardt, Heinz (Hrsg.), Der Friede von Rijswijk 1697, Mainz 1998, S. 1–45; ders., Das Alte Reich in Europa – historische, politische und philosophische Perspektiven, in: Asbach, Olaf (Hrsg.), Altes Reich, Frankreich und Europa. Politische, philosophische und historische Aspekte des französischen Deutschlandbildes im 17. und 18. Jahrhundert, Berlin 2001, S. 11–22.
[65] In Auswahl für die Frühe Neuzeit: Peter Krüger, Die Beziehungen der Rheinischen Pfalz zu Westeuropa 1576–82. Die auswärtigen Beziehungen des Pfalzgrafen Johann Casimir 1576–82, München 1964; ders. (Hrsg.), Kontinuität und Wandel in der Staatenordnung der Neuzeit. Beiträge zur Geschichte des internationalen Systems (Marburger Studien zur neueren Geschichte, Bd. 1), Marburg 1991; ders./Müller-Luckner, Elisabeth (Hrsg.), Das europäische Staatensystem im Wandel. Strukturelle Bedingungen und bewegende Kräfte seit der Frühen Neuzeit (Schriften des Historischen Kollegs, Bd. 35), München 1996.
[66] Andreas Osiander, The states system of Europe, 1640–1990. Peacemaking and the conditions of international stability, Oxford 1994; Lucien Bély, La société des princes. XVIe – XVIIIe siècle, Paris 1999.
[67] Heinz Duchhardt / Franz Knipping (Hrsg.), Handbuch der Geschichte der internationalen Beziehungen. 9 Bde., Paderborn seit 1997.
[68] Heinz Duchhardt, Balance of power und Pentarchie. Internationale Beziehungen 1700–1785 (Handbuch der Geschichte der internationalen Beziehungen, Bd. 4), Paderborn 1997. Für einen internationalen Überblick über die Entwicklung der Geschichte der Internationalen Beziehungen siehe Charles S. Maier, Dis/Relocating America. Approaches to Global History in the United States, in: Haider-Wilson, Barbara u.a. (Hrsg.), Internationale Geschichte in Theorie und Praxis = International history in theory and practice, Wien 2017, S. 315–332; Laurence Badel, Die französische Historiographie zu den internationalen Beziehungen. Transnational oder realistisch?, in: ebd. , S. 349–370; Bert G. Fragner, Islamische Zivilisationen und Internationale Geschichte, in: ebd., S. 411–432.
[69] Hillard von Thiessen, Diplomatie vom „type ancien“. Überlegungen zu einem Idealtypus des frühneuzeitlichen Gesandtschaftswesens, in: Thiessen, Hillard von / Windler, Christian (Hrsg.), Akteure der Außenbeziehungen. Netzwerke und Interkulturalität im historischen Wandel, Köln 2010, S. 471–503.
[70] Exemplarisch: Ronald G. Asch / Heinz Duchhardt (Hrsg.), Der Absolutismus – ein Mythos? Strukturwandel monarchischer Herrschaft in West- und Mitteleuropa (ca. 1550–1700) (Münstersche Historische Forschungen, Bd. 9), Köln 1996; Lothar Schilling (Hrsg.), Absolutismus, ein unersetzliches Forschungskonzept? Eine deutsch-französische Bilanz = L' absolutisme, un concept irremplaçable? (Pariser historische Studien, Bd. 79), München 2008.
[71] Thiessen, Diplomatie, S. 476.
[72] Grundlegend: Hillard von Thiessen / Christian Windler (Hrsg.), Akteure der Außenbeziehungen. Netzwerke und Interkulturalität im historischen Wandel (Externa, Bd. 1), Köln 2010; Wolfgang Reinhard, Freunde und Kreaturen. „Verflechtung“ als Konzept zur Erforschung historischer Führungsgruppen. Römische Oligarchie um 1600 (Schriften der Philosophischen Fachbereiche der Universität Augsburg, Bd. 14), München 1979; weiterhin in Auswahl: Hillard von Thiessen / Christian Windler (Hrsg.), Nähe in der Ferne. Personale Verflechtung in den Außenbeziehungen der Frühen Neuzeit (Zeitschrift für historische Forschung / Beiheft, Bd. 36), Berlin 2005; Tilman Haug, Ungleiche Außenbeziehungen und grenzüberschreitende Patronage. Die französische Krone und die geistlichen Kurfürsten (1648–1679) (Externa, Bd. 6), Köln 2015.
[73] Vgl. Köhler, Strategie; May, Repräsentation; Christian Windler (Hrsg.), Kongressorte der frühen Neuzeit im europäischen Vergleich. Der Friede von Baden (1714), Köln 2016.
[74] Thiessen, Verortung, S. 244. Ähnlich auch u.a.: Windler, Afterword, S. 262. So auch in Überblicksdarstellungen, z.B.: Paul M. Dover / Hamish Scott, The Emergence of Diplomacy, in: Scott, Hamish M. (Hrsg.), The Oxford handbook of early modern European history, 1350–1750. Bd. 2: Cultures and Power, Oxford 2015, S. 663–695, hier S. 681f.
