Deutsch-Polnische Sommerakademie 2011: Polen in Geschichte und Gegenwart

Ort
Darmstadt
Veranstalter
Deutsches Polen-Institut
Datum
29.08.2011 - 04.09.2011
Von
Pascale Mannert, Osteuropäische Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen

Die deutsch-polnische Sommerakademie des Deutschen Polen Instituts hat es sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchswissenschaftler/innen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenzubringen. Sie erhalten so die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsprojekte in einem interdisziplinären, internationalen Kreis vorzustellen und breit gestreute Aspekte von Geschichte und Gegenwart Polens, und der deutsch-polnischen Beziehungen in einem transnationalen, europäischen Kontext zu diskutieren. Die Bandbreite an Disziplinen, aus denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, reichte von der Soziologie, der Geschichtswissenschaft und der Geografie über die Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte hin zur Philosophie. Den Kern der Sommerakademie machten Projektvorstellungen aus, die von Claudia Kraft (Siegen), Christian Prunitsch (Dresden) sowie Dieter Bingen, Peter-Oliver Loew und Manfred Mack (alle Darmstadt) moderiert wurden. Darüber hinaus bestand die überaus wertvolle Möglichkeit, durch Vorträge, Filme und Bibliotheksarbeit weitere Anregungen zu erhalten, weiterzugeben und zu vertiefen.

Die Tagung begann mit einer Sektion, in der unter Leitung von Claudia Kraft über den sowohl zentralen als auch problematischen Begriff der „Nation“ diskutiert wurde. Die hier angesprochenen Probleme wurden in der Projektvorstellung von JULIETTE DÉSVEAUX (Paris/Wien) aufgegriffen, die in ihrem Vortrag die erhöhte Präsenz von Polen auf Ministerialposten und Schlüsselpositionen in Wien nach 1863 als Folge einer neuen, doppelten politischen Loyalität der polnischen Abgeordneten deutete. Die Übergänge in den oft wechselhaften Laufbahnen dieser Akteure sowohl zwischen regionaler und überregionaler Ebene als auch zwischen Ministerial- , Verwaltungs- und parlamentarischen Posten bewertete sie als Ausdruck einer pragmatischen Politik, die stark durch die Kooperation mit dem Habsburgischen Reich gekennzeichnet sei. ANDREE KLENN (Siegen) ging in seinem Beitrag der Frage nach, wie Identitäten und Loyalitäten bei Angehörigen der deutschen Minderheit in der Region Posen der Zwischenkriegszeit gebildet und wodurch sie beeinflusst wurden. Die Schlüsselkategorie für seine Untersuchung bildete der Begriff des Vertrauens. Ein Vergleich zwischen Deutschen aus den unterschiedlichen ehemaligen Teilungsbereichen auf der Basis von Erinnerungsliteratur und Schrifttum unterer Verwaltungsbehörden sollte darüber hinaus die Antworten auf die Frage nach regionalen Unterschieden und deren Bedeutung für die Identitäts- und Loyalitätsbildung liefern. In der gleichen Zeitspanne bewegte sich der Beitrag von PASCALE MANNERT (Göttingen), die sich ebenfalls mit Angehörigen einer Minderheit auseinandersetzte, und zwar einer konfessionellen. In ihrer Arbeit werden Vertreter der beiden größten evangelischen Kirchen in Polen mit Sitz in Warschau und Posen untersucht, um Erklärungen für das konfliktreiche Verhältnis der evangelischen Kirchen zueinander, aber auch zum polnischen bzw. zum deutschen Staat zu finden. SOPHIE QUADT (Dresden) befasste sich in ihrem Beitrag mit den Entwicklungen der Kulturpolitik Polens seit 1989. Im Zentrum ihres Vortrags stand die These, dass Kultur eine sozialintegrative Wirkung habe und staatliche Kulturpolitik demnach Kultur dafür nutzen könne, kollektive Werthaltungen herzustellen und ein kollektives Identitätsmodell zu schaffen. Ausgehend von dieser These legte sie dar, welchen Stellenwert Kultur und Kulturpolitik in Polen nach 1989 einnahmen und ob Kulturpolitik in Polen vor allem als Geschichtspolitik verstanden wurde.

