Dr. Liselotte Kirchner-Stipendium 2020 (Franckesche Stiftungen zu Halle)

Ort
Halle an der Saale
Institution
Franckesche Stiftungen zu Halle
Bewerbungsschluss
31.10.2019
Von
Thomas Grunewald

Dank einer großzügigen Stiftung von Frau Dr. Liselotte Kirchner (Offenbach) sind die Franckeschen Stiftungen in der Lage, Forschungsstipendien zu vergeben.

Ziel des Stipendienprogramms ist die Weiterentwicklung der Forschung zur Geschichte der Franckeschen Stiftungen auf der Grundlage ihrer reichhaltigen Quellensammlungen. Das Stipendienprogramm dient der Förderung der wissenschaftlichen Nutzung der in der Bibliothek und im Archiv des Studienzentrums zur Verfügung stehenden Quellenbestände.

Die im Folgenden genannten Schwerpunkte bieten eine Auswahl an Themen von besonderem Interesse. Jedoch sind auch darüber hinausgehende aktuelle Forschungsfragen, methodische Ansätze und weitere fachspezifische Zugriffe willkommen, sofern sie einen Bezug zur Stiftungsgeschichte und/oder zu den Stiftungsquellen aufweisen:

- Frömmigkeit, Wissenschaft und Medialität vom 17. bis zum 19. Jahrhundert
- Kulturtransfer und Kulturkontakte in Europa und mit der außereuropäischen Welt
- Politik-, Sozial- und Kommunikationsgeschichte im 18. Jahrhundert
- Protestantische Frömmigkeitsbewegungen und Glaubenspraxis
- Materielle Kultur und die Geschichte frühmusealer Sammlungen
- Erinnerungskultur, Rezeptionsgeschichte, Imagebildung
- die Glauchaschen Anstalten im 17. und 18. Jahrhundert
- die Franckeschen Stiftungen im 19. Jahrhundert und in der Zeitgeschichte
- Verlag und Bibliothek der Stiftungen, Buchgeschichte
- Schul- und Bildungsgeschichte
- Architektur- und Kunstgeschichte
- wirtschaftliche Grundlagen und Verwaltungsgeschichte
- Medizin- und Pharmaziegeschichte
- Musikgeschichte und Liedkultur

Es werden dreimonatige Stipendien für WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland (Post-Doc) zu 1.800 € pro Monat sowie dreimonatige Stipendien für NachwuchswissenschaftlerInnen zu 1.100 € pro Monat vergeben. Die Stipendien sind mit einer Residenzpflicht in Halle und einem wissenschaftlichen Vortrag sowie einem kurzen Abschlussbericht verbunden.

Wir bieten:

- die Möglichkeit zum konzentrierten Arbeiten und Forschen an einem lebendigen, historischen Ort im Zentrum der Stadt
- die Möglichkeit der gegebenenfalls korrespondierenden Nutzung der umfangreichen Bestände der Universitäts- und Landesbibliothek und ihrer Zweigstellen
- die begrenzte Möglichkeit der Unterbringung in einfachen Unterkünften auf dem Stiftungsgelände während des Aufenthaltes
- die Möglichkeit der Nutzung des Sportangebotes des SV Francke während des Aufenthaltes

Bei Bedarf versuchen wir zudem gern, für die Dauer Ihres Aufenthaltes für Ihr Kind einen Platz in einer unserer Kindertageseinrichtungen auf dem Gelände zur Verfügung zu stellen.

Anträge auf Stipendien können formlos an die Adresse

Franckesche Stiftungen
Prof. Dr. Holger Zaunstöck
Franckeplatz 1, Haus 37
D-06110 Halle (Saale)

oder per Mail (als PDF-Anhang) an

zaunstoeck@francke-halle.de
http://www.francke-halle.de

gerichtet werden.

Die Auswahl erfolgt zeitnah nach dem Stichtag (31.10. 2019). Die erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten haben die Möglichkeit, ihr Stipendium innerhalb eines Jahres, bis zum 30. November des jeweils folgenden Jahres, anzutreten.

Kontakt

Holger Zaunstöck

Stabsstelle Forschung der Franckeschen Stiftungen zu Halle
Franckeplatz 1, Haus 37, 06110 Halle (Saale)

zaunstoeck@francke-halle.de

Zitation
Dr. Liselotte Kirchner-Stipendium 2020 (Franckesche Stiftungen zu Halle), Halle an der Saale, in: H-Soz-Kult, 11.07.2019, <www.hsozkult.de/grant/id/stipendien-18838>.