Buchrezensionen/

Dirlewanger, Dominique: Les couleurs de la vieillesse, Neuchâtel 2018
Rez. von Michel Oris, CIGEV, Université de Genève

Dans ce livre de presque 500 pages, Dominique Dirlewanger déploie un projet d’histoire culturelle de la vieillesse en France et en Suisse romande dans la deuxième moitié du 20e siècle. Plus précisément, il s’agit d’une étude des représentations de la vieillesse et des personnes âgées dans les médias écrits et télévisés, complétés par des essais, romans, documentaires et films de fiction.

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Keitel, Christian: Zwölf Wege ins Archiv, Stuttgart 2018
Rez. von Peter M. Quadflieg, Staatsarchiv in Eupen, Belgisches Staatsarchiv

Das Standardwerk der Archivwissenschaft, der sogenannte „Papritz“[1], ist eine im Selbstverlag hektographierte, vierbändig-ausufernde, strapaziös geschriebene, völlig veraltete und zudem auf dem Buchmarkt schon seit Jahrzehnten vergriffene Lesezumutung. Christian Keitel hat nun einen Aufschlag gewagt, mit seinen „Zwölf Wegen ins Archiv“ zumindest ein Aperçu des heutigen Standes der wissenschaftlich fundierten Archivkunde zu formulieren.

Der Verfasser ist selbst als Archivar des höheren Dienstes beim Landesarchiv Baden-Württemberg und als Dozent für Archivwissenschaft an der Fachhochschule Potsdam tätig.

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Schwamm, Christoph: Irre Typen?, Stuttgart 2018
Rez. von Viola Balz, Evangelische Hochschule Dresden

„Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
‚nicht sein kann, was nicht sein darf.‘"
(Christian Morgenstern, Die Unmögliche Tatsache, 1909)

Diese Reflexionen Palmströms, eines älteren Mannes, der an einer Straßenkreuzung von einem LKW überfahren wurde, stehen am Anfang von Christoph Schwamms Erzählungen über psychisch kranke Männer.

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Winkler, Richard: Ein Bier wie Bayern, Neustadt an der Aisch 2016
Rez. von Roman Köster, Historisches Institut, Universität der Bundeswehr München

Die Brauindustrie gehört immer noch zu den Stiefkindern der wirtschaftshistorischen Forschung. Die wenigen vorhandenen Regional- und Unternehmensstudien stehen in keinem rechten Verhältnis zu der Bedeutung, welche die Branche über lange Jahrzehnte für die deutsche Wirtschaft gehabt hat. Im Bereich der Kultur- und Umweltgeschichte des Bieres sieht es sogar noch schlechter aus, zumal entsprechende Texte oftmals keine ausreichende Distanz zum Brauchtum aufweisen.

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Termine/

Call for Articles
30.06.2019 Jahrbuch Historische Bildungsforschung

CfA – Jahrbuch für Historische Bildungsforschung 26

Themenschwerpunkt: Konservatismus und Pädagogik

Redaktionelle Leitung: Michael Geiss & Sabine Reh

Es scheint kompliziert zu sein mit der Geschichte konservativen Denkens. Der Ideenhistoriker Jens Hacke urteilte 2004 in einer Sammelrezension neuerer Arbeiten zur Geschichte des Konservatismus: „Noch jeder Ideenhistoriker, der sich daran versucht, die materialen Gehalte konservativen Denkens zu fixieren, scheiterte an diesem schwierigen Unterfangen.“ [1] Auch wenn man, wie Hacke, „Heimat, Familie, Tradition und Religion“ als diejenigen Momente hervorhebt, mit denen sich konservative Denker bevorzugt beschäftigten, [2] scheint es tatsächlich sinnvoll, stärker auf die Ambivalenzen konservativen Denkens zu fokussieren, als dies gemeinhin geschieht, und die anscheinend einfache Frontstellung von konservativ und progressiv zu überdenken.

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Call for Articles
31.05.2019 Prof. Dr. Julia Obertreis, FAU Erlangen-Nürnberg; Dr. Jonas van der Straeten, TU Darmstadt

Call for Articles for a Special Issue of “Central Asian Survey”

The study of Central Asia has been mostly a study of people. Debates have largely revolved around concepts like ethnicity, identity, religion and – increasingly – statehood, governance or networks of trade and labor migration.

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Call for Articles
12.04.2019 Marianne Helfenberger; Martin Viehhauser

Menschen sind fortwährend in räumliche Umgebungen eingebettet, die Handlungsmöglichkeiten eröffnen und diese zugleich beschränken. In Räumen ereignen sich spezifische Formen sozialer Interaktionen; gleichermassen werden Räume durch Interaktionen auch handelnd hervorgebracht. Mehr als nur lokale Orte zu sein, sind Räume soziale Phänomene, die in einer wechselseitigen Spannung von Strukturierung und Handeln entstehen und als dynamische, fragile und stets auch machtförmig geprägte Mehrdimensionalität erfassbar werden (Löw, 2007).

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Call for Articles
15.06.2019 Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft (ZKKW)

Call for Papers für die Ausgabe 6/1 (2020)
der Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft (ZKKW)

Kollektivität in der „Gesellschaft der Singularitäten“

Räumliche Nähe verliert an Bedeutung für Sozialisation und soziale Beziehungen. Als Gründe dafür werden stichwortartig globale Mobilität und Digitalität angeführt.

