Aktuell/

Buchrezensionen/

Zeitgeschichte (nach 1945)
Mikkonen, Simo; Suutari, Pekka (Hrsg.): Music, Art and Diplomacy, Farnham 2016
Rez. von Sonja Großmann, Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde, Eberhard Karls Universität Tübingen

In den letzten Jahren erschien eine Reihe von Sammelbänden, die sich kulturellen Dimensionen des Kalten Krieges widmen. Sie umfassen sowohl den Bereich der auswärtigen Kulturpolitik einzelner Staaten als auch kulturelle Transfers und Austauschbeziehungen sowie die wechselseitigen Wahrnehmungen von „Ost“ und „West“.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Grabe, Nina: Die stationäre Versorgung alter Menschen in Niedersachsen 1945–1975, Stuttgart 2016
Rez. von Susanne Kreutzer, Fachbereich Gesundheit, Fachhochschule Münster

Während zur Geschichte der Krankenpflege mittlerweile etliche Studien vorliegen, ist die Geschichte der Altenpflege vergleichsweise schlecht erforscht. Vor diesem Hintergrund ist Nina Grabes Dissertation zur stationären Versorgung alter Menschen in Niedersachsen zwischen 1945 und 1975 in hohem Maße zu begrüßen.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Nunan, Timothy: Humanitarian Invasion, Cambridge 2016
Rez. von Philipp Casula, Historisches Seminar, Universität Zürich

Viele Bücher über Afghanistan beginnen mit der Beschreibung einer Reise nach Kabul, einer langen Autofahrt durch den Hindukusch oder einer halsbrecherischen Landung in Bagram. Auch Timothy Nunan beginnt sein Buch mit einer solchen Reiseschilderung und bringt so die ganze Externalität seiner Protagonisten zum Ausdruck.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Butler, Judith: Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung, Berlin 2016
Rez. von Timo Luks, Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen

Studien, die – wie die in Judith Butlers „Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung“ zusammengestellten Vorträge und Aufsätze aus den Jahren 2011 bis 2014 – aktuelle Ereignisse zum Ausgangspunkt theoretischer Reflexionen machen, sind stets riskant. Zum Zeitpunkt des Erscheinens hat sich ihre Bedeutung vielleicht bereits relativiert, oder spätere Ereignisse haben die früheren überlagert.

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Termine/

Workshop
06.03.2017 - 08.03.2017 DFG-Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung“, Universität Oldenburg

Nachwuchs-Workshop und Abendvorträge: “Forschungsfeld: Feldforschung. Erkundungen zwischen Literaturwissenschaft und Ethnologie”

6.–8. März 2017, DFG-Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung“, Universität Oldenburg, organisiert von Björn Bertrams (Univ. Oldenburg) und Elisabeth Heyne (TU Dresden)

Abendvorträge im Rahmen des Workshops: 

6.3.2017, 18.15 Uhr: Keynote von Nicola Gess (Basel): Früchte der Ethnologie? Ursprung, Kreativität und prälogisches Denken in Literatur und Literaturwissenschaft im frühen 20.

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Call for Papers
11.09.2017 - 13.09.2017 Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) Helmholz-Zentrum Dresden Rossendorf (HZDR); Technische Universität Dresden (TUD); Dresden-concept e.V.; open-access.net

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 11.–13. September 2017 finden in Dresden die 11. Open-Access-Tage statt. Die Konferenz wird von der SLUB Dresden, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der TU Dresden in Kooperation mit der Informationsplattform open-access.net ausgerichtet.

Die Open-Access-Tage sind mit 300–400 Teilnehmer/innen die zentrale jährliche Konferenz zum Thema Open Access im deutschsprachigen Raum.

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Akademische Ankündigungen
07.03.2017 Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Vortragsreihe: Multilaterale Erinnerungsorte. Herausforderungen, Erwartungen und Potenziale

im Rahmen des Klaus Zernack Colloquiums

Prof. Dr. Michael G. Müller und Prof. Dr. Robert Traba laden gemeinsam mit Prof. Dr. Igor Kąkolewski ein

zum Vortrag von

Dr. Paul Vickers (Gießen): Dom und Heimat.

