Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

heute möchten wir Sie für ein kleines Experiment erwärmen, nämlich für unser Review-Symposium über das Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ des französischen Ökonomen Thomas Piketty, über das bisher vor allem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Politiker und Journalisten rund um den Globus diskutiert haben.

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Von Rüdiger Hohls

Buchrezensionen

Neuere Geschichte
Schatz, Klaus: Geschichte der deutschen Jesuiten, Münster 2013
Rez. von Klaus Unterburger, Lehrstuhl für Historische Theologie / Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, Katholisch Theologische Fakultät, Universität Regensburg

Zum 200. Jubiläum der Wiedererrichtung des Jesuitenordens 1814 legt der emeritierte Frankfurter Kirchenhistoriker und Jesuit Klaus Schatz eine monumentale Geschichte der deutschen (und schweizer, nicht der österreichischen) Jesuiten in fünf Bänden vor, ein aus aszetischem Fleiß, Vertrautheit mit der Materie und ausgewogenem Urteil hervorgegangenes, handbuchartiges Standardwerk.

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Außereuropäische Geschichte
Saldern, Adelheid von: Amerikanismus, Stuttgart 2013
Rez. von Axel Jansen, Fachbereich Geschichtswissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen

In ihrer bei Franz Steiner in der Reihe „Transatlantische Historische Studien“ publizierten Monographie befasst sich Adelheid von Saldern mit einer für die USA historisch zentralen Phase kultureller Neuorientierung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in Reaktion auf die durch den Ersten Weltkrieg ausgeweiteten Perspektiven eines internationalen politischen Engagements suchten amerikanische Publizisten und Intellektuelle nach den kulturellen Prämissen, die den USA nach außen wie nach innen künftig als Orientierungspunkte dienen sollten.

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Europäische Geschichte
Sanchez-Sibony, Oscar: Red Globalization, New York 2014
Rez. von Alexandra Oberländer, Forschungsstelle Osteuropa, Universität Bremen

This book aims at nothing less than to turn Cold War Studies on its head. Oscar Sanchez-Sibony vigorously argues for a new understanding of the world economy after the Second World War firstly by claiming that the “Soviet economy was in large measure embedded in global economic structures at all time“ (p. 6). Secondly, he dismisses the idea of bipolarity between the United States and the Soviet Union which supposedly had structured the post-war world order.

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Nationalsozialismus
Sikora, Mirosłav: Die Waffenschmiede des „Dritten Reiches“, Essen 2014
Rez. von Alexander Donges, Abteilung Volkswirtschaftslehre, Universität Mannheim

Zur Rüstungsindustrie im „Dritten Reich“ ist bereits eine große Zahl wirtschaftshistorischer Studien publiziert worden. Auch in der unternehmenshistorischen Forschung, die in den letzten Jahrzehnten florierte, standen Rüstungsunternehmen vielfach im Fokus. Zu nennen sind beispielsweise die vertikal-integrierten Konzerne der Schwerindustrie mit ihren angeschlossenen Waffen- und Munitionsfabriken, darunter Krupp, Flick oder die Vereinigte Stahlwerke AG.

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Termine

Konferenzen, Tagungen
12.06.2015 - 13.06.2015 Gesellschaft für Agrargeschichte; Niels Grüne, Jonas Hübner, Gerhard Siegl

Das Thema „Gemeingüter“ wird aktuell im Zusammenhang mit der Nutzung von „global commons“ (z.B. Atmosphäre, Weltmeere, Urwälder) rege diskutiert. Spätestens mit der Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften 2009 an Elinor Ostrom, die bereits 1990 mit „Governing the Commons“ das heute meistbeachtete Standardwerk zum kollektiven Ressourcenmanagement vorgelegt hat, reißen die internationalen Debatten darüber nicht ab, wie eine nachhaltige Bewirtschaftung gemeinschaftlichen Besitzes organisiert werden kann.

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Konferenzen, Tagungen
18.06.2015 - 20.06.2015 Lars Koch, Tobias Nanz, Johannes Pause (ERC-Projekt "The Principle of Disruption", TU Dresden); Elisabeth Bronfen (Univ. Zürich)

Die leitende Annahme der Tagungskonzeption besteht darin, dass Massenmedien wie Film, Fernsehen, Bilder und Literatur kulturelle Skripte bereitstellen, die die Wahrnehmung und den Handlungsspielraum der Mitglieder einer Gesellschaft verdichten und lenken. Störungen wird dabei eine zentrale Rolle zugewiesen: Film und Literatur geben Deutungsmuster und Plots vor, die eine Gesellschaft vergangene Störungen wie Katastrophen oder Unfälle verarbeiten lassen oder auf künftige Störungen vorbereiten.

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Call for Papers
24.02.2016 - 26.02.2016 Organizers: Dr. Jutta Weber, Berlin State Library – Prussian Cultural Heritage; Prof. Dr. Ottmar Ette, University of Potsdam – Department of Romance Philology Dr. Julian Drews, jdrews@uni-potsdam.de University of Potsdam – Department of Romance Philology Dr. Tobias Kraft, kraft@bbaw.de Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities

The 3rd International Chamisso Conference is dedicated to (worldwide)journeys that started from Germany around 1800. The names Reinhold and Georg Forster, Alexander von Humboldt and Adelbert von Chamisso can be identified with a widening of the intellectual horizon in the German speaking countries that did not only mark the beginning of the modernity but essentially contributed to its definition.

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Konferenzen, Tagungen
20.05.2015 - 22.05.2015 Dani Kranz, Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich Sozialpädagogik/Sozialpolitik; Miriam Rürup, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

The State of Israel was founded in 1948, the Federal Republic of Germany followed in 1949. At the point in time of the foundation of the two states it seemed preposterous that Israel, the country that defines itself as the safe haven for Jews and the Federal Republic, the country that succeeded the nation that had masterminded the systematic murder of Jews would ever engage in official inter-state relations.

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Ausstellungsrezensionen

05.03.2015 - 31.08.2015 Imperial War Museum
Rez. von Tobias Becker, German Historical Institute London

Wer einen Weltkrieg führt, muss deshalb nicht auf gutes Aussehen verzichten – im Gegenteil: „During these rather difficult days it is not only a woman’s pleasure to look her best – it’s her downright duty as well.“ So lautete die Werbung eines britischen Strumpfherstellers aus den 1940er-Jahren. Zu sehen ist sie in einer originellen Ausstellung über Mode im Zweiten Weltkrieg, die das Imperial War Museum in London noch bis zum 31.

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Pohle, Frank; Peter van den Brink; Sarvenaz Ayooghi für die Stadt Aachen (Hrsg.) Karl der Große. Macht - Kunst - Schätze
20.06.2014 - 21.09.2014 Stadt Aachen
Rez. von Florian Hartmann, Mittelalterliche Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Das Karlsjahr 2014 hat die ohnehin schon florierende Publizistik über Karl den Großen nochmals belebt. Neben einer Flut neuer Literatur[1] wurde des großen Frankenherrschers geradezu zwangsläufig auch in Ausstellungsprojekten gedacht. Von den beiden in Deutschland geplanten Großausstellungen hat sich allerdings nur eine durchführen lassen. Das Deutsche Historische Museum in Berlin hatte unter dem Titel „Kaiser und Kalifen.

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Tagungsberichte

08.04.2015 - 09.04.2015 Bettina Severin-Barboutie, Deutsches Historisches Institut Paris (DHIP); Exzellenzcluster „Ecrire une Histoire Nouvelle de l’Europe“ (EHNE); Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Von Daniela Ahrens-Wimmer, Historisches Institut, Universität Mannheim

Kriege sind seit jeher eine wichtige Ursache für die Bewegung von Soldaten und Zivilsten, und die Erfahrung kriegsinduzierter Mobilität zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit. Die konkreten Gründe, Formen und vor allem die Konsequenzen solcher Wanderungsbewegungen sind äußerst facettenreich. Während sich die Geschichtswissenschaft mit diesem Thema bislang vor allem im Rahmen der Erforschung von Flucht und Vertreibung während und in Folge der beiden Weltkriege im 20.

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27.02.2015 - 28.02.2015 Uta Dehnert, Universität Tübingen; Julia Schmeer, Universität München
Von Silke von Fürich

_Auff heutiger Singschul geben etliche Liebhaber der Kunst den Meistersingern etliche Gaben zuversingen.
Ihr Singer singt zu Gottes Lob/
Beweist der Kunst heut eine Prob/
Wer das best thut/ den wird man preisen/
Soll auch die best Gab davon reissen/
Drumb ihr Singer thut euch befleissen.
Wer solches hören will/ der komm nach gehaltener MittagsPredigt zu S.

