Buchrezensionen/

Rez. von Lorenz Erren, Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Nach Worten des Autors ist das Thema dieses Buches „zugleich lächerlich weit gefasst und lächerlich eng“. Tatsächlich ist es ihm gelungen, seinen straffen roten Faden durch ein gründlich erforschtes Zeitalter so zu legen, dass sich wohl für alle Leser neue Einsichten ergeben. Seine Darstellung konzentriert sich zunächst auf die Praxis der Rhetorik – also auf die kulturellen, politischen, (verfassungs-)rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen der öffentlichen Rede in Russland, wie auf die Mittel ihrer Dokumentation, Reproduktion, Rezeption und nicht zuletzt ihre politische Wirkung.

Lovell holt weit aus.

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Rez. von Philipp Kröger, Philologisch-Historische Fakultät, Universität Augsburg

War die Statistik in der historischen Forschung lange Zeit vor allem in der Rolle einer Hilfswissenschaft präsent, so ist sie mittlerweile verstärkt zum Untersuchungsgegenstand geworden.[1] Jenseits aller Unterschiede lässt sich dabei ein gemeinsamer Kern dieser in jüngerer Zeit erschienenen Studien identifizieren: Es geht nicht mehr darum, der Geschichtswissenschaft statistisches Wissen als Quelle zur Verfügung zu stellen, sondern Formen und Funktionen der Wissensproduktion zu beleuchten.

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Rez. von Ruben Verwaal, Institute for Medical Humanities, Durham University

The collection under review offers a rich variety of contributions concerning the role of the body and bodily fluids in premodern theology, literature, and art. The aim of the volume is to examine how premodern authors and artists focused on the body and its fluids as a way to “imagine and describe transformations of the larger world” as well as to “redefin[e] the social, political, and religious realities of the world” (p.

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Rez. von Johanna Wolf, Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main / International Institute of Social History, Amsterdam

Der vorliegende Tagungsband beruht auf der Idee, anhand des von der Bundesregierung in den 1970er- und 1980er-Jahren geförderten „Forschungsprogramms zur Humanisierung des Arbeitslebens“ (HdA-Programm) Aspekte der Sozial-, Wirtschafts- und Unternehmens- sowie Technik- und Wissensgeschichte zu integrieren und eine Geschichte der Arbeitswelten im 20.

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Termine/

Konferenz
26.02.2021 - 27.02.2021 Giuseppe Cusa, Historisches Institut, RWTH Aachen University

Die Veranstaltung findet online via zoom statt. Es werden keine Tagungsgebühren erhoben. Bei Interesse, der Tagung beizuwohnen, wenden Sie sich bitte an die weiter unten angegebene Kontaktadresse. Den Zugangslink erhalten Sie rechtzeitig vor der Tagung.

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Konferenz
01.03.2021 - 03.03.2021 Karoline Döring (Univ. München), Stefan Haas (Univ. Göttingen), Mareike König (DHI Paris) und Jörg Wettlaufer (Univ. Göttingen)

Virtuelle Tagung der AG Digitale Geschichtswissenschaft im VHD: Eine Tagung, die Bilanz ziehen will: Welche Veränderungen bringt die Digitalisierung für die Art und Weise, wie heute Geschichtsforschung gemacht, gelehrt, kommuniziert und publiziert wird? Welche neuen digitalen Objekte, Methoden und Werkzeuge der Analyse stehen den Forschenden zur Verfügung und welche Ergebnisse haben sie damit produziert?

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Konferenz
30.01.2021 - 31.01.2021 Georg-August-Universität Göttingen, Seminar für Deutsche Philologie, Abteilung für Komparatistik

Off the Radar: Periodical Print Media Outside Mainstream Culture, 1800 – Today Postgraduate Conference in Comparative Literature and Culture, Georg-August-Universität Göttingen

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Workshop
09.02.2021 Heiner Fangerau / Thorsten Halling, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Die Auswahl und Aufbereitung geeigneter Quellen gehört zu den Grundproblemen der historischen Netzwerkanalyse. Die Erhebung von Daten, die die Untersuchung größerer Gruppen und ihrer sozialen Beziehungen ermöglichen, ist zeitaufwändig und beeinflusst das Forschungsdesign im Sinne der Praktikabilität.