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Call for Papers
18.10.2017 - 20.10.2017 Laboratoire d'excellence "Ecrire une histoire nouvelle de l'Europe"; Deutsch-französisches Netzwerk "Saisir l'Europe"; Deutsches Historisches Institut Paris

ENGLISH VERSION BELOW

Le colloque fait partie d’un projet de recherche qui s’interroge, à travers les questions environnementales, sur l’émergence d’un espace public européen et son impact sur la définition d’une politique environnementale européenne à partir des années 1970. Il s’inscrit dans une démarche qui consiste à renouveler l’historiographie des relations internationales en Europe après 1945, en mettant la société civile comme point de départ d’une étude historique des processus décisionnels.

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Ausstellungsrezensionen/

02.09.2016 - 20.08.2017 Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Rez. von Jörn Eiben, Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg

1893 wandte sich ein ungenannter Leserbriefschreiber an die Redaktion der Zeitschrift „Spiel und Sport“. Er mokierte sich über die Berliner Fußballer, die sich keineswegs direkt nach dem Spiel in den „Umkleidezimmern wieder zu gewöhnlichen Menschenkindern umwandel[te]n“, sondern in ihren „vielfarbigen Tricots“ noch eine ganze Weile im öffentlichen Raum „lustwandel[te]n“.[1] Sowohl die Rückverwandlung zu „Menschenkindern“ durch Wechsel der Kleidung als auch die Kritik am Tragen von Sportkleidung außerhalb des engeren sportiven Kontextes verweisen auf die Differenz zwischen sportlicher und „nichtsportlicher“ Bekleidung, die seit dem 19.

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Ahrndt, Wiebke; Übersee Museum Bremen (Hrsg.) Amerika
05.11.2016 Übersee Museum Bremen
Rez. von Sarah Ehlers, CHF/Beckman Center for the History of Chemistry, Philadelphia

Amerika im 21. Jahrhundert ist das Thema der neugestalteten Dauerausstellung im Bremer Übersee-Museum, die im November 2016 eröffnet wurde. Nach insgesamt drei Jahren Umbau ist mit ihr nun die letzte der Kontinent-Ausstellungen des Museums überarbeitet, so dass, wie die Direktorin Wiebke Ahrndt betont, den Besucher/innen wieder eine Reise um die Welt geboten wird.

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Tagungsberichte/

10.11.2016 - 12.11.2016 Christoph Mauntel, Eberhard-Karls-Universität Tübingen; Klaus Oschema, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg / Institute for Advanced Study, Princeton; Bernd Schneidmüller, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Von Laura Kilgus / Paula Simon / Sara Tot, Historisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Elena Ziegler, SFB 923 “Bedrohte Ordnungen”, Universität Tübingen

The perception of the world and the categories used to order it vary considerably between different cultures. While the premodern systems of world order have been intensively scrutinized, the question regarding how these systems influenced individual or collective behaviours and actions remains rather underexplored.

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27.10.2016 - 29.10.2016 DFG-Projekt „Heilige Heroen – Heroische Heilige. Interdependenzen, Verflechtungen und Transformationen von Leitbilddiskursen im skandinavischen Früh- und Hochmittelalter“, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Von Stephan Bruhn / Rike Szill, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Vom 27. bis 29. Oktober fand in Kiel eine internationale Fachtagung zu Heiligkeitskonzepten im vornehmlich nordwesteuropäischen Raum statt, die aus dem ortsansässigen DFG-Projekt „Heilige Heroen – Heroische Heilige. Interdependenzen, Verflechtungen und Transformationen von Leitbilddiskursen im skandinavischen Früh- und Hochmittelalter“ erwachsen ist.

In ihrer Einleitung stellten ANDREAS BIHRER und FIONA FRITZ (beide Kiel) einerseits die zentralen Ansätze und Fragestellungen der langen Forschungstradition zu Hagiographie und Heiligenverehrung konzis heraus, leiteten aus diesem Überblick andererseits aber auch die konkreten Erkenntnisinteressen der Tagung ab, die die kommenden Vorträge in einen übergeordneten Bezugsrahmen stellten.

