B. Kosmala u.a. (Hgg.): Überleben im Untergrund

Titel
Überleben im Untergrund. Bd. 5:Hilfe und Rettung für Juden in Deutschland 1941-1945


Hrsg. v.
Kosmala, Beate; Schoppmann, Claudia
Erschienen
Berlin 2002: Metropol Verlag
Umfang
408 S.
Preis
€ 19,00
Rezensiert für H-Soz-Kult von
Jana Leichsenring, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Dieser Band ist ein Ergebnis des am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technische Universität Berlin von April 1997 bis Dezember 2002 durchgeführten Projektes „Die Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland 1933-1945“ [1]. Das Ziel dieses Projektes bestand nicht in erster Linie darin, prominente Helfer und Gerettete vorzustellen, sondern „Einblick zu vermitteln in die Interaktion von „gewöhnlichen“ Nichtjuden und Juden, die im günstigsten Fall Hilfe und Rettung bedeutete“ (S. 12). Die Formen der Hilfe für entrechtete und verfolgte Juden konnten, je nachdem wann und wo Hilfe gewährt wurde, sehr verschieden sein. Das dokumentieren die in der Schriftenreihe „Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit“ vorgelegten Ergebnisse. Vier Bände widmen sich jeweils einem regionalen Schwerpunkt. [2] Ein weiterer Band ist der Rettung jüdischer Kinder aus dem oberitalienischen Nonantola gewidmet [3], ein anderer stellt exemplarisch biografische und autobiografische Texte über Helfer und Überlebende vor. [4] Zusätzlich wurde zur letzten Buchmesse in Frankfurt am Main ein Resümee ziehender Band über die Bedingungen des Überlebens von Juden im „Dritten Reich“ vorgelegt. [5]

Grundlage der Untersuchung war eine in der ersten Projektphase entwickelte Datenbank „Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland“, mit deren Hilfe Informationen über untergetauchte Juden gesammelt wurden und über ihre Helfer und Helfernetzwerke. [6] Zugleich sollte eine „statistische Erfassung und beschreibende Dokumentation“ ermöglicht werden. [7] Inzwischen wurden die Namen von über 2.500 Personen aufgenommen, die an der Rettung von Juden beteiligt waren. Ersten statistischen Auswertungen zufolge waren davon zwei Drittel Frauen. Weiterhin fanden die meisten Rettungsfälle in Berlin statt. Letzteres überrascht nicht, da 1941 etwa 40 Prozent aller noch in Deutschland lebenden Juden in Berlin wohnten.

Der hier vorgestellte Band 5 der Reihe rückt Helfer und Überlebende in den Mittelpunkt. Während im Band 4 Einzelschicksale im Vordergrund standen, wird hier der Versuch gemacht, generelle Aussagen über Helfende und Gerettete zu treffen. Dazu zählen Fragen nach der sozialen Herkunft der Helfer, nach den Bedingungen, unter denen Hilfe geleistet wurde und wie diese aussah und nicht zuletzt wieviele „Retter“ es in Deutschland überhaupt gab. Wieviele Juden konnten nach 1941 in Deutschland überhaupt überleben, und wie sah dieses Überleben aus?

Ein Teil der Beiträge fragt nach theoretisch-methodischen Problemen. So stellen die ersten beiden Abhandlungen die Frage in den Vordergrund, was die deutsche Bevölkerung vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges vom Holocaust gewusst habe. Karl-Heinz Reuband fragt, an welcher Stelle der Scala von „Ignoranz, Wissen und Nicht-glauben-Wollen“ die Kenntnisse der Deutschen anzusiedeln sei. Er stützt sich auf Ergebnisse zweier repräsentativer Umfragen, die zum einen bundesweit im Jahr 1999 und zum anderen in Berlin im Jahr 2000 durchgeführt wurden. Reubands Meinung nach wussten etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges vom nationalsozialistischen Massenmord. Demzufolge kam auch nur eine Minderheit zu der Auffassung, dass Menschen durch das NS-Regime bedroht, verfolgt und ermordet werden könnten – und dass diesen unbedingt Hilfe entgegenzubringen wäre. Die Herausgeberinnen haben dem einen Beitrag David Bankiers gegenübergestellt. [8] Er ist hingegen der Auffassung, dass innerhalb der deutschen Bevölkerung explizites Wissen über die nationalsozialistischen Verbrechen vorhanden war. Was jedoch vom Holocaust bekannt wurde, erschien als „unfaßbare und daher nicht zu glaubende Wirklichkeit“ (S. 87).

