Buchrezensionen/

Rez. von Philipp Glahé, Universität Heidelberg/ Centre Georg Simmel, École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris

„Der Prozess ist im Wesentlichen eine amerikanische Angelegenheit. […] Die Briten haben in merklichem Umfang mitgearbeitet. Der Beitrag der Russen und Franzosen erscheint unwichtig“, schrieb der Prozessbeobachter Raymond Cartier im November 1945 in seinen offiziellen Bericht an die französische Militärverwaltungsbehörde.

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Rez. von Carl Bethke, Historisches Seminar, Universität Leipzig

Die Dissertation von Caroline Mezger knüpft an Forschungen an, welche die Zeitgeschichte deutscher Minderheiten in Ost- und Südosteuropa zur Zeit des Nationalsozialismus kritisch aufarbeiten. Zu den Ergebnissen gehört die analytische Dekonstruktion von Holismen wie „Grenz- und Auslandsdeutschtum“.

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Rez. von Anja Werner, Historisches Seminar, Universität Erfurt

“For years, I was stuck in the limbo between two worlds,” Jaipreet Virdi remembers in the introduction to her book, she was “never quite deaf enough or quite hearing enough to perfectly fit in one side or another” (p. 5). Hearing Happiness is as much a personal memoir as it is a contribution to science, technology, and the history of medicine in North America from roughly the eighteenth through the mid-twentieth centuries.

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Rez. von Kai-Uwe Hellmann, Institut für Soziologie, Technische Universität Berlin

In der (Konsum-)Soziologie steht das Themenfeld „DIY“ („Do it Yourself“), Heimwerken, Making, Prosuming, Selbermachen erst seit gut zehn Jahren fest auf der Agenda. Zwar gab es vereinzelt schon Forschungsprojekte dazu, die Jahrzehnte älter sind. Doch blieb eine Breitenwirkung letztlich aus.

Im Laufe der 2000er-Jahre änderte sich diese Unachtsamkeit allerdings Schub um Schub, vor allem durch die Entwicklung des „Web 2.0“, die Wiederentdeckung der Sozialfigur des Prosumenten von Alvin Toffler aus dem Jahre 1980 und vergleichbare Ereignisse angeregt und stetig befördert.

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Termine/

Call for Papers
10.11.2021 - 11.11.2021 Claire-Lise Debluë, Alix Heiniger, Laure Piguet

Call for Communication, University of Zurich (History Department, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte), 10-11 November 2021

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Workshop
11.06.2021 - 12.06.2021 Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Universität Osnabrück

Wie konnte in der Epoche der Frühen Neuzeit affektives Handeln in unterschiedlichen sozialen Kontexten genutzt werden, um innerhalb eines normativen Rahmens Veränderungen zu bewirken? Gab es geschlechterspezifische Unterschiede, die die Versuche, gesellschaftliche Spielräume zu ermöglichen, prägten? Wie konkretisierten sich diese Spielräume, wie wurden sie in den Künsten thematisiert? Diesen Fragen geht der zweitägige Online-Workshop am 11.

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Konferenz
03.06.2021 - 05.06.2021 Lehrstuhl für Denkmalpflege / Heritage Sciences, Universität Bamberg

Online-Tagung des Lehrstuhls für Denkmalpflege an der Universität Bamberg, 3.-5. Juni 2021

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Workshop
27.09.2021 - 28.09.2021 Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Bergische Universität Wuppertal) / Prof. Dr. Anke John (Professur für Geschichtsdidaktik Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Der Workshop widmet sich den Spezifika einschlägiger Online-Portale im Bereich der Zeitgeschichte. Er zielt auf die Einbettung der Digitalisierung in die mediale, methodische und inhaltliche Struktur des Faches Geschichte und auf einen Umgang mit den gegenwärtig zu beobachtenden Verschiebungen durch eine vorwissenschaftliche Internet-Praxis.

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Ausstellungsrezensionen/

 

Tagungsberichte/

18.03.2021 - 19.03.2021 Netzwerk „Akademische Archive. Forschungsprojekte zur Praxisgeschichte der Geisteswissenschaften“
Von Fiona Walter, Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg

Evaluation als Kulturtechnik des organisierten Bewertens[1] in der Geisteswissenschaftsgeschichte der 1960er bis 1990er Jahre, insbesondere der deutsch-deutschen Disziplingeschichte der germanistischen Literaturwissenschaft – diesem spannungsreichen Untersuchungsfeld widmete sich ein mit etwa 50 Teilnehmer:innen pandemiebedingt in den digitalen Räumen der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführter Workshop, zu dem die Mitglieder des wissenschafts- und fachgeschichtlichen Netzwerks „Akademische Archive“ eingeladen hatten.[2] 2018 gegründet, versammelt das Netzwerk derzeit acht Nachwuchswissenschaftler:innen, die in quellenbasierten Einzelprojekten die Praxisgeschichte der – zumeist deutschsprachigen – Geisteswissenschaften erforschen.

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04.03.2021 - 06.03.2021 DFG-Projekt „Nationaljüdische Jugendkultur und zionistische Erziehung in Deutschland und Palästina zwischen den Weltkriegen“, TU Braunschweig; Richard Koebner Minerva Center der Hebräischen Universität Jerusalem; Selma Stern Zentrum für jüdische Studien Berlin-Brandenburg
Von Knut Bergbauer, TU Braunschweig

Ausgehend von der Idee einer eigenständigen Jugendkultur, die sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts durchzusetzen begann, und deren Umsetzung in der jüdischen Jugend und speziell der jüdischen Jugendbewegung(en) nur wenige Jahre später beobachtet werden kann, beschäftigte sich die Online-Konferenz mit Inhalten, Personen und Wechselwirkungen dieser Jugendkultur innerhalb des Forschungsfeldes der Jüdischen Jugendbewegung.

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Zeitschriften/

Als in halb Europa das von Norbert Schultze komponierte Lied Lili Marleen gesummt wurde, war der jüdische Komponist Hans Landsberger bereits tot, gestorben im Januar 1941 im Lager in Gurs, am Fuße der Pyrenäen. Landsbergers größter musikalischer Erfolg lag da bereits 20 Jahre zurück, die bejubelte Begleitmusik zum Stummfilm-Klassiker Der Golem, wie er in die Welt kam (1920).

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