Buchrezensionen/

Rez. von Daniela Mathuber, Arbeitsbereich Bibliothek und elektronische Forschungsinfrastruktur, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg

Es ist für uns heute selbstverständlich, über den Krieg in der Ukraine und andere Ereignisse in Osteuropa (beinahe) in Echtzeit informiert zu werden. Wer sich nun fragt, inwieweit in früheren Epochen Nachrichten aus diesem Raum in Zentral- und Westeuropa zirkulierten, findet Antworten in Gleb Kazakovs Dissertation Die Moskauer Strelitzen-Revolte 1682.

Die Strelitzen, deren Regimenter unter Zar Iwan IV.

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Rez. von Matthias Kemmerer, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Inflationsraten auf langjährigen Höchstständen, explodierende Energiepreise, ökonomische Instabilität – seit Beginn der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs rufen diese Phänomene vielfach Vergleiche mit den 1970er-Jahren hervor. Vor allem die Geldpolitik rückt so erneut in den Fokus des Interesses.[1] Clemens Krauss‘ Dissertation, entstanden an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Cotutelle mit der Sorbonne Université Paris, erscheint daher zu einem überaus günstigen Zeitpunkt.

Krauss fragt danach, wie in den 1970er-Jahren die Deutsche Bundesbank und die Banque de France Veränderungen der globalen Währungsstruktur wahrnahmen und darauf reagierten, wie sie das internationale Währungs- und Finanzgefüge beeinflussten und wie schließlich die internationalen Vorgänge auf sie selbst und ihr Handeln zurückwirkten.

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Rez. von Dietmar Neutatz, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Ein Rückblick auf das „deutsch-russische Jahrhundert“

Die destruktive Politik Russlands unter Präsident Putin gegenüber der Ukraine, die mit der Annexion der Krim 2014 und der Unterstützung separatistischer Bestrebungen im Donbass ihre ersten Höhepunkte erlebte, hat in Deutschland Diskussionen über eine Neubestimmung des deutsch-russischen Verhältnisses ausgelöst.

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Rez. von Harm von Seggern, Historisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität Kiel

Unter dem auf den ersten Blick etwas befremdlichen Titel „Kreuzzug als Selbstbeschreibung“ legt Eric Burkart in seiner Frankfurter Dissertation eine tiefgründige Interpretation gleich dreier Werke Jean Germains (geb. ca. 1396/1400, wohl in Cluny, gest. 2. Februar 1461) vor, der ab 1436 bis zu seinem Tod als Bischof von Châlon-sur-Saône und als erster Kanzler des 1430 gegründeten burgundischen Hofordens vom Goldenen Vlies wirkte.

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Termine/

Konferenz
09.06.2022 - 11.06.2022 Research Training Group 2304 “Byzantium and the Euro-Mediterranean Cultures of War"

International Conference of the Research Training Group 2304 “Byzantium and the Euro-Mediterranean Cultures of War. Exchange, Differentiation and Reception”. Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Konferenz
07.07.2022 - 08.07.2022 DFG-Projekt „Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert“, Friedrich-Alexander-Universität

Die interdisziplinäre Tagung nimmt zum einen Konzeption, Sprache und Inhalte der Nürnberger Briefbücher sowie deren kontextuelle Einbettung in den Blick. Darüber hinaus werden Nutzen und Grenzen von computergestützter Handschrifterkennung sowie automatischer Transkription mittelalterlicher Quellenbestände reflektiert.

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Konferenz
02.06.2022 - 04.06.2022 German Historical Institute Washington in collaboration with Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH), Chair of Digital History at Humboldt Universität zu Berlin, Consortium Initiative NFDI4Memory, Roy Rosenzweig Center for History and New Media, and Stanford University, Department of History

Welcome to the Fifth Annual GHI Conference on Digital Humanities and Digital History “Datafication in the Historical Humanities: Reconsidering Traditional Understandings of Sources and Data,” from June 2 to 4, 2022.

