Buchrezensionen/

Rez. von Sebastian Steinbach, Münzkabinett am Niedersächsischen Landesmuseum - Das WeltenMuseum in Hannover / Mittelalterliche Geschichte, Universität Osnabrück

Eine Gesamtdarstellung von „Münze und Geld im Mittelalter“ ist bis heute ein Publikationsdesiderat der deutschen Mediävistik. Einschlägige Veröffentlichungen behandeln in der Regel die materielle Seite des Geldes in Form der Münze (Numismatik) oder deren originären Gebrauchskontext (Geldgeschichte).

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Rez. von Marc Landry, History Department & Center Austria, University of New Orleans

In recent years, a slew of environmental historians and historians of technology have looked at the history of hydropower in numerous global contexts. On the one hand, interest in water power has been spurred by present concerns about energy in the face of global warming. As one of the first forms of “renewable” electricity, the development of hydroelectricity offers a potential historical test case for how such an energy form emerged in the past.

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Rez. von Anne Foerster, Historisches Institut, Universität Paderborn

Untersuchungen zum Verhältnis von Identität und kollektiver Erinnerung konzentrierten sich lange Zeit vorwiegend auf die schreibenden Eliten. Bronach C. Kane möchte mit ihrem Buch dazu beitragen, die unterschiedlichen Erinnerungen und Identitäten in marginalisierten sozialen Gruppen sowie deren Einfluss auf das eigene und das weitere Umfeld intensiver zu berücksichtigen.

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Rez. von Peter Itzen, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Es ist erst ein gutes Jahrzehnt her, dass Tony Judt beklagte, dass das 20. Jahrhundert in Vergessenheit geraten sei – und mit ihm nicht nur seine Konflikte, sondern auch die zentralen Diskussionen um politische Konzepte und deren Akteure, die public intellectuals.[1] Die vergangenen Monate haben in mehrfacher Hinsicht bewiesen, dass zumindest diese Sorge Judts nicht begründet war – wobei fraglich ist, ob die Gründe für das anhaltende politische und historiographische Interesse an dem Jahrhundert der Katastrophen nicht größere Sorgen bei dem großen britischen Historiker hervorgerufen hätten als sein Absinken in Vergessenheit.

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Termine/

Summerschools, Kurse u.ä.
14.09.2020 - 27.09.2020 Deutscher Akademischer Austauschdienst; Staatliche Pädagogische Universität Jaroslawl’; Universität Bielefeld

Der Zusammenbruch der UdSSR und des Ostblocks Anfang der 1990er rief bei den Politikern, Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit verschiedener Länder eine Art “demokratische Euphorie” hervor, die aus den heutigen Konstellationen eher skeptisch bewertet wird. Der von den US-Präsidenten deklarierte Sieg des westlichen Blocks im Kalten Krieg bewies sich als eine schöne rhetorische Figur und die Diskussionen über das “Ende der Geschichte” hinderten eine tiefe wissenschaftliche Reflektion von der Bedeutung bipolarer Auseinandersetzung und von ihrem formativen Charakter für die Entstehung einer globalen Kultur.

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Summerschools, Kurse u.ä.
06.07.2020 - 10.07.2020 Venice Centre for Digital and Public Humanities (VeDPH); Dipartimento di Studi Umanistici (DSU); Università Ca’ Foscari, Venezia

The Summer School aims at providing advanced and in-depth training in theories, technologies and methods of Digital and Public Humanities, focusing on cultural, archeological, historical, literary, and artistic materials. The school will give the participants the opportunity to engage in debates about digital and public cultural heritage and humanities research, while enhancing their competences and skills of digitizing materials and sources and for modeling, analysing and visualizing multimedia humanities data.

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Akademische Ankündigungen
07.04.2020 - 07.04.2020 Deutsche Gesellschaft e. V.; Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur; Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Einheit. Hoffnungen – Veränderungen – Perspektiven“ der Deutschen Gesellschaft e. V., der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur möchte im 30. Jahr der Deutschen Einheit den Weg der Transformation seit Anfang der 1990er-Jahre in seiner ganzen Vielfalt betrachten.

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Symposium
31.01.2020 Deutsches Historisches Institut Paris

Das DHIP und das Netzwerk »Une Plus Grande Guerre« organisieren mit Unterstützung des DAAD ein Seminar, das jeweils zwei Nachwuchswissenschaftlern oder -wissenschaftlerinnen Gelegenheit zum Austausch geben soll. Ziel ist es, gängige chronologische, geographische und fachspezifische Grenzen, an denen sich die Forschung zum Ersten Weltkrieg in Deutschland und Frankreich oft orientiert hat, zu überwinden und neuen epistemologischen und thematischen Trends aus beiden Ländern Geltung zu verschaffen.