[75] May, Repräsentation; ders., Zeremoniell in vergleichender Perspektive. Die Verhandlungen in Münster, Osnabrück, Nijmegen und Rijswijk (1643–1697), in: Kampmann, Christoph u.a. (Hrsg.), L' art de la paix. Kongresswesen und Friedensstiftung im Zeitalter des Westfälischen Friedens (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 34), Münster 2011, S. 261–279.
[76] Im Eintrag zur Kongresspolitik in der Enzyklopädie der Neuzeit bezeichnet Jörg Ulbert den Westfälischen Friedenskongress z.B. als „Archetypus“. Jörg Ulbert, Kongresspolitik, in: Jaeger, Friedrich (Hrsg.), Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 6: Jenseits – Konvikt, Stuttgart 2007, Sp. 1086–1088, hier Sp. 1087.
[77] Gabriele Haug-Moritz, Die Friedenskongresse von Münster, Osnabrück (1643–1648) und Wien (1814–15) als „deutsche“ Verfassungskongresse. Ein Vergleich in verfahrensgeschichtlicher Perspektive, in: Historisches Jahrbuch 124 (2004), S. 125–178; Windler (Hrsg.), Kongressorte.
[78] Vgl. Laufende Dissertationsprojekte der Uni Bonn, https://www.fnzrlg.uni-bonn.de/forschung/habilitationen-dissertationen/laufende-dissertationen (17.07.2019).
[79] Anja Stiglic, Ganz Münster ist ein Freudental… Öffentliche Feierlichkeiten als Machtdemonstration auf dem Münsterschen Friedenskongreß (Agenda Geschichte, Bd. 13), Münster 1998; Gantet, Paix; Katrin Keller, Das „eigentlich wahre und große Friedensfestt … im ganzen Sachsenlande“. Kursachsen 1648 bis 1650, in: Duchhardt, Heinz (Hrsg.), Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte, München 1998, S. 661–677; Bernd Roeck, Das Feiern des Friedens, in: ebd., S. 633–659; Mechthild Anna Röttger, „Gedenken, nicht feiern“. Die 300-Jahrfeier des Westfälischen Friedens 1948 in Münster. Unveröffentlichte Magisterarbeit, Universität Münster 1995.
[80] Anuschka Tischer, Eine französische Botschafterin in Polen 1645–1646. Die Gesandtschaftsreise Renée de Guébriants zum Hofe Wladislaws IV., in: L’Homme 12/2 (2001), S. 305–321; Nicole Reinhard, Les relations internationales à travers les femmes au temps de Louis XIV, in: Revue d’histoire diplomatique 117/3 (2003), S. 193–230.
[81]http://www.hist.unibe.ch/forschung/forschungsprojekte/weibliche_diplomatie/index_ger.html#pane75270 (17.07.2019). Ergebnisse liegen in Studien von Corina Bastian, Verhandeln in Briefen. Frauen in der höfischen Diplomatie des frühen 18. Jahrhunderts (Externa, Bd. 4), Köln 2013 sowie Eva Kathrin Dade, Madame de Pompadour. Die Mätresse und die Diplomatie (Externa, Bd. 2), Köln 2010 vor.
[82] Dorothea Nolde, Was ist Diplomatie und wenn ja, wie viele? Herausforderungen und Perspektiven einer Geschlechtergeschichte der frühneuzeitlichen Diplomatie, in: Historische Anthropologie. Kultur – Gesellschaft – Alltag 21 (2013), S. 179–198.
[83] Corina Bastian u.a. (Hrsg.), Das Geschlecht der Diplomatie. Geschlechterrollen in den Außenbeziehungen vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert (Externa, Bd. 5), Köln 2014; Glenda Sluga / Carolyn James (Hrsg.), Women, diplomacy and international politics since 1500, London 2016.
[84] Corina Bastian u.a., Einleitung, in: dies. (Hrsg.), Das Geschlecht der Diplomatie. Geschlechterrollen in den Außenbeziehungen vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert, Köln 2014, S. 7–14, hier S. 7; Glenda Sluga / Carolyn James, Introduction. The long International History of Women and Diplomacy, in: dies. (Hrsg.), Women, diplomacy and international politics since 1500, London 2016, S. 1–12, hier S. 2.
[85] Gerade mit Blick auf die Schweden sind hier noch deutliche Lücken festzustellen. So ist in erster Linie Johan Adler Salvius untersucht worden. Arbeiten zu Johan Oxenstierna fehlen. Vgl. Heiko Droste, Ein Diplomat zwischen Familieninteressen und Königsdienst. Johan Adler Salvius in Hamburg, 1630–1650, in: Thiessen, Hillard von / Windler, Christian (Hrsg.), Nähe in der Ferne. Personale Verflechtung in den Außenbeziehungen der Frühen Neuzeit, Berlin 2005, S. 87–104. Allgemein: ders., Dienst; jüngst Goetze, Gesandte.
