Buchrezensionen/

Walch, Sonja: Triebe, Reize und Signale, Wien 2016
Rez. von Leander Diener, Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich

Die studierte Pharmazeutin Sonja Walch promovierte ab 2006 am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien und war als Kollegiatin in das „Initiativkolleg – Naturwissenschaften im historischen Kontext“ der Universität Wien eingebunden. Das Buch „Triebe, Reize und Signale“ geht aus ihrer 2011 abgeschlossenen Dissertation hervor und ist als sechster Band in der Böhlau-Reihe „Wissenschaft, Macht und Kultur in der modernen Geschichte“ erschienen.

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Lavsky, Hagit: The Creation of the German-Jewish Diaspora, München 2017
Rez. von Viola Alianov-Rautenberg, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

Wie unterschieden sich die Prozesse von Migration, Absorption und Integration der deutschen Juden in den verschiedenen Aufnahmeländern und wie können diese beurteilt werden? In ihrem neuen Buch geht die israelische Historikerin Hagit Lavsky dieser bzw. diesen Frage/n nach und untersucht die deutsch-jüdischen Migrationsbewegungen der 1920er- und 1930er-Jahre in die drei Hauptländer der Emigration: in die USA, nach England und nach Palästina/Eretz Israel.

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Winkler, Martina: Panzer in Prag, Düsseldorf 2018
Rez. von Silke Betscher, Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, Universität Bremen

Der Prager Frühling ist im Westen vor allem mit ikonischen Bildern seines gewaltsamen Endes durch die Invasion der Truppen des Warschauer Paktes am 21. August 1968 verbunden. Fotografien von demonstrierenden Menschenmengen und sowjetischen Panzern in tschechoslowakischen Städten, allen voran Prag, sind durch Printmedien und Filme popularisiert worden.

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Gißibl, Bernhard; Löhr, Isabella (Hrsg.): Bessere Welten, Frankfurt Main 2017
Rez. von Martin Rempe, Universität Konstanz

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Bernhard Gißibls und Isabella Löhrs Sammelband zum „Kosmopolitismus in den Geschichtswissenschaften“ zur Unzeit kommt: Die internationalen Beziehungen, die Welthandelspolitik oder auch die Diskussionen über den Umgang mit und die Integration von Flüchtlingen zeichnen sich derzeit eher durch die Abwesenheit kosmopolitischer Haltungen aus; „bessere Welten“ werden auf diesen Feldern, wenn überhaupt, nur für ganz bestimmte Gruppen anvisiert.

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Termine/

Vorlesungsreihe
18.10.2018 Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, Law & Society Institute

Franz Schuberts Sonate in B-Dur – im September 1828, zwei Monate vor dem Tod des Komponisten vollendet und zehn Jahre danach als "Franz Schubert's allerletzte Composition" veröffentlicht – ist seither von einer Aura des Abschieds umgeben. Kräftig befördert hat dies Robert Schumann, der Gedanken an das "nahe Scheiden" in diesem Werk zu hören meinte.

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Call for Papers
06.01.2019 - 08.01.2019 The Tamar Golan Africa Centre, Ben-Gurion University of the Negev, Beer Sheva / APARTHEID-STOPS, European Research Council Project, The Hebrew University of Jerusalem / Centre for Area Studies and Collaborative Research Centre (SFB) 1199, Leipzig University

The 1960s was a decade of revolutionary changes throughout Africa. At this juncture across the continent, histories of colonialism, decolonization, the Cold War, nationalism, pan-Africanism and independence intermingled, with critical consequences for nations, communities and individuals. More than any other period of the 20th century, the 1960s was an era of immense, radical and contradictory possibilities.

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Call for Papers
26.04.2019 - 27.04.2019 International History Workshop, Yale University

In the past few years, the project of writing global history has become increasingly celebrated. Many historians argue for the utility and indeed necessity of globalizing history. Others still remain skeptical of what a global optic can occlude.

This conference invites senior and emerging scholars to interrogate what the “global turn” can offer to histories of decolonization and anti-colonial thought in the twentieth century.

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Call for Papers
11.04.2019 - 12.04.2019 Verband der Osteuropahistorikerinnen und -historiker e.V. (VOH); Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, mit dem DFG-Schwerpunktprogramm 1981 Transottomanica und dem Gießener Zentrum Östliches Europa, Justus-Liebig Universität Gießen (GiZO), in Kooperation mit dem Centrum für Nah- und Mittelost-Studien, Philipps-Universität Marburg (CNMS)

Das Verhältnis von Staaten des östlichen Europas und des Nahen Ostens ist nicht erst seit dem Krieg in Syrien im Fokus der Öffentlichkeit, hat aber seitdem eine besondere Aktualität durch die Kriegsführung Russlands gewonnen.

