Buchrezensionen/

Rez. von Mathis Hartmann, Historisches Institut / Alte Geschichte, Ruhr-Universität Bochum

Geradezu programmatisch greift Dominic M. Machado im Titel seiner hier zu besprechenden Monographie ein Diktum Ciceros (Mur. 38) zum Willen der Soldaten, voluntas militum, auf. Denn es sind die römischen Soldaten, nicht etwa Feldherrn und Aristokraten, die der Autor als Akteure in den Vordergrund seines Buches rückt, das die deutlich erweiterte Fassung seiner Dissertation aus dem Jahr 2017 darstellt.

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Rez. von Nicole Diersen, Alte Geschichte, Universität Osnabrück

Emotionen sind schon lange nicht mehr aus den Altertumswissenschaften wegzudenken. Dies zeigt einmal mehr Chaniotis mit seinem neu vorgelegten Werk „Emotionen und Fiktionen“. Auf 224 Seiten zeigt er die gesamte Bandbreite von Emotionen in der griechischen Antike und gibt damit einen weiteren Einblick[1], wie viel Potential in der Erforschung von Emotionen steckt.

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Rez. von Stefan B. Kirmse, Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin

Stephen Badalyan Riegg’s study of the Russian Empire’s complex relationship with Armenians in the long 19th century is an important achievement. With its focus on changing Russian policies and perceptions, colonialism and the integration of ‘natives’ in the South Caucasus, it offers not only a detailed empirical analysis but, given Russia’s invasion of Ukraine, also a thought-provoking discussion that raises uncomfortable questions about the role of ethnic and religious ‘Others’ in the project of empire-building.

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Rez. von Charlotte Trottier, Gedenkstätte Bergen-Belsen, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Gedenkstätten erfüllen verschiedene Funktionen: Als Bildungs- und Begegnungsorte, Forschungszentren, Gedenk- und Erinnerungsorte, Dokumentations- und Archivstätten, Veranstaltungsorte, archäologische Gebiete, digitale Lernorte, (erinnerungs-)politische Akteurinnen oder Publikationsstätten sind sie vielseitig und interdisziplinär tätig.

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Termine/

Konferenz
26.06.2024 - 28.06.2024 Stadtarchiv Magdeburg, Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg und Historische Kommission für Sachsen-Anhalt, in Verbindung mit dem Kuratorium „Friedensforum Johanniskirche 1631–2031“

Die Reformation setzte sich zuerst in den Großstädten durch. Historikerinnen und Historiker aus fünf europäischen Ländern und den USA nehmen die Anfänge dieser Bewegung in verdichteten urbanen Kommunikationsräumen neu in den Blick. Sie vergleichen den Modellfall Magdeburg mit ausgewählten Metropolen in Mittel- und Westeuropa, in denen sich der gesellschaftlich-kulturelle Wandel um das Jahr 1524 beschleunigte.

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Konferenz
31.05.2024 - 02.06.2024 Stiftung Kulturwerk Schlesien

2024 lädt die Stiftung Kulturwerk Schlesien (SKWS) unter der Überschrift „Umbrüche und Krisen im 19. und 20. Jahrhundert in Schlesien. Multiperspektivische Betrachtungen von Ausnahmesituationen und ihren Auswirkungen am Beispiel Schlesiens“ vom 31.5. bis 2.6.2024 in das Gästehaus der Abtei Münsterschwarzach zur Jahrestagung ein.

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Call for Papers
09.10.2024 - 11.10.2024 Collaborative Research Center “Dynamics of Security” and the Center for Conflict Studies at Philipps University Marburg

Call for Panels until May 1st!

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Akademische Ankündigungen
03.10.2024 - 06.10.2024 OeAD (Programm ERINNERN:AT), Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Pädagogische Hochschule Wien

Studienfahrt für österreichische Lehrkräfte an die Gedenkstätte Auschwitz
Vom 3. bis 6. Oktober 2024 bietet das OeAD-Programm ERINNERN:AT in Kooperation mit dem Nationalfonds und der PH Wien eine Studienfahrt an die Gedenkstätte Auschwitz und die dortige neue Österreich-Ausstellung an. Auf der Studienfahrt setzen sich die Teilnehmenden mit den Herausforderungen eines Schulbesuchs sowie Lernmaterialien zur Vor- und Nachbereitung des Gedenkstätten- und Ausstellungsbesuchs auseinander.

