Aktuell/

Buchrezensionen/

Mittelalterliche Geschichte
Hitzbleck, Kerstin; Hübner, Klara (Hrsg.): Die Grenzen des Netzwerks 1200–1600, Ostfildern 2014
Rez. von Richard Engl, Historisches Seminar, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Bedrohlich sieht die Spinne aus, die dem Leser vom Cover des Bandes „Die Grenzen des Netzwerks 1200–1600“ aus einem Geflecht düsterer Netze entgegenbaumelt. Ein Fragezeichen prangt auf ihrem Rücken. Damit sind Thema und Stoßrichtung des Bandes in der Konzeption der Herausgeberinnen gut illustriert: Kerstin Hitzbleck (Bern) und Klara Hübner (Fribourg) wollten die Netzwerkforschung hinterfragen, die in den letzten Jahren verstärkt von der Soziologie in die Mediävistik Eingang gefunden hat und die den Postdoktorandinnen nicht ganz geheuer war: Sie verspürten „angesichts des geradezu ungeheuren Erfolges des Netzwerkparadigmas“ ein „grundsätzliche[s] Unbehagen“ und fragten sich, „wie intensiv die historische Seite sich eigentlich noch mit den theoretischen und methodischen Grundlagen […] der Netzwerktheorie auseinandersetzt.

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Mittelalterliche Geschichte
Hurlock, Kathryn; Oldfield, Paul (Hrsg.): Crusading and Pilgrimage in the Norman World, Woodbridge 2015
Rez. von Larissa Düchting, Department Geschichte, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Die Beschäftigung mit den Kreuzzügen ist in der historischen Forschung ein verbreitetes Thema, wobei in den letzten Jahren verschiedene Schwerpunkte ausgemacht werden konnten, etwa bei der Untersuchung von Gender und Kreuzzug oder auch im Rahmen transkultureller Studien.[1] Die Auseinandersetzung mit einzelnen Kreuzzugsbeteiligten und -führern bringt es mit sich, dass man eine Gruppe in den Fokus rücken kann, wie im vorliegenden Sammelband, der die Normannen als Kreuzfahrer und Pilger zum Thema hat.

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Europäische Geschichte
Harris, James: The Great Fear, Oxford 2016
Rez. von Lorenz Erren, Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte, Johannes Gutenberg Universität Mainz

At the very beginning of his book, Harris fortunately contradicts the popular prejudice that Stalin's Great Terror was in some way necessary to stabilise the regime or helped to improve its efficiency: “This episode of extraordinary political violence was wholly destructive, not merely in terms of incalculable human cost, but also in terms of the interests of the Soviet leaders, principally Joseph Stalin, who directed and managed it” (p.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Wood, John Carter (Hrsg.): Christianity and National Identity in Twentieth-Century Europe, Göttingen 2016
Rez. von Peter Itzen, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“: Als Ernst-Wolfgang Böckenförde in den 1960er-Jahren sein berühmtes Paradoxon formulierte, ging es ihm nach eigener späterer Auskunft darum, die katholische Kirche aus ihrer Distanz zum Staat herauszuholen und Katholiken zum bejahenden Engagement für den demokratischen Staat der Bundesrepublik aufzurufen.

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Termine/

Call for Papers
14.07.2017 - 15.07.2017 The International Art Market Studies Association

CfP: ‘The Art Fair’ @ artmarketstudies.org
London, 14 and/or 15 July 2017

Key note speaker just announced: Noah Horowitz, Director Americas, Art Basel Miami

First Conference of TIAMSA, The International Art Market Studies Association

Art Fairs are booming. Established fairs grow and proliferate at break neck speed, new venues are mushrooming, and the clientele is increasingly diverting its attention from the permanent gallery spaces to these events.

