Aktuell/

Buchrezensionen/

Alte Geschichte
Bringmann, Klaus: Im Schatten der Paläste. Geschichte des frühen Griechenlands, München 2016
Rez. von Sven Günther, Institute for the History of Ancient Civilizations, Northeast Normal University Changchun, China

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen die Geschichte des frühen Griechenlands, im engeren Sinne und wertend die „Archaik“, nur den Auftakt, das Präludium zur „großen“ klassischen Periode – entweder in (doktrinärer) Gestalt und Ausdeutung als demokratische Vollendung oder Sieg über die „barbarischen“ Perser – bildete.[1] Zu sehr analytisch ausgedeutet wie ausdifferenziert und zu sehr durchdrungen von vielerlei Interpretationstheoremen scheint jede Quellengattung mittlerweile zu sein, als dass derlei teleologische Narrative noch möglich, geschweige denn gewollt sind.

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Alte Geschichte
Bachmann, Cordula: Wenn man die Welt als Gemälde betrachtet, Heidelberg 2015
Rez. von Thomas Schirren, Fachbereich Altertumswissenschaften, Klassische Philologie und Wirkungsgeschichte der Antike – Gräzistik, Universität Salzburg

Die Münchner Dissertation von Cordula Bachmann teilt sich in drei große Teile: 1. Die Vorüberlegungen zeigen das rege Interesse, welches das Werk des kaiserzeitlichen Sophisten Philostrat neuerdings findet („ästhetische Erfahrung“); 2. eine ausführliche Einführung (S. 14–68) widmet sich dem Proömium, versucht eine Textsortenbestimmung der Ekphrasis und geht der Frage der Fiktionalität nach, ehe schließlich die These entfaltet wird, es handele sich bei den 65 Stücken um eine „Anleitung zur Kunstproduktion“; 3.

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Alte Geschichte
Casevitz, Michel; Lagacherie, Odile; Saliou, Catherine (Hrsg.): Libanios, Discours III, Paris 2016
Rez. von Raphael Brendel, München

Die „Collection Budé“ stellt die wichtigste Reihe für die Publikation zweisprachiger Quellenausgaben mit wissenschaftlichem Anspruch im französischsprachigen Raum dar und kann bereits eine Vielzahl grundlegender Editionen vorweisen. Während allerdings beispielsweise die dort erscheinende Gesamtausgabe der Historia Augusta gut vorangeht, ist die des Libanios noch immer kaum über ihre Anfänge hinausgekommen[1], so dass es besonders erfreulich ist, seit über einem Jahrzehnt nun wieder einen neuen Band der Werke des antiochenischen Sophisten in Empfang nehmen zu können.

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Frühe Neuzeit
Möller, Lenelotte; Rummel, Walter; Schlechter, Armin (Hrsg.): „auf ewige Zeiten zugehören“, Ubstadt-Weiher 2016
Rez. von Henning Türk, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Mit dem Münchner Vertrag vom 14. April 1816 trafen das Königreich Bayern und das Kaiserreich Österreich eine wichtige Gebietsabsprache. Bayern trat das Hausruck- und Innviertel sowie das ehemalige Herzogtum Salzburg an Österreich ab und erhielt dafür unter anderem einen Teil der ehemals französischen linksrheinischen Gebiete zugesprochen.

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Termine/

Workshop
30.06.2017 - 30.06.2017 Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (Prof. Dr. Martin Mulsow, Dr. Markus Meumann, Dr. Olaf Simons)

Mit dem Workshop wollen wir eine (Zwischen-) Bilanz des von der DFG von 2013 bis Ende 2016 geförderten Projekts „Illuminatenaufsätze im Kontext der Spätaufklärung - ein unbekanntes Quellenkorpus“ ziehen. Ursprünglich darauf ausgerichtet, die im Band 13 der sogenannten Schwedenkiste (SK) erhaltenen gut 100 Illuminatenaufsätze zu erschließen und in der internen Kommunikation des Ordens ebenso wie in den öffentlichen Debatten der Zeit zu kontextualisieren, hat das Projekt im Laufe der ersten zwei Arbeitsjahre seinen Fokus erheblich ausgeweitet.

