Buchrezensionen/

Eberspächer, Achim: Das Projekt Futurologie, Paderborn 2019
Rez. von Heinrich Hartmann, Departement Geschichte, Universität Basel / Historisches Kolleg, München

Die vergangene Zukunft ist gegenwärtig wie nie. Die Historisierung von Konzeption, gesellschaftlicher Relevanz und methodischer Umschreibung des Zukünftigen ist en vogue – und das nun schon seit Jahren.[1] Unschwer ist dabei zu erkennen, wie sich die Trends der historischen Forschung in der Herangehensweise an diesen Gegenstandsbereich spiegeln.

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Hülscher, Katharina: Das Statutenbuch des Stiftes Xanten, Münster 2018
Rez. von Enno Bünz, Historisches Seminar der Universität Leipzig

Das Kollegiatstift St. Viktor in Xanten gehörte zu den größten und bedeutendsten Kollegiatstiften im Bereich der Germania Sacra. Das Interesse an dieser Institution beruht nicht nur auf der monumentalen Stiftskirche und ihrer bedeutenden Ausstattung, sondern auch auf dem beeindruckend umfangreichen Stiftsarchiv, das sich zum größeren Teil noch vor Ort befindet.

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Mitchell, A. Wess: The Grand Strategy of the Habsburg Empire, Princeton, NJ 2018
Rez. von Karin Schneider, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck

Die Habsburgermonarchie war in den letzten Jahren Thema mehrerer innovativer Einzelstudien, die sich mit verschiedenen Aspekten dieses komplexen Staatswesens auseinandersetzten.[1] A. Wess Mitchell, früherer Präsident des Center for European Policy Analysis in Washington und jetziger Mitarbeiter im Bureau of European and Eurasia Affairs im US Department of States wählt einen militärhistorischen Zugang und orientiert sich an der Frage: „How does a Great Power with limited military resources manage strategic competition against multiple rivals simultaneously?“ (S.

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Schmidt, Anna-Maria: Katholisch und emanzipiert, St. Ingbert 2018
Rez. von Maria Anna Zumholz, Universität Vechta

Der „Gedanke der Frauenemanzipation [ist] mit den Grundanschauungen der katholischen Kirche unvereinbar“, behauptete die bedeutende bürgerliche Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer im einflussreichen Handbuch der Frauenbewegung, denn laut „katholischer Auffassung“ sei die Frau dem Mann sozial untergeordnet.[1] Das sah ihre Kollegin Elisabeth Gnauck-Kühne völlig anders, für sie war die katholische Kirche gar ein Hort der Emanzipation, weil sie die Geschlechterrolle der Frau nicht auf die Bestimmung zur Ehefrau und Mutter reduzierte, sondern auch unverheiratete, jungfräulich lebende Frauen wertschätzte und Frauen somit eine Wahl zwischen einer Ehe und einem ehelosem Leben gestattete.

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Termine/

Konferenz
08.05.2019 - 10.05.2019 Erkenntnisformen der Fotografie

37. Bielefelder Fotosymposium

Internationale Abschlusstagung zum Forschungsprojekt "Bilder des Wohnens. Architekturen im Bild" des Bielefelder Forschungsschwerpunktes "Erkenntnisformen der Fotografie"

Vom 08. bis zum 10. Mai 2019 findet am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld das 37.

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Call for Papers
23.04.2019 Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)

We are looking for PhD and MA students who would like to present their current research on Eastern Europe, South Eastern Europe, and the Former Soviet Union as part of the ZOiS Conference Poster Session. The call is open to all disciplines. Please note that the focus is NOT on the socialist-era legacies but on the dynamics since 1989/1991.

Requirements

- Applicants must be working on their Master thesis or a PhD project
- The poster topic should be connected to the conference’s theme “30 Years since 1989: Legacies of Post-Socialism” (this could mean that you present only a part of your project or look at your research topic from a slightly different angle)
- Poster topics might include but are not limited to: the post-1989/1991 period in the political and cultural discourse, transition and identity, social and economic legacies of the transition period, demographic and generational change, migration processes, and comparative perspectives on the post-1989/1991 period
- Candidates must provide a short summary of the poster content (max.

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Summerschools, Kurse u.ä.
30.06.2019 - 07.07.2019 Danube Rectors Conference (DRC)

16th DRC Summer School on Regional Co-operation:

"Falling walls - moving borders - common house Europe?"

Experience an unforgettable week in Zagreb, the capital of Croatia and make lasting cooperation as well as friendships with an international academic institution.

After the end of the Summer School your contribution will be officially published as an article in the scientific journal “Der Donauraum”.

Workshop topics:

Collective security or a new cold war?

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Summerschools, Kurse u.ä.
08.09.2019 - 17.09.2019 Deutsches Historisches Institut in Rom

Das Deutsche Historische Institut in Rom führt vom 8. (Anreisetag) bis zum 17. September 2019 (Abreisetag) für fortgeschrittene Studenten/-innen (vorzugsweise mit Bachelor-Abschluss) und Doktoranden/-innen der Fächer Geschichte und Musikgeschichte einen Studienkurs durch. Dabei geht es um die Verbindung der Geschichte Roms vom Frühen Mittelalter bis in die Zeitgeschichte mit Grundfragen beider Disziplinen.
Die Zahl der Teilnehmer/-innen ist begrenzt.

