Gender, Ernährung und Gesundheit. Gegenwärtige Fragestellungen und historische Annäherungen

Ort
Stuttgart
Veranstalter
Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung
Datum
25.06.2015 - 26.06.2015
Von
Aaron Pfaff, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung

Vom 25. bis 26. Juni 2015 fand im Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM) in Stuttgart die Tagung „Gender, Ernährung und Gesundheit. Gegenwärtige Fragestellungen und historische Annäherungen” statt. In insgesamt zwölf Vortragen wurden kürzlich abgeschlossene Projekte oder Teilaspekte aus noch laufenden Projekten vorgestellt.

Nach Begrüßungen durch Robert Jütte und Ole Fischer, in denen die besondere Präsenz und Relevanz von Ernährungsfragen in den Medien und der Wissenschaft thematisiert wurden, leitete JANA RÜCKERT-JOHN (Fulda) die Sektion „Theorie und Methode” aus einer dezidiert soziologischen Perspektive ein. Rückert-John, Inhaberin der Professur für Soziologie des Essens an der Hochschule Fulda, thematisierte anhand von Ergebnissen der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) die vielfach propagierten Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten von Männern und Frauen. Unter Verwendung zahlreicher Beispiele zeigte sie, dass die Diskrepanzen innerhalb der Geschlechterkollektive vielfach größer sind als die ständig betonten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Eine einseitige Interpretation der Studie, die die geschlechtsspezifischen Unterschiede besonders berücksichtigt, könne daher selbst zur Reproduktion von Klischees und Stereotypen beitragen, warnte Rückert-John. In Bezug auf die Frage nach einem Zusammenhang von Geschlecht und sozialer Ungleichheit postulierte Rückert-John eine Geschlechterrollenerwartung, bei welcher das weibliche Geschlecht meist mit Inferiorität, das männliche mit Superiorität gleichgesetzt wird. Für das Thema der Ernährung wurde dies am Beispiel der nach wie vor vorhandenen Zuweisung der Frau als „Caretakerin” und der Dominanz der Männer in der Sterne-Küche veranschaulicht. Letztendlich sei Geschlecht eine kulturell geprägte Ordnungskategorie, welche ihre Wirkmächtigkeit auch durch ihre Omnipräsenz so lange erhalten habe. Erst der Geschlechterdiskurs der letzten Jahre zeige, dass dies nicht mehr als gegeben betrachtet und zunehmend kritischer hinterfragt werde.

Im zweiten Vortrag der Sektion stellte OLE FISCHER (Stuttgart) methodologische Überlegungen zu seinem Projekt an, in dem er sich mit Geschlecht und Fleischkonsum im 19. und 20. Jahrhundert befasst. Fischer ging dabei anhand von Fallbeispielen auf die Probleme ein, die sich bei der Nachzeichnung des diskursiven Prozesses ergeben. An dessen Ende stand die Charakterisierung des Fleisches als dezidiert männlich konnotiertes Nahrungsmittel. Dabei sollte vor allem mithilfe eines praxeologischen Ansatzes, in Anlehnung an Sven Reichhardt, eine Verbindung von Mikro- und Makrohistorie erreicht werden.

Praktiken waren auch das Thema der nächsten Sektion, welche ANNE SIEVERLING (Berlin) mit ihrem Vortrag zu geschlechtsspezifischen Praktiken der Nahrungsmittelherstellung in der Antike einleitete. In ihrem Promotionsprojekt beschäftigte sich Sieverling vor allem mit der Vasenmalerei in der homerischen bzw. archaischen Zeit. Dabei wurden die Darstellungen als idealisierte Bildchiffren interpretiert, welche verkürzend und färbend wirken würden und somit nicht als Alltagsdarstellungen aufgefasst werden dürften. In ihren Fallbeispielen stellte Sieverling Darstellung und Textübersetzung einander gegenüber und arbeitete die männlich und weiblich konnotierten Handlungen heraus. Dabei fielen die kultischen Tätigkeiten überwiegend in den männlichen Aufgabenbereich, während die alltägliche Nahrungsverarbeitung in der Verantwortung der Frau lag.

