Akteure in der Wissensgeschichte. Produktion, Zirkulation und Transformation von Afrikawissen nach 1945

Ort
Braunschweig
Veranstalter
Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig
Datum
18.06.2015 - 19.06.2015
Von
Jennifer Gräger, Deutsche Sprachwissenschaft / Interdisziplinäre Linguistik, Fachbereich 10: Sprach- und Literaturwissenschaften, Universität Bremen

Auf gesellschaftliche Realitäten und gesellschaftliche Wissensbestände wird in verschiedenen Medien und Diskursen nicht nur verwiesen, Diskurse und Medien konstituieren sie auch. Diese grundlegende Erkenntnis ist nicht neu. Dennoch folgen daraus auch Fragen zum Wissen über Afrika, die es erst noch zu beantworten gilt. Das DFG-Projekt „Afrikawissen. Diskurse und Praktiken der Schulbuchentwicklung in Deutschland und England 1945-1995“ widmet sich eben diesem Gegenstand. Die postkoloniale Perspektive von Produktion und Tradierung von staatlich gerahmten und politisch geprägten Wissens- und Deutungsmustern über Afrika in Schulbüchern stehen dabei im Fokus. Außerdem geht es um gesellschaftliche Diskurse über solches durch Schulbücher geschaffenes und verbreitetes Wissen über Afrika.

Im Rahmen der Projektaktivitäten fand am 18. und 19. Juni 2015 die Konferenz „Akteure in der Wissensgeschichte. Produktion, Zirkulation und Transformation von Afrikawissen nach 1945“ am Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig statt. Im Zentrum standen dabei Fragen nach der Relation von sogenannten Experten und Laien und damit verbunden dem Stellenwert lokalen Wissens. Außerdem wurde diskutiert, welche Akteure den sogenannten (afrikanischen) Experten die Sprecherrolle in entsprechenden Diskursen erteilen konnten und damit die Wissensproduktion über Afrika maßgeblich steuerten. Ein weiterer zu analysierender Komplex bezog sich auf die Praktiken der Produktion, der Distribution sowie der Hierarchisierung von Wissen über Afrika. Diese zentralen Gegenstände der Veranstaltung wurden in vier thematischen Feldern, Literatur, Entwicklungspolitik, Film und Wissenschaften, untersucht. SIMONE LÄSSIG (Braunschweig) eröffnete die Konferenz mit einführenden Worten in das Thema und erläuterte die zentralen Fragestellungen.

Im Feld der Literatur stellte MARCUS OTTO (Braunschweig) die Frage, inwiefern das Konzept einer histoire des civilisations, die Dekolonisierung und die Figur der négritude das sogenannte „Afrikawissen“ beeinflusst haben. Gegenstand seiner Untersuchung waren französische Geschichtsschulbücher der 1960er Jahre, in denen sich eine Kulminierung von sogenanntem „Afrikawissen“ in Form von (literarischen) Texten, Dokumenten und weiterem Quellenmaterial finden ließe. Er zeigte, dass der Begriff der civilisation den bisher zentralen Terminus nation ersetzte, sodass sich das während des Kolonialismus etablierte Verständnis von der französischen bzw. europäischen Kultur als der einzigen Zivilisation wandelte hin zu einem Verständnis von verschiedenen nebeneinander existierenden Zivilisationen. Trotz dieser Veränderung zeige die Einbeziehung der Dekolonisation und der négritude ein Verharren in alten Wissensstrukturen, da die Dekolonisierung aus eurozentrischer Perspektive als Resultat defizitärer französischer Politik gedeutet worden sei. Auch der Bewegung der négritude sei jegliche eigene Motivation abgesprochen worden und sie sei als Entwicklung des europäischen Humanismus abgetan worden.