Ist die Nahostpolitik der Sowjetunion mit der Unterstützung arabischer Kräfte gegen Israel noch in politischer Hinsicht präsent, so ist das historische Verhältnis zwischen den relevanten Großreichen – dem Russländischen Reich, der Habsburgermonarchie, Polen-Litauen und dem Osmanischen Reich – ebenso selten in der notwendigen historischen Tiefe und überregionalen Breite untersucht worden wie die Haltungen der ostmitteleuropäischen Staaten zum Nahen Osten und zum „Nahostkonflikt“ im 20.

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Ausstellungsrezensionen/

08.06.2018 - 25.11.2018 Museum für Kunst und Gewerbe
Rez. von Stephan Scholz, Institut für Geschichte, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

„Welche Produktionsabläufe und welche Auswahlprozesse durchlaufen Bilder, bevor Zeitschriften und Magazine sie drucken? Wie wird die Arbeit der Fotografen und die Aussagekraft ihrer Bilder durch Herausgeber, Redakteure, Autoren und Grafiker beeinflusst? Welche Mechanismen entscheiden darüber, welche Aufnahmen gezeigt werden, und welche unsichtbar bleiben? Und wer hat letztlich die Deutungshoheit über die Bilder, der Fotograf oder die Redaktion?“ Das sind die Leitfragen der Ausstellung „DELETE.

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Brüggemeier, Franz-Josef; Farrenkaopf, Michael; Grütter, Heinrich Theodor (Hrsg.) Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte
27.04.2018 - 11.11.2018 Ruhr Museum, Essen Deutsches Bergbau-Museum, Bochum
Rez. von Eckhard Schinkel, München

Im Dezember 2018, mit der Einstellung des Förderbetriebs auf den Bergwerken in Bottrop und Ibbenbüren, endet der Steinkohlebergbau in Deutschland. Aus diesem Anlass zeigt das Ruhr Museum Essen zusammen mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum die Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“.

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Tagungsberichte/

19.05.2017 - 20.05.2017 Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Paderborn
Von Andreas Körber, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik, Universität Hamburg

Migration stellt nicht nur Individuen, sondern Gesellschaften vor Herausforderungen, ebenso deren Geschichtskultur, einschließlich ihrer Institutionen, Geschichtswissenschaft und -unterricht. Das gilt besonders, wenn nicht allein die Perspektive der Aufnahmegesellschaft eingenommen wird, sondern – im Sinne der post-traditionalen und inklusiven bzw.

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21.06.2018 - 23.06.2018 Gesa Mackenthun, DFG Project “Constructions of American Antiquity”, Universität Rostock; Alexander Bräuer / Stefan Krause, Institut für Anglistik/Amerikanistik, Universität Rostock
Von Alexander Bräuer / Stefan Krause, Institut für Anglistik / Amerikanistik, Universität Rostock

As recent publications about the human deep past (for example Yuval Harari’s Sapiens, 2011) have shown, indigenous knowledge archives, especially those built on orally transmitted information, are still neglected in scientific discourse. This has significant implications for pressing conflicts about land rights, heritage, artifacts and human remains as well as identity formation with focus on America.

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04.07.2018 - 06.07.2018 Ansbert Baumann / Dietmar Hüser, Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte, Universität des Saarlandes
Von Ansbert Baumann / Philipp Didion / Dietmar Hüser / Jasmin Nicklas, Universität des Saarlandes

Der international und interdisziplinär konzipierte Workshop befasste sich mit einem Thema, das die historische Forschung bislang nur unzureichend betrachtet hat. Ziel war es, die öffentlichen und fußballinternen Debatten in einer zeitgeschichtlichen Perspektive zu historisieren, um die Integrationspotentiale und Exklusionsrisiken des Fußballs im Amateur- wie Profi-Bereich herauszuarbeiten.

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21.06.2018 - 22.06.2018 Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner
Von Katharina Kreuder-Sonnen, Universität Siegen

The dynamic interconnections between the so called ‘Second’ and ‘Third World’ during the Cold War period have received intensive scholarly attention in recent years.[1] The analysis of diplomatic relations between socialist countries and those of the Global South has been considerably broadened by studies about economic, cultural and scientific exchange.

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Zeitschriften/

Ein Gang durch die aktuellen Veröffentlichungen zur Weimarer Republik verdeutlicht, dass sich die Geschichte der ersten deutschen Demokratie anscheinend immer noch recht gut ohne Überlegungen zum Frauenwahlrecht und den erhofften oder tatsächlichen gesellschaftlichen Veränderungen in Sachen politischer und gesellschaftlicher Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts schreiben lässt.

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The second half of the 20th century has been called "the social democratic era". The expansion of the welfare state, the tremendous increase in income that went with it, and the social security of an expanding economy were seen as evidence for this notion.
The dwindling impact of the left on public opinion and consequently policy-making leads to the question whether we are now facing “the end of social democracy”.

This volume brings together studies on the trajectories of social democratic parties in several European countries, challenging and contradicting the thesis of the social democratic era and its fall.

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SEPTEMBER-AUSGABE 2018 DES "RUNDBRIEF FOTOGRAFIE" ERSCHIENEN

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