Transnationale Geschichte als transnationales Projekt? Zur Einführung in die Diskussion



Von
Matthias Middell, Zentrum für Höhere Studien, Universität Leipzig

1. Forschungsgeschichtliche Einordnung
Das Projekt geschichte.transnational ist am Schnittpunkt zweier Forschungsrichtungen – der Kulturtransferforschung und der Global- oder Weltgeschichte – entstanden, die methodische Neuerungen und die Erschließung neuer Gegenstände verbinden.

Die vor zwei Jahrzehnten in Paris entstandene Untersuchung kultureller Transfers ordnet sich ein in ein breites Interesse an wechselseitigem Austausch, Interkulturalität, Hybridisierung kultureller Phänomene und transnationaler Migration. Die freigelegten Mechanismen kultureller Transfers betreffen vor allem den Vorrang jenes Kontextes, in dem Elemente anderer "Kulturen" angeeignet und integriert werden, gegenüber der Bedeutung von Einfluss und Diffusion. Sie lassen sich sowohl im Kontakt zwischen nationalisierten Kulturen als auch für Regionen oder Zivilisationen beobachten. Kulturelle Transfers setzen ein vergleichendes Beobachten und Bewerten in Beziehungsnetzen zwischen den Akteuren verschiedener kultureller Kontexte voraus, und sie lassen sich nur durch einen reflektierten Vergleich in diachroner und synchroner Perspektive erforschen.

Die Kulturtransferforschung entstand aber zugleich in Abgrenzung zu den methodologischen Grundlagen eines rein kontrastiven Vergleichs, der die Verflechtungen zwischen den verglichenen Objekten vernachlässigt und damit zur Legitimierung scharf gegeneinander abgegrenzter Einheiten beiträgt.

Die dreifache Frontstellung gegen den Diffusionismus, gegen eine Beschränkung auf nationalisierte Kulturen und gegen eine bestimmte Art der Komparatistik setzt die Untersuchung kultureller Transfers von den älteren Grundlagen einer selbst nationalisierten Historiografie ab.

Die inzwischen in durchaus beeindruckender Zahl vorliegenden empirischen Ergebnisse [1] sind Mosaiksteine auf dem Weg zu einer Geschichte der (in tradierten Geschichtsbildern häufig verborgenen) Tendenzen der Transnationalisierung.

Hier trifft sich die Transferforschung mit parallelen Studien zu cultural encounters, entangled histories und Verflechtungsgeschichten.[2] Diese wiederum begleiten den Umbau der Weltgeschichtsschreibung von der älteren (oft eurozentrischen) Universalgeschichte zu einer neuen „Weltgeschichte im Zeitalter der Globalisierung“.[3] In dieser ist nicht eine geschichtsphilosophisch erdachte und begründete Einheit der Welt Gegenstand der Betrachtung, sondern es sind die vielfältigen Verbindungen und Vernetzungen, auf deren Linien zahllose Akteure die Einheit (aber eben nicht Einheitlichkeit!) der Welt täglich herstellen, von ihr profitieren oder unter ihr leiden. Die zuweilen auch als Globalgeschichte apostrophierte neue Art Weltgeschichte zu schreiben und empirisch zu erforschen, geht von der These einer rasant zunehmenden Bedeutung der Konnektivität aus, der weniger mit den Instrumenten des Zivilisationsvergleichs als vielmehr mit der Untersuchung der Voraussetzungen, Formen und Folgen von Verflechtung beizukommen ist. Zugleich aber provoziert die wachsende Vernetzung die Suche nach Möglichkeiten, Autonomie und Souveränität bei der Bestimmung der Bedingungen zu bewahren oder zu gewinnen, unter denen die Vernetzung erfahren wird. Niemand kann sich mehr der Vernetzung entziehen, aber die Betonung kultureller Eigenständigkeit verliert deshalb nicht an strategischem Wert für die Emanzipation aus den Machtverhältnissen der verflochtenen Welt.