[86] Z.B. Anuschka Tischer, Claude de Mesmes, Count d’Avaux (1595–1650). The Perfect Ambassador of the Early 17th Century, in: International Negotiations 13 (2008), S. 197–209; Hélène Duccini, Guerre et paix dans la France du Grand Siècle. Abel Servien, diplomate et serviteur de l'Etat, 1593–1659, Champ Vallon 2012; Droste, Diplomat, S. 87–104; ders., Dienst; Magnus Ulrich Ferber, Graf Maximilian von Trauttmansdorff und Dr. Isaak Volmar. Handlungsmöglichkeiten adliger und bürgerlicher Diplomaten im Vergleich, in: Brunert, Maria-Elisabeth / Lanzinner, Maximilian (Hrsg.), Diplomatie, Medien, Rezeption. Aus der editorischen Arbeit an den Acta Pacis Westphalicae, Münster 2010, S. 231–251; Konrad Repgen, Maximilian Graf Trauttmansdorff – Chefunterhändler des Kaisers beim Prager und beim Westfälischen Frieden, in: Braun, Guido / Strohmeyer, Arno (Hrsg.), Frieden und Friedenssicherung in der Frühen Neuzeit. Das Heilige Römische Reich und Europa. Festschrift für Maximilian Lanzinner zum 65. Geburtstag, Münster 2013, S. 210–228; Lena Oetzel, Die Flexibilität von Sprache. Maximilian Graf Trauttmansdorffs Korrespondenzen auf dem Westfälischen Friedenskongress im Spannungsfeld von Religion und Politik, in: Strohmeyer, Arno / Oetzel, Lena (Hrsg.), Historische und systematische Fallstudien in Religion und Politik vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2017, S. 117–149; Tina Braun, Der welfische Gesandte Jakob Lampadius auf dem Westfälischen Friedenskongress (1644–1649). Ungedruckte Dissertation, Universität Bonn 2015, http://hss.ulb.uni-bonn.de/2015/4104/4104.htm (17.07.2019); Alexander Koller, Imperator und Pontifex. Forschungen zum Verhältnis von Kaiserhof und römischer Kurie im Zeitalter der Konfessionalisierung (1555–1648) (Geschichte in der Epoche Karls V., Bd. 13), Münster 2012, S. 195–210.
[87] Maria-Elisabeth Brunert, Interzession als Praktik. Zur Rolle von Diplomatengattinnen auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019; Lena Oetzel, Die Leiden des alten T. Krankheit und Krankheitsdiskurse auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: ebd., S. 209–225.
[88] Vgl. Droste, Diplomat, S. 323–340; Anuschka Tischer, Diplomaten als Patrone und Klienten. Der Einfluss personaler Verflechtungen in der französischen Diplomatie auf dem westfälischen Friedenskongress, in: Babel, Rainer (Hrsg.), Le diplomate au travail. Entscheidungsprozesse, Information und Kommunikation im Umkreis des Westfälischen Friedenskongresses, München 2005, S. 173–197.
[89] Dorothée Goetze, „daß unß dergleichen anzenemmen unverantworttlich fallen wollte“. Diplomatische Gratwanderung zwischen Verehrung und Korruption, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 341–356.
[90] Magnus Ulrich Ferber, Die Gemeinschaft der Diplomaten in Westfalen als Friedenspartei, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 257–272.
[91] Vgl. Windler (Hrsg.), Kongressorte, S. 257–272. Bereits früher Heinz Duchhardt (Hrsg.), Städte und Friedenskongresse (Städteforschung: Reihe A, Darstellungen, Bd. 49), Köln 1999, S. 239–255.
[92] In Auswahl: Helmut Lahrkamp, Münster als Schauplatz des europäischen Friedenskongresses (1643–1649), in: Jakobi, Franz-Josef (Hrsg.), Geschichte der Stadt Münster. Bd. 1. 3. Aufl., Münster 1993, S. 301–324; Gerd Steinwascher, Osnabrück und der Westfälische Frieden. Die Geschichte der Verhandlungsstadt 1641–1650 (Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen, Bd. 42), Osnabrück 2000; Guido Braun, Stadt- und Kongressgesellschaft bei den Westfälischen Friedensverhandlungen, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 239–255.
[93] Stiglic, Münster, S. 295.
[94] Clemens Peck, „Kriegs Ab= und Friedens Einzug“. Zur diplomatischen Performativität der Friedensspiele am Nürnberger Exekutionstag, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 273–290; Jane O. Newman, „Mediating Amicably“? The Birth of the Trauerspiel Out of the Letter of Westphalia, in: Rivère de Carles, Nathalie (Hrsg.), Early Modern Diplomacy, Theatre and Soft Power. The Making of Peace, London 2016, S. 69–89; Ellen R. Welch, A Theater of Diplomacy. International Relations and the Performing Arts in Early Modern France, Philadelphia 2017.