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Ausstellungsrezensionen/

Klemp, Klaus; Weber, Grit; Sellmann, Annika; Wagner K, Matthias Moderne am Main 1919–1933
19.01.2019 - 14.04.2019 Museum Angewandte Kunst
Rez. von Andreas Hansert, Frankfurt am Main

Das Bauhaus, dessen hundertjähriges Jubiläum derzeit vielfältig begangen wird[1], brachte mit der „klassischen Moderne“ im Bereich von Architektur, Gestaltung, Design etc. eine Zeittendenz besonders prägnant zur Entfaltung, die in Mitteleuropa, vor allem in Deutschland und den Niederlanden, weit über Weimar und Dessau hinaus wirksam war.

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Selheim, Claudia; Kammel, Frank Matthias; Brehm, Thomas (Hrsg.) Wanderland. Eine Reise durch die Geschichte des Wanderns
29.11.2018 - 28.04.2019 Germanisches Nationalmuseum
Rez. von Bernd Buchner, Nürnberg

Das Wandern ist nicht nur des Müllers, sondern halb Deutschlands Lust. Laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse schnürten 2018 fast 40 Millionen Bundesbürger/innen ab 14 Jahren zumindest gelegentlich die Wanderstiefel und durchstreiften auf Schusters Rappen die Landschaft.[1] Das scheinbar zweckfreie Gehen in der Natur ist nicht nur längst zu einem Volkssport geworden, sondern hat auch das Interesse der Forschung geweckt.

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Tagungsberichte/

29.10.2018 - 31.10.2018 Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Gummersbach; Forschungsstelle Weimarer Republik, Friedrich-Schiller-Universität Jena; Weimarer Republik e.V., Weimar
Von Hendrik Malte Wenk, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Technische Universität Dresden

„Gott hat den Frieden geschlossen, aber wir als Historiker müssen tiefer gehen!“, so lautete das eindringliche Fazit von ANUSCHKA TISCHER (Würzburg) in ihrem Abendvortrag über die Rezeption des Westfälischen Friedens in der liberalen Geschichtsschreibung, mit dem sie das jüngste Kolloquium zur Liberalismus-Forschung eröffnete.

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26.02.2019 Malte Prietzel, Universität Paderborn
Von Sandra Venzke / Lars Wolfram, Historisches Institut, Universität Paderborn

In seiner Einführung zum Workshop wies MALTE PRIETZEL (Paderborn) darauf hin, dass Predigten in der Geschichtswissenschaft bisher wenig Beachtung gefunden haben, anders als in der Germanistik und anderen Philologien, der Theologie und der Kirchengeschichte. Dabei handelte es sich bei ihnen nicht um ein ausschließlich religiöses, sondern auch um ein politisches Instrument.

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21.02.2019 - 22.02.2019 Christopher Banditt / Nikolai Okunew / Henrike Voigtländer; Doktorandinnen und Doktoranden des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Von Pia Schmüser, Historisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Das 30. Jubiläum des Mauerfalls sorgt für einen Boom in der Erinnerungskultur: Unzählige Vorträge, Festveranstaltungen und Fernsehsendungen widmen sich ,1989‘. Darüber hinaus ist die sozialistische Erfahrung und Erinnerung virulent in Forschung und öffentlichen Debatten, beispielsweise als mögliche Erklärung für den Erfolg populistischer Bewegungen oder als Vergleichsfolie für Migrationserfahrungen.

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01.03.2019 Collegium Carolinum – Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei
Von Matthias Melcher, M.A. Osteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Die Gäste des 23. Bohemisten-Treffens, das vom Collegium Carolinum traditionell Anfang März ausgerichtet wird, begrüßte MARTIN SCHULZE WESSEL (München) in diesem Jahr an einem ungewohnten Ort. Denn aufgrund der andauernden Bauarbeiten im Sudetendeutschen Haus fand die Kurztagung im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität statt.

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Zeitschriften/

As the Cold War ended in the early 1990s, scholars of contemporary international affairs started taking a new look at the basic conflicts that had dominated the latter part of the twentieth century. A plentiful new historical literature on the Cold War era has come into being, greatly helped by the increase in access to archives and other source materials in most countries of the world, from the former Communist states in Europe, to China, to South Africa and elsewhere.

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The Journal of Religious History is an international, fully refereed journal which publishes articles and reviews current work in the history of religions and their relationship with all aspects of human experience. With high quality international contributors, the journal explores religion and its related subjects, along with debates on comparative method and theory in religious history.

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A trilingual journal with European roots, Paedagogica Historica discusses global education issues from an historical perspective.

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Das Genre der Arbeiterfotografie erlebte in der jungen Bundesrepublik eine zweite Blüte. Warum das so war, brachte der Industriefotograf Peter Keetman rückblickend anschaulich auf den Punkt. Als er 1953 nach Wolfsburg reiste, um für drei Tage ganz ohne Auftrag, aber mit Erlaubnis der Werksleitung im Volkswagenwerk zu fotografieren, erlebte er, wie er viele Jahre später sagen sollte, die „aufregendsten Tage in meinem langen Berufsleben“ – und dies nicht ohne Grund: „Es gab keine Einschränkungen, keine Tabus.

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