Inge Marszolek widmet sich der Frage, inwieweit „Denunziationsangebote nicht nur Instrumente der Herrschaftssicherung“, sondern auch „alltägliche Laborfelder für die Aneignung von Herrschaftspraxen“ sind, wobei sie sich auf jene Denunziationen beschränkt, die sich gegen Juden und Zwangsarbeiter richteten (S. 93). Die so zur Verfügung stehenden Handlungsangebote stellten demnach eine „Einübung in die Vernichtungspraxis des Krieges“ dar, wobei der Einzelne damit zugleich über die Möglichkeit verfügte, individuelle Ordnungsvorstellungen mit den rassistischen Vorgaben der nationalsozialistischen Machthaber verknüpfen und damit zugleich an der Herrschaft partizipieren zu können (S. 106f.).

Beate Kosmala zeigt auf Grundlage von bislang etwa 150 dokumentierten Fällen, mit welchen Konsequenzen Retter für „solidarische Handlungen für Juden“ rechnen mussten (S. 206). Kosmala belässt es bei der Skizzierung der Rahmenbedingungen für Ahndung von „Judenbegünstigung“ jedoch bei jenen, die nicht mit politisch motivierten Widerstandshandlungen in Verbindung standen (S. 207). Prinzipiell waren alle Helfer – und jene, denen geholfen werden sollte – von Denunziation bedroht. Die Formen der Ahndung waren hingegen oftmals sehr unterschiedlich. „Arische“ Beschuldigte wurden gewöhnlich aufgrund des Erlasses vom 24. Oktober 1941, der Kontakte von „Deutschblütigen“ mit Juden kriminalisierte“ (S. 210), in Schutzhaft genommen. Teilweise wurden Beschuldigte – in der Regel Männer – in Arbeitserziehungslager gebracht, andere Fälle wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Generell ist festzustellen, dass ein Vorwurf der „Judenbegünstigung“ bei Frauen, die eine Familie zu versorgen hatten, sehr viel schwächer geahndet wurde als es für alleinstehende Frauen oder Männer der Fall war.

Isabel Enzenbach widmet sich der Problematik des Begriffs „Retter“, die auch als „Gerechte unter den Völkern“ [9], „Unbesungene Helden“ [10] oder „Stille Helden“ [11] bezeichnet werden, wobei sie anhand des bisher in der Datenbank „Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland“ verfügbaren Materials Widersprüche aufzeigen will, die zwischen den mit diesen Begriffen assoziierten Vorstellungen und den Berichten über Hilfeleistungen bestehen. Rettungsbemühungen waren oftmals nicht nur eine Tat Einzelner, sondern es bedurfte eines weitverzweigten Netzes von Personen und Gruppierungen, wobei die Initiative von den Rettern oder aber auch von den zu Rettenden selbst ausging. Enzenbach zeigt ebenso Fälle gegenseitiger Hilfe von Juden, aber auch Fälle unwissentlicher Hilfe Dritter. In manchen Fällen waren die Grenzen zwischen Uneigennützigkeit und Berechnung bei einer Hilfeleistung fließend, insbesondere kurz vor dem Ende des „Dritten Reiches“, wenn der Versuch gemacht wurde, sich noch abzusichern (S. 255).

