: The Wagner Clan. . London  2007. ISBN 978-0571207855

: Winnie and Wolf. A Novel. London  2007. ISBN 978-0091796761

Rezensiert für H-Soz-Kult von
Bernd Buchner, Katholische Nachrichten-Agentur

Die Wagners zählen fraglos zu den bemerkenswertesten Familien in der deutschen Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und sind in dieser Hinsicht allein mit den Manns vergleichbar. Während sich die Schriftstellersippe, die zwei berühmte Generationen umfasste, aber weitgehend auf die Beobachtung und Analyse der politisch-gesellschaftlichen Gegebenheiten beschränkte, war und ist die von dem Komponisten Richard Wagner gegründete Dynastie gekennzeichnet durch ein stets enges und eigentümliches Verhältnis zu den jeweiligen politischen Machthabern sowie durch die Institution der Bayreuther Festspiele, an deren Spitze die Familie bis zum heutigen Tag steht – mit allen Folgen für die öffentliche Aufmerksamkeit in Kultur und Gesellschaft, die eine solche Rolle mit sich bringt. Wagner-Bayreuth als besondere Ausdrucksform der Nähe von Kunst und Politik ist zugleich ein Brennspiegel der jüngeren deutschen Geschichte. Schon der Komponist selbst hatte durch sein Wirken "zwischen Barrikade und Walhalla" wesentlich zur Politisierung von Kultur und zur Ideologisierung von Politik im 19. Jahrhundert beigetragen.[1] Die Hinwendung breiter bürgerlicher Kreise zum völkischen Gedankengut im Wilheminismus lässt sich am Beispiel der Festspiele ebenso zeigen wie die revanchistische Ablehnung der Weimarer Republik, das zwischen Anbiederung, Fanatismus und Mitläufertum wechselnde Verhältnis der deutschen Bevölkerung zum Nationalsozialismus sowie die gesellschaftliche Restauration in der Nachkriegszeit.

Die Literatur zu Richard Wagner und Bayreuth ist auch für Fachleute inzwischen nahezu unüberschaubar geworden. Der Komponist selbst gilt als einer der meistbeschriebenen Männer der Welthistorie, auch über die Festspiele und die Wagner-Familie gibt es umfangreiche Studien, zuletzt die viel beachtetet Cosima-Biografie von Oliver Hilmes.[2] Im Reichtum der Forschung tun sich aber auch einige irritierende Lücken auf. So fehlt zum Beispiel nach wie vor eine umfassende Wirkungsgeschichte, die die künstlerischen und politischen Folgen Wagners im internationalen Kontext berücksichtigt. Auch die oft thematisierte Rolle Bayreuths im Dritten Reich ist keineswegs erschöpfend behandelt. Die einschlägigen Veröffentlichungen lassen oft den unverzichtbaren analytischen Zugriff, die vergleichende Einordnung und den wissenschaftlichen Bezug zur Zeitgeschichte vermissen.[3] Das Verhältnis der Geschichtswissenschaften zu den Bayreuther Festspielen gilt ohnehin als problematisch, das Forschungsfeld wurde lange Zeit weitgehend Germanisten, Musikwissenschaftlern und Journalisten überlassen. Joachim Fest hat vor einigen Jahren zu Recht bemängelt: "Was nach wie vor fehlt, sind verlässliche Abhandlungen zur historischen Seite hin oder, mit einem anderen Wort: Arbeiten zur Grundlagenforschung."[4] Da Bayreuth ein ideologischer Ort ist, nimmt es darüber hinaus nicht Wunder, dass die Forschung über Jahrzehnte hinweg höchst tendenziös war – zumindest in Deutschland. Englische und US-amerikanische Autoren haben sich des Themas dagegen deutlich weniger voreingenommen gewidmet und etliche wichtige Beiträge zur Wagnerforschung geleistet.[5] Auch die bisher einzige Gesamtdarstellung der Bayreuther Festspielgeschichte stammt von einem englischsprachigen Autor, Frederic Spotts. Sie ist bis heute nicht ins Deutsche übersetzt worden.[6]

