Buchrezensionen/

Rez. von Bert Pampel, Dokumentationsstelle Dresden, Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Mit dem Jahreswechsel 1944/45 rückten die alliierten Armeen im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland auf dessen Staatsgebiet vor. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges sowie in der unmittelbaren Nachkriegszeit wurden hunderttausende deutsche Zivilisten vorbeugend in Gewahrsam genommen, da sie aufgrund ihrer Stellung im NS-Staat als gefährlich oder hinderlich für die Besatzungspolitik angesehen wurden.

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Rez. von Günther Kronenbitter, Neuere und Neueste Geschichte, Universität Augsburg

Als 1914 Millionen von Wehrpflichtigen mobilisiert wurden, kamen die Systeme sozialer Absicherung für Invaliden, Witwen und Waisen in den kriegführenden Staaten Europas schnell an ihre Grenzen. Der Zusammenhang von Krieg und Sozialpolitik und insbesondere der Umgang mit Kriegsversehrten sind auch für die Geschichte der Habsburgermonarchie und ihrer Nachfolgestaaten wichtige Forschungsthemen.

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Rez. von Sarah Frenking, Historisches Seminar, Universität Erfurt

Als 1888 wegen außenpolitischer Spannungen eine Passpflicht an der deutsch-französischen Grenze eingeführt wurde, kritisierte die „Frankfurter Zeitung“, dass die Praxis „zu den Verkehrsverhältnissen der Jetztzeit in grellem Widerspruch steht“.[1] Und ein elsässischer Reichstagsabgeordneter empörte sich, die deutsche Regierung habe eine Maßregel etabliert, „welche ja kaum noch in Rußland aufrecht gehalten wird, einem Lande, das man bis dahin als ein halb barbarisches Land angesehen hat“.[2] Die Passkontrolle an der deutsch-französischen Grenze erschien als unzeitgemäß und als nicht „westlich“; drei Jahre später wurde sie wieder aufgehoben.

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Rez. von Alicia Gorny, Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum

Zum vierten Mal in Folge betrug der Gender Pay Gap auch in diesem Jahr 18 Prozent. Darauf wurde anlässlich des Equal Pay Day am 7. März aufmerksam gemacht.[1] Neben diesem Datum, das die Entgeltungleichheit von Frauen gegenüber Männern sichtbar machen soll, erschien bereits im Jahr zuvor der Sammelband „Gender Pay Gap“, der sich diesem Thema multiperspektivisch und interdisziplinär annimmt.

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Termine/

Call for Papers
28.04.2025 - 30.04.2025 “Alcide Cervi” Institute, University of Modena and Reggio Emilia, “Ferruccio Parri” National Institute

On the occasion of the 80th anniversary of the liberation of Italy from Nazi-Fascism (25 April 1945-25 April 2025), we organize a conference on anti-fascism in recent decades in Italy and abroad.

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Call for Papers
22.11.2024 - 24.11.2024 Prof. Dr. Yvonne Pörzgen

Der Workshop "Slavic Game Studies: Spieladaptionen historischer und literarischer Erzählungen" will intermedialen Transferprozessen zwischen Geschichte, Literatur und Spiel(en) nachgehen. Im Zentrum unseres Interesses stehen Spieladaptionen historischer und literarischer Erzählungen, wobei aber auch der umgekehrten Transferrichtung, der Aneignung von Spielstoffen und -mechaniken in Texten, Aufmerksamkeit zukommen soll (Viktor Pelevin, Jurij Andruchovyč).

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Konferenz
21.11.2024 - 23.11.2024 Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart; Evangelische Akademie Bad Boll; Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg; Studienzentrum der EKD für Genderfragen; Universität Stuttgart, Forschungsprojekt „100 Jahre geschlechterdivers in Baden-Württemberg?!“; Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung XI: Kirche und Gesellschaft - Fachbereich Männer

Lange haben die Kirchen alle Lebensformen jenseits der Heteronormativität verurteilt und LGBTQI∗ in christlicher Lehre wie kirchlicher Praxis marginalisiert und diskriminiert. Momentan vollzieht sich jedoch ein vorsichtiger Umbruch: Auf unterschiedliche Weisen öffnen sich die Kirchen zunehmend für queere Menschen.

