Publication Reviews/

Rev. by Jost Dülffer, Historisches Institut, Universität zu Köln

„Frieden und Freundschaft“ waren die zentralen Parolen des Weltjugendfestivals, das 1945 in London gegründet wurde und seit 1947 internationale Events abhielt – im Kern bis heute. Das letzte der 17 Festivals gab es tatsächlich 2017 in Sotchi. Frieden hatte hier eine spezielle Bedeutung, war der Begriff doch eine wichtige Parole der sowjetischen Kulturpolitik.

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Rev. by Arnd Kluge, Institut für Geschichte, Universität Regensburg

Der ehemalige genossenschaftliche Ausbilder Hermann-Josef ten Haaf legt hier die chronologische Fortsetzung seiner viel beachteten Dissertation über Kreditgenossenschaften in der nationalsozialistischen Zeit vor.[1] Das Buch behandelt die wirtschaftliche Entwicklung der Volks- und Raiffeisenbanken, ihre Entnazifizierung sowie weltanschauliche Neuausrichtung in den westdeutschen Besatzungszonen und den ersten Jahren der Bundesrepublik und in einem Exkurs die Genossenschaftsbanken in der Sowjetischen Besatzungszone.

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Rev. by Daniel Benedikt Stienen, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München

Die Geschichte der preußisch-deutschen Polenpolitik im 19. und frühen 20. Jahrhundert ist für die politischen „High-End“-Akteure – Regierung und politische Parteien – bestens erforscht.[1] Leerstellen der Forschung bilden hingegen (mit wenigen Ausnahmen) intermediäre Akteure wie die Verwaltung auf Provinzial-, Regierungsbezirks- und Landratsebene, die Gerichte oder die Politische Polizei.

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Rev. by Martin Baumert, Montanhistorisches Dokumentationszentrum, Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Rohstoffdiskurse sind ein Thema, das bisher vor allem Politik- und Wirtschaftswissenschaften, Montan- und Geschichtswissenschaften beschäftigte. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive sind literarische Auseinandersetzung mit Rohstoffen und den ihnen eingeschriebenen Narrativen von Fortschritt bzw.

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Events/

Call for Papers
05.09.2023 - 06.09.2023 Universität Innsbruck

Die Tagung zielt darauf ab, die an außerschulischen Lernorten etablierten Zugänge zum historischen Lernen in den Blick zu nehmen.

Einreichungen sind bis 20. März 2023 bei Andrea Brait (andrea.brait@uibk.ac.at) möglich.

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Conference
23.03.2023 - 24.03.2023 Joanna Olchawa (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Julia Samp (RWTH Aachen University)

Die Tagung findet im Rahmen des DFG-Netzwerkes "Lautsphären des Mittelalters" statt und wird hybrid ausgerichtet. Bitte registrieren Sie sich bis zum 22. März 2023 für die Teilnahme (in Präsenz oder via zoom) unter: hoeren@histinst.rwth-aachen.de. Die Zugangsinformationen für die Teilnahme via zoom werden rechtzeitig mitgeteilt.

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Conference
23.03.2023 - 24.03.2023 Eberhard Karls Universität Tübingen, SFB 923 „Bedrohte Ordnungen" Sigrid Hirbodian, Tjark Wegner, Sophie Prasse, Agnes Schormann, Projekt G02: „Geistliche Frauengemeinschaften im 18. Jahrhundert: Ordnungsvorstellungen und Bedrohungskommunikation in Aufklärung und Säkularisation“

Im Fokus der Tagung steht der Umgang geistlicher Frauen- und Männerkommunitäten mit den Herausforderungen, die die Säkularisation und Aufklärung für diese mit sich brachten. Dabei zielt die Veranstaltung auf einen übergreifenden Vergleich Oberschwabens mit seinen Nachbarregionen. Dadurch soll der Blick auf strukturelle Elemente in der Bedrohungswahrnehmung, -Kommunikation und -Abwehr geschärft werden.