In einem öffentlichen Abendvortrag sprach CLAUDIA KRAFT (Siegen) über das Verhältnis von Polen und Europa. Sie verwies darauf, dass bereits der Vortragstitel „Polen und Europa“ im Polnischen auf zwei unterschiedliche Weisen – Polska i/ a Europa – übersetzt werden kann. Diese doppelte Deutungsmöglichkeit spiegele sich in der Bewertung des Verhältnisses von Polen zu Europa wider. Auf der einen Seite stehe das Bild, das Polen als integrativen Bestandteil und als Verteidiger des Christentums gegen die Mongolen (Antemurale Christianitatis) und als Bollwerk gegen den Kommunismus sehe, dessen Ausbreitung in den Westen durch das „Wunder an der Weichsel“ 1920 gehindert wurde. Dem entgegen stehe eine Haltung Westeuropas, die eine Zugehörigkeit Polens zu Europa zumindest in Frage stelle und sich selbst die alleinige Deutungshoheit darüber einräume. Kraft legte in ihrem Vortrag verschiedene Sichtweisen auf diese Problematik dar, ehe sie in einer offenen Diskussion auf die teilweise stark abweichenden Meinungen aus dem Publikum einging.

Die zweite Sektion, die um Minderheitenfragen und Erinnerungsorte kreiste, eröffnete STEFFI ARNOLD (Dresden) mit einem Beitrag zur Sprachenproblematik in der Zweiten Polnischen Republik. Ausgehend vom Beispiel vierer Woiwodschaften in Ostpolen fragte sie nach dem Prestige der ukrainischen Sprache. Sie vertrat die These, dass das Polnische auch unter Ukrainern als prestigeträchtiger und dem sozialen Aufstieg dienlicher angesehen wurde. Dagegen standen aber im Rahmen der ukrainischen Nationalbewegung unternommene Versuche, eine soziale Aufwertung der ukrainischen Sprache herbeizuführen. MARKUS NESSELRODT (Frankfurt/Oder) beschäftigte sich mit polnisch-jüdischen Displaced Persons in Deutschland in den Jahren 1945-1951. Unter den jüdischen Displaced Persons stellten die polnischen Juden den zahlenmäßig größten Anteil, was sich jedoch nicht in der Forschungslage zu dieser Gruppe widerspiegelt. Nesselrodt beschrieb die als temporäre Orte angelegten DP-Lager als Transiträume oder „Wartesäle an der Kreuzung zwischen Vergangenheit und Zukunft“, in denen unter den Umständen einer sich stetig verändernden, heterogenen sozialen Umgebung vergangene und zukünftige Lebenswege ausgehandelt wurden. IRENA KURASZ (Breslau) untersuchte die Lage der deutschen Minderheit in Niederschlesien in der Volksrepublik Polen und der Zeit nach 1989. Die Analyse der Rechtstellung und ihrer Besonderheiten ergab ein differenziertes Bild. Besonders seit 1989 sei die Grundlage für einen institutionellen Zusammenhalt der deutschstämmigen Niederschlesier weitgehend weggebrochen: Infolge des fehlenden realen oder befürchteten Drucks sahen vor allem Jüngere keine Notwendigkeit für einen Zusammenschluss mehr. Dies spiegele sich deutlich in der Mitgliederzahl und Struktur entsprechender Vereinigungen. ANNA LEIDINGER (Berlin) ging in ihrem Beitrag auf Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Polen der Jahre 2005-2010 am Beispiel Katyńs ein. „Katyń“ stehe nicht nur für die an diesem Ort vollzogenen Massenhinrichtungen, sondern für einen Komplex von Themen, die in der Zeit der Volksrepublik Polen als Tabuthemen galten und zu denen auch das Geheime Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin Pakt, der Warschauer Aufstand oder die Repressionen gegen die polnische Zivilbevölkerung in den Jahren 1939-41 zählen.

