Aktuell/

Buchrezensionen/

Neuere Geschichte
Vick, Brian E.: The Congress of Vienna, Harvard 2014
Rez. von Jan Ruhkopf, Seminar für Neuere Geschichte, Eberhard Karls Universität Tübingen

Auch 200 Jahre nach seiner Beendigung bleibt der Wiener Kongress Gegenstand historiographischer Auseinandersetzung. Während zunächst diplomatie- und politikgeschichtliche Darstellungen dominierten[1], bahnen sich bereits seit einiger Zeit vermehrt kulturgeschichtliche Studien mit neuen Fragestellungen und unterschiedlichen Ergebnissen den Weg in die (Forschungs-)Öffentlichkeit.[2] Zumeist folgen diese Arbeiten jedoch dem trennenden Grundsatz, dass alles, was nicht Kulturgeschichte sei, Politikgeschichte sein müsse und umgekehrt.

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Zeitgeschichte (nach 1945)
Gerstung, Tobias: Stapellauf für ein neues Zeitalter, Göttingen 2016
Rez. von Elfie Rembold, Berlin

Tobias Gerstungs Dissertation bietet eine Kulturgeschichte der Stadt- und Regionalplanung am Beispiel Glasgows. Der Autor arbeitet sich auf mehr als 400 Seiten durch die komplexe Struktur-, Handlungs- und Entwicklungsgeschichte der Stadt vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. „Stapellauf für ein neues Zeitalter“ ist im Rahmen der Forschergruppe um Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael entstanden.

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Neueste Geschichte
Motadel, David (Hrsg.): Islam and the European Empires, Oxford 2014
Rez. von Joseph Ben Prestel, Freie Universität Berlin

Religion ist kein neues Thema in der Forschung zu europäischen Imperien. Historiker haben beispielsweise die zum Teil spannungsreichen Beziehungen zwischen christlichen Missionaren und Kolonialverwaltungen in ganz unterschiedlichen Kontexten herausgearbeitet.[1] Allerdings konzentrierten sich ältere Arbeiten vor allem auf die Rolle des Christentums.

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Mittelalterliche Geschichte
Waßenhoven, Dominik: 1066, München 2016
Rez. von Benjamin Pohl, Department of History, University of Bristol

The year 2016 witnessed the nine hundred and fiftieth anniversary of the Norman Conquest of England, or rather of the Battle of Hastings on 14 October 1066, a historical event that over the course of nine and a half centuries has become firmly embedded within the British collective psyche and cultural memory.

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Termine/

(Virtuelle) Ausstellungen
23.06.2017 - 17.09.2017 Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg Kunstreferat der Diözese Würzburg

Julius Echter, der 44 Jahre lang (1573-1617) als Fürstbischof von Würzburg herrschte, prägte Mainfranken nachhaltig. Der 400. Todestag Julius Echters ist Anlass für die Diözese Würzburg, sich diesem Abschnitt ihrer Geschichte offen und kritisch zu nähern und sie in einer aufwendigen Ausstellung unter dem Titel "Julius Echter 1573-1617.

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Workshop
06.04.2017 - 06.04.2017 Universität Zürich; ETH - Eidgenössische Technische Hochschule; Zentrum Geschichte des Wissens

Cold War Social Sciences is a two-hour workshop in
which PhD students, postdocs, and professors read selected texts in advance that will be discussed in the workshop.

From World War II to the early 1970s, social science research expanded in dramatic and unprecedented fashion in the United States, which became the world‘s acknowledged leader in the field.

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Workshop
27.04.2017 Doktoratsprogramm "Migration and Postcoloniality Meet Switzerland"

Am Donnerstag, 27. April 2017 findet an der Universität Freiburg ein Workshop zu methodischen Fragen für die Mitglieder des Doktoratsprogramms statt. Im Mittelpunkt steht dabei der Austausch über die Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten und Grenzen von globalhistorischen Ansätzen. Am Vormittag werden wir gemeinsam mit Matthias Middell einer seiner Texte diskutieren und auf seinen Vortrag vom Vortag eingehen.

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Call for Papers
10.09.2017 - 13.09.2017 Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften, Prof. Dr. Georg Mein, Universität Luxemburg.

– English version: see below –

Internationale Konferenz an der Universität Luxemburg

Die Humanities1 erschließen und bearbeiten das kulturelle Erbe der Gesellschaft. Diese vermeintlich nur historische Ausrichtung bringt ihnen  zuweilen den Vorwurf ein, sich von den Problemen der Gegenwart und der Zukunft abzuwenden.

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Ausstellungsrezensionen/

02.09.2016 - 20.08.2017 Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Rez. von Jörn Eiben, Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg

1893 wandte sich ein ungenannter Leserbriefschreiber an die Redaktion der Zeitschrift „Spiel und Sport“. Er mokierte sich über die Berliner Fußballer, die sich keineswegs direkt nach dem Spiel in den „Umkleidezimmern wieder zu gewöhnlichen Menschenkindern umwandel[te]n“, sondern in ihren „vielfarbigen Tricots“ noch eine ganze Weile im öffentlichen Raum „lustwandel[te]n“.[1] Sowohl die Rückverwandlung zu „Menschenkindern“ durch Wechsel der Kleidung als auch die Kritik am Tragen von Sportkleidung außerhalb des engeren sportiven Kontextes verweisen auf die Differenz zwischen sportlicher und „nichtsportlicher“ Bekleidung, die seit dem 19.

