CfA: Neue CfA 20.11.2020 [7]

Von
Redaktion H-Soz-Kult

Liebe Leserinnen und Leser,

um die Zahl der täglich versandten Beiträge etwas zu reduzieren, fassen wir ausgewählte Ankündigungen einmal wöchentlich als 'Digest' zusammen. Die vollständigen Ankündigungstexte finden Sie im Anschluss und auf der H-Soz-Kult-Website unter: https://www.hsozkult.de/event/page?fq=clio%5FcontentTypeRelated%5Fm%5FText%3A%22cfa%22

Ihre H-Soz-Kult Redaktion

1)
Medaon - Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung
Subject: CfA: Jüdische Geschichte. Perspektiven junger Forscher/innen - Dresden 11/2020
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94276>

2)
Revue d'Allemagne et des pays de langue allemande
Subject: CfA: Die Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum (19.–21. Jh.) - Strasbourg 11/2020
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94280>

3)
Balkan History Association
Subject: CfA: Old and New Insights on the History of Intelligence and Diplomacy in the Balkans - 00000 3/2021
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94341>

4)
Studia Politica. Romanian Political Science Review
Subject: CfA: Studia Politica - Bukarest 11/2020
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94361>

5)
Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Subject: CfA: Bulletin der Polnischen Historischen Mission - Würzburg 1/2021
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94431>

6)
Kristina Stoeckl, Universität Innsbruck
Subject: CfA: The Russian Orthodox Church after post-soviet transition - Innsbruck 11/2020
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94442>

7)
Rundfunk und Geschichte (RuG)
Subject: CfA: Rundfunk in der Krise - Tübingen 11/2020
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94447>

1)
From: Thomas Fache <thomas.fache@medaon.de>
Date: 09.11.2020
Subject: CfA: Jüdische Geschichte. Perspektiven junger Forscher/innen - Dresden 11/2020
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Medaon - Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung, Dresden
10.11.2020 - , Medaon - Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung

Der akademische Nachwuchs rückt immer wieder in den Blick, vor allem wenn es in Debatten um Chancengleichheit, prekäre Arbeitsbedingungen, (un)mögliche Karrierewege oder die Frage einer (Un)Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Die Auseinandersetzung um und mit Nachwuchswissenschaftler:innen ist allerdings nicht allein auf die (schlechten) Bedingungen zu beschränken, sondern sie kann auch die Frage nach Möglichkeiten und Chancen beinhalten: Welche neuen thematischen und theoretischen Ansätze und Schwerpunkte konnten und können sie etablieren? Welche Chancen und welche Räume haben Studierende, Doktorand:innen und frühe Post-Docs, eigene Projekte zu entwickeln, zu etablieren und zu diskutieren?

Die Redaktion von Medaon möchte diese und andere Fragen für die Jüdischen Studien stellen und plant anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Zeitschrift im Jahr 2022 eine Ausgabe, die sich mit dem Themenfeld Nachwuchs und jüdische Geschichte auseinandersetzt und neue Akteur:innen, ihre Arbeitsbedingungen und Forschungsfelder in den Blick nimmt.

Gesucht werden Beiträge sowohl von Nachwuchs- als auch von etablierten Wissenschaftler:innen, die zum einen (mögliche) Veränderungen des Fachs in den letzten 15 Jahren kritisch in den Blick nehmen. Dazu gehören Fragen nach den Karrieremöglichkeiten und der Förder- und Studienlandschaft ebenso wie nach den thematischen oder methodischen Verschiebungen: Lassen sich neue Themenschwerpunkte und damit verbunden neue Herangehensweisen durch jüngere Wissenschaftler:innen beobachten? Gibt es generationell bedingte neue Forscher:innenprofile? Wird eine Offenheit der etablierten Wissenschaft hinsichtlich neuer Ansätze und Methoden wahrgenommen? Welche Rahmenbedingungen finden neue Akteur:innen auf dem Forschungsfeld vor? Und wie wirken sich diese auf ihre Forschungsfragen aus?

