Selbstbehältnisse. Orte und Gegenstände der Aufbewahrung von Individualität

Ort
Berlin
Veranstalter
Laura Busse / Andreas Gehrlach / Waldemar Isak, Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin
Datum
15.11.2019 - 16.11.2019
Von
Sofie Fingado, Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Tagung stellte in zwölf Beiträgen unterschiedliche Überlegungen vor, die sich in drei Sektionen gliederten: Während die Stationären Selbstbehältnisse sich mit Wohnräumen und Wohnen beschäftigten, nahmen die Tragbaren Selbstbehältnisse Kleidung, transportable Dinge und Exoskelette in den Blick. Die Machträume schließlich versammelten Vorträge, die sich mit der Erfahrung des Schutzes und den Selbstbehältnissen als Bedingung der Möglichkeit ebendieser Erfahrung auseinandersetzten. Die Präsentation des Taschenmachers Peter Brunsberg bildete einen Übertrag der theoretischen Überlegungen in die Praxis, die viele der theoretischen Positionen aufgriff.

KARIN DECKNER (Berlin), die die Tagung eröffnete, gab in ihrem Vortrag zum Schlüssel einen Einblick in ihr Dissertationsprojekt und stellte zunächst ihre materielle, an Martin Heideggers „Zeug-Analyse“ orientierte Lesart vor. Neben diesem theoretisch-beschreibenden Zugriff unterstrich sie die taktile und sensuelle Erfahrbarkeit anhand ihres eigenen Schlüsselbundes – den sie nicht nur in seiner Genese und Verwobenheit mit autobiographischen Ereignissen präsentierte, sondern auch in seiner materiellen Präsenz zum Teil des Vortrags und des wissenschaftlichen Arbeitens werden ließ. Der Schlüsselbund tritt zunächst in seiner Fragilität auf, in der Möglichkeit von Verlust und Dysfunktionalität. Zugleich verbindet sich mit dieser Materialität auch die Beständigkeit materieller Stützen – gleich welcher Materialität stellen diese „Schlüsselhandlungen“ so immer auch die Frage nach der Ermöglichung ihres reibungslosen Ablaufes, ihrer Störungsfreiheit und ihres Zuhandenseins (Heidegger). In der Diskussion wurde der Bezug zum Körpergedächtnis deutlich, der den Übertrag der Schlüssel in andere (Nicht-)Materialitäten erlaubt: Das Eintippen eines (Tür-)Codes und die Preisgabe des Fingerabdrucks sind Praktiken, bei denen wir selbst zum Schlüssel werden. Dabei steht der Schlüssel in einem engen Verhältnis zu Individualräumen des Selbst, die ihn zu einem Träger jener Räume machen und ihm selbst den Status eines bewohnten Ortes verleihen.

MONIQUE MIGGELBRINK (Paderborn) knüpfte an ihre Dissertation zum Thema Fernsehen und Wohnkultur. Zur Vermöbelung von Fernsehapparaten in der BRD in den 1950er- und 1960er-Jahren an, wobei sie die Gehäuse, Fassaden und Blenden von Fernsehern und Computern als eine Form der Selbstbehältnisse vorstellte. Den von den technischen Geräten ausgehenden Störungen des häuslichen Raumes wird mit einer Invisibilisierung durch Einkapselung und „Vermöbelung“ begegnet: Technisches wird an eine häusliche Ästhetik zurückgebunden und nimmt hier die Form von etwa Miniaturschränken an; die Schrankwand wird zur Verbündeten des Fernsehers und zu einem „Speicher von Wohnkultur“. In der Diskussion wurde einerseits an die Störung der Ästhetik des Hauses durch den Fernseher angeknüpft sowie anderseits bemerkt, wie dieser eine Bedingung der Möglichkeit sein kann, außerhäusliche Unterhaltung in das Zuhause zu tragen.