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Ausstellungsrezensionen/

23.06.2021 Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Rez. von Stephan Jaeger, Department of German and Slavic Studies, University of Manitoba

Was genau ist die Aufgabe des am 23. Juni 2021 im komplett entkernten und neugestalteten Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof in Berlin eröffneten Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung und seiner Ständigen Ausstellung?[1] Wie kann dieses Dokumentationszentrum den Spagat bewältigen, einerseits eine vermeintliche Leerstelle des deutschen Gedenkens und des historischen Wissens zum Leiden der deutschen Vertriebenen um 1945 zu schließen und andererseits einen Ort zu schaffen, der allen Flüchtlingen und Vertriebenen, gerade im heutigen Deutschland, eine Sprache und einen Raum gibt sowie zu kritischen Diskussionen über Zwangsmigration im 21.

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30.11.2023 GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Rez. von Paul Schacher, Leipzig

Unter dem Slogan „REINVENTING GRASSI.SKD“ verfolgt das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig eine konzeptionelle Neuerfindung. Im Juli 2022 habe ich an dieser Stelle bereits die ersten neugestalteten Ausstellungsbereiche besprochen.[1] Der Wandel des Museums „zu einem Netzwerkmuseum, in dem verschiedene Stimmen zu Wort kommen und sich unterschiedliche Orte miteinander verbinden“[2], so der Eigenanspruch, wurde seitdem mit neuen Projekten zur Forschung und Vermittlung, mit Rückführungen an Herkunftsgemeinschaften sowie der Überarbeitung der Dauerausstellung vorangetrieben.

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Tagungsberichte/

14.03.2024 - 15.03.2024 Winfried Süß / Cornelius Torp / Heike Wieters, Gesellschaft für Historische Sozialpolitikforschung; Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Von Fritz Kusch, Sonderforschungsbereich 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Universität Bremen

„Der andere Sozialstaat“ stand im Fokus der Jahrestagung der Gesellschaft für Historische Sozialpolitikforschung. Wie Winfried Süß (Potsdam) und Cornelius Torp (Bremen) in ihrer Einführung darlegten, nahm es sich die Tagung zum Ziel, das Mitwirken von Akteuren außerhalb der gesetzlichen Sozialversicherung an der Wohlfahrtsproduktion in Deutschland historisch zu untersuchen.

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28.02.2024 - 29.02.2024 Christoph Mauntel, Universität Osnabrück; Helmut Puff, University of Michigan
Von Linn Marie Eckhof, Geschichte des Mittelalters, Historisches Seminar, Universität Osnabrück

Ob beim Arzt, an der Kasse oder am Bahngleis – Warten ist ein großer Bestandteil unseres Lebens. Dass es lohnt, sich aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive mit dem Warten zu befassen, wurde auf der Tagung in München deutlich. Das Ziel der Tagung bestand darin, einen Abriss der Geschichte des Wartens vom (europäischen) Mittelalter über die Neuzeit bis hin zur Moderne zu geben und zu untersuchen, ob und – falls ja – wie sich das Warten in verschiedenen Kontexten verändert hat.

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Zeitschriften/

"Archiv und Wirtschaft" ist die viermal jährlich erscheinende Verbandszeitschrift der Vereinigung der Wirtschaftsarchivarinnen und Wirtschaftsarchivare e. V. (VdW), in der seit 1967 rund 2.500 Beiträge publiziert worden sind. Sie dokumentiert die Vorträge der VdW-Jahrestagungen und bietet Raum für Fachaufsätze und Berichte zum deutschsprachigen und internationalen Wirtschaftsarchivwesen.

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
72. Jahrgang 2024, Heft 4

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Freiwillig geleistete Arbeiten sind wenig erforschte Aktivitäten. Statistische Erhebungen zeigen, dass sie für das Funktionieren moderner Gesellschaft unverzichtbar zu sein scheinen. Das Heft fokussiert auf die Freiwilligenarbeit im alternativen Milieu, das sich seit den späten 1960er Jahren formiert hat.

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