Der Mangel an Nahrungsmitteln und seine genderspezifischen Auswirkungen waren das Thema des Vortrages von MAXIMILIAN SCHUH (Heidelberg) vom Heidelberg Center for the Environment. Die dort entstandene interdisziplinäre Arbeit spiegelte sich auch in den zahlreichen computergenerierten Schaubildern wider, bei denen unter anderem die Erkenntnisse der Paleoklimaforschung einbezogen wurden und den Vortrag begleiteten. Schuh beschäftigt sich in seinem Projekt mit den Auswirkungen der Großen Hungersnot in England von 1315 bis 1322. Erste Quellenrecherchen ergaben dabei, dass sich kaum geschlechterspezifische Unterschiede aufzeigen lassen. Schuh argumentierte damit gegen die vielfach postulierte Benachteiligung von Frauen in Hungersnöten. Falls überhaupt nachweisbar seien diese sehr gering ausgefallen. In der Diskussion wurde auch auf die unterschiedliche Widerstandsfähigkeit der Geschlechter gegenüber geringeren Nahrungsmittelrationen eingegangen. Dies bildete einen passenden Übergang zum Vortrag von ELISABETH BERGER (Salzburg).

Berger stellte einen Teilaspekt ihres Dissertationsprojektes vor, in welchem sie sich mit den Lebenswelten der k. u. k. Soldaten in der Habsburgermonarchie befasst. Im Fokus standen dabei die Ernährungsvorschriften und -praktiken und ihre Auswirkungen auf die geschlechtliche Identität. Dabei stellte Berger heraus, dass in der k. u. k. Armee nach dem Subsidiaritätsprinzip verfahren wurde und es keine strikten Normierungen bezüglich der Ernährung gab. Somit hätten auch regionale Kochtraditionen ihren Eingang in die Versorgung gefunden. Die tägliche Versorgung mit Fleisch habe dabei nicht zur Debatte gestanden - sie sei somit als Grundrecht des Soldaten angesehen worden. Größeres Konfliktpotential herrschte wohl bei den Süßspeisen: Die traditionellen Mehlspeisen hätten sich bei den Soldaten großer Beliebtheit erfreut, würden seitens der Obrigkeit aber durchaus kritisch gesehen. Vor allem der Kostenfaktor habe dabei eine Rolle gespielt. Im Zuge des Aufkommens von medizinisch-diätischen Konzepten habe aber auch die Fokussierung auf eine zweckmäßigere Ernährung zugenommen. In Verbindung mit dem Menagenzwang und einer Normierung der Portionsgrößen habe dies auch zu einem, von der Führungsebene erhofften, disziplinarischen Effekt geführt.

Ernährungsregime und -disziplin spielten ebenfalls eine Rolle im abschließenden Vortrag des Tages. ULRIKE THOMS (Berlin) stellte dabei eine Ergänzung ihres Dissertationsprojektes vor, in welchem sie sich mit der Gefängnis- und Krankenhausernährung im 18. und 19. Jahrhundert auseinandergesetzt hatte. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die geschlechterspezifischen Unterschiede der Anstaltskost im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Von besonderem Interesse waren dabei für Thoms die geschlechterspezifischen Unterschiede in der Normierung der Kost und inwiefern diese in der Realität von den Vorgaben abwich. Die Referentin stellte dabei heraus, dass es einen erheblichen Mangel an statistisch validen Daten gebe und in den wenigen vorhandenen Quellen kaum nach Geschlecht unterschieden werde. In ihren Ausführungen stützte sich Thoms auf das Material aus 29 Anstalten, 24 davon für Männer und fünf für Frauen, insgesamt nur etwa 10-15 Prozent. Im Hinblick auf die „Laborsituation” wurden verschiedene Konzepte und Entwicklungen in der Ernährung der Insassen vorgestellt. Bedeutende Entwicklungsschritte seien dabei die Standardisierung der Kost in preußischen Anstalten 1833 oder die Einführung von Fleisch als regulärer Kost ab 1868 gewesen. Bemerkenswert war die Feststellung der Referentin, dass Frauen mitunter mehr Fleisch zugeteilt bekamen als männliche Insassen und dass regionale Unterschiede mehr ins Gewicht fielen als soziale. Anfänglich erhielten Frauen dieselbe Menge an Brot wie die männlichen Insassen. Dies habe dazu geführt, dass Frauen mit ihrem Überschuss handelten. Somit korreliert der Befund von Thoms mit dem von Schuh, dass eine unterschiedliche Behandlung der Geschlechter nicht in dem Umfang bzw. der Ausprägung gegeben war, wie bisher oft postuliert wurde. Während zwischen den Geschlechtern kaum differenziert wurde, sei dies bei den Insassen durchaus geschehen. Sowohl soziale Unterschiede als auch die Schwere des Vergehens hätten dabei eine wichtige Rolle gespielt.

