Buchrezensionen/

Rez. von Jonas Ehrsam, Universität Hamburg

Die Spuren des Kolonialismus scheinen zuweilen schwer zu finden, gerade wenn sie zur eigenen Eingangstür führen. Die letzten Jahre weisen eine umfangreiche Beschäftigung verschiedener Institutionen mit ihrer Verbindung zur Geschichte des Kolonialismus vor. Diese Bemühungen sind zweifelsohne auf intensive Impulse öffentlicher Debatten zurückzuführen.

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Rez. von Kerstin Hofmann, Arolsen Archives, Bad Arolsen

Mehr als 50 Jahre nach seinem Tod ist der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer präsenter denn je. Er, dem das Zitat „Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich Feindesland“, zugeschrieben wird, ist inzwischen Mittelpunkt etlicher Spielfilme und Dokumentationen. Anlässlich seines 50. Todestages am 1.

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Rez. von Vitus Sproten, Belgisches Generalstaatsarchiv und Staatsarchive in den Provinzen, Dienststelle Eupen

Obwohl sich Peter Pichler in seiner Monographie Metal Music, Sonic Knowledge, and the Cultural Ear in Europe since 1970 in erster Linie mit der Geschichte der Heavy Metal-Musik bzw. (Sub-)Kultur (im Folgenden auch kurz „Metal“) beschäftigt, sind seine Fragestellungen in vielerlei Hinsicht an verschiedene Forschungszweige der jüngeren zeithistorischen Forschung anschlussfähig.

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Rez. von Kai Johann Willms, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität München

Wo liegt „Mitteleuropa“? Handelt es sich bloß um einen unscharfen geographischen Begriff oder um eine Region mit definierbarer historischer und kultureller Identität, die sich von „Westeuropa“ und „Osteuropa“ unterscheidet? Seit einigen Jahren werden diese Fragen wieder neu diskutiert. Im Kontext der deutschen Geschichts- und Kulturwissenschaften etwa haben Markus Krzoska, Kolja Lichy und Konstantin Rometsch die Sinnhaftigkeit eines weit zurückreichende Kontinuitäten konstruierenden „Ostmitteleuropa“-Begriffs infrage gestellt und stattdessen für einen praxeologischen Ansatz plädiert, der kulturräumliche Identitäten als grundsätzlich situativ, als abhängig von spezifischen Akteuren und ihren Praktiken begreift.[1] In der internationalen Fachdiskussion hat der illiberale politische Trend in Teilen der Region dazu geführt, eine an das normative Ideal der liberalen Demokratie geknüpfte Unterscheidung „Mitteleuropas“ von einem autoritären „Osteuropa“ zu hinterfragen.[2]

Jessie Labovs Studie leistet einen innovativen Beitrag zu dieser Diskussion, indem sie eine neue Perspektive auf die Konstruktionen „mitteleuropäischer“ Identität in den 1980er-Jahren wirft und diese in einen größeren zeitlichen und räumlichen Kontext einordnet.

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Termine/

Konferenz
03.06.2021 - 04.06.2021 Nina Mackert (Leipzig Lab “Global Health”, Leipzig University) and Rebecca Brückmann (History of North America and its transcultural context, Ruhr-University Bochum)

Workshop hosted by Nina Mackert (Leipzig Lab “Global Health”, Leipzig University) and Rebecca Brückmann (History of North America and its transcultural context, Ruhr-University Bochum), funded by the Forum for the Study of the Global Condition.

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Konferenz
29.04.2021 - 30.04.2021 Arbeitskreis "Offene Archive" im VdA

#closedbutopen war auch für viele Archive DIE Herausforderung des Jahres 2020. Die damit verbundenen Erfahrungen, Schwierigkeiten und Lösungen werden am 29. und 30. April 2021 im online ArchivCamp unter dem Thema “Archive - Offen für alle?!” vielfältig debatiert. Kollaboration und Innovation stehen beim jährlichen ArchivCamp des Arbeitskreises “Offene Archive” im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) im Zentrum.