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Ahrndt, Wiebke; Übersee Museum Bremen (Hrsg.) Amerika
05.11.2016 Übersee Museum Bremen
Rez. von Sarah Ehlers, CHF/Beckman Center for the History of Chemistry, Philadelphia

Amerika im 21. Jahrhundert ist das Thema der neugestalteten Dauerausstellung im Bremer Übersee-Museum, die im November 2016 eröffnet wurde. Nach insgesamt drei Jahren Umbau ist mit ihr nun die letzte der Kontinent-Ausstellungen des Museums überarbeitet, so dass, wie die Direktorin Wiebke Ahrndt betont, den Besucher/innen wieder eine Reise um die Welt geboten wird.

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Tagungsberichte/

23.11.2016 - 25.11.2016 DFG-Netzwerk „Gender – Nation – Emancipation“; German Historical Institute Rome; Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts
Von Ruth Nattermann / Philipp Lenhard, Ludwig-Maximilians-Universität München; Perry Willson, University of Dundee, Scotland

This international conference aimed to critically reconsider the apparently parallel development of the so-called “late nations” Italy and Germany in the “long” Nineteenth Century from a new and transnational perspective, based on the analytical category of gender and the integration of Jewish history into general history.

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07.11.2016 - 09.11.2016 Ingrid Baumgärtner, Universität Kassel; Klaus Herbers, Universität Erlangen Nürnberg; Tanja Michalsky, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom; Alessandro Nova / Gerhard Wolf, Kunsthistorisches Institut Florenz
Von Linda Olenburg, Freie Universität Berlin

Was ist Italienforschung zu Mittelalter und Renaissance? Und woran arbeiten Promovierende heute? Einen bedeutsamen Ausschnitt aus der aktuellen Themenvielfalt präsentierten ausgewählte junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bei dem Doktoranden-Workshop „Neue Tendenzen der Italienforschung zu Mittelalter und Renaissance“ am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut.

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01.12.2016 - 03.12.2016 Irene Götz / Klaus Roth, Ludwig-Maximilians-Universität München; Herder-Forschungsrates; Schroubek-Founds Östliches Europa
Von Sharon Rose Brehm, Institut für Europäische Ethnologie/Volkskunde, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die diesjährige Tagung des Herder-Forschungsrates und des Schroubek-Founds Östliches Europa, organisiert von Irene Götz und Klaus Roth (LMU München), beschäftigte sich vom 1.- 3. Dezember 2016 mit einem wiedererstarkenden Nationalismus, der nach 1989 und noch einmal verstärkt in den letzten Jahren Diskurse, Politik und Populärkultur im östlichen Europa durchzieht.

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03.11.2016 - 05.11.2016 Gerald Schwedler / Sebastian Scholz, Historisches Seminar, Universität Zürich
Von Miriam Czock, Historisches Institut, Universität Duisburg-Essen

Der enge Zusammenhang von Geschichte und Erinnerung ist in der Geschichtswissenschaft unumstritten. Die Frage nach der Herausbildung von Erinnerung ist daher eines der zentralen Themen der Geschichtsforschung. Dabei wird Erinnerung jedoch häufig auf eine Vergegenwärtigung der Vergangenheit verkürzt, während die Bedeutung des Vergessens bislang unterschätzt ist.

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Miszellen/

Web-News

Clio-online Digest. Eine Auswahl aktueller Einträge im Clio-online Web-Verzeichnis für die Geschichtswissenschaften.

Web-Materialien-Allgemein

LaMBDa - Labour, Migration and Biographical Data for East and Southeast Europe (Deutschland)
http://lambda.ios-regensburg.de/

"Auf LaMBDa - dem Datenportal des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) - werden Daten zu Arbeit (Wirtschafts- und Sozialdaten), zu Migration sowie biografische Daten gesammelt, aufbereitet und bereitgestellt.

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Web-News

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der zuletzt neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essay/Artikel:

Carolin Kosuch, "Die Menschen verstehen sich und können sich verständigen, weil sie ungleich sind." Zugehörigkeit durch Sprache um 1900 als jüdische Kontroverse zwischen Berlin und Białystock.
Abstract:
Der Umgang, den Gesellschaften mit ihren Minderheiten, mit als andersartig oder fremd Empfundenen, mit Flüchtlingen und als „Randgruppe“ Klassifizierten pflegen, steht nicht nur in Europa in einer wechselvollen Tradition.

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Nachrichten

Der Andrej-Mitrović-Preis, der alle zwei Jahre von der Michael-Zikic-Stiftung ausgeschrieben wird, wurde 2016 an Dennis Dierks für seine Dissertation „Nationalgeschichte(n) im multikulturellen Raum. Geschichtskonstruktionen und Erinnerungskulturen im habsburgischen Bosnien-Herzegowina (1878-1914)“ vergeben.
Die Preisverleihung fand am 30.

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Nachrichten

Seit 2014 trifft sich das Netzwerk Oral History (NOH), eine interdisziplinäre und selbstorganisierte Gruppe von Personen und Institutionen, die mit mündlichen und/oder audiovisuellen Quellen im geschichtswissenschaftlichen, pädagogischen, musealen oder archivalischen Kontext arbeiten. Die Idee entstand 2014 in einem sonnenbeschienenen Hof der Universität Wien während einer Pause der European Social Science History Conference.

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Zeitschriften/

The rise of populist right-wing political movements and parties all over Europe and the USA has encouraged a fresh interest in the historical origins of the intellectual background of the new Right. This special issue seeks to explore the “Conservative Revolution” of the interwar period as a European-wide phenomenon by taking a comparative view of radical Conservative (but not fascist) movements in Germany, France, Great Britain and Russia.

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In Kürze erscheint Heft 304/1 der Historischen Zeitschrift. Wir wünschen anregende Lektüre!

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Founded in 1958, The Historical Journal publishes on all aspects of history since 1500, providing a forum for younger scholars making a distinguished debut as well as publishing the work of historians with an international reputation. The journal publishes original research in full-length articles and shorter communications and major surveys of the field in historiographical reviews and review articles.

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