Buchrezensionen/

Rez. von Katja Wezel, Fakultät für Geschichte und Philosophie, Universität Lettlands

Catherine Gibsons Monografie Geographies of Nationhood ist zu einem Zeitpunkt erschienen, zu dem unsere Augen in besonderem Maße auf Ost- und Ostmitteleuropa gerichtet sind, gerade auf die Randgebiete, die früher zum Russländischen Kaiserreich bzw. zur Sowjetunion gehört haben. Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 lässt aktuelle und vergangene nationalrussische Bestrebungen in einem neuen Licht erscheinen.

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Rez. von Ole Münch, Deutsches Historisches Institut London

Auf den ersten Blick könnte man meinen, „Cheap Street“ sei allein für einen Zirkel ausgewiesener Spezialist:innen geschrieben, die sich für Londoner Stadtgeschichte interessieren. Das Buch handelt von der Entwicklung des informellen Straßenhandels in der Metropole im Zeitraum von 1850 bis 1939.

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Rez. von Detlef Siegfried, Department of English, German and Romance Studies, University of Copenhagen

Nachdem das Interesse am historischen Linkskommunismus unmittelbar vor und nach 1968 besonders groß gewesen war und eine Reihe wichtiger Studien etwa von Hans Manfred Bock, Erhard Lucas oder Michael Buckmiller hervorgebracht hat sowie nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus noch einmal aufgeflammt war, ist in jüngster Zeit erneut eine kleine Konjunktur zu beobachten.[1] Das hier anzuzeigende Buch ist neben einem im vergangenen Jahr erschienenen Überblickswerk zum Rätekommunismus bereits die zweite Monografie, die Felix Klopotek zu diesem Thema vorlegt.[2] Wie in seiner exzellent informierten Ideengeschichte dieser politischen Strömung, interessiert sich der Autor auch in dieser „Werkbiographie“ für die Theorie, die einen dezidierten Kontrapunkt sowohl zur Sozialdemokratie als auch zum stalinistischen Kommunismus setzte.

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Rez. von Daniel Morat, Deutsches Historisches Museum, Berlin

Die Debatte um den deutschen Kolonialismus hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Dynamik entfaltet. Nachdem er in der deutschen Erinnerungskultur lange keine prominenente Rolle spielte, drängte er seit etwa 2004, als sich der von deutschen Kolonialsoldaten verübte Völkermord an den Herero und Nama zum hundertsten Mal jährte, verstärkt in die breitere Öffentlichkeit – einerseits vorangetrieben durch beharrliche Aktivitäten postkolonialer Initiativen, andererseits auch vorbereitet durch den akademischen Aufschwung der Globalgeschichte und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte.

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Termine/

Konferenz
07.10.2022 Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst der Universität Koblenz-Landau

Die Tagung adressiert Popularisierungsprozesse, insbesondere die Vormoderne betreffend. Ausgehend von der Gegenwart der Popkultur und der ihr zugehörigen Theoriebildung soll in diesem interdisziplinären Rahmen grundsätzlich nach der Applizierbarkeit der Kategorie des Populären in Mittelalter und Früher Neuzeit gefragt werden.

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Akademische Ankündigungen
05.10.2022 - 05.10.2022 Paula Diehl (Kiel), Birgit Sauer (Vienna)

Public Lecture and Discussion

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Akademische Ankündigungen
16.11.2022 - 16.11.2022 Stiftung Stadtmuseum Berlin

Bei BERLIN GLOBAL liest Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e. V. und der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, aus den Erinnerungen ihres Vaters.

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Konferenz
10.10.2022 - 12.10.2022 Joachim Rees und Hannah Steurer (DFG-Graduiertenkolleg "Europäische Traumkulturen")

Unter dem Titel "Dinge träumen" wird vom 10. bis 12. Oktober 2022 eine internationale Tagung des DFG-Graduiertenkollegs "Europäische Traumkulturen" dem Zusammenhang von Dingwelten und Traumkulturen auf den Grund gehen. Die Veranstaltung findet im Graduate Centre auf dem Saarbrücker Universitätscampus statt und beginnt am Montag, den 10.

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Ausstellungsrezensionen/

03.12.2021 - 28.08.2022 Museum für Kommunikation Berlin
Rez. von Martin Schmitt, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Historiker:innen beschäftigen sich mit Zusammenhängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aussagen über die Zukunft sind nicht ihr Metier. Trotzdem ist „Zukunft“ seit einigen Jahren ein beliebtes Sujet der Geschichtswissenschaft. Da Historiker:innen aus der Kenntnis der Geschichte nichts Verlässliches über die Zukunft vorauszusagen vermögen, fragen sie nach den Zukunftsvorstellungen früherer Akteur:innen.

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Plankensteiner, Barbara (Hrsg.) Benin. Geraubte Geschichte
17.12.2021 Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK)
Rez. von Isabel Eiser, Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“, Universität Hamburg

Auf Einladung Barbara Plankensteiners, der Direktorin des MARKK, sind zur Ausstellungseröffnung im Dezember 2021 hochkarätige Gäste gekommen. Es ist ein politisches Ereignis, da nach vielen Jahren der Debatten nun tatsächlich die Restitution der Benin-Bronzen angekündigt wird. Abba Isa Tijani, Generaldirektor der nigerianischen Museumskommission, spricht auf der Hamburger Eröffnung von der geplanten Rückgabe der Benin-Bronzen als „Beginn eines neuen Kapitels der Kooperation“.[1] Für ihn sind diese Objekte Botschafter der westafrikanischen Region, da sich durch sie in Europa ein profunderes Verständnis von afrikanischer Kunst entwickelt habe.[2] Der Botschafter Nigerias in der Bundesrepublik, Yusuf Tuggar, beschreibt den Ausstellungsraum als für den einen Anlass vollgepackt: die endgültige Rückgabe der Benin-Bronzen.[3] Und der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda kündigt an, dass sich mit eben dieser Ausstellung die Perspektive einer bedingungslosen Restitution verbinde.[4]


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Tagungsberichte/

22.06.2022 - 24.06.2022 Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden (ISGV); Sächsisches Staatsarchiv Dresden
Von Philipp Thomas Wollmann, Monumenta Germaniae Historica
 
28.04.2022 - 30.04.2022 Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Von Nadine Jenke, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zeitschriften/

Bernd Stiegler, Kathrin Yacavone (Hg.)

Erinnerung, Erzählung, Erkundung
Fotoalben im 20. und 21. Jahrhundert

Fotoalben bündeln Bilder zu Geschichten. Sie sind Fibeln und Speicher des vergesellschafteten Lebens, das immer auch reflexiv auf seine eigene Geschichte zielt. Alben verschränken Fotografien mit Texten und anderen Bildformen, sie verbinden Eigenes und Fremdes, Privates und Öffentliches, Geschichten und Geschichte.

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Mixed issue with Forum/Series/Single Articles

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Die Zeitschrift für Geschichtsdidaktik ist erschienen. Sie beschäftigt sich mit Diskursen und Perspektiven zu bzw. auf Heimat(en) aus geschichtsdidaktischer Sicht

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