Aktuell/

Buchrezensionen/

Zeitgeschichte (nach 1945)
Alton, Juliane; Geldmacher, Thomas; Koch, Magnus; Metzler, Hannes (Hrsg.): "Verliehen für die Flucht vor den Fahnen", Göttingen 2016
Rez. von Ulrich Baumann, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin

Vermag ein neun mal zehn Meter großes Betonmonument im Wiener Regierungsviertel einer in Österreich (und nicht nur dort) lange verfemten Gruppe von NS-Opfern zur würdigen Erinnerung zu verhelfen? Der ansprechend gestaltete Begleitband zu dem im Oktober 2014 eingeweihten Denkmal für die österreichischen Opfer der NS-Militärjustiz nähert sich dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Sayward, Amy L.: The United Nations in International History, London 2017
Rez. von Eva-Maria Muschik, Europäisches Hochschulinstitut, Florenz

Vor knapp zehn Jahren lieferten Sunil Amrith und Glenda Sluga Historikern den ersten Startschuss, die Vereinten Nationen (UN) sowohl als Linse für Globalgeschichte wie auch als eigenständiges Forschungsobjekt genauer unter die Lupe zu nehmen.[1] Amy L. Saywards Buch „The United Nations in International History“ knüpft an diesen Aufruf an.

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Neuere Geschichte
Mayer, Andreas: Sigmund Freud zur Einführung, Hamburg 2016
Rez. von Giovanni Sorge, Zürich

Es ist einfach, sich in der fast grenzenlosen Menge an Sekundärliteratur zur Psychoanalyse zu verlieren. Obwohl Autoren wie Peter Gay[1] und Paul Roazen[2] aus der biographischen beziehungsweise aus der historisch-sozialkritischen Perspektive mehrere Beiträge zum besseren Verständnis von Freuds Werk publiziert haben, dürfte sich eine kurze Einführung als überaus hilfreich erweisen, um durch die schwindelerregende Fülle an Literatur zur Psychoanalyse zu navigieren.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Körner, Konstanze: Leitungsstile in der DDR, Berlin 2016
Rez. von Andrea Bahr, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Berlin

In den letzten Jahren standen akteurszentrierte Studien zur DDR hoch im Kurs und es wurden die verschiedensten Bevölkerungsgruppen und ihr Agieren im staatssozialistischen System in den Blick genommen. Konstanze Körner reiht sich mit ihrer Studie zu den Leitungsstilen in der DDR, die als Dissertation an der Freien Universität Berlin entstanden ist, in diese Forschungen ein.

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Termine/

Workshop
12.10.2017 - 14.10.2017 Sophie Junge, Stella Jungmann, Xenia Piëch, Eliane Kurmann, University of Zurich

Leisure travel can be traced back to the “Grand Tour” starting from the 17th century, however more widespread tourism flourished shortly after the Industrial Revolution at the end of the 18th and the beginning of the 19th century. Steamships did not only transport people and goods across the sea; images both as objects and as visual ideas were sent back and forth.

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Konferenz
25.09.2017 - 26.09.2017 Marcello Muscari Universidade de São Paulo; Ehler Voss, Universität Siegen, DFG research project Social innovation through the non-hegemonic production of knowledge; Martin Zillinger, Universität zu Köln, a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne

Skill and Scale in Transnational Mediumship

This workshop zooms in on new communities of practice and enskilment that evolve around techniques of mediumship in an interconnected world. The increased mobility of people, organizations and media that take part in or reformulate trance practices and spiritual experiences has significantly widened the scope and outreach of adepts of trance, spirit possession and spiritual body arts.

