Aktuell/

Buchrezensionen/

Alte Geschichte
Bleckmann, Bruno; Groß, Jonathan (Hrsg.): Historiker der Reichskrise des 3. Jahrhunderts I, Paderborn 2016
Rez. von Udo Hartmann, Institut für Altertumswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Als ein weiterer Band in der mit großer Geschwindigkeit voranschreitenden Editionsreihe der „Kleinen und fragmentarischen Historiker der Spätantike“ ist nun eine Zusammenstellung der Geschichtswerke aus der „Reichskrise des 3. Jahrhunderts“ erschienen. Bruno Bleckmann und Jonathan Groß edieren in der gewohnten Form der Reihe die leider recht traurigen Reste der historiographischen Überlieferung aus der Soldatenkaiserzeit.

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Alte Geschichte
Sonnabend, Holger: Nero, Darmstadt 2016
Rez. von David Hamacher, Abteilung für Alte Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Rechtzeitig zur großen Nero-Ausstellung in Trier[1] legt Holger Sonnabend mit „Nero. Inszenierung der Macht“ eine neue Biographie vor, die sich ihrem Protagonisten im Spiegel der antiken Überlieferung annähert und dabei den Versuch unternimmt, dem in seinem Handeln oft als disparat gezeichneten Kaiser in seinen scheinbar so unvereinbaren Facetten gerecht zu werden.

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Alte Geschichte
Habenstein, Astrid: Abwesenheit von Rom, Heidelberg 2015
Rez. von Sven Page, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

In der Lebenswelt römischer Aristokraten der späten Republik und frühen Kaiserzeit nahm Rom eine herausragende Stellung ein. Die Hauptstadt des Imperium Romanum war nicht nur der Ort, von dem sämtliches aristokratisches Engagement im Weltreich ausging. Sie bildete ebenso die Bühne, auf der jegliche elitäre Form von sozialer und politischer Interaktion, insbesondere die Anerkennung von Leistungen für die res publica, öffentlich vollzogen wurde.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Kühling, Gerd: Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen in Berlin, Berlin 2016
Rez. von Enrico Heitzer, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Oranienburg

Vielleicht, so überlegte Norbert Frei vor gut zehn Jahren, werde man in der europäischen Nachkriegsgeschichte des Völkermordes an den Juden einmal „eine der wenigen dünnen Verbindungslinien erkennen, die dem Kontinent im Zeichen seiner politischen Teilung während des Kalten Krieges geblieben“ seien – „Reste einer gemeinsamen Erfahrung und Erinnerung, die in den nach 1945 überall entstehenden Opferverbänden bewahrt“ wurden.

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Termine/

Call for Papers
29.06.2017 - 30.06.2017 Institut für Europäische Urbanistik (IfEU), Fakultät Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, Jun.-Prof. Dr. Sigrun Langner, Maria Frölich-Kulik

Wir leben in einer urbanisierten Welt. Unsere Perspektive auf die Geschehnisse um uns ist eine urbane – eine Perspektive, die so manche blinde Flecken aufweist. Denn allzu häufig denken wir in einfachen Dualismen und Dichotomien: Hier die moderne, fortschrittliche und weiter fortschreitende Stadt, dort das vormoderne, zurückgebliebene und auch weiterhin zurückbleibende Land.

Das Land erscheint aus diesem Blickwinkel lediglich als eine Residualkategorie, problematisiert als Peripherie oder idealisiert als verschwindender Sehnsuchtsort.

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Call for Papers
08.10.2017 - 12.10.2017 Deutscher Romanistenverband

In der Auseinandersetzung mit migratorischen Situationen im 20. und 21. Jahrhundert – wie jenen der Flüchtenden im Mittelmeerraum oder jüngst auf der sogenannten Balkanroute – konzentrieren sich (sozio)politische Interessen wie auch Forschungsansätze z. B. im Rahmen von Diaspora- oder Mobilitätstheorien verstärkt auf den prozessualen Charakter derartiger Bewegungsströme selbst.

