Writing the history of the Great Depression has always been a political act. Lionel Robbins wrote the first book with this title in 1934 when the event was still underway.[1] He took the occasion to attack trade unions and unemployment insurance for creating inflexibility in the labor market. Following his friend, the Austrian economist, Ludwig von Mises, who he had worked on translating into English, he slammed state intervention as a cure worse than the disease of Depression itself.

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Rez. von Quinn Slobodian, Department of History, Wellesley College

Buchrezensionen

Zeitgeschichte (nach 1945)
Eugster, David; Marti, Sibylle (Hrsg.): Das Imaginäre des Kalten Krieges, Essen 2015
Rez. von Jan Hansen, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Der Kalte Krieg war ein imaginärer Krieg. Er fand weniger auf Schlachtfeldern, sondern vor allem in den Köpfen der Menschen statt. Er beruhte auf Einbildungskraft und war dort am präsentesten, wo sich die Zeitgenossen von Feindbildern leiten ließen. So total der Kalte Krieg in den Alltag der Gesellschaften hineinreichte, so stark beruhte er auf der gedanklichen Zweiteilung der Welt.

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Neueste Geschichte
Weiß, Otto: Kulturkatholizismus, Regensburg 2014
Rez. von Martin R. Menke, Department History and Political Science, Rivier University, Nashua, New Hampshire

Otto Weiß, Historiker am Historischen Institut der Redemptoristen in Rom, hat sich durch zahlreiche Veröffentlichungen zu den deutsch-italienischen Beziehungen und insbesondere zur Geschichte des deutschsprachigen Katholizismus ausgezeichnet. Der vorliegende Band weist Weiß als einen sachkundigen Kenner der katholischen Kultur im frühen 20. Jahrhundert aus.

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Neueste Geschichte
Wein, Susanne: Antisemitismus im Reichstag, Frankfurt am Main 2014
Rez. von Stefan Haas, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen

Die vorliegende Arbeit unternimmt den spannenden Versuch, offenen und latenten Antisemitismus in der Weimarer Republik mit einem neuen Forschungsdesign zu untersuchen. Sie wählt als Gegenstand die Plenardebatten des Reichstags und betritt damit weitgehend Neuland. Der Reichstag steht zwischen der politischen Entscheidungsebene von Regierung und Kabinett auf der einen und der Bevölkerung auf der anderen Seite.

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Neuere Geschichte
Leutner, Mechthild; Andreas Steen; Xu Kai; Xu Jian; Jürgen Kloosterhuis; Hu Wanglin; Hu Zhongliang (Hrsg.): Preußen, Deutschland und China, Berlin 2014
Rez. von Bernd Martin, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Das Sammelwerk steht in der guten Tradition des Berliner sinologischen Lehrstuhls der Herausgeberin, die deutsch (preußisch) – chinesischen Beziehungen seit der erzwungenen Öffnung des Landes (1842) bis in die heutige Zeit unter historischen und gesellschaftlichen Aspekten aufzuarbeiten. In der stattlichen Reihe von Aufsatzsammlungen, Monographien und nicht zuletzt der großen Dokumentation zu den deutschen Kontakten mit dem „Reich der Mitte“ seit der Besetzung der Tsingtau-Bucht (1897), konzentriert sich das jüngste Werk auf die Anfänge der Beziehungen, gewissermaßen auf das erste Sich-Kennenlernen und gegenseitige Erkunden.

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Termine

Call for Papers
24.08.2016 - 27.08.2016 Laura Falender (University of Oslo) / Sebastian Haumann (TU Darmstadt)

We invite paper proposals for a session at the EAUH 2016 on lived experience and reputation in twentieth-century mass housing.

In studies of twentieth-century mass housing estates and “new towns,” many scholars have examined the production end: the planning, design, and construction of new housing projects. Less attention has been given to the consumption side: the lived experience in new social and spatial housing environments, and ways in which these areas were interpreted and established (often negative) reputations.