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Call for Papers
26.10.2023 - 28.10.2023 Michael Clinton

The PEACE HISTORY SOCIETY invites proposals for its biennial international conference hosted in a hybrid format from October 26 through October 28, 2023. Paper proposals about peace history not directly related to the conference theme will also be considered. Applicants should send proposals for individual papers or a panel (limit of 250 words per paper) and a one-page CV for each participant to phs2023@peacehistorysociety.org by March 1, 2023.

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Exhibition Reviews/

25.06.2022 - 27.11.2022 Rheinisches Landesmuseum
Rev. by Alexander Berg, Historisches Seminar, Leibniz Universität Hannover; Markus Leiber, Institut für Geschichtswissenschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Ausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ fand vom 25. Juni bis zum 27. November 2022 gleichzeitig im Rheinischen Landesmuseums Trier, im Museum am Dom und im Stadtmuseums Simeonstift statt. Sie steht in der Tradition der großen Ausstellungen zu Kaiser Konstantin aus dem Jahr 2007 und zu Kaiser Nero aus dem Jahr 2016[1]: Während sich das Museum am Dom unter dem Titel „Im Zeichen des Kreuzes.

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03.12.2022 - 02.04.2023 Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Rev. by Bernd Holtwick, DASA Arbeitswelt Ausstellung, Dortmund

Um was geht es? Die von Henriette Pleiger kuratierte Ausstellung der Bundeskunsthalle macht die Antwort schwer. Der Titel spricht von „Handwerk und Berufen“. Der Einleitungstext nennt dann auch noch „Professionen“. Für alle Begriffe bleibt die präzise Definition ebenso unklar wie das, was sie verbindet.

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Conference Reports/

23.11.2022 - 25.11.2022 Research Network Gender, Power Relations, and the State (Geschlecht Macht Staat)
By Anja Krause, Seminar für Neuere Geschichte, Philipps-Universität Marburg; Katharina Simon, Seminar für Neuere Geschichte, Phillips Universität Marburg
 
17.11.2022 - 19.11.2022 Reinhild Kreis, Universität Siegen; Philipp Kröger, Universität Siegen
By Flemming Falz, Kulturwissenschaftliches Institut, Essen

Journals/

Bereits vor 50 Jahren erkannte der Club of Rome "Grenzen des Wachstums", die bestimmt sind durch die Endlichkeit der natürlichen, fossilen Rohstoffvorräte. Dennoch wird erst seit wenigen Jahren – vor dem Hintergrund der fortschreitenden Erderhitzung – an einem grundlegenden Umbau der Energieversorgung gearbeitet, der sich als äußert schwierig erweist.

Während in der Politik weitgehender Konsens besteht, dass die Energiewende notwendig und zügig voranzutreiben ist, gibt es ebenso Warnungen vor neuen Abhängigkeiten, etwa von seltenen Erden, um die dafür notwendige Technologie herzustellen.

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Die Inflationsraten in Deutschland und der Eurozone sind nach wie vor immens. In der Hoffnung, die Preissteigerungen einzudämmen, erhöhte die Europäische Zentralbank zum Jahresende 2022 den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,5 Prozent. Für 2023 kündigte sie weitere Zinsanhebungen an.

Wie kann die Bundesregierung auf die steigenden Preise reagieren? Die Inflation ist eine komplexe politische und soziale Herausforderung, einfache Antworten nach Lehrbuch gibt es nicht.

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Vor 90 Jahren endete die erste deutsche Demokratie: Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Die Erwartung, er und die NSDAP würden sich als Teil einer nationalkonservativen Koalitionsregierung "einrahmen" und kontrollieren lassen, erwies sich als fatale Illusion: Binnen weniger Monate wurden die Koalitionspartner entmachtet, alle Grundpfeiler einer demokratischen Verfassungsordnung geschleift und die Errichtung einer völkischen Führerdiktatur eingeleitet.

Politische Gegner wurden von Beginn an gewaltsam bekämpft und wie Angehörige von Gruppen, die nicht der "Volksgemeinschaft" zugerechnet wurden, gnadenlos ausgeschlossen, verfolgt und ermordet.

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