Publication Reviews/

Rev. by Philipp Nielsen, Sarah Lawrence College, New York

Daniela Gasteiger hat eine profunde Biographie zu Kuno von Westarp, einer der zentralen Personen des deutschen Konservatismus vor 1945, vorgelegt, die nicht nur gut lesbar ist und vor Details strotzt, sondern die das Bild rechter Politik während der Weimarer Republik bereichert und in wichtigen Punkten nuanciert.

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Rev. by Stefan Laffin, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Universität Bielefeld

Herrschaft braucht Herrschende und Beherrschte. Erst recht trifft diese Charakterisierung, und die inhärente Dialektik von Unterdrückung und Legitimation, auf Fremdherrschaftsregime wie Besatzungen zu, besonders wenn deren militärische „Kernaufgaben“ um eine politische Konnotation erweitert sind.

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Rev. by Tom Tölle, Arbeitsbereich Europäische Geschichte, Universität Hamburg

The history of archives has transcended its disciplinary confines to suggest how a wide array of political and cultural practices became conversant with or even reliant upon record-keeping. Randolph Head’s new book is one long-awaited example of this welcome development. It integrates many of the author’s previous insights into early modern European political record-keeping and positions his view on chancellery archival records more widely.

One of the book’s central arguments – previously outlined in a 2013 journal article[1] – posits that over the course of the fourteenth to the earliest eighteenth century, emphasis moved from archives as “hidden treasuries of material proofs” towards storing information “primarily according to its place in the transaction of political business” (p.

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Rev. by Anne Kluger, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit, mit dem sich die Gender Studies in Polen mitunter konfrontiert sehen, stellt sich Iwona Dadej mit ihrer Studie Beruf und Berufung transnational. Deutsche und polnische Akademikerinnen in der Zwischenkriegszeit auf zweifache Weise entgegen. Zum einen ist Dadejs Monographie, die eine überarbeitete Version ihrer Dissertationsschrift von 2015 darstellt, als Beitrag zu der von ihr mit Blick auf den deutschen und polnischen Forschungsstand konstatierten Bearbeitungslücke im Bereich der ostmitteleuropäischen Geschlechtergeschichte gedacht.[1] So kann die Studie zwar in eine Reihe bereits vorliegender Arbeiten zu Frauenbildungsthemen in historischer Perspektive, etwa von Gunilla Budde, Ilse Costas, Christine von Oertzen oder Marion Röwekamp, eingeordnet werden, greift aber gleichzeitig – nicht zuletzt durch die transnationale Ausrichtung – ein Forschungsdesiderat auf.

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Events/

Call for Papers
27.11.2020 - 28.11.2020 Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien

Über Jahrzehnte galt das Radio als die modernste und aktuellste Nachrichtenquelle. Bis sich das Fernsehen (1960er-Jahre) durchzusetzen begann, verfügte der Hörfunk als Live-Nachrichten-Medium über ein Alleinstellungsmerkmal. Daher war es über viele Jahre von politisch strategischer Bedeutung, sich des Sprachrohrs Rundfunk zu bedienen.

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Call for Papers
17.02.2021 - 19.02.2021 Schwabenakademie Irsee

[English below]

Im Februar 2021 werden in Oberstdorf im Allgäu die 53. Nordischen Skiweltmeisterschaften ausgetragen. Diese Großsportveranstaltung wird zum Anlass genommen, eine internationale Konferenz über Orte der Erinnerung im Skisport und sein kulturelle Gedächtnis durchzuführen. Unter diesem Gesichtspunkt soll der Skisport in seiner ganzen Vielfalt und Breite berücksichtigt werden.
In Anlehnung an den französischen Kulturwissenschaftler Pierre Nora und den von ihm geprägtem Terminus „lieux de memoire“ werden bei dieser Tagung die Begriffe des „Ortes“ oder des „Gedächtnis“ vielseitig interpretiert.

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Call for Papers
05.07.2021 - 08.07.2021 Gerrit J. Schenk / Stephan F. Ebert

In 2021 the special thematic focus at the International Medieval Congress (IMC) in Leeds is ‘Climates’. The Darmstadt medievalists Gerrit J. Schenk and Stephan F. Ebert would like to organise two sessions at the congress.

The current debate on climate change has led to new perspectives and approaches to agriculture and food habits on a global scale.

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Call for Papers
09.06.2021 - 11.06.2021 The Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences (NIAS)

The Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences (NIAS) welcomes proposals from scholars and cultural practitioners for the NIAS Conference from 9-11 June 2021
The overarching theme of this interdisciplinary 3-day conference is studies of belonging. The definition of ‘studies of belonging’ will deliberately remain open as this concept can apply to a vast range of social, historical, material, cultural, psychological, juridical, social geographical, and economic phenomena.

The conference will be built around six topical threads:
- Place-attachment and Mobility
- Community-life and Isolation
- Practices of Belonging
- Borders and Boundaries
- Seeking Refuge
- Identity, Inequality and Politics

NIAS invites the multiplicity of scholarly and artistic papers around a single theme with the aim to set the agenda for future interdisciplinary, international collaborations that bring together a broad variety of perspectives on the issue of belonging.

Submit

NIAS invites scholars, writers and artists who deal with issues of belonging in their work, to contribute with a paper or arts presentation.

