Buchrezensionen/

Scheurmann, Ingrid: Konturen und Konjunkturen der Denkmalpflege, Köln 2018
Rez. von Achim Saupe, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Ingrid Scheurmann, seit mehr als zwei Jahrzehnten für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz tätig und seit 2013 zugleich Honorarprofessorin an der Technischen Universität Dortmund, widmet sich in ihrem Buch „Konturen und Konjunkturen der Denkmalpflege“ zentralen Debatten dieser Disziplin seit dem frühen 19.

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Scheidel, Walter: Nach dem Krieg sind alle gleich, Darmstadt 2018
Rez. von Marc Buggeln, Institut für Geschichtswissenschaften, HU Berlin

In letzter Zeit wird vermehrt über die Rolle der beiden Weltkriege für die Verminderung der sozialen Ungleichheit und den Ausbau des Sozialstaats debattiert. Während Historiker dabei die Bedeutung des Krieges eher gering bewerten[1], haben stark quantitativ arbeitende Ökonomen und Politologen dessen Einfluss als sehr hoch veranschlagt.[2] Letzterer Position schließt sich nun der in Stanford lehrende Althistoriker Walter Scheidel an.

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Blumenau, Bernhard; Hanhimäki, Jussi M.; Zanchetta; Barbara (Hrsg.): New Perspectives on the End of the Cold War, London 2018
Rez. von Lukas Mengelkamp, Bonn

Vor dem Hintergrund einer neuen weltpolitischen Polarisierung, die im Zeichen neuer Konflikte zwischen den NATO-Mitgliedern und Russland, den USA und China, aber auch zwischen der westlichen Führungsmacht und ihren europäischen Verbündeten steht, rücken die 30-jährigen Jubiläen der Epochenjahre 1989, 1990 und 1991 immer näher.

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Blaschke, Anette: Zwischen "Dorfgemeinschaft" und "Volksgemeinschaft", Paderborn 2018
Rez. von Ernst Langthaler, Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Johannes Kepler Universität Linz

Anette Blaschkes Regionalstudie entstand als Dissertation im Niedersächsischen Forschungskolleg „Nationalsozialistische ‚Volksgemeinschaft‘?“. Offenbar nimmt die Autorin das Fragezeichen ernst, denn sie rückt vom – auch im Buchtitel genannten – Konzept der „Volksgemeinschaft“ als Leitkategorie ab.

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Termine/

Call for Papers
29.07.2019 - 31.07.2019 Consejo Europeo de Investigaciones Sociales de América Latina (CEISAL)

Invitamos a presentar propuestas para el simposio

Redes transatlánticas: intelectuales latinoamericanxs en la Europa de la Guerra Fría (1945-1991)
a celebrarse en el marco del 9° Congreso del Consejo Europeo de Investigaciones Sociales de América Latina (CEISAL) en Bucarest, Rumania, entre el 29 y el 31 de julio de 2019 (http://ceisal2019.com/).

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Call for Papers
05.07.2019 - 06.07.2019 Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Das Interesse an und die Diskussion über die sozio-kulturelle Konstruktion der Geschlechter hat in der Mediävistik allein in den letzten 20 Jahren ein weites Forschungsfeld etabliert. Dass in einer Epoche starker Religiosität wie dem Mittelalter sich dabei der Einfluss der Kirche bzw. religiöser Gruppen prägend auf die Genderkonstruktionen auswirkte und diskursgebend war, ist seit langem bekannt.

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Call for Papers
31.03.2019 Kustodie der TU Dresden

„Junges Forum für Sammlungs- und Objektforschung“ - Workshop Dresden 2019

Vom 22. bis 24. August 2019 veranstaltet die Kustodie der TU Dresden gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland und der Gesellschaft für Universitätssammlungen (GfU) e.V.

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Akademische Ankündigungen
14.02.2019 Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)

New Conservatives in Russia and East Central Europe

Book Launch and Discussion (in English)

with Katharina Bluhm (Freie Universität Berlin), Mihai Varga (Freie Universität Berlin), Krzysztof Jasiecki (Centre for Europe, University of Warsaw) and Alicja Curanovic (University of Warsaw)
Chair: Regina Elsner (ZOiS)

The recently released book New Conservatives in Russia and East Central Europe explores the new generation of political actors in Poland, Hungary and Russia, rejecting the consensus around market reforms, democratisation, and rule of law that has characterised the move towards an "open society" from the 1990s on.

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Ausstellungsrezensionen/

Kunstmuseum Bern; Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH (Hrsg.) Bestandsaufnahme Gurlitt
14.09.2018 - 07.01.2019 Gropius Bau
Rez. von Ulrike Schmiegelt-Rietig, Zentrale Stelle für Provenienzforschung in Hessen

Im November 2013 versetzte die Nachricht über den sogenannten „Schwabinger Kunstfund“ die Öffentlichkeit weltweit in Aufregung. Die ersten Berichte über die Kunstwerke im Besitz Cornelius Gurlitts überboten sich gegenseitig mit Mutmaßungen zur Anzahl der Kunstwerke, zu ihrer Herkunft und vor allem zu ihrem Wert.