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Call for Papers
01.07.2021 Tensions Energy History Working Group, tensions.energy@gmail.com Group Coordinators: Odinn Melsted (Maastricht University), Ute Hasenöhrl (University of Innsbruck), Jan-Henrik Meyer (Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory)

This 4 hour online workshop "Doing Energy History in Times of Transition on 1st July 2021 in the afternoon as part of ToE Digital Workshop Festival will provide an opportunity to discuss the past and present of energy transitions, lessons to be drawn from the past and the problems of applying a present day concept for historical analysis.

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Call for Papers
29.09.2021 - 01.10.2021 Università degli Studi di Salerno

In a world constantly connected, which is paradoxically marked by different forms of non-communication, discontinuity, isolation, and fracture, what does the term “disconnection” mean?
However odd it may seem today, especially in the current order of the day,
disconnection is ever present. Human history and the history of human sciences have always been characterized and accompanied by this.
The Graduate Conference 2021 - organized by the Doctorate in Literary, Linguistic and Historical Studies,

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Ausstellungsrezensionen/

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr; Bauer, Gerhard; Protte, Katja; Wagner, Armin (Hrsg.) Krieg Macht Nation
16.07.2020 - 31.01.2021 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (MHM), Dresden
Rez. von Mathias Herrmann, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden

Die Auswirkungen der Reichseinigung und die mit ihr eng verbundene bismarcksche Blut-und-Eisen-Politik finden sich auch in aktuellen politischen Debatten immer wieder, zumeist stark polarisierend. War Bismarck nun ein „Held“ der deutschen Geschichte, wie es einige Vertreter rechtspopulistischer Parteien in Deutschland behaupten oder, um es mit den Worten des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Dezember 1870 zu sagen, doch derjenige, „der uns [unsere] Freunde, die Sympathien der Welt und – unser gutes Gewissen [raubte]“?[1] Auch wenn der für seine Errungenschaft im Krieg zum Generalfeldmarschall beförderte, spätere deutsche Kaiser Friedrich III.

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Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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Tagungsberichte/

14.01.2021 - 15.01.2021 Antonia Villinger (Modern German Literature, Bamberg) / Sinah Kloß (Social and Cultural Anthropology, Bonn) / Günter Blamberger (Modern German Literature, Cologne)
Von Pia Wieser / Marie Baur, Universität zu Köln

The field of pregnancy studies is dominated by research on topics such as reproductive rights, fetal life as well as the female or maternal relationship to the unborn. The workshop drew attention to a rarely discussed aspect of pregnancy: the pregnant bodies themselves and embodied pregnancy as an experience.

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16.09.2019 - 17.09.2019 Polnische Historische Mission, Universität Würzburg
Von Heinz-Dieter Heimann, Paderborn

Wenn auch das Diktum Francis Bacons (1561–1626) „Wissen ist Macht“ nicht ausdrücklich zitiert wurde, so bewegte doch der darin pointiert markierte Anspruch auf Erkenntnisstreben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Universität und Kommunikation“, die am 16. Und 17.September 2019 im ehrwürdigen Toscanasaal in der ehemaligen Residenz der Würzburger Fürstbischöfe mit großer Öffentlichkeit zusammenkamen.

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Zeitschriften/

 

Überschreitet Macht ihre legitimen Grenzen und schlägt in Gewalt um, artikuliert sich Widerstand. Häufig, wie jüngst in Hongkong, Belarus oder Myanmar, geschieht dies kollektiv und öffentlich: Menschen demonstrieren, setzen sich zur Wehr, blockieren Straßen und Plätze oder streiken. Diese Fälle wecken das Interesse der Nachrichten und der Forschung und sind in der Regel gut dokumentiert.

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Die „Spurensuche. Zeitschrift für Geschichte der Erwachsenenbildung und Wissenschaftspopularisierung“ setzt sich in ihrer aktuellen Schwerpunktausgabe mit dem Thema Erwachsenenbildung und Nationalsozialismus auseinander und schließt damit eine Forschungslücke.
Obwohl neben der Rolle von Universität und Wissenschaft zunehmend auch nach den Funktionen von Kunst, Kultur, Erziehungswesen beziehungsweise Pädagogik gefragt wird, ist der Forschungsoutput hier quantitativ nach wie vor vergleichsweise bescheiden geblieben.

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