Buchrezensionen/

Senior, Emily: The Caribbean and the Medical Imagination, 1764-1834, Cambridge 2018
Rez. von Philip Hahn, Seminar für Neuere Geschichte, Eberhard Karls Universität Tübingen

Emily Senior arbeitet seit einigen Jahren an der Schnittstelle zwischen Literaturwissenschaft, Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Ihre vorliegende Monographie ist daher interdisziplinär anregend. Das Buch bündelt fünf Fallstudien, die den wechselseitigen Einfluss von medizinischem Diskurs und literarischen Texten aus der und über die Karibik in den Jahrzehnten um 1800 untersuchen.

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Schmähl, Winfried: Alterssicherungspolitik in Deutschland, Tübingen 2018
Rez. von Heike Wieters, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Georg-August-Universität Göttingen

Es ist gleichzeitig eine dankbare und eine undankbare Aufgabe, Winfried Schmähls grundlegendes Werk Alterssicherungspolitik in Deutschland zu rezensieren. Auf seinen 1.151 Seiten bietet das Buch einen extrem fundierten, geradezu furchteinflößend strukturierten Überblick zu Institutionen, kollektiven und individuellen Akteuren, Konflikten und Entwicklungstendenzen im Feld der deutschen Alterssicherung in der zweiten Hälfte des 20.

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Rogers, Douglas: The Depths of Russia, Ithaca 2015
Rez. von Susanne Schattenberg, Forschungsstelle Osteuropa, Universität Bremen

So sehr die Cold War Studies en vogue sind, so wenig werden noch immer die ökonomischen Verhältnisse als integraler Bestandteil dieser Geschichte verstanden. Die Erweiterung der reinen Politik- und Konfrontationsgeschichte zu einer histoire totale, nach der der Kalte Krieg sämtliche Aspekte des gesellschaftlichen Lebens durchdrang, liegt noch nicht allzu weit zurück.[1] Aber die Wirtschaftsgeschichte wurde hier noch nicht mitgedacht und ist erst so richtig mit Oscar Sanchez-Sibonys provokativer These in den Vordergrund gerückt, dass die Sowjetunion sich keineswegs während des Kalten Krieges wirtschaftlich gegen den Westen abzuschotten suchte und selbst unter Stalin bereits stets die kapitalistischen Länder umwarb und immer Teil des globalen Marktes war.[2]

In diese Kerbe schlagen auch die Autor/innen der vorliegenden drei Werke: Der „Eiserne Vorhang“ war extrem durchlässig, was den Export von Öl und Gas betrifft, so Jeronim Perović (S.

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Klimo, Alexander: Im Dienste des Arbeitseinsatzes, Göttingen 2018
Rez. von Helge Jonas Pösche, International Max Planck Research School 'Moral Economies of Modern Societies', Berlin

Im Jahr 2013 berief die damalige Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen eine internationale HistorikerInnenkommission zur Erforschung der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums im Nationalsozialismus ein. Nun erschien in der projekteigenen Reihe im Wallstein-Verlag mit Alexander Klimos Dissertation zur Rentenversicherungspolitik im „Dritten Reich“ das erste der Teilprojekte als Monographie.

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Termine/

Summerschools, Kurse u.ä.
30.06.2019 - 07.07.2019 Danube Rectors Conference (DRC)

16th DRC Summer School on Regional Co-operation:

"Falling walls - moving borders - common house Europe?"

Experience an unforgettable week in Zagreb, the capital of Croatia and make lasting cooperation as well as friendships with an international academic institution.

After the end of the Summer School your contribution will be officially published as an article in the scientific journal “Der Donauraum”.

Workshop topics:

Collective security or a new cold war?

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Summerschools, Kurse u.ä.
08.09.2019 - 17.09.2019 Deutsches Historisches Institut in Rom

Das Deutsche Historische Institut in Rom führt vom 8. (Anreisetag) bis zum 17. September 2019 (Abreisetag) für fortgeschrittene Studenten/-innen (vorzugsweise mit Bachelor-Abschluss) und Doktoranden/-innen der Fächer Geschichte und Musikgeschichte einen Studienkurs durch. Dabei geht es um die Verbindung der Geschichte Roms vom Frühen Mittelalter bis in die Zeitgeschichte mit Grundfragen beider Disziplinen.
Die Zahl der Teilnehmer/-innen ist begrenzt.

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Call for Papers
28.11.2019 - 30.11.2019 Vera Podskalsky / Deborah Wolf, Graduiertenkolleg 1767 „Faktuales und fiktionales Erzählen“

Immer wieder ist in den letzten Jahren die Rede vom „postfaktischen Zeitalter“. Gemeint ist, dass eine intersubjektive Einigung über „wahr“ und „falsch“ nicht mehr ohne Weiteres möglich ist. Die Konferenz fragt, welche Rolle Fiktionen in diesem Streit um Wahrheitsansprüche spielen.

Die Debatten um Fake News und Verschwörungstheorien zeigen, dass Geltungs- und Wahrheitsansprüche einer kulturellen (Neu-)Aushandlung bedürfen.

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Symposium
26.04.2019 - 27.04.2019 Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“; Deutsches Literaturinstitut Leipzig; HGB Leipzig, Centre of Competence for Theatre der Universität Leipzig, Stadt Leipzig; Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

In einer gemeinsamen Tagung am 26. / 27.04.2019 widmen sich die Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“, das Deutsche Literaturinstitut Leipzig, die HGB Leipzig, das Centre of Competence for Theatre der Universität Leipzig, die Stadt Leipzig und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen dem Phänomen zeitgenössischer Offenheitsästhetiken aus unterschiedlichsten Perspektiven.