[95] Vgl. z.B. Michael Rohrschneider / Arno Strohmeyer (Hrsg.), Wahrnehmungen des Fremden. Differenzerfahrungen von Diplomaten im 16. und 17. Jahrhundert (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 31), Münster 2007; Christian Windler, Interkulturelle Diplomatie in der Sattelzeit. Vom inklusiven Eurozentrismus zur „zivilisierenden“ Ausgrenzung, in: Thiessen, Hillard von / Windler, Christian (Hrsg.), Akteure der Außenbeziehungen. Netzwerke und Interkulturalität im historischen Wandel, Köln 2010, S. 445–470; Christina Brauner, Kompanien, Könige und caboceers. Interkulturelle Diplomatie an Gold- und Sklavenküste im 17. und 18. Jahrhundert (Externa, Bd. 8), Köln 2015. Demnächst auch Julia Gebke u.a. (Hrsg.), Das diplomatische Selbst in der Frühen Neuzeit. Verhandlungsstrategien – Erzählweisen – Beziehungsdynamiken, voraussichtlich 2020.
[96] Michael Rohrschneider, Tradition und Perzeption als Faktoren in den internationalen Beziehungen. Das Beispiel der wechselseitigen Wahrnehmung der französischen und spanischen Politik auf dem Westfälischen Friedenskongreß, in: Zeitschrift für Historische Forschung 29 (2002), S. 257–282; ders., „Terrible es este congreso“. Wahrnehmungen der Fremde und Verhandlungsdispositionen im Spiegel der Berichte der spanischen Gesandten auf dem westfälischen Friedenskongress, in: ders. / Arno Strohmeyer (Hrsg.), Wahrnehmungen des Fremden. Differenzerfahrungen von Diplomaten im 16. und 17. Jahrhundert, Münster 2007, S. 245–264; ders., Ignoranz und Fehlwahrnehmungen als Strukturprobleme der spanischen Gesandtschaft auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: Espenhorst, Martin (Hrsg.), Unwissen und Missverständnisse im vormodernen Friedensprozess, Göttingen 2013, S. 89–107; Guido Braun, Fremdsprachen als Fremderfahrung. Das Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, in: Rohrschneider, Michael / Strohmeyer, Arno (Hrsg.), Wahrnehmungen des Fremden. Differenzerfahrungen von Diplomaten im 16. und 17. Jahrhundert, Münster 2007, S. 203–244; Anuschka Tischer, Fremdwahrnehmung und Stereotypenbildung in der französischen Gesandtschaft auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: ebd., S. 265–288; Ralf-Peter Fuchs, Ein „Medium zum Frieden“. Die Normaljahrsregel und die Beendigung des Dreißigjährigen Krieges (bibliothek altes Reich, Bd. 4), Berlin 2010; ders., Normaljahrsverhandlungen als moralischer Diskurs, in: Schmidt-Voges, Inken u.a. (Hrsg.), Pax perpetua. Neuere Forschungen zum Frieden in der Frühen Neuzeit, München 2010, S. 123–139; ders., Über Ehre kommunizieren – Ehre erzeugen. Friedenspolitik und das Problem der Vertrauensbildung im Dreißigjährigen Krieg, in: Espenhorst, Martin (Hrsg.), Frieden durch Sprache? Studien zum kommunikativen Umgang mit Konflikten und Konfliktlösungen, Göttingen 2012, S. 61–80 Lena Oetzel, Diplomatische Ehrkonflikte als Selbstzeugnisse frühneuzeitlicher Gesandter. Maximilian von Trauttmansdorffs Auseinandersetzungen mit Kurbayern und Spanien auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: Gebke, Julia (Hrsg.), Das diplomatische Selbst in der Frühen Neuzeit. Verhandlungsstrategien – Erzählweisen – Beziehungsdynamiken, voraussichtlich 2020.
[97] Julia Gebke / Dorothea Nolde (Hrsg.), Der diplomatische Körper. Frühneuzeitliche Diplomatie als Körperpolitik (= Frühneuzeit-Info, Bd. 29), Wien 2018.
[98] Oetzel, Leiden. Vgl. auch die unveröffentlichte Master-Arbeit von Sandra Müller, die anhand der Kategorien Familie, Sexualität/Körper, Ehre/Stand/Beruf sowie Emotionen und Krieg/Gewalt untersucht, wie Männlichkeit im Kontext des Krieges praktiziert und versprachlicht wurde. Dabei konnte sie zeigen, dass während des Dreißigjährigen Krieges wehrhafte Männlichkeitskonzepte zunehmend an Bedeutung gewannen. Sandra Müller, Männlichkeiten im Krieg. Erfahrungen und Diskurse in deutschsprachigen Selbstzeugnissen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Unveröffentlichte Master-Arbeit, Universität Bonn 2018.