In dieser guten angloamerikanischen Tradition stehen die beiden jüngst in Großbritannien erschienenen Bücher von Jonathan Carr und A. N. Wilson. Carr war lange Jahre als internationaler Korrespondent für britische Zeitungen tätig und lebt heute in der Nähe von Bonn; Wilson ist in London zu Hause und hat sich als Verfasser zahlreicher Romane und Sachbücher einen Namen gemacht. Beide Veröffentlichungen nehmen auf die Familiengeschichte der Bayreuther Wagners Bezug. Kollektive Biografien, die an der Schnittstelle zwischen klassischen Einzelbiografien und übergreifenden sozial- und kulturgeschichtlichen Darstellungen angesiedelt sind, erfreuen sich in den vergangenen Jahren großer Beliebtheit in der Forschung und auf dem Buchmarkt, obgleich sie wohl noch nicht als eigene Literaturgattung anzusehen sind.[7] Auch die Familie Wagner ist dabei bereits mehrfach vertreten, zumal nicht wenige Vertreter des Komponistenclans entsprechende Veröffentlichungen beigesteuert haben.[8] Während Carr in "The Wagner Clan" eine höchst konzise, klar argumentierende und aus teils unbekannten Quellen schöpfende Darstellung der Festspielgeschichte und ihrer leitenden Persönlichkeiten bietet, verlegt sich Wilson auf das beliebte Thema NS-Zeit und das mit viele Spekulationen behaftete Verhältnis zwischen Wagner-Schwiegertochter Winifred und Adolf Hitler. "Winnie and Wolf" ist der fiktive Bericht eines ehemaligen Mitarbeiters im Haus Wahnfried, dem Bayreuther Quartier der Musikerfamilie, gewidmet seiner Ziehtochter, die in Wahrheit die Frucht der Liebe von Festspielleiterin und Diktator ist. Wilson, in der deutschen Geistesgeschichte durchaus bewandert, breitet seine intime Kenntnis des Wagner-Bayreuth-Komplexes elegant aus, auch wenn er zuweilen überzogen assoziativ und eklektisch vorgeht und bei historischen Fakten und Namen nicht immer ganz sattelfest ist. So wird etwa die Hyperinflation ins Jahr 1925 verlegt, Göring nach dem Hitlerputsch ins Wiener Krankenhaus geschickt statt ins Innsbrucker oder Furtwänglers Sekretärin wiederholt Berta Giessmar [recte: Geissmar] genannt. Der Autor bietet Belletristik – diese allerdings auf ansehnlichem Niveau – und reiht sich somit in den großen Kreis jener ein, die Richard Wagner und die Seinen als Stoff für mehr oder weniger gelungene Romane verwendeten.[9]

Carr hingegen schildert, nachdem er in angenehmer Kürze das Leben des Dynastiegründers beschrieben hat, souverän und detailreich die Geschichte der Familie Wagner und der 1876 gegründeten Festspiele bis zur Gegenwart. Nach dem Tod Richard Wagners 1883 stand der Grüne Hügel zunächst unter Leitung der Witwe Cosima, die die Ideologisierung Bayreuths unter völkischen und deutschnationalistischen Gesichtspunkten vorantrieb, ehe im Jahr 1906 der einzige Sohn Siegfried an die Spitze des Unternehmens rückte. Nach seinem Tod 1930 wurde Siegfrieds Frau Winifred Festspielleiterin – sie stammte ebenso aus England wie Wagner-Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain, der den chauvinistisch-antisemitischen "Bayreuther Geist" prägte und zu einem der geistigen Väter der NS-Bewegung wurde. Der Wagnerianer Hitler fand im Haus Wahnfried viele Jahre lang eine Art Familienersatz, er galt der Enkelgeneration als "Onkel Wolf". Unter Winifreds Ägide stellte sich Bayreuth ganz in den Dienst der NS-Kulturpropaganda, die bis 1944 abgehaltenen "Kriegsfestspiele" wurden bei rapidem Absinken des künstlerischen Niveaus zu einem KdF-Unternehmen zur Stärkung der deutschen Landser. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Enkel Wieland und Wolfgang die Herrschaft auf dem Grünen Hügel. Im Klima politischer Restauration, die die Vergangenheit weitgehend ausblendete, sorgte vor allem Wieland mit ästhetischen Innovationen für eine Renaissance des Unternehmens. Seit dessen Tod 1966 ist Wolfgang Wagner alleiniger Festspielleiter, nach verbreiteter Einschätzung ein herausragender Organisator mit beschränkten künstlerischen Talenten. Die Nachfolge des heute 88-Jährigen, der als altersschwach gilt, aber einen Vertrag auf Lebenszeit sein Eigen nennt, ist trotz mehrerer Anläufe bisher ungeklärt. Im November 2007 stellte der Tod von Wolfgangs zweiter Frau Gudrun, die seit Jahren als heimliche Festspielleiterin galt, erneut und dringlich die Frage nach der Zukunft des Unternehmens, das darüber hinaus in jüngster Zeit erstmals rote Zahlen vermelden musste.