WALDEMAR ISAK (Berlin) stellte Ted Spagnas in den 1970er- und 1980er-Jahren entstandene Fotoserie Sleep vor, die Menschen in ihren eigenen Betten von oben abbildet. Indem die Betten in festgelegten Intervallen über die Spanne einer Nacht fotografiert wurden, entstanden fotografische Serien, die in ihrer Chronologie die Bewegungen und Positionsveränderungen der Schlafenden dokumentierten. Dabei steht die Zufälligkeit der abgebildeten Körper, ihrer Posen und Haltungen zur Disposition. Während die Serien ein Nicht-Eingreifen des Fotografen und eine natürliche Bewegungsabfolge zu zeigen vorgeben, wird in den Bildern auch eine Disziplinierung der Körper und eine Inszenierung sichtbar. Die von den Bildern miterzählte Nacht etwa ist dabei gerade das, was zwischen den mit Blitzlicht aufgenommenen Bildern stattfindet und auf ihnen nicht abgebildet werden kann. Das Bett als besonders textilintensiver Ort verspricht, so Isak, die Möglichkeit einer Abbildung nachträumlicher Identität, die sich über die Textilentscheidungen der im Bett Abgebildeten vermittelt. Auch die unmittelbare Umgebung des Betts, die „Hinlänglichkeit“ der vertrauten Dinge, scheint Aufschluss über die Schlafenden geben zu können. Im Anschluss an Roland Barthes‘ Überlegungen zur Proxemie ist es die eigene Unordnung des Bettes, die in ihrer Eigenheit Individualität denkbar werden lässt.

CHRISTA KAMLEITHNER (Berlin) präsentierte utopische Architektur- und Stadtentwürfe der 1960er-Jahre, die „Agenturen der Individualisierung“ in den Blick nahmen – mobile Behausungen werden in der Vision dieser Architektengeneration zu neuen Selbstbehältnissen und treten damit an die Stelle, die zuvor etwa nachbarschaftliche Verhältnisse eingenommen hatten. Minimalbehausungen, die in der Form von Blasen, Kapseln und Netzen imaginiert und konstruiert wurden, knüpfen in ihren experimentalarchitektonischen Visionen an Popkultur und psychedelische Drogenerfahrungen an und entwerfen zugleich neue Selbstverhältnisse. In der künstlichen Herstellung eines Selbst betonen die Entwürfe auch die Neuartigkeit des sich in den Blasen befindlichen Selbst – das hier sowohl prothetisch erweitert wie auch erotisch aufgeladen wird, in neuen Möglichkeiten des Andockens, der Verbindungen und der Verführungen.

ANDREAS GEHRLACH (Berlin) sprach über den Stellenwert von (Selbst-)Behältnissen als Individualräumen des Eigentums anhand von breit gestreutem Material und Szenen. In einem Rekurs auf das römische Heer im ersten Jahrhundert vor Christus etwa zeigte er, dass die standardisierte soldatische Ausrüstung eine kleine Tasche vorsah, einen Loculus, der der einzige private Aufbewahrungsort der Legionäre war. Selbst in Gemeinschaftsformen, in denen es keinen Besitz gibt, begegnen uns solche Orte: Mitglieder der Hutterer, einer täuferischen Gemeinschaft in den USA, in deren hochorganisierter und strenger Gemeinschaft solche Behältnisse ebenfalls ihren Ort finden und vielleicht finden müssen, erhalten in einem Initiationsritus eine abschließbare Holzkiste, eine Kischte, und damit einen Ort, an dem sein darf, was sonst verboten ist. Die Verbindung von Selbst und Gegenständen tritt hier in besonders intensiver Form auf, die eine Gleichräumigkeit von Körper und Loculus fordert. Die Selbstbehältnisse als Kategorie besonders intensiven Eigentums legen ein Verständnis körperlich gedachten Eigentums nahe. Die Mobilisierung von Eigentum läuft in diesem Sinne auch auf eine Reduzierung des Eigentums hinaus, dessen möglicher Umfang sich an seiner Tragbarkeit bemisst.

