Writing the history of the Great Depression has always been a political act. Lionel Robbins wrote the first book with this title in 1934 when the event was still underway.[1] He took the occasion to attack trade unions and unemployment insurance for creating inflexibility in the labor market. Following his friend, the Austrian economist, Ludwig von Mises, who he had worked on translating into English, he slammed state intervention as a cure worse than the disease of Depression itself.

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Rez. von Quinn Slobodian, Department of History, Wellesley College

Buchrezensionen

Theoretische und methodische Fragen
Haber, Peter; Pfanzelter, Eva (Hrsg.): historyblogosphere, München 2013
Rez. von Alexander Kraus, Historisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Ehe im Oktober 2013 der Band über die „historyblogosphere“ erschien – gedruckt wie auch als Open-Access-Version[1] –, hatte nur wenige Monate zuvor eine flapsig vorgetragene Bemerkung die Community der digitalen Geschichtswissenschaftlerinnen und Geschichtswissenschaftler zu zahlreichen Repliken herausgefordert. Ausgelöst hatte diese Welle der Empörung der Mittelalter- und Renaissance-Historiker Valentin Groebner auf der Tagung „Rezensieren – Kommentieren – Bloggen: Wie kommunizieren Geisteswissenschaftler in der digitalen Zukunft?“.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Lahusen, Christiane: Zukunft am Ende, Bielefeld 2013
Rez. von Arthur Schlegelmilch, Institut für Geschichte und Biographie, FernUniversität in Hagen

Nach dem „Cultural Turn“ dauerte es noch geraume Zeit bis die Autobiographie als Gegenstand geschichtswissenschaftlicher Forschung entdeckt wurde. Den endgültigen Durchbruch brachte erst Volker Depkats 2007 veröffentlichte Habilitationsschrift „Lebenswenden und Zeitenwenden. Deutsche Politiker und die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts“, die nicht nur weitreichende theoretische und methodische Ausgangsüberlegungen beinhaltete, sondern diese auch anhand von vierzehn Politikerautobiographien mit einigem Gewinn praktisch umsetzte.

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Europäische Geschichte
Förster, Horst; Herzberg, Julia; Zückert, Martin (Hrsg.): Umweltgeschichte(n), Göttingen 2013
Rez. von Markus Krzoska, Justus-Liebig-Universität Gießen

Alles BIO oder was? Blickt man auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den westlichen Gesellschaften seit den 1970er-Jahren, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir es mit einem radikalen Paradigmenwechsel nicht unerheblicher Teile der Bevölkerung zu tun haben, was ihre Vorstellungen von Leben, Gesundheit und Ernährung angeht. Vor allem in den Vereinigten Staaten, wo das Interesse für die vermeintlich unberührte Natur nie ganz verloren gegangen ist, fand dies rasch auch seinen Niederschlag in den Natur- und Kulturwissenschaften.

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Theoretische und methodische Fragen
Haas, Stefan; Wischermann, Clemens (Hrsg.): Die Wirklichkeit der Geschichte, Stuttgart 2015
Rez. von Achim Landwehr, Historisches Seminar VIII, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Wenn in einem Sammelband mit dem Titel „Die Wirklichkeit der Geschichte“ eben diese Wirklichkeit der Geschichte nicht so prominent in Erscheinung tritt, wie man das zunächst erwarten würde, dann mag das zu spontanen Unmutsäußerungen führen. Schließlich haben wir es hier nicht gerade mit einem nebensächlichen Problem zu tun. Man kann zahlreiche der sogenannten ‚historischen Grundsatzdebatten‘, wie sie seit der Etablierung der Geschichtswissenschaft als Universitätsdisziplin geführt wurden, nicht nur auf die Frage zurückführen, was denn nun ‚wirklich‘ geschehen sei, sondern noch wesentlicher, ob und wie diese Wirklichkeit überhaupt behandelt werden könne.

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Termine

Call for Papers
20.10.2016 - 22.10.2016 Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle (IZP)

Seit seinen Anfängen im späten 17. Jahrhundert ist der Pietismus von theologischen wie auch von politischen Gegnern und Kritikern als abweichende religiöse und frömmigkeitspraktische Bewegung angegriffen worden. Bereits früh sind auch Formen der Kriminalisierung und der Psychopathologisierung des Pietismus zu beobachten, die sich zur Mitte und zum Ende des 18.