Zum anderen wird denjenigen, die sich als Nachwuchs verstehen, die Möglichkeit gegeben, sich an der Gestaltung der Ausgabe selbst zu beteiligen: Wir suchen Beiträge von Nachwuchswissenschaftler:innen, die ihre eigene Situation reflektieren, die laufende Projektarbeiten oder innovative Forschungsergebnisse präsentieren wollen. Schließlich soll nicht zuletzt die Definition von ‚Nachwuchs’ und ihr Einfluss auf Forschungsfragen, aber auch auf persönliche Karriereentscheidungen kritisch in den Blick genommen werden: Wer zählt zum Nachwuchs und warum? Haben sich etablierte Sichtweisen durch Veränderungen der Forschungslandschaft überholt oder verstetigt?

Der Call for Papers richtet sich an Nachwuchs- und an etablierte Wissenschaftler:innen, ausdrücklich auch an Studierende vor dem Abschluss ihrer Master- oder Diplomarbeiten. Gesucht werden Beiträge für Formate zwischen 10.000 und 40.000 Zeichen. Möglich soll es aber auch sein, neue Ideen und Formate in dieser Ausgabe zu diskutieren und zu erproben. Zu den Richtlinien ebenso wie zur redaktionellen Betreuung finden Sie Informationen auf unserer Website:
https://www.medaon.de/de/fuer-autorinnen/.

Beitragsvorschläge mit einem Umfang von max. 1.700 Zeichen und kurze biobibliographische Angaben (max. 500 Zeichen) bitten wir bis zum 31. Januar 2021 an schwerpunkt@medaon.de zu senden. Die Rückmeldung mit der Entscheidung über die Aufnahme erfolgt voraussichtlich Anfang April 2021, die Abgabe der fertigen Beiträge ist für den 31. Oktober 2021 geplant.

Medaon ist entgeltfrei und orientiert am Open-Access-Ansatz. Ziel ist es, Zugänge zu historischen und aktuellen Konstellationen jüdischer Vergangenheit und Gegenwart anzubieten und dabei auch ein Sprachrohr für Nachwuchswissenschaftler/innen zu sein. Medaon fördert dabei den Austausch sowohl innerhalb als auch zwischen akademischer Forschung und nicht professionalisierten Kontexten.

Die Redaktion von Medaon, 10. November 2020.
http://www.medaon.de
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medaon@hatikva.de

Homepage http://www.medaon.de
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94276>
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2)
From: Frédéric Stroh <frederic.stroh@wanadoo.fr>
Date: 10.11.2020
Subject: CfA: Die Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum (19.–21. Jh.) - Strasbourg 11/2020
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Revue d'Allemagne et des pays de langue allemande, Strasbourg
10.11.2020 - , Revue d'Allemagne et des pays de langue allemande

Wegen der psychopathologischen Erklärung des gleichgeschlechtlichen Begehrens sowie der Entwicklung der ersten homosexuellen Bewegung der Welt am Ende des 19. Jhs., wurde Deutschland als Ort der „Erfindung der Homosexualität“ -um den Titel des Bestsellers von Robert Beachy zu übernehmen- beschrieben. Zumindest Homosexualität im „modernen“ Sinn von Michel Foucault. Gleichzeitig war Deutschland aber auch ein Ort der Verfolgung der Homosexualität, dessen Höhepunkt in der NS-Zeit erreicht wurde. Diese beiden Merkmale sind nicht widersprüchlich. Im Gegenteil sie sind miteinander verknüpft und ihre Verbindung kann als Muster der Homosexualitäten deutschsprachiger Länder im ersten Teil des 20. Jhs. betrachtet werden. Dasselbe galt nämlich in Österreich und in der deutschsprachigen Schweiz, während es im französischsprachigen Raum in dieser Zeit weder Gesetzgebung gegen die Homosexualität noch organisierte Strukturen von Homosexuellen gab. Die Auswirkung dieser sonderlichen Vergangenheit dehnt sich bis zur heutigen Zeit aus.