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Ausstellungsrezensionen/

Jahreis, Melanie; Marquart, Sara; Möllers, Nina (Hrsg.) Kosmos Kaffee
04.07.2019 - 06.09.2020 Deutsches Museum
Rez. von Timo Luks, Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen

Das Deutsche Museum in München zeigt mit seiner aktuellen Sonderausstellung – konzipiert von Melanie Jahreis, Sara Marquart und Nina Möllers – Kaffee als „allumfassendes Getränk“ und „technisiertes Naturprodukt“ (so die Formulierungen im Begleitband, S. 9f.). Die Ausstellung ist in verschiedene, in einem lockeren Rundgang angeordnete Themenbereiche gegliedert: Biologie, Chemie, Technik, Ökonomie, Kultur.

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Grütter, Heinrich Theodor; Stottrop, Ulrike (Hrsg.) Mensch und Tier im Revier
08.07.2019 - 25.02.2020 Ruhr Museum / UNESCO-Welterbe Zollverein
Rez. von Julia Breittruck, Historisches Institut, FernUniversität in Hagen / Historisches Institut, Universität Mannheim

So alltäglich, so banal, so lokal und so brutal: Eine Fotografie von Mäusen aus klinischen Versuchen jüngeren Datums sowie einige Mäusefallen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, zusammengestellt in einer Vitrine der Ausstellung „Mensch und Tier im Revier“ im Ruhr Museum in Essen, evozieren den Menschen als Nutznießer und zugleich Gegner dieser Tiere.

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Tagungsberichte/

11.12.2019 - 14.12.2019 Institut für Musikwissenschaft, Johannes Gutenberg Universität Mainz
Von Florian Bassani, Institut für Musikwissenschaft, Universität Bern

Dass im interdisziplinären Arbeiten “eins plus eins mehr als zwei” sei, ist einfach gesagt, und oft genug ist es nur vordergründig der Fall. Die meisten Teilnehmer der römischen Tagung “Music, Performance, Architecture. Sacred Spaces in the Early Modern Period” dürften dagegen den effektiven Mehrwert dieses Ansatzes deutlich erfahren haben.

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26.09.2019 - 27.09.2019 Deutsche Gesellschaft e.V.
Von Johanna Reichel / Laura Kulik, Kultur & Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft e. V.

Im 30. Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution veranstaltete das Forum Deutschlandforschung, das sich unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft e.V. der wissenschaftlichen Forschung und der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse widmet, ein Sommerkolloquium in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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14.11.2019 - 15.11.2019 Schwabenakademie Irsee; Heimatpflege des Bezirks Schwaben
Von Corinna Malek, Heimatpflege, Bezirk Schwaben

Im Nachgang zum 100jährigen Jubiläum des Endes des Ersten Weltkriegs nahm die diesjährige Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben die Erinnerung an die Leiden an der Front und in der Heimat in den Blick. Angelehnt an die Leitfrage, welche Form die Erinnerung an das Leid annehmen konnte (Kriegerdenkmale, Gedenktafeln, Opferbücher), untersuchte die Tagung vergleichend das Gedenken in den schwäbischen jüdischen Gemeinden an ihre Gefallenen und Vermissten.

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20.09.2019 Department of German and Austrian Studies, Faculty of Social Sciences, Charles University
Von Kateřina Vnoučková, Charles University, Prague; Tobias Huff, Johannes Gutenberg University, Mainz

In September 2019, the Department of German and Austrian Studies, Faculty of Social Sciences, Charles University, organized a workshop for researchers dealing with the contemporary environmental history of the Central European Borderlands. By coincidence, the workshop took place on the same day as the Global Climate Strike.

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Zeitschriften/

Luso-Brazilian Review publishes interdisciplinary scholarship on Portuguese, Brazilian, and Lusophone African cultures, with special emphasis on scholarly works in literature, history, and the social sciences. Each issue of the Luso-Brazilian Review includes articles and book reviews, which may be written in either English or Portuguese.

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Dear Colleagues,

We are very happy to announce the issue of On_Culture on Critique as a concept for the study of culture.

It deals with conceptualizations of critique in a variety of ways, beginning with Mitchum Huehls’s _Essay, which historicizes the transition from critique to postcritique by way of Michel Foucault’s concept of governmentality and with special attention to the function and power of norms.

Four peer-reviewed _Articles examine critique in greater detail, dealing with the surprising connections between the works of Robert Walser and Bruno Latour (Gormsen Schmidt), the contemporariness of 'critical composition' (Wolf), queer video games as critical method (Rivers) and the performance of political critique by a German/international brass ensemble (Müller).

In a unique _Perspective with an abundance of photographic examples, the photo series Climate Vortex Sutra by David Benjamin Sherry and a queer ecological reading of the work takes center stage (Klaassen).

With best wishes,
The Editorial Team

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