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Call for Papers
13.11.2015 - 14.11.2015 Hakluyt Society; in collaboration with the Wilberforce Institute for the Study of Slavery and Emancipation/ Maritime Historical Studies Centre, University of Hull and University of Worcester

Paper abstracts are invited for this international conference based at both the University of Hull’s Maritime Historical Studies Centre and Wilberforce Institute for the study of Slavery and Emancipation. It focuses on the emergence and effects of new patterns of maritime trade and travel between c. 1700 and 1900.

The impact of the Atlantic slave trade, the effects of abolitionist intervention in West Africa, the consequences of coerced and voluntary migration, and the representation of travel and exploration around the Atlantic and the Pacific are some of the themes that will be considered during this conference organised by the Hakluyt Society in collaboration with the University of Hull and the University of Worcester.

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Call for Papers
13.11.2015 - 14.11.2015 Studienkreis Rundfunk und Geschichte; Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK

Das Medienhistorische Forum für Absolventen und Forschungsnachwuchs versteht sich als Plattform zur Netzwerkbildung für jüngere Wissenschaftler. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre Forschungsthemen vorzustellen und mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über Probleme und Methoden kommunikations- und medienhistorischer aktuell laufender Arbeiten zu diskutieren.

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Call for Papers
18.03.2016 - 20.03.2016 University of Leeds

Ingrid Sharp and colleagues are planning a major international conference for March 18th-20th 2016 to consider and debate the various forms and expressions of resistance to the First World War within and across national contexts. It will coincide with the introduction of conscription in Britain, but will explore national, international and transnational aspects of resistance to the First World War.

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Ausstellungsrezensionen

Köhler, Thomas; Müller, Ursula (Hrsg.) Radikal modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre
29.05.2015 - 26.10.2015 Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Rez. von Carla Aßmann, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Ausstellung „Radikal modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre“, mit der die Berlinische Galerie nach beinahe einjähriger Sanierung am 29. Mai 2015 wiedereröffnet wurde, trifft offensichtlich einen Nerv. Zum einen erfährt die Teilstadt West-Berlin seit einiger Zeit ein steigendes Interesse, das sich neben der im Juni beendeten Ausstellung im Ephraim-Palais[1] sowohl in wissenschaftlichen Publikationen[2] als auch etwa in Kinofilmen[3] manifestiert.

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Architekturzentrum Wien; Holzschuh, Ingrid; Platzer, Monika (Hrsg.) »Wien. Die Perle des Reiches«
19.03.2015 - 17.08.2015 Architekturzentrum
Rez. von Joachim Nicolas Trezib, Berlin

Wer an Wien und sein reiches architektonisches Erbe denkt, hat den Stephansdom, die Karlskirche, die Hofburg vor Augen. Auch im Kanon der modernen Architektur haben die Traditionslinien Wiener Kulturschaffens ihren festen Platz, in den sie durch so klangvolle Namen wie Otto Wagner, Josef Hoffmann und Adolf Loos eingeschrieben sind. Dass in Wien auch eine formidable Periode modernen Bauens existierte, mit der – als „Planen für Hitler“ – eine genuin nationalsozialistische und zugleich genuin Wienerische Bautradition begründet werden sollte, hat in der Historiographie des kulturellen Standorts bislang dagegen kaum Spuren hinterlassen.

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Tagungsberichte

17.11.2014 - 19.11.2014 Timothy Goering, Historisches Institut, Ruhr-Universität Bochum
Von Thomas Clausen, Trinity College, University of Cambridge

In den letzten zwei Jahrzehnten lässt sich eine Rückkehr der Ideengeschichte in Deutschland beobachten.[1] Die vergleichsweise konstante Popularität der „Intellectual History“ im angelsächsischen Raum und der Einfluss der „Cambridge School“ haben dabei neue Perspektiven und Probleme aufgeworfen, was sich nicht zuletzt am unruhigen Nebeneinander der deutschen und englischen Disziplinbezeichnungen zeigt.

