Publication Reviews/

Rev. by Joachim von Puttkamer, Historisches Institut, Imre Kertész Kolleg / Friedrich-Schiller-Universität Jena

Molly Pucci stellt eine naheliegende Frage. Wie kann es sein, dass der Aufbau von Staatssicherheitsdiensten in Polen, der Tschechoslowakei und der SBZ einem einheitlichen Muster folgte, wo doch die Ausgangslage bei Ende des Zweiten Weltkriegs höchst unterschiedlich war? Die Antwort ist einfach. Die Geschichte vom sowjetischen Ableger, der in den jeweiligen Ländern neu gegründet wurde, ist eine bequeme Legende.

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Rev. by Alexander Heit, Historisches Institut, Universität Duisburg-Essen

Mit über 600.000 bewaffneten Kräften stand der SED-Führung im Herbst 1989 ein gewaltiges Machtpotenzial zur Verfügung. Warum es in letzter Konsequenz nicht eingesetzt wurde und die Revolution weitgehend friedlich blieb, wurde bereits in zahlreichen Beiträgen diskutiert.[1] Der zu besprechende Band schließt sich dieser Debatte an und möchte sie um eine "Gesamtdarstellung zum Militär- und Sicherheitsapparat in Krise und Umbruch" (S.

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Rev. by Michael Homberg, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Forty years ago, the Indian-born British American writer Salman Rushdie published his now canonical novel Midnight's Children. In the novel, the protagonist’s biography, born precisely on the stroke of midnight, is closely linked to the new-born republic and its collective quest for identity. Alluded to this book’s title with its horological metaphor, Arun Mohan Sukumar, PhD candidate at the Fletcher School of Law & Diplomacy, Tufts University, has recently chronicled another, perhaps less magical, however equally political story of India’s way to modernity.

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Rev. by Steffen Dörre, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Als Beitrag zur Erforschung des „Psychobooms“ konzipiert, ist Jens Elberfelds Arbeit über die westdeutsche Familientherapie ein thesenstarkes Buch geworden. Im Mittelpunkt steht ein psychotherapeutischer Ansatz, dessen heutige Ausprägung, die Systemische Therapie, im November 2018 bedeutend aufgewertet wurde.

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Events/

Conference
15.07.2021 - 17.07.2021 Dr. Claude D. Conter (Bibliothèque nationale du Luxembourg) und PD. Dr. Urte Stobbe, Professurvertretung NDL1 (Universität Stuttgart)

Die Bibliothèque nationale du Luxembourg und die Universität Stuttgart widmen in Kooperation mit der Forum Vormärz Forschung ihre Tagung (15.-17. Juli 2021) dem Adel im 19. Jahrhundert, speziell dem Adel im Vormärz. Um dieses bislang in der germanistischen Forschung nur wenig erschlossene Untersuchungsgebiet zu beleuchten, sind Vorträge versammelt, die sich einem/-r einzelnen adligen Autor/-in oder mehreren vergleichend widmen.

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Conference
13.09.2021 - 14.09.2021 Prof. Dr. Thomas Fuchs (Universitätsbibliothek Leipzig); Dr. Kathrin Paasch (Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt); Prof. Dr. Christopher Spehr (Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Evangelische Kirchenbibliotheken, die aus der Reformation im 16. Jahrhundert entstanden sind und zum festen Bestand einer Kirchengemeinde zählten und zählen, machen heute einen Großteil der historischen Bibliotheken in Deutschland aus. Dabei gehören sie von allen historischen Bibliothekstypen wohl zu den am schlechtesten erforschten.

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Workshop
02.07.2021 - 02.07.2021 Leah Mascia, Malena Ratzke, Ondřej Škrabal, Lauren Osthof, The Centre for the Study of Manuscript Cultures (CSMC), Cluster of Excellence „Understanding Written Artefacts" (University Hamburg)

Online workshop on global graffitiing practices from Antiquity to the present day.

