Russlanddeutsche – Zeugnisse ihrer Lebens- und Wirkungsgeschichte in postsowjetischen Archiven

Russlanddeutsche – Zeugnisse ihrer Lebens- und Wirkungsgeschichte in postsowjetischen Archiven

Organisatoren
Thomas Wünsch / Natalia Donig, Lehrstuhl für Neuere und Neuste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen, Universität Passau
Ort
Passau
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.11.2015 - 07.11.2015
Von
Natalja Salnikova, Internationales Graduiertenkolleg 1956, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen. Ein Repertorium zu Forschungsfragen, Quellenbeständen und Zukunftsperspektiven“ des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen an der Universität Passau wurden Archivare aus Russland und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion dazu aufgerufen, ihre Bestände nach Material zu durchforsten, in welchem sich die Geschichte der Russlanddeutschen widerspiegelt. VertreterInnen von zentralen und regionalen Archiven Russlands, Kasachstans, Kirgisiens und der Ukraine haben ihre Ergebnisse nun in Passau an abwechslungsreichen Dokumentenbeispielen vorgestellt und auf die Möglichkeiten der Kooperationen und der „Neuschreibung“ der russlanddeutschen Geschichte hingewiesen.

Als gastgebender Lehrstuhlinhaber unterstrich THOMAS WÜNSCH (Passau) in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Vernetzung von Archiven, um sowohl die Komplettierung der publizierten Bestandsnachweise als auch einen möglichen Perspektivenwechsel bei regionalen und lokalen Fragestellungen zu ermöglichen.

Gleich im Anschluss daran unterbreitete NATALIA DONIG (Passau) Vorschläge zur Erstellung eines quellenkundlichen Hilfswerks, das einen Überblick über alle einschlägigen Archivbestände in Russland, den anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie in Deutschland verschaffen soll, und appellierte an die TeilnehmerInnen, schon während der laufenden Konferenz die ersten Schritte zur konkreten Umsetzung zu gehen.

Abgerundet wurde der erste Tag durch den Keynote-Vortrag von ARKADIJ GERMAN (Saratov), der die Geschichte der Kolonisten an der Wolga und in anderen Siedlungsgebieten im Überblick darstellte. Nach seiner Einschätzung bergen bislang unzugängliche bzw. ungenutzte Archivbestände ein hohes Potential, sowohl für die akademische Geschichtsschreibung als auch für private Familienforschung.

VICTOR DÖNNINGHAUS (Lüneburg) forderte in seiner Eröffnungsrede am nächsten Tag, bei der Erforschung der Geschichte der Russlanddeutschen künftig einen interdisziplinären Ansatz zu verfolgen. Gerade die wiederentdeckten Archivalien ermöglichen, Fragen in Bezug auf Religiosität, Gender und Personenbiographien differenzierter zu beantworten. Dass die Dokumente das Forschungsfeld auch methodologisch bereichern, zeigte Dönninghaus am Beispiel einer Äußerung von Solschenizyn aus seinem Archipel Gulag über die ethnischen Deutschen.

Im Einleitungsvortrag zur ersten Sektion (Föderale Archive Russlands I) verwies MICHAIL RYŽENKOV (Moskau), Direktor des Russischen Staatsarchivs für alte Akten (RGADA), auf die Notwendigkeit zwischen deutschen Einwanderern und deutschen Kolonisten konsequent zu unterscheiden. Anhand normativer Schlüsseldokumente rekonstruierte er die politische Entwicklung der deutschen Einwanderung nach Russland vor 1917.

LARISA ROGOVAJA (Moskau), stellvertretende Direktorin des Staatsarchivs der Russischen Föderation (GARF), präsentierte Dokumente aus der imperialen, der sowjetischen sowie der heutigen (russländischen) Epoche, die bereits jetzt online verfügbar sind. Darunter befinden sich Anklagen vom späten 19. Jahrhundert gegen deutschstämmige Geschichtslehrer, die einen „antirussischen Geist“ verbreiteten, wie auch Dokumente staatlicher Repression vom Beginn des 20. Jahrhunderts.

Auch das durch LJUDMILA KOŠELEVA (Moskau) vertretene Russische Staatsarchiv für sozialpolitische Geschichte (RGASPI) gewährt Nutzern bereits Einblick in digitalisierte Bestände. Nach und nach werden vormals geheim gehaltene bzw. verschlüsselte Akten In- und Ausländern zur Einsicht freigegeben, was eine bemerkenswerte Liberalisierung im Vergleich zur früheren Praxis darstellt. Dokumente wie die von Košeleva präsentierten Protokolle über die Entscheidungen des Staatsverteidigungskomitees (1941–1945) und der Parteiorgane der von 1920 bis 1941 bestehenden Republik der Wolgadeutschen sind bei der Ergänzung der Deportations-, Kommandantur- und Rehabilitierungslisten unentbehrlich.

