Publication Reviews/

Ancient history
Laes, Christian (Hrsg.): Disability in Antiquity, Abington 2016
Rev. by Lutz Alexander Graumann, Justus-Liebig-Universität Gießen / Universitätsklinikum Gießen

Der vorzustellende, sehr umfangreiche Sammelband aus der jungen Reihe „Rewriting Antiquity“ möchte mit 32 Artikeln „führender Forscher“ einen bedeutenden Beitrag zur „Disability History” leisten (S. xvi). In einer engagierten Einführung (S. 1–21) präsentiert der auf diesem Gebiet sehr aktive belgische Althistoriker und Herausgeber Christian Laes[1] theoretische und praktische Ansätze zum Untersuchungsgegenstand, vergangene wie aktuelle Forschungstrends und erklärt den diachronen (vom alten Ägypten bis in die christliche Spätantike, früher Islam sowie beispielhafte modernere Rezeptionen) und geographischen Horizont des Bandes (griechisch-römische Zivilisation bis nach Kleinasien, Hethiter, Sumerer, Persien, Indien, China).

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Ancient history
Zarecki, Jonathan: Cicero's Ideal Statesman in Theory and Practice, London 2014
Rev. by Karl Michael Braun, Seminar für Alte Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

In gewohnt selbstbewusster Manier bezeichnete Ronald Syme Ciceros De re publica (DRP) in einer Fußnote einst lapidar als „a book about which too much has been written“.[1] Von diesem harschen Diktum des Oxforder Doyen ließ sich Jonathan Zarecki keinesfalls abhalten. Der Titel der von ihm vorgelegten Dissertation lässt bereits erahnen, dass es dem Autor zwar auch, aber keineswegs nur um eine Betrachtung von DRP geht.

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Historische Bildungsforschung Online
Herz, Birgit: Zur historischen Proximetrie einer Wissenschaftsdisziplin, Bad Heilbrunn 2017
Rev. by Klemens Ketelhut, Heidelberg School of Education, Universität Heidelberg

Birgit Herz, Professorin für Pädagogik bei Verhaltensstörung an der Leibniz-Universität Hannover und langjährige Vorsitzende der Sektion Sonderpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, stellt einen Text vor, der aus einer Studie anlässlich des 50jährigen Bestehens ebendieser Sektion entstanden ist.

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Ancient history
O'Connell, Peter A.: The Rhetoric of Seeing in Attic Forensic Oratory, Austin 2017
Rev. by Katharina Kostopoulos, Historisches Institut, Universität zu Köln

In seiner Untersuchung „The Rhetoric of Seeing in Attic Forensic Oratory“ bezieht sich Peter O’Connell auf die „performance-studies“ verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen der letzten Jahrzehnte sowie auf die Anwendung dieser Studien auf die Kommunikation im antiken Athen, die insbesondere von Simon Goldhill betrieben wurde.[1] Vor allem Goldhills Konzept des „civic gaze“, also des „Sehen und Gesehen werden“, als zentrale Aspekte des athenischen Bürgerdaseins werden von O’Connell auf die Prozessreden der sogenannten attischen Redner angewendet.[2]

Auf der Basis der erhaltenen forensischen Reden aus dem klassischen Athen widmet sich O’Connell den verschiedenen Strategien und Möglichkeiten der Prozessparteien bzw.

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Events/

Symposium
02.02.2018 - 03.02.2018 Technische Universität Dortmund (Institut für Kunst und Materielle Kultur sowie Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur); Conrad-von-Soest-Gesellschaft, Dortmund; Stadtarchiv Dortmund; Stiftung Denkmalswerte Kirchen Dortmund

Das Kleinod Schloss Bodelschwingh bildet in Dortmund und im Ruhrgebiet einen herausragenden Erinnerungsort, der das oftmals auf die Zeit der Industrialisierung eingeschränkte Bild der Region um eine zentrale Dimension bereichert: Das Ruhrgebiet war auch eine Region blühender Adelskultur mit eindrucksvollen Schloss- und Kirchenbauten, einzigartigen Sammlungsensembles sowie hochwertigen Objekten materieller Adelskultur.