Den Auftakt zur dritten Sektion bildete ein Vortrag von CHRISTIAN PRUNITSCH (Dresden), in dem er sich mit den Polen- und Deutschenbildern bei Józef Ignacy Kraszewski, konkret im Roman „Powrót do gniazda“ (Rückkehr ins Nest) auseinandersetzte. Darin teilt der vom Auslandsstudium zurückgekehrte Sohn seinem Vater, einem katholischen Woiwoden, mit, dass er sich ohne Einverständnis der Eltern verlobt habe und zum Protestantismus konvertiert sei. Da der Vater beides nicht tolerieren könne, komme es zum unüberbrückbaren Bruch zwischen Vater und Sohn. Der Sohn flieht zu seinem Onkel, bei dem er Verständnis für die Konversion, nicht aber für die unstandesgemäße Verlobung findet. Dem Vater der als Personifikation moralischer Werte gezeichneten Braut, einem wohlhabenden, jüngst in den Adelsstand erhobenen deutschen Goldschmied und Diamantenhändler, gelingt es trotz zahlreicher Versuche nicht, den Woiwoden umzustimmen. In Folge der Unvereinbarkeit, aber auch der Unveränderlichkeit der Eigen- und Fremdbilder der Protagonisten endet die „Rückkehr ins Nest“ mit der Flucht der Jungen und dem Tod der an gebrochenem Herzen sterbenden Alten und führt so zum Untergang der Familie.

Die Sektion, die um Philosophie, Religion und Politik kreiste, eröffnete KRZYSZTOF CIERLIKOWSKI (Krakau) mit seinem Beitrag zum Problem des Bösen bei Immanuel Kant und Józef Tischner. Er arbeitete heraus, dass beide Philosophen die Erfahrungen des menschlichen Leidens und auch den Tod als Antwort auf das Böse sähen. Während Tischner die Ursprünge des Bösen im Verzicht auf die „Anderen“ sehe, gehe Kant von anderen Voraussetzungen aus und sehe das Böse als Folge von Verstößen gegen Moralgesetze und somit gegen die Vernunft an. SOPHIE STRAUBE (München) untersuchte die Bedeutung des Auslandspolentums, der so genannten Polonia, für die Entwicklung politischer und gesellschaftlicher Konzepte im sich nach 1989 neu positionierenden polnischen Staat. Im Rahmen ihrer Analyse der Polonia in den Vereinigten Staaten stellte sie deren Selbstverständnis und das der III. Polnischen Republik einander gegenüber und konnte so das Beziehungsgefüge, die jeweiligen Interessen und das Ausmaß der Zusammenarbeit beleuchten. JULIAN HÖBSCH (Düsseldorf) beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der religiösen Entwicklung in Polen seit 1989. Entgegen der religionssoziologischen These, dass mit einer einsetzenden und voranschreitenden Modernisierung die Religiosität abnehme, ist in Polen – trotz einer unzweifelhaft gegebenen Modernisierung – ein starker Abfall der Bevölkerung von der Kirche bisher nicht zu verzeichnen. Höbsch plädiert dafür, das Phänomen Religion auf unterschiedlichen Ebenen zu betrachten, um schließlich die verfügbaren Theorien mit der polnischen Empirie in Beziehung setzen zu können.

