Buchrezensionen/

Rez. von Sophie Kühnlenz, a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities, Universität zu Köln

Historischen Nationalmuseen, mit ihrer großen Reichweite und prominenten Sprecher/innenposition im gesellschaftlichen Diskurs, kommt bei der Beantwortung der Frage, „wer und was zur nationalen Geschichte und Kultur gehört“[1], eine zentrale Rolle zu. Mit der Konstruktion von Nation einher gehen Vorstellungen von Geschlecht, die weiblich und männlich als natürliche, klar abgrenzbare und einzige Geschlechtsidentitäten postulieren.

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Rez. von William Blakemore Lyon, Seminar für Afrikawissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Marie Muschalek’s Violence as Usual brings new perspectives to the German South West African (modern Namibia) colonial state, via a study of the Landespolizei, or the colonial police force. It is a social history of local colonial actors focusing on violence, governance and law with an incorporation of Alltagsgeschichte.

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Rez. von Mojmir Stransky, Institut für Osteuropäische Geschichte, Universität Wien

Mit ihrem Vergleich des polnischen und tschechoslowakischen Roten Kreuzes (Polski Czerwony Krzyż – PCK bzw. Československý Červený Kříž – ČSČK) während des Staatssozialismus bietet Maren Hachmeister einen wichtigen Beitrag zur Historisierung dieser Epoche der europäischen Geschichte.

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Rez. von Valérie Dubslaff, Département d'Allemand et de LEA, Université Rennes 2

In Ergänzung zu Karen Offens 2017 veröffentlichtem Buch „The woman question in France“[1], das den Zeitraum von 1400 bis 1870 auslotete, nimmt der vorliegende Band die überaus hitzigen Debatten über die „Frauenfrage“ während der französischen Dritten Republik in den Blick. Im steten Dialog mit anderen Historikerinnen, etwa den Französinnen Florence Rochefort und Anne Cova oder den Amerikanerinnen Joan W.

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Termine/

Call for Papers
20.09.2020 - 25.09.2020 Lehrstuhl für Denkmalkunde, Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Institut für Judaistik, Jagiellonen-Universität Krakau; Juniorprofessur für Jüdische Studien mit dem Schwerpunkt Interreligiöse Begegnungen und Lehrstuhl für Neuere Geschichte (deutsch-jüdische Geschichte), Universität Potsdam; Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V., Frankfurt (Oder); Museum des Meseritzer Landes, Międzyrzecz

eit 1945 markieren die Oder und die Lausitzer Neiße die deutsch-polnische Staatsgrenze. Die Region östlich dieser beiden Flüsse erstreckt sich heute über die Wojewodschaften Zachodniopomorskie und Lubuskie. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte sie aber zur Provinz Brandenburg und erlebte innerhalb von 250 Jahren mehrere Grenzverschiebungen.

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Call for Papers
10.09.2020 - 11.09.2020 AG Museum & AG Materielle Kultur; Deutsche Gesellschaft für Kultur- und Sozialanthropologie (DGSKA)

Digitale Sammlungen sind inzwischen weit verbreitet. Zahlreiche Museen haben einen Großteil ihrer Objekte digitalisiert oder sind dabei, dies zu tun; spezielle Förderformate v. a. des BMBF haben universitäre Institute ermutigt, Sammlungen zu digitalisieren. Allerdings stellen Fragen der Bewertung dieses Prozesses wie auch die praktische Umsetzung Museen und universitäre Institute weiterhin vor Herausforderungen, die von der dafür erforderlichen zusätzlichen Arbeitsleistung über die Nutzungsdauer von Digitalisaten, der nachhaltigen Nutzung von Onlineportalen bis hin zu rechtlichen Aspekten und solchen der epistemologischen Konsequenzen reichen.
Ethnologische Museen und Universitätsinstitute mit ethnologischen Sammlungen stehen dabei vor ganz besonderen Erwartungshaltungen unterschiedlichster Akteure.

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Call for Papers
16.01.2021 - 17.01.2021 Dr. Isabella Schwaderer, Allgemeine Religionswissenschaft, Universität Erfurt

German knowledge production concerning the topic ‘India’ was deeply influenced by questions surrounding Western cultural dependence on the East, the origins of Christianity, the status of sacred texts, the organisation of disciplines and the beginning of Religionsgeschichte. By defining and applying European concepts surrounding the notion of ‘religious’, turning its inherent social normativity into a universal validity and making this an objective for research and comparative analysis in religious studies and neighboring disciplines, phenomena of foreign cultures are transformed into ‘religions’, thus engendering a colonial paradigm of broad impact.

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Call for Papers
23.09.2020 - 24.09.2020 Driburger Kreis, Nachwuchsforum der Gesellschaft für die Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik e. V. (GWMT)

Der »Driburger Kreis« trifft sich dieses Jahr in digitaler Form: am 23. und 24. September treffen wir uns statt in Erfurt im Internet. Wie üblich findet der »Driburger Kreis« im Vorfeld der Jahrestagung der »Gesellschaft für die Geschichte der Wissenschaften, Medizin und Technik« (GWMT) statt, die sich ebenfalls Online trifft.

