Buchrezensionen/

Motadel, David: Für Prophet und Führer, Stuttgart 2017
Rez. von Stefan Petke, Berlin

Mit dem vorliegenden Buch hat der in London lehrende David Motadel eine kaum veränderte deutsche Übersetzung seiner englischsprachigen Publikation von 2014 vorgelegt.[1] Mit Hilfe einer Dreiteilung (I. Muslime in der Kriegspolitik, II. Muslime in den Kriegsgebieten, III. Muslime in der Armee) versucht Motadel alle maßgeblichen Bereiche zu erfassen.

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Pfützner, Katharina: Designing for Socialist Need, London 2017
Rez. von Andreas Ludwig, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Erstmals seit dreißig Jahren gibt es wieder eine Gesamtübersicht über die Gestaltung industrieller Konsumgüter in der DDR. Nach Heinz Hirdinas noch in der DDR erschienenem Band „Gestalten für die Serie“[1] sind zwar einige sich an ein allgemeines Publikum richtende Bildbände, Kataloge und Lexika erschienen[2], zu einer neueren Gesamteinschätzung ist es jedoch bislang nicht gekommen.

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Landesmuseum Württemberg (Hrsg.): Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg, Ostfildern 2017
Rez. von Eva Dolezel, Berlin

Die Stuttgarter Kunstkammer hatte weder die Dimensionen noch die Strahlkraft der Konkurrenzprojekte etwa in München oder Dresden, doch zählte sie in der frühen Neuzeit zu den wichtigsten Vertretern ihrer Art. Sie wurde von Herzog Friedrich I. von Württemberg (reg. 1593–1608) Ende des 16. Jahrhunderts gegründet, musste nach erheblichen Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg neu aufgebaut werden und bestand dann bis ins frühe 19.

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Lachmann, Hannes: Die "Ungarische Revolution" und der "Prager Frühling", Essen 2018
Rez. von Michael Skalski, University of North Carolina at Chapel Hill

The major crises of state socialism, among them the Hungarian Revolution of 1956 and Prague Spring of 1968, received a lot of scholarly attention already. The innovative contribution of this volume is its comparative and transnational focus on mutual Czechoslovak-Hungarian perceptions and interactions.

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Termine/

Call for Articles
16.07.2018 Research Infrastructure on Religious Studies (ReIReS)

Scholarships for Transnational Access to Special Collections and Transnational Acces to Archival Documents
ReIReS (Research Infrastructure on Religious Studies) offers scholarships for researchers from the member states of the EU and from the countries associated to Horizon2020 on historical religious studies at fourteen facilities located in outstanding European research centres and universities in Belgium, Bulgaria, France, Germany, and Italy:

- École Pratique des Hautes Études, Paris, France: Collections patrimoniales, Collections of papyruses.
- École Pratique des Hautes Études, Paris, France: Collections patrimoniales, Ethnographic Collection.
- École Pratique des Hautes Études, Paris, France: Collections patrimoniales, Shiite Collection.
- Fondazione per le scienze religiose Giovanni XXIII, Bologna, Italy: Giuseppe Dossetti Library and FSCIRE Archives.
- JGU Mainz, Germany: Bereichsbibliothek Theologie/Theological Library and Jüdische Bibliothek/Jewish Library.
- JGU Mainz, Germany: Gesangbucharchiv/Hymnbook Archive.
- Katholieke Universiteit Leuven/KU Leuven, Belgium: Central Library, Manuscripts & Rare Books.
- Katholieke Universiteit Leuven/KU Leuven, Belgium: Maurits Sabbe Library, Rare and Precious Books.
- Katholieke Universiteit Leuven/KU Leuven, Belgium: Maurits Sabbe Library, Archive for the Study of Vatican II.
- Katholieke Universiteit Leuven/KU Leuven, Belgium: University Archive.
- Martinus-Bibliothek – Wissenschaftliche Diözesanbibliothek/Martinus-Bibliothek – Academic and Regional Library of the Diocese of Mainz (Partner of JGU Mainz), Germany.
- Sofiiski Universitet Sveti Kliment Ohridski/Sofia University St.

