Buchrezensionen/

Rez. von Jana Osterkamp, Collegium Carolinum

Die deutsche Geschichtsschreibung widmet der Habsburgermonarchie vermehrt Aufmerksamkeit. Die binnen kurzer Zeit zu Klassikern gewordenen Biografien zu Maria Theresia von Barbara Stollberg-Rilinger und Clemens von Metternich von Wolfram Siemann haben dies eindrücklich gezeigt.[1] Nachdem die gemeinsame Geschichte über lange Zeit in den Nationalhistoriografien Deutschlands und Österreichs vorwiegend als eine getrennte Geschichte erforscht wurde, nimmt das Interesse am geteilten Erbe, an Verflechtungen und am Vergleich wieder zu.

[weiterlesen...]
Rez. von Mona Garloff, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck

Die beiden Buchhistoriker Andrew Pettegree und Arthur der Weduwen sind außerordentlich produktive Publizisten: Die vorliegende Studie erschien nahezu zeitgleich in englischer (Hardcover 2019) und niederländischer Sprache.[1] Fast zur selben Zeit veröffentlichten sie ferner zwei detailreiche Studien zum niederländischen Zeitungsmarkt.[2] Bemerkenswert an diesen Arbeiten ist die umfassende Quellenbasis, auf der die beiden Verfasser zur Druckgeschichte der Republik der Niederlande argumentieren.

[weiterlesen...]
 
Rez. von Christina Flöhr, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Wie lässt sich Krieg im Museum vermitteln? Seit der Wende zum 21. Jahrhundert hat diese Frage in der Museumsforschung mehr Hinwendung erfahren.[1] 2010 legte der Kulturwissenschaftler Thomas Thiemeyer einen ersten systematischen Vergleich westeuropäischer Museumsausstellungen vor. Besonders in der deutschsprachigen Forschung zu Kriegsmuseen gilt seine Monografie „Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln“ als ein Meilenstein.[2]

Dass damit keineswegs alles zur Thematik gesagt ist, zeigt Stephan Jaeger mit seiner jüngst erschienenen Publikation „The Second World War in the Twenty-First-Century Museum“.

[weiterlesen...]
Rez. von Anatoly Pinsky, Aleksanteri Institute, University of Helsinki

Evgeny Dobrenko’s Late Stalinism is likely the most expansive study to date of Soviet culture and thought between the end of the Second World War and Joseph Stalin’s death in 1953.[1] In this latest addition to his large and influential body of work on Stalinist culture, Dobrenko provides detailed discussions of late-Stalinist film, music, theater, literature, philosophy, linguistics, and biology.

[weiterlesen...]

Termine/

Konferenz
27.08.2021 - 28.08.2021 RWTH Aachen University, Historisches Institut, Giuseppe Cusa

Die Tagung nimmt sich den italienischen Stadtkommunen an und möchte dabei einerseits den bisweilen vernachlässigten deutsch-italienischen Dialog wiederanstoßen, andererseits die jüngeren Forschungstendenzen bündeln.

[weiterlesen...]
Call for Papers
29.09.2022 - 30.09.2022 Bonn Center for Dependency and Slavery Studies

This interdisciplinary conference focuses on the bodies and embodiments of spirits, their (im-)materialities and the bodily transformations, which they may undergo in different socio-cultural contexts. It draws attention to the embodied experiences of asymmetrical dependencies among humans and spirits and to how sensory experiences of interdependence are negotiated in their interactions.

[weiterlesen...]
 
Konferenz
21.09.2021 - 24.09.2021 Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE)

Vom 21. bis 24. September 2021 veranstalten das BKGE, das Institut für Germanistik der Universität Breslau/Wrocław (Lehrstuhl für Kultur der deutschsprachigen Länder und Schlesiens), die Pädagogische Hochschule Freiburg und die Universität Paul Valéry Montpellier 3 (Centre de Recherches et d'Etudes Germaniques) die 2.

[weiterlesen...]
Call for Papers
23.11.2021 - 25.11.2021 UrbanMetaMapping Research Consortium

This conference aims to problematise cartographies of catastrophes from the 19th century until the present time in the global context, from wide interdisciplinary perspectives. By focusing on damage maps from past and recent conflicts and catastrophes, this conference interrogates whether maps just show past conditions, or do they foresee and predetermine future conditions?

[weiterlesen...]