Ausgangspunkt des zweiten Vortrags in der Sektion Literatur von NINJA STEINBACH-HÜTHER (Leipzig) war die Hypothese von einer vermeintlich ungleichen globalen Wissensverteilung, die trotz zunehmender internationaler Vernetzung wirksam sei. Insbesondere Wissen aus Afrika sei in der Welt stark unterrepräsentiert. Dies werde von (afrikanischen) Akteuren, zum Beispiel Autoren, Verlegern, Übersetzern und Wissenschaftlern immer wieder bemängelt. Um die Hypothese zu überprüfen, stellte Steinbach-Hüther eine statistische Auswertung afrikanischer akademischer Literatur aus den Gesellschaftswissenschaften vor, die in deutschen Verlagen von den 1960ern bis in die Gegenwart publiziert wurden. Es zeigte sich im Ergebnis, dass die Annahmen einer Unterrepräsentanz von afrikanischer Literatur und afrikanischer Autoren in deutschen Verlagen nicht bestätigt werden kann. Es bleibe die Frage nach geeigneten Zirkulationswegen und -orten, damit vorhandenes afrikanisches Wissen überhaupt angemessen rezipiert werden könne.

In seiner Keynote befasste sich DANIEL SPEICH CHASSÉ (Luzern) im Kontext der Wissensgeschichte mit der Frage, was genau „Afrikawissen“ überhaupt heißen könnte und wie dieses zu untersuchen wäre. Sein Vortrag begann mit der Reflexion des Zusammenhangs relativ neuer Konzepte der Wissensgeschichte in Abgrenzung zur bzw. als Erweiterung einer älteren Wissenschaftsgeschichte. Dabei wurde deutlich, dass der sogenannte Wissensbegriff noch immer eine unterbestimmte Kategorie ist. In seiner Vagheit sei Wissen in der Wissensgeschichte aber zumindest keine inhaltlich definierte Kategorie. Es gehe darum, die Formen zu betrachten, in denen Wissen produziert, stabilisiert, distribuiert und in Frage gestellt wurde und werde. Ausgehend davon befasste sich Speich Chassé mit der Frage, wie in der Vergangenheit sogenanntes Afrikawissen produziert wurde. Im Sinne einer Wissenschaftsgeschichte als Geschichte, die von Entdeckern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, war historisches Afrikawissen geprägt von der Frage, wer wann was über Afrika herauszufinden vorgab oder derart entstandenes Wissen widerlegen konnte. Wissensgeschichtlich gewendet müsse die Frage dann lauten, was welches sogenannte Afrikawissen wann und wo bedeute. Hier stehe also der soziokulturelle Bedeutungsgehalt von Afrikawissen im Fokus inklusive lokaler Wissensbestände, die in der Wissenschaftsgeschichte ausgeschlossen wurden. Konkretisiert wurde das am Afrikawissen von Ökonomen. Dabei konnte gezeigt werden, dass auch heute noch als aktuell geltendes Wissen sich nicht selten auf Spekulation und Nicht-Wissen über Bevölkerungszahlen und Wirtschaftskraft gründet. So werde das seit der Kolonialzeit bestehende Bild vom verarmten und unterentwickelten Afrika auch heute noch weiter tradiert, was nicht zuletzt die Frage aufwirft, wem ein solches Wissen nützlich ist.

Den Themenbereich Entwicklungspolitik eröffnete SAMUEL MISTELI (Luzern) mit einem Vortrag über die ersten Jahre (1963-1968) des durch die UN gegründeten und finanzierten Institut de Développement Économique et de Planification (IDEP) in Dakar als einem wichtigen Akteur im Dekolonisierungskontext und Produzenten von Wissen in und über Afrika. Sein Ziel sei es gewesen, gut ausgebildete Entwicklungsplaner für Afrika hervorzubringen. Dieses Bestreben reihe sich auf den ersten Blick nahtlos in Praktiken des Spätkolonialismus ein. Besonders sei hingegen, dass das IDEP von Afrikanern geleitet werden und Afrikaner als Experten für Entwicklung ausgebildet werden sollten. Es sollte dort eine gesamtafrikanische Perspektive auf afrikanische Entwicklungsplanung sowie eine Afrikanisierung von Wissen entstehen. Misteli zeigte, dass dort neben den angestrebten Zielen vor allem die Konstituierung und Prägung von „Afrika“ als Kontinent stattfand.

