Buchrezensionen/

Rez. von Mark Spoerer, Institut für Geschichte, Universität Regensburg

Als anlässlich der 100sten Jahrestage des Ersten Weltkriegs in den Jahren ab 2014 viel entsprechende neue Literatur erschien, blieb die wirtschaftliche Seite weitgehend unterbelichtet. Dies dürfte nicht mangelndem Interesse geschuldet sein, sondern schlicht der Tatsache, dass die archivalische Überlieferung sehr dünn und das Thema demzufolge vergleichsweise wenig erforscht ist.

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Rez. von Isabel Richter, Department of History, University of California, Berkeley

Spätestens seitdem französische Mentalitätshistoriker in den 1970er-Jahren Lebensende und Sterben als Themen in die Geschichtswissenschaft einführten, ist klar, dass der Tod selbst eine Geschichte hat. Seither wurden Einstellungen zu Sterben und Tod in Europa mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten analysiert.

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Rez. von Stephan Bruhn, Deutsches Historisches Institut London

Bischöfe haben in der Erforschung politischer Ordnungen (nicht nur) des Früh- und Hochmittelalters unbestreitbar Konjunktur. Nach der mittlerweile zum Standardwerk avancierten Arbeit von Steffen Patzold[1] und der Studie von Monika Suchan[2] bildet die hier zu besprechende Arbeit von Christine Kleinjung die nun schon dritte Habilitationsschrift, welche sich binnen weniger Jahre in einem wissenssoziologischen beziehungsweise diskursgeschichtlichen Zugriff mit dem politischen (Selbst-)Verständnis des Episkopats in der fränkischen Welt befasst.

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Rez. von Rachel Huber, Historisches Seminar, Universität Luzern

Denkmäler sind multitemporal. Aus ihnen heraus kommunizieren mehrere Zeitebenen. Das Löwenmonument in Luzern nimmt sich von dieser allen Denkmälern innewohnenden Eigenheit nicht aus.[1] In 50 oder 100 Jahren wird im Rückblick auf das gegenwärtige Jubiläum des sterbenden (oder ruhenden?) Löwen in der pittoresken innerschweizer Stadt eine weitere Zeitschicht sichtbar sein, die ihm immanent ist.

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Termine/

Konferenz
22.06.2022 - 24.06.2022 Felix Ackermann, German Historical Institute in Warsaw Agnieszka Pufelska, Nord-Ost-Institut Lüneburg Maria Rhode, Universität Göttingen Darius Staliunas, Institute of Lithuanian History, Vilnius

The conference is devoted to an analysis of the long-term consequences of the Partitions of the Polish-Lithuanian Commonwealth for communities living in the territories of the Russian, Habsburg and Prussian Empires. The 250th anniversary of the First Partition falls in 2022 and is an opportunity to reflect on the general reception and historic interpretation of the Partitions across the 19th century in order to reconstruct the diverse, non-linear and fragmented character of these transitions.

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Call for Papers
16.05.2023 - 18.05.2023 Forum Vormärz Forschung e.V. (FVF), Bielefeld / Institut für soziale Bewegungen (ISB) der Ruhr-Universität Bochum, Bochum / Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF), Kassel / Historisches Museum Frankfurt, Frankfurt am Main / Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Rastatt

Zum 175. Mal jährt sich 2023/24 die Revolution von 1848/49. Aus Anlass dieses Jubiläums wird vom 16. bis 18. Mai 2023 zu einer interdisziplinären Tagung über „Die Modernität von 1848/49“ nach Frankfurt am Main eingeladen.

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Konferenz
09.06.2022 - 11.06.2022 Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Internationale Konferenz am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt vom 9. bis 11. Juni 2022.

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Konferenz
01.07.2022 - 02.07.2022 Prof. Dr. Matthias Asche (Universität Potsdam), Prof. Dr. Judith Becker (Hu-Berlin), apl. Prof. Dr. Gudrun Gleba (Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg)

Im interdisziplinären Zugriff beschäftigt sich die Tagung mit Rechtsfindung, Prozessabläufen, Urteilsfindung und Urteilsvollstreckungen als langfristig wirkenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Institutionelle wie mentale Umbrüche des 17. Jhs. verdichten sich in ihrer künstlerischen Erfassung u.a.

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Ausstellungsrezensionen/

21.04.2022 - 15.05.2022 Istituto nazionale Ferruccio Parri; Paesaggi della memoria, mit Unterstützung des deutsch-italienischen Kulturfonds
Rez. von Pascal Oswald, Historisches Institut, Universität des Saarlandes

Wer mit der grünen Metrolinie 2 zur Haltestelle Gioia im Norden von Mailands Zentrum fährt, erreicht von dort über einen von Hochhäusern umringten Park die Casa della Memoria. Der im Vergleich zum direkt gegenüberliegenden, spektakulären Bosco Verticale unauffällige, quaderförmige Backsteinbau zeigt vom 21.

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31.07.2019 Haus der Weimarer Republik
Rez. von Michael Grisko, Lübeck

Weimar in Thüringen: Direkt gegenüber dem Deutschen Nationaltheater in der Sichtachse des Goethe-und Schiller-Denkmals liegt das im Juli 2019, pünktlich zum Jubiläum „100 Jahre Reichsverfassung“ eröffnete „Haus der Weimarer Republik“. Früher war in dem unscheinbaren Flachbau ein Museum zum Bauhaus untergebracht, das ab 1919 in Weimar für die Moderne schlechthin stand.

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Tagungsberichte/

02.12.2021 - 03.12.2021 Matthias Becher / Michael Rohrschneider, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte sowie Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn; in Verbindung mit dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande; in Kooperation mit „Macht und Herrschaft – Bonner Zentrum für vormoderne Ordnungen und ihre Kommunikationsformen“
Von Philipp Merkel, Institut für Geschichtswissenschaft, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Der Bonner Vertrag, der am 7. November 921 zwischen dem westfränkischen König Karl III. und dem ostfränkischen König Heinrich I. auf dem Rhein geschlossen wurde, kann in die Tradition von Gipfeltreffen der verschiedenen fränkischen Herrscher eingereiht werden, stellt zugleich aber auch eine weitere wichtige Etappe beim Auseinanderdriften des einstigen Großreichs der Franken dar.

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04.11.2021 - 06.11.2021 Maria Heidegger / Milijana Pavlović, Verein für Sozialgeschichte der Medizin – Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit, Universität Innsbruck; Franz Gratl, Musiksammlung der Tiroler Landesmuseen Ferdinandeum, Forschungszentrum _Medical Humanities_, Universität Innsbruck
Von Paul Heidegger, Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck

Trotz einer merklichen Annäherung hat die Musikhistoriographie noch relativ wenig von den sozialgeschichtlichen Perspektiven in der Medizingeschichte im Zeichen des patientengeschichtlichen Turns profitiert. Umgekehrt wurden methodologische und konzeptionelle Überlegungen innerhalb der Musikwissenschaft und der multidisziplinären Sound Studies noch kaum für die Medizingeschichte fruchtbar gemacht.

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Zeitschriften/