Aktuell/

Buchrezensionen/

Nationalsozialismus
Benz, Wolfgang; Barbara Distel (Hrsg.): „Gemeinschaftsfremde“, Berlin 2016
Rez. von Nora Bischoff, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

Seit 1985 hat der Verlag Dachauer Hefte Beiträge zur wissenschaftlichen KZ-Forschung herausgebracht, die besonders die Perspektiven der Verfolgten des NS-Regimes berücksichtigten. Die Publikationen sollten dezidiert auch als ein Forum für die Überlebenden sowie als erinnerungskulturelle Interventionen, die von Empathie mit den unterschiedlichen Opfergruppen geprägt waren, wirksam werden (S.

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Nordamerika
Dowd, Gregory Evans: Groundless, Baltimore 2016
Rez. von Sebastian Jobs, Graduate School of North American Studies, Freie Universität Berlin

How do historians deal with so-called rumors? What seems to be quite the opposite of what they aim for – namely reliable information – can prove to be a very important kind of source material, as Gregory E. Dowd shows in his book “Groundless.” He uses the lens of what he calls “urgent communication” (p.

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Neueste Geschichte
Gingeras, Ryan: Mustafa Kemal Ataturk, Oxford 2015
Rez. von Malte Fuhrmann, Europainstitut der Istanbul Bilgi Universität

Mustafa Kemal Atatürk ist ohne Frage die international bekannteste türkische historische Persönlichkeit. Dennoch gibt sein Leben immer noch Anlass zu sowohl akademischer als auch öffentlicher Debatte. Entsprechend zahlreich sind die zu ihm veröffentlichten Biographien, von denen in neuerer Zeit vor allem die von Şükrü Hanioğlu, Klaus Kreiser und Andrew Mango Beachtung fanden.[1] Die neue Serie der Oxford University Press, „The World in a Life“, hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben von Figuren von globaler Bedeutung in einem Format abzuhandeln, das der Wochenlektüre eines nordamerikanischen BA-Kurses entspricht: ca.

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Nordamerika
Burnham, John C.: Health Care in America, Baltimore 2015
Rez. von Florian G. Mildenberger, Europa Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder

Das vorliegende, in vier Teile zu je zwei bis vier Unterkapitel gegliederte Buch reiht sich ein in die Reihe der großen Gesamtdarstellungen der nordamerikanischen Medizin, wie sie seit den 1980er-Jahren entstanden: quellenkritisch, sozialhistorisch angelegt, interdisziplinär und weitgehend ignorant gegenüber den Forscherleistungen jenseits des angloamerikanischen Raums.[1] Im Gegensatz zu vielen anderen Gelehrten verwendet Burnham viel Platz für die Gesundheit der nicht-weißen Bevölkerungsteile, wobei er die Hauptakteurin auf dem Gebiet der rassistischen Einordnung von Patienten im ganzen Buch nur sporadisch erwähnt: die pharmazeutische Industrie.

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Termine/

Konferenz
05.10.2017 - 06.10.2017 Sabine Blum, M.A. (Institut für Soziologie, Freiburg); Dr. Birgit Metzger (FRIAS, Freiburg); Dr. Roderich v. Detten (Institut für Forstökonomie, Freiburg); Dr. Martin Bemmann (Historisches Seminar, Freiburg)

Die Zukunft ist nicht vorhersehbar. Dennoch (oder gerade deswegen?) prägen Vorstellungen von Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Resilienz öffentliche Debatten und eine Vielzahl von Fachleuten verschiedener Disziplinen befassen sich ständig damit, Informationen über mögliche oder wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen zu sammeln und Szenarien zu entwerfen.

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Konferenz
26.10.2017 - 28.10.2017 Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL), Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa (KGKDS), Zentrum zur Erforschung deutscher Geschichte und Kultur in Südosteuropa an der Universität Tübingen

Historische Kommissionen stellen neben der universitären historischen Forschung, der Landesgeschichte und der Laienforschung eine spezifische Organisationsform der Auseinandersetzung mit und der Deutung der Vergangenheit einer territorialen Einheit dar. Durch ihre enge Bindung an ein bestimmtes Territorium wird ihre Entwicklung in hohem Maß durch territoriale Veränderungen bestimmt.

