Sir Peter Ustinov Gastprofessur (m/w/d) "Feindbilder und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart – Die Angst vor dem 'Anderen' und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik" (Univ. Wien)

Sir Peter Ustinov Gastprofessur der Stadt Wien / Feindbilder und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart – Die Angst vor dem „Anderen“ und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik

Arbeitgeber
Universität Wien (Universität Wien)
Arbeitstelle
Universität Wien
PLZ
1010
Ort
Wien
Land
Austria
Bewerbungsschluss
28.02.2021
Von
Sir Peter Ustinov Institut

Feindbilder, ein Amalgam aus Vorurteilen und Stereotypen, sind kein Phänomen der Gegenwart. Grundlage dafür sind oft Verschwörungstheorien, die gerade in Zeiten zunehmender ökonomischer und sozialer Ungleichheit sowie gefühlter und realer Bedrohungen wie der aktuellen Corona-Pandemie und den damit verbundenen Ängsten vor allem über “Social Media“ verstärkt verbreitet werden und dort auch ein entsprechendes Echo finden.

Sir Peter Ustinov Gastprofessur der Stadt Wien / Feindbilder und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart – Die Angst vor dem „Anderen“ und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik

Das Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen schreibt auf Empfehlung seines wissenschaftlichen Beirats die

Sir Peter Ustinov Gastprofessur der Stadt Wien 2021 an der Universität Wien

(Halbbeschäftigung; befristet für 5 Monate) öffentlich aus.

Zur Bewerbung eingeladen sind Wissenschafter/innen aus allen Disziplinen (Voraussetzung ist Habilitation oder gleichzuhaltende Qualifikation), die sich nachweislich mit folgendem Themenkreis befasst haben:

Feindbilder und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart – Die Angst vor dem „Anderen“ und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik

Feindbilder, ein Amalgam aus Vorurteilen und Stereotypen, sind kein Phänomen der Gegenwart. Für sehr unterschiedliche historische Kontexte lässt sich beobachten, wie Vorstellungen von Alterität sozial konstruiert und wie Stigmatisierungen von „Nichtzugehörigen“ zur Stärkung des Zusammenhalts der eigenen Gemeinschaft benutzt wurden. Die Ausgrenzung wird in der Regel damit gerechtfertigt, dass „die Anderen“ eine Bedrohung für die eigene Gruppe darstellen würden. Grundlage dafür sind oft Verschwörungstheorien, die gerade in Zeiten zunehmender ökonomischer und sozialer Ungleichheit sowie gefühlter und realer Bedrohungen wie der aktuellen Corona-Pandemie und den damit verbundenen Ängsten vor allem über “Social Media“ verstärkt verbreitet werden und dort auch ein entsprechendes Echo finden.

Die Gastprofessur 2021 soll sich insbesondere mit folgenden Themen auseinandersetzen:
- Gesellschaftliche Voraussetzungen für die Entstehung und Konstruktion von Feindbildern und Verschwörungstheorien
- Kontinuität und Wandel von Feindbildern und Verschwörungstheorien vor dem Hintergrund der Globalisierung, z.B. im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie
- Funktionsweise von Feindbildern und ihre politische Instrumentalisierung
- Die Rolle von Sprache und bildlicher Darstellung in den Medien, insbesondere „Social Media“, bei der Entstehung von Feindbildern und der Verbreitung von Verschwörungstheorien
- Umgang mit Feindbildern und Verschwörungstheorien in Bildungseinrichtungen und Entwicklung von Gegenstrategien

Die Bewerber/innen sollen diese Fragen disziplinübergreifend behandeln und im Rahmen von zwei Lehrveranstaltungen, nämlich einer öffentlich zugänglichen Vorlesung sowie eines Seminars an der Universität Wien im Wintersemester 2021/22 an Studierende und andere Interessierte vermitteln. Es hat sich im Sinne der Betreuung der Studierenden bewährt, dass der/die Vortragende während des Semesters durchgehend in Wien anwesend ist.

Auf Grund der nicht vorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie werden die Bewerber/innen darauf hingewiesen, dass die Lehrveranstaltungen möglicherweise nicht durchgehend als Präsenzveranstaltungen abgehalten werden können, sondern dass eventuell auch E-Learning-Instrumente eingesetzt werden müssen.

Mit der Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:
- Motivationsschreiben
- Lebenslauf
- Publikationsliste
- ein konkreter Vorschlag für die Umsetzung des ausgeschriebenen Themas in je zwölf Lehrveranstaltungseinheiten (à 90 Minuten) im Umfang von ca. 4.000 Zeichen

Wir bieten Ihnen ein Gehalt (Einstufung nach Kollektivvertrag für die Arbeitnehmer/innen der Universitäten in die Verwendungsgruppe A1; § 99 Abs. 1 Universitätsgesetz 2002).
Über die Dotierung gibt das Sir Peter Ustinov Institut Auskunft.

Die Universität Wien strebt eine Erhöhung des Frauenanteils insbesondere in Leitungsfunktionen und beim wissenschaftlichen Personal an und lädt deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung ein. Frauen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Bewerbungen sind bis 28.02.2021 per Email an das Sir Peter Ustinov Institut zu richten unter der Adresse office@ustinov.at

Kontakt

office@ustinov.at

Redaktion
Veröffentlicht am
10.01.2021
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