Mit einer Untersuchung, wie in der Volksrepublik Polen Kunst aus dem Untergrund heraus als Protestmittel eingesetzt wurde, begann KATARZYNA WANECKA (Gießen) die vierte Sektion. Sie stellte am Beispiel der Solidarność-Bewegung dar, wie unter den Bedingungen von Zensur und Kriegszustand in Filmen, in der Musik und in der Literatur gegen die Politik der kommunistischen Regierung Position bezogen wurde. Neben der Betrachtung der Interpretationsmöglichkeiten im Lande selbst nahm sie dabei auch die internationale Resonanz, vor allem in der Bundesrepublik Deutschland, in den Blick. NIKOLAUS ROOS (Tübingen) ging am Beispiel des Großraums Stettin dem Prozess eines grenzüberschreitenden Metropolisierungsprozesses von unten nach. Er betrachtete dabei Menschen, die die Infrastruktur auf beiden Seiten der Grenze nutzen und so die postulierte Politik der Regionsbildung tatsächlich leben. Ziel der Untersuchung ist es, die Voraussetzungen für die Entwicklung einer regionalen Gouvernance zu schaffen und davon ausgehend der politisch forcierten Regionialisierung „von oben“ die Mittel für eine erfolgreiche Umsetzung zu liefern. CORINNA KÜHN (Köln) stellte ein kunsthistorisches Projekt vor, in dem die Frage nach dem subversiven Potenzial des agierenden Körpers in ostmitteleuropäischen Ländern in den 1960er- und 1970er-Jahren im Mittelpunkt steht. Sie konzentrierte sich auf die unter dem Begriff „Neoavantgarde“ zusammengefassten Kunstrichtungen, die sich parallel oder entgegengesetzt zu offiziellen, geförderten Kunstrichtungen in Ostmitteleuropa entwickelten. Ihre Vertreter/innen brachten mit nicht viel mehr als dem eigenen Körper, der individuell genutzt und nicht in den Kontext einer Gruppe gestellt wurde, kritische Fragen und politische Statements zum Ausdruck.

CHRISTIAN SCHMIDT-ROST (Berlin) legte dar, dass Jazzmusik in der SBZ/DDR und in Polen in den Jahren 1945-71 wesentlich über westliche Radiosender rezipiert wurde, während die Beeinflussung des mit der Musik verbundenen Lebensstils vorrangig über das Wissen der älteren Generation verlief. Neben eine Nachahmung trat dabei zunehmend eine Aneignung und Anpassung der Musik und des damit verbundenen Lebensstils an die eigenen Gegebenheiten. Schmidt-Rost verwies auf die wechselhaften Umgänge der Herrschenden mit dem Jazz, der teils aus politischen Gründen abgelehnt, teils aus ökonomischen Motiven unterstützt wurde. SEBASTIAN BORCHERS (Bochum) stellte in seinem Beitrag musikkulturelle Austauschbeziehungen zwischen polnischen Komponisten der so genannten „Polnischen Schule“ sowohl mit der zeitgenössischen Musikszene in der Bundesrepublik Deutschland als auch mit der Deutschen Demokratischen Republik vor. Hierbei legte er Schwerpunkte auf die Zusammenarbeit polnischer Komponisten mit bundesdeutschen Musikinstitutionen, beleuchtete daneben aber auch die Zusammenarbeit ganzer Orchester aus beiden deutschen Staaten, die im Rahmen des jährlichen Internationalen Festivals zeitgenössischer Musik in Warschau auftraten. PAULINA BURZYŃSKA (Breslau) führte anhand von Dokumentation von Zeitzeugengesprächen in die Möglichkeiten und Problematiken ein, die Oral History und Visual History als Erinnerungsformen gegenwärtig bieten und legte deren Entwicklung zu Gedächtnismedien dar. In ihrer Arbeit hinterfragte sie Videozeugnisse von Holocaust-Überlebenden als Wissensquelle und Gedächtnismedium und untersuchte den Einfluss der Visual History auf die aktuelle Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes. Abschließend legte sie vergleichend die Funktionen dar, die dieses Gedächtnismedium in Polen und Deutschland erfüllt. Die Ergebnisse einer zwölfmonatigen Feldforschung stellte HANNA WADLE (Leeds) vor. In einem Ort in der masurischen Seenplatte, das in großem Umfang vom Tourismus lebt und in den Sommermonaten eine erheblich größere Zahl dort lebender Menschen aufweist, untersuchte sie die unterschiedlichen Raumkonstruktionen der Akteure. Sie verwies auf die Problematik, als Außenstehende Zugang zu dort lebenden Menschen zu finden und stellte als Lösungsvorschlag die mobile Perspektive vor, die es ermögliche, immer mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen, und so überall und nirgends zugehörig sein.

