Sozial.Geschichte online / Social History online (2017), 20

Titel
Sozial.Geschichte online / Social History online (2017), 20.


Hrsg. v.
Verein für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts Redaktion: Peter Birke, Kristin Carls, Thomas Funk, Sarah Graber Majchrzak, Max Henninger, Norbert Meder, Gottfried Oy, Hartmut Rübner, Johanna Wolf
Heft(e)
20
Erschienen
Duisburg / Essen 2017: DUEPUBLICO
Umfang
274 Seiten
Preis
kostenfrei

Das neue Heft der Sozial.Geschichte Online ist erschienen und steht zum kostenfreien Download bereit. Das Heft setzt einen Schwerpunkt auf den parteiförmig organisierten Kommunismus, insbesondere das historisch gewordene Beziehungsverhältnis der Kommunistischen Partei Deutschlands zu Nationalismus und Antisemitismus. Zu dieser Frage findet sich ein Beitrag von Ralf Hoffrogge: „Der Sommer des Nationalbolschewismus? Die Stellung der KPD-Linken zu Ruhrkampf und ihre Kritik am ‚Schlageter-Kurs‘ von 1923“. Der Diskussionsbeitrag von Gerhard Hanloser, „Die Rote Fahne und der Antisemitismus“ befasst sich mit einem ganz ähnlichen Thema. Er diskutiert die kürzlich publizierte Dissertation des Hamburger Historikers Olaf Kistenmacher, der antisemitische Aussagen im Zentralorgan der KPD untersucht hat.

Frido Wentens Forschungsbeitrag „Gewerkschaftsreformen in China – Segen oder Fluch? Kontroverses zu Tarifverhandlungen und ‚zellulärem‘ Aktivismus“ setzt unsere Reihe zum Thema Arbeiterkämpfe in China fort, die Ralf Ruckus unter anderem in seinen Beiträgen zum Thema „Chinese Capitalism in Crisis“ in Heft 18 (2016) und Heft 19 (2016) der Sozial.Geschichte Online begonnen hat.

Die beiden Beiträge unter der Rubrik „Zeitgeschehen“ widmen sich einem Thema, das in Sozial.Geschichte Online immer wieder verhandelt wurde: Flucht und Migration. Beide Texte rekapitulieren die Entwicklungen der staatlichen Flüchtlingspolitik in Folge des „Sommers der Migration“ von 2015.

Das aktuelle Heft enthält zudem Buchrezensionen zu Legitimationsproblemen in der Erwerbsarbeit, den biographischen Erinnerungen des Anarchisten Max Tobler, der Geschichtsschreibung Griechenlands sowie der Arbeitsmedizin im Nationalsozialismus.

Viel Freude beim Lesen wünscht die Redaktion!

Inhalt / Conents

Editorial

Forschung

Jon Lawrence: Workers' testimony and the sociological reification of manual / non-manual distinctions in 1960s Britain

Frido Wenten: Gewerkschaftsreformen in China – Segen oder Fluch?

Ralf Hoffrogge: Der Sommer des Nationalbolschewismus?

Gerhard Hanloser: Die Rote Fahne und der Antisemitismus

Zeitgeschehen

Gruppe Blauer Montag: „Flüchtlingskrise“ und autoritäre Integration

Basisdemokratische Linke Göttingen: Arbeit um jeden Preis

Rezensionen

Nick Kratzer, Wolfgang Menz, Knut Tullius, Harald Wolf: Legitimationsprobleme in der Erwerbsarbeit (Peter Birke)

Max Tobler: „Die Welt riss mich“. Aus der Jugend eines feinsinnigen Rebellen (1876–1929) (Hartmut Rübner)

Ioannis Zelepos: Kleine Geschichte Griechenlands. Von der Staatsgründung bis heute; Adamantios Th. Skordos: Griechenland im Kontext des östlichen Europa. Geschichtsregionale, kulturelle und völkerrechtliche Dimensionen (Karl Heinz Roth)

Gine Elsner: Als Betriebsarzt bei Adler, Opel oder Hoechst. Arbeitsmediziner während der NS-Zeit in Hessen (Wolfgang Hien)

Zitation
Sozial.Geschichte online / Social History online (2017), 20. in: H-Soz-Kult, 16.05.2017, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-10371>.