Den zweiten Tag eröffnete NINA MACKERT (Erfurt) mit der Vorstellung ihres Habilitationsprojektes. In ihrem Vortrag zeichnete Mackert die Anfänge der Ernährungswissenschaften in den USA nach, vor allem das Aufkommen sogenannter „dietary standards” und die Etablierung von Maßeinheiten zur Kategorisierung von Nahrungsmitteln, wie beispielsweise das Konzept des „Nährgeldwertes” zeigt. In diesem Konzept verband die Ernährungswissenschaft sowohl ökonomische, medizinische als auch thermodynamische Diskurse, um am Ende das Ideal des effizienten und leistungsfähigen menschlichen Körpers hervorzubringen. Mit Hilfe dieses Konzeptes sei die Haushaltsführung zunehmend zu einer ökonomischen Frage gemacht und Hunger sei als Folge einer schlechten Haushaltsführung gebrandmarkt worden. Grundlage dieses mechanistischen Bildes von der Funktionsweise des Körpers sei der Mann gewesen, alle weiteren Berechnungen und Werte seien von diesem „Prototypen” des menschlichen Körpers abgeleitet worden. Diese Entwicklung wurde von Mackert aber nicht als eine genuin amerikanische identifiziert – erste ernährungswissenschaftliche Überlegungen in dieser Richtung hätten ihren Ursprung in Deutschland. Diese Ideen seien allerdings erst mit 30 Jahren Verzögerung, dann als amerikanische Idee, in Deutschland in einem breiteren Umfeld rezipiert worden.

Die Ernährungswissenschaften spielten auch im nächsten Vortrag von ISABELLA MARCINSKI (Berlin) eine tragende Rolle, beschäftigte sie sich doch mit der Magersucht und ihrem subjektiven Erleben. Dabei stützte sich Marcinski auf die These, dass auf dieses restriktive Essverhalten in Verbindung mit körperlicher Ertüchtigung, also körperdisziplinierenden und -optimierenden Praktiken, zurückgegriffen werde, um ein intensives Spüren und einen grundlegenden Selbstbezug zu evozieren. Anhand von autobiographischem Material explizierte Marcinski ihre Vorgehensweise, in der sie leibphänomenologische Ansätze um medizinhistorische, soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven erweiterte. Deutlich wurde die Nähe zur Philosophie, als sich Marcinski auf Hunger als Technologie des Selbst im Foucaultschen Sinne bezog. Angesprochen wurden auch die deutlich hervortretenden geschlechterspezifischen Unterschiede hinsichtlich der Quellenlage. Bei den Verfassern der autobiographischen Texte handelt es sich fast ausschließlich um Frauen. Diese Literatur habe sich im Laufe der Zeit zu einer Art Ratgeber entwickelt, um der Krankheit beikommen zu können. In der Diskussion wurde auf weitere aktuelle Entwicklungen im Hinblick auf Essstörungen eingegangen – von der Muskelsucht als männlich konnotiertem Äquivalent zur Magersucht bis hin zur Orthorexie.