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Call for Papers
12.06.2023 - 13.06.2023 Universität Freiburg (Schweiz): Freiburger Institut für die Erforschung der Renaissance und der Frühen Neuzeit

Das Eröffnungskolloquium des "Freiburger Instituts für die Erforschung der Renaissance und der Frühen Neuzeit" widmet sich in interdisziplinärer Perspektive Grenzüberschreitungen als soziale Praxis wie auch als kulturelle (Selbst-)Reflexion für das spezifische epistemologische und kulturelle Profil der Renaissance.

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Ausstellungsrezensionen/

Noëmi Crain Merz und Pascale Meyer für das Schweizerische Nationalmuseum (Hrsg.) Im Wald. Eine Kulturgeschichte
18.03.2022 - 17.07.2022 Landesmuseum Zürich; Kurator:innen: Pascale Meyer, Regula Moser und Noëmi Crain Merz; Gesamtleitung: Denise Tonella und Andreas Spillmann
Rez. von Johannes Litschel, Sonderforschungsbereich 1015 Muße, Professur für Wald- und Forstgeschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Das Verhältnis „der Deutschen“ zu „ihrem“ Wald ist zwar noch längst nicht auserzählt, in seinen kulturellen Grundzügen und romantisch-patriotischen Fluchtpunkten mittlerweile aber doch gut umrissen.[1] Anders verhält es sich mit der schweizerischen Perspektive, die zumindest hierzulande, also in Deutschland, nur unzureichend bekannt ist.

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21.04.2022 - 15.05.2022 Istituto nazionale Ferruccio Parri; Paesaggi della memoria, mit Unterstützung des deutsch-italienischen Kulturfonds
Rez. von Pascal Oswald, Historisches Institut, Universität des Saarlandes

Wer mit der grünen Metrolinie 2 zur Haltestelle Gioia im Norden von Mailands Zentrum fährt, erreicht von dort über einen von Hochhäusern umringten Park die Casa della Memoria. Der im Vergleich zum direkt gegenüberliegenden, spektakulären Bosco Verticale unauffällige, quaderförmige Backsteinbau zeigt vom 21.

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Tagungsberichte/

11.11.2021 - 12.11.2021 Meron Zeleke Eresso, Addis Ababa University; Tu Huynh, Jinan University Guangzhou; Ulrike Lindner / Michaela Pelican, Global South Studies Center, University of Cologne
Von Paul Schrader, Historical Institute, University of Cologne

How do actors on the ground make sense of social inequalities? Which concepts do they use in order to justify or to challenge existing disparities within their societies? And how do these concepts circulate over space and time? These were some of the questions that were discussed during the conference.

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24.02.2022 - 25.02.2022 Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Johannes Kepler Universität Linz; Austrian Economic and Social Historians (AESH); Environmental History Cluster Austria (EHCA)
Von Marian Niedermayr, Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Johannes Kepler Universität Linz

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Promovierende österreichischer Universitäten oder mit thematischem Österreich-Bezug, die an einer Dissertation in den Bereichen der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte arbeiten. Die Teilnehmer:innen präsentierten ein Paper, in dem entweder methodische und konzeptionelle Überlegungen oder ein Kapitel oder Fallbeispiel aus der Dissertation vorgestellt wurden.

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Zeitschriften/

„Als Gott den Mann schuf, übte sie nur“ – dieser Spruch brachte die Kritik der frühen feministischen christlichen Theologie an einem ausschließlich männlich gedachten Gott und Menschen auf den Punkt. Stehen dann Göttinnen wie Isis, Aphrodite, Freya, Maria, Diana, Natura, die ‚Große Göttin‘, Kālī und Durgā für Weiblichkeit?

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KULT_online Nr. 65 (2022)

Das Rezensionsmagazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC).

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Der erste Artikel im Heft 1/2022 der Hémecht. Zeitschrift für Luxemburger Geschichte. Transnational, lokal, interdisziplinär beschäftigt sich mit einer heute in der Bibliothèque royale in Brüssel aufbewahrten Handschrift aus dem Kloster Marienthal. Das lateinische Homiliar-Legendar stellt eine der ältesten Sammlungen von Heiligenviten aus dem Dominikanerorden dar.

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