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Exhibition Reviews/

Blume, Dorlis; Boll, Monika; Gross, Raphael (Hrsg.) Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert
11.05.2020 - 18.10.2020 Deutsches Historisches Museum
Rev. by Anna Corsten, Leipzig

Seit dem 11. Mai ist die Sonderausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin für Besucher/innen geöffnet.[1] Dabei drängen sich drei Fragen auf: Warum hat sich das Museum anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes von 1945 für eine Ausstellung über die politische Theoretikerin entschieden? Wieso genießt Hannah Arendt 45 Jahre nach ihrem Tod weiterhin, ja sogar in wachsendem Maße ein enormes öffentliches und wissenschaftliches Interesse? Welche zusätzlichen Erkenntnisse können speziell anhand einer Ausstellung gewonnen und vermittelt werden? Der Holocaust-Forscher Raul Hilberg erklärte Arendts Popularität in einem Brief an den Philosophen Emil L.

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Dörfler, Sebastian; Roller, Sarah (Hrsg.) Hut ab! Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten
20.12.2019 - 02.08.2020 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rev. by Gudrun Kruip, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

Man kann eine Schlafmütze sein, vor jemandem den Hut ziehen oder unter die Haube kommen – auf Mützen, Hauben, Helme und vor allem Hüte beziehen sich vermutlich mehr Redensarten als auf jedes andere Kleidungsstück. Kopfbedeckungen in ihren verschiedenen Ausführungen waren in Deutschland noch vor etwa 50 Jahren omnipräsent, bevor die kulturelle Revolution der 1960er-Jahre sie weitgehend aus dem Alltag verbannte.

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Conference Reports/

27.02.2020 - 28.02.2020 Maximiliane Berger / Jessika Nowak, Basel; Klaus Oschema, Bochum
By Willem Derek Fiene, Professur für Geschichte des Mittelalters, Universität Halle

Mittelalterliche Gesandtschaften und ihre Berichte standen im Mittelpunkt des von der „Fondation pour la protection du patrimoine culturel, historique et artisanal (Lausanne)“ finanzierten Workshops. Mit dieser Themensetzung griffen die VeranstalterInnen die Diskussion zweier vorausgehender Tagungen zur Hofforschung auf, die 2018 in Trier und 2019 schon einmal in Bochum stattgefunden hatten[1].

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27.02.2020 - 27.02.2020 Carlo Gentile / Udo Gümpel / Elena Pirazzoli / Francesco Corniani, Universität zu Köln
By Aiko Hillen, Martin-Buber-Institut und Historisches Institut, Universität zu Köln

Der internationale Workshop fand unter der Schirmherrschaft des Projekts „Die Massaker im besetzten Italien (1943–45) in der Erinnerung der Täter“ statt. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziert das von Carlo Gentile und Udo Gümpel geleitete Projekt. Das Projekt solle nicht nur inhaltlich von der jahrelangen Expertise profitieren, die Gentile als Historiker, Sachverständiger und Gutachter vor Gericht sammeln konnte, es sollen auch Quellen mit neuen Arbeits- und Darstellungsweisen für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden.

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11.12.2019 - 12.12.2019 Matthias Rekow / Julia Schmidt-Funke, Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha der Universität Erfurt
By Christian Vogel, Zentrale Kustodie, Georg-August-Universität Göttingen

Als sich dem Anatomen und Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) die Wahl stellte, ob er in seiner Geburtsstadt Gotha oder doch lieber in seinem Studienort Göttingen seiner „künfftigen Bestimmung“ nachgehen wollte, wog er sorgsam ab, um sich dann gegen den Staatsdienst am Hof und für die Universitätsstadt zu entscheiden.

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23.01.2020 - 24.01.2020 Harald Engler / Monika Motylinska / Kai Drewes, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschng (IRS), Historische Forschungsstelle, Erkner; Hans-Georg Lippert, Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Baugeschichte; Hans-Rudolf Meier, Bauhaus-Universität Weimar, Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege; Harald Kegler, Universität Kassel, Zentrum für Planungsgeschichte
By Jannik Noeske, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

Die Beschäftigung mit dem städtebaulichen und architektonischen Erbe der DDR ist eine wichtige wissenschaftliche Sendung des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin. Die Werkstattgespräche bieten eine Plattform, NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierte ForscherInnen mit ZeitzeugInnen in Kontakt zu bringen und den Austausch zwischen Forschung und persönlicher Erfahrung zu befruchten.

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Journals/

Dear Colleague,

A new issue of German Politics and Society has now published!

Please visit the Berghahn website for more information about the journal:
www.berghahnjournals.com/gps

Volume 37, Issue 4
30th Anniversary Second Special Issue

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The double blind peer-reviewed JOURNAL OF ANCIENT CIVILIZATIONS (JAC) is published annually in two fascicles by the Institute for the History of Ancient Civilizations (IHAC, Northeast Normal University, Changchun, Jilin Province, People’s Republic of China). Further details on the review process can be found at our homepage: http://ihac.nenu.edu.cn/JAC.htm

The aim of JAC is to provide a forum for the discussion of various aspects of the cultural and historical processes in the Ancient Near Eastern and Mediterranean world, encompassing studies of individual civilizations as well as common elements, contacts and interactions among them (e.g.

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Dear Colleague,

A new Open Access issue of Sibirica: Interdisciplinary Journal of Siberian Studies has published!

Please visit the Berghahn website for more information about the journal:
www.berghahnjournals.com/sibirica

Sibirica is a part of the Berghahn Open Anthro Collection!: https://www.berghahnjournals.com/page/berghahn-open-anthro

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The Spring 2020 issue of the Bulletin of the German Historical Institute (Washington) has just been published. All articles are available for open-access download at:

https://www.ghi-dc.org/publications/publication/publication/bulletin-66-spring-2020

If you would like to sign up for a free digital or print subscription to the Bulletin or the GHI Washington's Email Newsletter, please go to: https://www.ghi-dc.org/subscription

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