LARS MÜLLER (Braunschweig) stellte die Entwicklung von Afrikawissen in deutschen Geschichtsschulbüchern von 1960 bis 1980 dar. Als wichtigste Akteure in der Produktion von Schulbuchwissen über Afrika identifizierte er Fachdidaktiker als Autoren vieler Schulbücher, die sich je nach Jahrzehnt auf Akteure wie beispielsweise die Deutsche Afrika Gesellschaft, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) oder Entwicklungshelfer als „Faktengeber“ stützten sowie Verlage mit ihren wirtschaftlichen Interessen und nicht zuletzt die Politik als Autor von Lehrplänen. Fachwissenschaftliche Debatten seien bei der Schulbuchproduktion im Untersuchungszeitraum nur selten berücksichtigt worden. Themenschwerpunkte des Afrikawissens waren dabei zuerst die Dekolonisation, dann die sogenannte Hilfebedürftigkeit Afrikas und damit einhergehend Entwicklungspolitik und -hilfe und schließlich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Fehlen von vermeintlich realistischen Informationen. Es zeigte sich, dass nicht nur die Themenschwerpunkte maßgeblich für die Produktion von zu vermittelndem Afrikawissen waren, sondern dass ebenso die Darstellung des Wissens entweder als Unterschiede betonende Statistiken oder auf Gemeinsamkeiten zielende Erfahrungsberichte von Entwicklungshelfern eine wichtige Rolle spielte.

ANNE BRUCH (Braunschweig) eröffnete mit ihrem Vortrag den thematischen Bereich zu Afrikawissen in Filmen. Gegenstand ihrer Analyse waren verschiedene britische Informationsfilme zu den britischen Kolonien, die vor bzw. nach 1945 entstanden sind. Vor 1945 dienten britische Propagandafilme dazu, Wissen über die Größe und Wichtigkeit des Empire zu produzieren und zu verbreiten. Mit der einsetzenden Dekolonisierung sollte sich laut Colonial Film Unit das durch Filme vermittelte Wissen verändern. Die Filme stellten nun Afrika als vermeintlich gleichwertigen Partner dar. Bruch konnte zeigen, dass zwar beispielsweise Afrikaner als Akteure in den sogenannten Informationsfilmen nach 1945 auftraten, diese Filme aber weiterhin bekannte Denkmuster tradierten, kontroverse Aspekte im Verhältnis von Afrika und Großbritannien ignorierten und die britische Vormacht betonten. Erst als Informationsfilme durch afrikanische Akteure produziert wurden, trat der propagierte Wandel der zu vermittelnden Wissensbestände ein.

Im zweiten Vortrag dieser Sektion beschäftigte sich FELIX RAUH (Luzern) mit der Frage, welche Rezeptionsbedingungen dazu führten, dass Dokumentarfilme als „Lieferanten“ für Wissensbestände vom Publikum wahrgenommen wurden. Dazu kontrastierte er zwei Filme mit unterschiedlichen Produktions- und Rezeptionsweisen. Zum einen analysierte er den Film „Mandara“ von René Gardi. Dieser habe sich selbst durch Afrika-Reisen einen Expertenstatus erworben. Er habe sich in Funk und Fernsehen als Experte inszeniert und den Anspruch erhoben, das „wahre“ Afrika zu präsentieren. Vor diesem Image sei die Rezeption seines Films als Vermittlung „reinen Afrikawissens“ erfolgt. Demgegenüber stand der Film „African Riviera“ von den Medienstellen der evangelischen und katholischen Kirchen. Diese seien dafür bekannt gewesen, eine kritischere Position bezüglich der Relation Afrika – Europa einzunehmen und ein Bewusstsein für globale Ungerechtigkeiten zu schaffen. Die Rezeption dieses Films sei von vielen Materialien und Diskussionen begleitet gewesen, sodass das hier zu vermittelnde Wissen nicht nur unmittelbar aus dem Film erschlossen wurde, sondern mithilfe einer Art Anleitung erworben wurde.

