Buchrezensionen/

Rez. von cynthia.gharios@uni-leipzig.de; Cynthia Gharios, Global and Area Studies, Leipzig Universität

The myriad of literature on the global agricultural systems acclaim the recent development of the Brazilian agricultural sector. While Brazil is today a leading producer and exporter of soybean, sugar, coffee, oranges, poultry, beef, and recently ethanol, this prominent position in the global food market is a recent endeavour.

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Rez. von Hillard von Thiessen, Universität Rostock

Das Verhältnis von Patronage zu Korruption hat in der jüngeren Frühneuzeitforschung besondere Aufmerksamkeit gefunden. Die frühneuzeitliche Schweiz rückte dabei als Untersuchungsregion vor allem aus zwei Gründen in den Fokus: Zum einen war zumindest ihr katholischer Teil ein der Außenverflechtung über Solddienstverträge und Pensionen offener Raum; Patronagebeziehungen zwischen auswärtigen Fürsten und Solddienstunternehmern sorgten für einen erheblichen Ressourcenfluss, stabilisierten die Stellung der Eliten in den eidgenössischen Orten und ermöglichten eine Staatsbildung ohne Steuern und stehendes Heer, wie Christian Windler bereits 2005 betont hat.[1] Zum anderen ist die Quellenlage sehr gut und ihre Auswertung wird vom Schweizerischen Nationalfonds mit langem Atem gefördert.

Der Band markiert eine wichtige Etappe dieser Förderung: Er dokumentiert eine Tagung, die im Oktober 2016 in Aarau aus Anlass des Abschlusses der 40-jährigen Editionsarbeit der Acta Helvetica stattfand, eines umfangreichen Bestandes, der aus dem Archiv der Zuger Familie Zurlauben stammt.

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Rez. von Daniel Speich Chassé, Historisches Seminar, Universität Luzern

Im Oktober 1950 sprach der Hamburger Oberbürgermeister Max Brauer im Rahmen des „Ibero-Amerika-Tages“ zu einer illustren Schar von städtischen Kaufleuten. Dabei hielt er fest, Westdeutschland sei „heute nichts anderes als ein größeres Belgien ohne den Kongo“ (S. 78). Viele seiner Zuhörer und Zuhörerinnen verfügten über persönliche, langjährige Erfahrung im Außenhandelsgeschäft.

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Rez. von Jost Dülffer, Historisches Institut, Universität zu Köln

Gabriele Clemens, mittlerweile emeritiert auf einer Jean-Monnet-Professur für Europäische Integration und westeuropäische Geschichte in Hamburg, legt mit zwei Mitarbeiter/innen ein Buch zu einem bearbeiteten Forschungsprojekt vor. Dabei geht es nicht um die im Rahmen der (EWG etc., dann ab 1967) EG entstandene supranationale Zusammenarbeit.

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Termine/

Call for Articles
22.06.2020 - 24.06.2020 European Network of Universal and Global History (ENIUGH) and the Flying University of Transnational Humanities (FUTH), with the support of the Global History Lab (Åbo Akademi University, Turku) and the Graduate School of Global and Area Studies, Leipzig University

Global historians have outlined over the last two decades topics and approaches that set the foundations for a transforming field. Transcending national frameworks, challenging Eurocentric narratives and tracing border-crossing connections and interactions between societies, communities and individuals, as well as decentred comparisons are some of its common denominators that have gained substance through particular case studies.

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Call for Papers
30.11.2020 Patrick Crowley and Carlos Garrido Castellano (Centre for Advanced Studies in Languages and Cultures, University College Cork)

This special issue will examine the ways in which anticolonial thought and praxis have continued to inform aesthetics and creative processes. It seeks to think of decolonization as an ongoing collective project allowing us to challenge and critique more recent configurations of coloniality.

This special issue will ask how anticolonial aesthetics have been put to work and continue to be rethought and applied in ways that shape non-canonical forms of visual and literary creativity.

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Call for Papers
22.09.2020 - 25.09.2020 Kathrin Knodel, Goethe University

Development in Africa as well as the discourse of it have been challenging anthropology and many other applied and theoretical disciplines for the last decades. Debates mainly focus on success and failure of development projects and on suggestions how to improve the different approaches that have been in vogue over the years.

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Call for Papers
29.05.2020 Kate Ballantyne, Iker Itoiz Ciáurriz, Marina Moya Moreno and Calum Aikman (Centre for the Study of Modern and Contemporary History and the School of History, Classics and Archaeology at the University of Edinburgh)

Inspired by Janus, we propose to examine watershed moments in history from 1848 to the present. We will explore how economic, social, political and cultural crises sparked changes in the temporality between the past and the future. We will also question whether, as Antonio Gramsci famously put it, moments of crisis and change indicate that “the old is dying and the new cannot be born”.

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Ausstellungsrezensionen/

Schmitt, Bettina; Verena Smit (Hrsg.) Dommuseum Frankfurt: Schätze aus dem Schutt
16.08.2019 - 01.03.2020 Dommuseum Frankfurt am Main
Rez. von Joachim Werz, Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ SFB 923, Eberhard Karls Universität Tübingen

St. Leonhard hat 800 Jahre nach der Gründung eine bewegte Geschichte hinter sich: Die älteste Kirche der Frankfurter Innenstadt wurde auf Wunsch der Frankfurter Bewohner nach einer Bürgerkirche kurz nach 1219 erbaut. Im Laufe der kommenden Jahrhunderte unterlag das Erscheinungsbild der Kirche aufgrund von Erweiterungen und Sanierungen bestimmten Raumtransformationen.

