Buchrezensionen/

Dechert, Andre: Dad on TV, Berlin 2018
Rez. von Olaf Stieglitz, Historisches Institut / Abteilung Nordamerikanische Geschichte, Universität zu Köln

In der Einleitung ihres 2012 erschienenen Sammelbands „Doing Recent History“ entwickeln die beiden US-Historikerinnen Claire Potter und Renee Romano ein bemerkenswertes Plädoyer für eine erneuerte Zeitgeschichte. Geschichten der letzten Dekaden zu schreiben, von den 1970er- bis in die frühen 2000er-Jahre, verlange von Historikern und Historikerinnen veränderte Methoden, einen erweiterten Begriff von Archiven, eine dezidiert transdisziplinäre Ausrichtung sowie nicht zuletzt einen erweiterten Kompetenz- und somit Ausbildungsrahmen.

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Aubele, Katharina: Vertriebene Frauen in der Bundesrepublik Deutschland, Göttingen 2018
Rez. von Michael Hirschfeld, Fach Geschichte, Universität Vechta

Frauen und Kinder vor einer Trümmerlandschaft: So erfolgt in der Regel die Visualisierung von Flucht und Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Was Katharina Aubele zu Beginn ihres Buches wohl bewusst plakativ als „populäre und scheinbar allgemein gültige Zuschreibung“ charakterisiert, stellt die Folie für ihre Untersuchung dar, „ein differenzierteres Bild vom Engagement vertriebener Frauen in der Bundesrepublik Deutschland nachzuzeichnen“ (S.

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Herzberg, Julia; Kehrt, Christian; Torma, Franziska (Hrsg.): Ice and Snow in the Cold War, New York 2019
Rez. von Sophie Lange, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Dass ausgerechnet der Kalte Krieg die internationale Forschung über Gletscher, Eis und Schnee befeuerte, wird eindrücklich in den zwölf Aufsätzen des Sammelbandes „Ice and Snow in the Cold War. Histories of Extreme Climatic Environments“ dargestellt. Das von Julia Herzberg, Christian Kehrt und Franziska Torma herausgegebene Buch enthält Beiträge zu überraschenden Themen wie der Jagd nach Yetis (Carolin F.

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Pierenkemper, Toni; Fremdling, Rainer: Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in Deutschland, Berlin 2018
Rez. von Jens Adamski, Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets, Bochum

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), das – als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft – seit 2016 den Namen „RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung“ trägt, gehört zweifellos zu den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten in Deutschland. 2018 feierte die Institution ihr 75-jähriges Bestehen als selbstständige Forschungseinrichtung und das Jubiläum bot zugleich einen geeigneten Anlass, die wechselvolle Geschichte des Instituts und seinen Beitrag zur Entwicklung der empirischen (und zugleich politikberatenden) Wirtschafsforschung in Deutschland in einer historischen Studie aufzuarbeiten.

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Termine/

Vorlesungsreihe
28.05.2019 - 28.05.2019 Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Alademie der
Wissenschaften lädt Sie herzlich ein zum Vortrag von DR. PRZEMYSŁAW STROŻEK (IS PAN, Warschau): "Künstlerische Bilder von Sportlerinnen
im Kontext politischer und sozialer Vernderungen in der Weimarer
Republik & in Polen der 1920er Jahre"

Datum: 28.

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Colloquium
06.06.2019 Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Veranstaltung der Vortragsreihe: Identitätsfabriken? Museen & historische Bildung in Polen im Rahmen des Klaus Zernack Colloquiums

Prof. Dr. Igor Kąkolewski (ZHF Berlin), Prof. Dr. Yvonne Kleinmann und Prof. Dr. Michael G. Müller (Aleksander-Brückner-Zentrum)

laden Sie herzlich zum Vortrag von

Dr.

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Konferenz
19.06.2019 Volkskundliche Kommission für Niedersachsen e.V.

Die Volkskundliche Kommission für Niedersachsen e.V. lädt zu ihrer öffentlichen Jahrestagung am 19. Juni 2019 ab 10:45 Uhr im Museumsdorf Hösseringen - Das Freilichtmuseum der Lüneburger Heide ein:

Wasser
Aspekte zu einem lebenswichtigen Thema aus kulturgeschichtlicher Perspektive

Kein anderes Element hat den nordwestdeutschen Kulturraum so geprägt wie das Wasser.

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Call for Papers
11.11.2019 - 13.11.2019 Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart

Conference series: Science and Art of Simulation (SAS)
High-Performance Computing Center Stuttgart, Germany (HLRS)
November 11-13, 2019

Debates about learning algorithms quickly get on one of two tracks: Either machine learning is regarded as a statistical procedure for data analysis, then questions arise as to the traceability and reliability of these procedures.

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Ausstellungsrezensionen/

10.10.2018 - 19.05.2019 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Rez. von Steffi de Jong, Historisches Institut, Universität zu Köln

Die Ausstellung „Angst. Eine deutsche Gefühlslage?“, die derzeit im Bonner Haus der Geschichte zu sehen ist, kann wohl als eine Antwort verstanden werden auf die seit den Anfängen von „Pegida“ häufig wiederholte Forderung, man müsse die Ängste und Sorgen der Menschen ernstnehmen. Die Ausstellung verfolgt dabei den äußerst interessanten Ansatz, die Angst an sich in den Mittelpunkt zu stellen.