Carr bettet seine Darstellung immer wieder elegant in die deutsche Zeitgeschichte ein und legt damit den beispielhaften und paradigmatischen Charakter Bayreuths offen, etwa wenn er den Beginn des Kalten Krieges und die Wende in der Handhabung der Denazifizierung in einen Zusammenhang mit den Verfahren gegen Winifred und Wieland bringt. Siegfrieds Witwe wurde zunächst als Schuldige eingestuft, ehe in einem Berufungsverfahren auf "Mitläuferin" entschieden wurde. Eher beschreibend als analytisch, gibt sich der Autor betont abgewogen, etwa in der Frage nach Wagners Antisemitismus und dessen Einfluss auf die Opern, urteilt nicht vorschnell, sondern lässt Fragen lieber offen, als sie auf zweifelhafter Quellengrundlage zu beantworten. Auch bisher nicht genutzte Quellen zieht Carr heran und kann so neben vielen bekannten Fakten auch manche in der Wagnerforschung bisher nicht geläufige Details bieten, etwa aus dem Düsseldorfer Privatarchiv des Adoptivsohns von Friedelind Wagner, Neil Thornborrow, oder aus im Jahr 2005 freigegebenen Beständen der National Archives in London. Nicht selten geht Carr auf vermeintliche Randfiguren der Festspielgeschichte ausführlich ein, so neben Friedelind, die als einziges Mitglied der Familie Wagner in der NS-Zeit ins Exil ging, auf Wolfgangs Sohn Gottfried und Wielands Geliebte Anja Silja. Auch Adolf von Groß, das langjährige Faktotum und "Mädchen für alles" von Cosima Wagner, sowie Winifreds künstlerischen und privaten Partner Heinz Tietjen, der in den Jahren des Dritten Reiches eine entscheidende Rolle in Bayreuth spielte, hält der Autor zu Recht für bisher zu wenig beachtet. Carr fasst Familiengeschichte sehr weit auf und ist sich mit Wolfgang Wagner im Urteil einig, dass es schwierig bis unmöglich sei, die Geschichte der Familie Wagner getrennt von der Entwicklung der Festspiele zu betrachten.[10]

Unmöglich ist es selbstverständlich auch, die Rolle der Wagner-Festspiele im Nationalsozialismus auszublenden. Carr stellt die Fakten angemessen dar, auch wenn er der gebürtigen Engländerin Winifred vielleicht mehr Sympathien als notwendig zuspricht. Die restaurative und bis heute fortwirkende Vergangenheitsverdrängung der Enkel sieht er kritisch: "What never came was the frank admission that 'We made a terrible mistake. We deeply regret it. We will explain as best we can how it happened, above all as a warning to those who come after us'". (S. 350) Insgesamt aber räumt er Bayreuth und der Familie mildernde Umstände ein: "If the clan were to be sent to trial on its long, unlovely record, a defence counsel would not doubt plead extenuating circumstances". (S. 348) Dabei ist das Urteil des Autors im Einzelnen durchaus anfechtbar, etwa bei der Frage, warum sich Hitler in seinen Schriften, Reden und Äußerungen eher selten auf Wagner und fast nie auf dessen Antisemitismus bezog. Die hier angebotene Lösung, der Diktator habe den Komponisten eher zu gut gekannt als zu wenig, was auf dessen revolutionär-demokratische Vergangenheit gemünzt ist, erscheint indes wenig plausibel, weil sie den notorischen Eklektizismus des NS-Führers unterschätzt. Umgekehrt – und in diesem Zusammenhang mehr als berechtigt – wirft Carr die Grundfrage auf, warum die deutschen Linken und Liberalen Wagner nicht stärker für sich reklamierten. Dem Buch fehlt bei allem Ernst des Themas nicht eine gehörige Portion britischen Humors, die die Lektüre zu einem Vergnügen macht und bei der demnächst erscheinenden deutschen Übersetzung nicht verloren gehen sollte.[11] So heißt es über die erzkonservativen "Tanten" Daniela und Eva, die Schwestern Siegfried Wagners, sie hätten sich wohl im Grabe herumgedreht, wenn sie die keineswegs revolutionären Münchner Wagner-Aufführungen der 1940er-Jahre noch erlebt hätten, von denen Wieland maßgeblich geprägt wurde. Und über Katharina, die Tochter Wolfgangs und Anwärterin auf dessen Nachfolge, heißt es, sie habe "plenty of ideas, only some of them silly" (S. 344f.). Indirekt nimmt Carr auch zur schwelenden Bayreuther Nachfolgedebatte Stellung, indem er Sympathien für eine gemeinsame Leitung durch Wolfgangs ältere Tochter Eva Wagner-Pasquier und Wielands Tochter Nike, Leiterin des Weimarer Kunstfestes, anklingen lässt: "Had the assertive Wolfgang and Wieland daughters joined forces and (a tough but not impossible condition) quelled mutual friction in their common cause, they might even have turned out to be Bayreuth's 'dream team'". (S. 335) Ob es eine gemeinsame Kandidatur Evas und Nikes um die Bayreuther Festspielleitung geben wird, steht gegenwärtig, im Februar 2008, in den Sternen.