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Konferenz
20.01.2017 - 21.01.2017 Musee national de la Réesistance Esch (Luxemburg); Centre Culturel Kulturfabrik (Luxemburg); MemoShoah asbl; Témoins de la 2e Génération; Freundeskreis Resistenzmuseum

Zukunft braucht Erinnerung!
Die Fachtagung zum Thema "Fragen zur Zukunft der Gedenk- und Erinnerungsarbeit" beschäftigt sich mit der Gedenk- und Erinnerungsarbeit zum Zweiten Weltkrieg und zum Holocaust. Trotz guter Arbeit, die zahlreiche Akteure leisten, bleiben viele Fragen offen, in Bezug auf aktuelle Praktiken, Jugendarbeit, Integration von Flüchtlingen sowie jüngere Konflikte.
Müssen wir umdenken?

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Call for Papers
28.06.2017 - 01.07.2017 Glasgow Caledonian University; Center for Holocaust Studies, Institute for Contemporary History, Munich-Berlin; Dokumentation Obersalzberg, Institute for Contemporary History, Munich-Berlin; Jack, Joseph and Morton Mandel Center for Advanced Holocaust Studies, United States Holocaust Memorial Museum

“And Along Come Tourists” is the title of a 2007 award-winning German dramatic film which describes the strained encounter between a young German doing community service and a Polish concentration camp survivor under the difficult conditions of mass tourism at the Auschwitz memorial site. For some time, the former sites of the Holocaust, concentration camps as well as memorial sites and museums, which deal with these aspects, have been a destination for tourist travel.

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Ausstellungsrezensionen/

Koetzle, Hans-Michael; Wolff, Carsten; Buhrs, Michael; Hesse, Petra (Hrsg.) Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen
26.08.2016 - 11.12.2016 Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK)
Rez. von Lucia Halder, Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt, Köln

Das Erscheinungsbild von Massenmedien erlaubt Rückschlüsse auf Sehgewohnheiten, gestalterische Konjunkturen sowie Sag- und Zeigbarkeitsregeln einer Zeit. Doch wer prägt eigentlich das Antlitz von Plakaten, Magazinen, Büchern oder Zeitungen? In der Bundesrepublik der 1950er- bis 1980er-Jahre spielte Willy Fleckhaus (1925–1983) dabei eine maßgebliche Rolle.

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Kucharski, Wojciech (Hrsg.) Breslau/Wrocław 1945–2016
16.09.2016 Ośrodek Pamięć i Przyszłość (Zentrum "Erinnerung und Zukunft")
Rez. von Vasco Kretschmann, Berlin

Breslaus neue Dauerausstellung zur Nachkriegsgeschichte der Stadt beginnt an einem unbekannten Ort im ehemaligen Ostpolen, der heutigen Westukraine, Weißrussland (Belarus) und Litauen. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Breslau 1945–2016“[1] betreten im ersten Raum eine symbolische Dorfidylle im Osten der Zweiten Polnischen Republik (1918–1939).

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Tagungsberichte/

15.06.2016 - 18.06.2016 Susan C. Karant-Nunn, Arizona; Ute Lotz-Heumann, Arizona; Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel
Von Amy Newhouse, Lone Star College Houston, TX

On 15 to 18 June 2016, Susan C. Karant-Nunn (Arizona) and Ute Lotz-Heumann (Arizona) gathered together senior scholars to discuss the cultural history of the Reformation and the future of Reformation history in general. Supported by the Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung and the Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, historians sought to discuss the present state of the field, define its accomplishments, determine where it fits into grand narratives, and, ultimately, uncover its future contributions to the understanding of the human experience.

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01.07.2016 - 03.07.2016 Universität Bochum; Universität Haifa
Von Alexandra Weinschenker / Lara Holtkamp, Historisches Institut, Ruhr-Universität Bochum

Unter der Leitfrage „A Player and not just a Payer?“ diskutierten deutsche, israelische und palästinensische Experten vom 1. bis 3. Juli 2016 an der Ruhr-Universität-Bochum die Rolle deutscher politischer Stiftungen im Ausland, wobei die Nahostregion im besonderen Mittelpunkt stand. Das zentrale Ziel der Konferenz war es, die Auslandsarbeit der Stiftungen aus politikwissenschaftlicher, historischer, soziologischer und anthropologischer Perspektive und vor der besonderen Konstellation des israelisch-palästinensischen Konflikts und der deutsch-israelischen, bzw.