Die letzte thematische Sektion eröffnete STEFFI MARUNG (Leipzig) mit ihrem Vortrag über verschiedene internationale Afrikanistenkongresse, die von 1962-1973 stattfanden. Übergeordnetes Thema dieser Kongresse war die Frage, welche Gegenstände, Ziele und Methoden eine afrikanische Afrikanistik verfolgen könnte. Damit sollte die afrikanische Afrikanistik als eine selbstständige Disziplin gefestigt und akademisches „Afrikawissen“ in seiner Produktion und Zirkulation afrikanisiert werden. Gerade die heterogenen Akteure, einerseits die ehemaligen Kolonialmächte England und Frankreich, andererseits die Großmächte USA und die Sowjetunion, mit ihren unterschiedlichen Strategien hätten dieses Ziel vorangetrieben. Marung konnte zeigen, dass die untersuchten Afrikanistenkongresse, auf denen besonders afrikanische und sowjetische Akteure auftraten, maßgebliche Faktoren für die Neuausrichtung der (inter)nationalen Afrikanistik waren und damit die bestehende europäische Afrikanistik unter Druck gesetzt wurde. Außerdem waren diese Kongresse eine wichtige Bühne für sowjetische Wissenschaftler, um über Systemgrenzen hinaus in einen wissenschaftlichen Austausch zu gelangen.

STEFAN ESSELBORN (München) befasste sich in seinem Vortrag mit dem International African Institute (IAI) als einem wichtigen internationalen Akteur der Wissensproduktion und -distribution zwischen 1945 und 1975. In der Frühphase sei das IAI ein spätkoloniales, von Europäern geführtes Forschungsinstitut mit liberal-paternalistischer Haltung gegenüber Afrika und der Afrikanistik gewesen. Es sei das international anerkannte Zentrum für „Afrikawissen“ und „Afrikaforschung“ gewesen. Während der 1950er-Jahre habe ein struktureller Wandel begonnen, ausgelöst durch nicht mehr allein europäisches, sondern vor allem US-amerikanisches Interesse an der Afrikaforschung. Die US-amerikanischen ForscherInnen hätten das Interesse am IAI als strategischem Partner jedoch schnell wieder verloren, da der Vorwurf der Unterstützung einer kolonialen Organisation laut geworden sei. Nach einer strukturellen Reform des IAI seien Forderungen nach afrikanischen WissenschaftlerInnen als Akteure für die Afrikanisierung des Instituts laut geworden. Als Fazit zog Esselborn, dass trotz struktureller Veränderungen und steigender Zahl afrikanischer ForscherInnen der Einfluss des IAI während und nach der Dekolonisation stark abnahm. An diesem Institut sei die Afrikanisierung der Afrikanistik gescheitert.

Abschließend stellte LOUISE SCHELLENBERG (Halle) mit der von Leo Kreutzer gegründeten École de Hanovre ein germanistisches Forschungsnetzwerk als Akteur innerhalb der Wissensproduktion über Afrika vor. Dieses habe sich entwickeln können, weil das Interesse an Germanistik auch nach der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten weiterhin vorhanden war. Aus diesem Interesse heraus habe Leo Kreutzer die École de Hanovre mit dem Ziel gegründet, eine interkulturelle Germanistik bzw. interkulturelle Literaturwissenschaft in Deutschland und Afrika zu etablieren und afrikanische Nachwuchswissenschaftler in diesem Fach auszubilden. Außerdem sollte sich das Netzwerk, bestehend aus deutschen und afrikanischen Germanisten, mit der Frage auseinandersetzen, ob eine spezifisch afrikanische Germanistik denkbar sei. Das Afrikabild, welches die École de Hanovre vermittle, sehe Afrika als ein gleichberechtigtes Gegenüber von Europa. Als ein erfolgreicher Akteur, der aus diesem Netzwerk hervorgegangen ist und dieses „Afrikawissen“ weiter tradiere, wurde exemplarisch David Simo vorgestellt. Insgesamt zeigte der Vortrag aber, dass die École de Hanovre im Gesamtkontext der Germanistik eher marginal geblieben ist.

