Auch in diesem Jahr möchten wir Sie in den letzten Wochen des Jahres wieder herzlich um Ihre Unterstützung bitten und starten hiermit die Spendenkampagne 2020 für H-Soz-Kult und die anderen Portale von Clio-online.

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Buchrezensionen/

Rez. von Markus Krumm, Mittelalterliche Geschichte, Ludwig-Maximilians-Universität München

Der sizilisch-kalabrische Graf Roger II. (1095–1154) stieg erst zum Herzog, dann zum König eines neben der Insel Sizilien auch das süditalienische Festland – und zeitweise Teile Nordafrikas – umfassenden Reiches auf, das bis zur italienischen Einigung im 19. Jahrhundert Bestand haben sollte. In der Forschung galt er lange Zeit als mittelalterliche Anomalie, als proto-absolutistischer Begründer eines modernen Modellstaats, aufgeklärt und tolerant in seiner Haltung, strategisch kühl und teils ruchlos bei der Wahl seiner Mittel.

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Rez. von Ulf Engel, Institut für Afrikanistik, Universität Leipzig

The events surrounding the Congo’s independence from Belgian colonisation in June 1960 are still academically debated within the field which has been consolidated as Cold War Studies. The outbreak of a civil war which ended when General Joseph-Désiré Mobutu finally consolidated power through a coup d’etat in November 1965, the short-lived secession of Katanga and South Kasai (1960–1963), the deployment of a United Nations peace-keeping mission ONUC, the proxy war between the United States and the Soviet Union, the murder of Prime Minister Patrice Lumumba (1961) and the shoot-down of the airplane of UN Secretary-General Dag Hammarskjöld and his mediation team (1961) have inspired numerous pieces of research over the past few decades.

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Rez. von Stefan Kirmse, Direktorat, Leibniz-Zentrum Moderner Orient Berlin

Vanessa Rampton’s research monograph is an interesting contribution to intellectual history, and the history of liberalism, in particular. It discusses late imperial Russian thinkers and their culture-based understandings of freedom to advance a general argument about historical manifestations of liberalism.

The book’s main audience are therefore not so much historians of Russia as historians of liberal theory and practice.

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Rez. von Justyna Aniceta Turkowska, History, Classics and Archaeology, University of Edinburgh

Staudämme können auf eine lange und reiche Geschichte zurückblicken und dies in einem doppelten Sinne: historisch und historiographisch. Historisch betrachtet könnte man die modernen Staudämme mit ihren entfernten Verwandten in Verbindung setzen – jenen mit den Schwergewichtsmauern, die beispielsweise bereits im 3.

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Termine/

Call for Papers
02.09.2021 - 03.09.2021 Fabian Link, Volker Remmert, Marij van Strien

Fabian Link, Volker Remmert, Marij van Strien, Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT), Bergische Universität Wuppertal, 2.-3.9.2021.
Die moderne historische Wissenschaftsforschung hat sich im langen 20. Jahrhundert herausgebildet. Ziel des Workshops ist, die Geschichte der historischen Wissenschaftsforschung zu erforschen.

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Call for Papers
29.06.2022 - 01.07.2022 Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG)

Die Covid-19-Pandemie, der Klimawandel und der dramatische Verfall der Artenvielfalt zwingen die Menschheit, ihr Verhältnis zur Natur zu überdenken. Es ist deshalb an der Zeit, das Thema «Natur» aus historischer Perspektive zu betrachten. Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) und die Universität Genf laden Historikerinnen und Historiker bis am 30.

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Konferenz
25.02.2021 - 26.02.2021 Barbara Bollig, Ruhr-Universität Bochum

Am 25./26. Februar 2021 findet die Tagung "Mythos & Postmoderne - Mythostransformation und mythische Frauen in zeitgenössischen Texten" an der Ruhr-Universität Bochum sowie online via Zoom statt.