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Konferenz
12.10.2017 - 13.10.2017 museOn, weiterbildung & netzwerk, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Museumsarbeit lernen: Wen braucht das Museum?
Arbeitstagung von museOn | weiterbildung & netzwerk an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am 12. und 13. Oktober 2017

Wie verändert sich die museale Arbeitswelt und wie verändert sich Museumspersonal?
Neue und sich wandelnde Aufgaben und Museumsdefinitionen führen zu einer Ausdifferenzierung der Museumsberufe und erfordern den Blick auf die Qualifizierung der Menschen, welche die Zukunftsaufgaben der musealen Arbeit umsetzen: Welches Personal wird benötigt und wie wird es ausgebildet? Welche Tendenzen der Professionalisierung von Museumsarbeit finden sich in den Ausbildungsstrukturen wieder? – Was fehlt? Inwiefern ist das wissenschaftliche Volontariat ein zukunftsfähiges und faires Modell? Inwiefern ist Diversity nicht nur Auftrag, sondern auch eine Ressource für das Museumspersonal?

Die Arbeitstagung an der Universität Freiburg lädt alle Tagungsgäste ein gemeinsam mit impulsgebenden Referent_innen in verschiedenen Panels und Workshops diese Fragen zu bearbeiten.

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Konferenz
30.10.2017 - 30.10.2017 Konstanze Sylva Domhardt, Ruth Hanisch, Paul Kahlfeldt, Rainer Schützeichel, Wolfgang Sonne

Der öffentliche Stadtraum gleicht einem Schlachtfeld divergierender Interessen: autogerechte Verkehrstechnik steht gegen Barrierefreiheit, ökonomische Verwertbarkeit widerstrebt allgemeiner sozialer Zugänglichkeit, Sicherheitsbedürfnisse konterkarieren die Idee des politischen Freiheitsraums. Alle Ansprüche hinterlassen ihre nicht zueinanderpassenden Spuren: Asphaltwüsten, Sicherheitspoller, Werbetafeln und Signalsysteme versuchen, die menschlichen Tätigkeiten funktionsgerecht zu kanalisieren.

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Ausstellungsrezensionen/

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.) Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos
10.03.2017 - 21.01.2018 Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Rez. von Rolf Spilker, Museum Industriekultur Osnabrück

Oft liegen in Ausstellungen sogenannte Besucherbücher aus, in denen das Publikum Meinungen und Urteile über das gerade Gesehene zu Papier bringen kann. In der Ausstellung „Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos“, die im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn gezeigt wird, findet sich ein solches Besucherbuch mit einem denkwürdigen Statement.

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17.03.2017 - 15.10.2017 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Rez. von Nina Leonhard, Institut für Soziologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf zu bestehen. Mit dem Beitritt des ostdeutschen Teilstaats zum Geltungsbereich des Grundgesetzes wurden auch die ostdeutschen Streitkräfte aufgelöst. Das Gros des Personals der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) wurde entlassen; ein kleinerer Teil wurde von der Bundeswehr übernommen und in die eigenen Reihen integriert.

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Tagungsberichte/

21.08.2017 - 23.08.2017 Forschungsstelle Weimarer Republik, Friedrich-Schiller-Universität Jena; Weimarer Republik e.V.
Von Sebastian Elsbach / Marcel Böhles, Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Unter der Leitung von Michael Dreyer (Jena) und Andreas Braune (Jena) fand vom 21. bis zum 23. August 2017 eine Konferenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs zur Weimarer Republik statt. Die von der Forschungsstelle Weimarer Republik der Universität Jena gemeinsam mit dem Verein Weimarer Republik e.V.

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19.05.2017 - 20.05.2017 Julia Eichenberg, Humboldt-Universität zu Berlin; Daniel Steinbach, University of Exeter; Tobias Becker, DHI London; Arbeitskreis Deutsche Englandforschung
Von Tobias Becker, German Historical Institute London

For obvious reasons, the history of the Anglo-German relationship has attracted a lot of attention. While traditionally the emphasis has been on official bilateral relations, newer studies, looking beyond high politics, have drawn attention to contacts and interactions on many levels and between many groups, such as scientists, artists, journalists, students, and businessmen.

