Deutsch-polnische Historiker:innenbeziehungen und die Erforschung der Geschichte (des östlichen) Europas: in memoriam Włodzimierz Borodziej (1956-2021)

Von
Claudia Kraft, Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien

Der polnische Zeithistoriker Włodzimierz Borodziej (1956-2021) prägte über Jahrzehnte die deutsch-polnischen Wissenschaftsbeziehungen und darüber hinaus auch die Wahrnehmung Osteuropas in Deutschland als geschichtswissenschaftlich relevantem Raum. Als Wissensproduzent, Wissensvermittler, Themensetzer und Netzwerker war er so produktiv, dass man sich die deutsch-polnischen Wissenschaftsbeziehungen, die auf Osteuropa bezogene Forschung im deutschsprachigen Raum, aber auch die Verortung Osteuropas in europäischen geschichtswissenschaftlichen und geschichtspolitischen Debatten ohne ihn kaum vorstellen kann. Sein Tod reißt eine unüberschaubare Lücke und ist somit ein (wenn auch überaus trauriger) Anlass, über den Stand und die Perspektiven der deutschsprachigen geschichtswissenschaftlichen Beschäftigung mit Polen im Speziellen und Osteuropa im Allgemeinen nachzudenken.

Die deutsch-polnischen Historiker:innenkontakte stellen in ihrer institutionellen und personellen Dichte sowie in ihrer historischen Tiefe eine Ausnahmeerscheinung im Feld der bilateralen geschichtswissenschaftlichen Netzwerke dar. Mit der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geographen seit 1972, dem Deutschen Polen-Institut seit 1980, dem Deutschen Historischen Institut in Warschau seit 1993 oder auch dem Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin seit 2006 entstanden institutionalisierte Plattformen des wissenschaftlichen Dialogs, aber auch des Transfers historiographischen Wissens in die interessierten Öffentlichkeiten beider Länder. Diese Plattformen wurden und werden bespielt von einer Gruppe von Wissenschaftler:innen, die zum Teil bereits über Jahrzehnte enge Arbeits- und produktive Publikationsbeziehungen unterhalten.[1] Gute Voraussetzungen also, um die an Konflikten und strittigen Fragen nicht arme deutsch-polnische Beziehungsgeschichte zu untersuchen? Ja und Nein… Der Austausch zwischen deutschen und polnischen Historiker:innen zeichnet sich sicher durch eine solide Kenntnis der Historiographie des jeweiligen Gegenübers aus, was eine notwendige Bedingung für einen vertrauensvollen und zugleich qualitativ hochwertigen Dialog ist.[2] Gleichzeitig birgt eine solche Dichte auch die Gefahr, dass sich der bilaterale Austausch (vor allem, wenn eine konflikthafte Beziehungsgeschichte im Hintergrund steht) selbst genügt, methodisch wenig innovativ ist und schwer Anschluss an breitere geschichtswissenschaftliche Debatten findet, in denen neue Analysemethoden und Untersuchungseinheiten diskutiert werden. Und wer hat nicht bereits die Erfahrung gemacht, dass die Antizipation dessen, was das Gegenüber wohl denken mag, eher erkenntnisverstellend als -fördernd ist?

Włodzimierz Borodziej gehörte diesem Netzwerk in etlichen Rollen an, als Diskutant und Autor, als Mitglied vieler der genannten Institutionen sowie als wichtige Stimme (häufig als Vorsitzender) in deren wissenschaftlichen Beiräten. Und doch stand er auch immer ein wenig quer zu den Debatten und Narrativen, die den deutschen historiographischen Diskussionsraum dominierten. Dieser Raum wurde seit den 1970er-Jahren durch das Streben nach Verwissenschaftlichung der Beschäftigung mit dem östlichen Europa und durch die Lancierung eines beziehungsgeschichtlichen Paradigmas bestimmt, das einen neuen Blick auf die konflikthafte deutsch-polnischen Geschichte ermöglichen sollte.[3] Beide konzeptuellen Entwürfe waren stark strukturgeschichtlich konturiert und zielten auf die longue durée in der Beschäftigung mit dem östlichen Europa bzw. Polen. Sie wiesen damit zunächst einmal so gut wie keine Berührungspunkte auf zu dem, was wie ein monolithischer Block in der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte steht und sich jeglicher struktur- oder beziehungsgeschichtlicher Erklärung zu widersetzen scheint – zur deutschen Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Polen während des Zweiten Weltkriegs.

