Buchrezensionen/

Rez. von Thomas Hertfelder, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

Die Frage nach der Rolle von Intellektuellen hat die Geschichte der Bundesrepublik von Anfang an begleitet, jedoch erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts einen rasch erblühenden Zweig der Zeitgeschichtsforschung hervorgebracht.[1] Zahlreiche Arbeiten haben seitdem die Funktion, Position und Bedeutung von Intellektuellen etwa unter typologischen[2], generationellen[3], ideengeschichtlichen[4] und biographischen[5] Aspekten diskutiert.

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Rez. von Markus Bauer, Berlin

Schwer, eine Rezension eines Sammelbandes über das politische System Rumäniens zu beginnen, ohne auf die aktuelle Lage des Landes hinzuweisen, das sich als Nachbarstaat der Ukraine im unmittelbaren Umfeld des von Russlands Präsident Putin entfachten Angriffskriegs gegen die Ukraine befindet – und damit eine wichtige geostrategische Rolle spielt.

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Rez. von Philipp Höhn, Institut für Geschichte, Universität Halle-Wittenberg

Der besprochene Band untersucht Bürgerkriegskonstellationen der Moderne und des Mittelalters in vergleichender Perspektive, wobei die Herausgeber die in den skandinavischen Reichen des 11.–13. Jahrhunderts auftretenden Auseinandersetzungen mit Bürgerkriegen in Guinea-Bissau und Afghanistan vergleichen.

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Rez. von Alexander Kraus, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg

Der gesellschaftliche und kulturelle Wandel, der die Bundesrepublik in den 1960er-Jahren erfasste, blieb nicht auf die Großstädte beschränkt. Dennoch gelten (nur) diese gemeinhin als Zentren des Protests und der Veränderung. Dass Christina von Hodenbergs Buch „Das andere Achtundsechzig“ im Jubiläumsjahr 2018 eine breite Rezeption erfuhr, lag auch daran, dass die Autorin den Blick auf die alte Universitätsstadt Bonn richtete – schon das eine kleine Horizontverschiebung in der öffentlichen Wahrnehmung.[1] Noch viel seltener ist die historische Forschung jenen Veränderungen im ländlich-kleinstädtischen Raum nachgegangen.[2] Umso wertvoller erscheint daher der von Lu Seegers herausgegebene Band, der verspricht, die „gesellschaftliche[n] Nachwirkungen auf dem Lande“ zu untersuchen.

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Termine/

Seminar
24.11.2022 - 26.11.2022 OeAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung), Programm _erinnern.at_

Das Zentrale Seminar des OeAD-Programms erinnern.at ist die größte österreichische LehrerInnenfortbildung zum Thema Holocaust, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Es richtet sich an LehrerInnen aller Schultypen und Fächer, insbesondere Geschichte und Politische Bildung. In diesem Jahr nimmt das Zentrale Seminar von erinnern.at pädagogische Herangehensweisen zum Themenkomplex Widerstand in den Fokus.

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Symposium
20.10.2022 - 20.10.2022 DARIAH-CH Study Day

Digital approaches to the arts and humanities require new skill sets and stable infrastructures to make the digital turn a fruitful endeavor for scholars and the public. This one-day event aims to familiarize you with ongoing research in the broad field of Digital Humanities in Switzerland. The program showcases the thriving ecosystem of research, support entities, and teaching in the Digital Humanities in Switzerland.

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Call for Papers
20.04.2023 - 23.04.2023 Berliner Kirchenbauforum an der Katholischen Akademie Berlin e.V.

Architektur wird zuerst gedacht und dann gebaut. Der architektonische Entwurf sagt häufig mehr über das Architekturverständnis und die erlernte Theorie seines Entwerfers aus, als die realisierten Bauten, die oft von vielen Einschränkungen, Änderungen und Kompromissen geprägt sind. Bei der Tagung im April 2023 liegt der Fokus auf der Sakralarchitektur, die eine künstlerisch impulsgebende Aufgabe darstellt(e).

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Konferenz
24.11.2022 - 25.11.2022 Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) und Kommission für Film und audiovisuelle Anthropologie in der DGEKW. Mit Unterstützung des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) der TU Bergakademie Freiberg

Tagung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) in Kooperation mit der Kommission Film und audiovisuelle Anthropologie in der DGEKW. Am 24.-25.11.2022 in der Alten Mensa der TU Bergakademie Freiberg. Anmeldung bitte bis 17.11.2022.

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Ausstellungsrezensionen/

03.12.2021 - 28.08.2022 Museum für Kommunikation Berlin
Rez. von Martin Schmitt, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Historiker:innen beschäftigen sich mit Zusammenhängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aussagen über die Zukunft sind nicht ihr Metier. Trotzdem ist „Zukunft“ seit einigen Jahren ein beliebtes Sujet der Geschichtswissenschaft. Da Historiker:innen aus der Kenntnis der Geschichte nichts Verlässliches über die Zukunft vorauszusagen vermögen, fragen sie nach den Zukunftsvorstellungen früherer Akteur:innen.

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Plankensteiner, Barbara (Hrsg.) Benin. Geraubte Geschichte
17.12.2021 Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK)
Rez. von Isabel Eiser, Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“, Universität Hamburg

Auf Einladung Barbara Plankensteiners, der Direktorin des MARKK, sind zur Ausstellungseröffnung im Dezember 2021 hochkarätige Gäste gekommen. Es ist ein politisches Ereignis, da nach vielen Jahren der Debatten nun tatsächlich die Restitution der Benin-Bronzen angekündigt wird. Abba Isa Tijani, Generaldirektor der nigerianischen Museumskommission, spricht auf der Hamburger Eröffnung von der geplanten Rückgabe der Benin-Bronzen als „Beginn eines neuen Kapitels der Kooperation“.[1] Für ihn sind diese Objekte Botschafter der westafrikanischen Region, da sich durch sie in Europa ein profunderes Verständnis von afrikanischer Kunst entwickelt habe.[2] Der Botschafter Nigerias in der Bundesrepublik, Yusuf Tuggar, beschreibt den Ausstellungsraum als für den einen Anlass vollgepackt: die endgültige Rückgabe der Benin-Bronzen.[3] Und der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda kündigt an, dass sich mit eben dieser Ausstellung die Perspektive einer bedingungslosen Restitution verbinde.[4]


_Abb.

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Tagungsberichte/

08.07.2022 - 09.07.2022 Sofia Derer / Jens Krumeich / Sandra Schell, Universität Heidelberg
Von Carl Junginger, Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg
 
10.06.2022 - 11.06.2022 Vitus Huber, University of Geneva; Romedio Schmitz-Esser, University of Heidelberg; Maria Weber, University of Munich
Von Loraine Chappuis, Département d'histoire générale, Universität Genf

Zeitschriften/

Sehr geehrte Damen und Herren,

die neue Ausgabe FeRA 47 (2022) ist online abrufbar.

Mit freundlichen Grüßen

Krešimir Matijević und Peter Probst
(Herausgeber der FeRA)

http://www.fera-journal.eu/

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