Buchrezensionen/

Rez. von Frank Henschel, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Kindheit matters. Und zwar doppelt. Ihre Historisierung liefert nicht nur Wissen über die Lebensumstände einer bestimmten Sozialgruppe, nämlich Kindern. Sie kann darüber hinaus ein Prisma auf übergeordnete Prozesse der Formierung, Ordnung und Transformation von Gesellschaften insbesondere in der Moderne eröffnen.

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Rez. von Mirco Melone, Staatsarchiv Basel-Landschaft, Liestal

Dennis Jelonneks Studie „Fertigbilder. Polaroid Sofortbildfotografie als historisches und ästhetisches Phänomen“ ist eine Wegmarke für die Fotografiegeschichte. Denn trotz der Verbreitung und Beliebtheit der Sofortbildfotografie fehlten bisher fundierte wissenschaftliche Arbeiten dazu. Das Ziel der Monografie, die 2017 an der Freien Universität Berlin als kunsthistorische Dissertation angenommen wurde, ist es, eine „Differenzierung und Neubewertung“ der vielen mythisch-verklärenden Geschichten zur Sofortbildfotografie zu erreichen (S.

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Rez. von Guasconi Maria Eleonora, Dipartimento di Scienze Politiche, University of Genova

In the last decade, a growing amount of literature has focused on the issue of the external relations of the European Community/European Union (EC/EU), thus linking European integration dynamics to broader international history.

This increasing interest towards the global role played by the EC/EU in the international system can be explained as a consequence of the debate on its peculiar nature, neither a state, nor a traditional international organization, but it also depends on the major internal and external threats which the European Union is actually facing.

Much of the literature dedicated to the EU’s external relations generally focuses on the post-Maastricht period onwards, considering the external relations of the European Community and its international role only as a prologue to the establishment of the Common Foreign and Security Policy (CFSP) in 1992.

The volume “Europe’s Cold War Relations” fills this gap, dealing with the role played by the European Community in the international system from the Treaty of Rome to the Treaty of Maastricht and attempts to demonstrate how the EC became an actor in world affairs during the Cold War and what kind of actor.

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Rez. von Peter Kramper, Abteilung Geschichtswissenschaft, Universität Bielefeld

Werner Plumpe ist wohl der bekannteste deutsche Wirtschaftshistoriker der Gegenwart. Seine 2019 erschienene Geschichte des Kapitalismus zeigt die Gründe dafür auf. Sie kombiniert große Gelehrsamkeit mit dem Hang zur Formulierung klarer, mitunter provokanter Thesen.[1] Dass Plumpe sein markantes Profil indes nicht nur seiner Tätigkeit als Forscher, sondern auch derjenigen als akademischer Lehrer verdankt, ist dem vorliegenden Band zu entnehmen.

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Termine/

Akademische Ankündigungen
21.01.2021 - 21.01.2021 Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Konferenzraum

Vortrag und Diskussion mit Ulrike Laubenthal, Friedensscheune e.V.
Donnerstag, 21.01.2021, 18 Uhr

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Akademische Ankündigungen
29.01.2021 German Historical Institute Washington

The exclusion of migrants and their descendants based on racism and xenophobia have a long historical tradition, particularly in the United States and Europe. Recent spike of populism and the securitization of borders highlight the urgency to discuss these topics in an intertwined and transregional perspective.

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Konferenz
18.02.2021 - 19.02.2021 Verein Deutscher Ingenieure (Interdisziplinäres VDI-Gremium Technikgeschichte) in Kooperation mit dem Fachgebiet Technikgeschichte der TU Berlin

Jahrestagung des Interdisziplinären VDI-Gremiums Technikgeschichte in Kooperation mit dem Fachgebiet Technikgeschichte der TU Berlin

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Call for Papers
15.01.2021 - 15.02.2021 Intellectual History in East Central Europe Research Network

As part of the newly-launched research network "Intellectual History in East Central Europe" (https://intellectualhistoryece.wordpress.com), we are happy to invite paper proposals for the workshop entitled "Socialist Political Thought in East Central Europe, 1889–1968: Concepts, Debates, Questions".

