Publication Reviews/

von Loyen, Ulrich: Neapels Unterwelt, Berlin 2018
Rev. by Carolin Kosuch, Georg-August-Universität Göttingen

Ulrich van Loyens Ethnografie der „Unterwelt“ Neapels komplementiert eine ganze Reihe von historischen und soziologischen Studien, die sich mit (süd)italienischer Kultur in ihren sozialen, ethnologischen und religiösen Dimensionen befassen. Seine Arbeit legt den Fokus auf neapolitanische Totenkulte, ihre Ursprünge, besonders aber ihre rezenten Ausprägungen und ergänzt damit im Sinne der longue durée Publikationen jüngeren Datums zur Geschichte des Todes in Italien, etwa jene Diego Carnevales, Hannah Malones oder Moritz Buchners.[1] Ihrem zentralen Sujet – der religiösen Kultur und dem religiösen Wandel in einer (post)modernen Großstadt – folgend rührt die Studie ferner auch an Säkularisierungsfragen.[2] Über die Themenstellung rückt das Buch schließlich in den Fragehorizont des Süddiskurses, wobei es eher nachgeordnet eine Historisierung von Zuschreibungen und die kritische Auseinandersetzung mit Alteritätsphänomenen intendiert.[3] Das zentrale Moment der Arbeit ist vielmehr die Liminalität im Sinne Turners – der Schwellenzustand von Personen jenseits der etablierten Ordnung (bei van Loyen unter anderem „Priester“, „gefährliche Frauen“, „Transsexuelle“, „Krüppel“, S.

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Ñaco del Hoyo, Toni; Fernando López, Sánchez (Hrsg.): War, Warlords, and Interstate Relations in the Ancient Mediterranean, Leiden, Boston 2018
Rev. by Roel Konijnendijk, Institute for History, Leiden University

The study of war in the Classical world has never been more alive, and it is difficult to keep up with the pace of publication sustained over the last decade. Even so, among the slew of recent edited volumes on ancient warfare, the present work stands out for its intended tightness of focus. It is the product of an international scholarly debate, held in 2013 in Barcelona, on the merits and demerits of a single methodological concept.

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Neswald, Elizabeth; Smith, F. David; Thoms, Ulrike (Hrsg.): Setting Nutritional Standards, Woodbridge 2017
Rev. by Nina Mackert, North American History, Erfurt University

In recent years, food historians have increasingly stressed the social and political impact of nutrition, food reform, diet discourse and dieting practices.[1] At the same time, scholars have traced the historical roots of quantifications and asked how standardizations have shaped modern bodies and societies.[2] Setting Nutritional Standards combines these two perspectives.

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Auler, Jost: Karl Lorenz Auler Pascha, Dormagen 2018
Rev. by Uwe Pfullmann, Gornsdorf

Karl Lorenz Auler verkörpert in seinem militärischen Werdegang Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreiches. Im Jahr der Reichsgründung trat er nach Ablegung des Abiturs als Freiwilliger in eine Pioniereinheit ein und schied nach dem Ende des Ersten Weltkriges als General einer Landwehrdivision aus dem aktiven Dienst aus.

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Events/

Call for Papers
10.06.2019 - 17.06.2019 Prisma Ukraïna – Research Network Eastern Europe (Forum Transregionale Studien), “Tkuma” Ukrainian Institute for Holocaust Studies, Center for Governance and Culture in Europe/University St. Gallen, German Historical Institute Warsaw, European University Viadrina Frankfurt/Oder, and the Centre for Applied Anthropology (Kyiv)

Our Transregional Academy will address issues related to the understanding and remembering of traumatic experiences of physical and symbolic violence that occurred during the 20th and 21st centuries. This violence was prolonged by the erasure of memory, through silence, oblivion, fear, indifference, and manipulation of the public consciousness.

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Conference
22.05.2019 - 24.05.2019 Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt; Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte; Universität Wien, Universitätsarchiv

Exposé:

Die Projektkommission „Europäische Wissenschaftsbeziehungen“ der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt führt vom 22. bis 24. Mai 2019 in Wien mit der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte und dem Archiv der Universität Wien ihre 20. wissenschaftliche Tagung durch zum Thema

Tauschen und Schenken.

