Cover
Titel
Germany's Colonial Pasts.


Autor(en)
Ames, Eric; Klotz, Marcia; Wildenthal, Lora
Reihe
Texts and Contexts
Erschienen
Anzahl Seiten
284 S.
Preis
£34.50
Rezensiert für H-Soz-Kult von
Birthe Kundrus, Hamburger Institut für Sozialforschung

Der vorliegende Band ist in memoriam Susanne Zantop gewidmet. Sie war seit 1982 am Dartmouth College in Hanover/New Hampshire tätig, seit 1996 als Professorin für „German and Comparative Literature“. Viele ihrer Studien waren im Spannungsfeld von Geschichte und Literatur angesiedelt. Seit den 1990er Jahren galt ihr besonderes Interesse dem deutschen Kolonialismus, und im Zuge ihrer herausragenden Forschungen zu kolonialer Literatur in Deutschland ante rem erschien 1997 ihr Buch "Colonial Fantasies. Conquest, Family and Nation in Precolonial Germany, 1770-1870". Zwei Jahre später wurde das Werk in deutscher Sprache übersetzt. Im Januar 2001 wurde Zantop zusammen mit ihrem Mann Half Zantop in ihrem Wohnhaus in Hanover ermordet. Der Band versammelt Beiträge, die ursprünglich für einen workshop gedacht waren, den Zantop für Juni 2001 geplant hatte.

Der Fokus der Publikation liegt auf einer kulturgeschichtlichen Perspektive, die insbesondere die Frage, wie koloniale Themen auf die Identitätsformierung der Deutschen wirkten, in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Diese Frage nach den (Nach-)Wirkungen des Kolonialismus ist nach wie vor verdienstvoll, und man ist als Leserin zunächst einmal für jede weitere, kluge Einzelarbeit und -beobachtung dankbar. Und derer gibt es durchaus viele in dem Band. Woodruff D. Smith verleiht seiner Kritik an Modernisierungstheorien eine neue Wendung, indem er auf die Kultur der Ehre/Respektabilität (culture of respectability) verweist. Diese habe seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die bürgerlichen Welten Europas und Nordamerikas durchzogen, und sie sieht Smith auch noch im Bild des „guten Kolonisators“ wirken, als der das Deutsche Reich dastehen wollte und sollte. Bradley D. Naranch beschäftigt sich mit der Erfindung des „Auslandsdeutschen“ zwischen 1848 und 1871. Waren vor allem die USA-Emigranten bis zur Revolution eben dies, nämlich Auswanderer, wurden sie im Zuge des anschwellenden Nationalismus zu „Auslandsdeutschen“, zu Verlorenen, deren Bindung an die deutsche Nation es unbedingt zu stärken galt. Diese Umdeutung der Auswanderer zu Sendboten des Deutschen sei als Spielart einer informellen Expansion anzusehen, bevor es überhaupt einen deutschen Staat und staatlich unterstützte Kolonialerwerbungen gab. Hinter dieser ideellen Verbindung der deutschen Inseln überall auf der Welt habe gestanden, die politische Macht, den wirtschaftlichen Einfluss und das kulturelle Prestige des Mutterlandes zu erhöhen und damit zur Einigung beizutragen. Sara Lennox unterzieht die „Südafrikanischen Novellen“, die Hans Grimm 1913 veröffentlichte, einer neuen, aufschlussreichen Lektüre. In „Dina“ und „Wie Grete aufhörte, ein Kind zu sein“ stünden zwar auch die „Rassenbeziehungen“ zur Debatte, in erste Linie aber gehe es um die „koloniale Frauenfrage“, genauer gesagt darum, wie deutsche Frauen deutsche Männer in den Kolonien in deren erfolgreichem Fortkommen behinderten. Grimm habe nämlich mitnichten die deutschen Frauen als „Kulturträgerin“ oder sogar als „Retterin“ des vermeintlich in „Verkafferung“ versinkenden deutschen Mannes porträtiert, wie es die Kolonialideologie überwiegend propagierte. Vielmehr habe der Autor einen männerfreundlichen Standpunkt