Von der Banja zum Bonusheft? Zum Gesundheitsverständnis und -verhalten Russlanddeutscher Aussiedlerinnen und Aussiedler (GEVERA)

Von der Banja zum Bonusheft? Zum Gesundheitsverständnis und -verhalten Russlanddeutscher Aussiedlerinnen und Aussiedler (GEVERA)

Projektträger
Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Ort des Projektträgers
Freiburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
01.10.2013 -
Von
Susanne Clauß

Forschungsprojekt gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des universitären Förderprogramms zur „Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen“.

Projektleitung: PD Dr. Sabine Zinn-Thomas, Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Kooperation mit dem Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Freiburg (Dr. Hans-Werner Retterath), Projektmitarbeiterin: Susanne Clauß M.A.

Projektinfo
Generalthema des qualitativen Forschungsprojekts sind die Vorstellungen russlanddeutscher Aussiedlerinnen und Aussiedler von Gesundheit sowie die Veränderungen dieser Vorstellungen im Migrationsprozess. Neben dem Selbstverständnis von Gesundheit soll vertiefend der Umgang mit dem Körper untersucht werden. Darüber hinaus stehen damit einhergehende Prägungen und Erfahrungen und daraus resultierende Praktiken im Mittelpunkt des Projektes. Es geht um die individuelle, bewusste Lebensgestaltung mit Fokus auf allgemeiner Körperpflege (insbesondere Zahnpflege), körperliche Aktivitäten sowie Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge.

Eine Studie zum Thema Gesundheit wäre unvollständig, wenn sie nicht auch angrenzende Bereiche wegen ihrer Interdependenzen in den Blick nimmt. Dazu zählen insbesondere Vorstellungen von und Verhaltensweisen in Bezug auf Schönheit und Attraktivität. Denn das heutige Lebensumfeld der russlanddeutschen Aussiedlerinnen und Aussiedler setzt Gesundheit als Bedingung für Schönheit voraus. Ausgehend von einem allgemeinen Attraktivitätsstreben sowohl in der bundesdeutschen Zuwanderungsgesellschaft als auch der Russlanddeutschen selbst, muss daher auch gefragt werden, inwiefern das Streben nach Schönheit und Attraktivität zu einem Motiv für das Gesundheitshandeln von Russlanddeutschen wird.

Ziele des Projektes sind spezifische Kenntnisse über den Kulturwandel beziehungsweise die Alltagskultur der Russlanddeutschen, Erkenntnisse über den Stellenwert von Gesundheit für Inklusion sowie Einblicke in das Selbstverständnis und die Vorstellungen russlanddeutscher Aussiedlerinnen und Aussiedler von Gesundheit und Krankheit. Das Projekt strebt darüber hinaus eine Vernetzung und einen Erfahrungsaustausch mit in diesem Bereich tätigen Experten und Praktikern (Mediziner, Pflegepersonal, Sozialarbeiter, führende Mitarbeiter des administrativen Bereichs u. a.) an.

Redaktion
Veröffentlicht am
22.11.2013
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
Weitere Informationen

Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung