Buchrezensionen/

Robarts, Andrew: Migration and Disease in the Black Sea Region, London 2017
Rez. von Stefan Rohdewald, Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen

Andrew Robarts legt mit diesem Band eine Pionierstudie konkreter Aspekte der Schwarzmeerregion vor, definiert als ein in Krieg und Frieden hergestellter Interaktionsraum. Die Region wird hier konstituiert durch Netzwerke und Verbindungen, ganz im Sinne relationaler sozialer Räume (Bourdieu), aber auch bereits von der Ökologie ausgehender Überlegungen hier genannter Schwarzmeer-Umwelthistoriker des 19.

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Bonter, Urszula; Detlef Haberland, Siegfried Lokatis, Patricia F. Blume (Hrsg.): Verlagsmetropole Breslau 1800–1945, Berlin 2015
Rez. von Werner Greiling, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Im Jahre 1503 ließ sich in Breslau der Drucker Konrad Baumgarten nieder, bevor er drei Jahre später die Stadt wieder verließ. Ein zweiter Jünger Gutenbergs folgte in Person von Adam Dyon 1518, der sich immerhin zwölf Jahre lang hier aufhielt.[1] Die spätere Provinzhauptstadt Schlesiens gehört also nicht zu den ganz frühen Orten des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, auch wenn im vorliegenden Band die buchgeschichtliche Tradition auf das Jahr 1475 datiert und Breslau als einer der frühesten Inkunabeldruckorte des östlichen Mitteleuropa reklamiert wird (S.

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Scholl, Stefan (Hrsg.): Körperführung, Frankfurt am Main 2018
Rez. von Sebastian Weinert, Berlin

Lange Zeit wurde die Geschichte des Sports – immerhin eines der bedeutendsten populärkulturellen Phänomene des 20. Jahrhunderts – vor allem von Vertreterinnen und Vertretern der Sportwissenschaft geschrieben. Die allgemeine Geschichtswissenschaft interessierte sich – herausgehobene Ereignisse wie die Olympischen Spiele 1936 einmal ausgenommen – eher weniger für den Sport als Untersuchungsgegenstand.

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Jasch, Hans-Christian; Wolf Kaiser: Der Holocaust vor deutschen Gerichten, Ditzingen 2017
Rez. von Sebastian Felz, Rheinbach

Das Verhältnis von „allgemeiner Geschichtswissenschaft“ und Rechtsgeschichte/Rechtswissenschaft ist häufig als verbesserungsbedürftig beschrieben worden.[1] Der Jurist Hans-Christian Jasch und der Historiker Wolf Kaiser (beide Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz) haben diesen Befund widerlegt und eine mustergültige Synthese aus historischer Darstellung der Ahndung von NS-Verbrechen und juristischer Analyse der völkerrechtlichen und strafrechtlichen Probleme bei deren Verfolgung vorgelegt.

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Termine/

Call for Papers
05.06.2019 - 06.09.2019 Jelmer Vos, University of Glasgow

Long gone seem the days when empires were described as political entities tightly controlled by metropolitan elites. On the one hand, some imperial historians stress that empires cooperated in collective (or condominial) imperialism. On the other hand, microhistories of people operating across imperial boundaries, and against the grain of imperial policies, provide a more nuanced understanding of how empires were also constructed, co-opted and constrained from below.

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Konferenz
03.12.2018 - 04.12.2018 Markus A. Castor (Deutschen Forum für Kunstgeschichte, Paris), Martin Schieder (Universität Leipzig), Wiebke Windorf (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Ce colloque se propose d’interroger les témoignages, les expériences religieuses et les transformations esthétiques de l’espace sacré au siècle des Lumières. Dans le contexte d’un débat caractérisé par la critique de l’Église et de l’absolutisme, l’athéisme et la démystification de la religion, mais aussi par la recherche d’une réactualisation crédible du spirituel, les conceptions (syn)esthétiques de l’espace sacré revêtent une pertinence toute particulière.

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Summerschools, Kurse u.ä.
22.06.2019 - 29.06.2019 Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie

The Technologization of Cultural Techniques.
What Happens When Practices Become Algorithmic Technologies?

Princeton-Weimar Summer School for Media Studies
Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie
(Bauhaus-Universität Weimar)
German Department (Princeton University)
Weimar, Germany, June 22–29, 2019

The Princeton-Weimar Summer School for Media Studies – a collaboration between Bauhaus-Universität Weimar (Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie, IKKM) and Princeton University (German Department) – returns to Weimar in 2019 for its ninth installment.

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Konferenz
14.06.2019 - 15.06.2019 International Crime Genre Research Group: 8th Biennial Conference

The Argentine writer Jorge Luis Borges famously remarked that the detective genre “thrives on the continual and delicate infraction of its rules”. Taking this as a point of departure, the 8th Biennial conference of the International Crime Fiction Research Group will aim to bring together researchers with a shared interest in exploring how the genre has changed and continues to change by way of such delicate infractions, but also occasionally by way of full-blown transgression and definitive ruptures.

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Ausstellungsrezensionen/

Bertrand, Christophe; Lachèvre, Carine; Lagrance, François; Ranvoisy, Emmanuel (Hrsg.) À l’Est la guerre sans fin, 1918-1923
05.10.2018 - 20.01.2019 Musée de l'Armée
Rez. von Cristian Cercel, Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum

Rund um den 11. November 2018 feiert man das 100-jährige Jubiläum des Endes des Ersten Weltkriegs. Vor diesem Hintergrund ist die Kernaussage der neuen Sonderausstellung im Pariser Armeemuseum, einem der größten militärhistorischen Museen überhaupt, auf den ersten Blick provokativ: „À l’Est la guerre sans fin, 1918–1923“ – im Osten, der Krieg ohne Ende.