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09.04.2015 - 10.04.2015 Philipp Eigenmann/Mirjam Staub/Thomas Ruoss/Lea Zehnder, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich
Von Lukas Höhener, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich

Erneut nutzten Doktorierende mit bildungshistorischem Forschungsgegenstand die Gelegenheit, an der Zürcher Werkstatt ihre Dissertationsprojekte zu präsentieren. Zwölf Referierende aus dem deutschen Sprachraum und nochmal so viele Diskutantinnen und Diskutanten beteiligten sich rege an den Diskussionen und lieferten für die Weiterarbeit an den Projekten konstruktive Hinweise.

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16.01.2015 - 17.01.2015 Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Von Ramon Wieszczeczynski, Historisches Seminar, Universität Hamburg

Auf dem Gebiet der Geschichte der Naturwissenschaft ist durch den Einzug sozialhistorischer und kulturwissenschaftlicher Perspektiven in den vergangenen Jahren eine Vielzahl neuer Akteure ins Blickfeld der Forschung gerückt. Doch auch weiterhin gibt es zahlreiche Tätigkeiten, die sich beispielsweise im Verlauf der Professionalisierung und Differenzierung der Medizin seit der Wende zum 20.

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Miscellaneous

Nachrichten

Ab dem 17. Mai 2015 widmet sich eine Blogreihe den europäischen Höfen des Mittelalters sowie den dort agierenden Personen. Es soll dabei um die übergreifende Frage gehen, welche Faktoren oder Mechanismen für das Funktionieren mittelalterlicher Höfe bestimmend waren und wie sie auf Erfolg oder Misserfolg individueller Karrieren am Hof einwirkten.

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Nachrichten

DER BESTE AUFSATZ 2014 – STIMMEN SIE MIT AB!
Das Institut für Zeitgeschichte hat wieder den Preis der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte ausgesetzt. Der beste Aufsatz des Jahres 2014 wird mit € 500 prämiert.

Sie sind die Jury: Nennen Sie uns einen Aufsatz, der Ihr besonderes Interesse fand oder der für Ihre Arbeit besonders gewinnbringend war.

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Web-Nachrichten

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der im April 2015 neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays und Artikel:

Griesebner, Andrea: Auf ewig Dein? Das Institut der Scheidung von Tisch und Bett.
Abstract:
Am 28. Oktober 1782 verhandelten die kirchlichen und weltlichen Räte des Konsistoriums der Erzdiözese Wien den Ehekonflikt von Regina Hoferin und Johann Karl Hofer.

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Projekte

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt zur Erschließung des Nachlasses des Theologen, Kirchenrats, Historikers und Bibliotheksdirektors Ernst Salomon Cyprian (1673–1745) macht die für den europäischen Protestantismus, den Pietismus und die Gelehrtenkultur des frühen 18. Jahrhunderts zentrale Sammlung erstmals der Forschung zugänglich.

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Zeitschriften

In den vergangenen Jahren war ein allgemeiner Anstieg rechtsextremer Straftaten in mehreren österreichischen Städten zu beobachten, der auch vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen nicht Halt gemacht hat. Sie wurde im Mai 2014 bereits zum dritten Mal großflächig mit einer neonazistischen Parole beschmiert. Gleichzeitig scheinen sich die ideologischen Inhalte der Rechten zu erweitern.

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Heroischen Figuren analytisch auf die Spur zu kommen, ist ein Unternehmen zwischen Herkules-Aufgabe und Sisyphus-Arbeit. Nicht weniger schwer zu fassen sind Antihelden. Bisher gibt es kaum eingehende Untersuchungen des Phänomens ‚Antiheld‘, seiner Genealogie und Reichweite, weshalb wir mit dieser Ausgabe von helden. heroes. héros ein bisher wenig bekanntes Territorium betreten, das viele Fragen aufwirft: Brauchen Antihelden immer Helden als Gegenfiguren?

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The European Review of Economic History is a major outlet for research in economic history.

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