Buchrezensionen/

Rez. von Christian Sammer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Heidelberg

Eine unglaubliche Geschichte gibt Markus Wahl in der Buchversion seiner Dissertation wieder. Sie handelt vom 1914 geborenen Walter Korinek, der als SED-Mitglied und ehemaliger Medizinstudent ohne Abschluss eine steile ärztliche Karriere in der SBZ und der DDR durchlief. Nachdem er im Lazarettwesen der Wehrmacht tätig gewesen war, stieg er zunächst zum Facharzt und später zum Chefarzt in einer orthopädischen Klinik in Dresden auf.

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Rez. von Johannes Pantenburg, Universität Konstanz

Am 16. Oktober 1998 stimmte der Bundestag mit großer Mehrheit für eine deutsche Beteiligung an Luftangriffen der NATO im Kosovo. Unter dem Eindruck der Kriege im ehemaligen Jugoslawien und insbesondere des Massakers von Srebrenica an über 8.000 Bosniaken im Juli 1995 fand somit eine Abweichung von der strikten militärischen Selbstbeschränkung statt, die sich seit 1945 im Gebot „Nie wieder Krieg“ begründete.

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Rez. von Anna Valeska Strugalla, Institut für Geschichtsdidaktik und Public History, Eberhard Karls Universität Tübingen

Die Aufarbeitungen der Kolonialgeschichten von Städten wie Dresden, Freiburg, Hannover, Köln und Leipzig waren erste Beispiele dafür, dass Spuren des Kolonialismus „hierzulande“ auch abseits der damaligen Politik- und Handelszentren wie Berlin und Hamburg zu finden sind.[1] Seitdem, die Leipziger Veröffentlichung steht 2009 am Anfang dieser Reihe, bemühen sich weitere Städte um die Aufarbeitung ihrer kolonialen Vergangenheit.[2]

Die vorliegende Publikation ist das Produkt eines Seminars, das 2018 am Lehrgebiet “Geschichte Europas in der Welt” an der FernUniversität Hagen angeboten wurde.

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Rez. von Gunilla-Friederike Budde, Institut für Geschichte, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg

Nein, diesmal kein Untergangsszenario. Stattdessen ein Plädoyer dafür, die Geschichte des Bürgertums weiterzuschreiben – vor allem mit Blick auf das 20. Jahrhundert und über den deutschen Tellerrand hinaus. Nach der Hochphase der deutschen Bürgertumsforschung seit den 1980er-Jahren mit dem Fokus auf das lange 19.

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Termine/

Symposium
27.04.2020 Deutsches Hygiene-Museum

Partizipation entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Schlagwort der Museumsarbeit. Hinter partizipativen Formaten steht häufig die Überzeugung, dass eine aktive Besucherbeteiligung die Hemmschwelle vieler Menschen gegenüber der Institution Museum senken oder sogar abbauen kann. Dadurch soll mehr Diversität und interkulturelle Öffnung in Museen gefördert werden.

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Call for Papers
16.09.2020 - 18.09.2020 Gypsy Lore Society

Conveners: Lorely French (Pacific University, USA), Marina Ortrud M. Hertrampf (Regensburg University, Germany), Sofiya Zahova (University of Iceland / University of St Andrews, UK)

Romani literature has experienced remarkable developments during the twentieth and twenty-first centuries. As of today, in almost all countries where Roma live, authors of Romani background have been producing books and other publications in various languages, including Romany.

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Call for Papers
23.10.2020 - 25.10.2020 Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL)

How to Do History and Philosophy of Science with Hans Blumenberg?

Call for Papers für eine Tagung am Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck vom 23. bis 25. Oktober 2020

Als Phänomenologe der modernen Welt interessierte sich Hans Blumenberg (1920-1996) in besonderer Weise für Wissenschaften und ihre Geschichte.

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Ausstellungen
07.03.2020 - 08.03.2020 Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU)

Briefe abfangen, Telefonate abhören, Spitzel einsetzen: Die breite Überwachung von Kommunikation diente der DDR-Staatssicherheit als wichtige Informationsquelle. Millionen Karteikarten sorgten für einen schnellen Austausch der gesammelten Informationen untereinander. Im Stasi-Unterlagen-Archiv sind Unterdrückung und Verfolgung dokumentiert.

Von Opposition und Widerstand zeugen dagegen die Bestände der Robert-Havemann-Gesellschaft.

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Ausstellungsrezensionen/

02.09.2018 Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie", Bernburg
Rez. von Yvonne Kalinna, Gedenkstätte Buchenwald

Mit der bereits im September 2018 eröffneten Ausstellung Die Vernichtung der „Unbrauchbaren“ nimmt sich die Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg als eine der wenigen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum des schwierigen Themas der gesundheits- sowie rassenpolitisch begründeten Tötung von hilfebedürftigen Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus an.[1] Als Gedenkstätte am historischen Ort erhalten, befindet sich die Einrichtung gegenwärtig auf dem Gelände des Fachklinikums für Psychiatrie der Salus gGmbH in der sachsen-anhaltischen Kleinstadt Bernburg.

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Museum Folkwang, Essen (Hrsg.) Der montierte Mensch
08.11.2019 - 15.03.2020 Museum Folkwang
Rez. von Martina Heßler, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

„Was wäre der Mensch ohne technische Neuerungen?“ Diese etwas merkwürdig, fast fortschrittsgläubig formulierte Frage empfängt die Besucher/innen der Ausstellung „Der montierte Mensch“ im Museum Folkwang in Essen. Merkwürdig mutet die Frage an, da Technik zu den fundamentalen Existenzbedingungen des Menschen gehört – nicht erst seit der Moderne.

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Tagungsberichte/

22.09.2019 - 30.09.2019 Deutsches Studienzentrum in Venedig
Von Henrike Kohpeiß, Freie Universität Berlin; Yasmin Frommont, Akademie der bildenden Künste Stuttgart; Tilman Schreiber, Friedrich-Schiller Universität Jena

Der diesjährige Studienkurs des Deutschen Studienzentrums näherte sich der Lagunenstadt über das Thema der Flucht und behandelte damit eine hochaktuelle Debatte. Die Vorträge der 15 Teilnehmenden aus den Fachdisziplinen Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie, Literatur und Kulturwissenschaft wurden ergänzt durch Exkursionen zu themenrelevanten Orten im Stadtgebiet.

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21.11.2019 - 23.11.2019 Johannes Dafinger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt; Moritz Florin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg für die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V., Berlin
Von Alexandra Pulvermacher, Institut für Geschichte, Abteilung Zeitgeschichte, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

A new global surge of right-wing extremism and violence is shaping the world around us. This new wave has also reanimated interest in the history of right-wing terrorism. The international conference in Erlangen facilitated an exchange of scholarly perspectives on the history of right-wing extremism and violence in Europe, East and West.

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26.09.2019 - 27.09.2019 Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e. V., Sonderforschungsbereich 1265 „Re-Figuration von Räumen“, Berlin
Von Kathrin Meißner / Ajit Singh, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e. V. (IRS), Berlin

Seit den 1990er-Jahren haben sich die Praktiken der Stadtplanung massiv verändert. Die Entwicklung digitaler Informationstechnologien hat zu einer Modifikation des Planungshandelns und der Planungskommunikation beigetragen, die sich auch auf die öffentliche Sphäre auswirkt. Denn obwohl die Relevanz partizipativer Planung und Gestaltung von Stadträumen zweifelsohne zugenommen hat, werden die digitalen Beteiligungs- und Kommunikationsformate dadurch nicht weniger kontrovers diskutiert.

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13.12.2019 - 14.12.2019 Wolfgang Mueller / Simon Dreher, Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien
Von Kristina Wittkamp, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen, Universität Passau

Der internationale Workshop setzte sich zum Ziel, wie KERSTIN JOBST und WOLFGANG MUELLER (beide Wien) in ihrer Einführung hervorhoben, die Partizipation und Bedeutung ausländischer Gesandtschaften im Moskauer Russland zu untersuchen. Das frühneuzeitliche Russland ist zwar im Hinblick auf seine Multiethnizität und -religiosität sowie auf die damit einhergehende Integration und Adaption von Migrantengruppen und deren Sichtweisen erforscht worden, aber die Rolle ausländischer Immigranten wurde oftmals nur isoliert beachtet.

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Zeitschriften/

Die historische Fachzeitschrift »Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken« (QFIAB) erscheint seit 1898 und wird vom Deutschen Historischen Institut in Rom herausgegeben. Das Jahrbuch widmet sich der italienischen Geschichte und Musikgeschichte sowie der Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen in transregionalen bzw.

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The Journal of Modern History is recognized as the leading American journal for the study of European intellectual, political, and cultural history. The Journal's geographical and temporal scope-the history of Europe since the Renaissance-makes it unique: the JMH explores not only events and movements in specific countries, but also broader questions that span particular times and places.

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This important journal serves as a focal point and forum for scholarship on intellectual and cultural history from the mid-seventeenth century to the present, with primary attention to Europe and the Americas and to transnational developments that encompass the non-West. MIH enquires into intellectual discourses and texts, their contextual origins and reception, and the recovery of their historical meanings.

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