Einerseits hat die Geschichtsschreibung der Homosexualitäten -insbesondere über die Zeit vor 1945- im deutschsprachigen Raum ein Integrationsniveau im universitären Feld ohne Vergleich im Kontinentaleuropa erreicht. Die Vermehrung der Forschungsprojekte und wissenschaftlichen Veröffentlichungen beweisen sogar eine Beschleunigung dieser Tendenz und zeigen wie vielseitige und komplexere Themen und Interpretationen sowie theoretische und methodische Perspektiven dieses Forschungsbereichs seit den ersten Studien der siebziger und achtziger Jahren geworden sind. Der besonders starke Einsatz der englischen und nordamerikanischen Forscher für die Geschichte der Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum trägt zu dieser Erneuerung der Geschichtsschreibung und ihrer wissenschaftlichen Anerkennung bei. Andererseits beeinflusst die einheimische Geschichte der Homosexualitäten vor 1945 -oder vielmehr ihre Verwendung- die Weiterentwicklung der Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum ständig: Fortsetzung der alten Gesetzgebung in der frühen BRD, Anrufung des Opferbilds der „Rosa Winkel“ von der zweiten homosexuellen Bewegung, Entwicklung des Gedächtnisses der NS-Verfolgung der Homosexualität als Komponente der heutigen staatlichen Politik gegen Diskriminierung der Homosexuellen, usw. Aber trotz ihren Bezug auf ihre eigene Geschichte, scheint die Entwicklung der Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum -vor allem ab den siebziger Jahren- ihre Besonderheiten progressiv zu verlieren, und die überwiegend aus Nordamerika verbreiteten gemeinsamen Eigenschaften des Westens anzunehmen.

Diese Sonderausgabe der Revue d’Allemagne soll die Merkmale der Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum über eine lange Zeit schildern und die Existenz eines spezifischen Musters der Homosexualitäten in deutschsprachigen Ländern vor sowie nach 1945 und heute hinterfragen. Gleichzeitig soll auch der aktuelle Stand und die Zukunftsperspektive der geistes- und sozialwissenschaftlichen Homosexualitätenforschung für den deutschsprachigen Raum sichtbar gemacht werden. Willkommen sind sowohl empirische als auch theoretische Artikel. Der betrachtete Zeitraum läuft vom 19 Jh. bis zur heutigen Zeit. Räumlich kommen Themen in Bezug auf alle deutschsprachigen Länder (Deutschlands, Österreich, Luxemburg, Lichtenstein, deutschsprachigen Schweiz und Belgien) in Frage, aber auch auf Gebieten, die historisch mit dem deutschsprachigen Raum verbunden sind (Baltikum, Mittel- und Osteuropa, deutsche Kolonien) und Regionen mit deutschen Minderheiten in aller Welt. Besonders erwünscht sind Beiträge, die die zeitlichen sowie räumlichen Verhältnisse, Kontinuitäten und Brüche hinterfragen, und solche, die die gegenwärtige Entwicklung thematisieren. Die Beiträge können aus allen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften eingereicht werden.

Mögliche Gegenstände, Themen und Fragestellungen sind bspw.:
- Die Geschichte und Soziologie der Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum: vielfältige Formen der Diskriminierung und Verfolgung der Homosexuellen, staatliche Politik gegen die Diskriminierung der Homosexuellen, „Homoehe“, Sozialbewegungen und Begründungsmodelle für sowie gegen die Entkriminalisierung und die Erweiterung der Rechte der Homosexuellen, Selbst- sowie Fremdbilder der Homosexuellen, Lebenswelten und Handlungsspielräume der Homosexuellen, Einzelbiographien, AIDS-Krise, Umgang nach 1945 mit der einheimischen Geschichte der Homosexualitäten, usw.
- Die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung der Homosexualitäten im deutschsprachigen Raum: Geschichtsschreibung der Homosexualitätenforschung, Stelle der Homosexualitätenforschung im aktivistischen bzw. universitären Feld, Erneuerung der Themen, Quellen sowie methodologische und theoretische Fragestellungen der Homosexualitätenforschung, Beiträge der Queer Studies, alte und aktuelle Forschungsdebatte über die Geschichte und Soziologie der Homosexualitäten, usw.

Wir bitten um Beitragsvorschläge auf Deutsch, Französisch oder Englisch (Abstract in max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und kurze Vita mit Publikationen) bis zum 13. Dezember 2020 an den Herausgeber Dr. Frédéric Stroh (frederic.stroh@wanadoo.fr). Eine Rückmeldung über die Annahme Ihres Beitrags erhalten Sie bis zum 20. Dezember. Die vollständigen Artikel (40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Fußnoten) sollen am 20. Mai 2021 abgegeben werden.
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94280>
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3)
From: Mihai Dragnea <mihaidragnea2018@gmail.com>
Date: 12.11.2020
Subject: CfA: Old and New Insights on the History of Intelligence and Diplomacy in the Balkans - 00000 3/2021
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Balkan History Association, 00000
15.03.2021 - 15.10.2021, Balkan History Association

The Balkans always were and continue to be the struggle area of the Great Powers on the diplomatic and intelligence field/level. Thus, they have played a prominent role in European intelligence and diplomatic activities over the past centuries, numerous intelligence organizations being present in them, openly or covertly. At the same time, practitioners and historians agree that intelligence cooperation there – often referred to as liaison – has its roots in nineteenth-century efforts to exchange information on anarchism and war.

This volume will go into the history of intelligence and diplomacy in the Balkan region. The aim of the volume is to analyse and put into debate various facets (practical and theoretical) of intelligence and diplomacy activities in the Balkans and to provide a better understanding on how has developed over the years those two complementary domains.

Paper proposals on every issue relating to the volume theme are welcome, with special emphasis on: intelligence and diplomacy as complementary domains; intelligence and diplomatic cooperation; cultural framework of intelligence and diplomatic activities; people, talent and human capital in intelligence and diplomacy; intelligence structures and intelligence-gathering, protecting intelligence and diplomatic communication.

Balkan History Association especially encourage paper proposals from young researchers, doctoral students, established scholars and former practitioners.

Submission procedure

Please submit your proposal, including the title of your manuscript, an abstract (up to 300 words) and short bio (up to 100 words) to all editors. The abstracts should include the research question and purpose, the approach and main ideas, and results. No figures, tables, footnotes, or endnotes should be included in the abstract. All submitted studies will be peer-reviewed and the revision process will start immediately after the deadline.

Deadlines

March 15, 2021: Submit proposals to editors
April 30, 2021: Notification of accepted proposals
July 15, 2021: Receipt of full studies for review
August 30, 2021: Revised studies re-submitted to editors
October 15, 2021: Approved studies delivered to publisher
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Editors

Mihaela TEODOR (National Institute for Intelligence Studies, Romania), teodor.mihaela@animv.eu
Matthew CROSSTON (Bowie State University, USA), matthew.crosston@gmail.com
Jordan BAEV (Rakovski National Defense College, Bulgaria), jordan.baev@gmail.com
Bogdan TEODOR (National Intelligence Academy, Romania), teodor.bogdan@animv.eu

Homepage https://www.balkan-history.com/the-history-of-intelligence-and-diplomacy-in-the-balkans/
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94341>
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4)
From: Irina Matei <irina.matei@fspub.unibuc.ro>
Date: 13.11.2020
Subject: CfA: Studia Politica - Bukarest 11/2020
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Studia Politica. Romanian Political Science Review, Bukarest
13.11.2020 - 15.10.2021, Studia Politica. Romanian Political Science Review

Founded in 2001 and focusing particularly on Central Eastern Europe, it welcomes contributions on a wide range of geographical areas and topics that aim to advance the field through both theoretical and empirical innovative studies. The journal invites submissions of original articles, book reviews, and reviews essays.

Studia Politica is indexed in the following academic databases: CEEOL (since 2005); GESIS-GESIS-SSOAR (since 2005); EBSCO (since 2011); Scopus (since 2013); ProQuest (since 2013); ERIH PLUS (since 2018). The journal invites submissions of original articles, book reviews, and reviews essays. Starting with 2021, Studia Politica will publish only articles and book reviews in English in 2 issues every year in May (deadline 15 December) and November (deadline 15 May).

Articles should be 8.000 - 9.000 words long, book review essays should be 3.500-5.000 words, and book reviews 1000-2000 words. Please see our manual of style before submitting: http://www.studiapolitica.eu. Please send us your texts at studiapolitica@unibuc.ro
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studiapolitica@unibuc.ro

Homepage http://www.studiapolitica.eu
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94361>
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5)
From: Renata Skowronska <r.skowronska@uni-wuerzburg.de>
Date: 18.11.2020
Subject: CfA: Bulletin der Polnischen Historischen Mission - Würzburg 1/2021
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Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Würzburg
31.01.2021 - 15.10.2021, Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Das Biuletyn Polskiej Misji Historycznej = Bulletin der Polnischen Historischen Mission ist eine wissenschaftliche Zeitschrift, die der Geschichte Polens und Deutschlands gewidmet ist. In dem Jahrbuch werden verschiedene historische Themen aus der Perspektive beider Länder dargestellt mit besonderer Betonung der wechselseitigen Beziehungen. Der Herausgeber legt Wert darauf, dass jeder Band eine Einheit darstellt: Die Beiträge behandeln ein bestimmtes Thema, das Bezüge zu polnischen und deutschen Gebieten aufweist (oder auch beide Länder gleichzeitig betrifft) und sich somit ergänzen. Auch Beiträge zu anderen Ländern und Gebieten sind willkommen, sofern sie einen weiteren Ausblick zu dem Thema eröffnen. Grundsätzlich ist jede Abhandlung somit ein Text, der für sich selbst steht, oder sich in ein größeres Ganzes einfügt. Das Ziel ist dabei gleichzeitig, über die Arbeiten polnischer (im Ausland) und nichtpolnischer (in Polen) Wissenschaftler Auskunft zu geben. Zur Veröffentlichung gelangen daher auch allgemeine Beiträge, die den Forschungsstand zusammenfassen, insbesondere wenn sie thematisch zum Gesamtband passen.
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Dr. Renata Skowrońska
r.skowronska@uni-wuerzburg.de

Homepage http://pmh.umk.pl/de/verlagsreihen/bulletin-der-phm/
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94431>
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6)
From: Kristina Stoeckl <kristina.stoeckl@uibk.ac.at>
Date: 19.11.2020
Subject: CfA: The Russian Orthodox Church after post-soviet transition - Innsbruck 11/2020
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Kristina Stoeckl, Universität Innsbruck, Innsbruck
20.11.2020 - 15.10.2021, Kristina Stoeckl, Universität Innsbruck

For the last thirty years, there has hardly been a publication about the Russian Orthodox Church without “post-Soviet” and “post-communist” somewhere in the title. The experiences that were characteristic of the condition of the Russian Orthodox Church during the 20th century—repression, dissidence, collaboration, and emigration—were the backdrop against which developments since the end of communism were interpreted. Against these multifold experiences, the Russian Orthodox Church played different roles during the post-Soviet transition: that of a thriving faith under conditions of religious freedom, a supporter of democratization and a potential critic of the government, a cooperation partner inside a secular state, and that of a quasi-state church and nationalist promoter of the “Russian World”. In short, during the last three decades, Russian Orthodoxy has been characterized by ambivalence and multivocality, oscillating between freedom and control, civil society and the state, nationalism and transnationalism, projecting different images of itself to believers, the Russian state, global Orthodoxy, and international politics.

More recently, however, and especially by way of the constitutional amendment of the Russian Federation in 2020, the place of the Church inside the Russian state appears to have consolidated in the form of close church–state cooperation and a power-confirming and nationalist agenda of traditional values. At the same time, the support of the Church on the level of society and popular culture has been waning, with some cases of spectacular protests against the Church. The existence of a pro-Orthodox consensus among Russians seems increasingly uncertain.

This Special Issue invites analyses of current events that add new material and original data to the field, and welcomes contributions that explore the multiple and contradictory roles of the Russian Orthodox Church inside Russian society and politics in the last thirty years. Scholars are encouraged to engage with the idea that the period of post-Soviet transition for the Russian Orthodox Church is indeed “over”, and to push the boundaries of the analysis of Russian Orthodoxy beyond the categories of post-Soviet revival or desecularization.

