Writing the history of the Great Depression has always been a political act. Lionel Robbins wrote the first book with this title in 1934 when the event was still underway.[1] He took the occasion to attack trade unions and unemployment insurance for creating inflexibility in the labor market. Following his friend, the Austrian economist, Ludwig von Mises, who he had worked on translating into English, he slammed state intervention as a cure worse than the disease of Depression itself.

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Rez. von Quinn Slobodian, Department of History, Wellesley College

Buchrezensionen

Außereuropäische Geschichte
Steinberg, Guido: Saudi-Arabien, München 2014
Rez. von Uwe Pfullmann, Gornsdorf

Von den 19 Attentätern des 11. September kamen 15 aus Saudi-Arabien – mit dieser Feststellung im Schmutztitel beginnt der Autor seinen geschichtlichen und sozio-ökonomischen Exkurs über das Land mit der heiligen Städten Mekka und Medina. Im Vorwort geht Guido Steinberg auf die dringendsten Probleme und Widersprüche Saudi-Arabiens ein und konstatiert trotz der Ausrichtung der Elite des Landes an einem modernen Stadtbild: “Dennoch hat sich eine Sozialstruktur erhalten, die an dem Ideal der traditionellen, patriarchalischen Großfamilie orientiert ist und in der der Stamm noch heute eine wichtige Rolle spielt.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Musil, Robert: Wien in der Weltwirtschaft, Münster 2013
Rez. von Felix Butschek, Wien

Es gilt eine interessante und innovative Arbeit über „Wien in der Weltwirtschaft“ anzuzeigen. Gewiss wurde die Stadt bisher sowohl aus wirtschaftshistorischer als auch regionalökonomischer Perspektive mehrfach untersucht. Das ergab sich schon aus dem Umstand, dass sich ihre Position im Verlauf durch exogene politische wie ökonomische Determinanten wiederholt grundlegend änderte.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Bohn, Anna: Denkmal Film, Köln 2013
Rez. von Franziska Heller, Seminar für Filmwissenschaft, Universität Zürich

Sergio Leones Italo-Western-Klassiker „Für eine Handvoll Dollar“ mit Clint Eastwood in der Hauptrolle als ein Denkmal deutscher Kultur? Um die Bedeutsamkeit und die Berechtigung dieser Frage nachvollziehen zu können, muss man sich bis zum 2. Band der Studie „Denkmal Film“ von Anna Bohn gedulden: Ihre 2013 erschienene, umfassende Untersuchung besteht aus einer Darstellung („Der Film als Kulturerbe“, Band 1) und dem „Kulturlexikon Filmerbe“ (Band 2).

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Grandits, Hannes; Sundhaussen, Holm (Hrsg.): Jugoslawien in den 1960er Jahren, Wiesbaden 2013
Rez. von Sabine Rutar, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg

Was ist ein „(a)normaler Staat“? Die im Untertitel enthaltene Frage nach Norm und Abweichung von Staatlichkeit verweist auf die forschungspraktische Stoßrichtung, die die Herausgeber, Hannes Grandits und Holm Sundhaussen, ihrem Band zu Jugoslawien in den 1960er-Jahren gegeben haben: Wider eine Geschichtsschreibung, die einen verschwundenen, zerstörten Staat von hinten aufrollt; für eine Geschichtsschreibung, die den „Weg“ eines solchen Staates – Jugoslawiens – aus der untersuchten Zeit heraus nachzeichnet.

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Termine

Call for Papers
13.11.2015 - 14.11.2015 Studienkreis Rundfunk und Geschichte; Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK

Das Medienhistorische Forum für Absolventen und Forschungsnachwuchs versteht sich als Plattform zur Netzwerkbildung für jüngere Wissenschaftler. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre Forschungsthemen vorzustellen und mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über Probleme und Methoden kommunikations- und medienhistorischer aktuell laufender Arbeiten zu diskutieren.

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Konferenzen, Tagungen
16.07.2015 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.; Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Geisteswissenschaften international. Strategien und Effekte der Förderung

Die globale Wissenschaftslandschaft ist zusehends polyzentrisch und zugleich durch immer intensivere internationale Zusammenarbeit geprägt. Gleichzeitig wächst der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe. Wo stehen die Geisteswissenschaften in diesem Wettbewerb? Welche Wirkungen haben die zahlreichen deutschen Forschungsprogramme und Förderinstrumente entfaltet, die auf eine Stärkung des internationalen Austauschs und die Förderung globalvernetzter Forschung abzielten? Wie gehen andere Länder, wie geht Europa mit der Internationalisierung der Geisteswissenschaften um?