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Seminar
19.02.2021 - 21.02.2021 EJBW

Fortbildung für Multiplikator/innen zum pädagogischen Konzept „Verunsichernde Orte – Weiterbildung Gedenkstättenpädagogik“

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Ausstellungsrezensionen/

Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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23.08.2020 Jüdisches Museum Berlin
Rez. von Yael Kupferberg, Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin / Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Standort Berlin

Im August 2020 eröffnete das Jüdische Museum Berlin unter dem Titel „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ nach mehrjähriger Vorbereitung seine neue Dauerausstellung. Das Ergebnis kann auch als eine gelungene, differenzierte und ausgewogene Antwort auf die in der Vergangenheit scharf geführte öffentliche Kontroverse um Inhalte und Personal des Jüdischen Museums Geltung beanspruchen.

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Tagungsberichte/

01.10.2020 - 02.10.2020 Christoph Augustynowicz, Universität Wien; Christof Paulus, Ludwig-Maximilians-Universität München
Von Barbara Schratzenstaller, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Übercodierung der Figur des Antichrist sowie des Antichristlichen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert bildete das Leitmotiv der Tagung, die aufgrund der Corona-Pandemie digital stattfand. Sie näherte sich aus kulturgeschichtlicher Perspektive den vielfältigen Erscheinungsformen des Antichristlichen, wobei konzeptionalisierende an Stelle instrumentalisierender Diskurse im Zentrum standen.

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26.09.2020 Thüringer Landeszentrale für politische Bildung; Stiftung Ettersberg
Von Emilia Henkel, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität-Jena

Die öffentliche Erinnerungskultur lebt von Jahrestag zu Jahrestag. Politisch wirkmächtige Erzählungen werden dann um einzelne, mit Bedeutung überladene Daten gesponnen. Im letzten Jahr war ein solches Datum der 9. November. Als 30. Jubiläum der Maueröffnung in Berlin wurde der Tag repräsentativ für das Ende der DDR in zahlreichen Festakten, Zeitzeugengesprächen und Symposien reflektiert und gefeiert.

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Zeitschriften/

KULT_online Nr. 62 (2020)

https://journals.ub.uni-giessen.de/kult-online/issue/view/82

Das Rezensionsmagazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

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Artikel 3 des Grundgesetzes legt fest, dass kein Mensch aufgrund "seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen und politischen Anschauungen" und "seiner Behinderung" benachteiligt werden darf. Rassistische Übergriffe, Anschläge und Morde sowie Berichte über rechtsextreme Netzwerke auch in Polizeibehörden offenbaren jedoch die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit dieses Verfassungsgrundsatzes.

Rassismus als vermeintliche Legitimation von Ungleichheitsstrukturen kennt vielfältige Betroffene und passt sich an wandelnde gesellschaftliche Kontexte an.

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Die Debatte um den Wert und die Inwertsetzung von hauptsächlich durch Frauen geleistete "Care-Arbeit" ist nicht neu. Früher ein Thema vor allem der Frauenbewegungen, wird es heute in einem gesellschaftlich breiteren Kontext und unter veränderten (gleichstellungs)politischen Vorzeichen diskutiert. Neben unbezahlter Arbeit im eigenen Haushalt werden auch die Arbeitsbedingungen ausgelagerter und (unter)bezahlter Tätigkeiten im Pflegesektor, in der Kinderbetreuung oder im Reinigungsgewerbe in den Blick genommen.

Wie lässt sich diese für Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbare Arbeit aufwerten? Erwogen werden beispielsweise Arbeitszeit- und Sozialversicherungsmodelle, die die Aufwendung für diese Arbeit durchgehend berücksichtigen.

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Mit dem gestiegenen Stellenwert globaler Gesundheitspolitik hat sich die Akteurslandschaft seit den 1990er Jahren stark diversifiziert. Die chronisch unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, der als Koordinierungsinstanz der Vereinten Nationen eine umso wichtigere Funktion zukommt, befindet sich mit Blick auf Gelder und Einfluss zunehmend in Abhängigkeits- und Konkurrenzverhältnissen.

Die Covid-19-Pandemie hat die Fragmentierung und mangelnde Kohärenz in der globalen Gesundheitspolitik deutlicher denn je zutage treten lassen.

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