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04.11.2016 - 05.11.2016 Heinz Georg Held / Marion Steinicke, InterDisziplinäres Kolloquium (IDK)
Von Heinz Georg Held, Dipartimento di Studi Umanistici, Universität Pavia

Unter dem Titel „Wissenstransfers zwischen akademischer Forschung und öffentlichem Raum“ hat das InterDisziplinäre Kolloquium (IDK) seine Tagungsreihe „Wissenschaftskulturen im Vergleich“ im November 2016 an der Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz) fortgesetzt. Nachdem die vorangegangenen Jahreskonferenzen in Paris und Delft vornehmlich Fragen der Wissenschaftsdidaktik und -ästhetik in den Vordergrund gestellt hatten, konzentrierte sich die Diskussion nunmehr auf epistemologische und politische Aspekte einer auf unterschiedliche soziale Räume außerhalb von Forschung und Lehre ausgerichteten Wissensvermittlung.

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23.06.2017 - 24.06.2017 Alissa Michalke / Benjamin Bauer / Jadon Nisly / Marc Malischke / Miriam Schaptke, AK Kritische Geschichte, Projekt des AStA Bamberg e.V.
Von Simon Dudek, Professur für Wirtschaftsgeographie, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

„Es liegt in der Natur des Kapitals, einen Teil der Arbeiterbevölkerung zu überarbeiten und einen anderen zu verarmen.“ – Die Evidenz der Marxschen Analyse kapitalistischer Akkumulation zeigte sich auf der Tagung zur Kultur- und Sozialgeschichte der Arbeitslosigkeit schon beim ersten Blick auf das epochenübergreifende Vortragsprogramm.

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Miszellen/

Nachrichten

Claus Leggewie verlässt das KWI
Ute Schneider übernimmt die kommissarische Leitung des Instituts

Nach zehn erfolgreichen Jahren der Forschung in Essen endete zum 31.07.2017 die Amtszeit von Claus Leggewie als Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Von 2007 bis 2017 widmete sich der Politikwissenschaftler am KWI verstärkt den Themen KlimaKultur, ErinnerungsKultur und InterKultur.

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Nachrichten

Become a Member of the Memory Studies Association!
https://www.memorystudiesassociation.org/membership-levels/

Why should you become a paying member of the Memory Studies Association? There are several tangible benefits to membership already available as well as in the works. These include:
-discounted registration fees for the annual meeting
-access to members-only materials, including job listings, discussion forums, career advice, teaching resources, reading recommendations and more!
-potential future discounted subscription to Memory Studies (under review).

But, as enticing as these tangible benefits are, the real reason to become a paying member of the Association is that you want it to exist.

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Forschungsprojekte

Gründung der German Labour History Assiciation (GLHA)

Labour History is back!

Nachdem es in den 1990er- und 2000er-Jahren weitgehend still geworden war um den einstigen Motor der Sozialgeschichte kann man nun vielerorts ein neu erwachtes Interesse an Fragen der Arbeiterinnen- und Arbeitergeschichte, an Untersuchungen zur Geschichte der Arbeit und Gewerkschaften erkennen.

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Web-News

Clio-online Digest. Eine Auswahl aktueller Einträge im Clio-online Web-Verzeichnis für die Geschichtswissenschaften.

Web-Forschung-Foren

Centralverein.net. Forschungsnetzwerk zum C.V. (Deutschland)
http://centralverein.net

Ziel des Online-Projektes ist es, zur Forschung über den Centralverein anzuregen, Wissenschaftler/innen zu vernetzen und das Wissen um seine Geschichte stärker in der akademischen, musealen und publizistischen Öffentlichkeit zu verankern.
Wissenschaftler/innen und persönlich Interessierte sind eingeladen mit Hilfe des Online-Netzwerkes die Forschung zum Thema sichtbarer zu machen und sich darüber aktiv auszutauschen.

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Zeitschriften/

Is Art Market Studies a discipline in its own right, or rather a research focus area? And if it is a research focus area, then which discipline does it belong to? Art history? Economic or social history? Sociology? Economics of culture? In this second issue of the Journal for Art Market Studies we ask about the theories of art market research and their different approaches, methods and objectives.

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