In der Gesamtschau lässt sich festhalten, dass auf der Konferenz ein umfangreiches Bild von verschiedenen Akteuren vermittelt wurde, die an der Wissensproduktion über Afrika beteiligt waren. Im Zentrum stand dabei die Frage, was unter „Afrikawissen“ zu verstehen sei. Auch der im Keynote-Vortrag entwickelte allgemeine Wissensbegriff ließ dies letztlich offen. Hier müssen sicherlich noch weitere Überlegungen angestellt werden. Auch sollte man aus theoretischer Perspektive noch genauer untersuchen, inwiefern systematische Unterschiede zwischen verschiedenen Akteuren bestehen, beispielsweise in Abgrenzung von Individuum und Institution als Akteure der Wissensproduktion, und wie sich mögliche Unterschiede auf die Produktion, Rezeption und Distribution von Wissensbeständen auswirken. Dabei bleibt es weiterhin Aufgabe einer vornehmlich europäisch engagierten wissenschaftlichen Community danach zu fragen, wer überhaupt über Afrika spricht und ob ein solches Sprechen-Über nicht gerade Strukturen verfestigen kann, die zugleich kritisch hinterfragt werden sollen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung in das Thema durch Simone Lässig/Lars Müller (Braunschweig)

Panel I: Afrikawissen in der Literatur

Kommentatorin: Monika Albrecht (Vechta)

Moderation: Lars Müller (Braunschweig)

Marcus Otto (Braunschweig): „Un monde culturel en plein devenir“. Dekolonisierung, Négritude und die Konstitution ‚afrikanischen Wissens‘ in französischen Schulbüchern der 1960er.

Ninja Steinbach-Hüther (Leipzig): Wissen aus Afrika in deutschen Verlagen seit den 1960er Jahren. Resultate in Zahlen – und entgegen der Einbahnstraße?

Keynote
Daniel Speich Chassé (Luzern): Globale Ungleichheit als Thema der Wissensgeschichte

Panel II: Afrikawissen und Entwicklungspolitik

Kommentator: Hubertus Büschel (Gießen)

Moderation: Simone Lässig (Braunschweig)

Samuel Misteli (Luzern): „What, now, have Africans themselves to say about their own economic development?” Das „Institut de développement economique et de planification économique” (IDEP) in Dakar im Dekolonisationskontext (1963-1968).

Lars Müller (Braunschweig): „Wir wollten kritisch sein, wir wollten gegen den Mainstream schreiben!“ Schulbuchautoren, BMZ und Entwicklungshelfer als Produzenten von relevantem Afrikawissen.

Panel III: Afrikawissen im Film

Kommentatorin: Ute Schneider (Duisburg-Essen)

Moderatorin: Imke Rath (Braunschweig)

Anne Bruch (Braunschweig): Spotlight on the Colonies. Koloniale Informationsfilme in Großbritannien nach 1945.

Felix Rauh (Luzern): „Ein schöner, ein reicher, ein wahrer Film!“ Zur Produktion und Verbreitung von Afrikawissen im deutschsprachigen Dokumentarfilm (1960-1980).

Panel IV: Afrikawissen in den Wissenschaften

Kommentator: Andreas Eckert (Berlin)

Moderation: Andreas Weiß (Braunschweig)

Steffi Marung (Leipzig): Akademische Kampfzone. Sowjetische Afrikanisten und die internationalen Afrikanistenkongresse 1962-1973.

Stefan Esselborn (München): Afrikanisierung der Afrikaforschung oder (neo-)koloniale Kontinuität? Internationale Strukturen der afrikanischen Wissensproduktion zwischen 1945 und 1975 am Beispiel des International African Institute (IAI).

Louise Schellenberg (Halle): Neue gesellschaftliche Verknüpfungen nach 1960. Einflüsse afrikanischer Germanisten auf die Wissensproduktion in Deutschland.

Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Akteure in der Wissensgeschichte. Produktion, Zirkulation und Transformation von Afrikawissen nach 1945, 18.06.2015 – 19.06.2015 Braunschweig, in: H-Soz-Kult, 14.11.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6241>.
Redaktion
Veröffentlicht am
14.11.2015
Klassifikation
Epoche
Region
Weitere Informationen
Sprache Beitrag
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung