Titel der Ausgabe 
MEDAON 9 (2015), 16
Weiterer Titel 

Herausgeber
HATiKVA - Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e.V.
Erschienen
Erscheint 
zweimal jährlich
ISBN
1866-069X
Anzahl Seiten
283 S.
Preis
open access, Online-Zeitschrift

 

Kontakt

Institution
MEDAON - Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion MEDAON, HATiKVA e. V., Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden, Tel. 0351/8020489,
Von
Ulbricht, Gunda

Editorial

Anlässlich der Veröffentlichung der nun schon sechzehnten Ausgabe von Medaon erfüllen sich Herausgeber und Redaktion einen langgehegten Wunsch und können einen neuen, völlig überarbeiteten Internet-Auftritt der Zeitschschrift präsentieren. Anspruch war es, ein zeitgemäßeres Design zu finden, das vor allem die zentralen Inhalte eines Periodikums, seine Ausgaben inklusive der Einzelbeiträge, Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, auf leichte und angenehme Art und Weise zugänglich macht und somit den inzwischen sehr großen und vielfältigen Fundus an wissenschaftlichen Perspektiven übersichtlich präsentiert. Gleichzeitig ging es uns darum, weitere Aktivitäten der Redaktion wie die jährliche Reihe Medaon lectures und ihre Referentinnen und Referenten, aber auch die Verleihung des Fritz-Meyer-Preises und seine bisherigen Preisträgerinnen endlich angemessen darstellen zu können.
Wir denken, dass die neue Homepage, die ab sofort für Sie zur Verfügung steht, diesen Ansprüchen im höchsten Maße genügt. Zwei wesentlichen Unterstützern bei der Umsetzung des Relaunchs möchten wir herzlich danken: Philipp Gellenthin von design disco hat mit viel Schwung und auch Geduld für unsere redaktionellen Abläufe die Website konzipiert, designt und programmiert; mit einer großzügigen Spende machte Alexis Gerard die professionelle Umsetzung unseres Vorhabens letztlich erst möglich!
In der neuen Ausgabe kann die Redaktion neben einer Vielzahl von Beiträgen dieses Mal gleich zwei Schwerpunkte vorweisen: In Kriegskindheiten. Jüdische Kinder und der Holocaust richten anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung ganz unterschiedliche Beiträge ihr Augenmerk auf die Perspektiven von jüdischen Kinderüberlebenden, vor allem deren frühen Zeugnisse der Shoah, aber auch ihre Position als eigenständige „Erfahrungsgruppe“ im Kontext der öffentlichen Erinnerung. Andere Autorinnen und Autoren wiederum loten die Potentiale dieser spezifischen Erfahrungen für die pädagogische Arbeit aus.
Im Nachgang der gleichnamigen und vom MitteleuropaZentrum der TU Dresden und dem Trägerverein von Medaon, HATiKVA, organisierten Tagung werfen die drei Beiträge im Fokus Ortswechsel: Ein Streifzug durch die jüdische Kulturgeschichte Schlaglichter auf fremd- und selbstbestimmte Ortswechsel in der Geschichte des Judentums und den damit verbundenen Verlust und Wiedergewinn von ,Heimat‘.
Wir wünschen Ihnen, natürlich auch bei allen anderen Beiträgen und Rezensionen, eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Lektüre!
Auch diese Ausgabe wäre ohne die Unterstützung aller Gutachterinnen und Gutachter nicht zustande gekommen. Die Korrektur besorgten Cathleen Bürgelt, Katherine Ebisch-Burton, Maja-Sophie Götting und Phillip Roth sowie Gunther Gebhard und Steffen Schröter von text plus form – die Redaktion dankt ihnen allen herzlich!

Die Redaktion von MEDAON im April 2015.

Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS

Editorial

Schwerpunkt „Kriegskindheiten. Jüdische Kinder und der Holocaust“

Artikel

Michaela Christ, Tobias Ebbrecht-Hartmann, Alexander Lorenz
Einleitung zum Schwerpunkt „Kriegskindheiten. Jüdische Kinder und der Holocaust“

Verena Buser
„Er hat nicht so fest gestochen und die Nummer auch ganz klein gemacht.“ Jüdische Kinder in Konzentrationslagern

Elisabeth Kohlhaas
Das Überleben jüdischer Kinder im besetzten Polen. Interviewprotokolle aus der frühen Nachkriegszeit

Susanne Urban
„I was separated from my family … never heard a word from them again“ Frühe Erinnerungen von Child Survivors

Imme Klages
Nach dem Krieg war vor dem Krieg. Fred Zinnemanns Film „The Search“ (1948) und sein nicht realisiertes Folgeprojekt in Israel

Bildung

Wolfgang Gasser
„Das Ende (m)einer Kindheit?“ Wissenschaft und Selbstbezüge – Jugendliche analysieren Texte und Video-Interviews zu Kindertransporten

Steffen Jost
Spuren jüdischer Kindheit in aktuellen Bildungsmaterialien des ITS Bad Arolsen

Katja Wallis
Erfahrungsbericht zur Arbeit mit dem Lernmaterial Nicht in die Schultüte gelegt

Schwerpunkt „Ortswechsel: Ein Streifzug durch die jüdische Kulturgeschichte“

Artikel

Kristina-Monika Kocyba
Einleitung zum Schwerpunkt Ortswechsel: Ein Streifzug durch die jüdische Kulturgeschichte

Paula Wójcik
Identität in Transgression – Olga Grjasnowas „Der Russe ist einer, der Birken liebt“

Juliane Irma Mihan
Heimat für Christen und Juden in Lengsfeld. Die Geschichte eines unkonventionellen Schulprojekts in der Mitte des 19. Jahrhunderts

Miszelle

Kristina-Monika Kocyba
„Le vrai citoyen du monde“: Zu Yvan Golls Exildichtung Jean sans Terre

Artikel

Sebastian Bauer
Jüdische Geschichtsschreibung zwischen Reform und Orthodoxie. Die Positionen von Ludwig Philippson und Marcus Lehmann

Oleg Pronitschew
Revitalisiert und gespalten. Der Diskurs in der deutschsprachigen Printpresse um Konflikte in den jüdischen Gemeinden von Hamburg und Schleswig-Holstein von 2004 bis 2005

Miszellen

Anna-Carolin Augustin
Biographien jüdischer Frauen: Ein großbürgerliches Frauenleben für die moderne Kunst – Der Rückblick der Berliner Kunstsammlerin Margarete Mauthner

Quelle

Sabine Hank
Die Kriegsfotoalben des Berliner jüdischen Arztes Willy Hans Crohn

Joachim Albrecht
Die Vernichtung der Białystoker Juden im Zweiten Weltkrieg

Daniela Wittig
Das „Verzeichniß der Ruhenden auf dem israelitischen Friedhof zu Dresden“ aus dem Jahre 1852: Auswertung und Ergebnisse

Rezensionen

Neue Einblicke in jüdische Erfahrungen des Ersten Weltkriegs aus vergleichend-analytischer und individuell-subjektiver Perspektive
(Carl-Eric Linsler)

Erwin A. Schmidl: Habsburgs jüdische Soldaten 1788–1918
(Elisabeth Weber)

Christian Dietrich: Verweigerte Anerkennung. Selbstbestimmungsdebatten im „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ vor dem ersten Weltkrieg (Björn Siegel)

Klaus Hödl (Hg.): Nicht nur Bildung, nicht nur Bürger: Juden in der Populärkultur
(Hans-Joachim Hahn)

Stefan Litt (Hg.): Jüdische Gemeindestatuten aus dem aschkenasischen Kulturraum 1650–1850
(Cornelia Aust)

Elliot N. Dorff and Jonathan K. Crane (eds.): The Oxford Handbook of Jewish Ethics and Morality
(George Y. Kohler)

Cecile E. Kuznitz: YIVO and the Making of Modern Jewish Culture. Scholarship for the Yiddish Nation
(Elisabeth Gallas)

Isidor Nussenbaum: „Er kommt nicht wieder“. Geschichte eines Überlebenden
(Ramona Bräu)

Akim Jah: Die Deportation der Juden aus Berlin. Die national-sozialistische Vernichtungspolitik und das Sammellager Große Hamburger Straße
(Maria Kilwing)

Angelika Schoder: Die Vermittlung des Unbegreiflichen. Darstellung des Holocaust im Museum
(Dorothea Warneck)

Hanns-Fred Rathenow/Birgit Wenzel/Norbert H. Weber (Hg.): Handbuch Nationalsozialismus und Holocaust. Historisch-politisches Lernen in Schule, außerschulischer Bildung und Lehrerbildung
(Juliane Wetzel)