Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher

Von
Steur, Claudia

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich moechte Sie gerne auf unsere neue Internetausstellung zum Nuernberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher hinweisen.

Hier einige Einzelheiten:

Die Internetausstellung "Der Nuernberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher (20. November 1945-1. Oktober 1946)" wurde von der Stiftung Topographie des Terrors in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv und dem Londoner Imperial War Museum erarbeitet.

Die Ausstellung informiert ueber den Hintergrund, die Zielsetzung und die Bedeutung des Nuernberger Prozesses und gibt einen Ueberblick ueber den Verfahrensverlauf bis zum Urteilsspruch am 1. Oktober 1946. Am Beispiel von fuenf Angeklagten beleuchtet sie exemplarisch die Verantwortungstraeger des NS-Regimes und die von ihnen veruebten Verbrechen.

Die Dokumentation ist in verschiedene Informationsebenen aus Primaer- und Sekundaermaterialien gegliedert. Sie skizziert den Hintergrund und die Zielsetzung des Nuernberger Prozesses. Daneben gibt sie einen Ueberblick ueber den Verlauf des Verfahrens bis zum Urteilsspruch am 1. Oktober 1946.

Die Dokumentation konzentriert sich auf fuenf Angeklagte, die im SS- und Polizeiapparat in Deutschland und in den besetzten Laendern Europas eine wichtige Rolle gespielt haben: Hermann Goering, Reichsluftfahrtminister und zweiter Mann im nationalsozialistischen Staat, Ernst Kaltenbrunner, seit 1943 Chef des Reichssicherheitshauptamtes, Hans Frank, Generalgouverneur von Polen, Fritz Sauckel, Reichsbevollmaechtigter fuer den Arbeitseinsatz und Arthur Seyss-Inquart, Reichskommissar fuer die Niederlande.

Biographische Angaben zu diesen Angeklagten beleuchten exemplarisch die Verantwortungstraeger des NS-Regimes und geben Einblick in die Tragweite der NS-Verbrechen, die vor dem IMT in Nuernberg verhandelt wurden. Die inhaltlichen Erlaeuterungen werden durch Bild- und Tondokumente aus dem Gerichtsverfahren sowie aus zeitgenoessischen Kommentaren von Prozessbeobachtern ergaenzt.

Originaltoene, Kommentare von Prozessbeobachtern sowie bislang weitgehend unbekanntes Fotomaterial ergaenzen die inhaltlichen Kommentare und lassen die waehrend dieses internationalen Prozesses herrschende Atmosphaere wiederaufleben.

Mit dieser Ausstellung versucht die Stiftung Topographie des Terrors erstmals durch Nutzung des Internets als Ausstellungsmedium eine breite bundesdeutsche und internationale Oeffentlichkeit zu erreichen.

Redaktion
Veröffentlicht am
02.10.2001
Beiträger