Johannes Tuchel stellt in den Mittelpunkt seiner Ausführungen den Widerstand von Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Er stellt grundlegend fest, dass diesem aufgrund der besonderen Verfolgungen, denen Juden ausgesetzt waren, eine andere Dimension der Gefährdung inne lag, als allgemein für Widerstand in Deutschland während der nationalsozialistischen Diktatur gilt (S. 260). Bei diesem nach wie vor wenig erforschten Komplex unterscheidet Tuchel drei Formen des Widerstands von Juden in Deutschland (S. 260): Erstens zählen dazu Formen der Selbstbehauptung und Solidarität, wozu auch Formen institutionalisierter Solidarität gezählt werden wie die „Jüdische Winterhilfe“, der „Jüdische Kulturbund“ sowie Auswanderungsvorbereitungen insbesondere für die jüdische Jugend. [12] Zweitens unterscheidet Tuchel die Mitwirkung von Juden in unterschiedlichen Gruppen des Widerstands, wobei er in seiner Argumentation Arnold Pauker folgt, der von etwa 3.000 Juden ausgeht, die zwischen 1933 und 1945 „aktiv in den Widerstand eingespannt waren“. [13] Und drittens zählt dazu der Aufbau eigener Widerstandsgruppen im Kampf gegen das NS-Regime. Offen ist für Tuchel, wie im „Einzelfall die Proportionen im Verhältnis zwischen politischer Überzeugung und dem Druck der rassistischen Verfolgung zu gewichten sind“ (S. 260). Dem folgt ein Plädoyer für eine genaue Untersuchung der Motive des Einzelnen, aus denen jedoch nicht auf die Motive einer ganzen Widerstandsgruppe geschlossen werden dürfe (S. 261).

Ursula Büttner untersucht, welchen Anteil die „anderen Christen“ an der Rettung von Juden und „Nichtariern“ im nationalsozialistischen Deutschland hatten, wobei sie sich zwar auf Einzelstudien beziehen kann, eine „systematische historische Forschung über christlich motivierte >Judenretter<“ bisher aber nicht vorliegt (S. 129). Zu diesen Christen, die in ihren „Kirchen Ausnahmen“ waren (S. 129), gehörten vor allem Mitglieder der Bekennenden Kirche, unter ihnen Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer, Marga Meusel und Elisabeth Schmitz. Dazu gehörten auch Fürsorgerinnen der Katholischen Kirche, die - so wie Margarete Sommer, Gabriele Gräfin Magnis und Gertrud Luckner - von ihren Bischöfen damit beauftragt worden waren, sich um katholische „Nichtarier“ zu kümmern. Büttner verweist aber auch auf die Quäker, zu denen sich in Deutschland 1933 um die 230 Personen zählten. Diese Helfer und Helferinnen machten eine gemeinsame Erfahrung: Sie stellten sich mit ihrem Handeln nicht nur gegen die herrschende nationalsozialistische Gesetzgebung und bewegten sich daher ständig am Rande der Illegalität, sondern sie erlebten auch, dass sie in ihren Kirchen keinen Rückhalt fanden. Die Frage Büttners, ob diese „Christen und Christinnen nicht nur für andere Konfessionen, sondern auch Religionen offener“ waren, kann zumindest für Gertrud Luckner [14] eindeutig mit „ja“ beantwortet werden (S. 149).

Angela Borgstedt beschreibt zwei Helfernetzwerke, deren Protagonisten aus christlicher Überzeugung in Südwestdeutschland tätig wurden: den „Bruderring“, der sich aus Pfarrern und ihren Familien der „Kirchlich-Theologischen Sozietät“ und der „Bekenntnisgemeinschaft“ zusammensetzte, und den „Lucknerkreis“, einem engen Vertrautennetzwerk, das Gertrud Luckner aufgebaut hatte und das aus couragierten Christen, Quäkern und Mitarbeitern der Caritas bestand. Beide Netze versuchten, Berliner Verfolgte aufzunehmen, zu verstecken und Grenzübertritte in die Schweiz zu organisieren. Den Einzelheiten einer solchen grenzüberschreitenden Fluchhilfe widmet sich Kurt Schilde. Auch in diesem Falle waren die Verfolgten in den allermeisten Fällen auf ein System von Helfenden angewiesen, deren Motive von Idealismus über kommerzielle Interessen bis zur Abenteuerlust reichen konnten. Schilde verweist auf die Notwendigkeit regionaler Erforschung solcher Grenzgebiete, um zu umfassenderen Erkenntnissen über Fluchthilfe zu gelangen.