Eine gemeinsame Veranstaltung des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

16.

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Call for Papers
09.08.2015 - 16.08.2015 International research center IGK Work and Human Lifecycle in Global History (Humboldt Universität zu Berlin); Preparatory Committee of the 'Institute of Critical Transnational Studies' and History Department at Sogang University in Seoul/ Korea

The international research center IGK Work and Human Lifecycle in Global History (Humboldt Universität zu Berlin) and the Preparatory Committee of the 'Institute of Critical Transnational Studies' and History Department at Sogang University in Seoul/ Korea will hold a Summer Academy exploring the historical and contemporary meanings and practices of work and non-work in post-colonial and post-socialist societies.

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Call for Papers
17.09.2015 - 19.09.2015 International Conference of Labour and Social History (ITH); in cooperation with re:work

The International Conference of Labour and Social History (ITH) announces its 51st Conference:

The critical reflection of the concept of work and the interrogation of its long-standing limitation to wage labour and gainful employment are among the central achievements of a global perspective on the history and the present of labour. Within this context the question arises regarding the permanently (re-)drawn and contested demarcations and “grey zones” between work and non-work, legitimate and unacknowledged, paid and unpaid work as part of the global development of the modern economy; this would include the migrant worker and the “vagabond”, the “housewife” and the cook, child labour, the video game at the workplace, the “petty criminal”, the unemployed unemployment activist etc.

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Ausstellungsrezensionen

Weining, Kirsten; für das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité (Hrsg.) Arsen und Spitzen-Forschung. Paul Ehrlich u. d. Anfänge einer neuen Med.
15.04.2015 - 27.09.2015 Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité und Historisches Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Paul-Ehrlich-Institut, Langen (Hessen), und dem Georg-Speyer-Haus, Frankfurt am Main
Rez. von Henrik Eßler, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Die Zeiten, in denen sich die Medizingeschichte in einer Darstellung von Errungenschaften großer Ärzte erschöpfte, sind spätestens seit den 1980er-Jahren überwunden. Für das 1998 eröffnete Berliner Medizinhistorische Museum der Charité gilt das allemal. Dass sich eine aktuelle Sonderausstellung nun explizit der Vita eines einzelnen Mediziners widmet, mag da durchaus überraschen.

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21.03.2015 - 12.07.2015 Stadtmuseum Dresden
Rez. von Günter Agde, Berlin

Die Dresdener Ausstellung „Das Auge des Arbeiters“ (ein sehr treffender Titel!) bündelt auf faszinierende Weise mehrere wissenschaftliche und historische Komponenten zu einer multimedial wie ikonographisch bemerkenswerten Unternehmung. Die Unterzeile „Erinnerungsfotografie und Bildpropaganda um 1930“ präzisiert die Absicht des Vorhabens und kontextualisiert sie zugleich.

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Tagungsberichte

06.05.2015 Dresdner Nachwuchskolloquium zur Geschlechterforschung
Von Steffen Heidrich / Doreen Franz, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden / Franziska Scholze, Institut für Katholische Theologie, Technische Universität Dresden Email:

Am 06. Mai 2015 fand das 2. Nachwuchskolloquium zur Geschlechterforschung der GenderConceptGroup der Technischen Universität Dresden statt, in dessen Fokus die interdisziplinäre Erforschung aktueller Geschlechterthemen stand. Organisiert wurde es von Maria Häusl (Institut für Katholische Theologie), Stefan Horlacher (Institut für Anglistik und Amerikanistik), Sonja Koch (Institut für Geschichte), Gudrun Loster-Schneider (Institut für Germanistik) und Susanne Schötz (Institut für Geschichte).

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11.05.2015 - 13.05.2015 Martin Mulsow (Gotha / Erfurt) / Jan Loop (Kent) / Asaph Ben-Tov (Gotha / Erfurt), HERA-Projekt „Encounters with the Orient in Early Modern Scholarship“
Von Stefan Hanß, Freie Universität Berlin; Robert Heindl, Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Das Forschungszentrum Gotha lud im Rahmen des HERA-Projekts „Encounters with the Orient in Early Modern Scholarship“ zu einer internationalen Tagung über die Anfänge und Gründungsväter der Studien zur Kultur und Sprache Äthiopiens im 17. Jahrhundert ein. Veranstaltungsort war Gotha, die wohl „afrikanischste Stadt Thüringens“, wie Oberbürgermeister KNUT KREUCH (Gotha) in zweierlei Anlehnung formulierte: erstens, dem Schloss Friedenstein als Entstehungsort der frühesten Äthiopistik; zweitens, einer bis heute anhaltenden Partnerschaft zwischen Gotha und dem ostafrikanischem Land.