Mit seiner 1985 erschienenen Dissertation behandelte Włodzimierz Borodziej aber genau diesen Zeitraum und leistete einen frühen Beitrag zur NS-Täterforschung, der zugleich mit dem Blick auf den polnischen Untergrund die beziehungsgeschichtliche Komponente, wenn auch in einer absoluten Ausnahmesituation, im Blick behielt.[4] Somit etablierte er sich zunächst als Spezialist für das nationalsozialistische Deutschland, war aber immer weit mehr als ein „Deutschlandforscher“ (niemcoznawcy) – und damit bewundertes Vorbild vieler, die sich mit der polnischen Geschichte beschäftigen und schnell als Polenhistoriker:innen nicht mehr für die großen Fragen der „allgemeinen Geschichte“ zuständig zu sein scheinen.

Anders als die meisten mit dem Nationalsozialismus befassten Forschenden wandte sich Borodziej danach neuen Themenfeldern zu, die aber aufs Engste mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs verknüpft blieben. Einen „Vertreibungskomplex“[5], der in Polen die historische Auseinandersetzung mit den massenhaften Zwangsmigrationen nach dem Zweiten Weltkrieg blockierte, diagnostizierte er bereits in den 1990er-Jahren, zu einer Zeit, die im Hinblick auf die kritische Annäherung an sogenannte weiße Flecken im polnischen Geschichtskanon ungemein produktiv war. Als er eine zweisprachige, von deutschen und polnischen Historiker:innen erarbeitete kommentierte Quellensammlung zur Zwangsaussiedlung plante, traf er dementsprechend eher in Deutschland auf eine gewisse Skepsis. Schließlich galt das Thema in der dortigen Geschichtswissenschaft als von den Vertriebenenverbänden besetzt und schien damit im Widerspruch zu dem strengen Verwissenschaftlichungsanspruch zu stehen. Die zu Beginn des 21. Jahrhunderts veröffentlichte vierbändige Dokumentation zur Zwangsaussiedlung der Deutschen[6] steht wie seine vielfältige weitere kritische Editionsarbeit für eine historiographische Grundüberzeugung Borodziejs: Er sah die Zugänglichmachung von Quellen als eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für eine fundierte geschichtswissenschaftliche Bearbeitung gerade strittiger Themen. Zutiefst suspekt war es ihm, Quellen zur bloßen Illustration von Meinungen heranzuziehen. Dagegen setzte er einen Zugang, der es erlaubte, sich der ganzen Widersprüchlichkeit von Quellen auszusetzen und somit immer wieder neue Forschungsfragen zu generieren.

Die für das Jahrzehnt nach 1989 bestimmende Euphorie über die Möglichkeiten einer nicht länger von politischen Vorannahmen und nationalen Gegensätzen geprägten Geschichtswissenschaft begann in den frühen 2000er-Jahren allmählich zu verfliegen. Włodzimierz Borodziej erlebte als Zeitzeuge, wie Geschichte in der Wechselwirkung mit ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung einem permanenten Wandel unterlag: Neue erinnerungskulturelle bzw. geschichtspolitische Debatten rekurrierten nur bedingt auf neuere Forschungsergebnisse, sondern führten vielmehr vor Augen, dass eine geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit beziehungsgeschichtlich strittigen Themen nicht unbedingt zu deren „Erledigung“ beiträgt.