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Call for Papers
11.11.2021 - 13.11.2021 Dr. Tobias C. Weißmann (Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und PD Dr. Christian V. Witt (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte)

Das neu gegründete, interdisziplinäre DFG-Netzwerk "Religion im Plural" nimmt mit seiner Auftakttagung im November 2021 in Mainz die Verhandlung der religiösen und weltanschaulichen Pluralisierung in bildender Kunst, Musik und Architektur im langen 19. Jahrhundert in den Blick. Interessierte Forscher:innen sind herzlich eingeladen, Beitragsvorschläge einzureichen.

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Exhibition Reviews/

23.07.2017 Charité – Universitätsmedizin Berlin
Rev. by Astrid Ley, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Drei Jahre nach der Eröffnung der Ausstellung im September 2017 hat die Kuratorin Judith Hahn im vergangenen Jahr einen Katalog in einer deutschen und einer englischen Fassung vorgelegt.[1] Die von der Berliner Agentur Wolfgang Chodan gestaltete und produzierte Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss der 1904 eingeweihten Psychiatrischen und Nervenklinik der Charité in Berlin-Mitte und somit an einem historischen und gegenwärtigen Ort medizinischen Handelns.

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Conference Reports/

26.02.2021 - 27.02.2021 Nils Steffensen, Europa-Universität Flensburg; Andreas Hübner, Leuphana Universität Lüneburg/Universität Leipzig
By Ann-Kathrin Hoffmann, Europa-Universität Flensburg

Die Aktualität des (Anti-)Intellektuellen, der (Anti-)Intellektualität und damit der Thesen des Historikers Richard Hofstadters, der den Anti-Intellektualismus als Charakteristikum des „American Life“ ausmachte, ist als Ausgangspunkt (psychologisierender) Gegenwarts- und Krisenanalysen ungebrochen.

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11.03.2021 - 12.03.2021 Michael Homberg, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Christopher Neumaier, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
By Tim Blankenburg / Ronny Grundig, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Paarbeziehungen sind in der Öffentlichkeit ein allgegenwärtiges Thema, ob in Film und Fernsehen, in der Presse, in der Literatur oder in der Musik. In der kultur-, sozial- und gesellschaftshistorischen Forschung ist dieser gesellschaftliche Baustein allerdings bisher wenig betrachtet wurden. Dies wurde zum Anlass genommen, sich bei einer Tagung mit den Beziehungsdynamiken und dem Intimleben verheirateter und unverheirateter Paare sowie Singles in Ost- und Westdeutschland von den 1950er- bis 1990er-Jahren auseinanderzusetzen.

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Journals/

Wer bekommt ein Intensivbett, wenn es nicht genügend Plätze gibt? Wer wird zuerst geimpft? Sollen Patente aufgehoben werden, um Entwicklungsländer bei der Eindämmung der Krankheit zu unterstützen?

Die Corona-Pandemie spitzt nicht nur virologische Fragen zu, sondern auch moralische. Ethik spielt eine entscheidende Rolle in deren Diskussion.

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Bereits Heft 1/2 dieses Jahres war dem Thema „Unterrichtsplanung“ gewidmet. Dessen Relevanz bedarf kaum einer Begründung: Unterrichtsplanung ist tägliche Aufgabe amtierender Lehrkräfte, in der zweiten Phase steht sie im Mittelpunkt der Ausbildung. Unterrichts- planung bildet mithin einen zentralen Bestandteil der Professionalität und der Professionalisierung von Lehrkräften.

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Die jahrzehntelange Vorrangstellung der Nationalgeschichte wird zunehmend herausgefordert, zum einen von der Regionalgeschichte, zum anderen von der Globalgeschichte. Trotz dieser gemeinsamen Gegenposition zur Nationalgeschichte gleicht das Verhältnis der Regional- und Globalgeschichte eher einem Neben- als Miteinander.

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