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12.02.2015 - 13.02.2015 Projekt „Politiques économiques et vie des entreprises pendant la Première Guerre mondiale“
Von Ralf Martin König, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Während über das komplexe Verhältnis von Staat und Wirtschaft ebenso häufig diskutiert wird wie dieser Tage über den Ersten Weltkrieg, muss eine gleichzeitige Betrachtung beider Gegenstände weiterhin als etwas Besonderes erachtet werden. Das von der Université Lumière Lyon 2 getragene und vom Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l‘Allemagne geförderte Projekt „Politiques économiques et vie des entreprises pendant la Première Guerre mondiale“ schafft hier Abhilfe: Unter Beteiligung der wirtschaftshistorischen Lehrstühle der Ruhruniversität Bochum und der Universität Regensburg beleuchtet es die ökonomische Seite des Krieges.

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16.03.2015 - 17.03.2015 Institut für vergleichende Städtegeschichte, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
Von Sebastian Schröder, Institut für vergleichende Städtegeschichte, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster

Dem 44. Frühjahrskolloquium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte „Die Konsumentenstadt – Konsumenten in der Stadt des Mittelalters“, das am 16. und 17. März 2015 in Münster stattfand, lag die Beobachtung zugrunde, dass zwar die Thesen Max Webers zum Typus der „okzidentalen Stadt“[1] breit rezipiert wurden, die ökonomischen Aspekte der nationalökonomischen Theorien Webers, Werner Sombarts[2] und Karl Büchers[3] jedoch kaum präsent sind.

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Miscellaneous

Projekte

Dieser Beitrag ist hervorgegangen aus der Initiative von Doktoranden des Seminars für ‚History and Civilization (HEC) am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Ihr Projekt ‚Research in Dialogue – Dialogue in Research wird herausgeben von Tilmann Kulke, Dorit Brixius, Ievgen Khvalkov, Florian Wagner und James White.
geschichte.transnational veröffentlicht in loser Folge Interviews, Literaturberichte und Forschungsergebnisse aus dem Bereich transnationaler und globaler Studien.

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Projekte

Dieser Beitrag ist hervorgegangen aus einer Initiative von Doktoranden am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Tilman Kulke, Moritz von Brescius, Robrecht Declercq und James White hatten 2013 in zeitenblicke (12, 1) damit begonnen, Dissertationsprojekte ihrer Kommilitonen und Interviews mit den Lehrenden zu veröffentlichen.
Ihr neues Projekt 'Research in Dialogue - Dialogue in Research' möchte diese Form des Publizierens in Zusammenarbeit mit geschichte.

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Projekte

Das deutsche und ausländische Recht ist seit Gründung der Staatsbibliothek zu Berlin im Jahre 1661 stets ein prägender Erwerbungsschwerpunkt gewesen, so dass sie heute über eine der größten Universalsammlungen juristischer Quellen und Sekundärliteratur in Deutschland verfügt. Angesichts der zentralen Bedeutung der Staatsbibliothek zu Berlin gerade nach Gründung des Deutschen Kaiserreichs kommt ihrem Bestand an – nicht selten unikalen – Druckwerken zum deutschen Territorialrecht besondere Bedeutung zu.

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Web-Nachrichten

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der im Mai 2015 neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays und Artikel:

Müller, Sven Oliver: Angleichung und Abgrenzung. Perspektiven des Musiklebens in Europa im 19. Jahrhundert.
Abstract:
Vergleicht man die Praktiken, die Geschmäcker und das Repertoire im Musikleben des 19.

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Zeitschriften

L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft
1/2015 – mit Sprachen

Hg. von Ulrike Krampl (Tours) und Xenia von Tippelskirch (Berlin)

Feministische Forschung legt seit ihren Anfängen ein besonderes Augenmerk auf Sprache als einem zentralen Ort des Herstellens und Tradierens von symbolischen Ordnungen. Doch sprechen wir wirklich nur eine Sprache? Trotz der nunmehr großen Aufmerksamkeit für die diskursive und rhetorische Dimension des Historischen blieben Sprachen auch der Frauen- und Geschlechtergeschichte bisher nahezu unsichtbar.

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Der „Carnegie Report on the Causes and Conduct of the Balkan Wars 1912/13“. Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte im Völkerrecht und in der Historiographie
Herausgegeben von Dietmar Müller und Stefan Troebst

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