Anstatt sich an geschichtspolitischen Grabenkämpfen zu beteiligen, richtete Borodziej seine Aktivitäten auf die Bearbeitung der Ursachen von Wahrnehmungsdefiziten und Missverständnissen in einem trotz EU-Osterweiterung weiterhin stark segregierten Europa: Er diagnostizierte einen grundsätzlichen Unterschied in den historischen Erfahrungen, die Europäer:innen in der durch Kriege und vielfältige Systemwechsel geprägten Geschichte des 20. Jahrhunderts gemacht hatten, und reagierte darauf als Netzwerker und Autor: Als Mitbegründer und bis 2016 einer der Direktoren des 2010 an der Universität Jena etablierten Imre-Kertész-Kollegs „Europas Osten im 20 Jahrhundert: Historische Erfahrungen im Vergleich“ schuf er einen lebendigen Forschungs- und Diskussionsort, der sich beständig sowohl im Hinblick auf die geographische Herkunft der dort Forschenden als auch der dort verhandelten Themen weiterentwickelte. Als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des „Hauses der Europäischen Geschichte“ in Brüssel (2009-2019) war es ihm ein Anliegen, die europäische Geschichte nicht in ein homogenisierendes Narrativ zu zwängen, sondern gerade auch heterogenen Erfahrungen Platz zu geben und das östliche Europa nicht bloß als komplementäre Ergänzung zu einem nach westeuropäischen Muster konstruierten „Europa“ zu betrachten. Als Ko-Autor einer monumentalen Neubewertung des Ersten Weltkriegs, die diesen als eine für die Gesellschaften des mittleren und östlichen Europas tiefgreifende, alle Lebensbereiche umfassende Zäsur darstellte und sich eben nicht auf eine militär- und politikgeschichtlich fokussierte Erzählung beschränkte, gelang ihm eine eindrucksvolle Neupositionierung des östlichen Europas, die Anlass gibt, die Geschichte Europas – auch in ihren globalen Bezügen, vom Anfang des 20. Jahrhunderts her denkend – nochmals neu zu konzeptualisieren.[7]

Włodzimierz Borodziej hat damit viel zu einer stärkeren Verortung des östlichen Europas in über diese Region hinausgehende Forschungszusammenhänge beigetragen. Im Laufe seiner Karriere verschob sich sein Interessenschwerpunkt von einer relativ klar umgrenzten deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte hin zu einer integrierten europäischen Geschichte, die ohne die historischen Erfahrungen des östlichen Europas für ihn unvollständig war. Sein wissenschaftliches Lebenswerk steht somit paradigmatisch für die Entwicklung der historischen Forschung zum östlichen Europa, die sich mit einer Fülle von vergleichenden sowie transfer- und verflechtungsgeschichtlichen Zugängen einer solchen integrierten Geschichte Europas verschrieben hat. Zugleich ist festzustellen, dass Geschichte im Zuge ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung und gesellschaftlichen Aneignung erneut einem permanenten Wandel unterliegt und dadurch neue Fragestellungen und vor allem methodische Debatten generiert werden, die hier nur noch kurz skizziert werden sollen.

