Buchrezensionen/

Rez. von Alexander Weinstock, Exzellenzcluster "Understanding Written Artefacts", Universität Hamburg

Das Theater war im 18. Jahrhundert Gegenstand ebenso ausführlicher wie kontrovers geführter Diskussionen, in deren Zentrum letztlich die Frage nach der Wirkmächtigkeit der Bühne stand, genauer: nach dem sozialen Nutzen oder Schaden, den sie zu stiften respektive anzurichten im Stande sei. Dabei traf eine bis in die Antike zurückreichende, vielfach klerikal zu verortende und in der Mitte des Jahrhunderts noch einmal besonders einflussreich von Jean-Jacques Rousseau befeuerte Tradition der Theaterfeindschaft auf eine affirmative Neubewertung, die sich wirkmächtig während der Aufklärung herausbildete.

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Rez. von Matthäus Heil, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin

Gelegentlich hat ein Rezensent das Vergnügen, ein Buch vorzustellen, das zu einem Meilenstein in der Forschung werden dürfte. Caillan Davenports Geschichte des römischen Ritterstands ist wohl solch ein Fall. Die Bedeutung des Themas ist offensichtlich: Der equester ordo war – zumindest in der späten Republik und in der Kaiserzeit – einer der konstituierenden Teile des römischen Gemeinwesens.

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Rez. von Emily Whewell, Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte

Robert Bickers’s Out of China is a book that demonstrates how the interpretation of imperialism during the twentieth century shaped China, and ideas of China. It is, of course, therefore an important topic to understand not only China’s history, but also modern-day Chinese nationalism. This is of no small significance given China’s rise as a superpower, as Bickers poignantly directs us with his first sentence: „Nationalism matters in China, and what matters in China matters to us all.“ (p.

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Rez. von Rakesh Ankit, Politics and International Studies, Loughborough University

Tansen Sen is the „Global Network“ Professor at New York University. These bracketed words summarise his past, present and forthcoming works on Buddhism, China and the Indian Ocean. Sen has cultural capital of the kind that Bengali Bhadralok (a colonial class of prosperous „gentlefolk“, usually upper caste) enjoy in India.

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Termine/

Call for Papers
21.09.2020 - 22.09.2020 Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Dr. Renata Skowrońska; Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, Institut für Geschichte und Archivkunde, Lehrstuhl für Geschichte der Baltischen Länder – Prof. Dr. Andrzej Radzimiński; Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Philosophische Fakultät, Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte – Prof. Dr. Helmut Flachenecker

Die Geschichte des Konzepts der Staatsangehörigkeit reicht in die Antike und ist mit der privilegierten Rechtsstellung der Staatsbürger, verstanden als freie Bewohner der griechischen Polis, verbunden. Ihre Position wurde zu Beginn durch die Philosophen im Kontext der Verpflichtungen und erwünschten Tugenden thematisiert.

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Call for Papers
05.06.2020 - 07.06.2020 Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e.V., Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn

Die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e.V. (DGGTB) verfolgt das Ziel, die Erforschung und Vermittlung der Geschichte und Theorie der Biologie zu fördern. Ziel der Jahrestagung ist es, den wissenschaftlichen Austausch zwischen unseren Mitgliedern, Institutionen mit ähnlichen Themenschwerpunkten und interessierten Lehrkräften sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu ermöglichen und so das gesellschaftliche Bewusstsein für die wissenschaftshistorischen und theoretischen Grundlagen unseres heutigen Verständnisses von Biologie zu schärfen.

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Call for Papers
13.09.2020 - 15.09.2020 Volkswagen Foundation; Prof. Dr. Fabian Klose, Köln; Prof. Dr. Johannes Paulmann, Mainz; Prof. Dr. Andrew Thompson, Oxford/Exeter; Dr. Stacey Hynd, Exeter

The Topic
Humanitarian organisations across the globe face growing challenges in delivering aid, securing funds and maintaining public confidence. Trade-offs between sovereignty, democracy, security, development, identity, and human rights have become highly complex. The Herrenhausen Conference ‘Governing Humanitarianism’ interrogates present issues and future directions for global humanitarian governance in relation to its pasts.

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Call for Articles
28.02.2020 On_Culture: The Open Journal for the Study of Culture; Guest editors: Jörn Ahrens, Axel Fliethmann

This guest-edited issue of On_Culture focuses on migration, one of the most pressing issues that contemporary societies currently face. The lived reality of migration is fundamentally framed by discourse formations, where metaphors can function as creative devices to establish a reality of what migration could or even should mean.

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Ausstellungsrezensionen/

15.06.2019 - 05.01.2020 Musée d’histoire du Valais, Le Pénitencier, Sion
Rez. von Nikolas Hächler / Beat Näf, Historisches Seminar, Universität Zürich

Geschichte muss von lokalen Gegebenheiten ausgehen. Das gilt auch für die Geschichte des Frühmittelalters in der heutigen Westschweiz – eine vorurteilsbehaftete Zeit, die heute vielen als "dunkle" und undurchsichtige Phase der Geschichte gilt. Zu einer solchen Perspektive in der öffentlichen Wahrnehmung passt es, dass die Ausstellungsmacher Patrick Elsig, Direktor des Geschichtsmuseums Sitten, und Lionel Pernet, Direktor des Kantonalen Museums für Archäologie und Geschichte Lausanne, die neue Ausstellung in einem ehemaligen Gefängnis (Le Pénitencier) untergebracht haben.