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Ausstellungsrezensionen/

08.05.2019 Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History, Europa-Universität Flensburg
Rez. von Claudia Bade, Hamburg

Weder die Neulandhalle noch der Adolf-Hitler-Koog, in dem sie stand, dürften weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt sein. Doch beachtenswert ist ihre Geschichte in jedem Fall, da die Neulandhalle ein Prestigeobjekt nationalsozialistischer „Lebensraum“-Planung war. 1935 wurde der frisch eingedeichte Koog in Dithmarschen mit großem propagandistischen Aufwand und in Anwesenheit Hitlers eingeweiht.

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Grabowsky, Ingo; Stiftung Kloster Dalheim (Hrsg.) Verschwörungstheorien - früher und heute
18.05.2019 - 13.03.2020 Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Rez. von Thomas Reich, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, Münster

Im Zeitalter der „Fake News“ tut es besonders not, zwischen Tatsachen und Meinungen zu unterscheiden. Die Historiker/innen sind sich dessen seit Jahrhunderten bewusst; sie entwickelten hilfswissenschaftliche Methoden zur Unterscheidung zwischen Echtheit und Fälschung – und damit auch zur Prüfung von Evidenz und Geltungsansprüchen.

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Tagungsberichte/

24.02.2020 - 28.02.2020 Katrin Dennerlein, Neuere deutsche Literaturgeschichte I, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Michaela Fenske / Arnika Peselmann, Europäische Ethnologie/Volkskunde, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Frederike Middelhoff, Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Romantikforschung, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; VolkswagenStiftung
Von Marlis Heyer, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Laura Högner, Institut für deutsche Philologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Pascal Marcel Dreier, Kunsthochschule für Medien Köln

Die internationalen Teilnehmenden der interdisziplinären Winter School kamen aus den Literatur-, Medien-, Sozial- und Kulturwissenschaften und erprobten fünf Tage lang, mit welchen Zugängen unterschiedliche Formen von Mobilität analysiert werden können. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Mobilität als Konzept in verschiedenen Fach- und Forschungskontexten produktiv gemacht werden kann.

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12.02.2020 - 14.02.2020 Franz-Josef Arlinghaus / Andreas Rüther, Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Universität Bielefeld
Von Marc Grünewald / Christine Gerwin, Historische Wissenschaftsforschung / Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters, Universität Bielefeld

The conference at the Center for Interdisciplinary Research explored the question of the extent to which inherent dynamics can explain social change in pre-modern society. The two organizers, Franz-Josef Arlinghaus and Andreas Rüther, defined self-dynamics as a change from within society itself, which arose from the interaction of elements belonging to it and reproducing them.

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26.02.2020 - 28.02.2020 Forschungsstelle Weimarer Republik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena; Weimarer Republik e.V.
Von Ronny Noak / Axel Mössinger, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die ersten Jahre der Weimarer Republik waren geprägt von einem steten Konflikt zwischen der Gewalt des Staates und (para-)militärischen Truppen. Reichswehr, Sicherheitspolizei, Einwohner- und Arbeiterwehren, Freikorps, SA, proletarische Hundertschaften und die Rote Ruhrarmee führten in den Jahren 1918–1924 bewaffnete und gewaltsame Kämpfe um die Errichtung, Verteidigung und Zerstörung der ersten deutschen Demokratie.

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23.01.2020 - 25.01.2020 Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung, Deutsche Sporthochschule Köln; Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets
Von Felix Wolf, Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung, Deutsche Sporthochschule Köln

Welche Entwicklungslinien kennzeichnen den Sport in Nordrhein-Westfalen? Ist es berechtigt, von der Sportmetropole Ruhr zu sprechen? Und in welchem Verhältnis stehen Spitzen- und Breitensport im Westen Deutschlands zueinander? Diese und weitere Fragen diskutierten neben rund 40 Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus den Disziplinen Sport, Geschichte und Sozialwissenschaft auch zahlreiche Experten und Zeitzeugen vom 23.

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Zeitschriften/

Social History of Medicine is concerned with all aspects of health, illness, and medical treatment in the past. It is committed to publishing work on the social history of medicine from a variety of disciplines. The journal offers its readers substantive and lively articles on a variety of themes, critical assessments of archives and sources, conference reports, up-to-date information on research in progress, a discussion point on topics of current controversy and concern, review articles, and wide-ranging book reviews.

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SEHEPUNKTE
Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften
ISSN 1618-6168
http://www.sehepunkte.de/

sehepunkte 20 (2020), Nr. 5

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Wochen haben uns erneut verstärkt etliche Rezensionsangebote bzw. -wünsche erreicht. Dies freut uns - gerade auch in der aktuellen Situation - sehr.

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