Monica Kingreen geht ebenfalls auf die Bedeutung von Regionalstudien ein. Am Beispiel der Situation der Juden in Hessen, insbesondere in Frankfurt am Main, schildert sie den Verfolgungsprozess und macht die Unterschiede deutlich, die zum Beispiel zur Situation der Juden in Berlin bestanden. Demnach gab es weit geringere Hilfs- und Rettungsaktivitäten, was von Kingreen mit strukturellen Besonderheiten, vor allem der sehr viel rapideren Durchführung der Deportation der Frankfurter Juden erklärt wird.

Beate Meyer widmet sich einem ausgesprochen heiklen Thema: nämlich dem Dilemma, in welches die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland seit Ende 1941 geriet, als sie sich zur Mitwirkungen an der als „Umsiedlung“ deklarierten Deportation der Juden instrumentalisieren ließ. [15] Die Leitung der Reichsvereinigung nahm an, dass sie über eine Zusammenarbeit in der Lage sei, Einfluss auf die Politik des Reichssicherheitshauptamtes nehmen und somit ihre eigenen Ziele und ihren Bestand letztlich sichern zu können. Das erwies sich innerhalb kürzester Frist als ein folgenschwerer Trugschluss. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges sahen sich die überlebenden Repräsentanten der Reichsvereinigung daher mit Vorwürfen konfrontiert, sich an den Deportationen mitschuldig gemacht zu haben. [16]

Christoph Hamann ist mit zwei Beiträgen vertreten. Zum einen stellt er August Sapandowski vor, der durch sein unkonventionelles und unideologisches Handeln versuchte, Verfolgte des NS-Regimes zu retten (S. 227f). In seinem zweiten Beitrag untersucht Hamann, inwieweit sich „Retten und Überleben im Nationalsozialismus als Thema des Geschichtsunterrichts“ eignet (S. 381). Hamann stellt fest, dass die „Binnenperspektive der Jugendlichen“, die ihre Großeltern und älteren Verwandten nach ihren Handlungen im „Dritten Reich“ fragten, den „Feind außerhalb“ verorteten, d. h., die „Täter waren die anderen“ (S. 382). Damit werde ein Mangel deutlich: Im heutigen Geschichtsunterricht würden Holocaust und Widerstand gegen den Nationalsozialismus als getrennte Themen behandelt, die Rettung von Juden hingegen würde nicht als „zentrales Element des Widerstands“ und des Holocaust begriffen. „Rettungsgeschichten“ seien jedoch erzählbar, da sie auf kulturelle Erzählmuster zurückgriffen und daher im „Verstehenshorizont von Jugendlichen verankert“ seien (S. 387). Hamann sieht in der Diskussion von „Rettungen“ im Geschichtsunterricht die Möglichkeit, an der historischen Realität orientierte Antworten auf die Frage nach Verantwortung – des Einzelnen oder der Gemeinschaft – zu finden und damit letztlich einen „Beitrag für die Erziehung zur Demokratie“ zu leisten (S. 393).

Weitere Beiträge seien kurz genannt:

Gunnar Steve Paulsson untersucht Rettung und Selbsthilfe polnischer Juden in Warschau insbesondere anhand der Akten jüdischer Selbsthilfeorganisationen. Dennis Riffel gibt Einblick in sein Dissertationsprojekt, das sich mit den „Unbesungenen Helden“ beschäftigt, jenen 738 Personen, die bis 1963 mit dieser Auszeichnung durch den Berliner Senat geehrt wurden. [17] Im Mittelpunkt seines Beitrags für den hier besprochenen Band steht der Umgang der Nachkriegsgesellschaft mit den „Rettern“, die oftmals nicht wahrgenommen wurden, um die eigene Rolle während des NS-Regimes nicht reflektieren zu müssen. Peter Steinkamp stellt die „Retter in Uniform“ [18] unter der Fragestellung vor, ob und wie sich Wehrmachtsangehörige für Verfolgte, insbesondere für Juden, eingesetzt haben.