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de Meersman, Min; Sari Middernacht (Hrsg.) Dauerausstellung des "AfricaMuseum"
09.12.2018 AfricaMuseum
Rez. von Julien Bobineau, Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Bereits seit mehreren Jahren sorgt das wiedereröffnete AfricaMuseum im Brüsseler Vorort Tervuren (Belgien) national und international für Debatten. Größter Kritikpunkt ist das aus der Kolonialzeit stammende Ausstellungskonzept, das die Institution bis zur zwischenzeitlichen Schließung im Jahre 2013 beibehielt.

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Tagungsberichte/

25.04.2019 - 27.04.2019 Kent Animal Humanities Network
Von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

In der Geschichtsforschung über die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren erfahren maritime Räume eine wachsende Aufmerksamkeit. Obschon meeresökologische Gegenwartsprobleme wie Überfischung und Habitatverlust daran zweifellos einen Anteil tragen, geht es Historikerinnen und Historikern nur zum Teil um Meerestiere im biologischen Sinne.

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14.02.2019 - 15.02.2019 Netzwerk Oral History; Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg; Friedrich-Ebert-Stiftung; Österreichische Mediathek
Von Andrea Althaus, Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich; Janine Schemmer, Institut für Kulturanalyse, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Am 14. und 15. Februar 2019 fand das siebte Treffen des Netzwerks Oral History (NOH) statt. Eine Gruppe von Historiker/innen und Kulturwissenschaftler/innen hatte dieses Netzwerk 2014 aus der Beobachtung heraus gegründet, dass es im deutschsprachigen Raum bis dato keine vergleichbare Initiative gab, um sich mit Kolleg/innen kritisch und reflektiert über die Arbeit und den Umgang mit Tonaufnahmen und Interviews auszutauschen.

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03.04.2019 - 05.04.2019 Andreas Deutsch, Forschungsstelle Deutsches Rechtswörterbuch, Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Von Katharina Falkson / Ingrid Lemberg / Stefaniya Ptashnyk, Heidelberger Akademie der Wissenschaften

RechtshistorikerInnen, HistorikerInnen, SprachwissenschaftlerInnen und ArchivarInnen kamen im Rahmen dieser internationalen Tagung gleichermaßen zu Wort. Die über achtzig TeilnehmerInnen kamen aus Japan, Tschechien, Belgien, Italien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Die Tagung beleuchtete erstmals in dieser Form die Stadtrechte und Stadtrechtsreformationen von der Wende zur Neuzeit bis ca.

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15.02.2019 - 17.02.2019 Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e. V.
Von Vaneh Andresian / Daniel E.D. Müller / Nils Peterson / Gabriel Weiß, Institut für Geschichtswissenschaft, Abteilung für Geschichte der Neuzeit, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wie konnte sich seit dem Regierungsantritt der Nationalsozialisten der moralische Referenzrahmen innerhalb kürzester Zeit derart verschieben, dass der bürgerliche Humanismus deutscher Eliten in eine Moral des „Herrenmenschentums“ umschlug und hierdurch Genozid und Vernichtungskrieg in den Bereich des sittlich Möglichen rückten? Diese nach wie vor paralysierende Frage hatte sich die „Forschungsgemeinschaft 20.

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Zeitschriften/

Der erste Halbband der Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 127 (2019) ist erschienen.

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SEHEPUNKTE
Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften
ISSN 1618-6168
http://www.sehepunkte.de/

sehepunkte 19 (2019), Nr. 5

Liebe Leserinnen und Leser,

da uns in den letzten Wochen verstärkt etliche Rezensionsangebote bzw. -wünsche erreicht haben, nutzen wir gerne die Gelegenheit für einige Hinweise: Alle in den sehepunkten publizierten Besprechungen werden grundsätzlich durch das Herausgebergremium bzw.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

es freut uns, Ihnen heute wieder Buchbesprechungen zur Sozial- und Zeitgeschichte präsentieren zu können.

Die Rezensionen verstehen sich als Teil des Rezensionsapparats von Band 59 (2019) des Archivs für Sozialgeschichte und sind über den Internetauftritt der Friedrich-Ebert-Stiftung zugänglich.

Das Archiv für Sozialgeschichte steht ihnen retrodigitalisiert zur Recherche zu Verfügung.

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Historische Wandlungsprozesse und aktuelle Erscheinungsformen von Sprachen sind ein Spiegel sozialer und kultureller Gegebenheiten, insbesondere in multilingualen Räumen.

Der Themenband „Sprache" des Jahrbuchs des BKGE eröffnet ein breites Fragenspektrum am Beispiel der deutschen Sprache im östlichen Europa und ihrer Wechselbeziehungen mit den umgebenden Sprachen in Geschichte sowie Gegenwart und erörtert ihre Bedeutung für Politik, Kultur und Gesellschaft.

Ein Akzent liegt auf dem dem Sprachgebrauch der deutschen Minderheiten im östlichen Europa im 19.

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