Manuscript Submission Information
Manuscripts should be submitted online at www.mdpi.com by registering and logging in to this website. Once you are registered, click here to go to the submission form. Manuscripts can be submitted until the deadline. All papers will be peer-reviewed. Accepted papers will be published continuously in the journal (as soon as accepted) and will be listed together on the special issue website. Research articles, review articles as well as short communications are invited. For planned papers, a title and short abstract (about 100 words) can be sent to the Editorial Office for announcement on this website.

Submitted manuscripts should not have been published previously, nor be under consideration for publication elsewhere (except conference proceedings papers). All manuscripts are thoroughly refereed through a double-blind peer-review process. A guide for authors and other relevant information for submission of manuscripts is available on the Instructions for Authors page. Religions is an international peer-reviewed open access monthly journal published by MDPI.

Please visit the Instructions for Authors page before submitting a manuscript. The Article Processing Charge (APC) for publication in this open access journal is 1000 CHF (Swiss Francs). The APC charges for selected articles in this issue will be covered by the sponsor. Submitted papers should be well formatted and use good English. Authors may use MDPI's English editing service prior to publication or during author revisions.

Keywords
Russian Orthodoxy
Russian Orthodox Church
society
politics
post-communism
nationalism
transnationalism
activism
protest
Published Papers
This special issue is now open for submission.
Religions, EISSN 2077-1444, Published by MDPI Disclaimer
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kristina.stoeckl@uibk.ac.at

Homepage https://www.mdpi.com/journal/religions/special_issues/rus_orthodox_church
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94442>
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7)
From: Christoph Classen <classen@zzf-pdm.de>
Date: 19.11.2020
Subject: CfA: Rundfunk in der Krise - Tübingen 11/2020
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Rundfunk und Geschichte (RuG), Tübingen
20.11.2020 - 15.10.2021, Rundfunk und Geschichte (RuG)

Der Arbeitstitel „Rundfunk in der Krise“ ist mehrdeutig angelegt. Zum einen spielten und spielen Hörfunk und Fernsehen in Zeiten gesellschaftlicher Krisen eine zentrale Rolle. Krisenberichterstattung ist ein wesentliches Arbeitsfeld des Rundfunks und insbesondere des Fernsehens, ist gar Teil von dessen innerer Logik. Das entspricht offenbar auch dem Selbstverständnis des Rundfunks, der auf Krisensituationen schnell mit Sondersendungen reagiert und dadurch eine Situation zuallererst als Krise markiert (vgl. Dörner & Vogt 2020). Hier erweist sich „Krise“ nicht nur als diskursiver, sondern womöglich auch als funktionaler Begriff, der einer gesellschaftlichen Selbstverständigung dient. Weichart (2006) hat die Rolle des Fernsehens darin beschrieben, dass es „Krisenbewältigungsmechanismen“ in Gang setzt und damit eine wesentliche gesellschaftliche Funktion in Krisenzeiten übernimmt.

Damit ist die vordergründige Aufgabe des Rundfunks, über Krisen zu berichten, bereits überschritten und ihm eine funktionelle Aufgabe in der Krise zugewiesen (vgl. Löffelholz 2004). Das wird auch darin deutlich, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, zur Aufrechterhaltung der Kommunikation in Krisensituationen ein von externer Stromversorgung unabhängiges Kurbelradio vorzuhalten – Radio als Medium ist wie die inzwischen verfügbaren Warn-Apps in offizielle Strukturen der Krisenkommunikation fest eingeplant.

In etlichen historischen Beispielen wurde schließlich gezeigt, in welchem Zusammenhang die Kontrolle über den Rundfunk und der Machtanspruch über das zugehörige Territorium gesehen wurde. In den Kriegen und Revolten des 20. Jahrhunderts spielte insbesondere Radio stets eine Rolle, teils in propagandistischer Weise, teils als Medium friedlichen Protests (vgl. Kleinsteuber 2012).