eingenommen, der um die sexuelle Attraktivität der Fremde wissend die versuchte Selbstdomestizierung seiner Protagonisten beschrieb. Offenbar unentschieden (oder skeptisch in Bezug auf die Attraktion der „deutschen Frau“) handelten seine beiden Novellen genau von diesem vergeblichen Kampf zwischen sexueller Freiheit und dem Verderben der „Rassenmischung“. David Simo erinnert in seinem lesenswerten Text daran, dass im Kontext des Kolonialismus Recht durchaus teilbar war. Im Reich sich allmählich durchsetzende Auffassungen wie dem Recht auf körperliche Unversehrtheit hätten in Kamerun nicht oder nur in eingeschränktem Maße gegolten. Dieses Ungleichgewicht sei u.a. eine Folge einer paternalistischen Auffassung der „Eingeborenen“ als Kinder bzw. Mündel gewesen. Die Einführung körperlicher Strafen, die in Europa sukzessive abgeschafft wurden, interpretiert Simo als Rückgriff auf vormoderne Strukturen und als Gegenakt zum eigentlichen Modernisierungsversprechen, unter dem Kolonialprojekte standen. Dementsprechend sei die europäische Modernisierung „an idea that becomes perverted and often transformed into its contrary when it is practiced in reality” (110). Ob dieses Diktum das Verhältnis von Moderne, Modernität und Kolonialismus tiefenscharf analysiert, bleibt zu bezweifeln. Diese Frage aber überhaupt zu stellen, ist durchaus anregend und verdiente weitere Beiträge. Pascal Grosse fragt in seinem differenzierten und abwägenden Beitrag nach möglichen Verbindungslinien zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus. Er sieht weniger Kontinuitäten, aber durchaus „Korrespondenzen“. Zum einen habe der Kolonialismus die Verankerung des Konzepts „Rasse“ im Werte- und Denkhorizont der deutschen Gesellschaft und ihrer (politischen) Eliten befördert. Da dieses Argument aber letztlich auch für die anderen europäischen Kolonialmächte gelte und sich die deutsche Kolonialherrschaft vermutlich nicht signifikant von Kolonialherrschaftsformen anderer europäischer Mächte unterscheide, liege die deutsche Spezifik vor allem in der fehlenden Erfahrung der Dekolonisation, gerade in der transitorischen Phase der Weimarer Republik. Ein „Kolonialismus ohne Kolonien“ habe das expansionistische Vakuum gefüllt und den Glauben genährt, Deutschland müsse in einem zukünftigen „Rassenkrieg“ als Hüter der Rassenordnung in Europa auftreten. Dieses zweite Argument bleibt etwas unscharf. Es wird kaum belegt und auch die Interferenzen zwischen Übersee-Kolonialismus und den kontinentalen Expansionsgelüsten der völkischen Rechten bleiben unklar. Elisa Joeden-Forgey befasst sich mit der „Deutschen Afrika-Schau“, die im „Dritten Reich“ ab 1936 bis zu ihrer Schließung 1940 tourte und vor allem drei Interessen dienen sollte: neben Jobbeschaffung für die Mitglieder rückte die Kontrolle der „Fremdrassigen“ sowie die revisionistische Kolonialpropaganda. Letztere geriet aber in Widerspruch zur Politik der „Rassenreinheit“, wenn im Zuge der Auftritte „Neger“ „deutsche Frauen“ ansprachen (oder umgekehrt). Zugespitzt formuliert: Die Geschichte der Afrika-Schau ist ein Beleg dafür, dass, sobald der Ort des Geschehens die Metropole war, Kolonialismus und NS-Rassismus in Konkurrenz zueinander traten. Robert Gordon und Dennis Mahoney zeigen am Film „Deutsches Land in Afrika“, der 1939 von Karl Mohri gedreht in die Kinos kam, wie über Exotik und Abenteuer die Jugend angesprochen wurde, der gleichzeitig das revisionistische Bild des besseren deutschen Kolonialherren, der den Briten hoch überlegen