In der zweiten Sektion, die ebenfalls den föderalen Archiven Russlands gewidmet war, legte MICHAIL PROZUMENŠČIKOV (Moskau), stellvertretende Direktor des Russischen Staatsarchiv für Neueste Geschichte (RGANI), etappenweise die Gründung der autonomen Wolgarepublik anhand von Archivalien dar und zitierte unter anderem die Antwort des Vorsitzenden des Rates der Nationalitäten des Obersten Sowjets der UdSSR A.E. Voss auf die Forderung nach der Neugründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen: „[D]arüber lässt sich diskutieren, wir werden dementsprechende Maßnahmen ergreifen, früher waren es andere Zeiten, und jetzt kam man einfach nicht dazu, aber auf jeden Fall […]“ Ferner sprach er das Problem der gesperrten Bestände an, die zum Teil zwar bis in die 1970er-Jahre einsehbar sind, partiell aber für die Jahre 1920–1940 eine Sondergenehmigung einfordern.

ELENA KURAPOVA (Moskau), stellvertretende Direktorin des Russischen Staatsarchivs für Wirtschaft (RGAĖ), betrachtete das Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen aus ökonomischer Sicht. Sie analysierte verschiedenste Sektoren der Landwirtschaft, des Handels und der Industrie allgemein. Ihr Quellenkorpus besteht aus maschinell- und handgeschriebenen Dokumenten wie Quartals-, Jahres-, Monatspläne, Berichte sowie Korrespondenzen, Notizen und Karten. Sie regte dazu an, diesen bislang kaum benutzten Primärquellen künftig mehr Beachtung zu schenken.

Schließlich beleuchtete NATALJA STRIŽKOVA (Moskau), Leiterin der Abteilung der Archivkommunikation des Russischen Staatsarchivs für Literatur und Kunst (RGALI), die politisch-ideologische Bedeutung des Deutschen Theaters der Stadt Engels. Das Archiv beherbergt neben Theaterprogrammzetteln auch Dokumente zu einzelnen Vorstellungen, Dramaturgen und Künstlern. Fotografien, Graphiken und Korrespondenzen würden die überwiegend schriftlichen Quellen zu Russlanddeutschen abrunden.

Diesen Ansatz wählte auch NATALIJA KALANTAROVA (Krasnogorsk), Direktorin des Russischen Staatsarchiv für Film- und Fotodokumente (RGAKFD), in ihrem Beitrag über das weltweit älteste, 1926 gegründete Archiv für Kino- und Fotodokumente. Dieses verfügt über mehr als 200 Fotografien und 30 Filmmaterialien aus den Jahren 1924–1939 mit russlanddeutschem Bezug. Zwar sind die Urheber der meisten Dokumente unbekannt, dennoch sind diese nahezu vollständig digitalisiert. Eine Liste der Filme und Bilder wurde an die Organisatoren der Tagung weitergereicht.

Als erste Referentin der Sektion „Regionale Archive Russlands“ hob ELENA KAŠTANOVA (Engels), Direktorin des Historischen Staatsarchivs der Wolgadeutschen (GIANP), die Bandbreite der Überlieferungen ihres Archivs hervor, dessen Bestände vor allem für die Kulturforschung unersetzbare Quellen enthalten: Hausaufgabenhefte, Examensarbeiten aus persönlichen Nachlässen, gesammelte deutsche Märchen sowie Zeichnungen, Grundrisse, architektonische Pläne von Bauwerken sowie Kirchenmatrikel (Verzeichnisse von Taufen, Trauungen und Todesfällen) harren noch ihrer kulturgeschichtlichen Auswertung. Aufgrund der großen Nachfrage unterstützt das Archiv außerdem genealogische Recherchen und gibt eine Reihe über die Emigration von Kolonisten nach Amerika und in andere Weltregionen heraus.

ANDREJ SAVIN (Nowosibirsk) lenkte den Blick auf die religiösen Angelegenheiten der Russlanddeutschen. In seinem Vortrag präsentierte er seine Ergebnisse aus dem zehnjährigen internationalen Forschungsprojekt „Siberian Mennonite Research Project“ an der Russischen Akademie der Wissenschaften. Daraus sind kommentierte Editionen von Quellen zu den russlanddeutschen Mennoniten entstanden. Sie könnten weiteren Recherchen in einem breiteren historischen Kontext über die Ethnoreligiosität der Sowjetunion als Ausgangsmaterial dienen.

