Buchrezensionen/

Rez. von Reiner Prass, Erfurt

Waren Studien zur Nutzung von Gemeingütern in der Frühen Neuzeit und zu ihrer Aufteilung im 18. und 19. Jahrhundert bis in die 1990er-Jahre noch stark vom Modernisierungsparadigma und der allmählichen Abkehr hiervon geprägt gewesen, so erhielten sie durch Elinor Ostrom entscheidende Neuanstöße.[1] Sie verließ die bis dahin dominierenden ökonomischen, an den Prinzipien der kapitalistischen Marktwirtschaft orientierten Denkmuster, und legte dar, unter welchen Bedingungen Gemeingüter nachhaltig und ökonomisch sinnvoll genutzt werden.

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Rez. von Jost Dülffer, Historisches Institut, Universität zu Köln

Lange Zeit herrschte die Vorstellung, der Kalte Krieg sei so etwas wie ein totaler Krieg gewesen, wenn schon kein realer Krieg, dann aber eine totale mentale Mobilmachung der Menschen. Er sei gleichsam durch alle Poren in die Gesellschaften eingesickert. Bahnbrechende Arbeiten wie die von Tony Smith, Odd Arne Westad und manchen anderen haben jedoch seit der Jahrtausendwende deutlich gemacht, dass ein Kalter Krieg gerade im globalen Süden ausgetragen wurde und dort auch in vielen „heißen“ Kriegen eine Vielzahl der Toten im Vergleich zum Norden zur Folge hatte.

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Rez. von Tom Tölle, Abteilung Europäische Geschichte, Universität Hamburg

Despite its initial publication in 1990, Forgers and Critics is a book for our time. Like a man “applying for a substantial loan”, who enters his bank with the appropriate attire and an “air of conviction” (p. 50), so “the serious forgery must go out to meet the world with [...] extra confidence”, as Anthony Grafton puts it.

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Rez. von Jan-Henrik Meyer, Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt am Main

The current COVID-19 crisis has drastically demonstrated and reinforced our modern societies’ increasing reliance on telecommunication. Web-based video conferencing has emerged as the standard tool of doing business in the times of the pandemic. A number of different software tools are on the market, competing fiercely, in what looks like a winner-takes-all market.

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Termine/

Call for Papers
16.09.2021 - 17.09.2021 Nils Güttler, Chair for Science Studies, ETH Zürich; Laura Kaiser/ Thomas Lettang/ Rüdiger Graf, Department II: Economic Life, Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam

At the Leibniz Centre for Contemporary History in September, we will
host a workshop on environmental governance in the second half of the
20th century. Contributors will examine how environmental governance
emerged as a new field of knowledge in response to ecological and
economic crises. Focusing on both state and non-state actors, the workshop asks how the tools of government have changed, thereby also interrogating broader narratives of deregulation and neoliberalization since the 1970s.

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Call for Papers
05.05.2021 - 06.05.2021 Arbeitskreis Großbritannien-Forschung/German Association for British Studies (AGF)

Am 05. und 06. Mai 2021 findet der neunte Junior-Workshop des Arbeitskreises Großbritannien-Forschung (AGF) statt. Die Veranstaltung gibt fortgeschrittenen Masterstudierenden, Doktorand/innen und Post-Docs, die zum Vereinigten Königreich, Commonwealth oder British Empire arbeiten, die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und zu diskutieren.

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Workshop
04.03.2021 - 04.03.2021 Deutsches Historisches Institut Warschau

In dem Workshop werden vor allem kunsthistorische Fragen zum Adel in den beiden Teilen Preußens und dessen künstlerischen Repräsentationen, den Visualisierungen und dem materiellen Ausdruck von regionalen oder überregionalen Identifikationen und Loyalitäten zu den Höfen diskutiert.

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Call for Papers
26.08.2021 - 28.08.2021 Centre de traduction littéraire, Univ. Lausanne, Forschungsprojekt Exil:Trans

Im Rahmen des seit 2019 von einer internationalen Forschungsgruppe (Wien, Mainz/Germersheim und Lausanne) bearbeiteten Themas der Exil-Übersetzer/innen sollen bei der Tagung an der Universität Lausanne (www.unil.ch/ctl) die Netzwerke in den Mittelpunkt gerückt werden, die es den durch den Nationalsozialismus vertriebenen Menschen erlaubten, ihre Tätigkeit als Übersetzer/innen auszuüben – oder nicht.