Anders als noch in den 1990er-Jahren, als ein relativ optimistisches Europäisierungsnarrativ dominierte, hat Europa als geschichtswissenschaftlich relevante und nützliche Raumkategorie an heuristischer Attraktivität verloren. Das östliche Europa wird zunehmend als Teil einer Globalgeschichte konzeptualisiert, was einerseits zur Erschließung neuer Themenfelder und zur Herstellung innovativer Raumbezüge beiträgt. Andererseits birgt die globalgeschichtliche Perspektive jedoch die Gefahr des Verschwindens der ehemaligen „Zweiten Welt“ bzw. Osteuropas in einer aufs Neue sich öffnenden Wahrnehmungslücke. Denn im Paradigma der postcolonial studies scheint das östliche Europa den aus der bipolaren Weltordnung des Kalten Krieges gewohnten Status des „diskursiven Anderen“ zu verlieren. Die neuere Forschung reagiert auf diesen Befund mit der Abwendung von der vor allem in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren betriebenen Forschung zum mental mapping eines Struktur- oder Diskursraumes Osteuropa und mit einer Hinwendung zu neuen Skalierungen, die kleinteiliger bei Akteur:innen und Praktiken ansetzen, anstatt den großen Kontext „Osteuropa“ vorauszusetzen. Gerade im Feld der ohnehin durch eine etwas prekäre Existenz des „Dazwischen“ geprägten Ostmitteleuropa-Forschung hat sich eine Debatte um den generellen Sinn von historischen Raumkategorien entwickelt[8], die in ihrer Radikalität weit über die Debatte der 1990er-Jahre über die Zukunft der Osteuropaforschung nach dem Ende des Systemkonflikts hinausgeht.[9] Es hat den Anschein, dass vor allem die jüngere Generation einer auf Ost- bzw. Ostmitteleuropa bezogenen Forschung dem Ruf nach der Fokussierung von Praktiken und Prozessen folgt. So ist es interessant zu sehen, dass etwa am Leipziger Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), das in den 1990er-Jahren mit einem stark strukturgeschichtlich geprägten Programm gegründet wurde, in manchen Projekten nun ein sehr viel stärker prozessualer Zugang gewählt wird und zum Beispiel „regionale Prozesse in ihren globalen Bezügen“[10] untersucht werden.

Włodek Borodziej fand manche der in der deutschsprachigen Osteuropaforschung geführten Debatten, wie er einmal sagte, etwas „esoterisch“, aber er blieb bis zum Schluss ein wohlwollender und niemals leicht auszurechnender Begleiter dieser Diskussionen. Mit seinen Forschungen, aber auch mit seinen Erfahrungen als Europäer aus der östlichen Hälfte des Kontinents hat er immens zu einer „Provinzialisierung Europas“ von innen beigetragen.[11] Präzise Intellektualität war ihm dabei immer wichtiger als bequemer Konsens. Es bleiben seine sprachlich und analytisch herausragenden Bücher, Aufsätze und Essays und ein nicht nur durch wissenschaftliche Interessen, sondern auch durch Freundschaften zusammengehaltenes Netzwerk.