Den letzten Vortrag des Tages hielt TATJANA PLOCHOTNJUK (Stawropol) von der Nord-Kaukasischen Staatlichen Universität. Gerade auf regionaler Ebene lasse sich die russische und deutsche Geschichte am besten maßstabgerecht rekonstruieren und das Leben deutscher Siedler, ihre Anpassungen und Widersetzungen, die Organisation ihres kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens nachvollziehen. Ihre Beispiele bezog sie aus einer Reihe von regionalen Archiven, aus den Städten Stawropol, Rostow am Don, Krasnodar, Naltschik, Wladikawkas, Armawir und Taganrog.

Zum Abschluss des Tages unternahmen die Teilnehmer eine Exkursion in das Archiv des Bistums Passau. Direktor des Bistumsarchivs, HERBERT WURSTER, präsentierte seinen KollegInnen Dokumente, die auf historische Verflechtungen Bayerns mit Osteuropa verweisen. Trotz der Sprachbarriere entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Konservierung und Restaurierung von Archivbeständen.

Der dritte Tag der Konferenz war den Archiven aus anderen GUS-Ländern gewidmet. NATALIJA VENGER (Dnipropetrowsk) stellte ihre Forschungen zur sozio-ökonomischen Entwicklung der deutschen und mennonitischen Kolonien im Schwarzmeerraum vor, der früher „Neurussland“ hieß. Gestützt auf Archivquellen (erzählenden Quellen, Statistiken und Plänen) rekonstruierte sie die Siedlungsgeschichte der Städte Dnepropetrowsk, Saporischschja und Cherson und ihres Umlands.

Das Staatsarchiv des Gebiets Odessa enthält einen Bestand von Bildquellen und Plänen der Kirchen der deutschen Einwanderer aller Konfessionen. Sie erlauben es nach LILIJA BELOUSOVA (Odessa), stellvertretende Direktorin des Staatsarchivs des Gebiets Odessa (GAOO), das religiöse Leben von architektonischer Seite her zu beleuchten. Methodologisch nicht neu, aber fruchtbar wären ebenfalls vergleichende Studien hinsichtlich der ethnischen Deutschen und ethnischen Griechen. Das Archiv versteht sich als außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich durch intensive internationale Kooperationen mit Partnerinstitutionen auszeichnet. Dies soll nach Möglichkeit weiter fortgeführt werden und jungen Nachwuchswissenschaftlern im Rahmen eines Arbeitsaufenthalts forschungsrelevante Einblicke verschaffen.

Als Vermittler zwischen den Archiven und den Archivbenutzern präsentierte sich ALEX KÖHLER (Odessa), Direktor des Instituts der Ethnischen Forschungen. Seine Tätigkeit hat ihn zu der Erkenntnis geführt, dass die Auseinandersetzung Russlanddeutscher mit der eigenen Identität die Rehabilitation ihrer Vorfahren zwingend voraussetzt. Die Aufarbeitung dieser Geschichte stellt sowohl für den Forschenden als auch für das Archivpersonal eine emotionale Belastungssituation dar. Köhler wies zudem auf das neueste Gesetz in der Archivpolitik der Ukraine hin, das seit April 2015 alle Dokumente der ehemaligen sowjetischen KGB-Archive freigibt, was durchaus neue Erkenntnisse in der Erforschung der stalinistischen Repressionen nicht nur gegenüber den Deutschen erwarten lässt.

Den Nachfahren der 1941 von den Deportationsmaßnahmen betroffenen Deutschen empfahl KAJRAT ALIMGAZINOV (Almaty), ihre Familienforschung im Archiv des Präsidenten der Republik Kasachstan (AR RK) fortzusetzen, dessen stellvertretender Leiter er ist. Denn hier befinden sich die Personalakten, die über die kulturelle Abstammung Auskunft geben. Einen herausragenden Stellenwert nimmt außerdem der Bestand der deutschsprachigen Zeitung „Deutsche Allgemeine“ ein.