DAGMAR VENOHR (Flensburg) beschäftigte sich mit der vestimentären Selbstverfertigung, mit „dem auf die Kleidung Bezogenen“ (Roland Barthes). Sie entwickelte drei Schritte der vestimentären Selbstwahrnehmung: „Kleid wird Körper“ erinnerte an das Korsett und die Forderung, die sich auf dessen Abschaffung richtete. Ein Plädoyer gegen die Einengung der Körper durch das Korsett wandte sich gegen die Vorstellung eines formbaren Außen, das sich am Ausdruck eines inneren Selbst orientierte. „Körper wird Fläche“ nahm Papierkleidung und Miniröcke zum Ausgangspunkt eines Selbst, das sich zunehmend im Außen sucht. Walter Benjamins Berliner Kindheit erzählt von Sockenpaaren, die eine Art Tasche bilden; in der Faltung der Socken lässt sich zudem die Verbindung zu Gilles Deleuze ziehen, für den Denken auch Falten bedeutet, in einer Operation, in der das Außen in ein koextensives Innen verdoppelt wird. „Körper bestimmt Kleid“ schließlich fragte nach dem Dazwischen, zwischen Körper und Kleid, das als das Nicht-Passende, nicht Angepasste charakterisiert werden kann – und auf das passgenaue Kleidung eine Antwort zu finden sucht.

ZOË HERLINGER (Berlin) stellte anhand von literarischen und medialen Konstellationen Exoskelette vor, nach außen beförderte Skelette und waffentragende Stützstrukturen. Sie nannte zunächst Robert A. Heinleins Science-Fiction-Roman Starship Troopers als protofaschistische Fiktion eines „bug wars“, die auch als Geschichte technologischer Überlegenheit sowie asymmetrischer und heroischer Kriegsführung zu lesen ist. Es sind die arachniden Käfer, die einerseits zum vielarmigen, vielgestaltigen, monströsen Käfer-Gegner erkoren werden, andererseits in den Exoskeletten der sie Bekämpfenden ihrer biologischen Nachahmung begegnen. Während sich in den insektoiden, menschlichen Exoskeletten der Versuch einer Symmetrisierung ausdrückt, werden die Käferwesen zum Ausgangspunkt von Körper-Horror: Als Behältnisse für die Larven dieser Wesen werden die menschlichen Körper als Selbstbehältnisse in parasitärer Form imaginiert und lassen die Selbstfiktion eines souveränen Kontrollzentrums in der parasitären Bedrohung an ihre Grenzen stoßen. Herlinger zeigte zudem einen Ted Talk, in dem sowohl ein soldatisches als auch ein prothetisches Exoskelett in seiner Materialisierung und Anwendung vorgestellt wurde. Als sehnsuchtsbeladene Fiktionen wurden diese zwischen Krieg und healing inszeniert: Im Zirkelschluss von Waffe und Heilung versprechen sie nicht nur die heldenhafte Kriegsführung, die mit der Produktion von Versehrten einhergeht, sondern auch deren Heilung. In der Diskussion wurde noch einmal das religiöse Moment einer solchen Erzählung und Inszenierung betont, das Wunderheilung, Kämpfer und Geheilte als Teile (amerikanischer) Religiosität lesbar werden lässt.

