Fußball in der nationalsozialistischen Gesellschaft: Zwischen Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung

Ort
Hamburg
Veranstaltungsort
Haus des Sports und KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Veranstalter
KZ-Gedenkstätte Neuengamme (mit Unterstützung des Hamburger Sportbundes)
Datum
04.02.2016 - 06.02.2016
Bewerbungsschluss
15.10.2015
Von
KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Vom 14. Januar bis zum 7. Februar 2016 zeigt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus im Hamburger Rathaus die Ausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus“ (Arbeitstitel). Zum Abschluss der Ausstellung findet eine Tagung statt, für die Referentinnen und Referenten gesucht werden. In der Ausstellung werden verschiedene Aspekte des Fußballsports im Nationalsozialismus für den Hamburger Raum thematisiert, wie die politische Gleichschaltung von Vereinen und Verbänden sowie von deren Funktionären, ihre freiwillige Anpassung an die Volksgemeinschaftsideologie, die rassistisch und politisch motivierte Ausgrenzung und Verfolgung von Spielern und Funktionären, Kontinuitäten und Brüche in Spielerbiografien und der Fußball in den Konzentrationslagern. Die Entwicklungen in der Weimarer Republik und im Nachkriegs-Hamburg werden mit einbezogen.

Die Tagung möchte den Fokus der Ausstellung auf Norddeutschland und darüber hinaus erweitern. Es sind Beiträge erwünscht, die aktuelle Forschungsergebnisse zum Fußballsport oder auch zum Sport allgemein in Norddeutschland im Nationalsozialismus vorstellen, im Einzelfall auch zu nationalen bzw. internationalen Aspekten. Dabei soll es weniger um Sporterfolge und Spielerkarrieren gehen, sondern vielmehr um spezifische Aspekte nationalsozialistischer Fußballsportpolitik zwischen Anpassung und Verfolgung.

Zu folgenden Aspekten sind Vorträge erwünscht:

Zur Zeit des Nationalsozialismus
- Gleichschaltung und freiwillige Anpassung von Spielern und Funktionären sowie deren Ausgrenzung und Verfolgung
- Fußball in den Konzentrations-, Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlagern
- Straßenfußball
- Betriebssport
- Debatten um Frauenfußball
- Widerständiges Verhalten und Repressionen
- Funktion und Instrumentalisierung von Fußball im Nationalsozialismus
- ZuschauerInnenverhalten

Zur Zeit nach 1945
- Erinnerungsarbeit im Fußball von Fans, Verbänden, Vereinen und der Zivilgesellschaft
- Rechte, rassistische und antisemitische Tendenzen in den Fanszenen und Strategien des Umgangs

Es ist geplant, einzelne Vorträge der Tagung in Heft 18 der Zeitschrift „Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland“ zu veröffentlichen, dessen Erscheinen für 2017 vorgesehen ist. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf der Tagung zu einem der oben umrissenen Themenbereiche einen Beitrag leisten möchten, sind herzlich zur Teilnahme und Mitwirkung eingeladen.
Die Vorträge sollen den Charakter von Impulsreferaten haben, an die sich jeweils eine Diskussion anschließt. Wir bitten alle Interessierten, uns bis spätestens 15.10.2015 ein einseitiges Abstract ihres geplanten Vortrages (max. 600 Wörter) sowie eine Kurzbiografie an folgende E-Mail-Adresse zu senden: studienzentrum@kb.hamburg.de.
Die Benachrichtigung der ausgewählten Referentinnen und Referenten erfolgt bis zum 2.11.2015. Für Referentinnen und Referenten werden die Reise- und Übernachtungskosten übernommen.

Interessierte können sich bereits jetzt für eine Teilnahme im Studienzentrum vormerken lassen.

Kontakt

Paula Scholz

Jean-Dolidier-Weg 75
21039 Hamburg
+49 40 428 131-544

Studienzentrum@kb.hamburg.de

Zitation
Fußball in der nationalsozialistischen Gesellschaft: Zwischen Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung, 04.02.2016 – 06.02.2016 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 06.09.2015, <www.hsozkult.de/event/id/termine-28757>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.09.2015
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