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Konferenz
24.08.2018 - 26.08.2018 Jana Gajdosova, International Bridges Group; Tina Enders, KRITIS-Graduiertenkolleg TU Darmstadt; Gerrit Jasper Schenk TU Darmstadt; Rainer Liedtke, Universität Regensburg

After three successful conferences in London, Prague and Salisbury, the meeting of the International Bridges Group in 2018 will be taking place in Regensburg (24–26 August). The partners of this year’s conference are the Chair of European History at Regensburg University, the Chair of Medieval History at the Technische Universität Darmstadt and the Research Training Group KRITIS at the Technische Universität Darmstadt.

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Konferenz
13.09.2018 - 15.09.2018 Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V.

Universitätssammlungen bildeten sich im 18. Jahrhundert als „zentrale Begegnungsorte“ (Dominik Collet) heraus, an denen Akademiker und Amateure, Text- und Dingwissen, alte und neue Welt miteinander in Beziehung traten. Die Sammlungen öffneten die Universitäten für neue Akteursgruppen sowie für neue Formen und Praktiken des Wissens.

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Call for Articles
15.07.2018 - 01.01.2019 Dr Eray Çaylı Leverhulme Trust Early Career Fellow European Institute London School of Economics and Political Science http://www.lse.ac.uk/european-institute/people/cayli-eray

CALL FOR ABSTRACTS
International Journal of Islamic Architecture (IJIA)
Special Issue: Field as Archive / Archive as Field
Thematic volume planned for July 2020
Abstract submission deadline: 30 July 2018

This special issue of IJIA focuses on the experience of carrying out archival work or fieldwork in architectural research, including research-led practice.

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Ausstellungsrezensionen/

Pieken, Gorch; Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Hrsg.) Gewalt und Geschlecht
27.04.2018 - 30.10.2018 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Rez. von Olmo Gölz / Vera Marstaller, Sonderforschungsbereich 948 "Helden – Heroisierungen – Heroismen", Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Die wissenschaftliche Literatur zum Spannungsfeld von Geschlecht und Gewalt geht meist von der Prämisse aus, dass Gewalt im Regelfall von Männern verübt wird, unabhängig von der Frage nach dem Geschlecht des Opfers. So verwies bereits der Pionier der Gewaltsoziologie, Heinrich Popitz, in diesem Zusammenhang darauf, dass die mit der Macht über Leben und Tod verbundene absolute Gewalt uns in der Geschichte als „Probe der Männlichkeit“ begegne.[1] Seine Annahme deutet auf eine der zentralen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen der geschlechtlichen Dimensionen des Gewaltphänomens hin: In welchen wechselseitigen Verbindungen steht Gewalt in all ihren Schattierungen zum Begriff der Männlichkeit?[2] Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden[3] widmet sich mit der Sonderausstellung „Gewalt und Geschlecht“ zwar auch dem reziproken Verhältnis von Gewalt und Männlichkeit, verpflichtet sich aber bereits im Untertitel zu einer Ausweitung der Perspektive, wenn es fragt: „Männlicher Krieg – Weiblicher Frieden?“ Die von Gorch Pieken kuratierte Ausstellung folgt also der neueren Forschung, die das Spannungsverhältnis von Gewalt und Geschlecht auf die Verflechtungen der Phänomene hin überprüfen will und nach „Gewalt-Verhältnissen“ fragt.[4] Die Ausstellung öffnet damit die Debatten um die geschlechtlichen Dimensionen der Gewalt für Fragen nach Täterinnen und Opfern, Geschlechterdifferenzen und Machtkonstellationen, Soldatinnen und Verteidigungsministerinnen, ohne sich dabei der Repräsentation von Logiken explizit männlichen Gewalthandelns zu verweigern.


_Abb.

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Krason, Viktoria; Willmitzer, Christoph (Hrsg.) Tierisch beste Freunde
28.10.2017 - 01.07.2018 Deutsches Hygiene-Museum
Rez. von Andrew Wells, Leipzig

Die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren werden mit Hilfe zahlreicher Begriffe zu verstehen gesucht, aber wohl keine Vorstellung hat dabei eine so große Relevanz im gegenwärtigen westlichen Alltagsleben wie das Konzept der „Freundschaft“. Können Menschen und Tiere wahre Freunde sein, oder sind die kognitive und affektive Entfernung sowie die Machtungleichheit zwischen beiden zu groß, als dass sich die Unterschiede zwischen den Spezies überbrücken ließen? Eine bestimmte Kategorie von Tieren – Haustiere –, die sowohl als Geschöpfe wie als Gruppe ihre eigene(n) Geschichte(n) besitzen, stehen im Zentrum dieser Überlegung.