NICK PRAHLE (Berlin) beschäftigte sich mit der Geschichte der Sänfte und der Portechaise der Frühen Neuzeit, die in zahlreichen Modulationen auftrat. Die Sänften erfuhren einen zeremoniellen, rituellen und alltäglichen Gebrauch, nahmen als Machtgefäße (Stadt-)Raum ein und waren so auch Teil einer adligen Selbstinszenierung. Die Sänfte befand sich in einer nicht aufzulösenden Verschränkung mit den sie tragenden Personen und verdeutlichte die Dimension von Passivität: In der Sänfte getragen zu werden bedeutete auch, sich anderen Personen zu überantworten und zu überlassen. Mit der satirischen Zeichnung The Ladies Contrivance aus dem Jahr 1777 stellte Prahle die Frage, ob es – wie die Satire nahelegte – tatsächlich vor allem Frauen waren, die sich in Sänften transportieren ließen. An dieser gegenderten Erzählung lässt sich auch die Dimension des Rückzugs in der Sänfte plausibilisieren, als eine Abwehr der Zudringung von außen. Das kulturell imaginierte Bedrohungsszenario betrifft dabei hauptsächlich Frauen, die die häusliche Sphäre nicht verlassen, die in der Sänfte ihre mobile Erweiterung findet. In der „Psychotopographie der Bedrohung“ (Christoph Heyl), in der Unwirklichkeit der städtischen Außenwelt bietet die Sänfte Schutz vor Berührung und Einsicht. Zugleich findet sich in der Narration der Sänfte auch der Unfall-Topos, die herunterfallende Sänfte und das „Aufknacken“ des Selbstbehältnisses. Es stellte sich die Frage nach den Grenzen und Störungen der Selbstbehältnisse, die an dieser Stelle auch als tagungsübergreifende Frage formuliert wurde, inwiefern sich Selbstbehältnisse nicht auch von Momenten der Dysfunktionalität aus denken lassen.

KATHRIN JANZEN (Berlin) beschäftigte sich mit der „Euthanasie“-Anstalt Hartheim, die im Rahmen der sogenannten Aktion T4 errichtet wurde und in der 70.000 Menschen ermordet wurden. Sie machte deutlich, dass in dieser bestimmten räumlichen und personellen Konstellation Gewalt erklärende Motive wie etwa die Verpflichtung zu Kameradschaft oder die räumliche Distanz zu den Opfern der Gewalt nicht greifen konnten – stattdessen führte sie die Überlegung an, dass die Verwobenheit von Tat und Privatleben der TäterInnen als ein mögliches Erklärungsmuster für die Vernichtungsgewalt vorgebracht werden kann. In der Überschneidung von privaten und „dienstlichen“, mit der Vernichtungsgewalt verbundenen Räumen und Beziehungen wird die Trennung von Privatheit und Tathergang für die historische Betrachtung verunmöglicht.

LAURA BUSSE (Berlin) stellte die Zeltkonstruktion im Konzentrationslager Ravensbrück in das Zentrum ihrer Überlegungen. Mit 40 m x 50 m ließ das Zelt den darin gefangenen rund 2.000–4.000 Frauen weniger als 0,3 m2 Existenzfläche. Die daraus resultierenden desolaten hygienischen Bedingungen und Krankheiten führten zum Tod vieler Frauen. In diesem Kontext stellt sich die Frage nach dem Zelt als Schutzraum neu. Das Zelt präsentiert sich hier als feindlicher Raum, der das Leben in seinem Inneren verhindert – Schutz bietet es damit gerade nicht im Inneren, sondern nach außen: In der Funktion eines Sichtschutzes übernimmt es den Schutz der Menschen im Außen und ermöglicht das Ausblenden des Elends und der Ermordung im Inneren, lässt also die Menschen im Inneren des Zeltes bereits vor ihrem Tod verschwinden. Die permanente, gezielte Überbelegung zeige, dass das Zelt als ein Raum der Vernichtung, als ein (Vernichtungs-)Lager innerhalb des Konzentrationslagers verstanden werden kann.