[99] Barbara Stollberg-Rilinger, Was heißt Kulturgeschichte des Politischen? Eine Einleitung, in: dies. (Hrsg.), Was heißt Kulturgeschichte des Politischen?, Berlin 2005, S. 9–24.
[100] Tracey A. Sowerby / Jan Hennings, Introduction. Practices of Diplomacy, in: dies. (Hrsg.), Practices of Diplomacy in the Early Modern World c. 1410–1800, London 2017, S. 1–22, hier S. 2.
[101] Ebd., S. 8–9; Garnier / Vogel, Einleitung, S. 14 (dort auch das Zitat).
[102] In Auswahl: Claudia Garnier / Christine Vogel (Hrsg.), Interkulturelle Ritualpraxis in der Vormoderne. Diplomatische Interaktion an den östlichen Grenzen der Fürstengesellschaft (Zeitschrift für historische Forschung / Beiheft, Bd. 52), Berlin 2016; Arno Strohmeyer / Norbert Spannenberger (Hrsg.), Frieden und Konfliktmanagement in interkulturellen Räumen. Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie in der Frühen Neuzeit, Stuttgart 2013; Michael Talbot, British-Ottoman relations, 1661–1807. Commerce and diplomatic practice in eighteenth-century Istanbul, Woodbridge 2017; Gunda Barth-Scalmani / Harriet Rudolph / Christian Steppan (Hrsg.), Politische Kommunikation zwischen Imperien. Der diplomatische Aktionsraum Südost- und Osteuropa (Innsbrucker historische Studien, Bd. 29), Innsbruck 2013; Florian Kühnel, Westeuropa und das Osmanische Reich in der Frühen Neuzeit, in: Zeitschrift für Historische Forschung 42 (2015), S. 251–283.
[103] Jüngst Arndt Brendecke (Hrsg.), Praktiken der Frühen Neuzeit. Akteure, Handlungen, Artefakte (Frühneuzeit-Impulse, Bd. 3), Köln 2015; Dagmar Freist (Hrsg.), Diskurse – Körper – Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung (Praktiken der Subjektivierung, Bd. 4), Bielefeld 2015.
[104] Tracey A. Sowerby / Jan Hennings (Hrsg.), Practices of Diplomacy in the Early Modern World c. 1410–1800, London 2017; Garnier / Vogel (Hrsg.), Ritualpraxis. Exemplarisch Barbara Stollberg-Rilinger, Symbolische Kommunikation in der Vormoderne. Begriffe, Thesen, Forschungsperspektiven, in: Zeitschrift für Historische Forschung 31 (2004), S. 489–527; dies. u.a. (Hrsg.), Alles nur symbolisch? Bilanz und Perspektiven der Erforschung symbolischer Kommunikation (Symbolische Kommunikation in der Vormoderne), Köln 2013.
[105] Dagmar Freist, Praktiken der Diplomatie – Praktiken der Stadt. Ein Kommentar, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 291–296.
[106] Siehe Anm. 77, S. 291–296. Hierzu bereits Markus Laufs, Von der Verbindlichkeit entbunden. Die niederländischen Guten Dienste in Münster von Juni bis September 1646 als Beispiel einer ungefestigten Friedensvermittlung, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 191–207, sowie die Masterarbeit von Alexander Gerber, Zeremoniell und Verfahrenspraktiken der Reichsstädte auf dem Westfälischen Friedenskongress. Unveröffentlichte Masterarbeit, Universität Bonn 2018.
[107] Freist, Praktiken, S. 295.
[108] Vgl. Guido Braun, Une tour de Babel? Les langues de la négociation et les problèmes de traduction au Congrès de la paix de Westphalie (1643–1649), in: Babel, Rainer (Hrsg.), Le diplomate au travail. Entscheidungsprozesse, Information und Kommunikation im Umkreis des Westfälischen Friedenskongresses, München 2005, S. 139–172; ders., La Doctrine classique de la diplomatique française? Zur rechtlichen Legitimation der Verhandlungssprachen durch die französischen Delegationen in Münster, Nimwegen, Frankfurt und Rijswijk (1644–1697), in: Kampmann, Christoph u.a. (Hrsg.), L' art de la paix. Kongresswesen und Friedensstiftung im Zeitalter des Westfälischen Friedens, Münster 2011, S. 197–259; ders., Französisch und Italienisch als Sprachen der Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: Gerstenberg, Annette (Hrsg.), Verständigung und Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress. Historische und sprachwissenschaftliche Zugänge, Köln 2014, S. 23–65. Auch jenseits des Westfälischen Friedenskongresses stieß dieses Thema auf Interesse: Guido Braun, Verhandlungs- und Vertragssprachen in der „niederländischen Epoche“ des europäischen Kongresswesens (1678/79–1713/14), in: Jahrbuch für Europäische Geschichte 12 (2011), S. 103–130; Dejanirah Couto / Stéphane Péquignot (Hrsg.), Les langues de la négociation. Approches historiennes, Rennes 2017; Johannes Burkhardt u.a. (Hrsg.), Sprache. Macht. Frieden (Documenta Augustana Pacis, Bd. 1), Augsburg 2014.
