Buchrezensionen/

Bonter, Urszula; Detlef Haberland, Siegfried Lokatis, Patricia F. Blume (Hrsg.): Verlagsmetropole Breslau 1800–1945, Berlin 2015
Rez. von Werner Greiling, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Im Jahre 1503 ließ sich in Breslau der Drucker Konrad Baumgarten nieder, bevor er drei Jahre später die Stadt wieder verließ. Ein zweiter Jünger Gutenbergs folgte in Person von Adam Dyon 1518, der sich immerhin zwölf Jahre lang hier aufhielt.[1] Die spätere Provinzhauptstadt Schlesiens gehört also nicht zu den ganz frühen Orten des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, auch wenn im vorliegenden Band die buchgeschichtliche Tradition auf das Jahr 1475 datiert und Breslau als einer der frühesten Inkunabeldruckorte des östlichen Mitteleuropa reklamiert wird (S.

[weiterlesen...]
Scholl, Stefan (Hrsg.): Körperführung, Frankfurt am Main 2018
Rez. von Sebastian Weinert, Berlin

Lange Zeit wurde die Geschichte des Sports – immerhin eines der bedeutendsten populärkulturellen Phänomene des 20. Jahrhunderts – vor allem von Vertreterinnen und Vertretern der Sportwissenschaft geschrieben. Die allgemeine Geschichtswissenschaft interessierte sich – herausgehobene Ereignisse wie die Olympischen Spiele 1936 einmal ausgenommen – eher weniger für den Sport als Untersuchungsgegenstand.

[weiterlesen...]
 
Jasch, Hans-Christian; Wolf Kaiser: Der Holocaust vor deutschen Gerichten, Ditzingen 2017
Rez. von Sebastian Felz, Rheinbach

Das Verhältnis von „allgemeiner Geschichtswissenschaft“ und Rechtsgeschichte/Rechtswissenschaft ist häufig als verbesserungsbedürftig beschrieben worden.[1] Der Jurist Hans-Christian Jasch und der Historiker Wolf Kaiser (beide Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz) haben diesen Befund widerlegt und eine mustergültige Synthese aus historischer Darstellung der Ahndung von NS-Verbrechen und juristischer Analyse der völkerrechtlichen und strafrechtlichen Probleme bei deren Verfolgung vorgelegt.

[weiterlesen...]
Kleinberg, Ethan: Haunting History, Stanford 2017
Rez. von Ruben Hackler, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Universität Zürich

2015 erschien in der Neuen Zürcher Zeitung ein Artikel des Literaturwissenschaftlers Hans Ulrich Gumbrecht unter dem Titel „Was ist aus der Dekonstruktion geworden?“[1] Was wie eine offene Frage klingt, entpuppt sich bald als Abgesang auf die Philosophie Jacques Derridas. Die Dekonstruktion, so das Lead von Gumbrechts Text, sei akademisch und politisch „aus der Mode gekommen“.

[weiterlesen...]

Termine/

Konferenz
07.02.2019 - 08.02.2019 Graduiertenkolleg KRITIS, Technische Universität Darmstadt

Cities are the major sites and physical nodes in the infrastructurally mediated flows of water, energy, waste, communication, people, goods and services. Networked infrastructures have become increasingly critical for urban life. Their smooth operation is a prerequisite for social well-being, economic prosperity and political stability in our cities.

However, their smooth functioning is not a given.

[weiterlesen...]
Konferenz
06.12.2018 - 08.12.2018 Prof. Ute Holl, Seminar für Medienwissenschaft, Universität Basel

Counter-Memories (M. Foucault) are subjugated memories that are not allowed to enter history. They have the potential to destabilize official narratives and normative orders of remembering. Inside the main stream of memories those memories stay invisible, marginalized by power effects and epistemic oppression.

[weiterlesen...]
 
Call for Papers
23.05.2019 - 25.05.2019 Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) Regensburg

7th Annual Conference of the
Leibniz Institute for East and Southeast European Studies (IOS), Regensburg

Firms and Social Change in Eastern and Southeastern Europe. Historical, Political and Economic Perspectives
May 23-25, 2019
IOS, Regensburg (Germany)

CALL FOR PAPERS
Eastern and Southeastern Europe was and is often a difficult terrain for firms.

[weiterlesen...]
Konferenz
25.11.2018 - 26.11.2018 Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz; Thomas-Morus-Akademie; Bergischer Geschichtsverein

THEMA
Eine mehrhundertjährige Geschichte des Herzogtums Berg hat zahlreiche und vielfältige Denkmale und kulturlandschaftlichen Zeugnisse hinterlassen. Sichtbares und Verborgenes erinnert an eine wechselvolle Geschichte: Bauwerke, regionale Bautypen, Kulturlandschaft und Wirtschaftsgeschichte sind von den Herrschaften des Herzogtums Berg geprägt.
Wie weit hat das Herzogtum Berg die Region tiefgreifend geprägt? Wie kann heute angemessen mit dem „Erbe von Berg“ umgegangen werden? Welche neuen Forschungsergebnisse liegen zum kulturellen Erbe des Herzogtums Berg vor? Welche Bedeutung hat „Berg“ heute in Nordrhein-Westfalen?

Zu einer Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Fragen laden wir alle Interessierten herzlich nach Bensberg ein.

FLYER
Den Flyer zur Tagung mit allen Informationen finden Sie auch unter www.rheinischer-verein.de (Rubrik: Veranstaltungen)

INFORMATIONEN RUND UM DIE ANMELDUNG

Tagungsort
—————-
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg.

[weiterlesen...]

