Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

heute möchten wir Sie für ein kleines Experiment erwärmen, nämlich für unser Review-Symposium über das Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ des französischen Ökonomen Thomas Piketty, über das bisher vor allem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Politiker und Journalisten rund um den Globus diskutiert haben.

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Von Rüdiger Hohls

Buchrezensionen

Zeitgeschichte (nach 1945)
Boden, Petra: So viel Wende war nie, Bielefeld 2014
Rez. von Katja Stopka, Deutsches Literaturinstitut, Universität Leipzig

Die „Ästhetischen Grundbegriffe“ gehören zusammen mit dem „Historischen Wörterbuch der Philosophie“ und den „Geschichtlichen Grundbegriffen“ zu den wohl einschlägigsten deutschen Wörterbuchprojekten des letzten Drittels des 20. Jahrhunderts, auf die die Geistes- und Kulturwissenschaften zurückgreifen und an denen es sich heute produktiv zu orientieren gilt.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Großmann, Johannes: Die Internationale der Konservativen, München 2014
Rez. von Dominik Geppert, Institut für Geschichtswissenschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Im Unterschied zum Sozialismus und Liberalismus ist der Konservatismus von der Geschichtswissenschaft bisher kaum auf seine internationale Dimension oder auf transnationale Kontakte seiner Vertreter befragt worden. Das liegt teilweise daran, dass er nicht zu Unrecht als eher pragmatisch, theoriefern, wandlungsfähig und entsprechend vielgestaltig angesehen wird.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Hanel, Tilmann: Die Bombe als Option, Essen 2015
Rez. von Stephan Geier, European Southern Observatory, Garching

Im Juni 2015 treten die internationalen Verhandlungsführer erneut zusammen, um nach jahrzehntelangem Streit nun endlich ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, das die zivile Nutzung der Kernenergie ermöglichen, aber zugleich den Bau von Kernwaffen verhindern soll. Dass ein solches Unterfangen der Quadratur des Kreises gleicht, zeigt nicht nur die gegenwärtige Debatte.

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Europäische Geschichte
Bruisch, Katja: Als das Dorf noch Zukunft war, Köln 2014
Rez. von Stephan Merl, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte, Universität Bielefeld

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand im Osten Europas der Agrarismus. Er setzte in den dominant agrarisch geprägten Volkswirtschaften auf einen Dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus, indem er den Eintritt in die Moderne auf Basis bäuerlicher Familienbetriebe für möglich hielt und eine anti-urbanistische Ausrichtung verfolgte. In Russland verbreitete er sich vor allem unter Ökonomen und Agronomen.

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Termine

Call for Papers
30.06.2015 Staatliche Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz

Call for papers
(english Version below)
Casting. Ein analoger Weg ins Zeitalter der Digitalisierung?
Ein Symposium zur Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin
26./27. November 2015, Sammlung Scharf-Gerstenberg, Remise

Die Gipsformerei ist die älteste und bis heute aktive Einrichtung der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben ihrer Funktion als Werk- und Produktionsstätte verfügt sie über eine einzigartige enzyklopädische Sammlung von circa 7000 historischen Formen und Modellen.

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Call for Papers
29.06.2015 - 30.06.2015 Prof. Dr. Thomas Alkemeyer (Institut für Sportwissenschaft, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg); Prof. Dr. Ulrich Bröckling (Institut für Soziologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Dr. Tobias Peter (Institut für Soziologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Prof. Dr. Martin Saar (Institut für Politikwissenschaft, Universität Leipzig)

Die Untersuchung von Subjektivierungsweisen und Subjektpositionen ist inzwischen ein fester Bestandteil sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschung. Gemeinsamer Ausgangspunkt dieser Analysen ist die Abkehr von der Vorstellung eines souveränen und autonomen Subjekts. Im Zentrum sowohl der Theoriebildung als auch empirischer Analysen steht die Frage, auf welche Weise das vielfach bedingte, gesellschaftlich kontextualisierte und in sich gebrochene Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst geformt wird und sich selbst formt.