[109] Vgl. Corina Bastian, Wann gelingen Verhandlungen? Impulse aus der praktischen Konfliktklärung für die Geschichtswissenschaft, in: Gebke, Julia u.a. (Hrsg.), Das diplomatische Selbst in der Frühen Neuzeit. Verhandlungsstrategien – Erzählweisen – Beziehungsdynamiken, voraussichtlich 2019 sowie Matthias Köhler, Argumentieren und Verhandeln auf dem Kongress von Nimwegen (1676–79), in: Brendecke, Arndt (Hrsg.), Praktiken der Frühen Neuzeit. Akteure, Handlungen, Artefakte, Köln 2015, S. 523–535. Außerdem die grundlegenden Überlegungen von Christian Windler, Praktiken des Verhandelns. Zur Einführung, in: ebd., S. 509–513.
[110] Zum Osnabrücker Projekt zur Dritten Partei vgl. https://www.ikfn.uni-osnabrueck.de/forschung/historische_friedensforschung/frieden_als_kommunikationsprozess.html (17.07.2019). Zum Habilitationsprojekt von Lena Oetzel: https://www.academia.edu/37970174/Habil_Projektskizze.pdf (17.07.2019). In diesem Sinne auch die Ausführungen von Alexander Schoenen, basierend auf seiner unveröffentlichten Master-Arbeit, Alexander Schoenen, Diplomatisches Handeln auf dem Westfälischen Friedenskongress im Spannungsfeld von Formalität und Informalität, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 227–238.
[111] Ralph Kauz u.a. (Hrsg.), Diplomatisches Zeremoniell in Europa und im mittleren Osten in der frühen Neuzeit (Veröffentlichungen zur Iranistik, Bd. 52), Wien 2009; Garnier / Vogel (Hrsg.), Ritualpraxis; Köhler, Strategie.
[112] May, Repräsentation. Auch Barbara Stollberg-Rilinger, Völkerrechtlicher Status und zeremonielle Praxis auf dem Westfälischen Friedenskongreß, in: Jucker, Michael u.a. (Hrsg.), Rechtsformen internationaler Politik. Theorie, Norm und Praxis vom 12. bis 18. Jahrhundert, Berlin 2011, S. 147–164.
[113] Regina Dauser, Ehren-Namen. Herrschertitulaturen im völkerrechtlichen Vertrag 1648–1748 (Norm und Struktur, Bd. 46), Köln 2017, S. 22.
[114] Dorothee Linnemann, Die Bildlichkeit von Friedenskongressen des 17. und frühen 18. Jahrhunderts im Kontext zeitgenössischer Zeremonialdarstellung und diplomatischer Praxis, in: Kauz, Ralph u.a. (Hrsg.), Diplomatisches Zeremoniell in Europa und im mittleren Osten in der frühen Neuzeit, Wien 2009, S. 155–186; Maria-Elisabeth Brunert, Nonverbale Kommunikation als Faktor frühneuzeitlicher Friedensverhandlungen. Eine Untersuchung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, in: Kampmann, Christoph u.a. (Hrsg.), L' art de la paix. Kongresswesen und Friedensstiftung im Zeitalter des Westfälischen Friedens, Münster 2011, S. 281–331.
[115] In Auswahl: Droste, Dienst; Matthias Pohlig, Marlboroughs Geheimnis. Strukturen und Funktionen der Informationsgewinnung im Spanischen Erbfolgekrieg (Externa, Bd. 10), Köln 2016; Anne-Simone Rous / Martin Mulsow (Hrsg.), Geheime Post. Kryptologie und Steganographie der diplomatischen Korrespondenz europäischer Höfe während der Frühen Neuzeit (Historische Forschungen, Bd. 106), Berlin 2015.
[116] Siehe Anm. 77. Außerdem: Maren Walter, Ein Maulwurf in Wien? Informationssicherheit, geheimdiplomatische Maßnahmen und Wissensgenerierung während der Vorverhandlungen des Westfälischen Friedenskongress 1643–1644, in: Braun, Guido (Hrsg.), Diplomatische Wissenskulturen der Frühen Neuzeit. Erfahrungsräume und Orte der Wissensproduktion, Berlin 2018, S. 159–174. Auch die unveröffentlichte Bachelor-Arbeit Rahel Ovesiek, Chiffrierung der kaiserlichen Korrespondenzen beim Westfälischen Friedenskongress. Ein Beispiel für Informationssicherung im 17. Jahrhundert. Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Universität Bonn 2017.
