Buchrezensionen/

Rez. von Daniel Hadwiger, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner

Im April 2021 wurde der Hochhauskomplex Monmousseau im Viertel Les Minguettes bei Lyon gesprengt. Damit endete nicht nur ein Lebensabschnitt für die Bewohner:innen der 197 Haushalte, sondern es verschwand damit zugleich eine Zeitschicht und ein Symbol der Nachkriegsarchitektur der 1960er-Jahre.[1] Großsiedlungen wie Les Minguettes oder auch das Märkische Viertel in Berlin hatten die Wohnbaupolitik der 1950er- und 1960er-Jahren in Europa geprägt.

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Rez. von Stephanie Lämmert, Forschungsbereich Geschichte der Gefühle, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin

Lynn Thomas’ new book Beneath the Surface, on the appeal of skin lighteners in South Africa, is a timely offering. We need this book more than ever in the face of growing populist and racist regimes in many places worldwide, but also at a time where the Black Lives Matter movement is growing globally and where white privilege, structural and institutional racism, and the colonial legacy of knowledge production is beginning to be discussed more seriously (although never sufficiently).

Beneath the Surface is a rich study of skin lighteners in South Africa that encompasses US American and East African histories, tracing the changing meanings of skin color in South Africa.

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Rez. von Torben Möbius, Abteilung Geschichtswissenschaft, Universität Bielefeld

„Nach dem Boom“ ist zu einem geflügelten Wort der deutschsprachigen zeithistorischen Forschung geworden. Weiterhin regen die Thesen, die Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael im Jahr 2008 über den fundamentalen ökonomischen „Strukturbruch“ der 1970er-Jahre formuliert haben, Forschungen an.[1] Es kann dabei kaum bestritten werden, dass die Zeitgeschichte davon profitiert hat, dass der Wandel von Arbeit und Kapitalismus zentral in ihrem Gegenstandsbereich verankert wurde.

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Rez. von Peter Stachel, Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte, Österreichische Akademie der Wissenschaften

Die Geschichte des Ästhetikunterrichts in der Habsburgermonarchie könnte als ein entlegenes Randthema der historischen Forschung betrachtet werden: Dass es dabei aber ganz zentral auch um politische Fragen geht, belegt die vorliegende Studie in exemplarischer Weise. Die „Geschmacksbildung“ der Untertanen wurde als staatliche Aufgabe betrachtet, wobei die traditionell enge Verbindung von Ästhetik und Ethik eine nicht geringe Rolle spielte.

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Termine/

Konferenz
07.12.2021 - 08.12.2021 KU Eichstätt-Ingolstadt

Die Tagung „Sub auspiciis principis - Die römische Außenpolitik in strukturhistorischer Perspektive“ wird am 7. und 8. Dezember 2021 in Eichstätt (Kapuzinergasse 2, Raum KAP209) stattfinden.

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Workshop
01.12.2021 - 02.12.2021 Sorbisches Institut/Serbski institut

Der Kultur- und Kreativsektor gewann in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung. Damit wird ihm nicht nur von Seiten der Politik, sondern auch der Forschung, zunehmend Aufmerksamkeit zuteil. Die Entwicklung zeigt, dass Kultur- und Kreativschaffende in Umbruchszeiten oft eine spezifische Rolle spielen. Als freischaffend Tätige sind sie in hohem Maße gefordert, Veränderungen mit ausgeprägter Resilienzfähigkeit zu begegnen.

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Konferenz
28.10.2021 - 29.10.2021 Dr. Vera Egbers, Dr. Özge Sezer

Rural space has played a substantial role in several social, cultural, economic, and ideological transformations through time. Such transformations are being studied through various scientific concepts. Among others, the implementation of new concepts that focus on shaping identities through the reproduction of spatial agents belonging to rural communities by direct and indirect political interventions remains crucial to gaining a broad understanding of these particular changes.

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Konferenz
10.11.2021 - 12.11.2021 KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Praktiken der Aufarbeitung von familiengeschichtlichen Verfolgungserfahrungen und nationalsozialistischen Täterschaften in den Folgegenerationen.

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Ausstellungsrezensionen/

27.08.2021 - 05.12.2021 Deutsches Historisches Museum
Rez. von Darja Jesse, DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“, Technische Universität Berlin

Vor dem Eingang zum Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München steht eine bronzene Pferdeplastik auf einem steinernen Sockel. Es handelt sich um das „Denkmal der deutschen Kavallerie 1870–1945“. Auf dem rechten vorderen Huf sind die Künstlersignatur und die Datierung angebracht: „Bernh. Bleeker 1960.“ Über den Bildhauer Bernhard Bleeker (1881–1968) ist in den Akten im Bayerischen Hauptstaatsarchiv unter anderem seine Teilnahme an den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“ nachzulesen, den Leistungsschauen der bildenden Kunst im Nationalsozialismus.

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Sint Nicolaas, Eveline; u.a. # Slavery. Ten true stories
05.06.2021 - 29.08.2021 Rijksmuseum Amsterdam
Rez. von Jan Hüsgen, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg

Am 1. Juli 2021 entschuldigte sich die Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, für die aktive Rolle der Stadt beim niederländischen Sklavenhandel des 17. und 18. Jahrhunderts.[1] Der 1. Juli ist in den Niederlanden der Tag zur Erinnerung an die Abschaffung der Sklaverei, die am 1863 in den Kolonien offiziell aufgehoben wurde.

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Tagungsberichte/

26.05.2021 - 28.05.2021 Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main; Imre Kertész Kolleg, Jena
Von Sara Berger, Fritz Bauer Institut; Jasmin Söhner, Historisches Seminar, Universität Heidelberg; Markus Wegewitz, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

„The Holocaust und the Cold War“ war der Titel einer umfangreichen virtuellen Konferenz, die vom Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main und dem Imre Kertész Kolleg in Jena ausgerichtet wurde. Die Tagung war ursprünglich in Form von zwei eigenständigen Konferenzen zu Kultur und Justiz geplant.

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15.09.2021 - 17.09.2021 Österreichischer Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, Commune di Merano / Stadt Meran
Von Jacqueline Schindler, Universität Wien

Die Konzeption der interdisziplinären Tagung entwickelten Andrea Pühringer und Holger Th. Gräf, beide langjährige Mitglieder des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichte. Der Einladung folgten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um sich im Ambiente des barocken Palais Mamming dem Grün der Stadt und Fragen hinsichtlich der Nutzung und Entwicklung von Grünflächen zwischen mittelalterlichem Hortus conclusus und modernem Urban gardening interdisziplinär zu nähern.

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Zeitschriften/