Ausstellungsrezensionen/

Breuss, Susanne (Hrsg.) Mit Haut und Haar
19.04.2018 - 06.01.2019 Wien Museum
Rez. von Steffi Grundmann, Historisches Seminar, Alte Geschichte, Bergische Universität Wuppertal

Unter dem Titel ‚Mit Haut und Haar‘ zeigt das Wien Museum eine körperhistorische Sonderausstellung, die sich unterschiedlichen Körperpflegepraktiken aus (stadt-)historischer Perspektive widmet. Einerseits gehört sie damit in eine Reihe von Ausstellungen, bei denen bisher insbesondere die Haare und seltener die Haut im Zentrum gestanden haben.[1] Andererseits hebt sich die aktuelle von den früheren Ausstellungen und auch von der körperhistorischen Forschung ab[2], indem sie Haut und Haar gemeinsam betrachtet und einen lokalhistorischen statt kultur- und epochenübergreifenden Ansatz wählt.

[weiterlesen...]
 
Kampmeyer, Margret; Kugelmann, Cilly (Hrsg.) Welcome to Jerusalem
11.12.2017 - 30.04.2019 Jüdisches Museum Berlin
Rez. von Achim Rohde, Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Als im Jüdischen Museum Berlin die Planungen für die Themenausstellung „Welcome to Jerusalem“ begannen, die im Dezember 2017 als Ersatz für die in Überarbeitung befindliche Dauerausstellung eröffnet wurde und bis April 2019 laufen wird, war noch nicht absehbar, dass mit Donald Trump ein wahrhaftiger US-Präsident zum wirkungsvollsten Werbeträger für die Ausstellung avancieren würde.

[weiterlesen...]

Tagungsberichte/

02.09.2018 - 07.09.2018 Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten; Zentrum für Antisemitismusforschung; Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin; KZ Gedenkstätte Dachau
Von Nicolas Drexel / Seraphina Wanda Rekowski / Isabelle Schmidt, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Im Rahmen der Sommer-Universität wurden unterschiedliche Aspekte der nationalsozialistischen Agrarpolitik, der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft sowie des KZ-Systems analysiert und diskutiert. Mit mehr als einhundert Teilnehmenden war es die bislang größte Sommer-Universität der Gedenkstätte Ravensbrück.

Überraschend war das breite Spektrum der Teilnehmenden, die aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, aber auch aus unterschiedlichen nichtakademischen Fachbereichen kamen.

[weiterlesen...]
11.04.2018 - 13.04.2018 Nitin Varma, Re: work, Humboldt University, Berlin; Nitin Sinha; Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin
Von Nitin Sinha; Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin; Jamal Ali Bashir, Faculty of Philosophie 1, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg

This conference was part of the European Research Council funded project, “History of Domestic Servants in Colonial South Asia”.[1]

The conference brought together about 45 scholars, graduate students and interested general public on the questions and issues related to domestic servants. The conference, packed with formal presentations, panel discussions and informal dialogues, aimed at addressing the lacunae in the historiography on domestic work and domestic servants in early modern and modern South Asia.

[weiterlesen...]
 
08.06.2018 - 10.06.2018 Universität Heidelberg; Universität Catania
Von Mario Rempe, Archäologisches Institut, Universität Göttingen; Sandra Kyewski, Departement Altertumswissenschaften, Universität Basel

Im Rahmen des durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Hochschuldialogs mit Südeuropa veranstalteten die Universitäten Heidelberg und Catania (Italien) vom 08. bis 10. Juni sowie 10. bis 12. Oktober 2018 zwei thematisch aufeinander abgestimmte Workshops zum Thema archäologische Landschaften und Verwaltung des Kulturerbes, die sich mit unterschiedlichen Akzenten dieses Themas befassten.

[weiterlesen...]
10.11.2018 - 11.11.2018 Käte Hamburger Kolleg _Dynamics in the History of Religions between Asia and Europe_, Centre for Religious Studies, Ruhr-Universität Bochum
Von Sebastian Rimestad, Professur Orthodoxes Christentum, Universität Erfurt

Scandinavia does not automatically come to mind when it comes to religious contact in early modernity. Nevertheless, as the last European region to still encounter living tribal religion, coupled with a long border separating Western and Eastern Christianity, the region can offer important insights that might not be found elsewhere in such a clear form, which is why KNUT MARTIN STÜNKEL (Bochum), ANNA KONSTANZE SCHRÖDER (Schwerin), and ULF PLESSENTIN (Bochum) organised a workshop in Bochum to delve into religious contact in early modern Scandinavia.

[weiterlesen...]

Zeitschriften/

Das jüngste Heft der Hémecht, Zeitschrift für Luxemburger Geschichte, ist im Wesentlichen der ganz rezenten Geschichte und damit tagesaktuellen Themen gewidmet:

Kurz vor den Wahlen im Oktober 2018 hatte die Luxemburger Regierung ihren Kulturentwicklungsplan präsentiert. In dem Kontext ist Fabio Spirinellis Untersuchung der Kulturpolitik seit den 1960er Jahren umso relevanter.

[weiterlesen...]

Fotografien, insbesondere medial verbreitete, beeinflussen die Art und Weise, wie wir Menschen, Ereignisse und Themen wahrnehmen und uns infolgedessen auch gegenüber ihnen verhalten. Dies gilt, wie die Berliner Historikerin Violetta Rudolf betont, ganz besonders für die „Entstehung gesellschaftlicher Imaginationen von Migration und Migrant/innen“.

[weiterlesen...]
 

The editors of PaRDeS, the journal of the German Association for Jewish Studies (vjs), are pleased to announce the publication of the latest issue, dedicated to “Cultures of Wissenschaft des Judentums at 200.”

It is available online (open access) and in print. You can download the entire issue for free here: https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/41494/file/pardes24.pdf.

[weiterlesen...]