Buchrezensionen/

Rez. von Dietmar Neutatz, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Ein Rückblick auf das „deutsch-russische Jahrhundert“

Die destruktive Politik Russlands unter Präsident Putin gegenüber der Ukraine, die mit der Annexion der Krim 2014 und der Unterstützung separatistischer Bestrebungen im Donbass ihre ersten Höhepunkte erlebte, hat in Deutschland Diskussionen über eine Neubestimmung des deutsch-russischen Verhältnisses ausgelöst.

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Rez. von Harm von Seggern, Historisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität Kiel

Unter dem auf den ersten Blick etwas befremdlichen Titel „Kreuzzug als Selbstbeschreibung“ legt Eric Burkart in seiner Frankfurter Dissertation eine tiefgründige Interpretation gleich dreier Werke Jean Germains (geb. ca. 1396/1400, wohl in Cluny, gest. 2. Februar 1461) vor, der ab 1436 bis zu seinem Tod als Bischof von Châlon-sur-Saône und als erster Kanzler des 1430 gegründeten burgundischen Hofordens vom Goldenen Vlies wirkte.

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Rez. von Thorsten Holzhauser, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

Die geschichtswissenschaftliche Forschung hat zuletzt kein sehr positives Bild der frühen Bundesrepublik gezeichnet. Trotz großer Differenzierung im Detail haben zahlreiche Studien einen Nachkriegsstaat konturiert, der gerade in Ministerien und Behörden durch nationalsozialistische „Belastungen“, politische Kontinuitäten und einen zweifelhaften Umgang mit der Vergangenheit geprägt war.[1] Dazu kamen jüngst neue Erkenntnisse über den ersten Bundeskanzler und die Nutzung geheimdienstlicher Informationen in der politischen Auseinandersetzung – Quellenfunde und Thesen, die der Historiker Klaus-Dietmar Henke mit großer medialer Begleitung publik gemacht hat.[2] Henke selbst hat den Begriff des „Super-Watergate“ gewählt und damit das Bild einer von Intrigen und illegalen Praktiken geprägten Nachkriegspolitik gezeichnet.[3]

In diese Reihe passen auch die Korruptionsaffären der jungen Bundesrepublik, die inzwischen zum Gegenstand der geschichtswissenschaftlichen Forschung geworden sind.

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Rez. von Alix Heiniger, Universität Freiburg (Schweiz)

Dès le début du 19e siècle, la réforme pénitentiaire passionne les philanthropes d’Europe et d’Amérique du Nord convaincus que la prison constituerait un espace de resocialisation par l’inculcation de valeurs morales et laborieuses. L’ouvrage d’Eva Keller analyse ce courant réformateur à travers ses acteurs et actrices et leurs initiatives dans le canton de Bâle entre 1806 et 1911, deux moments de changements importants dans le dispositif d’exécution des peines.

Espace frontière, canton-ville dès 1833, Bâle offre un terrain intéressant pour appréhender les pratiques des philanthropes, leurs échanges avec des homologues d’autres cantons et des régions contiguës, ainsi que les difficultés concrètes rencontrées dans leurs activités.

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Termine/

Akademische Ankündigungen
01.06.2022 Prof. Dr. Isabelle Deflers and Dr. Anke Fischer-Kattner

International highlight in the lecture series on the "Cultural History of Violence:" editors Erica Charters and Marie Houllemare present their recent publication and discuss its conceptual framework.

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Call for Papers
06.10.2022 - 07.10.2022 Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Für die Tagung "Fürsorgepolitik und Sozialrassismus im Nationalsozialismus" am 6. und 7. Oktober 2022 im Studienzentrum der KZ Gedenkstätte Neuengamme werden bis zum 18. Juli Referent:innen gesucht. Auf der Tagung werden die Überwachungs-, Disziplinierungs- und Zwangsmaßnahmen der nationalsozialistischen Fürsorge für die "Volksgemeinschaft" in den Blick genommen, ihre Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz herausgearbeitet sowie deren Nachwirkungen untersucht.

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Call for Papers
27.09.2023 - 29.09.2023 Universidad Autonoma de Madrid

The eighth conference of the Imagines group, which will take place at the Universidad Autónoma de Madrid (Spain) on September 27th-29th, 2023, will be dedicated to the reception of ancient cultures, especially Greece and Rome, in eroticism and pornography from the 19th century to the present. If you wish to participate, please submit your abstracts by July 1st 2022.

