„What is Digital Humanities?“ – so startet zurecht der vom Digital Humanities Centre des University College London (UCL) erstellte Sammelband „Digital Humanities in Practice“. Das Centre sieht sich als die weltweit führende Einrichtung für Digital Humanities (im Folgenden „DH“) und möchte mit dem vorgestellten Buch die ganze Bandbreite der Disziplin darstellen.

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Rez. von Hans-Christoph Hobohm, Fachbereich Informationswissenschaften, Fachhochschule Potsdam

Die Beiträge der letzten Woche finden Sie wieder im gewohnten Format unter http://www.hsozkult.de/whatsnew.

Buchrezensionen

Zeitgeschichte (nach 1945)
Warnke, Martin: Zeitgenossenschaft, Zürich 2014
Rez. von Cornelia Brink, Interdisziplinäre Anthropologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

„Im Labyrinth des Schweigens“ – so heißt ein Spielfilm, der seit November 2014 in bundesdeutschen Kinos die Vorgeschichte des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses erzählt.[1] Ein junger Staatsanwalt wird darin Ende der 1950er-Jahre mit den Vorermittlungen für ein Strafverfahren gegen NS-Verbrecher beauftragt; aus seiner Perspektive erfährt der Zuschauer nach und nach von der Ermordung der europäischen Juden im Vernichtungslager Auschwitz.

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Nationalsozialismus
Grothe, Ewald (Hrsg.): Carl Schmitt – Ernst Rudolf Huber, Berlin 2014
Rez. von Jens Hacke, Hamburger Institut für Sozialforschung

Die Historisierung Carl Schmitts (1888–1985) schreitet unaufhaltsam voran. Auch wenn ihm eine kritische Gesamtausgabe bislang verwehrt blieb, so dürfte es doch wenige Gelehrte des 20. Jahrhunderts geben, deren Leben und Werk derart umfassend dokumentiert sind. Nicht nur ist der Großteil seiner Publikationen zu Lebzeiten im Buchhandel in immer wieder neuen Auflagen und Editionen erhältlich; auch der Nachlass erscheint als Reservoir neuer Tagebuch- und Briefeditionen unerschöpflich.

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Europäische Ethnologie
van der Heyden, Ulrich; Semmler, Wolfgang; Straßburg, Ralf (Hrsg.): Mosambikanische Vertragsarbeiter in der DDR-Wirtschaft, Münster 2014
Rez. von Sebastian Pampuch, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Geschichte der DDR ist (noch immer) ein politisch umstrittenes Feld. Der hier besprochene Sammelband zu mosambikanischen „Vertragsarbeitern/innen“[1] – mit über 15.000 Menschen 1989 die zweitgrößte Gruppe ausländischer Arbeitskräfte in der DDR – stellt dies einmal mehr unter Beweis. Anliegen der Herausgeber ist es, einer Tendenz entgegenzuwirken, wonach bei dieser Thematik primär auf negative oder gar destruktive Seiten fokussiert würde.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Malycha, Andreas: Die SED in der Ära Honecker, Berlin 2014
Rez. von Christoph Kleßmann, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Die Ära Honecker gilt, abgesehen von ihrem Ende, im Vergleich zur Ära Ulbricht als weniger spannend, ohne große Konflikte und Aufbrüche. Sie brachte zwar eine beträchtliche Verbesserung der Lebenslagen und eine Prise internationaler Normalität, aber eben auch eine Portion Langeweile und hatte einen blassen und zunehmend wirklichkeitsfernen Diktator an der Spitze.

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Termine

Call for Papers
31.08.2015 - 02.09.2015 AG Geschlechterforschung (Sprecherinnen: Dr. Jana Esther Fries; Ulrike Rambuscheck M.A.

Archäologisches Reenactement und Living History aus der Geschlechterperspektive. 6. Sitzung der AG Geschlechterforschung auf der Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung in Hannover vom 31.08. bis 02.09.2015

In den letzten 20 Jahren hat die erlebnisorientierte Darstellung und Aneignung von Vergangenheit stetig zugenommen, wozu Reenactment und Living History gehören.