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Ausstellungsrezensionen/

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr; Bauer, Gerhard; Protte, Katja; Wagner, Armin (Hrsg.) Krieg Macht Nation
16.07.2020 - 31.01.2021 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (MHM), Dresden
Rez. von Mathias Herrmann, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden

Die Auswirkungen der Reichseinigung und die mit ihr eng verbundene bismarcksche Blut-und-Eisen-Politik finden sich auch in aktuellen politischen Debatten immer wieder, zumeist stark polarisierend. War Bismarck nun ein „Held“ der deutschen Geschichte, wie es einige Vertreter rechtspopulistischer Parteien in Deutschland behaupten oder, um es mit den Worten des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Dezember 1870 zu sagen, doch derjenige, „der uns [unsere] Freunde, die Sympathien der Welt und – unser gutes Gewissen [raubte]“?[1] Auch wenn der für seine Errungenschaft im Krieg zum Generalfeldmarschall beförderte, spätere deutsche Kaiser Friedrich III.

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Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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Tagungsberichte/

04.11.2020 - 26.11.2020 European Network Remembrance and Solidarity (ENRS)
Von Steffi Knossalla, Academic Department, European Network Remembrance and Solidarity

Astrid Erlls konstatierte dritte Phase der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung diente als das zentrale Referenzfeld der 10. Konferenz der Genealogies of Memory-Reihe, die seit 2011 vom European Network Remembrance and Solidarity ausgeführt wird. Im Kontext der zu beobachtenden Dynamisierung des Gedächtnisses, der zunehmenden Medialität der Erinnerung, die des Weiteren als transkulturelles und globales Phänomen zu begreifen sei [1], präsentierten und diskutierten im Laufe des Novembers über 50 international agierende und Nachwuchsforschende aktuelle Fragestellungen und Denkrichtungen im Bereich der Holocaust und Memory Studies.

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15.10.2020 - 16.10.2020 Projekt „Gräberfeld X", Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, Universität Tübingen
Von Shaheen Gaszewski, Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen

Das Gräberfeld X des Tübinger Stadtfriedhofs ist die ehemalige Begräbnisstätte des Anatomischen Instituts. Im „Dritten Reich“ wurden dort vorrangig Hingerichtete, ZwangsarbeiterInnen, Kriegsgefangene und andere Opfer des nationalsozialistischen Regimes beigesetzt, deren Leichen zuvor Lehr- und Forschungszwecken gedient hatten.

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Zeitschriften/

Im aktuellen Jahrbuch für Regionalgeschichte blickt Marcel Korge auf die soziale Sicherung für "arbeitslose" Gesellen durch obersächsische Handwerkskorporationen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Anhand zahlreicher Quellen kann er das alles andere als einheitliche zünftische Unterstützungswesen in seiner Spätphase erhellen und auf diesem Weg bisherige Fehlurteile über diesen Komplex sozialer Sicherung in der Vormoderne korrigieren, die immer noch in der Forschung vorkommen.

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Die Erforschung der Geographie der Alten Welt ist eine interdisziplinäre Wissenschaft. Der Orbis Terrarum bietet Raum für Publikationen von Historikern, Philologen, Geographen und Archäologen. Dabei ist das inhaltliche Spektrum, das abgedeckt werden soll, bewusst breit angelegt: Geographisch-topographische Studien haben hier ebenso ihren Platz wie Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen Mensch und Landschaft sowie wissenschaftsgeschichtliche oder methodologische Arbeiten.
Die Beiträge dieser Ausgabe erstrecken sich chronologisch vom klassischen Griechenland bis in die Moderne.

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As this issue goes to press, the COVID-19 pandemic has proved to be a great disruptor of life in and out of academia: though trivial in terms of its global effects, it has contributed to the lateness of this number of the journal. However, it has not prevented this journal and others like it from ultimately gathering scholars and practitioners around a troubled world to address the continuing challenge of providing innovative research and the teaching of world history, such as the World History Bulletin’s “Teach in the Time of Corona,” (Spring/Summer 2020, Volume XXXVI, No.

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