Buchrezensionen/

Rez. von Alexander Sembdner, Historisches Seminar, Universität Leipzig

„Meine kleine Stadt steht für tausend andere und für jede große auch.“ (Hans Fallada) Günstige Überlieferungslage und ein dem modernen Betrachter nicht ganz unvertrautes urbanes Lebensgefühl lassen heutzutage zuweilen vergessen, dass sich die gesellschaftliche „Normalität“ des späten Mittelalters weniger in Großstädten wie Köln, Lübeck oder Nürnberg abspielte, als vielmehr in den zahlreichen Kleinstädten.

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Rez. von Friedrich Asschenfeldt / Liane Hewitt, Department of History, Princeton University

In his engaging and clear-eyed new book, Jamie Martin traces the origins of what he calls “global economic governance.” He documents the ambitious, and unprecedented new intergovernmental institutions and projects for international lending and reconstruction aid, currency reform, central bank coordination, and commodity stabilization born during the 1920s and 1930s: some are already well-known, such as the League of Nations’ Economic and Financial Committee’s stabilization of Austria’s currency and the Bank of International Settlements, while others – such as the International Tin Committee – are more unfamiliar to scholars of the interwar years.

Across the globe, these projects were plagued by a fundamental dilemma.

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Rez. von Marcel Bois, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Im Frühjahr 1964 lud der algerische Generalkonsul in Genf zu einem Empfang in ein Züricher Nobelhotel – und wartete mit einer protokollarischen Kuriosität auf: Als „chef de réception“ amtierte Heinrich Buchbinder. Der Mann aus Zürich war eigentlich Redakteur des „Arbeiterworts“, einer trotzkistischen Zeitschrift.

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Rez. von Nicole Diersen, Alte Geschichte, Universität Osnabrück

Das Ende der römischen Republik, die damit verbundene sogenannte Krise und der daran anschließende Bürgerkrieg Caesars sind ein allseits beliebter Forschungsgegenstand in den Altertumswissenschaften sowohl im deutsch- als auch im englischsprachigen Raum. Vor allem fasziniert die Figur Ciceros, was nicht verwundert bei dem enormen Quellencorpus, das er hinterlassen hat: zahlreiche politische und forensische Reden, rhetorische Abhandlungen, Briefe an Freunde und Familie sowie philosophische Werke.

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Termine/

Summerschools, Kurse u.ä.
13.03.2023 - 15.03.2023 Numismatischer Verbund in Baden-Württemberg (NV BW)

Der Numismatische Verbund in Baden-Württemberg (NV BW) veranstaltet vom 13. bis 15.März 2023 eine Springschool unter dem Titel "Das Geld liegt auf der Straße: Zum wissenschaftlichen Umgang mit Fundmünzen" am Verbundstandort Stuttgart. Bewerbungen mit CV und Motivationsschreiben von Studierenden und Promovierenden archäologischer und historischer Disziplinen sind bis 15.01.2023 per E-Mail an die Koordinatorin des NVBW, Dr.

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Summerschools, Kurse u.ä.
28.03.2023 - 30.03.2023 Manuel Borutta, Sven Reichardt

The Spring School is primarily aimed at advanced BA students from various disciplines (e.g. History, Islamic, Jewish or Ottoman studies, Arabic or Romance studies) who are interested in the planned new Master’s programme Mediterranean History at the University of Konstanz, which is expected to start in the winter term 2023/24.

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Summerschools, Kurse u.ä.
12.03.2023 - 18.03.2023 Deutsches Historisches Institut in Rom

Studierende der Musikwissenschaft ab dem fortgeschrittenen Bachelorstudium können sich bis zum 7. Dezember 2022 für unseren Studienkurs "Rom – Musikgeschichte einer Stadt" bewerben. Auf dem Programm stehen unter anderem Stadtspaziergänge zu Roms Musikleben vom Mittelalter bis heute sowie Besuche einschlägiger Institutionen und Besichtigungen von Bibliotheken, Kirchen, Palazzi, Theatern und Konzertsälen.

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Colloquium
29.11.2022 - 02.02.2023 Centre Marc Bloch (CMB), Frankreichzentrum an der Freien Universität Berlin, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Das Deutsch-Französische Kolloquium (DfK) diskutiert aktuelle Themen, Projekte und Publikationen, die aus deutsch-französischer Perspektive von wissenschaftlichem Interesse sind.

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Ausstellungsrezensionen/

03.12.2021 - 28.08.2022 Museum für Kommunikation Berlin
Rez. von Martin Schmitt, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Historiker:innen beschäftigen sich mit Zusammenhängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aussagen über die Zukunft sind nicht ihr Metier. Trotzdem ist „Zukunft“ seit einigen Jahren ein beliebtes Sujet der Geschichtswissenschaft. Da Historiker:innen aus der Kenntnis der Geschichte nichts Verlässliches über die Zukunft vorauszusagen vermögen, fragen sie nach den Zukunftsvorstellungen früherer Akteur:innen.

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04.03.2022 GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Rez. von Paul Schacher, Historisches Seminar, Universität Leipzig

Die Debatte um das Sammeln, Erforschen und Ausstellen von ethnografischen Objekten beschäftigt die internationale Museumslandschaft intensiv. Im Auftrag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron legten Felwine Sarr und Bénédicte Savoy 2018 ihren „Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain“ vor[1], der ein breites Medienecho erfuhr.

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Tagungsberichte/

29.06.2022 - 01.07.2022 Magdalena Fricke, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt; Hannes Kerber, Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München; Eleonora Travanti, Philipps-Universität Marburg
Von Manuel Zink, Lessing-Akademie e.V. Wolfenbüttel
 
30.06.2022 - 02.07.2022 Institut für Historische Sozialforschung / Arbeiterkammer Wien / Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien
Von Paul Dvořak, Institut für Historische Sozialforschung, Arbeiterkammer Wien

Zeitschriften/

Die jüngere global- und kolonialgeschichtliche Forschung befasst sich beim Thema Erinnerung vor allem mit Fragen nach Verflechtungen, Ignoranzen, Asymmetrien und Gemeinsamkeiten von und in unterschiedlichen Nationen und Regionen. Das Heft Erinnern post-kolonial will an diesem recht neuen Forschungstrend ansetzen und den unterschiedlichen Erinnerungskulturen und auch Erinnerungspolitiken nachgehen.

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Glück ist widersprüchlich. Und zwar in vielfacher Hinsicht. Wer sich durch die Berge an wissenschaftlicher und populärer Glücksliteratur hindurchliest und ein Sensorium für das glücksfixierte Storytelling entwickelt, wird unschwer immer wieder dieselben transitiven binären Diskursgeneratoren entdecken, welche die Problematik strukturieren und verschieben.

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Die Aufgabe der Bundeszentrale für politische Bildung, Menschen zur demokratischen Beteiligung zu animieren, ist angesichts globaler Krisen und gesellschaftlicher Polarisierungen auch nach 70 Jahren ihres Bestehens ungebrochen aktuell. Die Standpunkte in dieser Ausgabe laden dazu ein, derzeit wichtige Fragen in der politischen Bildung zu diskutieren.

Wie lässt sich etwa die gewachsene gesellschaftliche Vielfalt besser widerspiegeln – sowohl inhaltlich als auch personell und strukturell?

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