Die Beiträge von Ursula Büttner, Monica Kingreen und Christoph Hamann stützen sich auf Manfred Wolfsons [19] Studie über Retter von Juden in Deutschland. [20] Es ist daher besonders erfreulich, dass zwei Beiträge in diesen Sammelband aufgenommen wurden, die die Ergebnisse des an der Universität St. Gallen durchgeführten Projektes „Manfred Wolfson. Die politische Ethik von deutschen Rettern verfolgter Juden 1938-1945“ vorstellen. Dazu gehört einmal der Beitrag von Emil Walter-Busch, der eingangs Wolfsons biografischen Hintergrund beschreibt und anschließend die Konzeption dieser Studie und ihre Durchführung in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung näher erläutert. Zum anderen untersuchte Revital Ludewig-Kedmi das von Wolfson gesammelte Material auf die Frage hin, in welche Moraldilemmata sich Retter von Juden begaben.

Viele der Beiträge werden durch Beispiele illustriert, die deutlich machen, welch unterschiedliche Wege zur Rettung eines Verfolgten führen konnten, wie viele Personen an einer Rettung beteiligt waren und welchen Gefahren sich Retter und Rettende dabei aussetzten. Da sich die Autoren auf das Material der „Datenbank“ stützen, verwundert es auch nicht, dass manche von ihnen auf die gleichen Beispiele zurückgreifen – was auch das Personenregister zeigt (S. 395ff). So illustrieren auch Kurt Schilde und Monica Kingreen ihre Untersuchungen mit dem gleichen Fall einer – misslungenen – Rettung durch Marie Louise Hensel, wobei allerdings Kingreen im Gegensatz zu Schilde, dem dieser Umstand entgangen zu sein scheint, bekannt ist, dass die Familie des Marburger Rechtsanwaltes Hermann Reis ihren Fluchtversuch in die Schweiz mit dem Leben bezahlte: sie wurde nach Auschwitz deportiert und ist dort verschollen (S. 163, 182). Es stellt sich die Frage, inwieweit das in der „Datenbank“ gesammelte Material zu Rettern und Geretteten für die Untersuchungen anderer Historiker etc. zugänglich sein wird. Auf jeden Fall darf man gespannt sein, zu welchen Ergebnissen das Projekt einer „Sozialgeschichte solidarischen Handelns“ (S. 15) noch kommen wird.

