Buchrezensionen/

Rez. von Esther Möller, Institut für Kulturwissenschaften, Universität der Bundeswehr München

Eine Landkarte aus dem 16. Jahrhundert ziert das Deckblatt dieses Sammelbandes, der von der Nahosthistorikerin Judith E. Tucker herausgegeben wurde. Der gewählte Ausschnitt der Karte, deren Fund dem osmanischen Admiral und Kartographen Piri Reis zugeschrieben wird und die für ihre afrozentrische Perspektive berühmt geworden ist, zeigt Alexandria, wenn man von Süden auf die Stadt blickt.

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Rez. von Thomas Stamm-Kuhlmann, Historisches Institut, Universität Greifswald

Dieser aus einer Tagung der Preußischen Historischen Kommission 2017 hervorgegangene Band hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema des „Kompositstaats“ von unten anzugehen. Dynastische Gesichtspunkte sind damit vermieden.

Die preußische Monarchie hat sich sowohl aus Territorien mit einer alten eigenstaatlichen Tradition als auch solchen Provinzen zusammengesetzt, die (wie die Rheinprovinz und Westfalen) erst unter preußischer Herrschaft ihre endgültige Form erhielten.

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Rez. von Jörg Sternagel, Institut für Theorie, Zürcher Hochschule der Künste

Lässt sich der menschliche Blick unterweisen? Diese Frage stellt sich dem Rezensenten im Lesen der kunsthistorischen und pädagogischen Studie von Tobias Teutenberg, die auf seiner Dissertation von 2016 basiert und sich mit visueller Erziehung und Kultur im 19. Jahrhundert beschäftigt, nicht nur in der Lektüre des entsprechenden Titels und des einführenden Prologs, sondern auch in den folgenden zwei Hauptteilen „Die Kunst der Anschauung“ und „Die Anschauung der Kunst“ sowie im abschließenden Epilog.

Teutenbergs Anliegen ist die Offenlegung der Ursprünge eines im deutschsprachigen Raum um 1800 entstandenen visuellen Regimes, das, so die These, die Sehgewohnheiten von Wissenschaftler/innen und Künstler/innen bis in die Moderne prägt.

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Rez. von Cristian Alvarado Leyton, Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin

The second book of anthropologist Laurence Ralph is truly particular due to the uncommon subject – illicit police violence in Chicago – and the representation of ethnographical data in “open letters”. Having studied gang violence in Chicago before, the author focuses now on the social effects of police torture.

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Termine/

Call for Papers
02.10.2020 - 03.10.2020 Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit, c/o Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e. V.

An die Gerichtsakten, fertig, los!
18. Nachwuchsworkshop des Netzwerks Reichsgerichtsbarkeit

Einsendeschluss: 31. Juli 2020

Wie zuletzt im Jahr 2017 möchte das Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit mit dem diesjährigen Workshop ein Forum für junge Nachwuchswissenschaftler/innen anbieten, die sich mit der Gerichtsbarkeit im Alten Reich beschäftigen, Gerichtsakten als Quellen heranziehen oder Reichs-, Territorial- oder Lokalgerichte für ihre jeweilige Fragestellung nutzen.

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Call for Papers
01.09.2020 Folashade Ajayi (Vrije Universiteit Brussel) - Emma-Lee Amponsah (Universiteit Gent & Black Speaks Back) - Jean Beaman (University of California, Santa Barbara) - Elisabeth Bekers (Vrije Universiteit Brussel) - Sarah Demart (Université Saint Louis, Brussels) - Olivia Gieskes (University of Edinburgh) - Nicole Grégoire (Université libre de Bruxelles) - Janine Hauthal (Vrije Universiteit Brussel) - Sibo Kanobana (Universiteit Gent) - Ojeaku Nwabuzo (Vrije Universiteit Brussel & European Network against Racism (ENAR) - Annelies Verdoolaege (Universiteit Gent) - Sophie Withaeckx (Vrije Universiteit Brussel)

Call for Panels:
“Intersectional Challenges in Afroeuropean Communities”

8th Biennial Afroeuropeans Network Conference

Brussels, 7 – 10 July 2021

Keynote speakers: Philomena Essed - Cécile Kyenge - Kehinde Andrews

Hosted by Vrije Universiteit Brussel (VUB)

The 8th Biennial Afroeuropeans Network Conference “Intersectional Challenges in Afroeuropean Communities” will take place from 7 – 10 July 2021 in Brussels, the capital of Europe.

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Akademische Ankündigungen
15.07.2020 - 15.07.2020 Georg-von-Vollmar-Akademie e. V.

In der inländischen wie auswärtigen Kulturpolitik spielt das Kino seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Filme, aber auch Filmemacher*innen und Festivals vermitteln und verfestigen nicht nur die Kultur und Sprache eines Landes, sondern immer auch politische und moralische Werte. Das macht sie zu einem wichtigen Instrument der Public Diplomacy.

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Call for Papers
31.07.2020 - 31.07.2020 DFG-GRADUIERTENKOLLEG 2227 »IDENTITÄT UND ERBE« der TU Berlin und Bauhaus-Universität Weimar

JAHRESTAGUNG »PRAKTIKEN DES ERBENS«
DFG-GRADUIERTENKOLLEG 2227 »IDENTITÄT UND ERBE«
(TU Berlin/Bauhaus-Universität Weimar)

19.–20.11.2020
Der Tagungsort wird noch bekannt gegeben (Berlin oder Weimar).
Im Falle von Pandemie-Beschränkungen wird die Veranstaltung online stattfinden.