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Köster, Gabriele; Andrea Knopik (Hrsg.) Wissen und Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen
07.05.2018 - 15.10.2018 Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben Thomas-Müntzer-Straße 48, 06642 Kaiserpfalz/OT Memleben
Rez. von Christian Popp, Germania Sacra, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Die mitteldeutsche Klosterlandschaft hat in weiten Teilen noch keine angemessene wissenschaftliche Aufarbeitung erfahren, insbesondere für die spätmittelalterlichen Jahrhunderte gibt es noch erheblichen Forschungsbedarf. Ein Fundament für weitere Untersuchungen ist der 2012 erschienene zehnte Band der „Germania Benedictina“, der die Mönchskloster im mittel- und nordostdeutschen Raum behandelt.[1] Auf das baldige Erscheinen des „Sächsischen Klosterbuchs“[2] ist zu hoffen; für die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen wird man auf ein solches Kompendium noch warten müssen.

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Tagungsberichte/

08.11.2018 - 11.11.2018 Collegium Carolinum
Von Judith Brehmer, München

Die letzte Jahrestagung des Collegium Carolinum hatte mit dem Jahrestag zum Prager Frühling eines der großen Jubiläen des zu Ende gehenden Gedenkjahres thematisiert. Daran knüpfte die diesjährige Konferenz, die vom 8. bis 11. November 2018 in Pelham stattfand, direkt an: Sie widmete sich der Frage, was die Normalisierung war, die der Niederschlagung des reformsozialistischen Experiments folgte.

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05.10.2018 - 06.10.2018 Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Marburg; VIVARIUM – Centre for Research in Medieval Society and Culture, University of Ostrava; Forschungsstelle Deutscher Orden, Julius-Maximilians Universität Würzburg; Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, Nordhausen
Von Tobias Baus, Würzburg

Sigismund von Luxemburg verfolgte vorrangig eigene Machtinteressen; seine Politik gegenüber anderen Reichen und Herrschern war instrumentalisierend und er gierte nach mehr Macht. So lautete noch 1997 das Urteil des Historikers Jörg K. Hoensch.[1] Sein Streben nach insgesamt vier Königskronen (von denen er auch drei erreichte) und das langjährige Ringen mit den Hussiten in Böhmen lassen ihn aus heutiger Sicht eher als gewalttätig und gierig erscheinen.

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08.11.2018 - 10.11.2018 DFG-Forschergruppe 2539: „Resilienz. Gesellschaftliche Umbruchsphasen im Dialog zwischen Mediävistik und Soziologie“, Projekt: „Resilienz in Süditalien unter den frühen Anjouherrschern (1266–1309)“; Leitung: Lukas Clemens, Universität Trier; Organisation: Janina Krüger, Universität Trier
Von Philipp Sebastian Weiß, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

Diese internationale, bilingual ausgerichtete, mediävistische Tagung bildete den Rahmen für intensive Diskussionen und interkulturellen Austausch zwischen deutsch- und italienischsprachigen Referenten und Teilnehmern rund um die Anfänge der angiovinischen Herrschaft in Süditalien.

LUKAS CLEMENS (Trier) stellte zu Beginn der Tagung den Teilnehmern in seiner Begrüßung und fachlichen Einordnung auch das Konzept der Resilienzforschung vor.

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06.12.2018 - 07.12.2018 Massimo Rospocher, Istituto storico italo-germanico, Trent; Daniel Bellingradt, Institut für Buchwissenschaft, Erlangen
Von Sebastian Frenzel, Institut für Buchwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Giacomo Giudici, The Warburg Institute London

Do we know, at all, what is the history of communication? In an attempt to answer this question, researchers from all over Europe met for two days in Italy, hosted by Trent’s Italian-German Historical Institute (FBK ISIG). In their introduction to the conference, the organizers DANIEL BELLINGRADT (Erlangen) and MASSIMO ROSPOCHER (Trent) emphasized a contradiction that is inherent to the history of communication: its great success versus its lack of a proper academic and theoretical framework.

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Zeitschriften/

Unsicherheit über die Zukunft spielt auch in den Regionen des Globalen Nordens eine zunehmende Rolle, in denen sich die meisten Bewohner/innen lange Zeit relativ sicher fühlen konnten. Den Hintergrund bildeten Prozesse sozio-ökonomischen und ökologischen Wandels, die uns schon seit einigen Jahrzehnten begleiten – wie Globalisierung, Umweltkrise und Klimawandel, Altersversorgung und, sofern wir über unseren Tellerrand hinausschauen, auch Kriege, Hunger und Katastrophen im Globalen Süden.

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In dieser Ausgabe von Tierstudien sind zehn wissenschaftliche und drei künstlerische Untersuchungen kranker Tiere versammelt. Lahme Pferde sprengen geschlechtliche Ordnungen, tollwutinfizierte Füchse lösen Urängste und Empathie aus, depressive Pfauen machen Kunst, verölte Seevögel bevölkern das Imaginarium ökologischer Prekarität.

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Das aktuelle Heft widmet sich der Erforschung historischer Keller in Hessen. "Historische Keller" sind auch das Kulturdenkmal 2018, das alljährlich vom Bund Heimat und Umwelt (BHU) und seinen Landesverbänden ausgewählt wird.

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SEHEPUNKTE
Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften
ISSN 1618-6168
http://www.sehepunkte.de/

sehepunkte 19 (2019), Nr. 1

Liebe Leserinnen und Leser,

die sehepunkte starten in das Jahr 2019 mit einer neuen Ausgabe unseres FORUMs zu den 'Islamischen Welten'. Es ist in diesem Monat mit "Neueren Forschungen zur Sklaverei und zu anderen Formen starker asymmetrischer Abhängigkeit" einer besonderen Thematik gewidmet.

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