Buchrezensionen/

Rez. von Ruth Nattermann, Ludwig-Maximilians-Universität München

Das 19. Jahrhundert galt lange als das „goldene Zeitalter“ des Bürgertums in Europa. Transnationale und globalgeschichtliche Perspektiven haben in den letzten Jahren dieses Bild relativiert und erweitert. Aktuelle Werke betonen die Vergleichbarkeit und Gemeinsamkeiten in den Entwicklungen von Mittelklassen und bürgerlichen Milieus des 19.

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Rez. von Steffi Grundmann, Historisches Seminar, Bergische Universität Wuppertal

Die interdisziplinäre Geschlechterforschung ist ein innovatives und wachsendes Feld. Angesichts der Entwicklungen in den letzten Jahren ist ein aktueller Überblick wünschenswert und so unterscheidet sich das 2019 erschienene Handbuch deutlich vom 2010 zuletzt überarbeiteten „Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung“.[1] Sowohl der Aufbau des Gesamtwerkes als auch der inhaltliche Zuschnitt der Einzelbeiträge wurden verändert.

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Rez. von Mathieu Ferradou, Institut d'histoire de la Révolution française, Institut d'histoire moderne et contemporaine

Since the 1990s, the historiography on the French Revolution has seen a major refocus in the context of the so-called “global turn”. However, the disparate conceptual framework within which this “turn” has taken place has led to confusions – is it “global” or “world” or “transnational” or “imperial” history? Despite some recent attempts, these hesitations have prevented the emergence of a cohesive narrative of the French Revolution in larger geographical (either at the Atlantic or even at the world scale) and historical (within the “Age of Revolutions”) contexts.[1]

The volume here reviewed puts forward an innovative approach: the editors propose to consider the French Revolution as a decisive moment in the longer process of globalization.

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Rez. von Anne Sophie Overkamp, Seminar für Neuere Geschichte, Universität Tübingen

Amerikanische Aristokraten – das erscheint erst einmal als ein Widerspruch in sich selbst und ist insofern ein gut gewählter Titel für die Studie Jonas Andersons, welche sich der Van Rensselaer-Familie und ihrem großen Landbesitz im heutigen Staat New York von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 19.

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Termine/

Call for Articles
01.07.2020 Christian Rollinger (Trier); Robert Gramsch-Stehfest (Jena); Martin Stark (Aachen); Marten Düring (Luxembourg)

We are inviting submissions of papers to be considered for publication in the fifth issue of the Journal of Historical Network Research, which will be published in spring 2021.

The Editorial Board welcomes proposals for papers centred on historical networks of any period of the recorded human past, from Bronze Age civilisation to contemporary history.

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Call for Articles
30.11.2020 - 30.11.2020 Special Issue of "Histories" - Open Access Journal (MDPI Basel)

We would like to invite you to contribute to the Special Issue “History from Scratch – Voices Across the Planet“, published as one of the first issues of the newly launched open access journal Histories, published by MDPI (https://www.mdpi.com/journal/histories).

Summary
‘Rethinking’ was a great intellectual trend of the 1990s: History, and the humanities and social sciences in general, were expected to be self-reflective and distrustful of conventions, continually breaking new ground.

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Call for Articles
15.09.2020 Claus Gunti / Anne-Katrin Weber, University of Lausanne

The history of aerial views is closely entangled with the development of aerial means of locomotion which, since the 18th century, have produced new fixed and mobile points of view on the planet. From the first hot-air balloons to contemporary drones, aerial technologies generate an iconography at the crossroads of military, scientific and artistic experimentation.

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Call for Papers
28.08.2020 - 29.08.2020 Archiv der Arbeiterjugendbewegung

Am 28. und 29. August 2020 findet der erste Forschungsworkshop "Arbeit-Jugend-Bewegung" im Archiv der Arbeiterjugendbewegung in Oer-Erkenschwick statt. Von Bachelor-Studierenden bis zu Postdoktorand*innen sind in unserem Kreise all jene willkommen, die ein ausgewiesenes Interesse an den Verflechtungen von Arbeitermilieu, Jugend und sozialen Bewegungen haben, sich insbesondere mit (arbeiter)jugendkulturellen Praktiken, ihren Kontinuitäten und Wandlungen seit dem ausgehenden 19.

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Ausstellungsrezensionen/

Blume, Dorlis; Boll, Monika; Gross, Raphael (Hrsg.) Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
11.05.2020 - 18.10.2020 Deutsches Historisches Museum
Rez. von Anna Corsten, Leipzig

Seit dem 11. Mai ist die Sonderausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin für Besucher/innen geöffnet.[1] Dabei drängen sich drei Fragen auf: Warum hat sich das Museum anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes von 1945 für eine Ausstellung über die politische Theoretikerin entschieden? Wieso genießt Hannah Arendt 45 Jahre nach ihrem Tod weiterhin, ja sogar in wachsendem Maße ein enormes öffentliches und wissenschaftliches Interesse? Welche zusätzlichen Erkenntnisse können speziell anhand einer Ausstellung gewonnen und vermittelt werden? Der Holocaust-Forscher Raul Hilberg erklärte Arendts Popularität in einem Brief an den Philosophen Emil L.