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Konferenz
10.10.2017 - 11.10.2017 Prof. Dr. Thomas Raithel, Dr. Niels Weise, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ)

Gut 70 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft erlebt die ministerielle Auftragsforschung zu NS-Belastungen einen bemerkenswerten Boom. Über zwanzig Bundesministerien und nachgeordnete Behörden haben seit dem Jahr 2005 Studien zur NS-Vergangenheit ihrer Häuser, ihres Personals und ihres Umgangs mit diesen Kontinuitätslinien in Auftrag gegeben (vgl.

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Konferenz
07.12.2017 - 08.12.2017 Bereich Historische Archäologie des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Gasthäuser gelten als Brennpunkte des sozialen Lebens und waren bis in die 1970er Jahre hinein – bis zum Siegeszug von Fernseher, Sportheim und Diskothek – von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung. Kaum eine andere ö entliche Einrichtung nahm im Privat- und mitunter auch im Arbeitsleben der Menschen einen vergleichbaren Stellenwert ein.

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Ausstellungsrezensionen/

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos
10.03.2017 - 21.01.2018 Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Rez. von Rolf Spilker, Museum Industriekultur Osnabrück

Oft liegen in Ausstellungen sogenannte Besucherbücher aus, in denen das Publikum Meinungen und Urteile über das gerade Gesehene zu Papier bringen kann. In der Ausstellung „Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos“, die im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn gezeigt wird, findet sich ein solches Besucherbuch mit einem denkwürdigen Statement.

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17.03.2017 - 15.10.2017 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Rez. von Nina Leonhard, Institut für Soziologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf zu bestehen. Mit dem Beitritt des ostdeutschen Teilstaats zum Geltungsbereich des Grundgesetzes wurden auch die ostdeutschen Streitkräfte aufgelöst. Das Gros des Personals der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) wurde entlassen; ein kleinerer Teil wurde von der Bundeswehr übernommen und in die eigenen Reihen integriert.

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Tagungsberichte/

30.06.2017 Fritz-Thyssen-Projekt „Magische(s) Gestalten“, Universität Stuttgart
Von Sven Thorsten Kilian, Universität Potsdam; Élodie Ripoll, Universität Stuttgart

Der Workshop „Magische(s) Gestalten – Lenkung der Dinge in der Renaissance“ an der Universität Stuttgart diente als offizieller Auftakt für das Fritz-Thyssen-Projekt „Magische(s) Gestalten in der christlichen Welt. Über die Bedeutung von Zauberern, Magiern und Hexen und ihre 'Lenkung der Dinge' in der italienischen Literatur der Renaissance“.

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10.07.2017 - 21.07.2017 Fabian Klose / Johannes Paulmann, IEG Mainz; Andrew Thompson, University of Exeter; International Committee of the Red Cross, Geneva; German Historical Institute London
Von Fabian Klose, Leibniz Institute of European History; Johannes Paulmann, Leibniz Institute of European History; Andrew Thompson, University of Exeter

The third Global Humanitarianism Research Academy took place from July 10 to 21, 2017 at the Leibniz Institute of European History in Mainz and the Archives of International Committee of the Red Cross in Geneva. It was organized by FABIAN KLOSE (Leibniz Institute of European History Mainz), JOHANNES PAULMANN (Leibniz Institute of European History Mainz), and ANDREW THOMPSON (University of Exeter) in cooperation with the International Committee of the Red Cross and with support by the German Historical Institute London.

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13.07.2017 - 14.07.2017 Forschungsbereich Geschichte und Ethik der Medizin des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg; Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm
Von Bernd Reichelt / Uta Kanis-Seyfried, Forschungsbereich Geschichte und Ethik der Medizin, ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm

In diesem Jahr traf sich der Arbeitskreis Psychiatriegeschichte Baden-Württemberg in den Räumlichkeiten des ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm am Standort Ravensburg-Weissenau anlässlich des 125-jährigen Bestehens dieser psychiatrischen Klinik.