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Symposien
17.06.2015 - 18.06.2015 Sara Barnes, Jochen Hennig, Felix Sattler (Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik / Excellence Cluster „Image Knowledge Gestaltung. An Interdisciplinary Laboratory“; Humboldt-Universität zu Berlin)

The symposium aims to reflect, contextualise and amplify the exhibition “On the Edge. Artists in Dialogue With the Humboldt University Collections“ at the Tieranatomisches Theater (June 3rd – September 12th , 2015). Curated by Sara Barnes, seven international artists investigate the unstable status of objects between application/utiliy and historical value and probe the migration between collection and exhibition space.

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Konferenzen, Tagungen
18.06.2015 - 19.06.2015 Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam); Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg (FZH)

Im Zentrum der Konferenz stehen Personen aus West- und Nordeuropa, die, aus der kommunistischen Bewegung kommend, nach 1945 zu Kritikern des sowjetischen Modells und der daran orientierten Staatenwelt wurden. Vorrangig über personengeschichtliche Zugänge sollen Brüche im Denken und Handeln von Akteuren untersucht werden, die sich der kommunistischen Weltanschauung und Politik verpflichtet hatten.

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Ausstellungsrezensionen

05.03.2015 - 31.08.2015 Imperial War Museum
Rez. von Tobias Becker, German Historical Institute London

Wer einen Weltkrieg führt, muss deshalb nicht auf gutes Aussehen verzichten – im Gegenteil: „During these rather difficult days it is not only a woman’s pleasure to look her best – it’s her downright duty as well.“ So lautete die Werbung eines britischen Strumpfherstellers aus den 1940er-Jahren. Zu sehen ist sie in einer originellen Ausstellung über Mode im Zweiten Weltkrieg, die das Imperial War Museum in London noch bis zum 31.

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Pohle, Frank; Peter van den Brink; Sarvenaz Ayooghi für die Stadt Aachen (Hrsg.) Karl der Große. Macht - Kunst - Schätze
20.06.2014 - 21.09.2014 Stadt Aachen
Rez. von Florian Hartmann, Mittelalterliche Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Das Karlsjahr 2014 hat die ohnehin schon florierende Publizistik über Karl den Großen nochmals belebt. Neben einer Flut neuer Literatur[1] wurde des großen Frankenherrschers geradezu zwangsläufig auch in Ausstellungsprojekten gedacht. Von den beiden in Deutschland geplanten Großausstellungen hat sich allerdings nur eine durchführen lassen. Das Deutsche Historische Museum in Berlin hatte unter dem Titel „Kaiser und Kalifen.

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Tagungsberichte

18.03.2015 - 20.03.2015 Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin
Von Julia Pohlmann, Institut für Jüdische Studien, Universität Potsdam

Der Erste Weltkrieg als ein historisch destruktives, aber gleichzeitig eine neue europäische Ordnung schaffendes Ereignis prägte die ihm folgenden Jahre maßgeblich. Zu den Folgen des Ersten Weltkrieges zählen die Entstehung neuer Staaten und die Beschäftigung mit ethnischen Fragen in einer Phase des erstarkenden Nationalismus in Europa. Ein Jahr nachdem sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal jährte, veranstaltete das Zentrum für Antisemitismusforschung zusammen mit der Freien Universität und der Humboldt Universität zu Berlin vom 18.

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16.01.2015 Forschungsprojekt „Geschichte im Dorf lassen. Nationalsozialismus in deutschen Ortschroniken“, Arbeitsstelle Regionale Geschichtskulturen, Institut für Geschichte, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Von Maria Daldrup, Archiv der deutschen Jugendbewegung, Witzenhausen

Erinnerung und Raum in ihrer wechselseitigen Bedingtheit sind zentrale Topoi in den aktuelleren kulturwissenschaftlichen Debatten. Während bislang jedoch vorwiegend großstädtische, nationale und transnationale Räume untersucht wurden, widmete sich der Workshop „Kleine Erinnerungen: Räume, Praktiken und Akteure ländlicher Erinnerungen“ der Arbeitsstelle Regionale Geschichtskulturen am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg ländlichen Gegenden.

