"Displaced Persons" in Niedersachsen und Bremen“

"Displaced Persons" in Niedersachen und Bremen

Veranstalter
Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen, Arbeitskreis für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Veranstaltungsort
Rathauskontor/ "ZeitZentrum Zivilcourage", Theodor-Lessing-Platz 1a
PLZ
30159
Ort
Hannover
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.11.2022 - 05.11.2022
Deadline
28.10.2022
Von
Oliver Schael, Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg, Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

Der Arbeitskreis für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen wird sich im Rahmen seiner Herbsttagung 2022 mit dem Thema "'Displaced Persons' in Niedersachsen und Bremen" auseinandersetzen und dabei politische, soziale und kulturelle Aspekte des Gegenstandes in den Blick nehmen.

"Displaced Persons" in Niedersachen und Bremen

Im Anschluss an die Frühjahrstagung 2022, die der britischen Besatzungsherrschaft in Norddeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg galt, geht es der Herbsttagung mit dem Blick auf die DPs um einen Themenkomplex, der Mitte der 1990er-Jahre noch zu den "vergessenen Kapiteln der deutschen Nachkriegsgeschichte" (Juliane Wetzel) zählte. Seither allerdings hat die nationale und internationale Forschung insbesondere durch Untersuchungen auf der Ebene einzelner Lager, Städte, Regionen und Bundesländer die Geschichte der rechtlich-administrativen Kategorie DP sowie der ihr zugeordneten Menschen und ihrer Erfahrungen in mancherlei Hinsicht erschlossen. Wenngleich der Schwerpunkt der Forschung weiterhin auf der unmittelbaren Nachkriegszeit liegt, lassen sich inzwischen auch Studien ausmachen, die sich der Geschichte der in Deutschland verbliebenen und in der Bundesrepublik seit 1951 als "Heimatlose Ausländer" bezeichneten Menschen widmen und Bezüge zu bundesdeutschen Debatten um Asyl und Zugehörigkeit herstellen.
Ziel der Herbsttagung des Arbeitskreises ist es, eine Bestandsaufnahme der Forschung zu den "Displaced Persons" für Nordwestdeutschland zu unternehmen und Perspektiven der Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema zu eruieren und zu diskutieren.

Programm

10.30 Uhr
Begrüßung und Regularien (u.a. Neuwahl des Sprecherteams)

11.15 Uhr
Liam Harrold (Hannover), Das Kibbuz "Zur Befreiung" in Ahlem als Unterkunft für Displaced Persons

12.00 Uhr
Anne-Katrin Henkel/ Matthias Wehry (Hannover), Sammeln, erschließen, identifizieren, erforschen. Jüdische Buchkultur aus dem DP-Camp Bergen-Belsen im Bestand der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

12.45 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Jessica Wehner (Osnabrück), "Who Share our Concern for These People" – Psychisch versehrte Displaced Persons und ihre Versorgung in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück

14.15 Uhr
Sebastian Huhn (Osnabrück), Die Versorgung "Heimatloser Ausländer" in der niedersächsischen Provinz in den 1950er- und 1960er-Jahren

15.00 Uhr
Rüdiger Ritter (Bremerhaven), Displaced Persons und Erinnerungskultur am Beispiel des DP-Camps Haren/ Maczków und des Resettlement Camps Bremen-Grohn

15.45 Uhr
Abschlussdiskussion

16.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Kontakt

Oliver Schael
Otto-Falckenberg-Str. 15
56070 Koblenz
0261 30000150
oliver.schael@gmx.de

https://www.historische-kommission.niedersachsen.de/startseite/aktuelles_veranstaltungen/arbeitskreise/arbeitskreise-114384.html
Redaktion
Veröffentlicht am
27.09.2022
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
Region(en)
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
Sprache der Ankündigung