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29.06.2017 - 01.07.2017 Maria Wirth / Andreas Reichl / Marcus Gräser, Projektteam JKU 50
Von Andreas Huber, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Anlässlich ihres 50-Jahr-Jubiläums und der Veröffentlichung von zwei Sammelbänden[1] lud die Universität Linz zu einer dreitätigen Konferenz, die von der zuständigen Arbeitsgruppe um Maria Wirth, Andreas Reichl und Marcus Gräser organisiert wurde. Der Großteil der 17 Beiträge setzte sich mit der Konzeption, Gründung und frühen Entwicklung von Universitäten im Österreich und Deutschland der 1960er- und 1970er-Jahre auseinander.

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Miszellen/

Web-News

Neu auf visual-history.de – eine Auswahl

Gerhard Paul: G20-Treffen als Bilderkrieg? Ein „Offener Brief“ von Gerhard Paul – und die Stellungnahme des NDR
<http://www.visual-history.de/2017/09/12/g20-treffen-als-bilderkrieg/>

Christine Bartlitz: Der Kameramann von Leni Riefenstahl. Ein Urheberrechts-Urteil des Landgerichts Köln
<http://www.visual-history.de/2017/08/31/der-kameramann-von-leni-riefenstahl/>

Annette Vowinckel: John Morris.

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Nachrichten

Claus Leggewie verlässt das KWI
Ute Schneider übernimmt die kommissarische Leitung des Instituts

Nach zehn erfolgreichen Jahren der Forschung in Essen endete zum 31.07.2017 die Amtszeit von Claus Leggewie als Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Von 2007 bis 2017 widmete sich der Politikwissenschaftler am KWI verstärkt den Themen KlimaKultur, ErinnerungsKultur und InterKultur.

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Nachrichten

Become a Member of the Memory Studies Association!
https://www.memorystudiesassociation.org/membership-levels/

Why should you become a paying member of the Memory Studies Association? There are several tangible benefits to membership already available as well as in the works. These include:
-discounted registration fees for the annual meeting
-access to members-only materials, including job listings, discussion forums, career advice, teaching resources, reading recommendations and more!
-potential future discounted subscription to Memory Studies (under review).

But, as enticing as these tangible benefits are, the real reason to become a paying member of the Association is that you want it to exist.

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Forschungsprojekte

Gründung der German Labour History Assiciation (GLHA)

Labour History is back!

Nachdem es in den 1990er- und 2000er-Jahren weitgehend still geworden war um den einstigen Motor der Sozialgeschichte kann man nun vielerorts ein neu erwachtes Interesse an Fragen der Arbeiterinnen- und Arbeitergeschichte, an Untersuchungen zur Geschichte der Arbeit und Gewerkschaften erkennen.

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Zeitschriften/

First published in January 1886, The English Historical Review (EHR) is the oldest journal of historical scholarship in the English-speaking world. It deals not only with British history, but also with almost all aspects of European and world history since the classical era: it covers the history of the Americas, including the foreign policy of the USA and her role in the wider world, but excludes the internal history of the USA since Independence, for which other scholarly outlets are plentiful.

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Rural Development in the Twentieth Century. International Perspectives
herausgegeben von Marc Frey und Corinna R. Unger

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Open Access Beitrag 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Redaktion sowie Herausgeberinnen und Herausgeber freuen sich bekannt zu geben, dass für das Jahr 2017 ein Beitrag der "Neuen Politischen
Literatur" open access zur Verfügung steht.

Die renommierte Historikerin Monika Baár (Universität Leiden, Niederlande) führt mit ihrem Aufsatz zur disability history in ein innovatives Forschungsfeld zwischen Geschichts- und Sozialwissenschaft ein.

Den Rezensionsaufsatz von Monika Baár "De-pathologizing Disability: Politics, Culture and Identity" können Sie ab sofort auf unserer
Homepage kostenlos lesen und herunterladen (URL: https://www.neue-politische-literatur.tu-darmstadt.de/fileadmin/npl/NPL_2017_2_Baar_De-pathologizing_Disability.pdf).

Wir wünschen Ihnen eine angenehme und anregende Lektüre!

Ihre Redaktion

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