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Allgemeine Veranstaltungen
06.07.2015 Deutsche Gesellschaft e.V.

25 Jahre Wiedervereinigung – Ein Grund zum Feiern, Erinnern und Vorausschauen.

Unter dem Titel "Geschichten der Deutschen Einheit" lädt die Deutsche Gesellschaft e.V. am Montag, den 6. Juli, ab 18 Uhr in die Kestnergesellschaft (Halle V) zu einer Podiumsdiskussion ein. Dr. Carlo Jordan (1989 Mitbegründer der Grünen Partei in der DDR, heute freier Dozent), Dr.

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Allgemeine Veranstaltungen
02.08.2015 Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Am 2. August 2015 jährt sich die »Liquidation des Zigeunerfamilienlagers« in Auschwitz-Birkenau zum 71. Mal. SS-Angehörige ermordeten in der Nacht auf den 3. August 1944 die fast 3.000 verbliebenen Sinti und Roma – zumeist als arbeitsunfähig eingestufte Frauen, Kinder und ältere Menschen. Ceija Stojka (1933–2013) verarbeitete ihre Haft in Auschwitz-Birkenau in zahlreichen Gedichten und Bildern.

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Call for Papers
13.11.2015 - 14.11.2015 Studienkreis Rundfunk und Geschichte; Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK

Das Medienhistorische Forum für Absolventen und Forschungsnachwuchs versteht sich als Plattform zur Netzwerkbildung für jüngere Wissenschaftler. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre Forschungsthemen vorzustellen und mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über Probleme und Methoden kommunikations- und medienhistorischer aktuell laufender Arbeiten zu diskutieren.

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Ausstellungsrezensionen

Weining, Kirsten; für das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité (Hrsg.) Arsen und Spitzen-Forschung. Paul Ehrlich u. d. Anfänge einer neuen Med.
15.04.2015 - 27.09.2015 Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité und Historisches Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Paul-Ehrlich-Institut, Langen (Hessen), und dem Georg-Speyer-Haus, Frankfurt am Main
Rez. von Henrik Eßler, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Die Zeiten, in denen sich die Medizingeschichte in einer Darstellung von Errungenschaften großer Ärzte erschöpfte, sind spätestens seit den 1980er-Jahren überwunden. Für das 1998 eröffnete Berliner Medizinhistorische Museum der Charité gilt das allemal. Dass sich eine aktuelle Sonderausstellung nun explizit der Vita eines einzelnen Mediziners widmet, mag da durchaus überraschen.

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21.03.2015 - 12.07.2015 Stadtmuseum Dresden
Rez. von Günter Agde, Berlin

Die Dresdener Ausstellung „Das Auge des Arbeiters“ (ein sehr treffender Titel!) bündelt auf faszinierende Weise mehrere wissenschaftliche und historische Komponenten zu einer multimedial wie ikonographisch bemerkenswerten Unternehmung. Die Unterzeile „Erinnerungsfotografie und Bildpropaganda um 1930“ präzisiert die Absicht des Vorhabens und kontextualisiert sie zugleich.

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Tagungsberichte

28.05.2015 - 29.05.2015 Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (IZRG); Institut für Zeitgeschichte München-Berlin; Europa-Universität Flensburg
Von Stephanie Kowitz-Harms / Anna Menny, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

Schleswig-Holstein: Das Land zwischen den Meeren ist berühmt für seine schönen Strände und malerischen Inseln. Bekannt für seine blühende Gedenkstättenlandschaft ist es nicht, eher für die chronische Unterfinanzierung der historisch-politischen Bildungseinrichtungen. So wundert es auch kaum, dass der ambitionierte Plan, in der sogenannten „Neulandhalle“ im ehemaligen Adolf-Hitler-Koog in Dithmarschen einen Lernort einzurichten, (vorerst) gescheitert ist.