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Tagungsberichte/

15.06.2018 - 16.06.2018 Therese Garstenauer, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien
Von Egor Lykov, Institut für Osteuropäische Geschichte, Universität Wien

Die von Therese Garstenauer organisierte Tagung behandelte diverse bürokratische Praktiken seit dem 18. Jahrhundert bis heute. Das Thema der Tagung ist nicht ganz neu, und die Bürokratiegeschichte gehört seit den 1970er Jahren zum geschichtswissenschaftlichen Kanon. Dabei haben sich solche Themenfelder wie Migration, Grenzkontrolle, Armenfürsorge und Polizeiwesen als ‚traditionell‘ eingebürgert.

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15.02.2018 - 16.02.2018 Cornelia Siebeck, Berlin; Susann Lewerenz / Oliver von Wrochem, KZ-Gedenkstätte Neuengamme; Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Von Sarah Kleinmann, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden

Die Veranstaltung „'… eine Hypothek, an der noch lange zu tragen sein wird.' Ralph Giordano und die ‚zweite Schuld‘: Zur Aktualität einer publizistischen Intervention" in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme griff angesichts aktueller Erfolge der extremen Rechten die Frage auf, wo die Bundesrepublik Deutschland heute im Hinblick auf den Umgang mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit steht.

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10.05.2018 - 12.05.2018 Detlef Pollack, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Matthias Pohlig, Humboldt-Universität zu Berlin; Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster
Von Andreas Häckermann, Humboldt-Universität zu Berlin; Kai Gräf, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

Wer heute nach der Genese „der Moderne“ fragt, ohne den Begriff in dicke Anführungszeichen zu setzen, steht schnell im Verdacht, überkommene Theorien wiederaufleben zu lassen. Schon deshalb darf mutig genannt werden, wer genau diese Frage zum Thema einer wissenschaftlichen Tagung macht, sie mit der Weberschen Gretchenfrage nach der Religion verbindet und dann zusätzlich noch mit dem metaphorischen Ballast der Nietzscheanischen „Geburt aus dem Geiste“ belädt: „Die Geburt der Moderne aus dem Geist der Religion?“ lautete der Titel der vom Münsteraner Exzellenzcluster „Religion und Politik“ veranstalteten Konferenz, die Historiker, Soziologen, Germanisten, Philosophen und Theologen zusammenbrachte, um über ein so altes wie aktuelles Problemfeld zu diskutieren.

Zwar sind, wie DETLEF POLLACK (Münster) und MATTHIAS POHLIG (Berlin) in ihren Einführungen betonten, die klassischen Modernisierungstheorien inzwischen aus der Mode gekommen, die Probleme, auf die sie reagierten, jedoch „weder gelöst noch verschwunden“.

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24.05.2018 Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG), TU Bergakademie Freiberg
Von Torsten Meyer, Forschungsbereich Bergbaugeschichte, Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Die im Rahmen des von der Volkswagen Stiftung geförderten Projekts „Bergbaukultur im Medienwandel – Fotografische Deutungen von Arbeit, Technik und Alltag im Freiberger Raum“ durchgeführte Tagung wurde von HELMUTH ALBRECHT (Freiberg) eröffnet. Ziel der Konferenz war die vergleichende Untersuchung fotografischer Darstellungen des untertägigen Bergbaus und deren Entstehungskontexte für den Zeitraum von ca.

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Zeitschriften/

Liebe Leserinnen und Leser,

die August-Ausgabe der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ erscheint am 20. Juli 2018.

In der druckfrischen August-Ausgabe analysieren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, wie die seit Jahrzehnten wachsende Verfeindung in der US-Gesellschaft geradewegs auf eine Autokratie zusteuert.

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A new monothematic issue of the journal Judaica Bohemiae (Vol. 53/2018, 1) was published at the beginning of July 2018. It is focused on a particularly interesting topic from the history of Moravian Jews in the second half of the 19th and early 20th centuries, which has previously not been sufficiently explored – Jewish political communities in Moravia.

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ZEITSCHRIFT FÜR GESCHICHTSWISSENSCHAFT
66. JAHRGANG 2018, HEFT 7/8

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The International Journal of Military History and Historiography has been continuously published (from 1978 to 2015 as the International Bibliography of Military History - IBMH) on behalf of the International Commission of Military History (ICMH), which can trace back its origins to 1938. Traditionally its main focus was on book reviews and review articles.

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