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Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.) Mykene. Die sagenhafte Welt des Agamemnon
01.12.2018 - 02.06.2019 Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Rez. von Daniel Syrbe, Research Project "Constraints and Tradition", Faculty of Arts, Radboud University Nijmegen

Die vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Sport der Republik Griechenland organisierte Ausstellung „Mykene. Die sagenhafte Welt des Agamemnon“ brachte dem Publikum eine der faszinierendsten Kulturen des antiken Mittelraumes nahe.[1] Mit mehr als 400 Objekten aus griechischen Museen, unter denen beispielsweise die Funde aus dem 2015 bei Pylos entdeckten, reich ausgestatteten und nach einer aufwändig verzierten Elfenbeinplakette benannten „Grab des Greifenkriegers“ zum ersten Mal öffentlich zu sehen waren, zeichnete die Ausstellung die Entwicklung der mykenischen Kultur von ihren Anfängen um 1680 v.

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Tagungsberichte/

21.10.2019 - 24.10.2019 Ekaterina Boltunova / Willard Sunderland, Higher School of Economics, Moskau
Von Daria Sambuk, Institut für Geschichte, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Seit dem imperial turn in der Forschung zur Geschichte Russlands stehen die Bestandteile des russischen Imperiums im Zentrum des historiographischen Interesses. Dabei befassen sich die Historiker schon allein aus Gründen der Praktikabilität meist mit territorialen Einheiten, deren Definition sich nach den geographischen oder administrativen Grenzen richtet.

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30.09.2019 - 02.10.2019 Elisabeth Käsemann Foundation, Law Faculty of the University of Buenos Aires
Von Dorothee Weitbrecht, Elisabeth Käsemann Foundation

Within the frame of the 3rd Symposium of the Elisabeth Käsemann Foundation experts from Germany, Argentina and Colombia reported and discussed in a critical analysis and comparative perspective, forms and ways of coming to terms with crimes against humanity in their countries.

MARIANO BORINSKY (Buenos Aires), federal judge at the "Cámara Federal de Casación Penal" and president of the "Comisión para la reforma del Código Penal" stated that in the new Criminal Law crimes enshrined in international jurisprudence, such as genocide and enforced disappearances, would be taken into account.

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24.10.2019 - 26.10.2019 Sabine Panzram, Universität Hamburg; Markus Trunk, Universität Trier
Von Dominik Kloss / Sabine Panzram, Historisches Seminar – Arbeitsbereich Alte Geschichte, Universität Hamburg

Vom 24. bis 26. Oktober 2019 fand im Hamburger Warburg-Haus der nunmehr zehnte Workshop des Netzwerks zur Erforschung der Iberischen Halbinsel in der Antike, Toletum X, statt. Dieses Jahr galt das Interesse den Nekropolen auf der Iberischen Halbinsel zwischen Republik und ‚long Late Antiquity‘; sie sollten mit Blick auf Kontinuität und Wandel analysiert werden, und zwar unter Einbeziehung der materiellen wie der epigraphischen Evidenz.

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19.09.2019 - 20.09.2019 FWF-Forschungsprojekt „Participatory Journalism in Michael Hermann Ambros’ Periodical Media. Communicating Politics, Education, Entertainment, and Commerce in Central Europe at the End of the 18th Century, Universität Graz
Von Ingrid Haberl-Scherk, Institut für Geschichte, Karl-Franzens-Universität Graz

Der Workshop ging aus dem FWF-Forschungsprojekt „Participatory Journalism in Michael Hermann Ambros’ Periodical Media. Communicating Politics, Education, Entertainment, and Commerce in Central Europe at the End of the 18th Century” (Projekt Nr. P 29979-G28) hervor. Die Konzeptualisierung der Dimension ‚Zeit‘ im Allgemeinen und die Kontextualisierung der Tagespresse im Speziellen erfolgten mit Fragen in Bezug auf Produktion, Distribution, Rezeption, Zensur, Intermedialität sowie auf Austauschprozesse mit der zeitgenössischen Historiographie und Populärphilosophie.

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Zeitschriften/

Early Medieval Europe provides an indispensable source of information and debate on the history of Europe from the later Roman Empire to the eleventh century. The journal is a thoroughly interdisciplinary forum, encouraging the discussion of archaeology, numismatics, palaeography, diplomatic, literature, onomastics, art history, linguistics and epigraphy, as well as more traditional historical approaches.

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Ist im Frühjahr dieses Jahres mit Marcel Brüntrups „Verbrechen und Erinnerung“ der erste Band unserer Buchreihe „Stadt Zeit Geschichte“ erschienen, so bringt das Jahresende mit den Bänden zwei und drei unserer Reihe neuen Lektürestoff. Mit dem bundesrepublikanischen Jugendparlamentarismus richtet der Münsteraner Historiker Alexander Buerstedde sein Augenmerk dabei auf ein Themenfeld, das in der zeithistorischen Forschung bislang kaum Beachtung gefunden hat.

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