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27.03.2015 - 28.03.2015 Deutsches Literaturarchiv Marbach; New German Critique
Von Jens Pohlmann, Department of German Studies, Stanford University

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) und die Zeitschrift New German Critique hatten am 27./28. März 2015 zu einer Konferenz bezüglich des transatlantischen Theorietransfers ins Deutsche Haus der Columbia University in New York geladen. ANDREAS HUYSSEN (New York, NY) erläuterte in seinen einführenden Bemerkungen, dass sich diese Konferenz besonders mit den „missed encounters“ (den möglicherweise verpassten Gelegenheiten des neueren Theorietransfers) beschäftigen wolle.

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12.02.2015 - 13.02.2015 Projekt „Politiques économiques et vie des entreprises pendant la Première Guerre mondiale“
Von Ralf Martin König, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Während über das komplexe Verhältnis von Staat und Wirtschaft ebenso häufig diskutiert wird wie dieser Tage über den Ersten Weltkrieg, muss eine gleichzeitige Betrachtung beider Gegenstände weiterhin als etwas Besonderes erachtet werden. Das von der Université Lumière Lyon 2 getragene und vom Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l‘Allemagne geförderte Projekt „Politiques économiques et vie des entreprises pendant la Première Guerre mondiale“ schafft hier Abhilfe: Unter Beteiligung der wirtschaftshistorischen Lehrstühle der Ruhruniversität Bochum und der Universität Regensburg beleuchtet es die ökonomische Seite des Krieges.

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16.03.2015 - 17.03.2015 Institut für vergleichende Städtegeschichte, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
Von Sebastian Schröder, Institut für vergleichende Städtegeschichte, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster

Dem 44. Frühjahrskolloquium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte „Die Konsumentenstadt – Konsumenten in der Stadt des Mittelalters“, das am 16. und 17. März 2015 in Münster stattfand, lag die Beobachtung zugrunde, dass zwar die Thesen Max Webers zum Typus der „okzidentalen Stadt“[1] breit rezipiert wurden, die ökonomischen Aspekte der nationalökonomischen Theorien Webers, Werner Sombarts[2] und Karl Büchers[3] jedoch kaum präsent sind.

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Miscellaneous

Projekte

Dieser Beitrag ist hervorgegangen aus einer Initiative von Doktoranden am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Tilman Kulke, Moritz von Brescius, Robrecht Declercq und James White hatten 2013 in zeitenblicke (12, 1) damit begonnen, Dissertationsprojekte ihrer Kommilitonen und Interviews mit den Lehrenden zu veröffentlichen.
Ihr neues Projekt 'Research in Dialogue - Dialogue in Research' möchte diese Form des Publizierens in Zusammenarbeit mit geschichte.

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Projekte

Das deutsche und ausländische Recht ist seit Gründung der Staatsbibliothek zu Berlin im Jahre 1661 stets ein prägender Erwerbungsschwerpunkt gewesen, so dass sie heute über eine der größten Universalsammlungen juristischer Quellen und Sekundärliteratur in Deutschland verfügt. Angesichts der zentralen Bedeutung der Staatsbibliothek zu Berlin gerade nach Gründung des Deutschen Kaiserreichs kommt ihrem Bestand an – nicht selten unikalen – Druckwerken zum deutschen Territorialrecht besondere Bedeutung zu.

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Web-Nachrichten

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der im Mai 2015 neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays und Artikel:

Müller, Sven Oliver: Angleichung und Abgrenzung. Perspektiven des Musiklebens in Europa im 19. Jahrhundert.
Abstract:
Vergleicht man die Praktiken, die Geschmäcker und das Repertoire im Musikleben des 19.

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Web-Nachrichten

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der im März 2015 neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays und Artikel:

*Schlimm, Anette: Eine „entente cordiale“ für den Schutz der Heimat? Europäische Kooperationsversuche von Landschafts- und Heimatschützern vor dem Ersten Weltkrieg.

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