Buchrezensionen/

Rez. von Daniel Zimmermann, Institut für Anpassungsherausforderungen durch europäische Politiken, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Brüssel ist in den letzten Jahren in die „Champions League des Lobbyismus“[1] aufgestiegen und hinter Washington mittlerweile die wichtigste Stadt für Verbände, Anwaltskanzleien, Nichtregierungsorganisationen und Lobbyist:innen aller Art geworden.[2] Insbesondere nach der Verabschiedung der Einheitlichen Europäischen Akte hat die Anzahl an Interessengruppen seit den 1980er-Jahren sukzessive zugenommen.

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Rez. von Paula Dahl, Arbeitsbereich Globalgeschichte, Universität Hamburg

Um die Jahrtausendwende begann eine breite öffentliche und akademische Auseinandersetzung mit sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten. Mit den Urteilen des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda und für das ehemalige Jugoslawien wegen sexueller Gewalttaten in den jeweiligen Kriegen hatte diese spezifische Form der Gewalt große Aufmerksamkeit erhalten.[1] Sexuelle Gewalt und Vergewaltigung wurden von allen beteiligten Kammern als „Völkermord, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, [...] Kriegsverbrechen, sowie als schwere Verstöße gegen die Genfer Konventionen“ eingestuft (S.

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Rez. von Julia Gilfert, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Extrem rechte Positionen innerhalb der deutschen Gesellschaft haben seit der Jahrtausendwende nicht nur Aufwind bekommen, dieser Wind hat sich noch dazu gedreht. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wurde „bis weit in den gesellschaftlichen Mainstream normalisiert“ (S. 7), wie die Herausgeber:innen des Bandes, Daniel Mullis und Judith Miggelbrink, mit Verweis auf Cas Mudde feststellen.[1] Die sozialwissenschaftliche Forschung hat sich in den vergangenen Jahren bereits zahlreicher Aspekte dieser Problematik angenommen.[2] Bisherige Studien verfingen jedoch entweder zu stark in dichotomem Denken oder speisten ihre Erkenntnisse aus rein quantitativen Analysen.

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Rez. von Andreas Eichleter, Zentrum Ostasienwissenschaften, Universität Heidelberg

In der Forschung galt der Erste Weltkrieg lange als ein Krieg, in den Japan nur peripher involviert war und den die dortige Regierung lediglich als Vorwand nutzte, um ihre politische und ökonomische Vormachtstellung in Ostasien auszubauen. Diese Annahmen hinterfragt Jan Schmidt in Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

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Termine/

Web-Seminar
08.09.2022 Programming Historian

This roundtable brings together scholars Dr Daniel Alves, Dr Lucia Michielin and Professor Víctor Gayol to discuss approaches to digital skills teaching in Portugal, Scotland and Mexico where they live and work. The roundtable will be followed by a Q&A. This free event is aimed at educators who are interested in digital skills development in the humanities.

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Konferenz
28.09.2022 - 29.09.2022 Benno Nietzel (Bielefeld/Bochum), Norman Domeier (Prag)

NS-Deutschland war in internationale Wahrnehmungs-, Deutungs- und Transferprozesse eingebunden, die es gleichzeitig aktiv mit zu prägen suchte. Transnationale Medienberichterstattung, Öffentlichkeitsarbeit, Kulturdiplomatie und Propaganda waren zentrale Faktoren dieser Verflechtungen. Forschungstendenzen der letzten Jahre werden aufgegriffen und mit Ansätzen einer in jüngster Zeit zunehmend transnational geöffneten Kommunikations- und Mediengeschichte verknüpft.

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Konferenz
09.09.2022 - 10.09.2022 Petros Bouras-Vallianatos and Zubin Mistry

This conference is a face-to-face event for speakers and chairs only. All further participants may only attend via Zoom (please see registration link).