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09.04.2015 - 10.04.2015 Philipp Eigenmann/Mirjam Staub/Thomas Ruoss/Lea Zehnder, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich
Von Lukas Höhener, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich

Erneut nutzten Doktorierende mit bildungshistorischem Forschungsgegenstand die Gelegenheit, an der Zürcher Werkstatt ihre Dissertationsprojekte zu präsentieren. Zwölf Referierende aus dem deutschen Sprachraum und nochmal so viele Diskutantinnen und Diskutanten beteiligten sich rege an den Diskussionen und lieferten für die Weiterarbeit an den Projekten konstruktive Hinweise.

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16.01.2015 - 17.01.2015 Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Von Ramon Wieszczeczynski, Historisches Seminar, Universität Hamburg

Auf dem Gebiet der Geschichte der Naturwissenschaft ist durch den Einzug sozialhistorischer und kulturwissenschaftlicher Perspektiven in den vergangenen Jahren eine Vielzahl neuer Akteure ins Blickfeld der Forschung gerückt. Doch auch weiterhin gibt es zahlreiche Tätigkeiten, die sich beispielsweise im Verlauf der Professionalisierung und Differenzierung der Medizin seit der Wende zum 20.

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Miscellaneous

Nachrichten

Ab dem 17. Mai 2015 widmet sich eine Blogreihe den europäischen Höfen des Mittelalters sowie den dort agierenden Personen. Es soll dabei um die übergreifende Frage gehen, welche Faktoren oder Mechanismen für das Funktionieren mittelalterlicher Höfe bestimmend waren und wie sie auf Erfolg oder Misserfolg individueller Karrieren am Hof einwirkten.

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Nachrichten

DER BESTE AUFSATZ 2014 – STIMMEN SIE MIT AB!
Das Institut für Zeitgeschichte hat wieder den Preis der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte ausgesetzt. Der beste Aufsatz des Jahres 2014 wird mit € 500 prämiert.

Sie sind die Jury: Nennen Sie uns einen Aufsatz, der Ihr besonderes Interesse fand oder der für Ihre Arbeit besonders gewinnbringend war.

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Web-Nachrichten

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der im April 2015 neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays und Artikel:

Griesebner, Andrea: Auf ewig Dein? Das Institut der Scheidung von Tisch und Bett.
Abstract:
Am 28. Oktober 1782 verhandelten die kirchlichen und weltlichen Räte des Konsistoriums der Erzdiözese Wien den Ehekonflikt von Regina Hoferin und Johann Karl Hofer.

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Web-Nachrichten

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der im Februar 2015 neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essays und Artikel:

Schieder, Martin: Stadt/Bild. Gustave Caillebotte, Baron Haussmann und eine Verkehrsinsel.
Abstract:
Bürgersteige und Straßen sind wie leergefegt.

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Zeitschriften

Volume 48 / Issue 01, March 2015, pp. 1–147

The entire content of this issue is available FOR FREE for a limited time at journals.cambridge.org/CCC.

Abstracts in English and German will remain available for free.

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SPECIAL ISSUE
Dzifa Ametowobla, Nina Baur & Robert Jungmann (Eds.):
Methods of Innovation Research: Qualitative, Quantitative and Mixed Methods Approaches

Innovation Studies today are dominated by two typical theory/method bundles that emerged across disciplinary debates: ethnographies of innovation, evolving mainly from Science and Technology Studies (STS), and (national, regional, territorial) systems of innovation research in economics and geography.

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Liebe Leserinnen und Leser,

das FORUM der heutigen sehepunkte-Ausgabe ist - nach längerer Pause - wieder einmal der ausführlichen Besprechung eines einzelnen Werkes gewidmet: Wilhelm Ribhegge (Münster) stellt das 2014 auf Deutsch erschienene zwei-bändige Werk von Joachim Whaley, Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und seine Territorien vor.

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