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Call for Papers
17.07.2019 - 20.07.2019 Portuguese Centre for Humanities (CHAM), Faculty of Sciences and Humanities, Universidade NOVA de Lisboa

Portuguese Centre for Humanities (CHAM) is proud to announce the organisation of its IV International Conference on Innovation, Invention and Memory in Africa. Following very successful previous editions we are now focusing on Africa, its heritage, challenges and achievements.

The conference aims to foster the presentation and discussion of multiple disciplinary approaches and contributions to the understanding of cultural, literary, historical, social, educational, artistic, ecological, and political landscapes in Africa.

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Call for Papers
11.09.2019 - 14.09.2019 Associazione Italiana di Storia Urbana (AISU, talian Association of Urban History)

AISU organizes the Urban History Conference every two years, in alternate years to the Conference of the European Association for Urban History, in collaboration with universities, centers and scientific institutions in the various Italian venues that become candidates to host it. The previous editions were held, since 2002, in Lecce, Rome, Turin, Milan, Rome, Catania, Padua, Naples.

The conferences aim to encourage an interdisciplinary and comprehensive comparison between Italian and international scholars engaged in studies that share the city and its history as the predominant subject of reflection and knowledge.

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Exhibition Reviews/

Kunstmuseum Bern; Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH (Hrsg.) Bestandsaufnahme Gurlitt
14.09.2018 - 07.01.2019 Gropius Bau
Rev. by Ulrike Schmiegelt-Rietig, Zentrale Stelle für Provenienzforschung in Hessen

Im November 2013 versetzte die Nachricht über den sogenannten „Schwabinger Kunstfund“ die Öffentlichkeit weltweit in Aufregung. Die ersten Berichte über die Kunstwerke im Besitz Cornelius Gurlitts überboten sich gegenseitig mit Mutmaßungen zur Anzahl der Kunstwerke, zu ihrer Herkunft und vor allem zu ihrem Wert.

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Köster, Gabriele; Andrea Knopik, Uta Siebrecht (Hrsg.) Wissen und Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen
07.05.2018 - 15.10.2018 Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben Thomas-Müntzer-Straße 48, 06642 Kaiserpfalz/OT Memleben
Rev. by Christian Popp, Germania Sacra, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Die mitteldeutsche Klosterlandschaft hat in weiten Teilen noch keine angemessene wissenschaftliche Aufarbeitung erfahren, insbesondere für die spätmittelalterlichen Jahrhunderte gibt es noch erheblichen Forschungsbedarf. Ein Fundament für weitere Untersuchungen ist der 2012 erschienene zehnte Band der „Germania Benedictina“, der die Mönchskloster im mittel- und nordostdeutschen Raum behandelt.[1] Auf das baldige Erscheinen des „Sächsischen Klosterbuchs“[2] ist zu hoffen; für die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen wird man auf ein solches Kompendium noch warten müssen.

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Conference Reports/

16.07.2018 - 19.07.2018 Birgit Emich, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Goethe-Universität Frankfurt am Main
By Lukas Wissel / Charlotte Hamway, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Mit dem diesjährigen „Frankfurter Sommerkurs zur Verwaltungsgeschichte“ ist das von Birgit Emich an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg etablierte Konzept endgültig an ihrer neuen Wirkungsstätte, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, angekommen. Mit etwa 25 Teilnehmer/innen aus allen Stufen der akademischen Laufbahn zeigte das Konzept des Sommerkurses einmal mehr eine hohe Anziehungskraft und bot insbesondere den Studierenden erste Anknüpfungspunkte an den wissenschaftlichen Diskurs.

„Korruption und Patronage“ bieten ein lohnendes Untersuchungsobjekt und Erklärungsmodell historischer Forschung, so formulierte es BIRGIT EMICH (Frankfurt am Main) in ihrer Einführung.

