Prof. Dr. Thomas Etzemüller

Institution
Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
Abteilung
Fakultät IV, Institut für Geschichte
Adresse
26129 Oldenburg
Ammerländer Heerstraße 114-118
Email
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Wissenschaftlicher Werdegang

1988-1995: Studium der Neueren Geschichte, Empirischen Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte und Filmwissenschaften in Tübingen und Stockholm
1995-2000: Promotion an der Universität Tübingen
1999-2000: Vertretung einer Assistentenstelle am Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen
2000-2002: Forschungsstipendiat der DFG
2002/2003: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 437 "Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit", Universität Tübingen
2003-2009: Juniorprofessor für Zeitgeschichte, Universität Oldenburg
2009-2015: Heisenberg-Stipendiat der DFG
Juli 2010: Habilitation, Universität Oldenburg (Venia legendi für "Neuere und Neueste Geschichte")
2014/15: Vertretung der Professur für Neueste und Zeitgeschichte an der LMU München (Lehrstuhl Margit Szöllösi-Janze)
2015-2017: Eigene Stelle (DFG)
2017-2022: W2-Prof. für Kulturgeschichte der Moderne unter bes. Berücksichtigung Nordeuropas (befristet)
Professor für Kulturgeschichte der Moderne unter bes. Berücksichtigung Nordeuropas

Aktuelle Projekte

Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“
Imaginary landscapes: Dalarna und Mittelrhein. Landschaften als Projektionsflächen gesellschaftlicher Ordnungs- und Zukunftsvorstellungen, ca. 1750-2010
Imagination und Intervention: Zur Geschichte der Moderne

Publikationen

Monografien

Auswahl:
Auf der Suche nach dem Nordischen Menschen. Die deutsche Rassenanthropologie in der modernen Welt, Bielefeld 2015
Alva and Gunnar Myrdal: Social Engineering in the Modern World, Lanham/MD u.a. 2014 (Paperback 2016)
Biographien. Lesen — erzählen — erforschen, Frankfurt/Main, New York 2012
Die Romantik der Rationalität. Alva & Gunnar Myrdal — Social Engineering in Schweden, Bielefeld 2010
Ein ewigwährender Untergang. Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2007

Herausgeberschaften

(Zusammen mit Jan Eckel): Neue Zugänge zur Geschichte der Geschichtswissenschaft, Göttingen 2007
Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2009
Vom „Volk“ zur „Population“. Formen der interventionistischen Bevölkerungspolitik in der Nachkriegszeit, Münster 2015

Artikel

Auswahl:
Social engineering, Version: 2.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte
"Arme Irre", Pseudowissenschaftler und Friedrich Kittler. Das Antiakademische als Funktion und innere Haltung, in: Mittelweg 36 26, 2017, H. 4-5, S. 70-87
Brasilia als Experimentalraum und Gesamtkunstwerk, in: Böschen, Stefan/Groß, Matthias/Krohn, Wolfgang (Hg.): Experimentelle Gesellschaft. Das Experiment als wissensgesellschaftliches Dispositiv, Baden-Baden 2017, S. 269-289
Ambivalente Metaphorik. Ein kritischer Rückblick auf Zygmunt Baumans "Dialektik der Ordnung" (1989), in: Zeithistorische Forschungen 14, 2017, S. 177-183
Was können wir von der Rassenanthropologie lernen? Aus dem Maschinenraum einer untoten Disziplin, in: Merkur 70, 2016, H. 805, S. 29-41
Ins „Wahre" rücken. Selbstdarstellung im Wissenschaftsbetrieb, in: Merkur 69, 2015, H. 797, S. 31-43 (auch in: Eurozine, Okt. 2015)
La storia del „moderno“. I problemi della sua concettualizzazione, in: Dipper, Christof/Pombeni, Paolo (Hg.): Le ragioni del moderno, Bologna 2014, S. 221-238
Das biographische Paradox — oder: wann hört eine Biographie auf, eine Biographie zu sein?, in: Non Fiktion 8, 2013, S. 89-103
Der „Vf.“ als biographisches Paradox. Wie wird man zum „Wissenschaftler“ und (wie) lässt sich das beobachten?, in: Alkemeyer, Thomas/Budde, Gunilla/Freist, Dagmar (Hg.): Selbst-Bildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung, Bielefeld 2013, S. 175-196
Romantischer Rhein — Eiserner Rhein. Ein Fluß als imaginary landscape der Moderne, in: Historische Zeitschrift 295, 2012, S. 390-424
"Freizeit soll harmonische Menschen schaffen": Die "ambivalente Moderne" und das social engineering des Alltags. Die Ausstellung "Fritiden" in Ystad 1936, in: Historische Anthropologie 19, 2011, S. 372-390
Social engineering als Verhaltenslehre des kühlen Kopfes. Eine einleitende Skizze, in: Etzemüller, Thomas (Hg.): Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2009, S. 11-39
„Ich sehe das, was Du nicht siehst“. Zu den theoretischen Grundlagen geschichtswissenschaftlicher Arbeit, in: Eckel, Jan/Etzemüller, Thomas (Hg.): Neue Zugänge zur Geschichte der Geschichtswissenschaft, Göttingen 2007, S. 27-68