Buchrezensionen/

Zeitgeschichte (nach 1945)
Gassert, Philipp; Hennecke, Hans Jörg (Hrsg.): Koalitionen in der Bundesrepublik, Paderborn 2017
Rez. von Frank Decker, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Anders als die Politikwissenschaft hat die Zeitgeschichtsforschung die Frage, wie Regierungskoalitionen gebildet werden und in der Praxis funktionieren, bisher kaum systematisch behandelt.[1] Der von dem Mannheimer Zeithistoriker Philipp Gassert und dem Düsseldorfer Politikwissenschaftler Hans Jörg Hennecke herausgegebene Band schafft Abhilfe.

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Frühe Neuzeit
Streminger, Gerhard: Adam Smith, München 2017
Rez. von Moritz Isenmann, Historisches Institut, Universität zu Köln

Adam Smith eignet sich denkbar schlecht als Gegenstand einer Biographie. Das liegt zum einen daran, dass über das Leben des schottischen Philosophen nicht viel bekannt ist. Dazu hat Smith selbst sein Möglichstes beigetragen. Denn er hat nicht nur außerordentlich wenige Briefe geschrieben, sondern noch vor seinem Tod durch seine Testamentsvollstrecker alle Notizen und unfertigen Schriften verbrennen lassen.

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Neuere Geschichte
Kranz, Isabel (Hrsg.): Was wäre wenn?, Paderborn 2017
Rez. von Sabine Mischner, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kontrafaktik und Geschichte der Zeit – der von Isabel Kranz herausgegebene Sammelband „Was wäre wenn? Alternative Gegenwarten und Zukunftsprojektionen um 1914“ nimmt sich gleich zwei Kategorien vor, die in einem besonderen Verhältnis zur Geschichtswissenschaft stehen. Während sich kontrafaktische Geschichtsschreibung bereits seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit (und Anerkennung) erfreut, haben deutsche Studien, die Zeit historisieren, erst seit Kurzem Konjunktur.

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Historische Bildungsforschung Online
de Lorent, Hans-Peter: Max Traeger, Weinheim 2017
Rez. von Gisela Miller-Kipp, Institut für Sozialwissenschaften, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Email:

Die Historiographie zu den „kleinen Nazis“, den sogenannten „Mitläufern“ im „Dritten Reich“ – in beiden angezeigten Bänden wird zur politischen Charakterisierung Max Traegers vielfach auf diese Begriffe zurückgegriffen –, kommt aus einem Dilemma nicht heraus. (Re)konstruiert sie ein „Volk der Täter“, waren auch die Genannten samt und sonders „Nazis“ und hatten Teil an den Verbrechen des „Dritten Reiches“.

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Termine/

Konferenz
16.07.2018 - 18.07.2018 Centre for the History of Violence, University of Newcastle, Australia

Aim of the conference
A century after the end of the First World War, this conference is an occasion to reflect on international relations and entanglements during the global conflict. The conference aims to challenge Eurocentric views of the war and focus instead on its transnational and global face.

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Workshop
28.05.2018 - 29.05.2018 Museumsakademie

Was können Studierende vom Museum lernen? Und was kann umgekehrt ein Museum von Studierenden lernen? Während die Sphären von Universitäten und Museen häufig als getrennte Bereiche wahrgenommen werden, fragt dieser Workshop nach den wechselseitigen Synergien einer bestimmten Form der Zusammenarbeit: der Einbindung von Lehrveranstaltungen in kuratorische Prozesse.

Wir wollen uns damit befassen, welche Rolle Lehrveranstaltungen im Konzeptionsprozess von Ausstellungen spielen können und welche unterschiedlichen Modelle der Kooperation dabei möglich sind.

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Konferenz
29.04.2018 - 30.04.2018 Goethe-Institute Israel, Eva and Marc Besen Institute for the Study of Historical Consciousness, Minerva Center for Human Rights at Tel Aviv University

International Conference

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Akademische Ankündigungen
17.05.2018 - 17.05.2018 Research Center Sanssouci (RECS)

Mitte des 18. Jahrhunderts entstand der Mopsorden, eine gemischtgeschlechtliche Sozietät, die die Geheimhaltungspolitik, die Regeln und die komplizierten Aufnahmerituale der Freimaurer persiflierte. Kenntnisse über diesen Orden sind vor allem einer weit verbreiteten Publikation von 1745 zu verdanken, einer „Verräterschrift“, in der die Geheimnisse der Freimaurer und des Mopsordens offenbart werden.

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Ausstellungsrezensionen/

Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.) ... denn die Zeiten ändern sich
22.12.2017 - 24.06.2018 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rez. von Silke Mende, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin

Alle zehn Jahre wieder steht ein Jubiläumsmarathon zu „1968“ ins Haus. Während viele der damaligen Protagonistinnen und Protagonisten mittlerweile in die Rentenjahre gekommen sind, findet die Auseinandersetzung mit dem Erbe von 1968 dieses Mal vor einer veränderten politischen Landschaft in Deutschland und Europa statt: Systemkritik und Populismus machen sich allenthalben lautstark bemerkbar, und mit der AfD sitzt eine Partei aus diesem Spektrum im Bundestag, die dezidiert „weg vom links-rot-grün-versifften 68er-Deutschland“ will.[1] Die kalendarische Gelegenheit zur weniger ideologischen Rückschau und Bilanz lassen sich selbstredend auch zahlreiche Institutionen und Museen nicht entgehen, so etwa das Haus der Geschichte Baden-Württemberg.

