Titel der Ausgabe 
Medaon 13 (2019), 25
Weiterer Titel 
Deutsch-jüdische Geschichte im Spiegel des Centralvereins

Herausgeber
HATiKVA - Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e.V.
Erschienen
Erscheint 
zweimal jährlich
ISBN
1866-069X
Anzahl Seiten
ca. 160 S.
Preis
open access, Online-Zeitschrift

 

Kontakt

Institution
MEDAON - Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion MEDAON, HATiKVA e. V., Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden, Tel. 0351/8020489,
Von
Fache, Thomas

Editorial 13 (2019), 25

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde von Medaon,

wir freuen uns außerordentlich, Ihnen in der neuen Ausgabe einen Schwerpunkt zur Geschichte des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V.) präsentieren zu können. Als Redaktion haben wir vor ca. zwei Jahren die Gründung des Forschungsnetzwerks Centralverein.net neugierig zur Kenntnis genommen und schließlich angeboten, dieses mit einem Einzelbeitrag in Medaon vorzustellen. Hocherfreut waren wir, stattdessen wiederum von Rebekka Denz und Tilmann Gempp-Friedrich, den GründerInnen des Netzwerkes, einen Schwerpunkt zur spannenden Geschichte dieser eminent wichtigen historischen Institution deutsch-jüdischer Geschichte offeriert zu bekommen. Wir bedanken uns bei den HerausgeberInnen für das Vertrauen, die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, für alle Mühen im Publikationsprozess und selbstredend natürlich für das schöne Ergebnis! Weitere Informationen zum Hintergrund und zur Akzentuierung des Schwerpunkts können Sie der dazugehörigen Einleitung entnehmen.

In den schwerpunktunabhängigen Beiträgen der diesjährigen Herbstausgabe diskutiert Miriam Bistrovic am Beispiel des Webauftritts 1938Projekt. Posts from the Past die Herausforderungen der Darstellung von Quellen im digitalen Format, während Wolfgang Geiger sich der Tematisierung jüdischer Geschichte im Schulbuch und den damit verbundenen pädagogischen Herausforderungen widmet. Jörn Schütrumpf wiederum nähert sich in der Reihe „Biographien jüdischer Frauen“ Rosa Luxemburg, 100 Jahre nach deren Ermordung. Eine Reihe von Rezensionen rundet auch diese Ausgabe ab.

Leider ist dies die letzte Ausgabe, an der unsere Kollegin Kerstin von der Krone mitgewirkt hat. Unsere Zusammenarbeit mit Kerstin reicht bis ins Jahr 2013 zurück. Als – damals noch – externe Referentin analysierte sie auf Wunsch der Redaktion die Position von Medaon in der bundesweiten und internationalen Landschaft der Periodika zu jüdischer Geschichte und Gegenwart, benannte Stärken wie – nun ja – auch Schwächen und diskutierte mit uns begeistert mögliche Weiterentwicklungen, so dass wir gar nicht anders konnten, als sie bald danach auch zur direkten Mitarbeit bei der Zeitschrift einzuladen. Es ist ihr Verdienst, gemeinsam mit Melanie Eulitz, die Rubrik Rezensionen auf den heutigen hochwertigen Stand gebracht zu haben. Wir danken Dir, Kerstin, ganz herzlich für all die Jahre toller Zusammenarbeit und wünschen Dir alles erdenklich Gute für alle kommenden Vorhaben!

Die Fertigstellung dieses Hefts wäre ohne die Unterstützung aller GutachterInnen nicht zustande gekommen. Die Korrekturen bzw. Übersetzungen übernahmen diesmal Cathleen Bürgelt, Phillip Roth, Margi Schellenberg und Patricia C. Sutcliffe sowie Steffen Schröter von text plus form – ihnen allen danken wir herzlich!

Die Redaktion von Medaon im November 2019.

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Artikel

Rebekka Denz und Tilmann Gempp-Friedrich
Einführung in den Themenschwerpunkt: Deutsch-jüdische Geschichte im Spiegel des Centralvereins

David Hamann
Jüdische Selbstorganisation und Abwehrarbeit in Berlin am Beispiel ost- und südosteuropäischer jüdischer Migration (1880–1893)

Yaakov Borut
The CV’s Role in the Development of a Jewish Sphere in Germany

Rebekka Denz
Der Centralverein in Bayern – ein Werkstattbericht

Sarah R. Johnson
From Repudiation to Rapprochement: The ‘Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens’ and its relationship with Zionism in the Weimar Republic

Johann Nicolai
„Fahrt nach Fernost“ – Der Fluchtweg des deutsch-jüdischen Journalisten Fritz Friedländer von Berlin über Schanghai nach Australien

Bildung

Martin Liepach
Die Marginalisierung jüdischer Geschichte in den Schulgeschichtsbüchern – Das Beispiel Centralverein

Quellen

Jürgen Hartmann/Dietmar Simon
Ein unentwegter jüdischer Kämpfer. Artur Schweriner und sein „verpfuschtes Leben“

Simon Sax
Flugschriften des Bundes Deutscher Aufbau. Kommunikate aus dem jüdischen Abwehrkampf 1929–1933

Hendrik Schemann
Der C.V. als Teil jüdischer Selbsthilfe im April 1933 – eine Momentaufnahme

Artikel

Miriam Bistrovic
Digitale Erinnerungskultur und das Gedenkjahr 1938

Bildung

Wolfgang Geiger
Antisemitismus auch im Schulbuch? Zum historischen und pädagogischen Kontext eines gravierenden Vorwurfs

Miszelle

Jörn Schütrumpf
Biographien jüdischer Frauen: Rosa Luxemburg (1871–1919)

Rezensionen

Martine Benoit
Helmut Peitsch et al. (Hg.): Nachkriegsliteratur als öffentliche Erinnerung – Deutsche Vergangenheit im europäischen Kontext

Maria Diemling
Cornelia Aust: The Jewish Economic Elite: Making Modern Europe

Sebastian Elsbach
Doppelrezension: Liberal, deutsch und jüdisch – Neue biographische Studien zu Paul Nathan und Ludwig Haas

Marc Grimm
Bettina Bannasch/Hans-Joachim Hahn (Hg.): Darstellen, Vermitteln, Aneignen: Gegenwärtige Reflexionen des Holocaust

Shoshana Liessmann
Tina Frühauf: Werner Sander. ‚Den Frieden endgültig zu festigen‘. Ein großer Vertreter der jüdischen Musik in der DDR

Hans-Christian Petersen
Verena Dohrn: Die Kahans aus Baku. Eine Familienbiographie

Kathrin Stoll
David Kowalski: Polens letzte Juden. Herkunft und Dissidenz um 1968

Susanne Urban
Johannes-Dieter Steinert: Holocaust und Zwangsarbeit. Erinnerungen jüdischer Kinder 1938-1945

Ulrich Wyrwa
Irene Aue-Ben-David: Deutsch-jüdische Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert. Zu Werk und Rezeption von Selma Stern