Buchrezensionen/

Rez. von Andreas Etges, Amerika-Institut, Ludwig-Maximilians-Universität München

Mit der weltweiten Ausbreitung von „Public History“ wächst auch der Markt für international orientierte Publikationen, in Form von Handbüchern, Zeitschriften oder auch Sammelbänden, in der Regel in englischer Sprache. Dazu zählt der von dem Australier Paul Ashton und seinem neuseeländischen Kollegen Alex Trapeznik herausgegebene Band, der im Titel die Frage stellt: „What Is Public History Globally?“

Nach einer recht knappen Einleitung folgen 24 Beiträge, die sich in drei große Abschnitte gliedern: „Background, Definitions and Issues“, Approaches and Methods“ sowie „Sites of Public History“.

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Rez. von Katarzyna Person, Jewish Historical Institute, Warsaw

The last decade has witnessed a significant effort to (using Atina Grossmann’s term) „remap and reconfigure” the history of the Holocaust and its aftermath.[1] As a result, one of the most important current research topics has become what is commonly referred to as the „peripheries of the Holocaust.” These can be understood as spatial peripheries: life and death far away from the major ghettos and killing centres or at hands of local collaborators; temporal peripheries: events happening just before or after the killing began; and social peripheries: the experiences of previously under-researched groups, often those who until recently were at the bottom of the “hierarchy of suffering.”

In his book _Dem Holocaust entkommen.

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Rez. von Martin Loiperdinger, Fachbereich II, Medienwissenschaft, Universität Trier

Filmstars sind seit einem Jahrhundert die maßgeblichen Zugpferde des kommerziellen Unterhaltungskinos. Sie wurden bislang vor allem biografisch, filmästhetisch oder kultursoziologisch, eher selten mediengeschichtlich untersucht. Andrew Shail, Senior Lecturer für Film an der Universität Newcastle, legt nun eine umfassende, minutiös recherchierte Studie zu den Ursprüngen des Starsystems im frühen Kino vor, für die er neben der britischen, französischen und US-amerikanischen Branchenpresse auch Geschäftsunterlagen einschlägiger Produktionsfirmen sowie ans Kinopublikum gerichtete Werbeanzeigen und Berichte in Lokalzeitungen heranzieht.

Shails Studienobjekt sind die tragenden Figuren, die zwischen 1908 und 1912 die zahlreichen Kurzfilmserien auf den Leinwänden britischer Kinos bevölkerten.

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Rez. von Bastian Linneweh, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Georg-August-Universität Göttingen

Während die aktuelle Presse von immer neuen protektionistischen Maßnahmen für die Weltmärkte berichtet und unsere gegenwärtige Zeit nur mehr als eine Phase der Globalisierung erscheint, bleibt das Interesse an der historischen Erforschung globaler Märkte weiterhin hoch. Martin Bühler nähert sich ihrer Entstehung aus einer neuen Perspektive.

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Termine/

Konferenz
11.12.2019 - 11.12.2019 Kunstsammlungen Chemnitz, in Kooperation mit der Villa Esche. Das Kulturforum der GGG

Öffentliche Tagung des Henry van de Velde Museums, Kunstsammlungen Chemnitz

Konzipiert und organisiert von Dr. Antje Neumann-Golle, Kunstsammlungen Chemnitz, in Kooperation mit der Villa Esche. Das Kulturforum der GGG

Aus Anlass des diesjährigen Bauhaus-Jubiläums widmet sich die öffentliche Tagung "Ein Flame in Deutschland – Henry van de Veldes Wirken für Europa und die Welt" dem Wegbereiter des Bauhauses.

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Call for Papers
07.05.2020 - 09.05.2020 Stadtgemeinde Bleiburg, BGA Europaausstellung 2009

Die Stadtgemeinde Bleiburg beabsichtigt sich im Rahmen der „Landesausstellung CARINTHIja 2020, 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung. Zeitreisen und Perspektiven“ mit dem Thema „Erinnerungskultur“,
insbesondere vor dem Hintergrund der Ereignisse am „Loibacher Feld“ im Jahre 1945 und auch heute, intensiv auseinanderzusetzen.

Dazu wird von 7.

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Konferenz
12.12.2019 - 13.12.2019 Arbeitskreis "Netzwerke und Kultur" der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth

Am 12. und 13. Dezember 2019 findet auf Schloss Thurnau die Jahrestagung des Arbeitskreises „Netzwerke und Kultur“ der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet) in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt) der Universität Bayreuth statt. Die Tagung möchte die Interdependenzen zwischen Netzwerken, Performanz und Kultur fokussieren.

Spätestens seit der kulturellen Wende in der Netzwerkforschung besteht mehr oder weniger Konsens darüber, dass Netzwerke und Kultur in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen.

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Workshop
13.12.2019 - 13.12.2019 Robotics Group - Jacobs University Bremen

Wie die stetig anwachsende Zahl von Projektankündigungen, Stellenausschreibungen und Konferenzen zeigt, ist der Begriff Digital History sehr präsent. Allerdings ist der Umgang mit ihm oftmals noch recht unscharf und wirkt zugleich häufig polarisierend. Einige Historiker_innen betonen, dass die digitale Geschichtswissenschaft nicht zwingend als eigenständige Disziplin oder Methode zu betrachten ist, sondern Forschung und Lehre der „traditionellen“ Wissenschaft lediglich unterstützen und ergänzen können, während andere eine Abgrenzung zur “traditionellen” Geschichtswissenschaft versuchen.[1]

Bisher werden digitale Tools vor allem für die Sammlung und Verarbeitung von Quellen benutzt.

