Buchrezensionen/

Rez. von Siegfried Weichlein, Departement Historische Wissenschaften, Universität Freiburg (Schweiz)

Bücher über die Demokratie und ihre Krisen haben Konjunktur.[1] Es birgt seinen besonderen Reiz, wenn ein Historiker, der gleichzeitig Politiker ist, einen historischen Überblick über die Demokratie in seinem Lande gibt. Der frühere grüne Nationalrat für den Kanton Zug Josef Lang beobachtete als Politiker und als Historiker die Entwicklung der Demokratie in der Schweiz und kommentierte sie lange als Publizist.

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Rez. von Henning Tümmers, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Eberhard Karls Universität Tübingen

Obwohl sich die zeithistorische Forschung seit Beginn des 21. Jahrhunderts der Restitution von „arisiertem“ Vermögen intensiv gewidmet hat[1], mangelte es bisher an einer Studie über eine höchstrichterliche Institution im geteilten Berlin, auf deren Entscheidungen tausende Geschädigte große Hoffnung setzten.

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Rez. von Klaus Buchenau, Institut für Geschichte, Universität Regensburg

Korruption ist ein schillerndes Phänomen – meist steht sie als Vorwurf im Raum, seltener wird sie untersucht, noch seltener enden Untersuchungen mit eindeutigen Befunden. Für die Geschichtswissenschaft, die sich des Themas nur zögerlich angenommen hat, kommt erschwerend hinzu, dass Quellen über das meist verborgene Phänomen nicht leicht zu finden sind, dass es etliche konkurrierende Definitionen von Korruption gibt und diese je nach Zeit und Ort beträchtlich variieren.

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Rez. von Simon Goeke, Münchner Stadtmuseum

Viele in den vergangenen Jahren publizierte Studien, die Remigration, Pendelbewegungen und temporäre Migration untersuchen, haben deutlich gemacht, dass die „lange in der historischen Forschung dominierende Sicht, die Migration vorwiegend als einen linearen Prozess verstand, der von der Wanderungsentscheidung im Ausgangsraum über die Reise in das Zielgebiet bis zur dort vollzogenen dauerhaften Niederlassung reichte“[1], mittlerweile als obsolet gelten kann.

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Termine/

Konferenz
01.09.2020 - 02.09.2020 Historisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

„Über das Mittelalter sprechen – das ist kein Geheimnis – heißt immer auch über die Gegenwart reden."

Auf der digitalen Konferenz wird das Wechselspiel von Norm und Praxis in der Geschichte des Wirtschaftens im Mittelalter unter besonderer Berücksichtigung der Themenbereiche Wirtschaftsethik sowie Diesseits- und Jenseitsökonomie eingehend thematisiert und diskutiert.

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Konferenz
01.10.2020 - 03.10.2020 24. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Krankenhausgeschichte

Mit ihrem 24. Symposium greift die Deutsche Gesellschaft für Krankenhausgeschichte ein aktuelles Thema aus der zeithistorischen Forschung auf. Die Frage nach der staatlichen Verantwortung für das Gesundheitswesen wird angesichts der Privatisierung vieler Krankenhäuser und Medizinischer Versorgungszentren in der Bundesrepublik Deutschland bis heute intensiv diskutiert.

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Workshop
02.09.2020 - 03.09.2020 Michael Czolkoß-Hettwer, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; in Zusammenarbeit mit dem DH Lab des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG) im Rahmen von DARIAH-DE

Am 2. und 3. September 2020 bietet Michael Czolkoß-Hettwer einen Workshop zum Management und zur Publikation von Forschungsdaten für Nachwuchswissenschaftler:innen in den Geschichtswissenschaften an. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem DH Lab des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG) im Rahmen von DARIAH-DE durchgeführt.

Einführung

Die Publikation digitaler Forschungsdaten gewinnt auch in den Geschichtswissenschaften eine zunehmende Bedeutung.

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Call for Articles
11.10.2020 - 28.02.2021 Vincent Streichhahn, Riccardo Altieri

CfA: Krieg und Geschlecht im 20. Jahrhundert

Hrsg.: Vincent Streichhahn (Halle) und Riccardo Altieri (Potsdam)

„Ich habe immer versucht, den Krieg zu gestalten. Ich konnte es nie fassen. Jetzt endlich habe ich eine Folge von Holzschnitten fertiggemacht, die einigermaßen das sagen was ich sagen wollte.

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Ausstellungsrezensionen/

Blume, Dorlis; Boll, Monika; Gross, Raphael (Hrsg.) Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
11.05.2020 - 18.10.2020 Deutsches Historisches Museum
Rez. von Anna Corsten, Leipzig

Seit dem 11. Mai ist die Sonderausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin für Besucher/innen geöffnet.[1] Dabei drängen sich drei Fragen auf: Warum hat sich das Museum anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes von 1945 für eine Ausstellung über die politische Theoretikerin entschieden? Wieso genießt Hannah Arendt 45 Jahre nach ihrem Tod weiterhin, ja sogar in wachsendem Maße ein enormes öffentliches und wissenschaftliches Interesse? Welche zusätzlichen Erkenntnisse können speziell anhand einer Ausstellung gewonnen und vermittelt werden? Der Holocaust-Forscher Raul Hilberg erklärte Arendts Popularität in einem Brief an den Philosophen Emil L.

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Dörfler, Sebastian; Roller, Sarah (Hrsg.) Hut ab! Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten
20.12.2019 - 02.08.2020 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rez. von Gudrun Kruip, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

Man kann eine Schlafmütze sein, vor jemandem den Hut ziehen oder unter die Haube kommen – auf Mützen, Hauben, Helme und vor allem Hüte beziehen sich vermutlich mehr Redensarten als auf jedes andere Kleidungsstück. Kopfbedeckungen in ihren verschiedenen Ausführungen waren in Deutschland noch vor etwa 50 Jahren omnipräsent, bevor die kulturelle Revolution der 1960er-Jahre sie weitgehend aus dem Alltag verbannte.

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Tagungsberichte/

 

Zeitschriften/