Buchrezensionen/

Rez. von Andreas Greiner, Deutsches Historisches Institut Washington

Tristan Oestermann liefert in seiner Dissertationsschrift eine umfassende Darstellung der kamerunischen Kautschukwirtschaft zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft. Zwar ist sein 750 Seiten starkes Buch mit diesem zeitlichen Fokus innerhalb der Kolonialgeschichtsschreibung zu verorten, die er um Erkenntnisse zum Verwaltungshandeln des Gouvernements von Kamerun erweitert.

[weiterlesen...]
Rez. von Juliane Clegg, Historisches Institut, Universität Stuttgart

Warum eine weitere Arbeit zu Zentralbanken, die in der Wirtschafts- und Politikwissenschaft bereits so umfassend erforscht wurden? Diese Frage stellt Leon Wansleben an den Anfang seiner soziologischen Studie, die seine Leserschaft auf eine faszinierende intellektuelle Reise durch 50 Jahre Zentralbankpolitik führt.

[weiterlesen...]
 
Rez. von Carsta Langner, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Dreißig Jahre nach der staatlichen Vereinigung ist die postsozialistische Transformation in der deutschen Zeitgeschichtsschreibung zu einem aktuellen Forschungsfeld geronnen. Während die Sozialwissenschaften die 1990er-Jahre ausführlich forschend begleitet und en détail ausgeleuchtet haben, beginnen die Historiker:innen erst in den letzten Jahren, sich der Zeit anzunähern.

[weiterlesen...]
Rez. von Charlotte Adèle Murphy, Osteuropäische Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Seit dem „Memory Boom“ der letzten Jahrzehnte, dem „digital turn“ in Gesellschaft und Erinnerungskultur und spätestens seit der Corona-Pandemie ist eine Verschiebung historischer Inhalte in den digitalen Raum zu verzeichnen, die neue Fragen und Herausforderungen für die Forschung eröffnet.[1] Zudem werden heute neue mediale Formen der Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerung benötigt, die jüngere Generationen ansprechen oder von ihnen gestaltet werden.

[weiterlesen...]

Termine/

Konferenz
08.03.2024 - 10.03.2024 JProf. Dr. Nadin Burkhardt (Eichstätt); Dr. Aura Piccioni (Trier/Rom); Dr. Raffaella Da Vela (Tübingen); Dr. Robinson Krämer (Wien)

Das Treffen dient der Präsentation und dem Austausch der Ergebnisse aktuell laufender Survey und Grabungen, neuer Projekte, Qualifikationsarbeiten, Publikationen und Editionsvorhaben.

[weiterlesen...]
Symposium
14.03.2024 - 15.03.2024 Forschungsinitiative "Ethics of Sciences"; Institute of Advanced Studies for Ethics of the Sciences

Die Forschungsinitiative Ethics of Sciences (EOS) veranstaltet in Kooperation mit dem Institute of Advanced Studies for Ethics of the Sciences (IASEOS) am 14. und 15. März 2024 in Hannover das International Symposium „Ethics of the Sciences".

[weiterlesen...]
 
Call for Papers
24.10.2024 - 26.10.2024 Historische Kommission Sachsen-Anhalt

Für eine Tagung über „Verketzerungsprozesse“ im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit bitten wir um Einreichungen von Vorschlägen für Vorträge. Einreichungsfrist ist der 15. April 2024. Die von der Historischen Kommission Sachsen-Anhalt veranstaltete und vom Landkreis Mansfeld-Südharz unterstützte Tagung findet vom 24.

[weiterlesen...]
Konferenz
21.03.2024 - 22.03.2024 Karlsruhe Institute of Technology, RWTH Aachen University, and GWZO Leipzig

The conference is conceived as an interactive exchange debating the current challenges of residential heritage in Eastern Europe from a comparative and interdisciplinary perspective.

REGISTER HERE: https://www.staedtebau.rwth-aachen.de/.../Anmeldung/lidx/1/…

[weiterlesen...]

Ausstellungsrezensionen/

08.09.2023 - 31.03.2024 MARKK - Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt
Rez. von Lea Garcia, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

„Der nordische Kolonialismus – in seinen historischen und aktuellen Formen – ist für die Sam:innen bis heute deutlich spürbar“ liest man beim Eintreten in den Ausstellungsraum und wird durch die zuweilen bedrohlichen Klänge der Videoinstallation „Dalvedh“ der Künstlerin Sissel M. Berg (2014) auf die ernste und emotionale Thematik eingestimmt.

