Buchrezensionen/

Rez. von Andreas Hilger, Deutsches Historisches Institut Moskau

Seit den frühen 1990er-Jahren hat die russische Diplomatie Pläne und Umsetzung der Erweiterung der North Atlantic Treaty Organization (NATO) um Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts und der früheren UdSSR mal mehr, mal weniger deutlich kritisiert. Dabei berief sich Moskau auf vermeintliche Zusagen westlicher Spitzenpolitiker von 1990, die im Kontext der Verhandlungen über die deutsche Einheit eine derartige Ausdehnung ausgeschlossen hätten.

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Rez. von Julien Bobineau, Neuphilologisches Institut, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Im Rahmen des kolonialen „Wettlaufs um Afrika“ wurde der Kontinent unter den europäischen Großmächten aufgeteilt. Leopold II. (1835–1909), Herrscher des erst seit 1830 unabhängigen Königreiches Belgien, konnte sich auf der Berliner Afrika-Konferenz 1884/85 einen weitreichenden Einflussbereich in Zentralafrika sichern und gründete unmittelbar im Anschluss an die Konferenz den État indépendant du Congo (EIC).

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Rez. von Jeremy King, Department of History, Mount Holyoke College

This book figures as evidence of the internationalization of scholarship concerning East Central Europe. Mikuláš Zvánovec, the Czech author, has written, in German, a study of Czech-German conflict. In it, he draws on recent historical writings from the United States and Britain for inspiration.

How to describe the stage on which school associations, the “actors of national differentiation” in the title, performed? In the late 1860s, Austrian legislation established—in keeping with a resonant principle of “national equality of rights”—a right of children to be educated in their national language, “without being compelled to learn a second language of the land.”[1] Judges clarified when a municipality had to open a school offering instruction in a particular language: school-aged children of petitioners had to average at least forty over five years, and had to live more than four kilometers from any public school which used their national language.

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Rez. von Winfried Schmitz, Seminar für Alte Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

„Die Antike war die Epoche der Hauswirtschaft. Diese These des Nationalökonomen Karl Bücher wird in dieser Arbeit für das klassische Griechenland erneut vertreten.“ Mit dieser programmatischen Aussage beginnt Hinschs Untersuchung zur antiken Ökonomik. Rasch wechselt er von einer solchen Überspitzung zu einer differenzierten und minutiös geführten Analyse, die das Ziel hat, aus der früheren nicht selten polemisch geführten Auseinandersetzung zwischen Primitivisten und Modernisten einen Weg zu weisen, indem er, aufbauend auf den Arbeiten von Renate Zoepffel und Armin Eich, den Bedingungen nachspürt, unter denen sich – beginnend in der zweiten Hälfte des 5.

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Termine/

Call for Papers
25.11.2022 - 26.11.2022 Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln

Zum neunten Mal findet im November 2022 die Tagung zu mittelalterlichen Handschriften der Kölner Diözesan- und Dombibliothek statt.

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Workshop
20.05.2022 Netzwerk Jagdgeschichten

Die kulturgeschichtliche Bedeutung der Jagd verdankt sich wesentlich den von ihr produzierten Bildern. Jagd selbst ist eine metaphern-stiftende Praxis. Und Erklärungen jagdlicher Bilder und ihrer Wirkung sind inadäquat, wenn sie vereinfachend Jagd als natürliche und universale Tätigkeit charakterisieren, mittels derer sekundäre Felder beschrieben würden.

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Konferenz
04.06.2022 Universität Heidelberg, Institut für Europäische Kunstgeschichte PD Dr. Tobias Frese und Prof. Dr. Matthias Untermann

Zum neunten Mal präsentieren sich die mediävistischen Disziplinen der Universität Heidelberg und ihre Gäste einem breiten Publikum. In diesem Jahr widmen sich die Beiträge vorrangig dem Thema "Präsenz".

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Call for Papers
06.09.2022 - 08.09.2022 Pascal Dubourg Glatigny, Martin Aust, Denis Eckert, Bernhard Struck

Pazifismus und andere Reformprojekte waren auf globaler Ebene stets eng miteinander verbunden. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich um 1900 die Entstehung zahlreicher transnationaler Bewegungen beobachten, die aus bürgerschaftlichen oder politisierten Milieus entstanden.