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Breuss, Susanne (Hrsg.) Mit Haut und Haar
19.04.2018 - 06.01.2019 Wien Museum
Rez. von Steffi Grundmann, Historisches Seminar, Alte Geschichte, Bergische Universität Wuppertal

Unter dem Titel ‚Mit Haut und Haar‘ zeigt das Wien Museum eine körperhistorische Sonderausstellung, die sich unterschiedlichen Körperpflegepraktiken aus (stadt-)historischer Perspektive widmet. Einerseits gehört sie damit in eine Reihe von Ausstellungen, bei denen bisher insbesondere die Haare und seltener die Haut im Zentrum gestanden haben.[1] Andererseits hebt sich die aktuelle von den früheren Ausstellungen und auch von der körperhistorischen Forschung ab[2], indem sie Haut und Haar gemeinsam betrachtet und einen lokalhistorischen statt kultur- und epochenübergreifenden Ansatz wählt.

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Tagungsberichte/

08.06.2018 - 09.06.2018 Andrea De Vincenti / Norbert Grube / Andreas Hoffmann-Ocon, Zentrum für Schulgeschichte der Pädagogischen Hochschule Zürich; Technische Universität Liberec
Von Agneta Floth, Universität Bielefeld; Adrian Juen, Pädagogische Hochschule Zürich

Die Zwischentagung der Sektion „Historische Bildungsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) beschäftigte sich mit der Frage nach dem Jahr 1918 als Chiffre, die auch in Bezug auf Erziehung, Bildung, Schule und Jugend historiographisch höchst different beurteilt werden kann.

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17.10.2018 - 19.10.2018 Arbeitsgemeinschaft Handschriften und Alte Drucke des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V.; Altbestandskommission von AKThB und VkwB; Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB)
Von Konstanze Grutschnig-Kieser, Landeskirchliche Zentralbibliothek, Stuttgart

In ihrer Begrüßung freute sich die Gastgeberin Frau ALESSANDRA SORBELLO STAUB (Fulda) über die Kooperation zwischen der DBV-AG „Handschriften und Alte Drucke“, dem VDB und der „Gemeinsamen Altbestandskommission von AkThB und VkwB“, die zu dieser gemeinsamen Tagung geführt hat. Als Sprecher der DBV-AG erklärte ARMIN SCHLECHTER (Speyer), dass nach der Schließung des Heinrich Fabri-Instituts in Blaubeuren ein neuer Tagungsort gesucht werden musste und sich die AG für Fulda entschieden habe.

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02.09.2018 - 07.09.2018 Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten; Zentrum für Antisemitismusforschung; Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin; KZ Gedenkstätte Dachau
Von Nicolas Drexel / Seraphina Wanda Rekowski / Isabelle Schmidt, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Im Rahmen der Sommer-Universität wurden unterschiedliche Aspekte der nationalsozialistischen Agrarpolitik, der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft sowie des KZ-Systems analysiert und diskutiert. Mit mehr als einhundert Teilnehmenden war es die bislang größte Sommer-Universität der Gedenkstätte Ravensbrück.

Überraschend war das breite Spektrum der Teilnehmenden, die aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, aber auch aus unterschiedlichen nichtakademischen Fachbereichen kamen.

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11.04.2018 - 13.04.2018 Nitin Varma, Re: work, Humboldt University, Berlin; Nitin Sinha; Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin
Von Nitin Sinha; Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin; Jamal Ali Bashir, Faculty of Philosophie 1, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg

This conference was part of the European Research Council funded project, “History of Domestic Servants in Colonial South Asia”.[1]

The conference brought together about 45 scholars, graduate students and interested general public on the questions and issues related to domestic servants. The conference, packed with formal presentations, panel discussions and informal dialogues, aimed at addressing the lacunae in the historiography on domestic work and domestic servants in early modern and modern South Asia.

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Zeitschriften/

Das jüngste Heft der Hémecht, Zeitschrift für Luxemburger Geschichte, ist im Wesentlichen der ganz rezenten Geschichte und damit tagesaktuellen Themen gewidmet:

Kurz vor den Wahlen im Oktober 2018 hatte die Luxemburger Regierung ihren Kulturentwicklungsplan präsentiert. In dem Kontext ist Fabio Spirinellis Untersuchung der Kulturpolitik seit den 1960er Jahren umso relevanter.

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Fotografien, insbesondere medial verbreitete, beeinflussen die Art und Weise, wie wir Menschen, Ereignisse und Themen wahrnehmen und uns infolgedessen auch gegenüber ihnen verhalten. Dies gilt, wie die Berliner Historikerin Violetta Rudolf betont, ganz besonders für die „Entstehung gesellschaftlicher Imaginationen von Migration und Migrant/innen“.

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The editors of PaRDeS, the journal of the German Association for Jewish Studies (vjs), are pleased to announce the publication of the latest issue, dedicated to “Cultures of Wissenschaft des Judentums at 200.”

It is available online (open access) and in print. You can download the entire issue for free here: https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/41494/file/pardes24.pdf.

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