In Anknüpfung an Rückert-John sowie an die Feststellung „Männer essen anders” beschäftigte sich JOHANNA ZÜHLKE (Kassel) ebenfalls mit den vergeschlechtlichten Ernährungsgewohnheiten, mit besonderem Fokus auf deren soziale Konstruktion. Dabei ging sie der Fragestellung nach, inwiefern eine vegane Ernährungsweise vergeschlechtlichte Zuschreibungen bestätigt, hinterfragt oder umdeutet. Die Basis dafür bildeten vor allem leitfadengestützte Experteninterviews, welche die Referentin mit Hilfe der Methoden der empirischen Sozialforschung (Grounded Theory und Objektive Hermeneutik) ausgewertet hatte. Als Hilfskonstruktion unterschied Zühlke zwischen drei Körpern: dem „abweichenden”, dem „gesunden” und dem „gesellschaftlichen”. Anhand ausgewählter Textpassagen veranschaulichte Zühlke die von ihr ausgemachten Deutungsmuster. So würden beispielsweise die Interviewten des „abweichenden” Typus häufig eine positive Veränderung in ihrem Leben wahrnehmen, welche sie in Verbindung mit ihren Ernährungsgewohnheiten sahen. Interessanterweise spielten in diesem Kontext andere Verhaltensweisen, wie beispielsweise die negativen Auswirkungen durch Alkohol- und Nikotinkonsum, nur eine untergeordnete Rolle. Die vegane Ernährungsweise war dem gegenüber stark herausgehoben. Der dritte Typus hingegen habe seinen Veganismus eher aus einer gesellschaftlichen Perspektive heraus betrachtet und beschäftigte sich mit den geschlechterspezifischen Zuschreibungen und ihren Auswirkungen auf soziale Interaktionen (beispielsweise Restaurantbesuche, Ernährungsdiskurse im Sport usw.).

Einem anderen Diskurs widmeten sich MELANIE KRÖGER (Berlin) und Jana Rückert-John, nämlich der hochaufgeladenen Debatte über das Stillen. Dabei wurden die ersten Ergebnisse einer explorativ angelegten, empirischen Studie vorgestellt. Kröger und Rückert-John äußerten die These, dass das Stillen eine Gesundheitsnorm mit großer Wirkmächtigkeit darstelle und dadurch einen erheblichen Erwartungsdruck erzeuge. Mit dieser normativen Aufladung ginge daher auch eine Reproduktion traditioneller Geschlechterrollenarrangements einher. Als Quellen wurden vor allem Internetforen und -blogs, Populäre Ratgeber und Graue Literatur genutzt. Dabei wurden fünf verschiedene Argumentationsmuster ausgemacht und detailliert dargestellt. Es wurde zusammengefasst, dass Stillen inzwischen keine Privatsache mehr sei – es werde zu einer gesellschaftlichen Norm erhoben. Demgegenüber werde das Nicht-Stillen zu einer rechtfertigungsbedürftigen Normverletzung und die ganze Debatte zum Politikum.

Die abschließende Sektion der Tagung setzte sich mit dem Thema „Prävention” auseinander. PIERRE PFÜTSCH (Stuttgart) befasste sich mit den unterschiedlichen Körperleitbildern in der Gesundheitsaufklärung der BRD. Dabei konnte er aufzeigen, wie unterschiedlich diese Aufklärung in der Praxis ablief. Während Frauen schnell als Zielgruppe für eine Ernährungskontrolle ausgemacht werden könnten, sei dies bei Männern erst mit einiger zeitlicher Verzögerung der Fall gewesen. Die Argumentationsmuster waren ebenfalls sehr unterschiedlich. Im Falle der Frauen sei der öffentliche Diskurs klar von Attraktivitätsvorstellungen geleitet gewesen. Für Männer sei das Schlanksein erst zur Norm geworden, als das Übergewicht als Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen identifiziert wurde. Erreicht werden sollte dieses Ideal aber nicht, wie bei den Frauen, durch ein kontrolliertes Ernährungsverhalten, sondern hauptsächlich durch Sport. Der aufkommende Fitnesstrend habe gleichfalls eine erhebliche Rolle gespielt.