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Ausstellungsrezensionen/

21.04.2022 - 15.05.2022 Istituto nazionale Ferruccio Parri; Paesaggi della memoria, mit Unterstützung des deutsch-italienischen Kulturfonds
Rez. von Pascal Oswald, Historisches Institut, Universität des Saarlandes

Wer mit der grünen Metrolinie 2 zur Haltestelle Gioia im Norden von Mailands Zentrum fährt, erreicht von dort über einen von Hochhäusern umringten Park die Casa della Memoria. Der im Vergleich zum direkt gegenüberliegenden, spektakulären Bosco Verticale unauffällige, quaderförmige Backsteinbau zeigt vom 21.

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31.07.2019 Haus der Weimarer Republik
Rez. von Michael Grisko, Lübeck

Weimar in Thüringen: Direkt gegenüber dem Deutschen Nationaltheater in der Sichtachse des Goethe-und Schiller-Denkmals liegt das im Juli 2019, pünktlich zum Jubiläum „100 Jahre Reichsverfassung“ eröffnete „Haus der Weimarer Republik“. Früher war in dem unscheinbaren Flachbau ein Museum zum Bauhaus untergebracht, das ab 1919 in Weimar für die Moderne schlechthin stand.

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Tagungsberichte/

04.04.2022 - 06.04.2022 Holger Th. Gräf, Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Andreas Tacke, Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte (TAK)
Von Stefanie Funck, Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL)

Nach dem Fund des fragmentarischen Arbeitsbuches des Kupferstechers Johann Philipp Thelott (1639-1671), das eine bisher unbekannte Quelle zur Frankfurter Kunst- und Verlagsgeschichte darstellt, regte Holger Th. Gräf (Marburg) ein Forschungsprojekt an, das zusammen mit Andreas Tacke (Trier) als Kooperationsprojekt zwischen dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL) und der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte (TAK) realisiert werden konnte.

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10.03.2022 - 11.03.2022 Assoc. Prof. Martin Ebert, Norwegian University of Life Sciences NMBU, Dr. Detlef Jantzen, Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landesarchäologie
Von Luisa Radohs, Fachreferat Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, LWL-Archäologie für Westfalen, Münster

Vergleicht man eine historische Karte des Gebiets des heutigen Mecklenburgs vom ausgehenden 12. Jahrhundert mit einer etwa 80 bis 100 Jahre späteren Karte, so zeigt sich eine völlig verwandelte Kulturlandschaft. Der südwestliche Ostseeraum wurde in dieser Zeit von einem umfassenden Transformationsprozess erfasst, der die bestehenden slawischen Siedlungsgebiete innerhalb weniger Jahrzehnte nicht nur strukturell, sondern rechtlich, wirtschaftlich, sozial, religiös und sprachlich tiefgreifend veränderte.

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Zeitschriften/

Hémecht-Heft 4/2021 erschienen
Das letzte Hémecht-Heft des Jahres 2021 unterstreicht die interdisziplinäre Ausrichtung der Zeitschrift. Eher literaturgeschichtlich ausgerichtet ist der Beitrag Atinati Mamatsashvilis, einer georgischen Gastforscherin am Merscher Literaturarchiv, in der neuesten Ausgabe der Hémecht.

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„Ich lebe in jener Einsamkeit, die peinvoll ist in der Jugend, aber köstlich in den Jahren der Reife.“ - so Albert Einstein. Einsamkeit zeigt sich damit als relativ. Sie gleicht keinem Newtonschen Gesetz, das Menschen notwendig zu Boden zwingt. Vielmehr variieren Begriff, Phänomen und damit assoziierte Strukturen und Wertungen historisch, sozial und biografisch.

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der 65. Band der „Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde“ ist kürzlich erschienen und kann beim Aschendorff-Verlag (https://www.aschendorff-buchverlag.de/detailview?no=15727) bestellt werden.

Auf unserer Homepage (http://his.ermlandfamilie.de/index.php/zeitschrift-fuer-die-geschichte-und-altertumskunde-ermlands.html) finden Sie Informationen zu den jüngsten Ausgaben, die Bände der Jahrgänge 1858 bis 2002 stehen zum Download zur Verfügung.

Dear readers,

Volume 65 of „Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde“ is already available and can be ordered from the Aschendorff publishing house (Aschendorff-Verlag): https://www.aschendorff-buchverlag.de/detailview?

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Mit der letzten Ausgabe des Nordost-Archivs, die im Eigenverlag erscheint, werden Beiträge der Wissenschaftler:innen des Nordost-Institutes vorgelegt. Um der Vielfalt ihrer Forschungsschwerpunkte einen Rahmen zu geben und zugleich die Bandbreite der Forschungskompetenz zu verdeutlichen, gruppieren sich die Studien um die Leitbegriffe des Forschungskonzeptes des IKGN e.

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