Deutschland in Israel – Israel in Deutschland: 1948 bis zur Gegenwart

12. Internationale Joseph Carlebach Konferenz

Veranstalter
Carlebach-Arbeitskreis an der Universität Hamburg; Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg; Joseph-Carlebach-Institut an der Bar Ilan Universität, Ramat Gan
Veranstaltungsort
Hamburg (digital)
PLZ
20144
Ort
Hamburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.07.2021 - 06.07.2021
Von
Beate Kuhnle, Verwaltung, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

12. Internationale Joseph Carlebach Konferenz

12. Internationale Joseph Carlebach Konferenz

Die Idee zu der Tagung knüpft an die Beobachtung an, dass sich mit der Staatsgründung Israels 1948 parallel zu den beiden deutschen Staatsgründungen deutsch-jüdische Konstellationen grundlegend verändert haben. Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden neue Bedingungen für Begegnungen zwischen Gemeinwesen geschaffen, deren Menschen durch die für viele Individuen sowie für die kollektive Erinnerung prägende, aber gegensätzliche Holocausterfahrung miteinander verbunden waren. Heute, mehr als siebzig Jahre nach den Staatsgründungen, lassen sich nicht nur unterschiedliche nationale Geschichten rekonstruieren. Vielmehr ist die Geschichte Deutschlands und Israels auf vielfache Weise verflochten, was die Beschreibung markanter historischer Ereignisse, spezifischer Institutionen und Erinnerungsnarrative unter dem Aspekt der histoire croisée bzw. von entangled memories nahelegt. Perspektiven auf Begegnungen und Zusammenarbeit, die durch die Existenz eigenständiger politischer Systeme, Rechtsordnungen, wirtschaftlicher Kontexte und kultureller Aktivitäten gerahmt werden, sollen im Verlauf der zwei Tage im Fokus stehen. In den Vorträgen kommen Wissenschaftler/innen unterschiedlicher Disziplinen zu Wort, die das Mit-, Neben-und Gegeneinander von Israelis und Deutschen in ihren Entwicklungen und Veränderungen in den Blick nehmen, bzw. Israel und Deutschland im jeweils anderen Land nachspüren. Nach jedem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Programm

Montag, 05.07.2021

14.00 Begrüßung: Doerte Bischoff(UHH), Andreas Brämer (IGdJ)
Grußwort: George Yaakov Kohler(JCI, Bar Ilan Universität, Israel)

Panel 1 (Re-)Migration und Zugehörigkeit
Moderation: Doerte Bischoff

14.20 Grit Schorch (Tel Aviv): JüdischeRemigranten aus Palästina/ Israel und der Holocaust-Diskurs der DDR

15.00 Miriam Rürup (Potsdam): Eine neue Form der Diaspora: Die Bedeutung jüdischer Zugehörigkeit im deutschen und im israelischen Staatsangehörigkeitsrecht im Vergleich

15.40-16.00 Pause

Panel 2 Politische Beziehungen
Moderation: Anja Tippner

16.00 Lina Nikou (Jerusalem): Lokale Erinnerungskulturen als Beziehungsgeschichten -Einladungsprogramme für einst Verfolgte des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik

16.40 Katharina Konarek (Haifa): Die deutschen politischen Stiftungen und ihre Rolle im Annäherungsprozess

17.20 David Witzthum (Jerusalem): DerAnfang einer wundersamen Freundschaft? Deutsch-Israelische Annährungen 1948-1960

18.00 Pause

Abendvortrag Joseph Carlebach-Lecture
Moderation: Andreas Brämer

19.00 Michael Brenner (München): Deutschland und Israel –Kultur-politische Beziehungen und kulturelle Verflechtungen (1948 bis zur Gegenwart)

Dienstag, 06.07.2021

Panel 3 Verflechtungen/Entflechtungen: Theater, Literatur und Film
Moderation: Thomas Weber

9.00 Anat Feinberg (Heidelberg): Wieder auf der deutschen Bühne: Israelische Theaterkünstler in Deutschland

9.40 Sebastian Schirrmeister (Göttingen):"Da war ich gekommen, Rache zu nehmen." Deutschlandbesuch und Vergeltungsdiskurs in der israelischen Literatur

10.20-10.50 Pause

10.50 Doerte Bischoff (Hamburg): Vernetzte Geschichte(n): Israel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

11.30 Lea Wohl-von Haselberg (Berlin): Deutsch-israelische Fernsehbeziehungen. Am Beispiel der Filme von Karl Fruchtmann

Pause 12.10 –13.40

Panel 4 Gesten und Narrative des Miteinanders –Projektionen der Differenz
Moderation: George Yaakov Kohler

13.40 Amir Engel (Jerusalem): The 1951 Goethe Prize to Buber -A Case in the Cultural Politics of Reconciliation

14.20 Enrico Lucca (Leipzig): Christian-Jewish Networks. Hugo Bergmann, Gertrud Luckner and the Freiburger Rundbrief

15.00-15.30 Pause

15.30 Alexandra Klei (Hamburg/Berlin): "Bauhaus in Tel Aviv". Bilder und Elemente einer deutschen Erzählung seit den 1980er Jahren

16.10 Julie Grimmeisen (München): Deutsche Israel-Bilder –Israelische Deutschland-Bilder

Im Anschluss: Schlussdiskussion

Die Teilnahme ist frei. Anmeldung über buero.exil@uni-hamburg.de
(Login-Daten werden zugeschickt)

Kontakt

buero.exil@uni-hamburg.de

http://www.igdj-hh.de/event-details-kopie/id-12-internationale-joseph-carlebach-konferenz.html
Redaktion
Veröffentlicht am
15.06.2021
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