Buchrezensionen/

Rez. von Christopher Neumaier, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

In seiner Studie Familienbilder diskutiert Mark Jakob schlüssig, wie sich in der Bundesrepublik zwischen 1954 und 1982 die Sozialstruktur der Familie veränderte, wie „die Wissenschaft“ diese Prozesse analysierte und beschrieb und welche Konsequenzen sich daraus für die Familienpolitik ergaben.

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Rez. von Gleb Kazakov, Historisches Institut, Osteuropäische Geschichte, Justus-Liebig-Universität Gießen

Studien zur vormodernen Geschichte Russlands sind heutzutage selten auf dem deutschen akademischen Buchmarkt. Umso größer ist die Neugier, wenn ein solches Buch im Druck erscheint. Stefan Plaggenborgs Monographie widmet sich der russischen Geschichte ausgehend von der Kiever Rus’ bis zum Anfang des 18.

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Rez. von Bernd Schneidmüller, Historisches Seminar, Universität Heidelberg

In ihrer Einleitung formulieren Jan Rüdiger und Jessika Nowak einen Schlüsselsatz, der als methodisches Bekenntnis zu einer vornationalen Geschichte Europas gelesen werden kann: „Ein Perspektivenwechsel, auch ein imaginierter, tut ja oft gut, und die Welt des 11. Jahrhunderts sieht von Lausanne her vielleicht etwas anders aus als von Speyer.“ (S.

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Rez. von Gottfried Niedhart, Mannheim

Mit seinem 1910 in London erschienen Buch The Great Illusion warnte Norman Angell vor der Illusion, Krieg könne sich in irgendeiner Weise auszahlen. Frieden war auch ein Anliegen der Zweiten Internationale als Weltverband sozialistischer Parteien. Krieg wurde nicht nur delegitimiert. Die transnational operierende Arbeiterklasse sei auch dazu aufgerufen, einen Krieg zu verhindern.

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Termine/

Call for Papers
25.04.2020 Kunstforum der TU Darmstadt; Darmstädter Tage der Fotografie

Die Darmstädter Tage der Fotografie sind 2004 aus einer Initiative von Fotografen entstanden und werden ab 2019 vom Kunstforum der Technischen Universität Darmstadt organisiert. Inzwischen zählt das internationale Festival zu den wichtigsten deutschen Fotoereignissen. Es setzt relevante Themen und fördert den interdisziplinären Diskurs in der Fotografie.

Das nächste Festival findet im April 2020 in einem neu konzeptionierten Format statt.

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Call for Papers
22.10.2020 - 24.10.2020 Gesellschaft für Exilforschung e.V. 2020; Österreichische Exilbibliothek im Literaturhaus Wien; Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Exilbibliothek

Seit einigen Jahren befragen interdisziplinäre Studien das überlieferte dichotome Mensch-Tier-Verhältnis. Dabei wird zum Beispiel versucht, durch eine sogenannte Anthrozoologie die Lehre vom Menschen und die der Tiere aus dem bekannten Dualismus zu lösen und in einem relationalen Modell neu zu denken.

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Workshop
14.11.2019 - 15.11.2019 Lienhard Thaler, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, finanziert von der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, dem Forschungsschwerpunkt Wirtschaft und Gesellschaft aus historisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive und dem uni:docs-Förderprogramm der Universität Wien

Die ältere Geschichtsschreibung hat die Verpfändung von Herrschaftsrechten meist als für die fürstlichen Pfandgeber äußerst nachteilig beurteilt: Die Kommerzialisierung von Ämtern und Herrschaftsrechten sei als Schwächezeichen und ultima ratio hochverschuldeter Landesfürsten zu bewerten, die nicht nur wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von kapitalkräftigen Gläubigern, sondern bisweilen sogar die vollständige Entfremdung von Herrschaftsrechten zu Folgen gehabt hätte.

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Konferenz
08.11.2019 - 09.11.2019 Arbeitsgruppe "Geschichte und Region/Storia e regione", Philosophisch Theologische Hochschule Brixen

Ums Überleben kämpfen mussten Kirchen und Klöster in der Habsburgermonarchie zwischen 1740 und 1792. Hunderte Kirchen und Klöster wurden vom Staat reformiert oder ganz aufgehoben. Diese einschneidenden Maßnahmen veränderten die Gestalt und die Aufgaben der Kirche, wirkten sich aber auch auf die öffentliche Wahrnehmung der Kirche aus: nie zuvor war ihr gesellschaftliches Ansehen so gering gewesen.
Die Tagung thematisiert diese Veränderungen kirchlicher Strukturen, ihre Ursachen und unmittelbaren Auswirkungen auf die betroffenen Personen in dieser Umbruchsphase in den verschiedenen Regionen der Habsburgermonarchie.

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Ausstellungsrezensionen/

06.05.2017 Europäische Union
Rez. von Caroline Bernert, Historisches Seminar, Universität Leipzig

Was ist Europa? Was ist europäische Geschichte? Und fügen sich die einzelnen nationalgeschichtlichen Narrative zu einem gemeinsamen Geschichtsbild zusammen? Diesen Fragen widmet sich die Dauerausstellung des im Mai 2017 eröffneten Hauses der Europäischen Geschichte. Das Museum steht im Brüsseler Léopold-Park und somit in direkter Nähe zum Europäischen Parlament, das Initiator des Projektes ist und 2007 den Aufbau des Museums beschloss.[1] Erklärtes Ziel ist, so Kuratorin Andrea Mork, ein kollektives Bewusstsein für eine gemeinsame Vergangenheit zu schaffen und dadurch eine europäische Identität zu bekräftigen.[2] Bekommt man als Besucher/in nun eine europäische Meistererzählung vorgesetzt? Die Ausstellung erstreckt sich über fünf Ebenen, die jeweils einen eigenen Zeitabschnitt behandeln und deren Sektionen jeweils thematisch gegliedert sind.