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Workshop
25.10.2024 - 08.11.2024 James Wilson; Eric Böhme; Alejandro Peláez Martín; Hossameldin Ali

25 October / 31 October / 8 November 2024

Contact and registration: emerging-historical-perspectives@uni-konstanz.de
(Deadline: 11 October 2024)

Organisers: James Wilson, Eric Böhme, Alejandro Peláez Martín, Hossameldin Ali
(University of Konstanz)

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Ausstellungsrezensionen/

01.03.2024 - 01.09.2024 Jüdisches Museum Frankfurt
Rez. von Alexandra Klei, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

Dass es zu den grundlegenden Funktionen von Architektur gehört, Schutz zu bieten, ist ein Allgemeinplatz, der für viele von uns oft so selbstverständlich ist, dass wir ihn im Alltag einfach hinnehmen. Da wir es bei den neun in der Ausstellung „Architekturen des Überlebens“ präsentierten Räumen nicht mit Gebäuden zu tun haben, kann es diese Schutzfunktion sein, auf die sich der Architekturbegriff im Titel bezieht: Vorgestellt werden uns Höhlen, Hohlräume, Nischen, Gruben, Kanäle, ein Baum, ein Schrank und Kammern, die sich polnische Juden und Jüdinnen einzeln oder in kleinen Gruppen zeitweilig zur Unterkunft machten, um sich der Verfolgung und Ermordung durch die deutschen Nationalsozialist:innen und ihre Helfer:innen zu entziehen.

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23.06.2021 Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Rez. von Stephan Jaeger, Department of German and Slavic Studies, University of Manitoba

Was genau ist die Aufgabe des am 23. Juni 2021 im komplett entkernten und neugestalteten Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof in Berlin eröffneten Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung und seiner Ständigen Ausstellung?[1] Wie kann dieses Dokumentationszentrum den Spagat bewältigen, einerseits eine vermeintliche Leerstelle des deutschen Gedenkens und des historischen Wissens zum Leiden der deutschen Vertriebenen um 1945 zu schließen und andererseits einen Ort zu schaffen, der allen Flüchtlingen und Vertriebenen, gerade im heutigen Deutschland, eine Sprache und einen Raum gibt sowie zu kritischen Diskussionen über Zwangsmigration im 21.

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Tagungsberichte/

24.04.2024 - 26.04.2024 Deutsches Historisches Institut Warschau
Von Ralf Meindl, Deutsches Historisches Institut Warschau
 
23.03.2024 Dirk Pörschmann / Dagmar Kuhle / Norbert Fischer; Simon Walter / Karla Alex / Moritz Buchner / Stephan Hadraschek / Jan S. Möllers, Arbeitskreis transmortale des Museums für Sepulkralkultur und Universität Hamburg
Von Maja Böhme, Geschichte und Öffentlichkeit, Universität Kassel

Zeitschriften/

Soeben ist Heft 2/2024 der Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung / Journal of East Central European Studies erschienen. Die Aufsätze und Besprechungen sind unter https://www.zfo-online.de/portal/zfo/issue/view/309 im Open Access verfügbar.

Bitte beachten sie auch das umfangreiche Volltextangebot der Zeitschrift für Ostforschung 1952–1994 (https://www.zfo-online.de/index.php/zf/issue/archive) sowie der Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung seit 1995 (https://www.zfo-online.de/index.php/zfo/issue/archive)

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Der neue Band des Jahrbuch Sexualitäten ist soeben erschienen.

Mit dem Band 2024 legt die Initiative Queer Nations (IQN) zum neunten Mal ihr jährlich erscheinendes interdisziplinäres Periodikum vor.

Seine Beiträge gliedern sich in fünf Rubriken: Essay, Queer Lectures, Gespräch, Miniaturen und Rezensionen.

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Das neue Heft von Geschichte und Gesellschaft ist erschienen. Es wird herausgegeben von Ute Frevert und Kerstin Maria Pahl.

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