„Hauptsache offen!“ ist eines der maßgeblichen Schlagwörter der Gegenwartskunst.

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Ausstellungsrezensionen/

Klemp, Klaus; Weber, Grit; Sellmann, Annika; Wagner K, Matthias Moderne am Main 1919–1933
19.01.2019 - 14.04.2019 Museum Angewandte Kunst
Rez. von Andreas Hansert, Frankfurt am Main

Das Bauhaus, dessen hundertjähriges Jubiläum derzeit vielfältig begangen wird[1], brachte mit der „klassischen Moderne“ im Bereich von Architektur, Gestaltung, Design etc. eine Zeittendenz besonders prägnant zur Entfaltung, die in Mitteleuropa, vor allem in Deutschland und den Niederlanden, weit über Weimar und Dessau hinaus wirksam war.

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Selheim, Claudia; Kammel, Frank Matthias; Brehm, Thomas (Hrsg.) Wanderland. Eine Reise durch die Geschichte des Wanderns
29.11.2018 - 28.04.2019 Germanisches Nationalmuseum
Rez. von Bernd Buchner, Nürnberg

Das Wandern ist nicht nur des Müllers, sondern halb Deutschlands Lust. Laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse schnürten 2018 fast 40 Millionen Bundesbürger/innen ab 14 Jahren zumindest gelegentlich die Wanderstiefel und durchstreiften auf Schusters Rappen die Landschaft.[1] Das scheinbar zweckfreie Gehen in der Natur ist nicht nur längst zu einem Volkssport geworden, sondern hat auch das Interesse der Forschung geweckt.

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Tagungsberichte/

21.02.2019 - 22.02.2019 Christopher Banditt / Nikolai Okunew / Henrike Voigtländer; Doktorandinnen und Doktoranden des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Von Pia Schmüser, Historisches Seminar, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Das 30. Jubiläum des Mauerfalls sorgt für einen Boom in der Erinnerungskultur: Unzählige Vorträge, Festveranstaltungen und Fernsehsendungen widmen sich ,1989‘. Darüber hinaus ist die sozialistische Erfahrung und Erinnerung virulent in Forschung und öffentlichen Debatten, beispielsweise als mögliche Erklärung für den Erfolg populistischer Bewegungen oder als Vergleichsfolie für Migrationserfahrungen.

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01.03.2019 Collegium Carolinum – Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei
Von Matthias Melcher, M.A. Osteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Die Gäste des 23. Bohemisten-Treffens, das vom Collegium Carolinum traditionell Anfang März ausgerichtet wird, begrüßte MARTIN SCHULZE WESSEL (München) in diesem Jahr an einem ungewohnten Ort. Denn aufgrund der andauernden Bauarbeiten im Sudetendeutschen Haus fand die Kurztagung im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität statt.

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17.09.2018 - 19.09.2018 Deutsches Historisches Institut Paris; Universität Konstanz; Université de Rouen; Centre Marc Bloch, Berlin; Deutsch-Französische Hochschule, Saarbrücken
Von Tobias Bernet, Freie Universität Berlin; Friederike Odenwald, Goethe-Universtität Frankfurt am Main

Taking the 50-year anniversary of 1968 as its vantage point, the summer school examined the so-called “real of utopia”[1] by adopting a diachronic perspective on experimental and utopian sociopolitical movements of the 19th and 20th century. After a welcome note by THOMAS MAISSEN (Paris), the conference started with introductory remarks by SVEN REICHARDT and ANNE KWASCHIK (both Konstanz).

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28.11.2018 - 29.11.2018 Ernst Baltrusch / Judith Göppinger, Exzellenzcluster Topoi, Freie Universität Berlin
Von Marthe Becker, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

Wie Judith Göppinger und Ernst Baltrusch zeigten, hat Flavius Josephus als Forschungsgegenstand nichts von seiner Aktualität verloren. Ziel dieser Konferenz war es, ausgehend von Michael Tuvals From Jerusalem Priest to Roman Jew eine neue Lesart der josephischen Schriften zu diskutieren. In seiner 2013 erschienen Dissertation interpretierte Tuval Josephus als einen Autoren, der mit dem Selbstverständnis eines Jerusalemer Priesters begann, dessen Identität sich aber durch seine Diasporaerfahrung in Rom graduell zu der eines römischen Juden formte.

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Zeitschriften/

As the Cold War ended in the early 1990s, scholars of contemporary international affairs started taking a new look at the basic conflicts that had dominated the latter part of the twentieth century. A plentiful new historical literature on the Cold War era has come into being, greatly helped by the increase in access to archives and other source materials in most countries of the world, from the former Communist states in Europe, to China, to South Africa and elsewhere.

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The Journal of Religious History is an international, fully refereed journal which publishes articles and reviews current work in the history of religions and their relationship with all aspects of human experience. With high quality international contributors, the journal explores religion and its related subjects, along with debates on comparative method and theory in religious history.

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A trilingual journal with European roots, Paedagogica Historica discusses global education issues from an historical perspective.

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Das Genre der Arbeiterfotografie erlebte in der jungen Bundesrepublik eine zweite Blüte. Warum das so war, brachte der Industriefotograf Peter Keetman rückblickend anschaulich auf den Punkt. Als er 1953 nach Wolfsburg reiste, um für drei Tage ganz ohne Auftrag, aber mit Erlaubnis der Werksleitung im Volkswagenwerk zu fotografieren, erlebte er, wie er viele Jahre später sagen sollte, die „aufregendsten Tage in meinem langen Berufsleben“ – und dies nicht ohne Grund: „Es gab keine Einschränkungen, keine Tabus.

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