Ausstellungsrezensionen/

Holert, Tom; Haus der Kulturen der Welt (Hrsg.) Bildungsschock
27.05.2021 - 11.07.2021 Haus der Kulturen der Welt
Rez. von Fanny Isensee / Daniel Töpper, Institut für Erziehungswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Ausstellungslogik und wissenschaftliche Diskussion können sich, wie in dieser Ausstellung, produktiv verbinden. Aber beide Felder behalten ihre eigenen Logiken bei. Die Ausstellungslogik zielt auf populäre Rezeption und Affekte, die Wissenschaft resümiert und deutet – so erklärt sich wohl die zunächst irritierende Diskrepanz zwischen Ausstellungstitel und historischer Interpretation, denn die Phase der 1960er- und 1970er-Jahre als „Bildungsschock“ zu rahmen, ist etwas irreführend.

[weiterlesen...]
 
23.07.2017 Charité – Universitätsmedizin Berlin
Rez. von Astrid Ley, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Drei Jahre nach der Eröffnung der Ausstellung im September 2017 hat die Kuratorin Judith Hahn im vergangenen Jahr einen Katalog in einer deutschen und einer englischen Fassung vorgelegt.[1] Die von der Berliner Agentur Wolfgang Chodan gestaltete und produzierte Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss der 1904 eingeweihten Psychiatrischen und Nervenklinik der Charité in Berlin-Mitte und somit an einem historischen und gegenwärtigen Ort medizinischen Handelns.

[weiterlesen...]

Tagungsberichte/

10.06.2021 - 11.06.2021 Research Group "The Ottoman Europe: Methods and Perspectives of Early Modern Studies on Southeast Europe“; DFG priority program “Transottomanica”
Von Barbara Henning, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Dennis Dierks, Friedrich-Schiller-Universität Jena

The 13th meeting of the research group “Ottoman Europe” was organized in close cooperation with the DFG priority program “Transottomanica” and set out to explore the interplay between knowledge systems and transregional Ottoman-European frameworks of interaction. In a digital setting, the international conference brought together scholars from history and art history, all of them united by a shared interest in Ottoman-European phenomena and transimperial dynamics.

[weiterlesen...]
 
22.04.2021 - 23.04.2021 Bernadette Biedermann, Universitätsmuseum, Universität Graz; Judith Blume, Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg, Goethe-Universität Frankfurt am Main; Franziska Hormuth, Projekt „Digitales Netzwerk Sammlungen“, Berlin University Alliance / Humboldt-Universität zu Berlin
Von Bernadette Biedermann, Universitätsmuseum, Universität Graz; Judith Blume, Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg, Goethe-Universität Frankfurt am Main; Franziska Hormuth, Projekt „Digitales Netzwerk Sammlungen“, Berlin University Alliance / Humboldt-Universität zu Berlin

Der internationale Workshop mit Vertreter:innen zahlreicher Sammlungsstandorte aus dem Bereich der DACH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) widmete sich dem Thema der (zentral) vernetzten Digitalisierung von wissenschaftlichen Universitätssammlungen. Die strukturelle Einführung einer digitalen Infrastruktur zur Sammlungs- und Objektvernetzung über die einzelnen Sammlungen hinaus wird derzeit an vielen Universitäten angedacht, geplant oder bereits umgesetzt.

[weiterlesen...]

Zeitschriften/

Die neue Ausgabe von OSTEUROPA "Versteinerte Macht" widmet sich dem anhaltenden Versuch der Regime in Belarus und Russland, die eigene Macht zu sichern und die Gesellschaft in ihrem Ringen um Freiheit und Mitbestimmung zu unterwerfen. Otto Luchterhandt zeigt dies am Missbrauch des Extremismusgesetzes, Tatjana Vorozhejkina und Dmitrij Volkov rücken den Fall Naval'nyj in diesen Kontext.

[weiterlesen...]
 

Die Karpaten – jene Bergkette, die sich von Tschechien über die Slowakei, Ungarn, Polen, die Ukraine und Rumänien bis hin nach Serbien erstreckt – sind ein wichtiger geografischer, wirtschaftlicher und kultureller Marker in der zentraleuropäischen Region. Wie ihre größeren Verwandten, die Alpen, sind die Karpaten in den Literaturen der Kulturen, die sie räumlich prägen, präsent.

[weiterlesen...]

It cannot be denied that reflexivity has become a must in social science methodological discourse in recent decades. The uses and functions of reflexivity in the research process have been well addressed historically, be it with regard to researchers’ subjectivity, their perspectivity shaped by social origin and biographical life path, or their possible asymmetrical power relations with investigated actors.

[weiterlesen...]