Buchrezensionen/

Rez. von Stefan Moitra, Montanhistorisches Dokumentationszentrum, Deutsches Bergbau-Museum Bochum

„So wahr es ist, daß ein jegliches in der Natur als schön kann aufgefaßt werden, so wahr das Urteil, die Landschaft der Toscana sei schöner als die Umgebung von Gelsenkirchen“, so Theodor W. Adorno in seiner posthum erschienenen „Ästhetischen Theorie“.[1] Adorno wusste, wovon er sprach, war er doch in den 1950er-Jahren intensiv an industriesoziologischen Studien im Ruhrgebiet beteiligt.[2] Seitdem scheinen sich allerdings die Auffassungen über Gelsenkirchen und die weitere Umgebung grundlegend verändert zu haben.

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Rez. von Thomas Stamm-Kuhlmann, Historisches Institut, Universität Greifswald

Ein soziales Gebilde kann erst verstanden werden, wenn sein internes Geflecht von Machtverhältnissen zum Thema wird. Die Konstellationen von Personen, die einen Mächtigen umgeben, verdienen es, unabhängig von der Frage nach der „Größe“ oder „Bedeutung“ von Individuen behandelt zu werden.

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Rez. von Arndt Christiansen, Bundeskartellamt, Bonn

Wendula von Klinckowstroem gelingt es auf ebenso überzeugende wie lesenswerte Weise, den deutschen Nationalökonomen Walter Eucken (1891–1950) als Wissenschaftler, aber vor allem als Menschen mit vielen Facetten zu zeigen. Ihr Ziel benennt sie selbst mit wünschenswerter Klarheit: „In dieser Studie steht der Mensch Walter Eucken im Mittelpunkt“ (S.

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Rez. von Ulrich Muhlack, Historisches Seminar, Universität Frankfurt am Main

Heinz Duchhardt setzt mit diesem Buch die beeindruckende Serie seiner „Ranke-Studien“ fort und eröffnet mit ihm zugleich eine Buchreihe, die „neuen Aspekten der Ranke-Forschung“ gewidmet sein soll. Was ihn dazu bewegt, sich Ranke zuzuwenden, ist ein offensichtliches Ungenügen an der bisherigen Literatur, die ihm, bei allem Respekt, durchaus lückenhaft zu sein scheint.

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Termine/

Workshop
21.03.2024 - 22.03.2024 Seminar für Klassische Philologie, Georg-August-Universität Göttingen

Vom 21. bis zum 22.3.2024 findet der 7. Norddeutsche Doktorand:innenworkshop der Altertumswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen statt.

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Call for Papers
07.11.2024 - 08.11.2024 Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte und Geschichtsvermittlung

Für eine Tagung zur Geschichte der Beziehung zwischen Residenzschloss und Stadt Braunschweig in historischer und vergleichender Perspektive bitten wir um Einreichungen von Vorschlägen für Vorträge. Einreichungsfrist ist der 15. April 2024. Die von der Richard Borek Stiftung unterstützte Tagung findet vom 7.

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Call for Papers
14.05.2025 - 16.02.2024 Dr. Astrid Henning-Mohr, Dr. Lisa Källström, PD Dr. Corina Löwe, Dr. Jana Mikota und PD Dr. Ines Soldwisch.

Wie sieht das Wohnen in der Zukunft aus? Können Literatur, Film und Kunst aus der Vergangenheit etwas über Zukunftsmodelle erzählen?

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Call for Papers
06.11.2024 - 08.11.2024 Heidelberg Academy of Sciences and Humanities, ERC Project Atlantic Exiles

We are inviting scholars to apply for a conference on the intersecting regimes of postrevolutionary compensation in the first half of the nineteenth century.

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Ausstellungsrezensionen/

08.09.2023 - 31.03.2024 MARKK - Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt
Rez. von Lea Garcia, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

„Der nordische Kolonialismus – in seinen historischen und aktuellen Formen – ist für die Sam:innen bis heute deutlich spürbar“ liest man beim Eintreten in den Ausstellungsraum und wird durch die zuweilen bedrohlichen Klänge der Videoinstallation „Dalvedh“ der Künstlerin Sissel M. Berg (2014) auf die ernste und emotionale Thematik eingestimmt.

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30.06.2023 - 18.02.2024 Haus der Kunst
Rez. von Benedikt Sepp, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Obwohl Archive die Orte sind, aus deren Beständen der Großteil des historischen Wissens zusammengesetzt wird, werden sie von der an diesem Wissen interessierten Öffentlichkeit nur selten aufgesucht; es braucht üblicherweise die Zwischeninstanz der Historikerinnen und Historiker, um aus (wenngleich kuratierten) Beständen an Rohmaterial die Geschichten erst zur Geschichte zu machen, die dann publikumswirksam aufbereitet und präsentiert werden kann.

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Tagungsberichte/

28.09.2023 - 29.09.2023 Polnische Historische Mission, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń; Renata Skowrońska, Polnische Historische Mission, Julius-Maximilians-Universität Würzburg / Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń; Helmut Flachenecker / Lina Schröder, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Andrzej Radzimiński, Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń; Caspar Ehlers, Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie; Lisa Haberkern, Stiftung Kulturwerk Schlesien; Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg; Kolleg „Mittelalter und Frühe Neuzeit”
Von Eva Strecker, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

In der epochen- und fachübergreifenden Tagung wurden sowohl das Konzept wie auch der Begriff der Sklaverei und deren verschiedene Ausprägungen im europäischen Raum – begonnen mit einem zusammenfassenden Blick der Alten Geschichte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts – thematisiert. Das absichtlich vage formulierte Thema wurde von Vertretern verschiedener Disziplinen und Spezialisten verschiedener Epochen aus mehreren Ländern rezipiert, so dass zum Ende der Tagung ein breites und buntes Netz aus Vorträgen für eine finale Diskussion der gefundenen Unterschiede und Gemeinsamkeiten an Arten der Unfreiheit entstanden war.

SZYMON OLSZANIEC (Toruń) begann mit dem spätrömischen Reich, das mittlerweile keine Expansionskriege mehr führte und auch schon in geraumer Zeit keinen militärischen Erfolg zu verzeichnen hatte.

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19.10.2023 - 21.10.2023 Emeline Fourment, Centre Universitaire Rouennais d’Études Juridiques / Université Rouen Normandie; Isabel Heinemann, Bayreuth University; Heidi Hein-Kircher, Herder-Institute for Historical Research on East Central Europe, Marburg; Anne Kwaschik, University of Konstanz
Von Lisa Brünig, Institut für Diversitätsforschung, Georg-August-Universität Göttingen / Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover

A woman’s right to bodily self-determination is and has been a politically, medically, and socially contested issue, as recent attacks on women’s rights by right-wing actors across the globe show. Therefore, it is important to look back at women’s movements and feminist health activism to understand the confrontations over women’s rights such as access to contraception and abortion, situate them in their respective political and legal contexts and analyze continuities until today.

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Zeitschriften/

Die neu zusammengefundene Redaktion der Zeitsprünge stellt sich mit diesem Band der Leserschaft vor. Unter dem Titel „Zeit- und Tigersprünge“ denken die Autor:innen in mehr essayistischen denn im strengen Sinne wissenschaftlichen Beiträgen über die eigene Forschung ebenso wie über Zeitsprünge der Frühneuzeitforschung, über das Ineinander von Vergangenheit und Gegenwart sowie ihre Unterschiede nach.

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