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Workshop
07.02.2018 - 09.02.2018 Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München - Berlin

The Holocaust, though initiated by the Third Reich, was by nature a transnational phenomenon: the majority of its victims came from outside Nazi Germany, and its bloodiest sites of genocide lay beyond Germany’s borders. During World War II, Europe’s contested multiethnic borderlands in particular saw unprecedented upsurges in violence against Jews, Roma, and other persecuted minorities.

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Conference
22.02.2018 - 23.02.2018 Dommuseum Hildesheim

Abschlusstagung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Verbundprojekts „Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130–1250“, an dem neben dem Dommuseum Hildesheim die Universitäten Bonn, Kiel, Osnabrück und Potsdam beteiligt sind.

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Conference
01.02.2018 - 02.02.2018 Deutsches Historisches Institut Paris, Université Paris-Sorbonne, Université de Lorraine

Die von Klöstern abhängigen Gemeinschaften besaßen eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Selbständigkeit. Deshalb vermochten sie Archive aufzubauen oder zu bewahren, deren Geschichte einhergeht mit derjenigen ihrer Beziehungen zum Mutterhaus oder zu dem Kloster, dem man angeschlossen wurde. In diesem Zusammenhang konnte es zu einem »Übergang der Archive« kommen, dem Thema der Tagung.

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Exhibition Reviews/

Pepchinski, Mary; Budde, Christina; Voigt, Wolfgang; Cachola Schmal, Peter (Hrsg.) Frau Architekt
30.09.2017 - 08.03.2018 Deutsches Architekturmuseum
Rev. by Marcel Bois, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Ihre beruflich erfolgreichste Zeit hatte Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) in Frankfurt am Main. Im Jahr 1926 holte Stadtbaudirektor Ernst May die junge Wiener Architektin in die Mainmetropole, wo sie am „Neuen Frankfurt“ mitarbeitete. Dieses umfangreiche Stadtplanungsprojekt, das die Wohnungsnot in der wachsenden Stadt lindern sollte, setzte Maßstäbe.

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LVR-LandesMuseum Bonn; Uelsberg, Gabriele; Altringer, Lothar; Mölich, Georg; Nußmann, Norbert; Wolter-von dem Knesebeck, Harald (Hrsg.) Die Zisterzienser
29.06.2017 - 28.01.2018 LVR-LandesMuseum Bonn
Rev. by Joachim Werz, Sonderforschungsbereich 923 Bedrohte Ordnungen, Eberhard Karls Universität Tübingen

37 Jahre nach der Aachener Ausstellung „Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit“[1] stehen die Zisterzienser erneut im Mittelpunkt des Interesses. Diesmal sollte im LVR-Landesmuseum in Bonn jener Orden vorgestellt werden, der – so der problematische Untertitel der Ausstellung, der an späterer Stelle noch zu thematisieren sein wird – ein Europa der Klöster etabliert oder geschaffen habe.

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Conference Reports/

19.10.2017 - 21.10.2017 Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Kooperation mit der Werner Reimers Stiftung, Villa Vigoni – Deutsch-italienisches Zentrum für europäische Exzellenz
By Magnus Ressel, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main; Ellinor Schweighöfer, Forschungskolleg Humanwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Wie schaffte es der Frankfurter Heinrich Mylius, kaum zwanzigjährig, in seiner Wahlheimat Mailand, in der er ab 1793 lebte, ein über Jahrzehnte erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und zu führen? Wie waren die Gesellschaft und der Staat des Herzogtums Mailand beschaffen, dass der fremde Protestant von nördlich der Alpen sich hier so scheinbar nahtlos einfügen und reüssieren konnte? In welche deutschen und italienischen Netzwerke geschäftlicher, wissenschaftlicher oder künstlerischer Art war Mylius eingebunden und wie förderte er diese?