war, vorgeführt wurde. Nina Berman und Patrice Nganang analysieren zeitgenössische Autobiographien, Berman Corinne Hoffmanns „Die weiße Massai“ sowie Miriam Kwalandas „Die Farbe meins Gesichts. Lebensreise einer kenianischen Frau“, Nganang Hans Massaqouis „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ sowie Chima Ojis „Unter die Deutschen gefallen. Erfahrungen eines Afrikaners“. Berman betont in ihrem kenntnisreichen Text, dass beide besprochenen Bücher bestehende Stereotype über Afrika festzurrten anstatt zu problematisieren. Indem keinerlei Informationen über Kolonialisierungen bzw. Entkolonisierungen oder über Probleme der Modernisierung in Kenia gegeben werden, bliebe nur die trübe Einsicht, that „for the German audience cultural difference remains a timeless and unbridgeable divide between Germany and Kenya“ (222). Nganang hingegen interessiert sich für die Momente, in dem die Protagonisten Identitätsbrüche erlebten und sich als „anderer Deutscher“ oder als „schwarzer Ausländer“ erfuhren. Diese Position der beiden Autoren als In- wie Outsider habe nicht nur die Leben, sondern auch deren Narrative bestimmt. Leider aber vergleicht Nganang die beiden Berichte kaum und sagt auch nur wenig zu den Einwirkungen der höchst unterschiedlichen Zeitumstände – hier der Nationalsozialismus, dort die Bundesrepublik der frühen 70er. Offen bleibt auch, was spezifisch deutsch in dieser In-/Outsider-Konstellation gewesen sein könnte.

Marcia Klotz widmet ihren Beitrag der Weimarer Republik, einem postkolonialen Staat in einer kolonialen Welt. Während des Ersten Weltkrieges sei der Kolonialismus in einer ganz neuen Präsenz auf den europäischen Kontinent angekommen, zum einen als Vorwurf beider Kriegsparteien, der jeweilige Gegner kämpfe mit barbarischen Mitteln, zum andere als realer Akteur in Gestalt nord-, westafrikanischer, madagassischer und indochinesischer Besatzungskontingente. Die Deutschen hätten daraus den Schluss gezogen, dass sie in dieser neuen Welt nicht mehr zu den Kolonisierern, sondern zu den Kolonisierten gehörten, der Alliierten gleichermaßen wie der Afrikaner. Diese Entsetzen auslösende Zirkulation kolonialer Tropen lasse sich bis in die Schriften Hitlers verfolgen, der die Präsenz kolonialer Truppen als weitere Perfidie „des Weltjudentums“ schilderte, um im eigentlichen „Rassenkampf“ mit den „Ariern“ zu obsiegen. Bis zu einem gewissen Grade kann man Klotz Interpretation einer deutschen Angst vor auf dem Kopf gestellten Machtverhältnissen folgen. Doch zeigt sich hier eine für den Band charakteristische Überschätzung dieser Kolonialinspirierten Diskurse. Die Juden als Kolonialherren, war das wirklich das Bild, das Hitler vor Augen hatte, als er „Mein Kampf“ schrieb? Oder war dieses Szenario nicht viel losgelöster von konkreten Herrschaftskonstellationen, viel abstrakter, eben weil „der Jude“ in allen möglichen Herrscherposen imaginiert wurde? Die Warnung vor einer jüdischen Fremdherrschaft gehörte jedenfalls zu den Kernbeständen des Antisemitismus, wie überhaupt die Angst, das Reich werde von einer fremden Macht besetzt, gerade in der revisionistischen Rhetorik der Weimarer Republik eine große Rolle spielte.