Anmerkungen:
[1] Diese schlagen sich in einer Vielzahl bilateraler Publikationsprojekte nieder, von denen hier nur die neuesten und umfangreichsten genannt werden, zum einen die Überblicksdarstellungen zur polnischen bzw. deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte: Michael G. Müller u.a. (Hrsg.), Polen in der europäischen Geschichte. Ein Handbuch in vier Bänden, Stuttgart 2017ff.; das auf fünf Bände, explizit beziehungsgeschichtlich angelegte und jeweils von einem deutsch-polnischen Autorenduo verfasste Werk Deutsch-polnische Geschichte, Darmstadt 2014ff. (hrsg. v. Dieter Bingen / Hans-Jürgen Bömelburg / Peter Oliver Loew), zum anderen das monumentale deutsch-polnische Gemeinschaftsunternehmen der „Erinnerungsorte“: Hans-Henning Hahn / Robert Traba (Hrsg.), Deutsch-Polnische Erinnerungsorte, 5 Bände, Paderborn 2012-2015 (auch auf Polnisch in einer vierbändigen Ausgabe Polsko-Niemieckie Miejsce Pamięci, Warszawa 2012-2015 erschienen) und schließlich das von der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission herausgegebene vierbändige Lehrwerk Europa – unsere Geschichte, Wiesbaden 2016-2020, das ebenfalls in deutscher und polnischer Version erschienen ist.
[2] Darauf haben jüngst etliche Protagonist:innen der deutsch-polnischen Historiker:innenbeziehungen in einem Interviewband hingewiesen, Markus Krzoska / Kolja Lichy / Konstantin Rometsch (Hrsg.), Wende, Wandel, Weitermachen? Nachfragen zur Geschichtswissenschaft der 1990er Jahre in Deutschland, Polen und Europa, Paderborn 2021.
[3] In beiden Fällen spielte der Gießener und später Berliner Osteuropahistoriker Klaus Zernack eine wichtige Rolle durch grundlegende Publikationen, zur Verwissenschaftlichung siehe Klaus Zernack, Osteuropa. Eine Einführung in seine Geschichte, München 1977, zum beziehungsgeschichtlichen Paradigma ders., Preußen – Deutschland – Polen. Aufsätze zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen, hrsg. v. Wolfgang Fischer / Michael G. Müller, Berlin 2001, 2. Auflage (zuerst 1991).
[4] Włodzimierz Borodziej, Terror i polityka. Policja niemiecka i polski ruch oporu w GG 1939-1944, Warszawa 1985 (die deutsche Übersetzung erschien 1999: Terror und Politik. Die deutsche Polizei und die polnische Widerstandsbewegung im Generalgouvernement 1939-1944).
[5] Ders. / Artur Hajnicz (Hrsg.), Kompleks wypędzenia, Warszawa 1998.
[6] „Unsere Heimat ist uns ein fremdes Land geworden…“ Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945-1950. Dokumente aus polnischen Archiven. 4 Bände, hrsg. v. Włodzimierz Borodziej / Hans Lemberg, Marburg 2000-2004 (die polnische Ausgabe: "Nasza ojczyzna stała się dla nas obcym państwem...". Niemcy w Polsce 1945-1950. Wybór dokumentów, pod redakcją Włodzimierza Borodzieja i Hansa Lemberga, Warszawa 2000-2001). Ein weiterer Band, der im Umfeld des Projektes entstand, komplettierte das Vorhaben, indem die Zwangsumsiedlung der Polen aus den polnischen Ostgebieten dokumentiert wurde, Stanisław Ciesielski (Hrsg), Umsiedlung der Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten nach Polen in den Jahren 1944-1947, Marburg 2006 (die polnische Ausgabe: Ders. (Hrsg.), Przesiedlenie ludności polskiej z Kresów Wschodnich do Polski 1944-1947, Warszawa 2000).
[7] Włodzimierz Borodziej / Maciej Górny, Der vergessene Weltkrieg. Europas Osten 1912-1923, Band 1: Imperien (1912-1916), Band 2: Nationen (1917-1923), Darmstadt 2018 (die polnische Originalausgabe erschien 2014/2018, eine englische Übersetzung 2021 bei Cambridge University Press).
[8] Markus Krzoska / Kolja Lichy / Konstantin Rometsch, Jenseits von Ostmitteleuropa? Zur Aporie einer deutschen Nischenforschung, in: Journal of Modern European History 16,1 (2018), S. 40-63; siehe auch die teilweise sehr kritischen Erwiderungen in Heft 3 des gleichen Jahrgangs.
[9] Stefan Creuzberger u.a. (Hrsg.), Wohin steuert die Osteuropaforschung? Eine Diskussion, Köln 2000.
[10] Siehe die Beschreibung des Arbeitsprogramms der GWZO-Nachwuchsgruppe „Ostmitteleuropa im Vergleich“, https://www.leibniz-gwzo.de/de/forschung/ostmitteleuropa-im-vergleich (03.08.2021).
[11] So die Forderung Maria Todorovas (Nostalgia – the reverse side of Balkanism?) in dem von Włodzimierz Borodziej und Joachim von Puttkamer herausgegebenen Band, Europa und sein Osten. Geschichtskulturelle Herausforderungen, München 2012, S. 61-74, hier S. 74.

Redaktion
Veröffentlicht am
13.08.2021
Beiträger
Klassifikation
Weitere Informationen