5 Stellen BMBF-Forschungsverbund "Landschaften der Verfolgung" (Gedenkstätte Hohenschönhausen)

Ort
Berlin
Institution
Gedenkstätte Hohenschönhausen
Datum
01.01.2019 - 31.12.2022
Bewerbungsschluss
31.12.2018
Von
Donth, Stefan

Der Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung. Forschungsverbund zur Erfassung und Analyse der politischen Repression in SBZ und DDR“ der Humboldt-Universität zu Berlin, der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sowie weiterer universitärer und außeruniversitärer Partner wurde im Rahmen einer BMBF-Ausschreibung zur Förderung ausgewählt.

Der Verbund erarbeitet eine Datenbank, um erstmals exakte Aussagen zur Gesamtzahl der politischen Häftlinge und der aus politischen Gründen Getöteten, Deportierten und Verletzten in SBZ und DDR sowie in einzelnen Haftanstalten treffen zu können. Das Teilprojekt der Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen übernimmt die Federführung für das Modul I „Daten politischer Verfolgung“. Es umfasst die Aufgabe, die Opfer politischer Verfolgung in SBZ und DDR auf der Basis der zur Verfügung stehenden Quellen (amtliche Dokumente, Ego-Dokumente, öffentliche Quellen, bestehende Datenbanken) möglichst vollständig zu erfassen. Die Gedenkstätte erfasst die durch deutsche Organe Getöteten, Inhaftierten, Zwangsausgesiedelten sowie, soweit möglich, auch der in Jugendwerkhöfe und psychiatrische Anstalten aus politischen Gründen Zwangseingewiesenen und der bei Fluchtversuchen Verletzten. Zur Ergebnisverwertung werden Namen und Daten aller politisch Verfolgten öffentlich zugänglich gemacht, sofern dies rechtlich möglich ist. Dazu wird ein Online-Portal geschaffen.

Die Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen befindet sich im ehemaligen Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Sie hat die Aufgabe, die Geschichte der Haftanstalt zu erforschen, über Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren und zur Auseinandersetzung mit der politischen Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur anzuregen.

Vorbehaltlich der Mittelzuweisung durch den Förderer sind zum 1. Januar 2019 mit einer Laufzeit von vier Jahren in der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zu besetzen:

1 Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleitung (Entgeltgruppe TV-L E 13)

Aufgaben

- Selbständige wissenschaftliche Konzeptionierung, Realisierung, Koordination und Verwaltung des Modul I
- Anleitung und Durchführung wissenschaftlicher Recherchen
- Anleitung, Durchführung und Korrektur der Dateneingabe
- Selbstständige Entwicklung und Umsetzung internetbasierter
Projekte
- Erstellung von Ausschreibungsunterlagen, einschließlich der Leistungsbeschreibung, für die Erstellung der Website des Projekts durch einen Internetdienstleister
- Ansprechpartner für den später beauftragten Dienstleister / Koordination der Zusammenarbeit mit Internetdienstleistern
- Zusammenarbeit und Kontaktpflege mit anderen Wissenschafts- und Kultureinrichtungen, Gedenkstätten und Erinnerungsorten, nationalen und internationalen Partnern und Netzwerken
- Erstellung wissenschaftlicher Texte

Voraussetzungen

- Erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Geschichts- oder Politikwissenschaft oder eines vergleichbaren Studiengangs (Public History) an einer Universität mit einem Diplom-, Magister- oder Masterabschluss mit dem Schwerpunkt DDR-Geschichte und/oder Erinnerungskultur
- Umfangreiche Erfahrungen bei der Leitung und dem Management von Projekten
- Berufserfahrung im Bereich von Gedenkstätten oder vergleichbaren historisch-politischen Bildungseinrichtungen
- Sehr gute Kenntnisse der Geschichte der DDR, des MfS und der Geschichte der politischen Repression in kommunistischen Diktaturen
- Erfahrungen bei der Konzeption und technischen Umsetzung von Datenbankprojekten und Webseiten/Internetauftritten in Gedenkstätten zur DDR-Geschichte
- Hohe Medienaffinität
- Sicherer Umgang mit Datenbanken (Filemaker), internetbasierten Anwendungen und Grafiksoftware
- Sehr gute Englischkenntnisse sowie einer weiteren vorzugsweise osteuropäischen Fremdsprache.
- Sensibilität im Umgang mit Zeitzeugen
- Strukturierte Arbeitsweise, Organisationsgeschick, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Innovationsfreude, Kreativität und hohes Engagement
- Fähigkeit und Bereitschaft, sich aktiv in der Debatte über die Aufarbeitung der SED-Diktatur zu engagieren
- Sehr gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen

