Buchrezensionen/

Rez. von Marcus M. Payk, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg

Dass auch Richterinnen und Richter Gefühle haben, wird niemand bestreiten wollen. Unklarheit besteht allerdings darüber, ob und wie sich diese richterlichen Gefühle zu Urteilsfindung und Gerichtspraxis in Bezug setzen lassen. Die vorliegende Studie von Sandra Schnädelbach, eine an der Freien Universität Berlin angenommene Dissertation aus dem emotionsgeschichtlichen Forschungsschwerpunkt des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, nähert sich dem Problem aus historischer Perspektive.

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Rez. von Anne-Laure Briatte, Fakultät für German studies, Sorbonne Universität, Paris

Denke ich an Preußen in der Nacht... Um das in Paris verfasste Gedicht „Nachtgedanken“ Heinrich Heines aus dem Jahr 1844 in leicht veränderter Form aufzugreifen, so fallen mir bestimmt nicht unmittelbar Karrieren von Frauen ein. Umso erfreulicher ist es, dass die Zeitschrift Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte sich vorgenommen hat, mit einem Beiheft zu Geschlechterverhältnissen die preußische Geschichte in der Frühen Neuzeit und der neueren Geschichte neu zu beleuchten.

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Rez. von Maren Tribukait, Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig

Mit seiner Studie „Bilder als Botschaft. Bildstrukturen deutscher Illustrierter 1905–1945 im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Publikum“ hat sich der Mainzer Medienhistoriker Konrad Dussel an eine Gesamtschau der deutscher Illustrierten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts herangewagt.

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Rez. von Sophia Wagemann, Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leipzig

Die Emotionsgeschichte verzeichnet seit etwa den 2000er-Jahren einen deutlichen Anstieg an Publikationen. Bettina Hitzer nahm 2011 eine Bestandsaufnahme vor und akzentuierte dabei zwei Zugänge der Emotionsgeschichte, die sich jedoch nicht gegenseitig ausschließen: zum einen die Befragung der Kategorie der Gefühle selbst, zum anderen die Fokussierung auf einzelne, spezifische Gefühle.[1] Einer der Zugänge ist hierbei das von der Mediävistin Barbara Rosenwein entworfene Konzept der Emotional Communities, das sie als „groups that share the same […] norms and values about emotional behavior and even about feelings themselves“ (S.

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Termine/

Call for Papers
09.12.2021 - 10.12.2021 Center for Eastern European Studies, University of Zurich

Conference organized by the Center for Eastern European Studies (CEES) at the University of Zurich in cooperation with the Department of World Politics and International Relation at the Russian-Armenian University in Yerevan.

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Call for Papers
23.02.2021 ÖGS/DGS

Against the backdrop of actual pandemic picture landscapes, and the lack of research in that area we would like to discuss the potential of illustrated sciences by two approaches.

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Symposium
11.03.2021 - 13.03.2021 JProf. Dr. Gigi Adair (Bielefeld)

'Theorizing African Diaspora(s) Anew' – this interdisciplinary symposium will bring together established and emerging literary and cultural studies scholars, social scientists and historians to discuss how theories of African diaspora should be updated.

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Call for Papers
18.11.2021 - 19.11.2021 Erkenbert-Museum Frankenthal und Stadtarchiv Frankenthal

Im Jahr 1571 fand in Frankenthal (Pfalz) ein Religionsgespräch zwischen Reformierten und Täufern statt, das als eine der wichtigsten religionspolitischen Maßnahmen in der reformierten Kurpfalz gilt. Das Jubiläum ist Anlass für eine von der Stadt Frankenthal (Pfalz) ausgerichtete internationale wissenschaftliche Tagung am 18.

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Ausstellungsrezensionen/

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr; Bauer, Gerhard; Protte, Katja; Wagner, Armin (Hrsg.) Krieg Macht Nation
16.07.2020 - 31.01.2021 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (MHM), Dresden
Rez. von Mathias Herrmann, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden

Die Auswirkungen der Reichseinigung und die mit ihr eng verbundene bismarcksche Blut-und-Eisen-Politik finden sich auch in aktuellen politischen Debatten immer wieder, zumeist stark polarisierend. War Bismarck nun ein „Held“ der deutschen Geschichte, wie es einige Vertreter rechtspopulistischer Parteien in Deutschland behaupten oder, um es mit den Worten des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Dezember 1870 zu sagen, doch derjenige, „der uns [unsere] Freunde, die Sympathien der Welt und – unser gutes Gewissen [raubte]“?[1] Auch wenn der für seine Errungenschaft im Krieg zum Generalfeldmarschall beförderte, spätere deutsche Kaiser Friedrich III.

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Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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Tagungsberichte/

16.11.2020 - 16.11.2020 Karlheinz Wiegmann & Nils Loscheider, Städtisches Museum Schloss Rheydt (Mönchengladbach); Guido von Büren, Museum Zitadelle Jülich
Von Nils Loscheider, Städtisches Museum Schloss Rheydt

In Vorbereitung der geplanten Sonderausstellung „Die Spanier am Niederrhein 1560-1660“ (Arbeitstitel) im Rahmen des Themenjahrs „Provinz“ des Museumsnetzwerks Rhein-Maas für das Jahr 2021 veranstalteten das Städtische Museum Schloss Rheydt und das Museum Zitadelle Jülich einen wissenschaftlichen Workshop mit ExpertInnen für die niederrheinische Geschichte des 16.

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26.11.2020 - 27.11.2020 Oliver Rathkolb / Wolfgang Mueller / Petra Mayrhofer (Vienna) / Karlo Ruzicic-Kessler (Bolzano)
Von Florence Klauda, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

What characterises Yugoslavia’s diplomatic relations in the Détente Period of the 1960s and 1970s? Which (geo-)political, economical and cultural circumstances influenced its relations with neighbouring countries and with the superpowers? Along with the most recent scholarship on Yugoslavia’s diplomatic standing during the Détente Period, these questions were at the heart of the discussions at the international online conference.

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Zeitschriften/

The European Review of Economic History is a major outlet for research in economic history. Articles cover the whole range of economic history papers on European, non-European, comparative and world economic history are all welcome. Contributions shed new light on existing debates, raise new or previously neglected topics, and provide fresh perspectives from comparative research.

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