IRIS DÄRMANN (Berlin) stellte Überlegungen zu Schlaf und Traum in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen an. Ausgangspunkt war zunächst die Arbeit Erving Goffmans, der mit den „Reservaten des Selbst“ eine bestimmte körperlich-räumliche Konfiguration des Selbst in den Blick nahm. Därmann warf die Frage auf, ob in Macht- und Gewalträumen, die räumliche Rückzugsorte verhindern, Träume die Funktion von inneren Reservaten des Selbst übernehmen können, als Momente des Entzugs und als flache Widerstandspraktiken. In den Zeugnissen Jean Cayrols und Primo Levis findet sie Beschreibungen der Lagerträume und des Lagerschlafs, die sie als solche Momente niedrigschwellig gedachten Widerstands versteht. Die Lagerträume können hier Schlupfwinkel sein, die sich der Gewalt entziehen, fragile Reservate und Haltepunkte des Selbst, die zugleich nie vollständig sicher vor der Gewalt sind, die in der Beschreibung Levis auch in die Träume hineinragt. Die verschiedenen Schlaf- und Traummodi umgreifen auch kollektive Träume, etwa Hungerträume, die gerade nicht der Vorstellung einer singulären Poetik der Träume entsprechen. Auch Cayrol berichtet von konzentrationären Träumen, rêves lazaraines, die von den Gefangenen eingesammelt wurden und eine kollektive Dimension erfuhren. In der Kraft der Irrealisierung und der Verdopplung ist der Lagerschlaf gerade kein kreatürlicher Schlaf, sondern hebt im Traum die vom Gewaltraum hergestellte Entrechtung zeitweise auf. So ist das Überleben in der „Schutzhütte“ der Träume auch eine Form des Widerstands, der von der empfindlichen Haut und einem versehrbaren Körper aus gedacht wird.

Andreas Gehrlach führte in einer Schlussbetrachtung zusammen, dass die unterschiedlichen und teils disparaten Konzeptionen von und Überlegungen zu Selbstbehältnissen dennoch in ihrem gemeinsamen Interesse eng verbunden waren. Im Wechselspiel von Selbstverhältnis und Verhältnis zur Umwelt erfahren jene Beziehungen über die Selbstbehältnisse ihre Mediatisierung und Vermittlung. Während dieses Verhältnis in einigen Vorträgen als ein konflikthaftes beschrieben wurde, etwa im Raum des Konzentrationslagers, in dem der Blick von außen das Selbstverhältnis zu stören und zu zerstören suchte, wurde deutlich, dass die Selbstbehältnisse auch als Instanzen des Schutzes und des Eigentums gedacht werden können. Als solche sind sie Instanzen der Aufrechterhaltung des Selbst, inszenieren gleichsam die Trennung von Selbst und Umwelt. Als Orte der Abkapselung schließlich sind die Selbstbehältnisse nicht nur als Schutzbehältnisse zu denken, sondern auch als Orte, von denen Gewalt erst nach außen getragen wird.

Konferenzübersicht:

Stationäre Selbstbehältnisse

Karin Deckner (Berlin): „Me and my Keys“. Ein Schlüsselbund im 21. Jahrhundert

Monique Miggelbrink (Paderborn): Häusliche Einkapselungen. Medienvergleichende Perspektiven auf das Wohnen mit Fernsehmöbeln und Home Computern

Waldemar Isak (Berlin): Die eigene Unordnung des Bettes. Ted Spagna Fotoserie Sleep

Christa Kamleithner: Blasen, Kapseln und Netze. Agenturen der Individualisierung um 1967

Tragbarkeit
Andreas Gehrlach (Berlin): Loculus und Kischte. Über die Individualräume des Eigentums

Peter Brunsberg (Berlin): Vom Fahrrad zur Nähmaschine. Ein Gespräch mit dem Gründer von Bagjack

Dagmar Venohr (Flensburg): Da, zwischen Körper und Kleid! Das vestimentäre Dazwischen

Zoë Herlinger (Berlin): Von der Gehhilfe zum Rüstzeug. Exoskelette zwischen „Vervollständigung“ und Übersteigerung des Selbst

Machträume

Nick Prahle (Berlin): Von Sänften und Limousinen. Portable Intim- und Machtgefäße in der Stadt

Kathrin Janzen (Berlin): Privatleben der Tatbeteiligten in der „Euthanasie“-Anstalt Hartheim. Räume und Beziehungen

Laura Busse (Berlin): Textile Architektur der Vernichtung? Überlegungen zur Funktion des Zeltes in Ravensbrück

Iris Därmann (Berlin): „Reservate des Selbst“. Schlaf und Traum in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen

Zitation
Tagungsbericht: Selbstbehältnisse. Orte und Gegenstände der Aufbewahrung von Individualität, 15.11.2019 – 16.11.2019 Berlin, in: H-Soz-Kult, 22.04.2020, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8728>.