Die Untersuchung kultureller Transfers und das Interesse an Globalgeschichte sind zunächst in unterschiedlichen akademischen Kulturen entstanden und von unterschiedlichen Traditionsbeständen beeinflusst. Aber es verbindet sie das Interesse an den kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Voraussetzungen und Folgen der Vernetzung ebenso wie der Ausgangspunkt in den Beobachtungen gegenwärtiger Globalisierungsphänomene. Transnationale Geschichte kann hier anschließen, indem sie die häufig allzu großflächige Globalisierungsforschung der Sozial- und Kulturwissenschaften nicht nur historisiert, sondern auch konkretisiert. Sie greift die Methodendebatte um Transfer und Vergleich auf. Sie erschließt neue Gegenstände wie die transnationalen Organisationen, Milieus und Situationen, aber sie wirft auch ein Licht auf die bislang übersehenen transnationalen Dimensionen bereits häufig untersuchter nationalisierter Phänomene.

Sie erweist sich als traditionskritisch gegenüber einer Nationalgeschichte, die an Untersuchungseinheiten festhält, die heute an Bedeutung für die Identifikationsprozesse vieler Menschen verlieren. Damit wird eine Vielzahl von territorialen Bezügen anstelle der Dominanz eines einzigen wichtig. Aber die transnationale Geschichte kann andererseits nicht die tiefen Wirkungen negieren, die die Nationalisierungsprozesse hinterlassen haben. Sie sind ebenfalls Teil der Globalgeschichte, die aber inzwischen in eine neue Phase eingetreten zu sein scheint, in der Nationalisierung nur noch eine Territorialisierungsoption unter mehreren ist.

Wer ein wissenschaftliches Projekt im Schnittpunkt unterschiedlicher Deutungstraditionen verortet, ist damit konfrontiert, dass sich diese Schnittpunkte von verschiedenen Standpunkten aus unterschiedlich ansehen lassen. Ein Teil der Verständigung über Chancen und Gefährdungen einer transnationalen Geschichte wird deshalb im Gewand historiografiegeschichtlicher Betrachtungen ausgetragen. Eine Verständigung, die selbst transnational sein will, ist nur über das Herausstellen dieser unterschiedlichen Perspektiven zu erreichen. Sie wird allerdings behindert, wo Wissenschaftsgeschichte instrumentalisiert wird zur Festschreibung von Deutungsansprüchen. Transnationale Geschichte speist sich aus vielen Quellen und ihre beste Entwicklungsmöglichkeit dürfte darin bestehen, diese Quellen als gleichberechtigt anzuerkennen und das Wasser aus diesen Quellen nicht in hegemonialer Absicht auf die Mühlen der eigenen Konzepte umzuleiten.

2. Raum und Territorialisierungsregime
Beide Forschungsrichtungen, die Untersuchung kultureller Transfers und die world-history-Debatte, sind im Laufe der 1990er-Jahre mit der erhöhten Aufmerksamkeit für Fragen des relevanten Raumes und der Territorialisierung historischer Prozesse konfrontiert worden (spatial turn). Die Kulturtransferforschung hat darauf reagiert, indem sie den Kulturbegriff seit Beginn der 1990er-Jahre von der Einschränkung auf eine nationalisierte Variante von Kultur abgelöst und sich – ausgehend von interregionalen Transfers – auf die Vielfalt der Kohärenzstiftungen durch kulturelle Transfers konzentriert hat. Sie hat damit Transfers selbst als Element im Prozess der Territorialisierung interpretiert und den Raum nicht mehr als Voraussetzung oder Container historischer Verflechtung aufgefasst.

Zeitgleich hat die Weltgeschichtsdiskussion auf die mehrfache Neusegmentierung der Welt im Zuge der Globalisierung hingewiesen. Die Suche nach den jeweils effektivsten Raumstrukturen für die Teilhabe an Vernetzung und Bewahrung von Souveränität hat eine Vielfalt von Formen hervorgetrieben: die Nationalisierung war nur eine davon, neben ihr bestanden imperiale Strukturen fort und vielfältige Regionalisierungen stützen oder unterminieren die Eindeutigkeiten des Nationalen.

Charles Maier hat in seinem Artikel „Consigning the 20th Century to History“ (2000) dafür argumentiert, den Begriff des Territorialitätsregimes einzuführen, um die in einer bestimmten historischen Epoche vorherrschenden Muster der Territorialisierung zu kennzeichnen.[4] Die damit geöffneten Perspektiven sind bei weitem noch nicht ausgemessen, aber ein Rahmen für die Integration von Empire-Studies sowie Untersuchungen der Nationalisierungen und Regionalisierungen ebenso wie für die Frage, ab wann Transnationalisierungsprozesse eine größere Bedeutung erhalten, scheint gegeben.