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19.10.2018 - 21.10.2018 Agnieszka Gąsior, GWZO-Abteilung „Kultur und Imagination“, Anja Rasche, Netzwerk Kunst und Kultur der Hansestädte
By Sarah Jacob, Historisches Seminar, Universität Leipzig

Die Hansegeschichtsschreibung prägte und prägt das Bild, das sowohl der Öffentlichkeit als auch dem Fachpublikum von der Hanse vermittelt wird. Die Beschäftigung mit dem Phänomen „Hanse“ erfolgte jedoch im Laufe der Zeit vor unterschiedlichen historisch-geographischen Hintergründen. Daher ist die Auseinandersetzung mit den Einflüssen nationaler und historiographischer Konzepte auf die Hanseforschung und das vermittelte Hansebild notwendig: Inwiefern unterschieden sich nationale Geschichtsbilder und welchen Stellenwert nahm die Erforschung der Hanse zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten ein.

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27.09.2018 - 29.09.2018 Jutta Eming, Teilprojekt B02 "Das Wunderbare als Konfiguration des Wissens in der Literatur des Mittelalters"/ Volkhard Wels, Teilprojekt A06 "Alchemia poetica. Chemisches Wissen und Dichtung um 1600", Sonderforschungsbereich 980 "Episteme in Bewegung", Freie Universität Berlin
By Simon Brandl /Jutta Eming / Juschka Lioba Mattes / Falk Quenstedt / Tilo Renz / Volkhard Wels, Sonderforschungsbereich 980 "Episteme in Bewegung", Freie Universität Berlin

Gewidmet war die Tagung den Phänomenen des Rätselhaften und Geheimnisvollen, wie sie in Kunst und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit weit verbreitet sind. Gerade in den letzten Jahren hat sich ein reges wissenschaftliches Interesse an diesen Phänomenen manifestiert. Auf der Tagung sollten die wissensgeschichtlichen und ästhetischen Dimensionen der Phänomene in den Blick rücken.

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20.08.2018 - 21.08.2018 Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg; Leo Baeck Institute Jerusalem
By Marco Kißling, Universität Braunschweig / Universität Potsdam; Doris Maja Krüger, Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) / Freie Universität Berlin

Anlässlich des 30. Todestages des 1899 in Berlin geborenen und 1988 in Jerusalem verstorbenen Erziehungswissenschaftlers und jüdischen Intellektuellen Ernst Akiba Simon wurde eine erste internationale Konferenz veranstaltet, auf der die bisher eher (räumlich) getrennt voneinander und zudem über Jahrzehnte hinweg unternommenen Forschungen zum Leben und Werk Simons miteinander ins Gespräch gebracht werden sollten.

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Journals/

The latest issue of Central European History went live online on January 3 and should be shipping to individual and institutional subscribers shortly.

Volume 51 / Issue 04, December 2018, pp. i-iii, 527-733.

There is a special Discussion Forum on "The Vanishing Nineteenth Century," organized by Karen Hagemann and Simone Lässig, with contributions by David Blackbourn, James Brophy, Pieter Judson, Roger Chickering, Suzanne Marchand, Sebastian Conrad, Birgit Aschmann, Jürgen Osterhammel, Andrew Zimmerman, and others.

There is also a memorial for Eberhard Jäckel by Peter Hayes.

The issue can be accessed at https://www.cambridge.org/core/journals/central-european-history/latest-issue.

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Die neue Ausgabe des "Jahrbuchs für Antisemitismusforschung" vereinigt Beiträge zur Geistesgeschichte und politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts mit solchen zur ungebrochenen Persistenz eines über Jahrzehnte in die Kommunikationslatenz verschobenen Antisemitismus in Deutschland und Österreich.

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National Identities explores the correlation/mapping between identity, people, state and nation, and examines the complexities of how national identities are created, represented and adopted in any period from antiquity to the current day, and from any geographical location. The focus of the journal is on identity, on how cultural factors (language, architecture, music, gender, religion, the media, sport, encounters with ‘the other’ etc.) and political factors (state forms, wars, boundaries) contribute to the formation and expression of national identities and on how these factors have been shaped and changed over time.

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Comparative Studies in Society and History (CSSH) is an international forum for new research and interpretation concerning problems of recurrent patterning and change in human societies through time and in the contemporary world. CSSH sets up a working alliance among specialists in all branches of the social sciences and humanities as a way of bringing together multidisciplinary research, cultural studies, and theory, especially in anthropology, history, political science, and sociology.

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