[117] Arno Strohmeyer, Die Medialität diplomatischer Korrespondenz. Alexander von Greiffenklau zu Vollrads als kaiserlicher Resident in Konstantinopel (1643–1648), in: Dorfner, Thomas u.a. (Hrsg.), Wissen und Berichten. Europäische Gesandtenberichte der Frühen Neuzeit in praxeologischer Perspektive, in Vorbereitung 2020; Dorothée Goetze, „damit sie es an ihro Kayserliche mayestätt gehorsamst hinderbringen und dero Kayserlichen befehl uns in geheimb zurückschreiben mögen“. Zur Zirkulation kaiserlicher Gesandtenberichte vom Westfälischen Kongress am Kaiserhof, in: ebd.; Lena Oetzel, Intertextualität diplomatischer Berichterstattung. Das Diarium und die Relationen der kursächsischen Gesandtschaft auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: ebd. sowie das seit 2017 laufende FWF-Projekt „Die Medialität diplomatischer Kommunikation. Habsburgische Gesandte in Konstantinopel in der Mitte des 17. Jahrhunderts“, http://diploko.at/ (17.07.2019); Nadir Weber, Lokale Interessen und große Strategie. Das Fürstentum Neuchâtel und die politischen Beziehungen der Könige von Preußen (1707–1806) (Externa, Bd. 7), Köln 2015, S. 189–242.
[118] In Auswahl: Peter Hoeres / Anuschka Tischer (Hrsg.), Medien der Außenbeziehungen von der Antike bis zur Gegenwart. Erste Jahrestagung der AG Internationale Geschichte, Köln 2017. Zur Arbeitsgruppe: https://www.historikerverband.de/arbeitsgruppen/ag-internationale-geschichte.html (17.07.2019); Elisabeth Natour, Musik als instrumentum pacis? Funktionen von Musik zwischen Krieg und Frieden, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 153–170. Vgl. auch die Sektion „Die Grundlage der Bewertungshorizonte – (un)gelesene Quellen zum Westfälischen Friedenskongress“: Tobias Tenhaef, Bonner Forschungstradition. Die Grundlage der Bewertungshorizonte – (un)gelesene Quellen zum Westfälischen Friedenskongress, in: Rheinische Geschichte – wissenschaftlich bloggen, 12.07.2017, http://histrhen.landesgeschichte.eu/2017/07/bewertungshorizonte/ (17.07.2019).
[119] Maria-Elisabeth Brunert, Reichsständische Protokolle beim Westfälischen Friedenskongress. Form, Inhalt und Möglichkeiten ihrer Auswertung, in: Brunert, Maria-Elisabeth / Lanzinner, Maximilian (Hrsg.), Diplomatie, Medien, Rezeption. Aus der editorischen Arbeit an den Acta Pacis Westphalicae, Münster 2010, S. 253–313; dies., Vom Rapular zum Dictatum. Entstehungsstufen der reichsständischen Protokolle, in: Gerstenberg, Annette (Hrsg.), Verständigung und Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress. Historische und sprachwissenschaftliche Zugänge, Köln 2014, S. 201–223. Zu den Diarien Oetzel, Intertextualität sowie das Dissertationsprojekt von Natascha Thery, „Diarien vom Westfälischen Friedenskongress. Politische Berichtspraxis und lebensweltliche Erfahrungen frühneuzeitlicher Gesandter“, https://www.fnzrlg.uni-bonn.de/forschung/habilitationen-dissertationen/laufende-dissertationen#Natascha_Thery_M.A. (20.03.2018). Eine erste Untersuchung stammt von Hubert Salm, Das Diarium Volmar als Quelle zur Geschichte des Westfälischen Friedens. Unveröffentlichte Staatsexamensarbeit, Universität Bonn 1980.
[120] Annette Gerstenberg, Einleitung. Der Westfälische Friedenskongress als kommunikativer Verdichtungsraum, in: dies. (Hrsg.), Verständigung und Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress. Historische und sprachwissenschaftliche Zugänge, Köln 2014, S. 7–19, hier S. 8.
[121] Sandra Müller, Die Bonner APW-Edition in germanistisch-linguistischer Perspektive. Chancen und Grenzen für die Forschung, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019, S. 137–150.
[122] Vgl. Laura Manzano Baena, Conflicting words. The Peace Treaty of Münster (1648) and the political culture of the Dutch Republic and the Spanish monarchy (Avisos de Flandes, Bd. 13), Leuven 2011; Oetzel, Flexibilität; Peter Arnold Heuser, Der Souveränitätsbegriff auf dem Westfälischen Friedenskongress 1643–1649. Eine Studie zur Geschichte der politisch-diplomatischen Terminologie, in: Gerstenberg, Annette (Hrsg.), Verständigung und Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongress. Historische und sprachwissenschaftliche Zugänge, Köln 2014, S. 107–131; Florian Obrecht, Die kaiserlichen Korrespondenzen des Westfälischen Friedenskongresses als Quelle zur Geschichte der politischen Verkehrssprache. Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Universität Bonn 2013.
[123] Siehe den Tagungsblog unter http://histrhen.landesgeschichte.eu/category/veranstaltung/bonn1648/ (17.07.2019).
