Buchrezensionen/

Rez. von Daria Sambuk, Institut für Geschichte, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

„There was much more at stake than wine“ (S. 238). Dieser Satz könnte programmatisch für Bittners gesamte Studie stehen, deren Anliegen darin besteht, die Deutungen des Weins in den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Diskursen des Zarenreichs und der Sowjetunion zu verorten. Einen zentralen Gegenstand des Buches bilden imperiale Aspirationen, deren Verbindung mit der russischen Alkoholpolitik Bittner von der Annexion der Krim im späten 18.

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Rez. von Niklas Regenbrecht, Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen, Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Was ist Hofkultur und wer gehörte zu einem Hofstaat? Über diese Fragen ist schon viel geschrieben worden. Norbert Elias‘ Klassiker über die höfische Gesellschaft[1] und Großprojekte, wie jenes zu „Residenzstädten im Alten Reich“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen[2], sind Beispiele.

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Rez. von Ranka Gašić, Institute of Contemporary History, University of Belgrade

This volume comprises the papers presented at the Third International Conference in Economic and Social History, “Labour History: production, markets, relations, policies”, held at the University of Ioannina in May 2017.
Labour history, as an academic discipline, developed in the 1960s with a focus on the working classes and labour movements of industrial societies, as well as the issues of gender, race and other social factors in the urban, industrial world.

The articles collected in this volume are concerned with labour history in Southern Europe, which is defined by the editors as a “semi-periphery”.

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Rez. von Elsbeth Bösl, Historisches Seminar, Professur für Wirtschafts-, Sozial und Technikgeschichte, Universität der Bundeswehr München

In ihrem Essay erkunden Mischa Meier, Althistoriker, und Steffen Patzold, Mediävist, womit die Archäogenetik die Geschichtswissenschaft bereichern könnte. Das ist angebracht angesichts der medialen Präsenz paläogenetischer Studien und des wachsenden Interesses an dieser neuen Form der Vergangenheitsforschung.

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Termine/

Workshop
28.10.2021 - 30.10.2021 Museum für Naturkunde Berlin

Um in einen offenen Austausch mit Transkriptionsprojekten in Museen, Archiven und Bibliotheken im deutschsprachigen Raum und Europa zu treten und den strategischen Aufbau, die Umsetzung und die Weiterentwicklung derartiger Projekte zu diskutieren, veranstalten wir einen Online-Workshop am 28. und 29.

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Konferenz
12.11.2021 - 12.11.2021 Ostfriesische Landschaft, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen

Mit dem Jahr 2021 wird das 12monatige Projekt, das sich Sammlungsbereichen im Deutschen Sielhafenmuseum Carolinensiel, in der Naturforschenden Gesellschaft zu Emden, im Ostfriesischen Teemuseum Norden und im Fehn- und Schiffahrtsmuseum Westrhauderfehn widmete, enden.
Mehr als 500 Objekte, die als aus möglichen kolonialen chinesischen Kontexten stammend benannt worden waren, wurden auf ihre Herkunft untersucht.

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Konferenz
25.10.2021 - 26.10.2021 Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Die Fachtagung "Alte Geschichte(n) – Neue Narrative?" von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung und dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt diskutiert in Inputs und Workshops Fragen der multidirektionalen Bildung in der postmigrantischen Gesellschaft.

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Konferenz
02.12.2021 - 04.12.2021 Alexander van Wickeren (University of Cologne), Jean Stubbs (School of Advanced Study, University of London), William Clarence-Smith (SOAS University of London)

The digital conference "Rethinking tobacco history: Commodities, empire and agency in global perspective, 1780-1960" will take place between December 2–4, 2021.

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Ausstellungsrezensionen/

Sint Nicolaas, Eveline; u.a. Slavery. Ten true stories
05.06.2021 - 29.08.2021 Rijksmuseum Amsterdam
Rez. von Jan Hüsgen, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg

Am 1. Juli 2021 entschuldigte sich die Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, für die aktive Rolle der Stadt beim niederländischen Sklavenhandel des 17. und 18. Jahrhunderts.[1] Der 1. Juli ist in den Niederlanden der Tag zur Erinnerung an die Abschaffung der Sklaverei, die am 1863 in den Kolonien offiziell aufgehoben wurde.

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Schmidt, Lisa Marei; Wittmann-Englert, Kerstin (Hrsg.) Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk.
17.04.2021 - 29.08.2021 Brücke Museum
Rez. von Joachim Nicolas Trezib, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam

Werner Düttmanns Wirken als Architekt und Stadtplaner ist in Berlin allgegenwärtig. Als Exponent einer „postheroischen“ Nachkriegsmoderne, die als Widerpart zur ästhetischen und sozialen Praxis im realsozialistischen Ostteil der Stadt verstanden werden wollte, hat Düttmann das Gesicht West-Berlins, wenn nicht sogar der ganzen Stadt, wie kein anderer Gestalter in der zweiten Hälfte des 20.

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Tagungsberichte/

01.07.2021 - 02.07.2021 Universität Heidelberg; Deutsches Historisches Institut Moskau; Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V.
Von Axel Bangert, Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main

Trotz Unrecht und Traumata insbesondere des Zweiten Weltkriegs sollten russische und sowjetische Erfahrungen der Kriegsgefangenschaft im 20. Jahrhundert nicht in passiven, sondern in aktiven Kategorien untersucht werden. Die Vielschichtigkeit des Gegenstands wird dann sichtbar, wenn aufseiten aller Parteien individuelle und kollektive Handlungen nachvollzogen und die sie steuernden Ideologien und Pragmatismen ausgelotet werden.

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07.07.2021 - 09.07.2021 Lorella Viola / Machteld Venken, Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History
Von Lorella Viola / Machteld Venken, Centre for Contemporary and Digital History, University of Luxembourg

Lorella Viola and Machteld Venken (both Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History) organised the panel series “Doing Historical Research on Migration in the Digital Age: Theories, Concepts and Methods” at the International Migration Research Network Annual Conference (IMISCOE) on 7-9 July 2021 at the University of Luxembourg.

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Zeitschriften/