Das Konzept des Risikofaktors Ernährung lag auch dem abschließenden Vortrag von STEFAN OFFERMANN (Leipzig) zugrunde. Er beschäftigt sich in seinem Dissertationsprojekt mit dem Faktor aus einer transfer- und verflechtungsgeschichtlichen Perspektive. Eine wichtige Rolle kam dabei der epidemiologischen Transition weg von Infektionskrankheiten und hin zu den Zivilisations- und Wohlstandserkrankungen im Bereich des Herzkreislaufsystems zu. Methodisch anschließend an Gouvernementalitätsstudien untersuchte Offermann, inwiefern das Risikofaktorenmodell zu einer freiwilligen Selbstoptimierung des Einzelnen beiträgt. Als Grundlage für diese ersten Ergebnisse dienten Offermann zahlreiche west- und ostdeutsche Fachzeitschriften. Die Aktualität solcher Überlegungen zeigt sich auch in den aktuellen Trends hin zu einer zunehmenden Selbstvermessung (Self-Tracking), gipfelnd in der Quantified Self-Bewegung.

Die Tagung zeichnete sich durch ein hohes Maß an interdisziplinärer Kompetenz aus, die sich sowohl in der Themenvielfalt als auch in den Diskussionen widerspiegelte. Insofern trug die Tagung sicherlich dazu bei, die allzu häufig im populärwissenschaftlichen Diskurs rezitierten und reproduzierten Stereotypen zu entlarven und zu dekonstruieren. Die Vielzahl an laufenden Projekten lässt zu dem auf eine stärkere Fokussierung der Medizin- und Sozialgeschichte auf ernährungstheoretische Diskurse hoffen.

Konferenzübersicht:

Robert Jütte; Ole Fischer, Begrüßung und Einführung

Sektion Theorie und Methode (Leitung: Martin Dinges)

Jana Rückert-John (Fulda), Geschlecht und Ernährung. Eine soziologische Einführung

Ole Fischer (Stuttgart), Methodologische Überlegungen zur historischen Analyse geschlechtsspezifischer Ernährungspraktiken am Beispiel des Fleischkonsums

Sektion Praktiken (Leitung: Robert Jütte)

Anne Sieverling (Berlin), Geschlechtsspezifische Nahrungsherstellung und Konsumkultur im antiken Griechenland

Maximilian Schuh (Heidelberg), Genderspezifische Nahrung in der spätmittelalterlichen Subsistenzkrise? Die große Hungersnot in England (1315-1322) und ihre Auswirkungen auf die Ernährung

Elisabeth Berger (Salzburg), Medizinisch-diätische Konzepte, Ernährungsvorschriften und Ernährungspraktiken in der k.u.k. Armee: Im Spannungsfeld gesundheitlicher Überlegungen, Ernährungs-präferenzen und geschlechtlicher Identität

Ulrike Thoms (Berlin), Gender issues? Die Ernährung weiblicher und männlicher Strafgefangener im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Sektion Körper- und Geschlechterbilder (Leitung: Ole Fischer)

Nina Mackert (Erfurt), Haushaltungen: Kalorien, Körper und Küchen in den USA der Progressive Era

Isabella Marcinski (Berlin), Magersucht und die Frage nach ihrem Erleben

Johanna Zühlke (Kassel), Vergeschlechtlichte Ernährungsgewohnheiten und Körpervorstellungen am Beispiel des Veganismus

Melanie Kröger (Berlin); Jana Rückert-John (Fulda), Stillen als Quelle von Gesundheit. Die Reproduktion traditioneller Geschlechterrollen durch natürliche Mütterlichkeit

Sektion Prävention (Leitung: Sylvelyn Hähner-Rombach)

Pierre Pfütsch (Stuttgart), Normativität, Ernährung und Geschlecht: Zur Veränderung von Körperleitbildern im Spiegel der Gesundheitsaufklärung in der BRD (1950-2000)

Stefan Offermann (Leipzig), Der „Risikofaktor” Ernährung in der DDR und BRD in den 1960er bis 1980er Jahren

Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Gender, Ernährung und Gesundheit. Gegenwärtige Fragestellungen und historische Annäherungen, 25.06.2015 – 26.06.2015 Stuttgart, in: H-Soz-Kult, 25.09.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6178>.
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Veröffentlicht am
25.09.2015
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