Frühneuzeitliche Friedensstiftung in landesgeschichtlicher Perspektive

Ort
Bonn
Veranstaltungsort
Universitätshauptgebäude, Festsaal
Veranstalter
Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn in Kooperation mit dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande, dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte sowie dem Zentrum für Historische Friedensforschung
Datum
18.09.2017 - 19.09.2017
Bewerbungsschluss
28.08.2017
Von
Rohrschneider, Michael

Die Historische Friedensforschung ist angesichts der vielgestaltigen Konflikte der gegenwärtigen Staatenwelt gefragter denn je. Gerade die Frühe Neuzeit bietet aufgrund einer extrem hohen Kriegsdichte zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Erforschung der Frage, wie in der Vergangenheit konkret Frieden hergestellt wurde. Zentrale Aspekte frühneuzeitlicher Friedensstiftung wie Mediation, Verhandlungstechniken und -sprachen, aber auch begriffsgeschichtliche Analysen und Fragen der symbolischen Kommunikation sind in der jüngeren Geschichtswissenschaft bereits intensiv diskutiert worden. Eher in zweiter Reihe stand bislang allerdings die landesgeschichtliche Verortung der erzielten Befunde; hier besteht zweifellos noch großer Forschungsbedarf. Ziel der Tagung ist es daher, in territorial und europäisch vergleichender Weise entsprechende Perspektiven der Landesgeschichte auszuloten.

Programm

Montag, 18. September 2017

9.30-10.00 Uhr
Helmut Rönz (Bonn) / Michael Rohrschneider (Bonn):
Begrüßung und Einführung

Sektion I:
Frühneuzeitliche Friedensstiftung im Spannungsfeld von Landes-, Reichs- und europäischer Geschichte

Sektionsleitung: Andreas Rutz (Bonn)

10.00-10.45 Uhr
Stephan Laux (Trier):
Interim und Religionsfrieden. Die kaiserliche Gesetzgebung und die Folgen in den deutschen Reichsstädten im Übergang von der Reformation zum Konfessionellen Zeitalter

10.45-11.15 Uhr
Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr
Maria-Elisabeth Brunert (Bonn):
Niederrheinische Interessenpolitik auf dem Westfälischen Friedenskongress? Die Verhandlungsziele Wolfgang Wilhelms von Pfalz-Neuburg in Münster und Osnabrück

12.00-12.45 Uhr
Helmut Rönz (Bonn):
Campo Formio − Lunéville − Tilsit: Friedensschlüsse und das Rheinland in napoleonischer Zeit

12.45-14.00 Uhr
Mittagspause

Sektion II:
Von städtischem Alltag und europäischer Politik: Westfalen, Köln und die Niederlande

Sektionsleitung: Michael Kaiser (Köln/Bonn)

14.00-14.45 Uhr
Werner Freitag (Münster):
Reformation und innerstädtischer Frieden am Beispiel Westfalens

14.45-15.30 Uhr
Thomas P. Becker (Bonn):
Der Kölner Pazifikationsprozess von 1579 und die Geburt der Niederlande

15.30-16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00-16.45 Uhr
Michael Rohrschneider (Bonn):
Die verhinderte Friedensstadt: Köln als Kongressort im 17. Jahrhundert

16.45-17.30 Uhr
Guido Braun (Bonn):
Friedenskongresse und städtische Gesellschaft: Alltagskontakte und mikropolitische Interaktion zwischen lokalen Akteuren und römisch-kurialen Gesandtschaften in Münster, Nimwegen und Baden (1644-1714)

17.45-18.30 Uhr
Jahreshauptversammlung des Vereins für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande

19.00 Uhr Abendvortrag
Siegrid Westphal (Osnabrück):
Frieden in Grenzen. Landesgeschichtliche Perspektiven der historischen Friedensforschung

Dienstag, 19. September 2017

Sektion III:
Rheinische Landesgeschichte in Bericht und Kritik

9.00-10.00 Uhr
Projektvorstellungen
wissenschaftlicher Nachwuchs und laufende Forschungsprojekte

Andrea Stieldorf:
Das Rheinische Urkundenbuch - Fortsetzung eines Grundlagenprojektes

Gregor Hecker:
Die Jülichsche Ritterschaft im 15. Jahrhundert

Keywan Klaus Münster:
Digitaler Rheinischer Städteatlas

Alena Saam:
Grenzsicherung im Nationalsozialismus

Jochen Hermel/Christoph Kaltscheuer:
Rheinische Landesgeschichte wissenschaftlich bloggen

Sektion IV:
Historische Friedensforschung in europäischer Perspektive

Sektionsleitung: Alheydis Plassmann (Bonn)

10.00-10.45 Uhr
Indravati Félicité (Paris):
Historische Friedensforschung und Region: Tendenzen der französischen Geschichtswissenschaft

10.45-11.15 Uhr
Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr
Renger de Bruin (Utrecht):
Die Friedensschlüsse von Utrecht, Rastatt und Baden. Einblicke in ein multinationales Ausstellungsprojekt (2013-2015)

12.00-12.45 Uhr
Thomas Lau (Fribourg):
Landesgeschichtliche Aspekte der Erforschung frühneuzeitlicher Friedenskongresse: Das Beispiel des Friedens von Baden (1714)

12.45-14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Interdisziplinäre Podiumsdiskussion: Historische Friedensforschung aktuell

Moderation: Dominik Geppert (Bonn)

15.30 Uhr
Ende der Tagung

Kontakt

Florian Sommer

Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Abt. für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte, Am Hofgarten 22, 53113 Bonn
0228/737553
0228/737562
fnzrlg.verein@uni-bonn.de

Zitation
Frühneuzeitliche Friedensstiftung in landesgeschichtlicher Perspektive, 18.09.2017 – 19.09.2017 Bonn, in: H-Soz-Kult, 14.07.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-34648>.
Redaktion
Veröffentlicht am
14.07.2017
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Sprache Beitrag
Land Veranstaltung