[1] Die den Kern dieser Rhetorik bildende Nationalstaatsideologie wurde offenbar nach 1918 durch koloniale bzw. kolonialrassische Fremdheitskonstruktionen ergänzt. Angesichts der Tatsache, dass die Zerrbilder einer jüdischen Überwältigung im „Rassenkampf“ schon lange im Umlauf waren, ließe sich in Bezug auf die judenfeindlichen Diskurse schlussfolgern, dass die aktuelle kolonialrassische Bedrohung der Nation in antisemitische Logiken eingebaut wurden – und damit der Antisemitismus weiter munitioniert wurde. Hitler erzählte somit keineswegs eine „Geschichte des Kolonialismus“ (143), sondern eine des Antisemitismus, nun mit kolonialen Versatzstücken. Klotz versäumt, den eigenen Gegenstand – koloniale-postkoloniale Strukturen, Verhaltenweisen, Mentalitäten, Ängste – zu kontextualisieren, ein Manko, dass sich in fast allen Beiträgen findet. Besonders negativ zu Buche schlägt diese Vernachlässigung im Aufsatz von Vanessa Agnew zu den kolonialen Ursprüngen der vergleichenden Musikwissenschaft. Da wird mit Superlativen – Kolonialismus als „’the most important influences on the history of world music’“ (42) oder der Pazifik als „of enormous cultural interest to German researchers“ – versucht, das historische Phänomen hochzuschreiben. Anstatt nach seiner Bedeutung erst einmal zu fragen, wird diese vorausgesetzt – und das Ergebnis ist immer das Gleiche. Für eine Andeutung, womit sich denn die vergleichende Musikforschung in Deutschland um 1900 noch beschäftigte und welchen Stellenwert darin die Beschäftigung mit den deutschen Kolonien hatte, in einer imperial aufgeteilten Welt, wäre man schon dankbar. Auch eine so kompetente Autorin wie Kristin Kopp erliegt dieser Versuchung. Sie folgt den kolonial-narrativen Strukturen im Ostmarkenroman. Wie im kolonialen Diskurs um „Verkafferung“ sei es auch in den Erzählungen und Romanen mit den in den preußischen Ostprovinzen agierenden jungen deutschen Männern kulturell bergab gegangen, sobald sie sich mit einer Polin einließen. Die Analogien zwischen diesen Mustern sind offensichtlich. Aber: Wird nicht in allen Identitätsprozessen Differenz strukturell immer sehr ähnlich produziert, egal ob es im Kern um Rasse, Nation, Klasse, Geschlecht oder Religion geht? Dennoch gibt es doch Unterschiede bzw. Besonderheiten in den Konstruktionen um „den Polen“ oder „den Neger“, hatten sie andere Funktionen, unterlagen anderen Logiken. „Polonisiert“ beispielsweise scheint mir nur zum Teil deckungsgleich mit „verkaffert“. Beide Begriffe beschrieben die als Bedrohung wahrgenommene Angleichung an eine Fremde. Aber „Polonisierung“ implizierte eine bewusste Strategie der Polen (durchaus vergleichbar dem Begriff der „Germanisierung“), durch Sprache und Religion die Deutschen auf ihre Seite zu ziehen, als Schritt zu der ihnen vorenthaltenen Staatsbildung. Dieses machtpolitische Kalkül, diese taktische Dimension der Überwältigung wurde Afrikanern schon „mangels Intellekt“ gar nicht zugestanden. Dies scheint mir der Unterschied zwischen Afrika und den Ostprovinzen: Lag in dem einen Fall der Schwerpunkt darauf, dass die Deutschen sich selbst gefährdeten – und blieben die Afrikanerinnen in einer eher politisch passiven Rolle –, trat im anderen Fall die aktive Bedrohung durch die Polinnen hinzu, die immer auch als Agentinnen für die polnische Sache imaginiert wurden. Insofern wurde die „Überwältigung“ mit zum Teil ähnlichen Mustern wie im kolonialen Setting, vielleicht sogar mittels Transfers der kolonialen Verfremdung – „the black Pole“ (84) – hergestellt, folgte aber im entscheidenden Punkt der Feindbildkonstruktion einer nicht kolonial-, sondern nationalpolitischen Logik. Ausschlaggebend hierfür war der andere historische und räumliche Kontext, waren die langen Traditionen des deutsch-polnischen Gegensatzes, politisch wie kulturell, sprachlich wie religiös.