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20.09.2016 - 23.09.2016 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD); Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD)
Von Tobias Christopher Goebel, Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen und Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven, Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte

Bereits im Programm zum Historikertag 2016 hatten die Veranstalterinnen und Veranstalter mit Blick auf das Partnerland Indien zu transnationalen und globalgeschichtlichen Perspektiven eingeladen. Die unter dem Titel „Indien und wir“ abgehaltene Sektion vereinte drei Referent/innen, die diesem Aufruf mit ganz unterschiedlichen Vorträgen nachkamen.

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20.09.2016 - 23.09.2016 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD); Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD)
Von Anne Mariss, Institut für Geschichte, Universität Regensburg

Zu Beginn der Sektion stellte die Frühneuzeithistorikerin HARRIET RUDOLPH (Regensburg) den Begriff der „Viktimisierung“ [1] als ein interdisziplinäres Forschungskonzept vor, das nach den Konstruktionsbedingungen und Verbreitungsmechanismen von Opferbildern sowie nach den gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen von Opferschaft im historischem Wandel fragt.

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Miszellen/

Forschungsprojekte

Wie Geschichte entsteht und ausgehandelt wird, ist abhängig von vielen gesellschaftlichen Faktoren.Neben professionellen Historikern an Universitäten sind auch außeruniversitäre Lernorte, Gedenkstätten, Museen und Nichtregierungsorganisationen an der historischen Sinnbildung beteiligt. In einem internationalen Team geht das Jean-Monnet-Netzwerk zur Angewandten Europäischen Zeitgeschichte am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den nächsten drei Jahren diesen Fragen nach den Wechselwirkungen zwischen inner- und außeruniversitärer historischer Wissensbildung nach.

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Nachrichten

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat die Forschungs- und Förderstipendien für das 38. Kollegjahr 2017/2018 (Beginn: 1. Oktober 2017) vergeben.

Als Forschungsstipendiatin und Forschungsstipendiat werden in der Kaulbach-Villa zu folgenden Themen arbeiten:

- Professor Dr. Monica RÜTHERS (Hamburg) über "'Die Kinder sind unsere Zukunft' – Eine Ikonografie der sowjetischen Kindheit"; Frau Rüthers erhält das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg,

- Professor Dr.

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Nachrichten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wissenschaft als Lebensform einsamer Gelehrter unter dem Ideal der Ausschließlichkeit und der absoluten Hingabe – eine veraltete und verklärte Vorstellung oder gelebte Realität? Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen arbeiten heute in verzweigten Netzwerken und sind in vielfältige persönliche und berufliche Beziehungen eingebunden.

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Forschungsprojekte

Einladung zum Postdoc-Netzwerk der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts (WAG)

Jüdische Geschichte und Kultur erfahren eine breite Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit. Insbesondere für das 19. und 20. Jahrhundert liegen inzwischen zahlreiche Forschungsarbeiten vor, die nicht nur unser Verständnis der Geschichte des deutschsprachigen Judentums erweitert haben, sondern ebenso Erkenntnisse zu übergreifenden historischen Fragen befördern – zum Verhältnis von Politik und Religion, Nation und Kultur, zu gesellschaftlicher Vielfalt und Ausgrenzungsprozessen.

Forschungen zu jüdischer Geschichte und Kultur greifen auf eine Vielfalt methodischer und disziplinärer Zugänge zu und beruhen im besonderen Maße auf internationalen Kooperationen.

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Zeitschriften/

Liebe Leserinnen und Leser,

die November-Ausgabe der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erscheint am 25. November 2016.

In der druckfrischen Dezember-Ausgabe warnt Claus Leggewie nach der Wahl Donald Trumps vor einem Faschismus mit amerikanischem Antlitz. Michael D'Antonio porträtiert den Überraschungssieger Trump und verortet ihn in einer Kultur des Narzissmus in den westlichen Gesellschaften.

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Die Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte veröffentlichte am 21. November 2016 der Band 23 der „Emsländischen Geschichte“.
Der Band enthält auf 394 Seiten folgende Beiträge:

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Die Online-Version der Zeitschrift ist über SpringerLink zugänglich. Alle Beiträge werden nach 18 Monaten open access.

NTM – Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin.
Band 24 (2016), Heft 3/Volume 24 (2016), Number 3

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