Diese und andere Fragen zu Heinrich Mylius und den deutsch-italienischen Verbindungen in der Sattelzeit standen im Mittelpunkt einer vom Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit der Werner Reimers Stiftung und der Villa Vigoni organisierten, deutsch-italienischen Tagung, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Fondazione Cariplo gefördert wurde.

Der erste Teil der Tagung war dem weiteren Rahmen und den Vorbedingungen der hier zu untersuchenden Fragen gewidmet: dem deutsch-lombardischen Austauschkontext der Frühen Neuzeit.

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06.07.2017 - 07.07.2017 Exeter University’s Research Project “1989 after 1989: Rethinking the Fall of State Socialism in Global Perspective”; Georg-August University of Göttingen; Robert Brier, London School of Economics; Hella Dietz, University of Göttingen; James Mark / Ned Richardson-Little / Ljubica Spaskovska, University of Exeter
By Johanna Folland, University of Michigan

The story of post-World War II global economic integration is often told as a one of capitalist success and socialist failure, in which non-Western actors appear as the objects rather than the subjects of globalisation. Yet this narrative ignores countless forms of transnational connection and entanglement that emerged out of socialist and non-aligned contexts in the second half of the twentieth century, including circulations of people, goods, expertise, and ideas, as well as the creation of new markets and institutions, many of which survived long past the collapse of the Cold War order.

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03.11.2017 Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.
By Vanessa Staufenberg, Geschäftsstelle, Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.

Die 15. Sitzung des Arbeitskreises Bank- und Versicherungsgeschichte fand am 3. November 2017 im Hause der KfW in Frankfurt am Main statt und widmete sich dem Thema »Die deutschen Banken und die Rückkehr der deutschen Industrie in den Weltmarkt (1953-1973)«.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch die Leiterin des Historischen Konzernarchivs der KfW, LYSANN GOLDBACH (Berlin), erläuterte DIETER ZIEGLER (Bochum) die Themenwahl: Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA ein Jahr zuvor habe Anlass geboten, sich mit den Konsequenzen von offenen Märkten und Protektionismus für Banken in historischer Perspektive auseinanderzusetzen.

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27.10.2017 - 28.10.2017 Stiftung Ettersberg Weimar / Gedenk- und Bildungsstätte, Andreasstraße Erfurt; Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
By Cornelia Bruhn, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zwischen hoffnungsvoller Zustimmung und tiefer Ablehnung bewegten sich die Reaktionen auf die Oktoberrevolution von 1917 und bargen so bereits die ideologischen Antagonismen in sich, welche das 20. Jahrhundert prägen sollten. So eröffnete JÖRG GANZENMÜLLER (Weimar / Jena) das 16. Symposium der Stiftung Ettersberg Weimar.

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Journals/

Der populäre Fußballsport hatte auch in der nationalsozialistischen Gesellschaft eine große – vielfach zwiespältige – Bedeutung. Welche Kontinuitäten bestanden dabei von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit? Welche Rolle nahmen die Verbände ein? Welche Vereine oder Spieler wurden ausgegrenzt und verfolgt?

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Dear colleagues,

It is with great pleasure that we announce the release of On_Culture: The Open Journal in the Study of Culture, Issue #4 (Winter 2017): "Screened Alterities."

The fourth issue of On_Culture focuses on the concept of "alterity." Guest-edited by Danae Gallo González and Lyubomir Pozharliev, the contributions to this volume offer analyses of the (trans-)
national audiovisual representation of "reality" in the newsreels of 1968 and shed new light on a variety of alterities.

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SPECIAL ISSUE

Changing Power Relations and the Drag Effects of Habitus. Theoretical and Empirical Approaches in the Twenty-First Century (ed. Stefanie Ernst, Christoph Weischer & Behrouz Alikhani)

In sociology, the range of theories suitable for the explanation of contemporary societal transformation processes and problems is relatively limited.

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Liebe Leserinnen und Leser,

parallel zur Publikation unserer aktuellen Ausgabe (3/2017, http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2017) sind jetzt die Beiträge des Themenhefts »Der Wert der Dinge« (3/2016) als pdf-Dateien im Layout der Druckausgabe auf der Website frei verfügbar (http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016).

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