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Ausstellungsrezensionen/

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr; Bauer, Gerhard; Protte, Katja; Wagner, Armin (Hrsg.) Krieg Macht Nation
16.07.2020 - 31.01.2021 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (MHM), Dresden
Rez. von Mathias Herrmann, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden

Die Auswirkungen der Reichseinigung und die mit ihr eng verbundene bismarcksche Blut-und-Eisen-Politik finden sich auch in aktuellen politischen Debatten immer wieder, zumeist stark polarisierend. War Bismarck nun ein „Held“ der deutschen Geschichte, wie es einige Vertreter rechtspopulistischer Parteien in Deutschland behaupten oder, um es mit den Worten des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Dezember 1870 zu sagen, doch derjenige, „der uns [unsere] Freunde, die Sympathien der Welt und – unser gutes Gewissen [raubte]“?[1] Auch wenn der für seine Errungenschaft im Krieg zum Generalfeldmarschall beförderte, spätere deutsche Kaiser Friedrich III.

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Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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Tagungsberichte/

27.11.2020 - 27.11.2020 Patrick Reinard, Universität Trier / Leif Scheuermann, Karl-Franzens-Universität Graz
Von Julian Kaltwasser, Alte Geschichte, Universität Trier

Unter dem Eindruck des erheblichen Zuwachses der digitalen Lehre, der der weltweit grassierenden Corona-Pandemie geschuldet ist, bot sich für die Arbeitsgemeinschaft Geschichte und EDV (AGE)[1] die Möglichkeit einer Online-Tagung zum Thema und zu den Erfahrungen der digitalen Lehre im Bereich der Geschichtswissenschaften.

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13.11.2020 - 14.11.2020 Berthold Unfried/ Claudia Martínez Hernández, Institute for Economic and Social History, University of Vienna
Von Claudia Martínez Hernández, Institute of Economic and Social History, University of Vienna

The online International Workshop “Alternative Forms of Globalization? The Council for Mutual Economic Assistance (CMEA) as Development Organization” was held between 13. and 14. November at the University of Vienna and organized by Berthold Unfried and Claudia Martínez Hernández within the framework of the FWF/Austrian Science Fund sponsored research project “Entanglements between Cuba and the German Democratic Republic (GDR): mobilities, exchanges, circulations within the Council of Mutual Economic Assistance”.

In its introduction, BERTHOLD UNFRIED (Wien) highlighted that by admitting “underdeveloped” (“subdesarrollado” by Cuba’s own self-definition) extra European states as members, the CMEA was confronted with the problem of massive economic inequality among its members on a global scale.

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Zeitschriften/

SEHEPUNKTE
Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften
ISSN 1618-6168
http://www.sehepunkte.de/

sehepunkte 21 (2021), Nr. 1

Liebe Leserinnen und Leser,

in den beiden zurückliegenden Jahren (2019/2020) hat sich die Wahl und die Krönung Karls V. zum Römischen König bzw. Erwählten Römischen Kaiser (1519/20) zum fünfhundertsten Mal gejährt.

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Liebe Leserinnen und Leser,

Die Februar-Ausgabe der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erscheint am 28. Januar 2021.

In ihr warnt der Soziologe Sighard Neckel vor dem nahenden Zusammenbruch des Erdsystems – und fordert einen grundlegenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft.

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Extreme Wetterverhältnisse, mangelnde Klimaschutzmaßnahmen und menschengemachte Umweltschäden sind laut dem jüngsten Weltrisikobericht des Weltwirtschaftsforums die größten Gefahren für die Erde. Dem Pariser Klimaabkommen ist 2019 auch Russland beigetreten, wo sich im Sommer 2020 eine der größten Ölkatastrophen in der Arktis ereignete.

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Die 22. Ausgabe der Denkströme, nun auch als Online-Ausgabe erschienen, widmet sich in gewohnter Weise dem transdisziplinären Dialog mit starkem Fokus auf aktuelle Entwicklungen.

Jutta Allmendinger und Jan Wetzel sind mit einem Diskussionsbeitrag zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Krisenzeiten“ vertreten, Matthias Middell warnt wiederum vor einem allzu biedermeierlichen Verständnis von gesellschaftlichem Zusammenhalt.

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