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Köllermann, Antje-Fee; Antje-Fee Köllermann und Christine Unsinn (Hrsg.) Zeitenwende 1400
27.09.2019 - 23.02.2020 Landesmuseum Hannover. Das WeltenMuseum
Rez. von Klaus Gantert, Bibliothekswissenschaft mit dem Schwerpunkt Informationssysteme, Hochschule Hannover

Hildesheim, 01.10.2019 - 02.02.2020
Dommuseum Hildesheim

Katalog: Höhl, Claudia; Gerhard Lutz (Hrsg.): Zeitenwende 1400.
Hildesheim als europäische Metropole um 1400. Regensburg: Schnell & Steiner 2019. ISBN 978-3-7954-3462-5

Zeitenwende 1400 – nicht zu Unrecht rückt die große historische Doppelausstellung des Dommuseums Hildesheim und des Landesmuseums Hannover den Aspekt des Epochenumbruchs der Zeit um 1400 ins Zentrum der Betrachtung, auch wenn das, was gezeigt wird, im Einzelnen vielfach eher die Ambivalenz dieser Zeit und die Vorbereitung auf den Wandel illustriert als den sich vollziehenden Wandel selbst.

Klar gegliedert bzw.

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Tagungsberichte/

07.11.2019 Akademie für Raumforschung und Landesplanung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL)
Von Florian Muarrawi, Akademie für Raumforschung und Landesplanung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL)

Die Raumforschung hat viele Jahrzehnte zu ihrer eigenen Vergangenheit im Dritten Reich geschwiegen. Noch in den 1960er-Jahren war es verbreitet, die Blütezeit der Raumforschung auf die 1930er-Jahre zu datieren, bei gleichzeitiger Abstreitung von Mitverantwortung an den NS-Verbrechen. Viel eher wurde davon gesprochen, dass „weder Raumordnung noch Raumforschung mit dem Nationalsozialismus auch nur das geringste zu tun“ hätten und dass es ein „Unglück für die deutsche Raumforschung [sei], daß ihre offizielle Entstehung in die nationalsozialistische Ära Deutschlands“ falle.[1]

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen, beispielsweise „Vom Dritten Reich zur Bundesrepublik“ von Heinrich Mäding und Wendelin Strubelt, „Der Generalplan-Ost“ von Mechthild Rössler oder „Raumplanung nach 1945 – Kontinuitäten und Neuanfänge in der Bundesrepublik Deutschland“ von Wendelin Strubelt und Detlef Briesen, die mit dieser unkritischen Haltung brechen und aufzeigen, welche zentrale Rolle die Raumforschung im Dritten Reich besaß: Raumforschung galt für das NS-Regime als eine Schlüsselwissenschaft, mit deren Hilfe sich Vertreibungen, Umsiedlungen und Deportationen wissenschaftlich legitimieren und mithilfe der Raumordnung umsetzen ließen.

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17.10.2019 - 19.10.2019 Bukowina-Institut, Universität Augsburg
Von Alexander Weidle, Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Universität Augsburg; Gaëlle Fisher, Institut für Zeitgeschichte, München

Die Bilder der Bukowina sind oft innerliche, geprägt von den zahlreichen bedeutenden Literatinnen und Literaten, die die Region hervorgebracht hat. Während das literarische Schaffen Gegenstand vielfältiger Forschungen über die Region ist, fanden die zahlreichen visuellen Narrative bislang weniger Beachtung.

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22.09.2019 - 30.09.2019 Deutsches Studienzentrum in Venedig
Von Henrike Kohpeiß, Freie Universität Berlin; Yasmin Frommont, Akademie der bildenden Künste Stuttgart; Tilman Schreiber, Friedrich-Schiller Universität Jena

Der diesjährige Studienkurs des Deutschen Studienzentrums näherte sich der Lagunenstadt über das Thema der Flucht und behandelte damit eine hochaktuelle Debatte. Die Vorträge der 15 Teilnehmenden aus den Fachdisziplinen Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie, Literatur und Kulturwissenschaft wurden ergänzt durch Exkursionen zu themenrelevanten Orten im Stadtgebiet.

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21.11.2019 - 23.11.2019 Johannes Dafinger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt; Moritz Florin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg für die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V., Berlin
Von Alexandra Pulvermacher, Institut für Geschichte, Abteilung Zeitgeschichte, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

A new global surge of right-wing extremism and violence is shaping the world around us. This new wave has also reanimated interest in the history of right-wing terrorism. The international conference in Erlangen facilitated an exchange of scholarly perspectives on the history of right-wing extremism and violence in Europe, East and West.

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Zeitschriften/

Since the late nineteenth century and the emergence of the Zionist idea, the Land of Israel – after 1948, the State of Israel – was presented as a shelter where Jews should build a state of their own and put aside their past life and experience in the Diaspora (Zerubavel 1997). Socialist Zionism and an originally European (Ashkenazi) identity became the models along which Jewish migrants should conform.

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Das neue Heft der Historischen Zeitschrift ist erschienen, wir wünschen anregende Lektüre!

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SEHEPUNKTE
Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften
ISSN 1618-6168
http://www.sehepunkte.de/

sehepunkte 20 (2020), Nr. 2

Liebe Leserinnen und Leser,

die sehepunkte, deren Start vor bald 20 Jahren durch eine Anschubfinanzierung der DFG ermöglicht wurde, können seit langer Zeit auf die umfassende Unterstützung durch die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Bayerische Staatsbibliothek und den Arbeitsbereich Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zählen.

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Die historische Fachzeitschrift »Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken« (QFIAB) erscheint seit 1898 und wird vom Deutschen Historischen Institut in Rom herausgegeben. Das Jahrbuch widmet sich der italienischen Geschichte und Musikgeschichte sowie der Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen in transregionalen bzw.

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