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13.10.2016 - 15.10.2016 Leibnizpreis-Forschungsstelle „Globale Prozesse”, Universität Konstanz
Von Wolfgang Egner, Exzellenzcluster 16 „Kulturelle Grundlagen von Integration”, Universität Konstanz; Lisa Korge, Leibnizpreis-Forschungsstelle „Globale Prozesse”, Universität Konstanz

Global history is often seen as the study of globalisation or mobility, with a focus on the flows of commodities, people and ideas. But the study of flows, crucial as it is, cannot constitute global history alone. As recent socio-political developments indicate, there is a crisis of globality, represented amongst other things by the public discussion of closing borders and the real or promised construction of fences and walls meant to exclude.

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05.09.2016 - 08.09.2016 Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) / Fondation Maisondes Sciences de l’Homme (FMSH) / Villa Vigoni
Von Nikola Tietze, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur (WiKu)

Vom 5. Bis zum 8. September 2016 fand in der Villa Vigoni, Loveno die Menaggio (CO), die zweite Konferenz des italienisch-französisch-deutschen Forschungsnetzwerks „Sozialpolitik im Spannungsfeld nationalstaatlicher Traditionen und europäischer Neuordnung“ statt. PAOLO ROBERTO GRAZIANO (Padua / Brüssel), SILKE BOTHFELD (Bremen) und INGO BODE (Kassel) bereicherten mit ihren Vorträgen die Reflexion und Diskussion der Mitglieder des Forschungsnetzwerks.

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Miszellen/

Nachrichten

Der Andrej-Mitrović-Preis, der alle zwei Jahre von der Michael-Zikic-Stiftung ausgeschrieben wird, wurde 2016 an Dennis Dierks für seine Dissertation „Nationalgeschichte(n) im multikulturellen Raum. Geschichtskonstruktionen und Erinnerungskulturen im habsburgischen Bosnien-Herzegowina (1878-1914)“ vergeben.
Die Preisverleihung fand am 30.

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Nachrichten

Seit 2014 trifft sich das Netzwerk Oral History (NOH), eine interdisziplinäre und selbstorganisierte Gruppe von Personen und Institutionen, die mit mündlichen und/oder audiovisuellen Quellen im geschichtswissenschaftlichen, pädagogischen, musealen oder archivalischen Kontext arbeiten. Die Idee entstand 2014 in einem sonnenbeschienenen Hof der Universität Wien während einer Pause der European Social Science History Conference.

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Nachrichten

Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, der 2017 zum dritten Mal verliehen wird, geht an die international renommierte französische Deutschlandhistorikerin Hélène Miard-Delacroix. "Mit ihren Forschungsleistungen, insbesondere zur deutsch-französischen Geschichte des 20.

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Nachrichten

Preisträger 2017:

Prof. Dr. Elke Stein-Hölkeskamp und
Prof. Dr. Karl-Joachim Hölkeskamp

Der mit 25.000 Euro dotierte Karl-Christ-Preis, der dem Andenken an den Marburger Althistoriker Karl Christ gewidmet ist, wird 2017 zum dritten Mal verliehen. Er zeichnet im zweijährigen Turnus herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen sowie der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Altertums aus und wird im Wechsel an den Universitäten Frankfurt a.M.

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Zeitschriften/

Liebe Leserinnen und Leser,

die FORUMs-Rubrik unseres Journals bietet seit vielen Jahren die Möglichkeit, einzelne Themenfelder oder Publikationen auf besondere Weise in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. In dieser Ausgabe nutzen wir hierfür gleich zwei der etablierten Verfahren:

So widmet sich Hans Goldenbaum (Halle/S.) im Rahmen einer Sammelrezension dem Thema "Das nationalsozialistische Deutschland und die arabische Welt".

In einem weiteren FORUMs-Beitrag stellt Daniel Graña-Behrens (Frankfurt/M.) den monumentalen Band von Wolfgang Reinhard: Die Unterwerfung der Welt.

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Der Titel »anthropologie philosophique« ist in der französischen Philosophie des 20. Jahrhunderts vielerorts anzutreffen, doch die Arbeiten etwa von Jacques Derrida, Michel Foucault oder Louis Althusser entbehren bei genauerer Nachforschung jeglicher Referenz auf die »Philosophische Anthropologie«, verstanden als »Tradition«, die die natur- und geschichtsphilosophischen Entwürfe Max Schelers, Helmuth Plessners, Arnold Gehlens und Adolf Portmanns eint.

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Annales Scientia Politica
Vol. 5, No. 2, 2016

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