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Ausstellungsrezensionen/

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr; Bauer, Gerhard; Protte, Katja; Wagner, Armin (Hrsg.) Krieg Macht Nation
16.07.2020 - 31.01.2021 Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (MHM), Dresden
Rez. von Mathias Herrmann, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden

Die Auswirkungen der Reichseinigung und die mit ihr eng verbundene bismarcksche Blut-und-Eisen-Politik finden sich auch in aktuellen politischen Debatten immer wieder, zumeist stark polarisierend. War Bismarck nun ein „Held“ der deutschen Geschichte, wie es einige Vertreter rechtspopulistischer Parteien in Deutschland behaupten oder, um es mit den Worten des Kronprinzen Friedrich Wilhelm im Dezember 1870 zu sagen, doch derjenige, „der uns [unsere] Freunde, die Sympathien der Welt und – unser gutes Gewissen [raubte]“?[1] Auch wenn der für seine Errungenschaft im Krieg zum Generalfeldmarschall beförderte, spätere deutsche Kaiser Friedrich III.

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Amhara Region People Martyrs Memorial Monument
Rez. von Felix Schürmann, Forschungszentrum Gotha, Universität Erfurt

Der blaue Nil hat eine bräunliche Färbung angenommen, denn es hat geregnet in der vorigen Nacht, was zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist und für die Ernte gefährlich. Mit dem Sonnenaufgang hat sich das Unwetter verzogen. Am Ufer werden Autos gewaschen und in der Flussmitte lassen sich selbst hier, inmitten der Stadt, einige Nilpferde sehen.

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Tagungsberichte/

15.09.2020 - 29.10.2020 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschland (VHD); Deutsches Historisches Institut (DHI) Washington; DHI Regionalbüro, Berkeley; Institute of European Studies an der UC Berkeley
Von Frank Kell, Geschäftsstelle, Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.

_“The clearest connection between historical trajectories of racism and present events is that racism makes structural vulnerability appear as fate. There is always a naturalization of race and of the racial hierarchies. That naturalization becomes more apparent in times of crisis: “You’re shaping your own fate, and this is fate.

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15.10.2020 - 16.10.2020 Nicola Gess, Universität Basel; Mireille Schnyder, Universität Zürich; SNF-Sinergia-Projekt „The Power of Wonder. The Instrumentalization of Admiration, Astonishment and Surprise in Discourses of Knowledge, Power and Art”
Von Ella Imgrüth, Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Basel

Wenn über das Staunen nachgedacht wird, nimmt das Kind dabei oft eine prominente Rolle ein, denn dem Staunen und der Kindheit gemeinsam sind sowohl Begegnungen mit dem Neuen als auch Initiationsmomente der Wissensaneignung. Mit Fragen zur historischen Konstruktion des „staunenden Kindes“ als einer epistemischen Figur und den daraus resultierenden Implikationen für Pädagogik und Philosophie beschäftigte sich die im Rahmen des SNF-Sinergia Projekts „The Power of Wonder“ organisierte interdisziplinäre Tagung.

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Zeitschriften/

Die Hansischen Geschichtsblätter werden seit 1870 vom Hansischen Geschichtsverein herausgegeben und bildet seitdem ein Forum für Themen der hansischen Geschichte. Die Hansischen Geschichtsblätter führen seit 2017 auch den englischen Titel "Hanseatic History Review", als Ausdruck einer verstärkten interdisziplinären und internationalen Ausrichtung der Zeitschrift.

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Die 1954 gegründete Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde enthält regionale und überregionale Beiträge auf dem Gebiet der Volkskunde, Kulturanthropologie bzw. der Alltagskulturforschung. Die Themen stehen für die Vielfalt der Inhalte und Methoden im Fach, sie sind sowohl historisch als auch gegenwartsorientiert.

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