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Call for Papers
17.04.2018 - 21.04.2018 Eberhard Karls Universität Tübingen Institut für Klassische Archäologie

XXth International Congress on Ancient Bronzes
17.04.-21.04.2018
University of Tübingen, Germany

XXth International Congress on Ancient Bronzes: Resource, Reconstruction, Representation, Role
Our understanding of ancient bronzes has grown significantly in the last decades through several studies and collaborative research projects – including the International Congresses on Ancient Bronzes –, but it is far from complete.

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Call for Papers
28.07.2017 - 29.07.2017 Masterstudiengang Ethik der Textkulturen

Wissen ist uns selbstverständlich geworden: Das Wissen über Fakten prägt unsere Debatten, genauso treffen wir unsere Handlungsentscheidungen auf der Basis der Informationen, die uns zur Verfügung stehen, und hoffen, dass unsere – durch Erfahrung begründeten – Erwartungen für das Ergebnis unserer Handlungen eintreffen.

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Konferenz
22.03.2017 - 24.03.2017 Studientage der Fototheken der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte Rom und des Deutschen Archäologischen Instituts Rom

Zu den Wesensmerkmalen der Fotografie gehört die Vielfalt ihrer Erscheinungsformen. Als flexibles Medium ist sie anpassungsfähig an neue historische, kulturelle, ästhetische Gegebenheiten. Fotografien begegnen als dinglich materielle Artefakte, etwa als belichtete Metallplatte oder als Vergrößerung auf Fotopapier ebenso wie als immaterielle Projektion oder Digitalaufnahme.

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Ausstellungsrezensionen/

02.09.2016 - 20.08.2017 Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Rez. von Jörn Eiben, Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg

1893 wandte sich ein ungenannter Leserbriefschreiber an die Redaktion der Zeitschrift „Spiel und Sport“. Er mokierte sich über die Berliner Fußballer, die sich keineswegs direkt nach dem Spiel in den „Umkleidezimmern wieder zu gewöhnlichen Menschenkindern umwandel[te]n“, sondern in ihren „vielfarbigen Tricots“ noch eine ganze Weile im öffentlichen Raum „lustwandel[te]n“.[1] Sowohl die Rückverwandlung zu „Menschenkindern“ durch Wechsel der Kleidung als auch die Kritik am Tragen von Sportkleidung außerhalb des engeren sportiven Kontextes verweisen auf die Differenz zwischen sportlicher und „nichtsportlicher“ Bekleidung, die seit dem 19.

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Ahrndt, Wiebke; Übersee Museum Bremen (Hrsg.) Amerika
05.11.2016 Übersee Museum Bremen
Rez. von Sarah Ehlers, CHF/Beckman Center for the History of Chemistry, Philadelphia

Amerika im 21. Jahrhundert ist das Thema der neugestalteten Dauerausstellung im Bremer Übersee-Museum, die im November 2016 eröffnet wurde. Nach insgesamt drei Jahren Umbau ist mit ihr nun die letzte der Kontinent-Ausstellungen des Museums überarbeitet, so dass, wie die Direktorin Wiebke Ahrndt betont, den Besucher/innen wieder eine Reise um die Welt geboten wird.

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Tagungsberichte/

05.09.2016 - 08.09.2016 Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) / Fondation Maisondes Sciences de l’Homme (FMSH) / Villa Vigoni
Von Nikola Tietze, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur (WiKu)

Vom 5. Bis zum 8. September 2016 fand in der Villa Vigoni, Loveno die Menaggio (CO), die zweite Konferenz des italienisch-französisch-deutschen Forschungsnetzwerks „Sozialpolitik im Spannungsfeld nationalstaatlicher Traditionen und europäischer Neuordnung“ statt. PAOLO ROBERTO GRAZIANO (Padua / Brüssel), SILKE BOTHFELD (Bremen) und INGO BODE (Kassel) bereicherten mit ihren Vorträgen die Reflexion und Diskussion der Mitglieder des Forschungsnetzwerks.