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Ausstellungsrezensionen/

15.06.2019 - 05.01.2020 Musée d’histoire du Valais, Le Pénitencier, Sion
Rez. von Nikolas Hächler / Beat Näf, Historisches Seminar, Universität Zürich

Geschichte muss von lokalen Gegebenheiten ausgehen. Das gilt auch für die Geschichte des Frühmittelalters in der heutigen Westschweiz – eine vorurteilsbehaftete Zeit, die heute vielen als "dunkle" und undurchsichtige Phase der Geschichte gilt. Zu einer solchen Perspektive in der öffentlichen Wahrnehmung passt es, dass die Ausstellungsmacher Patrick Elsig, Direktor des Geschichtsmuseums Sitten, und Lionel Pernet, Direktor des Kantonalen Museums für Archäologie und Geschichte Lausanne, die neue Ausstellung in einem ehemaligen Gefängnis (Le Pénitencier) untergebracht haben.

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Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.) Mykene. Die sagenhafte Welt des Agamemnon
01.12.2018 - 02.06.2019 Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Rez. von Daniel Syrbe, Research Project "Constraints and Tradition", Faculty of Arts, Radboud University Nijmegen

Die vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Sport der Republik Griechenland organisierte Ausstellung „Mykene. Die sagenhafte Welt des Agamemnon“ brachte dem Publikum eine der faszinierendsten Kulturen des antiken Mittelraumes nahe.[1] Mit mehr als 400 Objekten aus griechischen Museen, unter denen beispielsweise die Funde aus dem 2015 bei Pylos entdeckten, reich ausgestatteten und nach einer aufwändig verzierten Elfenbeinplakette benannten „Grab des Greifenkriegers“ zum ersten Mal öffentlich zu sehen waren, zeichnete die Ausstellung die Entwicklung der mykenischen Kultur von ihren Anfängen um 1680 v.

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Tagungsberichte/

26.09.2019 - 27.09.2019 Zentrum für Mittelalterausstellungen; Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Stadt Ballenstedt
Von Michael Belitz, Bereich für Geschichte, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Anlässlich des sich im Jahr 2020 zum 900. Mal jährenden Todestages Albrechts des Bären fand im Schlossmuseum Ballenstedt eine wissenschaftliche Tagung statt, die sich der Person Albrechts, dem Schloss Ballenstedt sowie den Anfängen Anhalts widmete. Organisiert vom Zentrum für Mittelalterausstellungen Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sollte es darum gehen, den wohl berühmtesten Vertreter der Askanier und sein Wirken zu würdigen und in einem interdisziplinären Zugang neu zu beleuchten.

Mit LUTZ PARTENHEIMER (Potsdam) eröffnete ein ausgewiesener Kenner der Materie die Tagung.

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01.11.2019 - 02.11.2019 Markus Meumann, Forschungszentrum Gotha; Michael Multhammer, Universität Siegen
Von Marian Hefter, Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Wenn anlässlich des Geburtstages eines Gelehrten wie Martin Mulsow (Gotha / Erfurt) ein Kolloquium ausgerichtet wird, kann ein ebenso breit angelegtes wie anspruchsvolles Programm erwartet werden. So kamen auf Einladung Markus Meumanns (Gotha) und Michael Multhammers (Siegen) akademische Weggefährten und Freunde des Jubilars an das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt.

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24.09.2019 - 26.09.2019 Bettina Bannasch / Alfred Wildfeuer / Carmen Reichert, Universität Augsburg
Von Anna Rozenfeld, Universität Warschau / Kollegium Jüdische Studien Berlin-Brandenburg / ELES Research Fellow

Die Abschlusstagung des trilateralen und interdisziplinären Kooperationsprojekts „Die Nationalsprache der Juden oder eine jüdische Sprache? Die Fragen der Czernowitzer Sprachkonferenz in ihrem zeitgeschichtlichen und räumlichen Kontext“ hatte zum Ziel, die Debatte um jüdische Nationalsprachen und -literaturen im frühen 20.

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09.09.2019 - 13.09.2019 DFG-Graduiertenkolleg „Deutungsmacht – Religion und _belief systems_ in Deutungsmachtkonflikten“
Von Katharina Alexi / Dawid Mohr, Universität Rostock, DFG-Graduiertenkolleg „Deutungsmacht – Religion und _belief systems_ in Deutungsmachtkonflikten“

25 angehende DoktorandInnen aus Deutschland hörten beim Nachwuchsforum „Streitkulturen“ Vorträge, erhielten ein Schreibkompetenzen förderndes Wissenschaftscoaching und setzten sich in Workshops der KollegiatInnen des Graduiertenkollegs „Deutungsmacht – Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“ phänomenorientiert mit Streit- und Konfliktkulturen sowie deren Praxen auseinander.

Was sind die konstruktiven und destruktiven Elemente des Streits? Diese richtungsgebende Frage des Forums stellte Sprecherin Martina Kumlehn an den Beginn ihrer Begrüßung und schloss angesichts gesellschaftlicher und religiöser Spannungsfelder mit dem Appell: „Zu Deutungsmachtkonflikten muss man sich verhalten, und dazu braucht es möglichst differenzierte Streitkulturen“.

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Zeitschriften/

KULT_online Nr. 59 (2019)

https://journals.ub.uni-giessen.de/kult-online/issue/view/79

Das Rezensionsmagazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

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Editorial 13 (2019), 25

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde von Medaon,

wir freuen uns außerordentlich, Ihnen in der neuen Ausgabe einen Schwerpunkt zur Geschichte des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V.) präsentieren zu können. Als Redaktion haben wir vor ca.

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KULT_online Nr. 60 (2019)

https://journals.ub.uni-giessen.de/kult-online/issue/view/80

Das Rezensionsmagazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

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Neue Politische Literatur. Berichte aus Geschichts- und Politikwissenschaft

Inhaltsverzeichnis Jg. 64 (2019), H. 3

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