Buchrezensionen/

Rez. von Claudia Roesch, Deutsches Historisches Institut Washington

Welche Rolle spielen Wissen und Nichtwissen in instabilen Gesellschaften? Diese Frage untersucht der Sammelband Threatened Knowledge. Practices of Knowing and Ignoring from the Middle Ages to the Twentieth Century. Der Band, herausgegeben von der Frühe-Neuzeit-Historikerin Renate Dürr, geht auf eine Tagung des Tübinger Sonderforschungsbereichs 923 „Bedrohte Ordnungen“ von 2018 zurück.

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Rez. von Mareike Spychala, Professur für Amerikanistik, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Ceremonial Storytelling: Ritual and Narrative in Post-9/11 US Wars is a well-written and thoroughly researched book that brings together several interdisciplinary approaches to war narratives in its analysis of military blogs, or “milblogs”, which the author defines as blogs written by soldiers during their deployment (p.

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Rez. von Paul Sprute, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner

Sebastian Beese’s dissertation presents his ambitious work on the experiences of the German engineers and technicians who built the German colonial railroad infrastructure in German East Africa and Southwest Africa, as well as the negotiation processes underlying the railroads’ construction. Moreover, he offers a succinct analysis of the emergence and changing status of the profession of colonial engineering.

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Rez. von Geert Castryck, ReCentGlobe, Universität Leipzig

Miles Larmer wrote an extraordinary book about urban life in Congolese and Zambian mining towns since the mid-twentieth century. The book’s genius lies in the reciprocal comparison of the Congolese Haut Katanga and the Zambian Copperbelt (hitherto mostly divided between Belgian and Anglophone academic traditions) on the one hand, and in the inspiring combination of social history and the history of knowledge production on the other hand.

Rather than juxtaposing Congolese and Zambian mining towns, Larmer considers the Central African Copperbelt as a single region, making his analytical approach not only comparative (highlighting both commonalities and singularities), but also comprehensive, addressing “the urban”, space, politics, gender, nationalism, culture, economy, environment, and – running through the entire book – knowledge production.

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Termine/

Konferenz
07.07.2022 - 09.07.2022 George Barițiu Institute of History of the Romanian Academy, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. an der Ludwig-Maximilians-Universität München

This international conference aims to open a debate about the flow of discursive tropes and political practices between Nazi Germany and South-Eastern European ‘Volksdeutsche’, but also the entanglements connecting the Nazi movements within the German ethnic groups in the region.

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Call for Papers
23.03.2023 - 02.04.2023 Schwabenakademie Irsee

Die Geschichte von Menschen mit außergewöhnlichen Körpern ist in den letzten Jahren zu einem interdisziplinären Forschungsfeld geworden. Bislang sind kleinwüchsige Menschen in diesen Studien jedoch eher am Rande in Erscheinung getreten – vor allem deshalb, weil sie weder dem typischen Bild frühneuzeitlicher „Monstrositäten“ noch dem typischen Bild von „Behinderten“ entsprechen.

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Web-Seminar
15.07.2022 Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

In the next seminar in the series “The Dissident Library”, we discuss the conversion of the labor camps in the Perm region into camps for political prisoners (June 1972) with Manuela Putz.

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Call for Papers
21.07.2023 - 22.07.2023 Prof. Dr. Georg Strack (Philipps-Universität Marburg), Dr. Antonia Landois (Stadtarchiv Nürnberg), Dr. Benedikt Brunner (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz)

Jahrestagung der Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Renaissance und Humanismus.

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Ausstellungsrezensionen/

17.12.2021 - 24.07.2022 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rez. von Alexander Renz, Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin

Dass Museen Einfluss auf menschliche Emotionen haben, ist nichts Neues – nicht in der Kunst, deren überwältigende Wirkung mit der Beschreibung des Stendhal-Syndroms sogar in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist, und nicht im kulturhistorischen Kontext: Die frühen Kunst- und Wunderkammern sollten ihre (privilegierten) Besucher:innen ins Staunen versetzen[1], die großen Museen des 19.