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29.11.2017 - 02.04.2018 NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit der Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München und der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V. (a.i.d.a.)
Rez. von Britta Schellenberg, Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München

„Wir kommen wieder!“, „Du dreckige Nestbeschmutzerin“ und „Deutschland den Deutschen!“ – solche Zitate stammen aus Drohbriefen, Postkarten und Plakataktionen von Personen, die nach 1945 in den Besatzungszonen und ab 1949 in der Bundesrepublik Deutschland als „Nazis“, „Neonazis“ oder „Rechtsextremisten“ bezeichnet wurden.

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Tagungsberichte/

22.03.2018 - 23.03.2018 Deutsches Historisches Institut Paris (DHIP); Direction des Archives diplomatiques, La Courneuve; École Normale Supérieur (ENS); LabEx Écrire une histoire nouvelle de l’Europe (EHNE), Paris; Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Rhöndorf
Von Anna Gvelesiani, Institut für Germanistik, Universität Bonn

Am 22. und 23. März 2018 fanden im Deutschen Historischen Institut in Paris und im Archiv des französischen Außenministeriums in La Courneuve Forscher/innen sowie ein internationales interessiertes Publikum zusammen, um über die Geschichte der Entnazifizierung in der französischen Besatzungszone zu diskutieren.

Die Tagung im Deutschen Historischen Institut in Paris (DHI) und im Archiv des französischen Außenministeriums in La Courneuve stand unter dem Zeichen des französischen Erlasses vom 24.

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08.03.2018 - 09.03.2018 Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte München; Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Ludwig-Maximilians-Universität München; Hanns-Seidel-Stiftung
Von Marc Holländer, Lehrstuhl für Landesgeschichte, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Aufgrund der seit Teil 1 der Tagung unter Leitung von Wolfgang Wüst (Erlangen) ins Land gegangenen Zeit und der hinzugekommenen offenkundigen Indizien für den Klimawandel in Form von extremen Hochwassern und dem Ansteigen der Meeresspiegel sowie der Tatsache, dass die Volksrepublik China den Plastikmüll der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr unter anderem für die Fabrikation von synthetischen Textilgarnen importiert, hätte der Zeitpunkt für die Durchführung von Teil 2 unter der Leitung von Gisela Drossbach (Augsburg / München) und erneuter Förderung durch die Hanns-Seidel-Stiftung vom 8.

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27.01.2018 Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik, Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz; Zentrum für Demokratie Aarau
Von Béatrice Ziegler / Julia Thyroff, Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz

Unter dem Titel «Jugoslawienkriege und Geschichtskultur. Vergangenes Unrecht, Umgangsweisen und Herausforderungen» fand die siebte Veranstaltung in der inzwischen etablierten Tagungsreihe «Erinnerung – Verantwortung – Zukunft» statt. Die Reihe steht in zeitlichem und inhaltlichem Zusammenhang mit dem Holocaust-Gedenktag und befasst sich mit Fällen vergangenen Unrechts, zugehörigen geschichtskulturellen Umgangsweisen sowie gesellschaftlichen und schulischen Herausforderungen.

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16.02.2018 - 17.02.2018 Christoffer Leber / Claus Spenninger, Internationales Graduiertenkolleg „Religiöse Kulturen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts“, Ludwig-Maximilians-Universität München
Von Sabrina Ladenburger, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die politische Dimension ist aus Debatten um das Verhältnis von (Natur-)Wissenschaften und Religion im 19. Jahrhundert nicht wegzudenken. Als Beispiele hierfür seien etwa die bildungspolitischen Ziele antiklerikal motivierter Wissenschaftler oder die Mobilisierung naturwissenschaftlicher Argumente im Zeitalter der Kulturkämpfe genannt.

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Zeitschriften/

Hinweis: Die Zeitschrift der International Society for History Didactics erschien von 2003 bis 2014 unter dem Titel "Yearbook - Jahrbuch - Annales". Seit 2015 wird sie unter folgendem Titel publiziert: International Journal of Research on History Didactics, History Education, And History Culture. Yearbook of the International Society for History Didactics.

Note: From 2003 until 2014, the journal was published under the title: "Yearbook - Jahrbuch - Annales".

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Comparative Studies in Society and History (CSSH) is an international forum for new research and interpretation concerning problems of recurrent patterning and change in human societies through time and in the contemporary world. CSSH sets up a working alliance among specialists in all branches of the social sciences and humanities as a way of bringing together multidisciplinary research, cultural studies, and theory, especially in anthropology, history, political science, and sociology.

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