Der Blick auf die aktuellen Neusegmentierungen der Welt wirft die Frage nach der verbleibenden Steuerungsfähigkeit von Nationalstaaten auf, lenkt den Blick auf ihre partielle Ersetzung durch supranationale Verbünde wie die EU oder ihre Auflösung durch die Herausbildung von Archipelen globaler Vernetzung. So lassen sich vergewisserte Räume (vulgo: Zentren) und Bruchzonen der Globalisierung unterscheiden. Dies gibt uns die Möglichkeit, den Umgang der historischen Akteure mit den für sie relevanten Raumstrukturen zu einer Hauptuntersuchungslinie der neuen Weltgeschichte zu machen.

3. Transnationalisierung und Migration
Der Begriff der Transnationalisierung ist – ungeachtet seiner vielfältigen Wurzeln und Verwendungen, die kürzlich Kiran Klaus Patel nachgezeichnet hat [5] – in jüngster Zeit vor allem in den migration studies prominent geworden. Er verweist uns auf eine relativ neue Erfahrung der Netzwerke von Migranten, die Ländergrenzen überschreiten, aber nicht mehr zum zentralen Maßstab ihrer Identifizierung machen. Damit werden auch Vorstellungen porös, die Einwanderungsländer als multikulturelle Gemeinschaften verstehen, dabei aber von einer Mehrheitskultur oder Arrangements zwischen verschiedenen Gruppen zur Definition der Grenzen des Tolerierten ausgehen. Während die historische Diasporaforschung das Thema transnationaler Verknüpfungen für sich entdeckt, tobt in der Öffentlichkeit mehrerer europäischer Staaten eine scharfe Auseinandersetzung über die Existenz und Hinnehmbarkeit von so genannten Parallelgesellschaften. Es bleibt zu fragen, ob Historiker/innen zusammen mit Soziologen und Anthropologen hier eine aufklärende Funktion haben können oder sogar müssen. Für den Moment ist ihre Stimme nicht allzu laut zu hören.

4. Transnationalisierung und die Beschaffenheit der Geschichtswissenschaft
Aus dem vorherigen Punkt ergibt sich schon, dass transnationale Geschichte in besonderer Weise mit den aktuellen Erfahrungen der Globalisierung argumentiert. Sie ist eine Form, in der Historiker/innen nach einer Antwort auf die doppelte Herausforderung neuer gesellschaftlicher Orientierungsbedürfnisse und konkurrierender Fächer reagieren, die sich Prozessen zuwenden, die als "Globalisierung" zusammengefasst werden. Transnationale Geschichte kann hier differenzierend eingreifen und einer Essentialisierung der Kategorie Globalisierung entgegenwirken. Beispiele wie der von Thomas Bender herausgegebene Sammelband zu “Rethinking American History in a Global Age“[6] oder der kürzlich von Jürgen Osterhammel und Sebastian Conrad herausgegebene Band „Das Kaiserreich transnational“ [7] zeigen darüber hinaus, dass die Bezeichnung transnationale Geschichte als Anliegen für viele Historiker/innen, die unter der Dominanz nationalgeschichtlicher Perspektiven sozialisiert sind, anschlussfähiger ist und weniger Schrecken verbreitet als die Ankündigung einer Globalgeschichte.

Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass transnationale Geschichte eine erhebliche Herausforderung für die Vorstellungen über den Status der Geschichtswissenschaft und für die Vermittlung historischen Wissens in unseren Gesellschaften ist. Zweifellos hat sie eine kritische Funktion gegenüber alten und neuen historischen Meistererzählungen, die nationalisierend/eurozentrisch oder universalistisch (und oftmals beides zusammen) sind. Transnationale Geschichte ist auf ein neues Verhältnis der Historiografie zu den Area Studies angewiesen, wenn sie den Rand europäischer Geschichte überschreiten will. Das bedeutet aber auch, dass sie die inzwischen in den Regionalwissenschaften erreichte Professionalisierung und die dabei entfalteten Kompetenzen (die sich nicht in der Beherrschung fremder Sprachen erschöpfen, aber auf dieser aufbauen) ernst nehmen.

Transnationale Geschichte steht aber auch vor dem bisher höchstens unentschieden beantworteten Problem, ob sie für eine vorsichtige Erweiterung des Faches (etwa im deutschen Kontext: für die Erweiterung eines Historischen Seminars um eine Juniorprofessur für europäische oder außereuropäische Geschichte) plädieren soll oder auf eine grundlegendere Erneuerung hinaus muss.

Hier gilt es die Rolle der Nationalisierung für das Selbstverständnis der Geschichtswissenschaft und die Bedeutung der Historiografie als Träger einer nationalisierten Kultur zu diskutieren. Ist die Geschichtswissenschaft notwendigerweise Bestandteil eines Territorialitätsregimes, dessen Untergang wir gerade beobachten, oder kann sie sich durch kritisch-historisierende Distanzierung aus ihrer Einbindung in dieses Territorialitätsregime, in dem die Nationalisierung dominierte, befreien? Handelt es sich bei der unleugbar starken Beziehung zwischen Historiografie und Nationalstaat um eine temporäre Allianz oder um eine tiefergehende epistemologische Prägung? Dies betrifft zunächst eine scheinbar akademische Selbstverständigungsdebatte. Sie ist aber eng verbunden mit der Strukturierung des Geschichtsunterrichts in den Schulen, und vielleicht erhält sie von dort und von den dort auftretenden Problemen einer multiethnischen Zusammensetzung der Schülerschaft (wie in den USA) sogar ihre dringenderen Impulse.

5. Transnationale Geschichte als transnationales Projekt
Schließlich stellt sich die Frage, inwieweit transnationale Geschichte selbst ein transnationales Projekt sein soll und kann. geschichte.transnational versucht eine grenzüberschreitende community aus Beiträger/innen und Leser/innen zusammenzuführen.[8] Aber die Selbstverständigung, ob dies in den Pfaden der seit Beginn des 20. Jahrhunderts wellenförmig voranschreitenden Internationalisierung gelingt (bei der die Förderung der internationalen Begegnung mit der Verarbeitung der Ergebnisse in stark nationalisierten Kontexten kurzgeschlossen wird), ist offen.

Ebenso stellt sich die Frage nach den verwendeten Sprachen, in denen die Debatte über Transnationalisierung geführt werden soll. Noch stehen sich Anhänger/innen einer lingua franca und jene gegenüber, die Mehrsprachigkeit zwar als beschwerliche, aber auch gewinnbringende Form der Überwindung eingeschliffener nationalhistorischer Kategorien und Denkstile empfinden.

Wo können institutionelle Freiräume für ein zugleich interdisziplinär als auch international rekrutierendes Forschungsfeld und dessen Übersetzung in neue Elemente des historischen Lehrkanons entstehen oder geschaffen werden? Welche Folgen hätte eine solche, manchen vielleicht utopisch anmutende Struktur für die Formulierung der epistemologischen Agenda einer transnationalen Geschichtswissenschaft? Und an welche Erfahrungen in anderen Ländern, an welche geschichtspolitischen Interessen kann angeschlossen werden?

Anmerkungen:
[1] Für die Begründung des Konzeptes vgl.: Espagne, Michel; Werner, Michael, La construction d’une référence culturelle allemande en France – Génèse et Histoire (1750-1914), in: Annales E.S.C. juillet-aout (1987), S. 969-992; Dies., Présentation, in: Transferts culturels franco-allemands (Themenheft der Zeitschrift Revue de Synthèse), avril-juin 1988, S. 187-194; sowie Dies., Deutsch-französischer Kulturtransfer im 18. und 19. Jahrhundert. Zu einem neuen interdisziplinären Forschungsprogramm des C.N.R.S., in: Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte 13 (1985), S. 502-510; Dies., (Hgg.), Transferts. Les relations interculturelles dans l'espace franco-allemand, Paris 1988. Bisher 23 Bände liegen vor in der Buchreihe Deutsch-Französische Kulturbibliothek, hg.v. Espagne, Michel; François, Etienne; Greiling, Werner; Middell, Matthias, Leipzig 1993ff.; 4 Bände umfasst die Reihe Philologiques, hg.v. Espagne, Michel u.a., Paris (Editions de la Maison des Sciences de l’Homme) 1990-1996; weitere Bände in der Reihe Bibliothèque franco-allemande (Editions Cerf), Paris 1991ff. Forschungsberichte und Diskussionen des Konzepts u.a. in: Middell, Katharina; Middell, Matthias, Forschungen zum Kulturtransfer. Frankreich und Deutschland, in: Grenzgänge. Beiträge zu einer modernen Romanistik 1 (1994), S. 107-122; Lüsebrink, Hans-Jürgen; Reichardt, Rolf, Histoire des concepts et transferts culturels, 1770-1815. Note sur une recherche, in: 14 Genèses (1994), S. 27-41; Espagne, Michel, Les transferts culturels franco-allemands, Paris 1999; Middell, Matthias, Kulturtransfer und Historische Komparatistik – Thesen zu ihrem Verhältnis, in: Comparativ 10 (2000) 1, S. 7- 41; Kaelble, Hartmut; Schriewer, Jürgen (Hgg.), Vergleich und Transfer. Komparatistik in den Sozial-, Geschichts- und Kulturwissenschaften, Frankfurt am Main 2003; um nur einige Beispiele für Anwendungen aufzuzeigen: Turgeon, Laurier; Delâge, Denys; Ouellet, Réal (Hgg.), Transferts culturels et métissages. Amérique/Europe XVIe-XXe siècle, Laval 1996; Dmitrieva, Ekaterina; Espagne, Michel (Hgg.), Transferts culturels triangulaires France-Allemagne-Russi, Paris 1996; Lüsebrink, Hans-Jürgen; Reichardt, Rolf (Hgg.), Kulturtransfer im Epochenumbruch. Frankreich-Deutschland 1770 bis 1815, 2 Bde, Leipzig 1997; Schmale, Wolfgang, Historische Komparatistik und Kulturtransfer, Bochum 1998; Middell, Katharina, Hugenotten in Leipzig, Leipzig 1998; Berger, Günter; Sick, Franziska (Hgg.), Französisch-deutscher Kulturtransfer im Ancien Régime (Cahiers lendemains 3), Tübingen 2002; Schmale, Wolfgang (Hg.), Kulturtransfer. Kulturelle Praxis im 16. Jahrhundert, Wien 2003; Celestini, Federico; Mitterbauer, Helga (Hgg.), Ver-rückte Kulturen. Zur Dynamik kultureller Transfers, Tübingen 2003; L’horizon anthropologique des transferts culturels (Revue germanique internationale) 21 (2004).
[2] Bentley, Jerry H., Cross-Cultural Interaction and Periodization in World History, in: American Historical Review 101,3 (1996), S. 749-770; Manning, Patrick, The Problem of Interactions in World History, in: ebenda, S. 771-782.
[3] Bright, Charles; Geyer, Michel, Globalgeschichte und die Einheit der Welt im 20. Jahrhundert, in: Comparativ 4 (1994) 5, S. 13-45; Dies., World History in a Global Age, in: American Historical Review 100,4 (1995), S. 1034-1060; einen umfangreichen Überblick zur neueren nordamerikanischen Diskussion über Weltgeschichte liefert: Manning, Patrick, Navigating World History. Historians Create a Global Past, Houndmills 2003; charakteristisch für die Abgrenzung gegenüber älteren Traditionen der Weltgeschichtsschreibung: Costello, Paul, World Historians and their Goals. Twentieth-Century Answers to Modernism, DeKalb 1993.
[4] Maier, Charles S., Consigning the Twentieth Century to History. Alternative Narratives for the Modern Era, in: AHR 105 (2000), S. 807-831.
[5] Patel, Kiran Klaus, Überlegungen zu einer transnationalen Geschichte, Berlin 2004.
[6] Bender, Thomas (Hg.), Rethinking American History in a Global Age, Berkeley 2002.
[7] Conrad, Sebastian; Osterhammel, Jürgen (Hgg.), Das Kaiserreich transnational. Deutschland in der Welt 1871-1914, Göttingen 2004.
[8] URL: <http://geschichte-transnational.clio-online.net>

Zitation
Matthias Middell: Transnationale Geschichte als transnationales Projekt? Zur Einführung in die Diskussion, in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 12.01.2005, <www.connections.clio-online.net/article/id/artikel-571>.
Redaktion
Veröffentlicht am
12.01.2005
Kooperation
Diese Rezension entstand im Rahmen des Fachforums 'Connections'. http://www.connections.clio-online.net/
Klassifikation
Thema
Weitere Informationen
Sprache Beitrag