Buchrezensionen/

Piontek, Anja: Museum und Partizipation, Bielefeld 2017
Rez. von Thomas Schwark, Historisches Museum am Hohen Ufer / Leibniz Universität Hannover

Mit „Partizipation“ wird zurzeit gleichermaßen von Politikern, Anbietern von Freizeitangeboten und Marketing-Profis ein vermeintliches (kommerzielles) Erfolgsrezept propagiert, das größtmögliche Ausrichtung an den Interessen und Bedürfnissen des Publikums suggeriert. Inwieweit sich Begriff, dahinterstehende Theorien und bereits erprobte Praxisprojekte für das Arbeitsfeld der Museen als tauglich erweisen, hinterfragt diese – insgesamt vorzügliche – Studie.

Piontek stellt ihr Frageinteresse in den Kontext disziplinübergreifender Beschäftigung mit dem Bemühen um Teilhabe.

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Ramnath, Aparajith: The Birth of an Indian Profession, New Delhi 2017
Rez. von Amelia Bonea, Cluster of Excellence "Asia and Europe in a Global Context", Heidelberg University

India, as Aparajith Ramnath reminds us in this timely book, is a country that “worships” engineers. Yet, for all the contemporary hype surrounding this diverse and often romanticized professional group, research on its historical development remains relatively sparse and defined by a number of enduring paradigms that have also circumscribed the history of science, technology and medicine in South Asia more generally.

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Dülffer, Jost: Geheimdienst in der Krise, Berlin 2018
Rez. von Michael Wala, Historisches Institut, Ruhr-Universität Bochum

Jost Dülffer hat die wohl definitive Monographie über den Bundesnachrichtendienst (BND) der 1960er-Jahre vorlegt. Ohne den uneingeschränkten Zugang zum Archiv des BND wäre dies allerdings in diesen Details und mit dem abgewogenen aber zuweilen auch scharfen Urteil des Kölner Historikers nicht möglich gewesen.

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Jacob, Joachim; Süßmann, Johannes (Hrsg.): Das 18. Jahrhundert, Stuttgart 2018
Rez. von Matthias Willing, Marburg

Der Name „Pauly“ steht in der Gelehrtenwelt synonym für eine qualifizierte lexikalische Bearbeitung der Antike. Am bekanntesten ist die monumentale „RE“, Pauly-Wissowas „Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft“, die seit Ende des 19. Jahrhunderts herausgegeben wurde.[1] In dieser Tradition steht „Der Neue Pauly“ (DNP), der das Spektrum seiner Vorgänger beträchtlich erweitert und neben der Reihe, die sich dem antiken Stoff widmet (Bände 1–12), auch die Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Faches mit einbezieht (Bände 13–15).

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Termine/

Call for Papers
12.04.2019 Anne MacKinney / Jasper Schagerl / Stephan Strunz, DFG-Graduiertenkolleg 2190 „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“

Berichte nehmen in neuzeitlichen Justiz-, Verwaltungs- und Wissenschaftspraktiken einen privilegierten Platz ein. Mit der Einführung kollegialischer Verwaltungen und der Aktenmäßigkeit von Verfahren taucht der Bericht als kleine, narrative Form auf, die untergeordnete Behörden nutzen, um komplexe Informationen aufzuarbeiten und an übergeordnete Stellen zur Entscheidungsfindung zu übersenden.

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Call for Papers
03.05.2019 - 03.05.2019 Professur für Kunstgeschichte Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin Chair of Art History of Eastern and East Central Europe, Humboldt University, Berlin

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Das jährliche Berliner „Internationale Doktorandenforum Kunstgeschichte des östlichen Europas“ geht auf eine Initiative von Prof. Dr. Michaela Marek (1956-2018) zurück. Wir, die Professur für Kunstgeschichte Osteuropas der Humboldt-Universität zu Berlin, werden das Forum auch 2019 – nunmehr in seiner sechsten Ausgabe – fortsetzen.

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Call for Papers
22.11.2019 - 23.11.2019 Institut für deutsche Sprache und Literatur der Stiftung Universität Hildesheim; AG "Frauen im Exil" der Gesellschaft für Exilforschung

Das Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hildesheim plant in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Frauen im Exil“ in der Gesellschaft für Exilforschung e.V. vom 22.-23.11.2019 eine Tagung zum Thema Von, mit und für Geflüchtete? Historische und aktuelle Kulturprojekte unter gendertheoretischer und praxeologischer Perspektive.

Seit 2015 stellte sich das Bewusstsein für die Flüchtlingskatastrophe, die sich seit vielen Jahren an den europäischen Außengrenzen abspielt, auch bei den in Deutschland und Nordeuropa lebenden Menschen ein.

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Workshop
22.11.2018 - 23.11.2018 Herder Institute for Historical Research on East Central Europe, Center for Conflict Studies Marburg, GiZO, LOEWE, and KöE

Politicians and political institutions in Central Asia and Eastern Europe are confronted with a multitude of external and internal challenges affecting their policy options and everyday political actions also in relation to Europe and European institutions. E.g. internal tensions in Central Asian states range from religious extremism and ethnic diversity to the repercussions of social change.