Call for Papers für die Sektion am 20.11.2020:
»ERBEN ALS KULTURTECHNIK«

Auf dem Feld potenziell vererbbarer Artefakte agieren verschiedene Akteur_nnen, die sich mit der Bestimmung und dem Erhalt von Kulturerbe befassen.

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Ausstellungsrezensionen/

Blume, Dorlis; Boll, Monika; Gross, Raphael (Hrsg.) Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
11.05.2020 - 18.10.2020 Deutsches Historisches Museum
Rez. von Anna Corsten, Leipzig

Seit dem 11. Mai ist die Sonderausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin für Besucher/innen geöffnet.[1] Dabei drängen sich drei Fragen auf: Warum hat sich das Museum anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes von 1945 für eine Ausstellung über die politische Theoretikerin entschieden? Wieso genießt Hannah Arendt 45 Jahre nach ihrem Tod weiterhin, ja sogar in wachsendem Maße ein enormes öffentliches und wissenschaftliches Interesse? Welche zusätzlichen Erkenntnisse können speziell anhand einer Ausstellung gewonnen und vermittelt werden? Der Holocaust-Forscher Raul Hilberg erklärte Arendts Popularität in einem Brief an den Philosophen Emil L.

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Dörfler, Sebastian; Roller, Sarah (Hrsg.) Hut ab! Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten
20.12.2019 - 02.08.2020 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rez. von Gudrun Kruip, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

Man kann eine Schlafmütze sein, vor jemandem den Hut ziehen oder unter die Haube kommen – auf Mützen, Hauben, Helme und vor allem Hüte beziehen sich vermutlich mehr Redensarten als auf jedes andere Kleidungsstück. Kopfbedeckungen in ihren verschiedenen Ausführungen waren in Deutschland noch vor etwa 50 Jahren omnipräsent, bevor die kulturelle Revolution der 1960er-Jahre sie weitgehend aus dem Alltag verbannte.

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Tagungsberichte/

27.02.2020 - 27.02.2020 Carlo Gentile / Udo Gümpel / Elena Pirazzoli / Francesco Corniani, Universität zu Köln
Von Aiko Hillen, Martin-Buber-Institut und Historisches Institut, Universität zu Köln

Der internationale Workshop fand unter der Schirmherrschaft des Projekts „Die Massaker im besetzten Italien (1943–45) in der Erinnerung der Täter“ statt. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziert das von Carlo Gentile und Udo Gümpel geleitete Projekt. Das Projekt solle nicht nur inhaltlich von der jahrelangen Expertise profitieren, die Gentile als Historiker, Sachverständiger und Gutachter vor Gericht sammeln konnte, es sollen auch Quellen mit neuen Arbeits- und Darstellungsweisen für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden.

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11.12.2019 - 12.12.2019 Matthias Rekow / Julia Schmidt-Funke, Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha der Universität Erfurt
Von Christian Vogel, Zentrale Kustodie, Georg-August-Universität Göttingen

Als sich dem Anatomen und Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) die Wahl stellte, ob er in seiner Geburtsstadt Gotha oder doch lieber in seinem Studienort Göttingen seiner „künfftigen Bestimmung“ nachgehen wollte, wog er sorgsam ab, um sich dann gegen den Staatsdienst am Hof und für die Universitätsstadt zu entscheiden.

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23.01.2020 - 24.01.2020 Harald Engler / Monika Motylinska / Kai Drewes, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschng (IRS), Historische Forschungsstelle, Erkner; Hans-Georg Lippert, Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Baugeschichte; Hans-Rudolf Meier, Bauhaus-Universität Weimar, Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege; Harald Kegler, Universität Kassel, Zentrum für Planungsgeschichte
Von Jannik Noeske, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

Die Beschäftigung mit dem städtebaulichen und architektonischen Erbe der DDR ist eine wichtige wissenschaftliche Sendung des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin. Die Werkstattgespräche bieten eine Plattform, NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierte ForscherInnen mit ZeitzeugInnen in Kontakt zu bringen und den Austausch zwischen Forschung und persönlicher Erfahrung zu befruchten.

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19.02.2020 - 19.02.2020 Veranstalter: Sarah Ehlers / Stefan Esselborn / Karin Zachmann, DFG Research Group 2448: Practicing Evidence – Evidencing Practice
Von Clara Valdés Stauber, Professur für Technikgeschichte, Technische Universität München / Anabel Harisch, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

The concept of evidence has become central to public controversies, with little agreement on an exact definition of “evidence” to this day. The interdisciplinary research group Practicing Evidence – Evidencing Practice wants to approach the question from a different angle: instead of asking what evidence is, they first want to know how evidence is “done” in practice.

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Zeitschriften/

Liebe Leserinnen und Leser,

parallel zur Publikation unserer aktuellen Ausgabe (1/2020, https://zeithistorische-forschungen.de/1-2020) sind jetzt die Beiträge des Hefts 1/2019 als pdf-Dateien im Layout der Druckausgabe auf der Website frei verfügbar (https://zeithistorische-forschungen.de/1-2019).

Besonders hinweisen möchten wir diesmal auf die Quellen-Rubrik mit mehreren Beiträgen zum Thema „Geschichtswissenschaft und Archive im digitalen Zeitalter“, organisiert von *Frank M.

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Dear Colleague,

The new issue of Historical Reflections/Réflexions Historiques has published!

Please visit the Berghahn website for more information about the journal: www.berghahnjournals.com/historical-reflections

Volume 46, Issue 1

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Das neue Heft der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte ist erschienen, wir wünschen anregende Lektüre!

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