Praktika "Oral-History-Projekt" (Bukowina-Institut, Univ. Augsburg)

Praktikum im Oral-History-Projekt des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg

Arbeitgeber
Bukowina-Institut an der Universität Augsburg
PLZ
86157
Ort
Augsburg
Land
Deutschland
Bewerbungsschluss
01.11.2021
Von
Alexander Weidle, Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Universität Augsburg

Das Bukowina-Institut an der Universität Augsburg vergibt in einem aktuellen Oral-History-Forschungsprojekt auch 2021 wieder mehrere Praktikant:innenstellen. Das Praktikum richtet sich primär an Studierende. Möglich sind sowohl Pflicht- als auch als freiwillige Praktika. Das Praktikum (mind. vier Wochen) kann angesichts der pandemischen Lage ggf. digital bzw. in Home-Office realisiert werden.

Praktikum im Oral-History-Projekt des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg

Das Bukowina-Institut an der Universität Augsburg ist ein An-Institut der Universität Augsburg und widmet sich der Erforschung und Vermittlung von Wissen über Kultur und Geschichte in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Im Zentrum der wissenschaftlichen und interkulturellen Arbeit des Instituts steht die historische Region Bukowina, deren nördliche Hälfte mit der Hauptstadt Černivci (dt. Czernowitz, rum. Cernăuți) heute Teil der Ukraine ist und deren südlicher Teil mit der Hauptstadt Suceava einen Bezirk Rumäniens bildet. Das Bukowina-Institut wird von einem Trägerverein unterhalten und finanziell durch den Bezirk Schwaben sowie das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration unterstützt. Die wissenschaftliche und organisatorische Geschäftsführung liegt bei Prof. Dr. Maren Röger. Derzeit werden Forschungsprojekte mit einem zeitlichen Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert, unter anderem zur Modernewahrnehmung in der Bukowina, zur Geschichte politischer Öffentlichkeiten um 1900, zur Erinnerungskultur der „Bukowina-Deutschen“ und zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen im deutsch-ukrainischen Vergleich verfolgt. Zentrale Projekte der (Vorstands-)Mitglieder behandeln die jüdische Geschichte, insbesondere die Czernowitzer Sprachkonferenz, sowie die Umweltgeschichte, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Bezügen zwischen der Region Schwaben und der Bukowina liegt.

Interview-Praktikum

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) konnten im Laufe der letzten Jahre bislang circa 140 Interviews mit sogenannten „Bukowina-Deutschen“ bzw. deren Nachkommen geführt werden. Jene (bzw. deren Familien) kamen meist im Zuge von „Umsiedlung“ und „Flucht und Vertreibung“ nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland oder Österreich. Das Projekt geht im Kern der Frage nach, wie die Geschichte und Gemeinschaft der „Bukowina-Deutschen“ gestiftet, erlebt und heutzutage erzählt wird. Befragt werden im intergenerativen Projekt sowohl Angehörige der sog. Ereignisgeneration (älteste Befragte geb. 1917) als auch Nachgeborene (jüngster Gesprächspartner geb. 1997); sowohl landsmannschaftsnahe als auch landsmannschaftsferne Gesprächspartner:innen heterogenen Hintergrunds.

Aufgaben
Das Bukowina-Institut bietet Praktikant:innen im Rahmen des Projekts die Möglichkeit, sich eingehend mit der Oral History zu beschäftigen. Dabei lernen Praktikant:innen:

- Einarbeitung in die Oral History
- Transkribieren von Interviews anhand eines Leitfadens
- Interview-Hospitanz (aktuell: primär über Zoom), nach Einarbeitung: selbstständiges Führen eines/mehrerer Interviews (ggf., sofern pandemiebedingt möglich, auch in Präsenz: Je nach Aufenthaltsort sind Interviews in ganz Deutschland oder Österreich möglich)
- Qualitative Auswertung von Oral-History-Interviews

Anforderungen
- Studierende/r der Geisteswissenschaften sowie benachbarter Disziplinen
- Bereitschaft zur eigenständigen Arbeit sowie zur Mitarbeit in einem dynamischen Team
- Offenheit, Interesse an Lebenserzählungen, Empathie, Fähigkeit zur Selbstreflexion
- Sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache (bei sehr guten Englisch-, Spanisch- oder Hebräischkenntnissen sind Interviews mit Gesprächspartner:innen aus Israel, den USA oder Venezuela denkbar)

Weitere Informationen finden Sie auf www.bukowina-institut.de.
Das Praktikum wird nicht vergütet. Die Praktikant:innentätigkeit begründet keine Versicherungspflicht durch das Institut. Wir gehen davon aus, dass eine ordnungsgemäße Krankenversicherung besteht. Dafür bieten wir die Möglichkeit, einen Teil der Praktikumsdauer für eigene Forschungen – beispielsweise eine thematisch nahestehende Abschlussarbeit – zu nutzen. Fragen rund um das Praktikum beantwortet Alexander Weidle (weidle@bukowina-institut.de). An dieselbe Adresse richten Sie bitte auch Ihre Bewerbungsunterlagen.

Kontakt

Alexander Weidle
weidle@bukowina-institut.de

Bukowina-Institut an der Universität Augsburg
Alter Postweg 97 A
96159 Augsburg

https://www.uni-augsburg.de/de/forschung/einrichtungen/institute/bukowina/praktika/
Redaktion
Veröffentlicht am
12.05.2021
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