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Ausstellungsrezensionen/

Bertrand, Christophe; Lachèvre, Carine; Lagrance, François; Ranvoisy, Emmanuel (Hrsg.) À l’Est la guerre sans fin, 1918-1923
05.10.2018 - 20.01.2019 Musée de l'Armée
Rez. von Cristian Cercel, Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum

Rund um den 11. November 2018 feiert man das 100-jährige Jubiläum des Endes des Ersten Weltkriegs. Vor diesem Hintergrund ist die Kernaussage der neuen Sonderausstellung im Pariser Armeemuseum, einem der größten militärhistorischen Museen überhaupt, auf den ersten Blick provokativ: „À l’Est la guerre sans fin, 1918–1923“ – im Osten, der Krieg ohne Ende.

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Breuss, Susanne (Hrsg.) Mit Haut und Haar
19.04.2018 - 06.01.2019 Wien Museum
Rez. von Steffi Grundmann, Historisches Seminar, Alte Geschichte, Bergische Universität Wuppertal

Unter dem Titel ‚Mit Haut und Haar‘ zeigt das Wien Museum eine körperhistorische Sonderausstellung, die sich unterschiedlichen Körperpflegepraktiken aus (stadt-)historischer Perspektive widmet. Einerseits gehört sie damit in eine Reihe von Ausstellungen, bei denen bisher insbesondere die Haare und seltener die Haut im Zentrum gestanden haben.[1] Andererseits hebt sich die aktuelle von den früheren Ausstellungen und auch von der körperhistorischen Forschung ab[2], indem sie Haut und Haar gemeinsam betrachtet und einen lokalhistorischen statt kultur- und epochenübergreifenden Ansatz wählt.

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Tagungsberichte/

28.06.2018 - 30.06.2018 Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen” / Collaborative Research Centre 923 „Threatened Orders – Societies under Stress“, Eberhard Karls Universität Tübingen
Von Florian Battistella / Annette Schramm / Marie Schreier, Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“, Eberhard Karls Universität Tübingen

The Collaborative Research Centre (CRC) 923 "Threatened Orders – Societies under Stress" asks about extreme situations that create change in social and behavioural patterns, and which it describes as ‘threatened orders’. One central criterion for the definition of a ‘threatened order’ is the disruption or failure of established routines.

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18.10.2018 - 20.10.2018 Johannes Pahlitzsch, Arbeitsbereich Byzantinistik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Jörg Rogge Mittelalterliche Geschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Leibniz-Wissenschaftscampus Mainz „Byzanz zwischen Orient und Okzident“
Von Andrea Bersch / Oana-Andreea Chiriluș / Gwendolyn Döring / Philipp Kuhn / Katharina Schoneveld und Christos Zafeiropoulos, Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie man in den Kulturen des Euromediterraneums mit militärischen Siegen und Niederlagen, Siegern und Besiegten umging. Sie inaugurierte zugleich das neu eingerichtete DFG-Graduiertenkolleg 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“.

In seiner Keynote Lecture setzte sich TAXIARCHIS KOLIAS (Athen) mit transkulturellen Aspekten des Krieges und den diachronen Veränderungen der byzantinischen Kriegskultur auseinander.

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25.08.2018 - 01.09.2018 Deutsches Polen-Institut (DPI)
Von Tabea Wittneben-Fidan, Institut für Slavistik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die elfte Tagung der Sommerakademie des Deutschen Polen-Instituts fand vom 25. August bis 1. September 2018 in Heppenheim in Südhessen sowie in Darmstadt statt. Erstmals wurde durch den Titel ein thematischer Rahmen gesetzt und ein vielfältiges Programm mit Seminaren und mehreren Exkursionen aufgestellt.

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08.06.2018 - 09.06.2018 Andrea De Vincenti / Norbert Grube / Andreas Hoffmann-Ocon, Zentrum für Schulgeschichte der Pädagogischen Hochschule Zürich; Technische Universität Liberec
Von Agneta Floth, Universität Bielefeld; Adrian Juen, Pädagogische Hochschule Zürich

Die Zwischentagung der Sektion „Historische Bildungsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) beschäftigte sich mit der Frage nach dem Jahr 1918 als Chiffre, die auch in Bezug auf Erziehung, Bildung, Schule und Jugend historiographisch höchst different beurteilt werden kann.

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Zeitschriften/

In den Bereichen Kunst und Architektur lässt sich gegenwärtig eine Erweiterung des Ausstellungs-komplexes beobachten: permanente und temporäre Ausstellungsräume werden immer mehr und vermischen sich mit Orten des Konsums. Als Reaktion auf diese Entwicklung widmet sich GAM.14 dem Akt des Ausstellens, der die räumlichen Beschränkungen der Ausstellung rekonfiguriert und damit dynamische Orte der Auseinandersetzung und politischen Konfrontation ermöglicht.

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KULT_online Nr. 56 (2018)

https://journals.ub.uni-giessen.de/kult-online/issue/view/76

Das Rezensionsmagazin des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC)

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