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Call for Papers
12.04.2018 - 13.04.2018 Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) Regensburg; Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg); Collegium Carolinum (München)

Doppeltagung (Regensburg, Marburg)

Bilder und Sprachen von Not, Gewalt und Mobilisierung.
Das östliche Europa nach 1918 in medialen Repräsentationen

1. Tagung: Der Nachkrieg
Regensburg 12.–13. April 2018

2. Tagung: Die Krisen des Zwischenkriegs
Marburg Mai 2019

Veranstalter
Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, IOS (Regensburg)
Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg)
Collegium Carolinum (München)

In Kooperation
mit der Bayerischen Staatsbibliothek (München)

Call for Papers für die erste Tagung in Regensburg
Der doppelte Waffenstillstand zwischen den Mittelmächten und Russland und der Ukraine im Februar/März 1918 (Brest-Litowsk) sowie im November 1918 zwischen der Entente und den Mittelmächten beendete zwar formell den Ersten Weltkrieg.

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Call for Papers
10.10.2017 Tessa Chynoweth, Birmingham Museums; Laika Nevalainen, European University Institute; Centre for Studies of Home, London

Traditionally, home is imagined as a specific place, a site of stability, continuity, safety, and familiarity. Yet, homelife is also characterised by mobility and temporariness. Medieval households were constantly on the move. Sailors, soldiers, merchants, peddlars and travelling artisans have long traversed land and sea, and servants, apprentices, and lodgers typically inhabited the houses of others – at least for a significant part of the life cycle.

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Call for Papers
23.11.2017 - 24.11.2017 Centre for Arab & Islamic Studies, The Australian National University

The Centre for Arab and Islamic Studies (ANU) is proud to convene its third conference for postgraduates and early career researchers. This two day interdisciplinary conference is open to scholars, students, professionals, and the general public with an interest in the Middle East, North Africa and Central Asia.

Conference theme
In glossy Islamist publications and in the blogs of opposition activists, we seem to have unprecedented empirical access to voices from the Middle East and Central Asia.

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Ausstellungsrezensionen/

Durth, Werner; Pehnt, Wolfgang; Wagner-Conzelmann, Sandra Otto Bartning (1883–1959). Architekt einer sozialen Moderne
31.03.2017 - 18.06.2017 Akademie der Künste
Rez. von Joachim Nicolas Trezib, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam

Otto Bartning verdient es, als einer der ganz großen deutschen Architekten im 20. Jahrhundert bezeichnet zu werden, doch hat sein Nachruhm nie die Größe seiner historischen Bedeutung erreicht. Mit der seit dem 31. März in der Akademie der Künste in Berlin präsentierten Ausstellung „Otto Bartning.

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Knigge, Volkhard; Löffelsender, Michael; Lüttgenau, Rikola-Gunnar; Stein, Harry (Hrsg.) Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945
17.04.2016 Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Rez. von Cornelia Siebeck, Berlin / Ruhr-Universität Bochum

Unter dem Titel „Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945“ ist seit April 2016 in der Gedenkstätte Buchenwald eine neue Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers zu sehen. Sie ersetzt die vorherige Ausstellung zum Thema, die 1995 eröffnet worden war.

Betritt man das historische Gebäude der Effektenkammer auf dem ehemaligen Lagergelände, kommt man in einen großen Raum, der bis auf Infotheke und Garderobe leer zu sein scheint.

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Tagungsberichte/

18.05.2017 Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen
Von Agnes Weichselgärtner, Bocholt

Dass die Teilnahme an einer Demonstration eine geradezu „normale“ Möglichkeit der politischen Partizipation ist, gilt für zahlreiche Menschen heute als selbstverständlich. Ein Blick in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt jedoch, dass es bis hierhin ein langer Weg war, auf dem sich sowohl die gesellschaftliche Sichtweise auf Protest geändert hat als auch der staatliche und polizeiliche Umgang mit Protesten.

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11.05.2017 - 13.05.2017 Arbeitsbereiche Neuere Geschichte und Osteuropäische Geschichte, Historisches Seminar, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Von Charlotte Backerra, Historisches Institut, Universität Stuttgart / Historisches Seminar, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Aline Breuer, Mainz

2017 könnte man fast den Eindruck gewinnen, die Frühe Neuzeit kenne nur Martin Luther. Doch der dreihundertste Geburtstag Maria Theresias am 13. Mai gab Anlass, eine weibliche „Heldin“ in den Blick zu nehmen, die je nach Standpunkt als typischer Herrscher des 18. Jahrhunderts, Idealbild der dynastischen Mutter oder Verfechterin des Feminismus gefeiert wird.