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Ausstellungsrezensionen/

Klemp, Klaus; Weber, Grit; Sellmann, Annika; Wagner K, Matthias Moderne am Main 1919–1933
19.01.2019 - 14.04.2019 Museum Angewandte Kunst
Rez. von Andreas Hansert, Frankfurt am Main

Das Bauhaus, dessen hundertjähriges Jubiläum derzeit vielfältig begangen wird[1], brachte mit der „klassischen Moderne“ im Bereich von Architektur, Gestaltung, Design etc. eine Zeittendenz besonders prägnant zur Entfaltung, die in Mitteleuropa, vor allem in Deutschland und den Niederlanden, weit über Weimar und Dessau hinaus wirksam war.

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Selheim, Claudia; Kammel, Frank Matthias; Brehm, Thomas (Hrsg.) Wanderland. Eine Reise durch die Geschichte des Wanderns
29.11.2018 - 28.04.2019 Germanisches Nationalmuseum
Rez. von Bernd Buchner, Nürnberg

Das Wandern ist nicht nur des Müllers, sondern halb Deutschlands Lust. Laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse schnürten 2018 fast 40 Millionen Bundesbürger/innen ab 14 Jahren zumindest gelegentlich die Wanderstiefel und durchstreiften auf Schusters Rappen die Landschaft.[1] Das scheinbar zweckfreie Gehen in der Natur ist nicht nur längst zu einem Volkssport geworden, sondern hat auch das Interesse der Forschung geweckt.

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Tagungsberichte/

28.11.2018 - 29.11.2018 Ernst Baltrusch / Judith Göppinger, Exzellenzcluster Topoi, Freie Universität Berlin
Von Marthe Becker, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

Wie Judith Göppinger und Ernst Baltrusch zeigten, hat Flavius Josephus als Forschungsgegenstand nichts von seiner Aktualität verloren. Ziel dieser Konferenz war es, ausgehend von Michael Tuvals From Jerusalem Priest to Roman Jew eine neue Lesart der josephischen Schriften zu diskutieren. In seiner 2013 erschienen Dissertation interpretierte Tuval Josephus als einen Autoren, der mit dem Selbstverständnis eines Jerusalemer Priesters begann, dessen Identität sich aber durch seine Diasporaerfahrung in Rom graduell zu der eines römischen Juden formte.

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25.01.2019 - 26.01.2019 KZ-Gedenkstätte Dachau; Universität Konstanz
Von Wiebke Siemsglüß, KZ-Gedenkstätte Dachau

In Zeiten einer zunehmenden Digitalisierung und Medialisierung befasste sich die Konferenz mit der Herauslösung der Erinnerung von Ort und Person. Die Veranstaltung verfolgte einen interdisziplinären Ansatz, der universitäre Forschung eng mit der historisch-politischen Vermittlungs- und Erinnerungsarbeit an KZ-Gedenkstätten verband.

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11.10.2018 - 13.10.2018 Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische Historikerkommission; Deutsches Historisches Institut Warschau; Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Warschau; Botschaft der Slowakischen Republik, Warschau; Botschaft der Tschechischen Republik, Warschau; Slowakisches Institut Warschau; Tschechisches Zentrum Warschau; Collegium Carolinum, München
Von Andrea Talabér, Masaryk Institute and Archives of the Czech Academy of Sciences, Prague

The annual conference of the German-Czech and the German-Slovak Historical Associations focused on the commemorations and celebrations of (post-)1918 key and watershed dates in the history of Central and Eastern Europe. The presentations dealt with various commemorations in countries within the purview of the Associations, however, presentations that focused on other countries such as Poland, the Baltic states, Austria and Hungary were also invited, thus providing fertile ground for discussions from a wider regional standpoint.

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11.02.2019 - 13.02.2019 Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg; Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, Berlin
Von Tobias Weidner, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen

Das gegenwärtige Weimarer Gründungsjubliäum ist von einer auffälligen politischen Aufladung geprägt. Davon zeugte auch die Tagung der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte zur Weimarer Verfassungskultur. Sie fand in Räumen des Bundestages statt, war von Abendveranstaltungen im Sitzungssaal der SPD-Fraktion und in den Räumen der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft gerahmt.

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Zeitschriften/

As the Cold War ended in the early 1990s, scholars of contemporary international affairs started taking a new look at the basic conflicts that had dominated the latter part of the twentieth century. A plentiful new historical literature on the Cold War era has come into being, greatly helped by the increase in access to archives and other source materials in most countries of the world, from the former Communist states in Europe, to China, to South Africa and elsewhere.

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The Journal of Religious History is an international, fully refereed journal which publishes articles and reviews current work in the history of religions and their relationship with all aspects of human experience. With high quality international contributors, the journal explores religion and its related subjects, along with debates on comparative method and theory in religious history.

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A trilingual journal with European roots, Paedagogica Historica discusses global education issues from an historical perspective.

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Das Genre der Arbeiterfotografie erlebte in der jungen Bundesrepublik eine zweite Blüte. Warum das so war, brachte der Industriefotograf Peter Keetman rückblickend anschaulich auf den Punkt. Als er 1953 nach Wolfsburg reiste, um für drei Tage ganz ohne Auftrag, aber mit Erlaubnis der Werksleitung im Volkswagenwerk zu fotografieren, erlebte er, wie er viele Jahre später sagen sollte, die „aufregendsten Tage in meinem langen Berufsleben“ – und dies nicht ohne Grund: „Es gab keine Einschränkungen, keine Tabus.

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