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1 Wissenschaftliche Assistenz des Projektleiters (Entgeltgruppe TV-L 11)

Aufgaben

- Unterstützung der Projektleitung
- Mitwirkung bei der Projektverwaltung
- Wissenschaftliche Recherchen
- Dateneingaben
- Mitwirkung bei der Umsetzung des Webseitenvorhabens
- Erstellung wissenschaftlicher Texte

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3 Wissenschaftliche Assistenten für Datenverarbeitung und Analysen (Entgeltgruppe TV-L 9)

Aufgaben

- Dateneingaben
- Wissenschaftliche Recherchen
- Mitwirkung bei der Umsetzung des Webseitenvorhabens
- Erstellung wissenschaftlicher Texte

Voraussetzungen für die Wissenschaftliche Assistenz und die Wissenschaftlichen Assistentinnen/Assistenten

- Erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Geschichts- oder Politikwissenschaft oder eines vergleichbaren Studiengangs (Public History) an einer Universität mit einem Diplom-, Magister- oder Masterabschluss mit dem Schwerpunkt DDR-Geschichte und/oder Erinnerungskultur
- Berufserfahrung im Bereich von Gedenkstätten oder vergleichbaren historisch-politischen Bildungseinrichtungen
- Sehr gute Kenntnisse der Geschichte der DDR, des MfS und der Geschichte der politischen Repression in kommunistischen Diktaturen
- Sicherer Umgang mit Datenbanken (Filemaker) und internetbasierten Anwendungen
- Hohe Medienaffinität
- Besonderes Organisationstalent und arbeitsorganisatorische Fähigkeiten
- Strukturierte Arbeitsweise
- Sehr gute Englischkenntnisse sowie einer weiteren vorzugsweise osteuropäischen Fremdsprache
- Sensibilität im Umgang mit Zeitzeugen
- Überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit und Teamfähigkeit

Die Betreuung möglicher und gewünschter projektthemenbezogener Dissertationen der ProjektmitarbeiterInnen übernimmt Prof. Dr. Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin). Um die wissenschaftliche Kohärenz des Gesamtvorhabens zu befördern, ist der Sprecher und Koordinator des Forschungsverbundes Prof. Dr. Jörg Baberowski in das Auswahlverfahren eingebunden.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39,24 Stunden. Die Vergütung erfolgt in den genannten Entgeltgruppen.

Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte BewerberInnen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

Bei inhaltlichen Nachfragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an den Herrn Dr. Stefan Donth s.donth@stiftung-hsh.de.

Ihre vollständigen und aussagefähigen Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen, Bewerbungsfoto und ggf. Nachweisen über eine wissenschaftliche Tätigkeit, richten Sie bitte schriftlich bis zum 31. Dezember 2018 (eingehend) an unten genannte Anschrift oder vorzugsweise per E-Mail im PDF-Format (in einer Datei, max. 5 MB) an s.thielisch@stiftung-hsh.de.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Herrn Steffen Thielisch
Genslerstraße 66
13055 Berlin

Kontakt

Bei inhaltlichen Nachfragen:

Dr. Stefan Donth

s.donth@stiftung-hsh.de

Zitation
5 Stellen BMBF-Forschungsverbund "Landschaften der Verfolgung" (Gedenkstätte Hohenschönhausen), 01.01.2019 – 31.12.2022 Berlin, in: H-Soz-Kult, 05.12.2018, <www.hsozkult.de/job/id/stellen-17553>.
Redaktion
Veröffentlicht am
05.12.2018
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Land Veranstaltung