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30.05.2017 - 04.06.2017 International Network for Social Network Analysis (INSNA)
Von Henrike Rudolph, Graduiertenkolleg „China in Deutschland, Deutschland in China“, Universität Hamburg

Die jährliche Sunbelt-Konferenz des International Network for Social Network Analysis (INSNA) fand dieses Jahr zum ersten Mal in China statt, organisiert vom Center for Social Network Research der Tsinghua University (Peking). Wie auch in den vergangenen Jahren war die Geschichtswissenschaft auf der Sunbelt mit einem Panel zur Analyse historischer sozialer Netzwerke vertreten.

Mitglieder der ersten Generation der 1977 gegründeten INSNA schwärmen noch heute von den guten alten Zeiten und den Mittagspausen der Konferenzen, bei denen sie sich die Zeit mit Windsurfen vertrieben.

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01.06.2017 - 03.06.2017 Institut für Germanische Philologie der Jagiellonen-Universität Krakau und Jagiellonen-Bibliothek
Von Nikolaus Gatter, Varnhagen Gesellschaft e. V.

Handschriften und Rara der ehemaligen Königlichen Bibliothek zu Berlin, späteren Preußischen Staatsbibliothek, die im Zweiten Weltkrieg ausgelagert und erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts in Krakau wieder vollumfänglich benutzbar wurden, haben im Kalten Krieg und danach für deutsch-polnische Kontroversen gesorgt.

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Miszellen/

Forschungsprojekte

This book series is interested in tracing at the example of work the historical connections between regions and in critically engaging with the idea of the North Atlantic World as „normal“ and the rest as „exceptional“ and „in need of explanation“. Books to be published in the series should address the history of commodified labor and investigate one or more of its many forms on a global scale: wage labor, but also serfdom and slavery, self-employed, domestic and “reproductive” labor and the various forms of subsistence and cooperative labor - paid and unpaid work beyond wage labor that constantly has been made invisible.

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Web-News

Clio-online Digest. Eine Auswahl aktueller Einträge im Clio-online Web-Verzeichnis für die Geschichtswissenschaften.

Web-Materialien-Lehrmaterial

Online-Quellenedition für die universitäre Lehre: Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte (Deutschland)
https://www.herder-institut.de/bestaende-digitale-angebote/e-publikationen/dokumente-und-materialien.html

"Ostmitteleuropa gelangte auf Grund der politischen Veränderungen seit 1989, aber auch auf Grund innerfachlicher Entwicklungen seit dem ausgehenden 20.

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Web-News

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der zuletzt neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essay/Artikel:

Chiara Bonfiglioli: A Working Day that has no End: The Double Burden in Socialist Yugoslavia.
Abstract:
The film Od 3 do 22 [From 3 am to 10 pm] was made by Croatian director Krešimir Golik in 1966, and is considered a classic of documentary film in the former Yugoslav region.[2] The 1960s were a time of intellectual opening in Yugoslavia, and a new movement of film authors, known as the Yugoslav Black Wave, started to explore everyday societal problems and marginal subjects.

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Nachrichten

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat am Mittwoch, 17. Mai 2017, den Wissenschaftspreis 2017 des Deutschen Bundestages an die Gießener Europa- und Verfassungsrechtlerin Prof. Dr. Jelena von Achenbach verliehen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre 2014 veröffentlichte Dissertation „Demokratische Gesetzgebung in der Europäischen Union.

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Zeitschriften/

First published in January 1886, The English Historical Review (EHR) is the oldest journal of historical scholarship in the English-speaking world. It deals not only with British history, but also with almost all aspects of European and world history since the classical era: it covers the history of the Americas, including the foreign policy of the USA and her role in the wider world, but excludes the internal history of the USA since Independence, for which other scholarly outlets are plentiful.

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As the Cold War ended in the early 1990s, scholars of contemporary international affairs started taking a new look at the basic conflicts that had dominated the latter part of the twentieth century. A plentiful new historical literature on the Cold War era has come into being, greatly helped by the increase in access to archives and other source materials in most countries of the world, from the former Communist states in Europe, to China, to South Africa and elsewhere.

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