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27.02.2015 - 28.02.2015 Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin; Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig; Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt am Main
Von Barbara Christophe, Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig / Christoph Kohl, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt am Main / Heike Liebau, Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin

„Lokale Geschichte(n), (Macht-)Politik und die Suche nach historischer Authentizität“ lautete der Titel einer Tagung am 27. und 28. Februar 2015 am Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin. Sie fand unter dem Dach des Leibniz-Forschungsverbundes „Historische Authentizität“ statt und wurde von den an dem Verbund beteiligten Forschungseinrichtungen ZMO, Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig, und dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt am Main, ausgerichtet.

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25.03.2015 - 27.03.2015 Dietmar Harhoff, München; Thomas Lipper, Jülich; Volker Markl, Berlin; Arnold Picot, München; Ralph Schroeder, Oxford; Amir Zeldes, Washington D.C.; VolkswagenStiftung, Hannover
Von Christoph Kolodziejski / Vera Szöllösi-Brenig, VolkswagenStiftung

Janusköpfig ist das Gesicht von Big Data in der Öffentlichkeit: Während die Einen in Big Data euphorisch die Chancen einer Industrie 4.0 feiern, fürchten die Anderen die totale Überwachung des Einzelnen und letztlich das Ende der Demokratie. Auch in den Wissenschaften ist Big Data ein „Buzzword“, das Menschen und Millionen Fördergelder mobilisiert – doch es fällt auf, dass bei den vielen Konferenzen zu diesem Thema jede Disziplin quasi unter sich bleibt.

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04.06.2015 - 06.06.2015 Kulturhistorisches Museum Stralsund; Untere Denkmalschutzbehörde Stralsund; Deutsches Meeresmuseum; Ozeaneum Stralsund
Von Thomas Eisentraut, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Archäologisches Landesmuseum, Schleswig

Die Hansestadt Stralsund erwies sich als gute Gastgeberin für die internationale Tagung „Von Küste zu Küste – der westliche Ostseeraum als Kontaktzone vom Frühmittelalter bis zur Frühen Neuzeit“, die vom 4. – 6. Juni 2015 stattfand. Das interdisziplinäre Thema der Tagung spiegelte sich durch die teilnehmenden Referenten – Archäologen, Historiker und Kunsthistoriker aus den Ländern Dänemark, Deutschland und Schweden – wider.

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Miscellaneous

Projekte

Rasante und dynamische Entwicklungen in Wissenschaft, Medizin und Technik stellen moderne Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Daraus ergeben sich Fragen, wie diese Entwicklungen sozio-technische, sozio-kulturelle und sozio-politische Prozesse beeinflussen. Für eine junge und dynamische Gesellschaft wie die türkische, sind diese Fragen besonders wichtig.

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Web-Nachrichten

Clio-online Digest. Eine Auswahl aktueller Einträge im Clio-online Web-Verzeichnis für die Geschichtswissenschaften.

Web-Institutionen-Forschungsinstitute

Center for Advanced Genocide Research (Vereinigte Staaten von Amerika)
http://sfi.usc.edu/cagr

Homepage of the USC Shoah Foundation Center for Advanced Genocide Research.
The frequently updated webpage informs about the activities of the Center: scholarly lectures and other events, international workshops and the fellowship program as well as about the growing resources to study the Holocaust and other genocides in a comparative and interdisciplinary way.

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Nachrichten

Der diesjährige Margherita-von-Brentano-Preis der Freien Universität Berlin wird an den Arbeiskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V. (AKHFG) sowie an seine Initiatorinnen Prof. Dr. Gisela Bock und Prof. Dr. Karin Hausen verliehen. Die Preisverleihung findet am 15. Juli 2015 an der FU Berlin statt (siehe auch http://www.fu-berlin.

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Projekte

Dieser Beitrag ist hervorgegangen aus der Initiative von Doktoranden des Seminars für ‚History and Civilization' (HEC) am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Ihr Projekt ‚Research in Dialogue – Dialogue in Research' wird herausgeben von Tilmann Kulke, Dorit Brixius, Ievgen Khvalkov, Florian Wagner und James White.
geschichte.transnational veröffentlicht in loser Folge Interviews, Literaturberichte und Forschungsergebnisse aus dem Bereich transnationaler und globaler Studien.

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Zeitschriften

 

Labor History is the pre-eminent journal for historical scholarship on labor. It is thoroughly ecumenical in its approach and showcases the work of labor historians, industrial relations scholars, labor economists, political scientists, sociologists, social movement theorists, business scholars and all others who write about labor issues. Labor History is also committed to geographical and chronological breadth.

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