Buchrezensionen/

Rez. von Konstantin Neumann, Abteilung IV „Regime des Sozialen“, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Die DDR-Aufarbeitung ist strukturell verzerrt. Auf diesen provokanten Satz ließe sich die Ausgangsthese des Buches von Christian Booß und Sebastian Richter zusammenfassen, denn in der Geschichte zur politischen Justiz als Kernbereich der DDR-Forschung wurde vor allem das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als maßgebender Akteur herausgearbeitet.[1] Interessanterweise machen die beiden Autoren und (ehemaligen) Mitarbeiter des Stasi-Unterlagen-Archivs, in dessen Reihe das Buch erschienen ist, ihre eigene Institution dafür verantwortlich: „Nicht zuletzt war es die Eigenforschung dieser Behörde selbst, die die Dominanz des MfS in wichtigen politischen Verfahren hervorhob.“ (S.

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Rez. von Magnus Ressel, Historisches Seminar, Goethe Universität Frankfurt am Main

Die Bedeutung der Genealogie in der gegenwärtigen Gesellschaft lässt sich leicht an dem Erfolg von Firmen wie Geneanet, Ancestry und weiteren ablesen. Auch jenseits von diesen Firmen existiert ein breiter Markt für genealogische Forschungen von der Ebene der interessierten Laien bis hin zu (quasi-)beruflich tätigen Genealogen, die gegen Honorar spezifische genealogische Informationen aufspüren.

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Rez. von Natalia Jarska, Tadeusz Manteuffel Institute of History, Polish Academy of Sciences, Warsaw

Nešťáková’s book is an ambitious attempt to provide a broad perspective on Slovakia’s family planning policies and practices during three political regimes: interwar Czechoslovakia, the Nazi-Germany-aligned Slovak State of the Second World War, and post-war communist Czechoslovakia. The book’s central theme – reflected in its title – is pronatalism.

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Rez. von Stefan Scholl, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim

In den letzten Jahren sind verschiedene Anläufe unternommen worden, die uns gegenwärtig umgebende Begriffswelt aus soziologischer, kulturwissenschaftlicher oder historischer Perspektive zu erschließen und auf ihre wahrnehmungs- und handlungsleitende Wirkmächtigkeit hin zu befragen.[1] Eint diese Inventarisierungsversuche die in lemmabasierten Artikeln angelegte Darstellungsform, unterscheiden sie sich in Begriffsauswahl und theoretischer Fundierung doch erheblich.

Schon vor genau 20 Jahren haben Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann und Thomas Lemke mit dem ersten „Glossar der Gegenwart“ eine Wegmarke für dieses Genre gesetzt[2], die nun eine Fortsetzung erhält.

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Termine/

Call for Papers
18.06.2025 - 20.06.2025 Global Affairs and Sustainable Development Institute (GASDI), Osun State University, Osogbo, Nigeria

Seized by ongoing wars and threats of war, nations are prioritizing military spending over development initiatives. Witness a noticeable shift in political landscapes towards right-wing nationalism and populism, emphasizing national interest and domestic security over international solidarity. The drift may not only persist, but could also lead to a long-term decline in funding for initiatives aimed at meeting the SDGs, prompting the question whether the SDGs are already doomed to fail?

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Call for Papers
19.05.2025 - 19.05.2025 New Generation Group

The New Generation Group (NGG) of the Jewish Historical Society of England is excited to announce the call for papers for its second annual conference. The 2025 conference "Archives, Heritage and Memory" will centre around archives, places, and books as a space of memory. The NGG is an international group of emerging scholars connected by a wide-ranging interest in Jewish studies.

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Call for Articles
14.02.2025 The Hungarian Historical Review

The Hungarian Historical Review invites submissions for its first issue in 2026, the theme of which will be Traveling Intellectuals, Transforming Ideas:
Histories of Knowledge Transfer in the Twentieth Century

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Call for Articles
30.05.2025 Institute for Studies in Pragmaticism

Die rasant fortschreitende Technisierung durch digitale Medien und die damit einhergehende Ausbreitung von künstlicher Intelligenz, präsentieren neue Herausforderungen das Technische als einen integralen Bestandteil der kulturellen Evolution zu verstehen. Die kultursemiotische Perspektive der Kulturwissenschaft bietet Instrumente, um strukturelle Eigenschaften der digitalen Zeichensysteme zu erklären, sowie auf die Folgen für individuelle und gesellschaftliche Kommunikation hinzuweisen.

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Ausstellungsrezensionen/

18.09.2024 - 16.03.2025 Jüdisches Museum Wien
Rez. von Julia Roos, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig

Zwei Männer in einer Straßenbahn, auf Hebräisch erzählt der Ältere dem Jüngeren, wie er vor vielen Jahrzehnten in einer eben solchen in Wien von einem Gestapo-Beamten verhaftet worden war. Die Sequenz zieht den Besuchenden mitten hinein in die Ausstellung „Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“.

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13.09.2024 - 19.01.2025 Landesmuseum Zürich
Rez. von Martin Rempe, Fachbereich Geschichte und Soziologie, Universität Konstanz

Globi, der Papageienmensch, zählt den zu bekanntesten und erfolgreichsten Werbe- und Kinderbuchfiguren der Schweiz. Nach dem Willen seiner Schöpfer, dem Zeichner Robert Lips und dem Texter Ignatius Karl Schiele, die Globi 1932 erschufen, kam er aus Afrika eingeflogen, um Kolonialwaren des Kaufhauses Globus zu vermarkten.

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Tagungsberichte/

17.10.2024 - 18.10.2024 Institut für soziale Bewegungen, Bochum; Institut für Zeitgeschichte, München – Berlin; Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Von Laura Cowley, Professur für Zeitgeschichte, Historisches Institut, Ruhr-Universität Bochum
 
26.09.2024 - 27.09.2024 Schwabenakademie Irsee; Bezirksheimatpflege Schwaben
Von Corinna Malek-Wagner, Bezirksheimatpflege Schwaben, Bezirk Schwaben, Augsburg

Zeitschriften/

Heft 16 - Jahrgang 12 (2024)
Future Bodies
Herausgegeben von Henriette Gunkel / Heiko Stoff

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Historia Aperta is an open-access academic peer reviewed journal focused on the history of Czech lands and (Central) European region.

It is published twice a year by the University of Hradec Králové in both online and print versions. Prior to 2022, this journal appeared under the title Východočeské listy historické.

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Konstitutiv für Biographieforschung und Oral History ist der Rückgriff auf Vergangenes. Wie das Hervorholen, die Auswahl und (Re-)Konstruktion vergangener Ereignisse und Erfahrungen bspw. im Rahmen von biographisch-narrativen Interviews durch Biograph:innen erfolgt, dazu bieten Überlegungen zum Gedächtnis und seinen zentralen Operationen, dem Erinnern und dem Vergessen, einen relevanten theoretischen Bezugsrahmen (u.a.

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Wir alle glauben zu wissen, was eine Bibliothek ist. Was aber, wenn wir um eine kurze Bestimmung gebeten würden? Unsere Antworten dürften unterschiedlich ausfallen. So fehlt es nicht an Bibliotheken, die als „Maker Spaces“ auftreten oder als „Learning Centers“ – und auch gar nicht mehr Bibliothek heißen wollen: nicht zuletzt als sogenannte „Dritte Orte“, die Bücher regelrecht exotisieren können.

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