SHK/Werkverträge "Landschaften der Verfolgung" (Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen)

Studentische Hilfskräfte/Werkverträge

Arbeitgeber
Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
PLZ
13055
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
01.07.2020 - 15.12.2020
Bewerbungsschluss
21.06.2020
Von
Robert Kindler, Lehrstuhl Geschichte Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen schreibt im Rahmen des Forschungsverbunds "Landschaften der Verfolgung" mehrere Stellen für studentische Hilfskräfte auf Werkvertragsbasis aus.

Studentische Hilfskräfte/Werkverträge

Die Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen befindet sich im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Staatssicherheitsdienstes in Berlin. Sie hat die gesetzliche Aufgabe, die Geschichte der Haftanstalt zu erforschen, über Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren und zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung in der kommunistischen Diktatur anzuregen.

Die Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen beteiligt sich am Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung“, der durch das BMBF gefördert wird. Im interdisziplinären Verbundvorhaben „Landschaften der Verfolgung“ werden Ursachen, Ausmaße und Auswirkungen politischer Repression in vergleichender Perspektive erforscht. Im Zentrum des Projekts steht die Erstellung einer Datenbank zu den Dimensionen politischer Haft in der SBZ/DDR. Auf dieser Grundlage soll es möglich sein, erstmals umfassende Aussagen zur Gesamtzahl der Betroffenen zu treffen und sie in sozialen und kulturellen Kontexten zu verorten. Zudem widmen sich mehrere Teilprojekte dem individuellen und kollektiven Umgang mit Repression, der zunehmenden Verrechtlichung von Herrschaft in der DDR sowie der Erforschung von Spätfolgen der Hafterfahrungen.

Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist, vorbehaltlich der Mittelfreigabe durch den Förderer, die Vergabe mehrerer Werkverträge an geeignete Bewerber/innen.

Eine Konkretisierung erfolgt in einem Vorgespräch mit den Projektmitarbeitenden des Forschungsverbundes der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Die Ausschreibung richtet sich an Studierende der Geisteswissenschaften mit dezidiertem historischen Interesse.

Voraussetzungen im Weiteren sind:

gute Kenntnisse der Geschichte der DDR und des Kommunismus, vorzugsweise auch der politischen Haft in der DDR.

abgeschlossener BA in einem geisteswissenschaftlichen Fach

routinierter Umgang mit PC und gängigen Computerprogrammen

eigenständiges, sorgfältiges und strukturiertes

erste Erfahrungen in der Archivarbeit sind von Vorteil

Vergabeform: freihändige Vergabe

Vergabevorschriften: Zugrundegelegt sind die Vergabevorschriften des Landes Berlin

Vertragsbeginn: voraussichtlich 1.7.2020

Vertragsdauer: 15.12.2020

Vertragsart: Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB)

Vergütung: Der Auftragswert beträgt max. 4.000 € pro Auftragnehmer/in

Im Vertrag werden Meilensteine festgelegt, nach deren Erfüllung eine jeweils vorher festgelegte Rate der Vergütung ausgezahlt wird. Mit dem Entgelt sind sämtliche dem Auftragnehmer entstehende Kosten abgegolten (z. B. Fahrtkosten, Telekommunikationskosten, Postgebühren u. a.)

Die Entrichtung von Steuern und Abgaben obliegt dem Auftragnehmer.

Projektziel

Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erarbeitet im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts „Landschaften der Verfolgung“ eine Datenbank zur politischen Haft in der DDR.

Leistungsbeschreibung

Die zu erbringenden Leistungen umfassen folgende Aufgaben bei der Erfassung von Unterlagen und Karteikarten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR:

Fotoscan der Vorder- und Rückseiten der Karteikarten
Qualitätskontrolle der Ergebnisse des Texterkennung.
Verarbeitung und Vereinheitlichung der gewonnenen Daten und Überführung in die Datenbank

Die Arbeit erfordert hohe Konzentrationsfähigkeit und große Genauigkeit.

Der Ort der Leistungserbringung befindet sich aus Gründen des Datenschutzes in den Räumlichkeiten des Archives des BStU.

Die Erfüllung einzelner Aufgaben durch die Werkvertragsnehmer/innen erfolgt in Abstimmung mit dem Personal des Forschungsverbundes „Landschaften der Verfolgung“.

Ihre vollständige und aussagefähige Bewerbung um die Werkverträge richten Sie bitte bis zum 21.06.2020 (eingehend) per E-Mail unter Angabe der Kennwort „Politische Haft“ im PDF-Format (in einer Datei, max. 4 MB) an m.schaebitz@stiftung-hsh.de.

Bitte fügen Sie Ihrem Schreiben folgende Unterlagen bei:

Lebenslauf
Zeugnisse
ggf. Referenzliste

Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Herrn Dr. Michael Schäbitz
Genslerstraße 66
13055 Berlin

Kontakt

m.schaebitz@stiftung-hsh.de

https://www.stiftung-hsh.de
Redaktion
Veröffentlicht am
26.05.2020
Beiträger