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Noëmi Crain Merz und Pascale Meyer für das Schweizerische Nationalmuseum (Hrsg.) Im Wald. Eine Kulturgeschichte
18.03.2022 - 17.07.2022 Landesmuseum Zürich; Kurator:innen: Pascale Meyer, Regula Moser und Noëmi Crain Merz; Gesamtleitung: Denise Tonella und Andreas Spillmann
Rez. von Johannes Litschel, Sonderforschungsbereich 1015 Muße, Professur für Wald- und Forstgeschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Das Verhältnis „der Deutschen“ zu „ihrem“ Wald ist zwar noch längst nicht auserzählt, in seinen kulturellen Grundzügen und romantisch-patriotischen Fluchtpunkten mittlerweile aber doch gut umrissen.[1] Anders verhält es sich mit der schweizerischen Perspektive, die zumindest hierzulande, also in Deutschland, nur unzureichend bekannt ist.

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Tagungsberichte/

31.03.2022 - 02.04.2022 Stephan F. Ebert / Gerrit J. Schenk, Institute of History, Technical University of Darmstadt
Von Thomas Roth, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

The conference was sponsored by the “Ver-einigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt e.V.” and took place at the UNESCO World Heritage Site Lorsch Abbey. It explored the developments, transformations and trends in agriculture and food consumption in late medieval and early modern Europe.

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31.03.2022 - 01.04.2022 Sarah Banhardt, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Jolanda Gräßel-Farnbauer, Philipps-Universität Marburg; Carlotta Israel, Ludwig-Maximilians-Universität München
Von Sophie Frühwald, Augustana-Hochschule Neuendettelsau

Das Forschungsdesiderat der Theologinnengeschichte nach 1945 habe den ursprünglichen Impuls zur Ausrichtung der Tagung gegeben, so begrüßten die Organisatorinnen die Teilnehmenden der Tagung. Ziel des Austausches über die Frauenordination in der Evangelischen Kirche in Deutschland sei die Erweiterung der Debatte – weg von regionalgeschichtlicher Engführung hin zu einer breiteren interdisziplinären Perspektive, die sich im Programm der Tagung ebenso wie in der anschließenden Vorstellungsrunde des Tagungspublikums aus Studierenden, Forschenden, Pfarrer:innen und Interessierten anderer Hintergründe mit unterschiedlichen Zugängen und Konfessionen niederschlug.

SUSANNE SCHÖTZ (Dresden) lieferte mit ihrer Darstellung der Entwicklung weiblicher Erwerbsarbeit seit der Industrialisierung einen breit angelegten Einstieg in das Thema und eröffnete dabei auch den Blick auf die Problematik bürgerlicher Geschlechts- und Familienideale sowie die Tendenzen weiblicher Erwerbsarbeit zwischen Ideal und Wirklichkeit.

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Zeitschriften/

Geschichte, von Frauen gemacht: historiographische und didaktische Fragestellungen

Im Jahr 2021 jährte sich die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen in der Schweiz zum 50. Mal, ein Schlüsseldatum im Prozess der Emanzipation der Frauen. Es ist ein bedeutsames Ereignis, zum einen, weil die Schweiz eines der letzten Länder war, welches den Frauen die Bürgerrechte gewährte, zum anderen, weil es die männliche Wählerschaft – und nicht ein Parlament oder eine Regierung – war, die diesem Schritt schliesslich zustimmte.

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A new issue of the journal Judaica Bohemiae (Vol. 57/2022, 1) came out at the end of June 2022. It starts with a study by Lucie Storchová (The Jewish War, God’s Wrath and ‘the Most Unfortunate People’: Representations of the Jews and Judaism in Late Sixteenth-Century Protestant Literature in the Bohemian Lands), which, on the basis of a large number of contemporary texts, discusses how Protestant scholars wrote about the First Jewish-Roman War and the destruction of Jerusalem, and shows how this story was updated in relation to Jews in the Bohemian lands after 1550.

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