[weiterlesen...]
 
30.06.2023 - 18.02.2024 Haus der Kunst
Rez. von Benedikt Sepp, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Obwohl Archive die Orte sind, aus deren Beständen der Großteil des historischen Wissens zusammengesetzt wird, werden sie von der an diesem Wissen interessierten Öffentlichkeit nur selten aufgesucht; es braucht üblicherweise die Zwischeninstanz der Historikerinnen und Historiker, um aus (wenngleich kuratierten) Beständen an Rohmaterial die Geschichten erst zur Geschichte zu machen, die dann publikumswirksam aufbereitet und präsentiert werden kann.

[weiterlesen...]

Tagungsberichte/

14.09.2023 - 16.09.2023 Geschichtsverein und Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Von Joachim Bürkle, Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Finanzen der Kirchen gerieten in der letzten Zeit immer wieder in den Fokus des öffentlichen Diskurses. Dabei standen zuletzt insbesondere die Staatsleistungen an die Kirchen im Zentrum, sahen doch verschiedene Gesetzesanträge aus ganz unterschiedlichen politischen Richtungen eine Ablösung derselben vor, und auch im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien wurde zuletzt ein im Dialog mit den Ländern und Kirchen zu erarbeitendes Grundsätzegesetz anvisiert, das einen fairen Rahmen für diesen Prozess gewährleisten solle.

[weiterlesen...]
 
25.01.2024 - 27.01.2024 Torsten Hoffmann, Universität Stuttgart; Nicolai Busch, Universität Mannheim; Kevin Kempke, Universität Stuttgart
Von Johannes von Moltke, German Studies / Film, Television and Media, University of Michigan

„Wir müssen lesen“ verkündete Götz Kubitschek, Vordenker der Neuen Rechten aus Schnellroda, jüngst bei einer Veranstaltung vor der Universität Wien. Genauer: „wir müssen einen Roman nach dem anderen, ein zentrales Werk nach dem anderen für uns vereinnahmen, aus rechter Sicht lesen und daraus das machen, was man eine Rückeroberung oder Reconquista an der Universität nennen sollte.“[1] Literatur und Lesen, so Kubitscheks Botschaft an die kleine Gruppe, die trotz Protest zur angekündigten Veranstaltung zu Ray Bradburys Roman „Fahrenheit 451“ gekommen war, gehören wesentlich zum Instrumentarium neurechter „Metapolitik.“

Angesichts der strategischen Selbstinszenierung der Neuen Rechten als „Lesebewegung“[2] ist es nur konsequent, dass die Universität reagiert und neurechte Vorstöße auf dem Gebiet von Literatur und Literaturpolitik wissenschaftlich untersucht.

[weiterlesen...]

Zeitschriften/

Istorija 20. veka (History of the 20th Century) considers previously unpublished manuscripts of articles and scholarly contributions whose object is contemporary history of Serbia, former Yugoslavia and the Balkans in European and global context. Articles are expected to be interdisciplinary and based on original archival research.

[weiterlesen...]

Zu diesem Heft

Bildung für alle -- Versprechen oder Falle?

Bildung gilt als eines der entwicklungspolitischen Kernziele. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Messung von Armut und menschlicher Entwicklung sowie der Bestimmung von Geschlechtergerechtigkeit. Formale Bildung wird als die zentrale Maßnahme bezeichnet, um Armut zu überwinden und Entwicklung zu ermöglichen.

[weiterlesen...]
 

Special Issue– Geographies of Nuclear Energy in Past and Present. International Studies. (Alicia Gutting, Per Högselius, Teva Meyer & Melanie Mbah)

Nuclear energy has long attracted the attention of scholars in the humanities and social sciences. With this HSR Special Issue, we would like to push the scholarly frontier by highlighting the geographies of nuclear energy in the past and present.

[weiterlesen...]

Seit zehn Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Zur Verteidigung ihrer Souveränität erhält sie breite Unterstützung aus dem Westen. Ob diese ausreicht, um den Aggressor zurückzuschlagen, ist offen. Einen Nebeneffekt hat der ukrainische Freiheitskampf: Das Interesse am Land ist explodiert.

[weiterlesen...]