Diese Perspektive lässt sich nun auch so lesen – und das ist eine zweite Dimension des Arbeitstitels „Rundfunk in der Krise“ –, dass der Rundfunk in vielen Fällen durch politische Vereinnahmung selbst in eine Krise geraten sei. Solche Sichtweisen sind oft Ergebnisse nachträglicher Umdeutungen. So war der Rundfunk aus Sicht des Nationalsozialismus Teil einer hochgradig professionalisierten und effektiven Medienmaschinerie; aus der Retrospektive und mit Blick auf die Geschichte des Rundfunks in Deutschland kann diese Zeit zurecht auch als historische Krise des Rundfunks bezeichnet werden.

Dem Rundfunk sind in dessen Geschichte etliche Krisen bescheinigt worden, beispielsweise aktuell die Legitimationskrise des öffentlich-rechtlichen Systems oder eine Relevanz-Krise angesichts zunehmend gleichförmiger und belangloser Dudelfunk-Sender. Tracey (1994) sah in der technologisch ermöglichten Ausweitung des Fernsehangebots einen „Verfall der Idee von öffentlicher Kultur“; er sah die Idee der Kommunikation an sich gefährdet – die Krise des Fernsehens sei also zugleich eine Krise mit gesellschaftlicher Reichweite, eine „Krise des gesellschaftlichen Wertesystems“.

Schließlich lässt sich auch fragen, ob der Begriff „Rundfunk“ an sich längst in eine Krise geraten ist und sich erst noch erweisen wird, ob er die Digitalisierung überlebt – erinnert der Begriff doch an analoge Technologie, an das Funken als Tätigkeit und den Funken, der sich zwischen zwei Elektroden entzündet. „Rundfunk“ oder auch „Broadcasting“ scheinen im Kontext der Sozialen Medien in anderen Begriffen wie zum Beispiel dem Kanal oder Channel aufzugehen, in denen sich das Prinzip „one to many“ durchaus wieder deutlich herausbildet.

Die Zeitschrift Rundfunk und Geschichte sucht Beiträge, die diese vielfältigen Zusammenhänge zwischen Krise und Rundfunk aus historischer Perspektive in den Blick nehmen und idealerweise miteinander verbinden. „Rundfunk“ kann dabei ganz unterschiedlich perspektiviert werden: als journalistisches oder als Unterhaltungangebot, als Programm oder Institution. Beispielhafte Ansätze bieten die folgenden Fragen:

- Worin besteht und bestand die Rolle des Rundfunks vor, während und nach Krisen oder Krisen–ereignissen?
- Wie wirken sich globale Krisen auf die ökonomische Situation von Rundfunk aus, und damit auf dessen gesellschaftliche Funktion?
- In welchem Wechselverhältnis stehen Krisen, über die der Rundfunk berichtet, zu den Krisen, in denen sich Rundfunk selbst befindet?
- Welchen Anteil an der Deutungshoheit über Krisen hat der Rundfunk?

Denkbar sind Fallanalysen historischer Beispiele ebenso wie Theorieansätze. Auch essayistische Beiträge oder Projektvorstellungen sind erwünscht. Zudem möchten wir ausdrücklich Akademiker*innen aller Qualifikationsstufen ansprechen und zu einer Einreichung einladen.

Bitte senden Sie uns Ihre Vorschläge (ca. 1 Seite) bis zum 15. Dezember 2020 zu:
kiron.patka@uni-tuebingen.de

Sie bekommen noch vor Weihnachten eine Rückmeldung. Die fertigen Beiträge sollen bis zum 15. März 2021 vorliegen. Wir planen anschließend einen Redaktionsprozess von etwa vier Wochen ein.

Das Themenheft wird Ende Juni in gedruckter Form erscheinen. 2 Jahre nach Erscheinen werden die Beiträge zudem in digitaler Form frei veröffentlicht.
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Dr. Kiron Patka
Universität Tübingen
Institut für Medienwissenschaft
kiron.patka@uni-tuebingen.de

Homepage http://rundfunkundgeschichte.de/zeitschrift/
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URL zur Zitation dieses Beitrages
<https://www.hsozkult.de/event/id/event-94447>
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Zitation
CfA: Neue CfA 20.11.2020 [7], in: H-Soz-Kult, 20.11.2020, <www.hsozkult.de/text/id/texte-5111>.
Redaktion
Veröffentlicht am
20.11.2020
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