Anmerkungen:
[1] Scholz, Dieter David, Ein deutsches Missverständnis. Richard Wagner zwischen Barrikade und Walhalla, Berlin 1997.
[2] Siehe Lothar Machtans Rezension zu: Hilmes, Oliver: Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner. Berlin 2007 (in: H-Soz-u-Kult, 21.09.2007, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de?/rezensionen?/2007-3-222).
[3] Wessling, Berndt W. (Hrsg.), Bayreuth im Dritten Reich. Richard Wagners politisches Erbe. Eine Dokumentation, Weinheim 1983; Hamann, Brigitte, Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth, München 2002.
[4] Fest, Joachim, Richard Wagner - Das Werk neben dem Werk. Zur ausstehenden Wirkungsgeschichte eines Großideologen, in: Friedländer, Saul/Rüsen, Jörn (Hrsg.), Richard Wagner im Dritten Reich. Ein Schloss Elmau-Symposion, München 2000; S. 24-39, Zitat S. 25.
[5] Beispiele für den nachwirkenden chauvinistischen "Bayreuther Geist" sind etwa: von Kraft, Zdenko, Der Sohn. Siegfried Wagners Leben und Umwelt, Graz/Stuttgart 1969; Schertz-Parey, Walter, Winifred Wagner. Ein Leben für Bayreuth, Graz/Stuttgart 1999; Aus der angloamerikanischen Forschung seien genannt: Newman, Ernest, The Life of Richard Wagner. 4 Bände, London 1933-1947; Skelton, Geoffrey, Wieland Wagner. The Positive Sceptic, London 1971.
[6] Spotts, Frederic, Bayreuth. Eine Geschichte der Wagner-Festspiele, München 1994.
[7] Als jüngstes Beispiel unter vielen, wegen der Rolle des Dirigenten Wilhelm Furtwängler (1886-1954) zudem auch für den Wagner-Zusammenhang aufschlussreich: Straub, Eberhard, Die Furtwänglers. Geschichte einer deutschen Familie, München 2007.
[8] Bauer, Hans-Joachim, Die Wagners. Macht und Geheimnis einer Theaterdynastie, Frankfurt a.M./New York 2001; Hamann, Brigitte, Die Familie Wagner, Reinbek 2005; Würffel, Stefan Bodo, Die Wagners, in: Deutsche Familien. Historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker, hrsg. von Volker Reinhardt unter Mitarbeit von Thomas Lau, München 2005, S. 244-274; Aus der "Familienliteratur": Wagner, Friedelind, Nacht über Bayreuth. Die Geschichte der Enkelin Richard Wagners, Köln 1994 [zuerst New York 1944]; Wagner, Wolf Siegfried, Die Geschichte unserer Familie in Bildern. Bayreuth 1876-1976, München 1976; Wagner, Wolfgang, Lebens-Akte. Autobiographie, München 1994; Beidler, Franz Wilhelm, Cosima Wagner-Liszt. Der Weg zum Wagner-Mythos. Ausgewählte Schriften des ersten Wagner-Enkels und sein unveröffentlichter Briefwechsel mit Thomas Mann, hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Dieter Borchmeyer, Bielefeld 1997; Wagner, Gottfried, Wer nicht mit dem Wolf heult. Autobiographische Aufzeichnungen eines Wagner-Urenkels, Köln 1997; Wagner, Nike, Wagner Theater, Frankfurt a.M./Leipzig 1998; Schostack, Renate, Hinter Wahnfrieds Mauern. Gertrud Wagner. Ein Leben, Hamburg 1998.
[9] Vgl. Günther, Egon, Richard Wagners letzte Liebe, Bergisch Gladbach 1993; Köhler, Joachim, Ich, Cosima, Berlin 2006.
[10] "Die Familie Wagner, dies dürfte feststehen und allseits bekannt sein, ließ sich stets nur schwer, eigentlich überhaupt nie abtrennen von den Festspielen und völlig separat betrachten, gleichgültig, ob es nun Richard, Cosima, Siegfried oder die Nachfolger waren." Wagner, Wolfgang, Lebens-Akte (wie Anm. 8), S. 103.
[11] Das Buch ist in der Übersetzung Hermann Kusterers unter dem Titel: "Der Wagner-Clan. Geschichte einer deutschen Familie" für Mai 2008 im Hamburger Hoffmann und Campe Verlag angekündigt.

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21.02.2008
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