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16.03.2019 Linden-Museum Stuttgart - Staatliches Museum für Völkerkunde
Rez. von Julien Bobineau, Würzburg

Die Ausstellung „Wo ist Afrika?“ ist als Teil der völkerkundlichen Dauerausstellung des Stuttgarter Linden-Museums im März 2019 eröffnet worden und gibt einen Einblick in der Afrika-Sammlung der staatlichen Institution. In vier Sektionen stellt das Linden-Museum eine ausgewählte Anzahl der insgesamt über 40.000 Objekte afrikanischer Herkunft aus, die sich heute in Besitz des Museums befinden.

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Tagungsberichte/

25.06.2019 - 26.06.2019 Catherine Baker, University of Hull; Agnieszka Kościańska, University of Warsaw; Bogdan Iacob / James Mark, University of Exeter
Von Emily Gioielli, Missouri Western State University

Eastern Europe has long held a position of ambivalence as a region that is, at once, Europe and its periphery. In this conference, scholars grappled with the idea of Eastern European whiteness in this context, understanding this racial formation as a source of authority, yet only half granted. Few scholars heretofore have engaged with the concept of “whiteness” as a core component for understanding the history of East European identity and the region’s relationship with Western Europe and the world.

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14.03.2019 - 16.03.2019 Barbara Schaff, Seminar für Englische Philologie; Inge Kroppenberg / Nikolaus Linder, Institut für Grundlagen des Rechts (Georg-August-Universität Göttingen)
Von Julia Reus, Ruhr-Universität Bochum / Pia Eiringhaus, Universität Halle

With the emergence of modern reproductive technologies, issues of kinship and family relations have returned as objects of controversial sociocultural, political and juridical debates. Current societal interest in genetics, epigenetics and DNA research indicates a trend to renaturalising kinship and subjecthood based on genetic bonds and genealogy.

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19.09.2019 - 20.09.2019 Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien; Kapuzinerkonvent Wien
Von Gregor Ploch, Haus St. Otto Zinnowitz, Erzbistum Berlin

Die Kapuzinerkirche ist zweifellos der bescheidenste sakrale Bau unter den Wiener franziskanischen Gotteshäusern, so dass sie von der Besucherschar weniger stark frequentiert wird. Was sie allerdings zum Magneten des kulturellen Massentourismus macht, ist der unterirdische Anbau, die Kapuzinergruft, die seit 400 Jahren als Grablege der Habsburger dient.

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05.09.2019 - 06.09.2019 Benedikt Bego-Ghina / Stephan Köhler / Tanja Skambraks, Historisches Institut, Mannheim; Barbara Frenk / Sandra Schieweck / Maximilian Schuh, Historisches Seminar, Heidelberg; Benjamin Müsegades / Paul Schweitzer-Martin, Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde
Von Lena von den Driesch / Isabel Kimpel, Historisches Seminar der Universität Heidelberg

Ziel der zweitägigen Tagung war der wissenschaftliche Austausch über aktuelle Forschungsvorhaben im Bereich der Mediävistik; zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler präsentierten ihre Dissertations- bzw. Habilitationsprojekte in den Räumen des Historischen Seminars in Heidelberg.

Die erste Sektion zu England eröffnete MARKUS SCHNIGGENDILLER (Mannheim), der im Rahmen des DFG-Projektes „Kleinkredit und Marktteilhabe im Spätmittelalter“ die Kleriker der St.-Pauls-Kathedrale in London als Akteure auf dem spätmittelalterlichen Kreditmarkt analysiert.

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Zeitschriften/

Editorial

Mit der vorliegenden Ausgabe beschließt die Zeitschrift für Weltgeschichte nicht nur ihren 19. Jahrgang, sondern manifestiert auch eine Zäsur in ihrer Geschichte. Nach rund zwei Jahrzehnten findet endgültig der an verschiedenen Stellen angekündigte Wechsel in der Herausgeberschaft statt.

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Liebe LeserInnen,

Wir freuen uns, Ihnen heute das neue Heft der Zeitschrift WerkstattGeschichte „politische Gefangene“ vorzustellen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Heft auf politischen Gefangenen als besonderer Herausforderung des Rechtsstaats in Europa und den USA im 20. Jahrhundert.

Zudem lohnt ein Blick auf unsere homepage, auf der viele der bereits veröffentlichen Beiträge online zur Verfügung stehen: www.werkstattgeschichte.de.

Mit besten Grüßen,
Die Redaktion

EDITORIAL

In westlichen Demokratien ist das Gefängnis (mit Ausnahme der USA) die ultima ratio des Strafjustizsystems, die zumindest vorläufige Endstation für diejenigen, deren Verstöße gegen die Rechtsordnung mit einer Verurteilung zur Freiheitsstrafe geahndet werden.

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