Die Tagung beleuchtete zahlreiche Facetten der polnischen Geschichte und zeigte die breiten Möglichkeiten und Synergieeffekte auf, die durch das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen genutzt werden können. Gerade die Zusammenarbeit zwischen Vertreter/innen stark polenbezogener Disziplinen mit Vertreter/innen von Disziplinen, die sich nicht durch einen ausgeprägten Polenschwerpunkt auszeichnen, erwies sich in der Diskussion durch das Aufwerfen neuer Aspekte und Problemkonstellationen als ausgesprochen gewinnbringend. Das Ziel der Sommerakademie, polenbezogene Projekte aus verschiedenen Fachrichtungen zur Geschichte und Gegenwart Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen zusammenzubringen und so ein interdisziplinäres Arbeiten zu unterstützen, wurde mehr als erreicht.

Konferenzübersicht:

Sektion 1
Moderation: Claudia Kraft (Siegen)

Juliette Désveaux (Paris/Wien): Die polnischen Minister und hohen Beamten in der Habsburger Monarchie 1891-1914

Andree Klann (Siegen): Deutsche und deutsche Identität(en) in der Woiwodschaft Poznań 1918-1932

Pascale Mannert (Göttingen): Protestantische Kirchen in der Zweiten Polnischen Republik

Sophie Quadt (Dresden): Kultur und Kulturpolitik in Polen nach 1989.

Öffentlicher Vortrag von Claudia Kraft (Siegen): Polen und Europa

Sektion 2
Steffi Arnold (Dresden): Prestige der ukrainischen Sprache in der Zweiten Polnischen Republik

Markus Nesselrodt (Frankfurt/Oder) Polnisch-jüdische Displaced Persons in Deutschland 1945-1951

Irena Kurasz (Breslau): Deutsche Minderheit in Niederschlesien. Eine soziologische Studie

Anna Leidinger (Berlin): Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Polen. Katyn als Erinnerungsort in der publizistischen Debatte der Jahre 2005-2010

Sektion 3
Moderation: Christian Prunitsch (Dresden)

Vortrag von Christian Prunitsch (Dresden): Exilpole im Kulturkampf: Józef Ignacy Kraszewski

Krzysztof Cierlikowski (Krakau): Das Problem des Bösen bei I. Kant und J. Tischner

Sophie Straube (München): Polen und die US-amerikanische Polonia seit 1989: Diskurse über Nation und Diaspora

Julian Höbsch (Düsseldorf): Polen – ein religiöser Sonderfall? Zum religiösen Wandel in Polen nach 1989

Tomasz Barganowski (Breslau) Deutschland und Polen angesichts der globalen Herausforderungen – Konvergenz der Interessen? [Dieser Vortrag musste krankheitsbedingt leider ausfallen.]

Sektion 4
Katarzyna Wanecka (Gießen): Die Solidarność-Bewegung in Literatur, Film und Musik. Ein deutsch-polnischer Vergleich

Nikolaus Roos (Tübingen): Grenzüberschreitende Regionalisierung „von unten“ im Großraum Szczecin

Corinna Kühn (Köln): Das subversive Potential des agierenden Körpers. Medialisierte Performances und Aktionen der Neoavantgarde(n) Ostmitteleuropas von 1960 bis 1989

Öffentliche Filmvorführung „Różyczka“ (Das Röslein)

Sektion 5
Moderation: Dieter Bingen, Peter Oliver Loew, Manfred Mack (alle Darmstadt)

Christian Schmidt-Rost (Berlin): Kalter Krieg und heiße Rhythmen – Jazz in der SBZ/DDR und Polen

Sebastian Borchers (Bochum): Rhythmus und Klang. Grundlagen der transnationalen Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und Polen in der Neuen Musik (1956-1989)

Paulina Burzyńska (Breslau): Visual History als Form der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Polen und Deutschland.

Hanna Wadle (Leeds): Navigating an Ambivalent Landscape. Sailing, Sightseeing and Hibernating in a Masurian Village in Poland

Zitation
Tagungsbericht: Deutsch-Polnische Sommerakademie 2011: Polen in Geschichte und Gegenwart, 29.08.2011 – 04.09.2011 Darmstadt, in: H-Soz-Kult, 15.11.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3890>.
Redaktion
Veröffentlicht am
15.11.2011
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