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Workshops
20.04.2015 - 09.02.2016 Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin ; Fachhochschule Potsdam / FB Informationswissenschaften

Weiterbildung „Archive im Informationszeitalter“ startet im April 2015

Am 20./21. April 2015 startet ein neuer Durchlauf der Weiterbildung mit Zertifikat Archive im Informationszeitalter. Das Programm wird gemeinsam von der Fachhochschule Potsdam und dem Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof.

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Call for Papers
09.08.2015 - 16.08.2015 International research center IGK Work and Human Lifecycle in Global History (Humboldt Universität zu Berlin); Preparatory Committee of the 'Institute of Critical Transnational Studies' and History Department at Sogang University in Seoul/ Korea

The international research center IGK Work and Human Lifecycle in Global History (Humboldt Universität zu Berlin) and the Preparatory Committee of the 'Institute of Critical Transnational Studies' and History Department at Sogang University in Seoul/ Korea will hold a Summer Academy exploring the historical and contemporary meanings and practices of work and non-work in post-colonial and post-socialist societies.

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Konferenzen, Tagungen
11.03.2015 - 14.03.2015 Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (GSWG) und der Wirtschaftshistorische Ausschuss im Verein für Socialpolitik (VfS)

Die Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und der Wirtschaftshistorische Ausschuss im Verein für Socialpolitik veranstalten gemeinsam den I. Deutschen Kongress für Wirtschaftsgeschichte.

Die Tagung wird sowohl Beiträge zum Kernthema enthalten als auch einen offenen Teil mit Sektionen, deren Themen nicht vorgegeben sind.

Das Kernthema lautet „Ordnung und Chaos — Trends und Brüche in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte“.

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Ausstellungsrezensionen

09.11.2014 Dokumentationszentrum Gedenkstätte Berliner Mauer
Rez. von Sara Sponholz, Berlin

Am 9. November 2014 eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Stiftungsdirektor Axel Klausmeier die neue Dauerausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Damit wurde die Ausstellung nach einem einjährigen Umbau pünktlich zum 25. Jubiläum des Mauerfalls fertiggestellt, und auch der Ausbau des gesamten Areals ist nach nunmehr 20 Jahren vorerst abgeschlossen.

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Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) Outer Space. Faszination Weltraum
03.10.2014 - 22.02.2015 Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Rez. von Jana Bruggmann, Emmy-Noether-Forschergruppe „Die Zukunft in den Sternen. Europäischer Astrofuturismus und außerirdisches Leben im 20. Jahrhundert“, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

Die Bundeskunsthalle Bonn präsentiert mit der Ausstellung „Outer Space. Faszination Weltraum“ eine interdisziplinäre Schau, in der Wissenschaft, Raumfahrtgeschichte, Kunst und Populärkultur miteinander in Dialog treten. Entsprechend zeigt die von Stephan Andreae und Claudia Dichter kuratierte Ausstellung technische und historische Artefakte aus Raumfahrt und Astronomie zusammen mit künstlerischen Exponaten von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart.

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Tagungsberichte

10.10.2014 Gesellschaft zur Herausgabe des Corpus Catholicorum; Anton Schindling, Seminar für Neuere Geschichte, Eberhard Karls Universität Tübingen; Förderverein Geschichte an der Universität Tübingen e.V.
Von Markus Gerstmeier, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Im krassen Widerspruch zu seiner tatsächlichen Bedeutung für die intellektuelle und fachliche Herausbildung der Frühneuzeitforschung sind Leben und Werk Ernst Walter Zeedens nach seinem Tod im September 2011 weder von einem der überregionalen Presseorgane noch auch in bislang nur einer einzigen fachwissenschaftlichen Zeitschrift oder einem sonstigen Wissenschaftsperiodikum gewürdigt worden.

