NS-Vergangenheit und (Dis-)Kontinuitäten. Personal und Sachpolitik der deutschen Arbeits- und Sozialbehörden nach 1945

Ort
Berlin
Veranstaltungsort
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Besucher- und Konferenz-Zentrum Kleisthaus, Sitzungssaal K1, Mauerstraße 53, 10117 Berlin
Veranstalter
Unabhängige Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in der Zeit des Nationalsozialismus
Datum
06.10.2017
Bewerbungsschluss
27.09.2017
Von
Münzel, Martin

Seit Anfang 2014 erforscht eine Unabhängige Historikerkommission im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Geschichte der Vorgängerinstitutionen des Ministeriums in der NS-Zeit. Im Rahmen dieses Projektes werden auch die personellen Strukturen der Arbeitsministerien in den Anfangsjahren der Bundesrepublik und der DDR sowie ihrer Vorläufer in der Besatzungszeit untersucht.

Der Workshop der Kommission will sich vertieft der inhaltlichen Ausgestaltung der Arbeits- und Sozialpolitik nach 1945 und dem Umgang zentraler Behörden mit der NS-Vergangenheit widmen. Dabei sollen längerfristige Prägungen, Wandlungen und Brüche beleuchtet und zugleich soll die bisher wenig untersuchte Frage diskutiert werden, welche Rolle dabei personelle (Dis-)Kontinuitäten, Konstellationen und Netzwerke gespielt haben.

Programm

9:30 – 9:45 Uhr
Begrüßung
Benjamin Mikfeld (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Alexander Nützenadel (Unabhängige Historikerkommission)
Einführung
Martin Münzel (Berlin)

9:45 – 11:00 Uhr
Kontinuitäten und Brüche: Die Arbeitspolitik des Reichsarbeitsministeriums in der Weimarer Republik und der NS-Zeit
Sören Eden und Henry Marx (Berlin)
Antifaschisten statt "Brauner Garde"? Personalrekrutierung und -strukturen im Arbeitsministerium der DDR im Vergleich mit dem Bundesarbeitsministerium
Martin Münzel (Berlin)

11:00 – 11:15 Uhr Kaffeepause

11:15 – 12:45
"Stunde Null" im Arbeitsschutz? Von der Unfallverhütung der Weimarer Republik zur Arbeitssicherheit der Bundesrepublik
Nina Kleinöder (Düsseldorf)
Aufbaugenerationen: Zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Kranken- und Rentenversicherung
Marc von Miquel (Bochum)

12:45 – 13:30 Mittagspause

13:30 – 15:00 Uhr
"Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Arbeitsverwaltung und seine Konsequenzen für die Gestaltung der Ausländerarbeitspolitik in der Bundesrepublik der frühen 1950er Jahre"
Yasuna Hashimoto (Tokyo)
"Auf der Suche nach "Fingerabdrücken": Kontinuitäten in der Gesundheits- und in der Sozialabteilung des Bundesinnenministeriums"
Maren Richter (München)

15:00 Uhr Ende des Workshops

Kontakt

Dr. Martin Münzel
HU Berlin, Unabhängige Historikerkommission "Reichsarbeitsministerium"
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: 030-2093-70571
martin.muenzel@hu-berlin.de

Zitation
NS-Vergangenheit und (Dis-)Kontinuitäten. Personal und Sachpolitik der deutschen Arbeits- und Sozialbehörden nach 1945, 06.10.2017 Berlin, in: H-Soz-Kult, 08.09.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-34956>.