Auch in diesem Jahr möchten wir Sie in den letzten Wochen des Jahres wieder herzlich um Ihre Unterstützung bitten und starten hiermit die Spendenkampagne 2020 für H-Soz-Kult und die anderen Portale von Clio-online.

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Buchrezensionen/

Rez. von Stefanie Samida, Historisches Seminar, Universität Heidelberg

Es gibt Orte, die sind sichtbar, aber doch unsichtbar – oder anders gesagt: Sie changieren zwischen Anwesenheit und Abwesenheit. Das hier zu besprechende Buch nimmt sich einer ganz speziellen Gattung solcher Orte an: den von den Nationalsozialisten in der Mitte der 1930er-Jahre erbauten sogenannten Thingstätten.

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Rez. von Frank Wolff, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück

Gehörten Gesamtdarstellungen einst zur Paradedisziplin renommierter Historiker/innen, gerieten sie im Zuge der kulturhistorischen Erweiterung der Geschichtswissenschaft erst in die Kritik und dann etwas außer Mode, verschwanden aber nie völlig vom Buchmarkt. Herausragende Exemplare der Gattung zeichnen sich durch einen hybriden Charakter aus: Während sie einerseits wissenschaftliche Tendenzen verdichten und neue Interpretationen aus der Gesamtschau heraus anregen können, bieten sie andererseits, im Sinne Hans-Ulrich Wehlers, historisches Orientierungswissen auch für eine breitere, fachfremde Leserschaft.

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Rez. von Annette Weinke, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Strafverfahren gegen einheimische „Kollaborateure“, „Spione“ sowie große und kleine Funktionsträger des NS-Besatzungsregimes waren in den ersten Nachkriegsjahren in fast allen ostmitteleuropäischen Nachkriegsstaaten an der Tagesordnung. In der Osteuropa- und Kommunismusforschung wird die gesellschaftspolitische Bedeutung dieser Prozesse oftmals darin gesehen, dass sich in ihnen verschiedene Zielsetzungen der kommunistischen Wiederaufbauprojekte miteinander verknüpfen ließen, namentlich die Befriedigung eines weit verbreiteten Rufs nach kollektiver und individueller Vergeltung „von unten“ und die beabsichtigte sozio-ökonomische Umwälzung „von oben“.

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Rez. von Markus Krumm, Mittelalterliche Geschichte, Ludwig-Maximilians-Universität München

Der sizilisch-kalabrische Graf Roger II. (1095–1154) stieg erst zum Herzog, dann zum König eines neben der Insel Sizilien auch das süditalienische Festland – und zeitweise Teile Nordafrikas – umfassenden Reiches auf, das bis zur italienischen Einigung im 19. Jahrhundert Bestand haben sollte. In der Forschung galt er lange Zeit als mittelalterliche Anomalie, als proto-absolutistischer Begründer eines modernen Modellstaats, aufgeklärt und tolerant in seiner Haltung, strategisch kühl und teils ruchlos bei der Wahl seiner Mittel.

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Termine/

Web-Seminar
16.12.2020 Centre for Economic Policy Research (CEPR); Institut für Bank- und Finanzgeschichte (IBF); Leibniz Institute for Financial Research (SAFE)

16.12.2020, 16:00 Uhr
Centre for Economic Policy Research (CEPR) / Institut für Bank- und Finanzgeschichte (IBF) / Leibniz Institute for Financial Research (SAFE) Web Seminar

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Konferenz
18.12.2020 - 19.12.2020 PD Dr. Cornel Zwierlein, Heisenberg-Stelle und Sachbeihilfe-Projekt DFG GZ Zw 164-7/1, 8/1, 9/1

A conference on pre-circulated papers preparing a Brill volume in the series ´Intersections`: Early Modern Individual migrants and travelers often did not form part of classic ´diaspora´ situations or communities: they frequently never really settled, instead wandering, perhaps remaining abroad for some time in one place, then traveling further to another: we ask for the degrees and frameworks of agency they had or could gain, in European, Mediterranean and global contexts.