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Dörfler, Sebastian; Roller, Sarah (Hrsg.) Hut ab! Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten
20.12.2019 - 02.08.2020 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rez. von Gudrun Kruip, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

Man kann eine Schlafmütze sein, vor jemandem den Hut ziehen oder unter die Haube kommen – auf Mützen, Hauben, Helme und vor allem Hüte beziehen sich vermutlich mehr Redensarten als auf jedes andere Kleidungsstück. Kopfbedeckungen in ihren verschiedenen Ausführungen waren in Deutschland noch vor etwa 50 Jahren omnipräsent, bevor die kulturelle Revolution der 1960er-Jahre sie weitgehend aus dem Alltag verbannte.

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Tagungsberichte/

27.02.2020 - 28.02.2020 Maximiliane Berger / Jessika Nowak, Basel; Klaus Oschema, Bochum
Von Willem Derek Fiene, Professur für Geschichte des Mittelalters, Universität Halle

Mittelalterliche Gesandtschaften und ihre Berichte standen im Mittelpunkt des von der „Fondation pour la protection du patrimoine culturel, historique et artisanal (Lausanne)“ finanzierten Workshops. Mit dieser Themensetzung griffen die VeranstalterInnen die Diskussion zweier vorausgehender Tagungen zur Hofforschung auf, die 2018 in Trier und 2019 schon einmal in Bochum stattgefunden hatten[1].

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27.02.2020 - 27.02.2020 Carlo Gentile / Udo Gümpel / Elena Pirazzoli / Francesco Corniani, Universität zu Köln
Von Aiko Hillen, Martin-Buber-Institut und Historisches Institut, Universität zu Köln

Der internationale Workshop fand unter der Schirmherrschaft des Projekts „Die Massaker im besetzten Italien (1943–45) in der Erinnerung der Täter“ statt. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziert das von Carlo Gentile und Udo Gümpel geleitete Projekt. Das Projekt solle nicht nur inhaltlich von der jahrelangen Expertise profitieren, die Gentile als Historiker, Sachverständiger und Gutachter vor Gericht sammeln konnte, es sollen auch Quellen mit neuen Arbeits- und Darstellungsweisen für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden.

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11.12.2019 - 12.12.2019 Matthias Rekow / Julia Schmidt-Funke, Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha der Universität Erfurt
Von Christian Vogel, Zentrale Kustodie, Georg-August-Universität Göttingen

Als sich dem Anatomen und Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) die Wahl stellte, ob er in seiner Geburtsstadt Gotha oder doch lieber in seinem Studienort Göttingen seiner „künfftigen Bestimmung“ nachgehen wollte, wog er sorgsam ab, um sich dann gegen den Staatsdienst am Hof und für die Universitätsstadt zu entscheiden.

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23.01.2020 - 24.01.2020 Harald Engler / Monika Motylinska / Kai Drewes, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschng (IRS), Historische Forschungsstelle, Erkner; Hans-Georg Lippert, Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Baugeschichte; Hans-Rudolf Meier, Bauhaus-Universität Weimar, Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege; Harald Kegler, Universität Kassel, Zentrum für Planungsgeschichte
Von Jannik Noeske, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

Die Beschäftigung mit dem städtebaulichen und architektonischen Erbe der DDR ist eine wichtige wissenschaftliche Sendung des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin. Die Werkstattgespräche bieten eine Plattform, NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierte ForscherInnen mit ZeitzeugInnen in Kontakt zu bringen und den Austausch zwischen Forschung und persönlicher Erfahrung zu befruchten.

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Zeitschriften/

The Spring 2020 issue of the Bulletin of the German Historical Institute (Washington) has just been published. All articles are available for open-access download at:

https://www.ghi-dc.org/publications/publication/publication/bulletin-66-spring-2020

If you would like to sign up for a free digital or print subscription to the Bulletin or the GHI Washington's Email Newsletter, please go to: https://www.ghi-dc.org/subscription

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Obwohl Antisemitismus geächtet ist, sind judenfeindliche Einstellungen relativ konstant bei rund einem Viertel der deutschen Bevölkerung verankert. Jüngere Fallzahlen belegen einen deutlichen Anstieg antisemitischer Straftaten. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um Antisemitismus vor dem Hintergrund eines rechtspopulistischen "Grundrauschens" in der Gesellschaft etwas entgegenzusetzen?

Bei der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit gilt es, gruppenbezogene Zuschreibungen zu hinterfragen und zu verdeutlichen, dass antisemitische Weltbilder unabhängig vom Verhalten der Jüdinnen und Juden konstruiert werden.

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As the Cold War ended in the early 1990s, scholars of contemporary international affairs started taking a new look at the basic conflicts that had dominated the latter part of the twentieth century. A plentiful new historical literature on the Cold War era has come into being, greatly helped by the increase in access to archives and other source materials in most countries of the world, from the former Communist states in Europe, to China, to South Africa and elsewhere.

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