[124] Hier Goetze zu Korruptions- und Oetzel zu Krankheitsdiskursen. Vgl. Goetze, Korruption; Oetzel, Leiden. Bereits 2013 wies Maximilian Lanzinner auf diese Möglichkeiten hin. Lanzinner, Forschungen, S. 445f. Weitere vielversprechende Themen wären Türkendiskurse sowie die Begriffe Vaterland und Christenheit.
[125] Franz Bosbach, Gedruckte Informationen für Gesandte auf dem Westfälischen Friedenskongress. Eine Dokumentation des Angebotes, der Preise und der Verwendung, in: Babel, Rainer (Hrsg.), Le diplomate au travail. Entscheidungsprozesse, Information und Kommunikation im Umkreis des Westfälischen Friedenskongresses, München 2005, S. 59–137; Goetze, Zirkulation.
[126] In Auswahl: Mark Häberlein / Christof Jeggle (Hrsg.), Materielle Grundlagen der Diplomatie. Schenken, Sammeln und Verhandeln in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Irseer Schriften, Bd. 9), Konstanz 2013; Peter Burschel, Der Sultan und das Hündchen. Zur Politischen Ökonomie des Schenkens in interkultureller Perspektive, in: Historische Anthropologie. Kultur – Gesellschaft – Alltag 11 (2007), S. 408–421.
[127] Goetze, Korruption.
[128] Vgl. den epochenübergreifenden Sammelband Hoeres / Tischer (Hrsg.), Medien. Hier ist auffällig, dass sich ausschließlich Beiträge zum 19. und 20. Jahrhundert mit derartigen Themen befassen, die frühneuzeitlichen Beiträge fokussieren sich eher auf die Gabepraxis.
[129] Vgl. Konrad Repgen, Der Westfälische Friede und die zeitgenössische Öffentlichkeit, in: Bosbach, Franz / Kampmann, Christoph (Hrsg.), Konrad Repgen. Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Friede. Studien und Quellen. 3., überarbeitete und bedeutend erweiterte Aufl., Paderborn 2015, S. 967–1010; Ulrich Rosseaux, Friedensverhandlungen und Öffentlichkeit. Der Westfälische Friedenskongress in den zeitgenössischen gedruckten Zeitungen, in: Brunert, Maria-Elisabeth / Lanzinner, Maximilian (Hrsg.), Diplomatie, Medien, Rezeption. Aus der editorischen Arbeit an den Acta Pacis Westphalicae, Münster 2010, S. 21–54; Peter Arnold Heuser, Französische Korrespondenzen beim Westfälischen Friedenskongress als Quellen zur politischen Publizistik, in: ebd., S. 55–140. Zu Flugschriften: Stefan Mayer-Gürr, „Die Hoffnung zum Frieden wird täglich besser“. Der Westfälische Friedenskongress in den Medien seiner Zeit. Ungedruckte Dissertation, Universität Bonn 2007, http://hss.ulb.uni-bonn.de/2007/0994/0994.pdf (17.07.2019).
[130] Jonas Bechtold, Die Elsassverhandlungen in den Zeitungsberichten zum Westfälischen Friedenskongress zwischen Information und Interpretation, in: Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte 45 (2018), S. 117–136; Marcel Mallon, Maximilian Graf von Trauttmansdorff in den deutschsprachigen Presseberichten vom Westfälischen Friedenskongress. Unveröffentlichte Master-Arbeit, Universität Bonn 2016; Constanze López Cames, Deutschsprachige Presseberichte vom Westfälischen Friedenskongress. Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Universität Bonn 2010.
[131] Jonas Bechtold, „In denen öffentlichen gazetten und postzeittungen daß werck underbawet“. Der Zusammenhang von Kongresspolitik und Zeitungsberichten beim Westfälischen Friedenskongress, in: Goetze, Dorothée / Oetzel, Lena (Hrsg.), Warum Friedenschließen so schwer ist. Frühneuzeitliche Friedensfindung am Beispiel des Westfälischen Friedenskongresses, Münster 2019. S. 109–122.
[132] Einen Versuch, Alltags- und Erfahrungswelt der Gesandten mit den Verhandlungen zu verbinden bei Lena Oetzel, Der Tod und die Gesandten. Tod als politischer und persönlicher Faktor auf dem Westfälischen Friedenskongress, in: Gebke, Julia / Nolde, Dorothea (Hrsg.), Der diplomatische Körper. Frühneuzeitliche Diplomatie als Körperpolitik, Wien 2018, S. 75–87.

Bibliografie

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Zitation
Dorothée Goetze / Lena Oetzel: Der Westfälische Friedenskongress zwischen (Neuer) Diplomatiegeschichte und Historischer Friedensforschung, in: H-Soz-Kult, 20.12.2019, <www.hsozkult.de/literaturereview/id/forschungsberichte-4137>.
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20.12.2019
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