Anmerkungen:
[1] Vgl. http://www.tu-berlin.de/~zfa/.
[2] Vgl. Benz, Wolfgang; Wetzel, Juliane (Hgg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit. Regionalstudien 1: Griechenland, Luxemburg, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweiz, Berlin 1996; Vgl. Benz, Wolfgang; Wetzel, Juliane (Hgg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit. Regionalstudien 2: Frankreich, Österreich, Ukraine, Lettland, Litauen, Estland Tschechoslowakei, Berlin 1998; Vgl. Benz, Wolfgang; Wetzel, Juliane (Hgg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit. Regionalstudien 3: Dänemark, Niederlande, Spanien, Portugal, Ungarn, Albanien, Weißrußland, Berlin 1999; Vgl. Benz, Wolfgang; Wetzel, Juliane (Hgg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit, Regionalstudien 4: Belgien, Italien, Kroatien, Serbien, Slowakei, Bulgarien, Berlin 2003.
[3] Voigt, Klaus, Villa Emma. Jüdische Kinder auf der Flucht 1940-1945 (Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit 6), Berlin 2002.
[4] Benz, Wolfgang; Körte, Mona (Hgg.), Rettung im Holocaust, Bedingungen und Erfahrungen des Überlebens (Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit 4), Berlin 2001.
[5] Benz, Wolfgang (Hg.), Überleben im Dritten Reich. Juden im Untergrund und ihre Helfer, München 2003.
[6] Kosmala, Beate, Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland 1933-1945. Ein Forschungsprojekt am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, in: Jahrbuch der historischen Forschung in der Bundesrepublik Deutschland 1998, München 1999, S. 36-44; Kreuter, Marie-Luise, Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Ein Dokumentationsprojekt am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 46 (1998), S. 445-449.
[7] Vgl. Riffel, Dennis, Datenbanken in der Geschichtswissenschaft. Das Projekt „Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland 1933-1945“, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 50 (2002), S. 436-446.
[8] Bei dem Text handelt es sich um einen Teil aus Bankier, David, Die öffentliche Meinung im Hitler-Staat. Die „Endlösung“ und die Deutschen. Eine Berichtigung, Berlin 1995: dort Kapitel 6: Kenntnis von der Judenvernichtung, S. 139-158.
[9] Keim, Anton Maria (Hg.), Yad Vashem, Die Judenretter aus Deutschland, Jerusalem 1984.
[10] Vgl. Grossmann, Kurt G., Die unbesungenen Helden. Menschen in Deutschlands dunklen Tagen, Berlin 1957.
[11] Vgl. Silver, Eric, Sie waren stille Helden. Frauen und Männer, die Juden vor den Nazis retteten, München 1994; Deutschkron, Inge, Sie blieben im Schatten. Ein Denkmal für „stille Helden“, Berlin 1996.
[12] Rogge-Gau, Sylvia, Jüdische Selbstbehauptungsstrategien zwischen nationaler Identität und Diskriminierung, in: Schmiechen-Ackermann, Detlef, Anpassung, Verweigerung, Widerstand. Soziale Milieus, Politische Kultur und der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland im regionalen Vergleich, Berlin 1997, S. 193-199.
[13] Pauker, Arnold, Deutsche Juden im Widerstand. Tatsachen und Probleme, Berlin 1999, S. 9.
[14] Vgl. Leichsenring, Jana, Gabriele Gräfin Magnis - Sonderbeauftragte Kardinal Bertrams für die Betreuung der katholischen "Nichtarier" Oberschlesiens. Auftrag - Grenzüberschreitung - Widerstand?, Stuttgart 2000, S. 91; Tacke, Käthe, Gertrud Luckner, in: Lebensbilder deutscher Quäker während der NS-Herrschaft 193-1945, Bad Pyrmont 1992, S. 55-58, hier S. 55.
[15] Vgl. Meyer, Beate, Gratwanderung zwischen Verantwortung und Verstrickung – die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland und die Jüdische Gemeinde zu Berlin 1938-1945, in: Simon, Hermann; Meyer, Beate (Hgg.), Juden in Berlin 1938-1945, Berlin 2000, S. 291-337.
[16] Vgl. Personalunterlagen zu Martha Mosse, Diözesanarchiv Berlin, Bestand DAB I/1-81.
[17] Vgl. Grossmann, Kurt G., Die unbesungenen Helden. Menschen in Deutschlands dunklen Tagen, Berlin 1957.
[18] Vgl. Wette, Wolfram u.a. (Hgg.), Retter in Uniform. Handlungsspielräume im Vernichtungskrieg der Wehrmacht, Frankfurt am Main 2002.
[19] Vgl. zur Person Wolfsons: http://www.tu-berlin.de/~zfa/.
[20] Wolfson, Manfred, Der Widerstand gegen Hitler. Soziologische Studie über Retter (Rescuers) von Juden in Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 15 (1971), 10.4.1971, S. 32-39; vgl. Ders., Zum Widerstand gegen Hitler. Umriß eines Gruppenporträts deutscher Retter von Juden, in: Tradition und Neubeginn, Köln 1975, S. 391-407.

Zitation
Jana Leichsenring: Rezension zu: Kosmala, Beate; Schoppmann, Claudia (Hrsg.): Überleben im Untergrund. Bd. 5:Hilfe und Rettung für Juden in Deutschland 1941-1945. Berlin  2002 , in: H-Soz-Kult, 11.11.2003, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-1758>.
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11.11.2003
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