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Call for Papers
02.09.2021 - 03.09.2021 Fabian Link, Volker Remmert, Marij van Strien

Fabian Link, Volker Remmert, Marij van Strien, Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT), Bergische Universität Wuppertal, 2.-3.9.2021.
Die moderne historische Wissenschaftsforschung hat sich im langen 20. Jahrhundert herausgebildet. Ziel des Workshops ist, die Geschichte der historischen Wissenschaftsforschung zu erforschen.

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Call for Papers
29.06.2022 - 01.07.2022 Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG)

Die Covid-19-Pandemie, der Klimawandel und der dramatische Verfall der Artenvielfalt zwingen die Menschheit, ihr Verhältnis zur Natur zu überdenken. Es ist deshalb an der Zeit, das Thema «Natur» aus historischer Perspektive zu betrachten. Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) und die Universität Genf laden Historikerinnen und Historiker bis am 30.

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Ausstellungsrezensionen/

Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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23.08.2020 Jüdisches Museum Berlin
Rez. von Yael Kupferberg, Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin / Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Standort Berlin

Im August 2020 eröffnete das Jüdische Museum Berlin unter dem Titel „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ nach mehrjähriger Vorbereitung seine neue Dauerausstellung. Das Ergebnis kann auch als eine gelungene, differenzierte und ausgewogene Antwort auf die in der Vergangenheit scharf geführte öffentliche Kontroverse um Inhalte und Personal des Jüdischen Museums Geltung beanspruchen.

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Tagungsberichte/

09.09.2020 Berliner Kolleg Kalter Krieg; Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung
Von Nina Hechenblaikner, Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck

Die „Cold War Studies“ stellen ein sehr dynamisches Forschungsfeld dar, welchem auch in der deutschen Forschung vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wird. Am 09. September 2020 fand in Berlin ein Workshop für Nachwuchswissenschaftler/innen aus diesem Bereich statt, der vom Berliner Kolleg Kalter Krieg in Kooperation mit der Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung und mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur organisiert wurde.

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01.10.2020 - 02.10.2020 Christoph Augustynowicz, Universität Wien; Christof Paulus, Ludwig-Maximilians-Universität München
Von Barbara Schratzenstaller, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Übercodierung der Figur des Antichrist sowie des Antichristlichen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert bildete das Leitmotiv der Tagung, die aufgrund der Corona-Pandemie digital stattfand. Sie näherte sich aus kulturgeschichtlicher Perspektive den vielfältigen Erscheinungsformen des Antichristlichen, wobei konzeptionalisierende an Stelle instrumentalisierender Diskurse im Zentrum standen.

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Zeitschriften/

Wie können qualitativ Forschende in den Geschichtswissenschaften mit der zunehmenden Anzahl von retrodigitalisierten sowie digital entstandenen Quellen umgehen? Wie können digitale Werkzeuge in einem Forschungsprozess mit bereits etablierten Forschungsmethoden verknüpft werden? Wie verändert sich das wissenschaftliche Arbeiten, wenn anstelle von Lücken in der historischen Überlieferung nach komplexen Mustern in Informationsmassen gesucht werden muss?

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The Journal of Medieval History (JMH) is devoted exclusively to the history of Europe in the Middle Ages. There are no limits on the subject matter, provided it is within the medieval period, broadly defined as covering the centuries from the fall of the Roman empire to the Renaissance.

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KULT_online Nr. 62 (2020)

https://journals.ub.uni-giessen.de/kult-online/issue/view/82

Das Rezensionsmagazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

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Artikel 3 des Grundgesetzes legt fest, dass kein Mensch aufgrund "seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen und politischen Anschauungen" und "seiner Behinderung" benachteiligt werden darf. Rassistische Übergriffe, Anschläge und Morde sowie Berichte über rechtsextreme Netzwerke auch in Polizeibehörden offenbaren jedoch die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit dieses Verfassungsgrundsatzes.

Rassismus als vermeintliche Legitimation von Ungleichheitsstrukturen kennt vielfältige Betroffene und passt sich an wandelnde gesellschaftliche Kontexte an.

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