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23.10.2014 - 25.10.2014 Zentrum für Holocaust-Studien,Institut für Zeitgeschichte (IfZ), München
Von Anna-Raphaela Schmitz, Zentrum für Holocaust-Studien, Institut für Zeitgeschichte, München

Der Genozid an den europäischen Juden war nicht nur ein politischer, sondern auch ein gesellschaftlicher Prozess, an dem die Bevölkerung auf unterschiedliche Art partizipierte. Wer waren jedoch die gesellschaftlichen Akteure, die eine Rolle bei der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden spielten? Welchen Stellenwert hatten materielle Motive für die Partizipation an der Judenverfolgung, aber auch bei der Entscheidung, Juden im Untergrund zu helfen? Und welche sozialen Dynamiken und Veränderungen beeinflussten die Verfolgung und den Massenmord an der jüdischen Bevölkerung in Deutschland, in den mit dem nationalsozialistischen Deutschland verbündeten Ländern und in den besetzten Gebieten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich mehr als dreißig, zumeist jüngere Holocaust-Forscher aus insgesamt vierzehn Ländern auf der internationalen Konferenz des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München.

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15.10.2014 - 18.10.2014 Christoph Cornelissen, Goethe Universität Frankfurt; Andrea D’Onofrio, Università degli Studi di Napoli Federico II; Lutz Klinkhammer, Deutsches Historisches Institut Rom; Villa Vigoni – Deutsch-Italienisches Zentrum für Europäische Exzellenz; Società Italiana per la Storia Contemporanea dell’Area di Lingua Tedesca – SISCALT
Von Stefan Laffin, Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS), Universität Bielefeld

Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten “Villa Vigoni-Gespräche in den Geistes- und Sozialwissenschaften 2014” führten vom 15. bis 18. Oktober 2014 deutsche und italienische HistorikerInnen für eine Tagung zusammen, um über die Herausforderungen des „kurzen Jahrhunderts“ für die deutsche und italienische Geschichte und Geschichtswissenschaft zu diskutieren.

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07.09.2014 - 08.09.2014 Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn; in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung
Von Philipp Kufferath, Georg-August-Universität Göttingen

Der zweitägige Workshop in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn hatte sich zum Ziel gesetzt, den aktuellen Stand des 1985 ins Leben gerufenen Langzeit-Editionsprojekts „Quellen zur Geschichte der deutschen Gewerkschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert“ zu reflektieren, das bislang 16 Bände umfasst. Bei diesem Anlass wurde gleichzeitig der state of the art digitaler Editionen diskutiert.

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Miscellaneous

Nachrichten

Der Vorstand des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V. hat den nachfolgenden offenen Brief im Dezember 2014 an die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft gerichtet, um gegen den geplanten Verkauf zahlreicher Kunstwerke zu protestieren, die mit Steuergeldern angekauft wurden und von denen sich viele an öffentlichen Orten, mitunter sogar seit Jahrzehnten als Dauerleihgaben in nordrhein-westfälischen Museen befinden.

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Nachrichten

Europäische Rechtsgeschichte, Rechtsvergleichung und transnationales Privatrecht – das steht auf der künftigen Forschungsagenda von Stefan Vogenauer. Der Professor der University of Oxford ist jüngst berufenes Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und wechselt zum 1. Oktober 2015 ans Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte.

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Zeitschriften

Im Dezember 2014 ist Nummer 2 des Jahrgangs 54 der Zeitschrift Bohemia erschienen. Das thematisch breit angelegte Heft enthält Beiträge zur Adelsforschung, Diplomatie- und Minderheitengeschichte sowie einen Diskussionsbeitrag zur Auseinandersetzung mit der Historiografie der stalinistischen Tschechoslowakei und persönliche Erinnerungen an sudetendeutsche akademische Milieus im Bayern der 1960er Jahre.

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Februar-Ausgabe der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erscheint am 30.1.2015.

mit Beiträgen von: Johano Strasser, Andrew Cockburn, Sahra Wagenknecht, Barbara Muraca, David M. Kotz, Ahmad Mansour, Rudolf Hickel, Ulrich Brand, Paul Schäfer, Julia Macher, Alban Werner, Albrecht von Lucke u.a.

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Die Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Religion & Gesellschaft in Ost und West“ ist erschienen. Die Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig den baltischen Ländern. Sigita Urdze nimmt deren politische und wirtschaftliche Entwicklung seit 1991 in den Blick. Heiko Pääbo analysiert die Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Außen- und Innenpolitik Estlands und Lettlands.

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