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Konferenz
16.09.2022 - 17.09.2022 Historische Kommission für Westfalen

Vor 1250 Jahren begann der "Sachsenkrieg" mit der Eroberung der Eresburg und der Fällung der "Irminsul" durch Karl den Großen. Die Tagung will die Auseinandersetzung zwischen Franken und Sachsen angesichts der heutigen Forschungslage neu beleuchten. Instrumentalisierungen der "Irminsul" durch völkische, neuheidnische, esoterische und neurechte Gruppierungen sollen kenntlich gemacht werden.

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Ausstellungsrezensionen/

Plankensteiner, Barbara (Hrsg.) Benin. Geraubte Geschichte
17.12.2021 Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK)
Rez. von Isabel Eiser, Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“, Universität Hamburg

Auf Einladung Barbara Plankensteiners, der Direktorin des MARKK, sind zur Ausstellungseröffnung im Dezember 2021 hochkarätige Gäste gekommen. Es ist ein politisches Ereignis, da nach vielen Jahren der Debatten nun tatsächlich die Restitution der Benin-Bronzen angekündigt wird. Abba Isa Tijani, Generaldirektor der nigerianischen Museumskommission, spricht auf der Hamburger Eröffnung von der geplanten Rückgabe der Benin-Bronzen als „Beginn eines neuen Kapitels der Kooperation“.[1] Für ihn sind diese Objekte Botschafter der westafrikanischen Region, da sich durch sie in Europa ein profunderes Verständnis von afrikanischer Kunst entwickelt habe.[2] Der Botschafter Nigerias in der Bundesrepublik, Yusuf Tuggar, beschreibt den Ausstellungsraum als für den einen Anlass vollgepackt: die endgültige Rückgabe der Benin-Bronzen.[3] Und der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda kündigt an, dass sich mit eben dieser Ausstellung die Perspektive einer bedingungslosen Restitution verbinde.[4]


_Abb.

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04.03.2022 GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Rez. von Paul Schacher, Historisches Seminar, Universität Leipzig

Die Debatte um das Sammeln, Erforschen und Ausstellen von ethnografischen Objekten beschäftigt die internationale Museumslandschaft intensiv. Im Auftrag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron legten Felwine Sarr und Bénédicte Savoy 2018 ihren „Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain“ vor[1], der ein breites Medienecho erfuhr.

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Tagungsberichte/

20.06.2022 - 24.06.2022 Robert Rollinger, Innsbruck/Wrocław; Julian Degen, Trier
Von Jonas Fischer / Mandy Brandt, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
 
12.05.2022 - 13.05.2022 BMBF-Forschungsverbund „Das umstrittene Erbe von 1989“, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Universität Leipzig
Von Jonas Brückner, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg im Breisgau; Annika Gläser, Freie Kulturwissenschaftlerin, Berlin

Zeitschriften/

Seit einigen Jahren ist ein zunehmendes Interesse seitens unterschiedlicher Disziplinen wie z.B. der Translationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Wissensgeschichte oder den Transfer Studies an der historischen Betrachtung von Translationsphänomenen zu verzeichnen. Das aktuelle Heft ist Ausdruck dieser Vielfalt an Themen und Zugängen der aktuellen translationshistorischen Forschung.

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Journal of Balkan and Black Sea Studies is an Istanbul-based journal
aiming at strengthening academic exchange among social scientists
from Turkey, the Balkans, the Caucasus and Eastern European
countries. We started the journal in 2018 and have published seven
issues until now. The eighth issue includes five research articles, one
translated article and one book review.

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Die Beforschung von Fotoalben als historischer Quelle hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten wesentliche Impulse erhalten. Das vorliegende Heft bietet einen Überblick über theoretische und methodische Entwicklungen im Feld der interdisziplinären, zeitgeschichtlich orientierten Albumforschung. Es versammelt Beiträge, die Albumpraktiken in verschiedenen geografischen Räumen, Gesellschaften, Kontexten und politischen Regimen von den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart analysieren.

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Dear Colleague,

The latest issue of Contributions to the History of Concepts has published!

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