Buchrezensionen/

Rez. von Isabel Heinemann, Historisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

In ihrem Bestseller „The Population Bomb“ aus dem Jahr 1968 entwarfen die Biologen Paul R. Ehrlich und Irene Ehrlich das Szenario eines ungebremsten Bevölkerungswachstums, welches Demokratie, Wohlfahrt und Sicherheit vor allem der westlichen Welt bedrohe. Neu war weder die Krisendiagnose an sich noch der Aufruf zur Reduktion der globalen Bevölkerung, wohl aber die Forderung der Ehrlichs, dass die USA ihre Nahrungsmittelhilfen für Entwicklungsländer an deren Bereitschaft zur drastischen Bevölkerungsreduktion koppeln sollten.

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Rez. von Kaius Tuori, University of Helsinki

In 212, Caracalla granted all inhabitants of the empire Roman citizenship in what may be considered a momentous change. Earlier, citizenship had been a coveted privilege, used to reward allies, but the edict would have bestowed this gift to all. To borrow terminology from international law, Rome moved with a single stroke from a personality principle to an area principle in terms of citizenship.

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Rez. von Niklas Venema, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Freie Universität Berlin

Was stand in der Zeitung? Die Beantwortung dieser zentralen Frage der kommunikationshistorischen Forschung ist Voraussetzung aller weitergehenden Überlegungen zu gesellschaftlichen Wirkungen der Presse. Viel zu selten wird sie mit einem umfangreichen Quellenstudium bearbeitet. Die wenigen Studien konzentrieren sich auf weitverbreitete Leitmedien.

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Rez. von Sumeet Mhaskar, Jindal School of Government and Public Policy, O.P. Jindal Global University

One of the images that the city of Mumbai (formerly Bombay) evokes is the enormous presence of slums. Nearly half of the 20 million population in Mumbai city resides in slums. Mumbai is also home to the first slum museum in the world. The museum located in Dharavi, supposedly the biggest slum in Asia, showcases some of the myriads of objects produced in the region.

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Termine/

Akademische Ankündigungen
30.09.2021 - 30.09.2021 Forum für Künstlernachlässe; Mara und Holger Cassens-Stiftung

Das Symposium findet am Donnerstag, den 30. September 2021 von 15:00-20:00 als hybride Veranstaltung im Vortragssaal der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und als Livestream statt. Für eine digitale Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.
Klicken Sie dafür bitte auf folgenden Link: https://www.webstream.eu/channel/symposium-margrit-kahl.

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Akademische Ankündigungen
27.09.2021 - 30.09.2021 DFG-network: "Modern Mediterranean: Dynamics of a World Region, 1800-2000"; Università Ca‘Foscari; Deutsches Studienzentrum in Venedig

5th Workshop of the DFG Research Network “Modern Mediterranean: Dynamics of a World Region, 1800│2000”

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Konferenz
22.10.2021 - 23.10.2021 Stiftung Ettersberg gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem BMBF-Verbund »Diktaturerfahrung und Transformation«

Gut drei Jahrzehnte nach der deutschen Einheit möchte die Stiftung Ettersberg mit ihren Kooperationspartnern die lebensweltlichen Auswirkungen der Umgestaltung von Gesellschaft und Kultur in Ostdeutschland nach 1990 beleuchten.

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Call for Papers
24.02.2022 - 25.02.2022 Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte und Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung

Das DFG-Forschungsprojekt „Menschenrechte, queere Geschlechter und Sexualitäten seit den 1970er Jahren“ der DFG-FOR 2265 „Recht – Geschlecht – Kollektivität“ möchte im Rahmen einer zweitägigen Tagung die Genese eines „Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung“ historisieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchen Spannungsfeldern sich der Topos eines solchen Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung entwickelte.

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Ausstellungsrezensionen/

Sint Nicolaas, Eveline; u.a. Slavery. Ten true stories
05.06.2021 - 29.08.2021 Rijksmuseum Amsterdam
Rez. von Jan Hüsgen, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg

Am 1. Juli 2021 entschuldigte sich die Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, für die aktive Rolle der Stadt beim niederländischen Sklavenhandel des 17. und 18. Jahrhunderts.[1] Der 1. Juli ist in den Niederlanden der Tag zur Erinnerung an die Abschaffung der Sklaverei, die am 1863 in den Kolonien offiziell aufgehoben wurde.

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Schmidt, Lisa Marei; Wittmann-Englert, Kerstin (Hrsg.) Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk.
17.04.2021 - 29.08.2021 Brücke Museum
Rez. von Joachim Nicolas Trezib, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam

Werner Düttmanns Wirken als Architekt und Stadtplaner ist in Berlin allgegenwärtig. Als Exponent einer „postheroischen“ Nachkriegsmoderne, die als Widerpart zur ästhetischen und sozialen Praxis im realsozialistischen Ostteil der Stadt verstanden werden wollte, hat Düttmann das Gesicht West-Berlins, wenn nicht sogar der ganzen Stadt, wie kein anderer Gestalter in der zweiten Hälfte des 20.

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Tagungsberichte/

02.07.2021 - 03.07.2021 Artur Dirmeier, St. Katharinenspital Regensburg, Spitalarchiv; Harriet Rudolph, Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit), Universität Regensburg; Daniel Drascek, Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg
Von Georg Kaulfersch, Regensburg

Untersuchungen auf aktuell sehr dynamischen Forschungsfeldern wie jenem der materiellen Kultur verlangen eine genaue Selbstverortung. So warf die internationale Tagung zur materiellen Kultur des Spitals in der Vormoderne, die im Hybridformat am St. Katharinenspital in Regensburg ausgerichtet wurde, zahlreiche methodische wie inhaltliche Grundsatzfragen auf, um genuin neue Perspektiven auf eine seit langem intensiv erforschte Institution zu eröffnen, für welche Forschungsansätze dieser Art bislang kaum fruchtbar gemacht worden sind.

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02.07.2021 Diana Natermann / Johannes Müller/ Leonie Rupp / Jan Becker, Leiden University; Jens Jäger, Universität zu Köln
Von Jan Becker / Leonie Rupp, Leiden University

Organised as a Dutch-German collaboration between Leiden University and the University of Cologne, this workshop on colonial photography and visual culture took place in early July 2021. The workshop focused on European colonial photography and visual culture more broadly between 1850 and 1950, investigating the diverse ways in which photography was used to create a sense of familiarity between the colonies and the metropole.

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Zeitschriften/