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Call for Papers
25.05.2022 Sara Bernard, University of Glasgow

This CFP invites contributions which critically discuss how Yugoslav nation- and state-formation were imagined, re-imagined and contested globally by "Yugoslavs on the move". Contributions should offer a new understanding of the controversies/debates which have surrounded the evolution of Yugoslavism as the idea of a political unity of the South Slavs/Yugoslavs.

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Ausstellungsrezensionen/

21.04.2022 - 15.05.2022 Istituto nazionale Ferruccio Parri; Paesaggi della memoria, mit Unterstützung des deutsch-italienischen Kulturfonds
Rez. von Pascal Oswald, Historisches Institut, Universität des Saarlandes

Wer mit der grünen Metrolinie 2 zur Haltestelle Gioia im Norden von Mailands Zentrum fährt, erreicht von dort über einen von Hochhäusern umringten Park die Casa della Memoria. Der im Vergleich zum direkt gegenüberliegenden, spektakulären Bosco Verticale unauffällige, quaderförmige Backsteinbau zeigt vom 21.

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31.07.2019 Haus der Weimarer Republik
Rez. von Michael Grisko, Lübeck

Weimar in Thüringen: Direkt gegenüber dem Deutschen Nationaltheater in der Sichtachse des Goethe-und Schiller-Denkmals liegt das im Juli 2019, pünktlich zum Jubiläum „100 Jahre Reichsverfassung“ eröffnete „Haus der Weimarer Republik“. Früher war in dem unscheinbaren Flachbau ein Museum zum Bauhaus untergebracht, das ab 1919 in Weimar für die Moderne schlechthin stand.

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Tagungsberichte/

19.11.2021 - 21.11.2021 Claus Arnold, Mittlere und Neuere Kirchenschichte und religiöse Volkskunde, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Elias H. Füllenbach OP, Institut zur Erforschung der Geschichte des Dominikanerordens im deutschen Sprachraum, Köln; Anton Milh, Fakultät für Theologie und Religiöse Studien, Katholieke Universiteit Leuven
Von Klaus-Bernward Springer, Institut zur Erforschung der Geschichte des Dominikanerordens im deutschen Sprachraum (IGDom), Köln

The 20th century saw the rise and decline of competing ideologies such as fascism and communism, swift economic growth and decline, the transformation of colonial imperialism into more subtle attempts at world domination, and the shift from romantic 19th century nationalism to “nationalism in a world of nation states” (John Breuilly).

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11.11.2021 - 12.11.2021 Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, Universität Heidelberg; Historisches Institut, Universität Mannheim
Von Sarah Kupferschmied / Linda Mosig, Historisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Werkstattgespräche boten neun Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit, ihre mediävistischen Dissertationsvorhaben zu präsentieren und mit dem Fachpublikum zu diskutieren.

MALENA SCHERF (Heidelberg) eröffnete die erste Sektion zu Herrscher- und Heldennarrativen mit der Vorstellung ihres Dissertationsprojekts zur Kindheit des Königs und narrativen Konstruktionen im mittelalterlichen Reich.

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Zeitschriften/

We proudly present volume 11, no. 1 (2022) of the open access journal 'Fascism. Journal of Comparative Fascist Studies'.

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The GHIL Bulletin appears twice a year and contains articles and reviews of recent books on German and British history, as well as general information about the Institute's activities.

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Soeben erschienen: Heft 27 der "Mitteilungen"

Am 18. Mai 2022 ist das neue Heft der „Mitteilungen des Instituts für Europäische Kulturgeschichte“ erschienen. Das Heft kann auf der Publikationsplattform der Universitätsbibliothek Augsburg kostenlos gelesen und heruntergeladen oder als kostenpflichtiger Druck angefordert werden.

Das Heft enthält einen Beitrag zur Augsburger Wasserwirtschaft im 16.

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Inventories as Texts and Artefacts. Methodological Approaches and Challenges

Herausgeberin dieses Bandes: Christina Antenhofer
Redaktion: Oliver Kühschelm

Das geschichtswissenschaftliche Interesse an Dingen boomt und damit erhalten auch die schriftlichen Quellen, die diese Dinge erfasst haben, zentrale Bedeutung.

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