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02.02.2017 - 03.02.2017 Université Paris-Est Créteil; École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris
Von Klaus Storkmann, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften Potsdam

Kommunistische Homosexualität. Kommunistische Homosexualität? Schon das Konferenzthema lässt beim Lesen im Kopf zwangsläufig ein großes Fragezeichen entstehen. Galten doch Homosexuelle in den sozialistischen Staaten Ost- und Mitteleuropas als Außenseiter in klassischen Wortsinn: im besten Fall als schrullige Reste der bürgerlichen Dekadenz schief angeschaut, im schlimmsten aber häufigsten Fall staatlichen, polizeilichen und geheimdienstlichen Repressalien ausgesetzt.

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06.12.2016 Graduate School of East Asian Studies (GEAS), Free University Berlin; Hokkaido University, Japan
Von Stephanie Assmann, Hokkaido University, Japan

Food is far more than ingestion. Food is highly emotional, political, and shaped by ethnicity, social stratification and gender perceptions. Food security and the (re-)organisation of agriculture are as significant as questions of health, nutrition and diet. In light of rising obesity rates, food education initiatives that target children and adults are gaining relevance.

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03.11.2016 - 05.11.2016 DFG-Netzwerk „Konkurrenz und Institutionalisierung in der griechischen Archaik“
Von Moritz Hinsch, Alte Geschichte, Humboldt-Universität zu Berlin

Vom 3. bis zum 5. November 2016 fand in Berlin der zweite Workshop des DFG-Netzwerks „Konkurrenz und Institutionalisierung in der griechischen Archaik“ statt. Hatte der erste Workshop (Rostock, 5. bis 7. November 2015) die Konkurrenz in den Blick genommen, wurde nun auf Institutionalisierung fokussiert.

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Miszellen/

Nachrichten

Der Andrej-Mitrović-Preis, der alle zwei Jahre von der Michael-Zikic-Stiftung ausgeschrieben wird, wurde 2016 an Dennis Dierks für seine Dissertation „Nationalgeschichte(n) im multikulturellen Raum. Geschichtskonstruktionen und Erinnerungskulturen im habsburgischen Bosnien-Herzegowina (1878-1914)“ vergeben.
Die Preisverleihung fand am 30.

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Nachrichten

Seit 2014 trifft sich das Netzwerk Oral History (NOH), eine interdisziplinäre und selbstorganisierte Gruppe von Personen und Institutionen, die mit mündlichen und/oder audiovisuellen Quellen im geschichtswissenschaftlichen, pädagogischen, musealen oder archivalischen Kontext arbeiten. Die Idee entstand 2014 in einem sonnenbeschienenen Hof der Universität Wien während einer Pause der European Social Science History Conference.

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Nachrichten

Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, der 2017 zum dritten Mal verliehen wird, geht an die international renommierte französische Deutschlandhistorikerin Hélène Miard-Delacroix. "Mit ihren Forschungsleistungen, insbesondere zur deutsch-französischen Geschichte des 20.

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Nachrichten

Preisträger 2017:

Prof. Dr. Elke Stein-Hölkeskamp und
Prof. Dr. Karl-Joachim Hölkeskamp

Der mit 25.000 Euro dotierte Karl-Christ-Preis, der dem Andenken an den Marburger Althistoriker Karl Christ gewidmet ist, wird 2017 zum dritten Mal verliehen. Er zeichnet im zweijährigen Turnus herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen sowie der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Altertums aus und wird im Wechsel an den Universitäten Frankfurt a.M.

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Zeitschriften/

Kürzlich ist der 64. Band des Göttinger Jahrbuches für das Jahr 2016 erschienen, der über den Göttinger Buchhandel oder über den Verein (mail [at]geschichtsverein-goettingen.de) und die Internetseite des Vereins. Herausgegeben vom Geschichtsverein für Göttingen und Umgebung e.V. versammelt dieser Band Beiträge zur Geschichte der Stadt Göttingen und Südniedersachsens.

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