Eine zweite Schieflage des Sammelbandes betrifft den den Aufsätzen zugrunde liegenden Kolonialismusbegriff. Er wird entweder überhaupt nicht reflektiert oder so allgemein gefasst, dass er bis zur Unkenntlichkeit strapaziert wird. Agnew z.B. meint mit „colonial discourse“„the set of arguments and practices that promoted and legitimized the territorial control and exploitation of a group of people by a state apparatus“ (44). Das lässt immerhin Handelsstützpunkte und die Zeit der Handelscompagnien außen vor, würde aber verschiedene Formen nichtkolonialer Besatzungsherrschaft, etwa die Annexion der baltischen Republiken durch die UdSSR, einschließen. David Simo macht es sich noch einfacher: „colonization – that is the domination of foreign countries by force“ (97). „Irgendwie“ setzen alle Autorinnen und Autoren den Terminus mit Unfreiheit, Unterdrückung, Willkür und Ausbeutung gleich. Insofern wird jede illegitime Herrschaftsform mit dem Label „kolonial“ versehen und siehe: Die Deutschen haben ein reiches – oder sollte man besser sagen: katastrophales – koloniales Erbe. Abstrus wird diese Überdehnung dessen, worüber man hier eigentlich verhandelt, im Beitrag von Susannah Heschel. Sie argumentiert, die christliche Theologie sei kolonialistisch, weil sie den jüdischen Glauben kolonisiert hätte (148). Einen Höhepunkt habe diese Unterwerfung im „Dritten Reich“ erlebt, in der „Christian theologians“– von den „deutschen Christen“ oder auch nur „Protestanten“ ist an keiner Stelle die Rede – „believe, they were purifying Christianity (…). The genocide of the Jewish was a Christian expurgation, a cleansing, a longing for virgin theological territory. In colonialist terms it meant eliminating the savage for the sake of civilization, making room for civilization to spread itself.” (153) Mit derartig undifferenzierten und unüberlegten Äußerungen verliert der Begriff jegliche Unterscheidungsfunktion, dem eigentlich berechtigten Anliegen des Bandes wird so ein Bärendienst erwiesen.

Insgesamt hinterlässt der Sammelband einen zwiespältigen Eindruck. Die Gliederung suggeriert eine über die Chronologie hinaus nicht wirklich vorhandene Systematik, die angesichts der zerteilten Forschungslandschaft auch nicht erwartet werden kann. Dennoch stellt die Einleitung die Beiträge nur vor, anstatt den Versuch zu unternehmen, die präsentierten Ergebnisse zumindest ansatzweise zu synthetisieren. Da bei vielen us-amerikanischen Büchern an Verweisen auf deutschsprachige Literatur gespart wird, weiß man mitunter nicht, ob diese nicht rezipiert wurde, wie etwas Magnus Brechtgens einschlägige Studie zu den Madagaskarplänen (Fn. 36, 186), die Beiträge nicht aktualisiert wurden oder ob die deutschsprachigen Belege eben schlicht aus pragmatisch-editorischen Gründen fehlen. Es entsteht so ein eigentümliches Nebeneinander von interessanten und anregenden Argumenten und einer Überdehnung „kolonialer Zusammenhänge“, wahrscheinlich als Reflex auf die jahrzehntelange Vernachlässigung der mentalitätsgeschichtlichen Dimensionen des deutschen Kolonialismus.

[1] Vgl. Koller, Christian, Fremdherrschaft. Ein politischer Kampfbegriff im Zeitalter des Nationalismus, Frankfurt/M. /New York 2005.

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03.01.2007
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