Das Staatsarchiv der Kirgisischen Republik verfügt, wie ELENA ROMANOVA (Bischkek), stellvertretende Direktorin, ausführte, über einmalige Dokumente der Alltagskultur der Deutschen in Kirgistan: Etwa einen Bericht über Käseexporte in die Schweiz! Bemerkenswert ist auch der Bestand an Bilddokumenten. Auch der Volksrat der Deutschen der Kirgisischen Republik hat an ihnen bereits sein Interesse bekundet und einige von ihnen publizieren lassen.

Im abschließenden Kommentar fasste VIKTOR KRIEGER (Heidelberg) die Ergebnisse der Tagung zusammen. Er gliederte den Inhalt der Vorträge in regionale, nationale und transnationale Kontexte einerseits sowie themenorientierte und methodologische Zugänge andererseits. Materialien zu inhaltlichen Schwerpunkten (Kolonienbildung, Wolgadeutsche Autonome Republik, Repressionen im Ersten und Zweiten Weltkrieg) gehören zum Standardforschungskatalog der vertretenen Archive. Diese Themen werden auch die Nachfolgegenerationen beschäftigen. Folglich sollte nach einer Vorgehensweise gestrebt werden, die die unterschiedlichen Sichtweisen auf das gleiche Phänomen anwendet. Die Aufgabe der Forscher bestehe nun in der Neuerkundung der facettenreichen Archivlandschaft und in der Aufnahme der Anregungen der Archivare, die er mit „ortskundigen Reisebegleitern“ verglich.

Die daran anschließende anregende Diskussion griff die von Krieger angeführten Vorschläge konstruktiv auf: Namentlich die Notwendigkeit, die Archive im postsowjetischen Raum umfassend zu vernetzen und ausländischen Forschern dieselben Zugangsbedingungen wie Inländern zu verschaffen. Es wurden konzeptionelle Überlegungen zur Präsentation der Konferenzergebnisse angestellt. Sollte der Schwerpunkt auf die Herausgabe eines Sammelbands oder gleich auf die Erstellung einer Datenbank gelegt werden? Nach welchen Kriterien aber sollten die – sehr heterogenen – Bestände der unterschiedlichen Archive geordnet, katalogisiert und verschlagwortet werden? Eine Internetplattform mit Vernetzungsmöglichkeiten könnte vor diesem Hintergrund als ein weiteres Standbein betrachtet werden. Auch auf die fortbestehende Relevanz von Archivquellen für den Nachweis einer deutschen Abstammung und der daran geknüpften Möglichkeit zur Stammbaumforschung wurde hingewiesen.

Alle Veranstaltungsteilnehmer waren sich darüber einig, dass die Erkenntnisse der Tagung und der neu gewonnene Überblick über die Archivbestände in der einen oder anderen Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen und der weiteren Forschung zugutekommen werden.

Konferenzübersicht:

Eröffnung der Konferenz, Begrüßung
Thomas Wünsch (Universität Passau)

Einführung in die Thematik
Natalia Donig (Universität Passau)

Opening Keynote
Arkadij German (Staatliche Universität Saratov): Istorija rossijskich nemcev i eë istočniki v archivach Rossii i drugich stran postsovetskogo prostranstva

Sektion I: Föderale Archive Russlands
Moderation: Pavel Polian (Universität Freiburg)

Einführungsvortrag
Victor Dönninghaus (Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa, Lüneburg): Issledovanija istorii rossijskich nemcev: problemy i perspektivy razvitija

Michail Ryženkov (Direktor RGADA, Moskau): Dokumenty po istorii nemcev-kolonistov v Rossii v fondach Rossijskogo gosudarstvennogo archiva drevnich aktov

Larisa Rogovaja (stellvertretende Direktorin GARF, Moskau): Obzor dokumentov Gosudarstvennogo archiva Rossijskoj Federacii po teme „Sovetskie/rossijskie nemcy“

Ljudmila Košeleva (Hauptarchivarin RGASPI, Moskau): Sovetskie nemcy v dokumentach Rossijskogo gosudarstvennogo archiva social'no-političeskoj istorii

Sektion II: Föderale Archive Russlands
Moderation: Alexander Ananyev (Universität Tübingen)

Michail Prozumenščikov (stellvertretender Direktor RGANI, Moskau): Dokumenty Rossijskogo gosudarstvennogo archiva novejšej istorii po istorii sovetskich nemcev: istorija komplektovanija i sovremennoe ispol'zovanie

Elena Kurapova (stellvertretende Direktorin, RGAĖ, Moskau): Dokumenty po istorii Avtonomnoj sovetskoj socialističeskoj respubliki nemcev Povolž'ja v fondach Rossijskogo gosudarstvennogo archiva ėkonomiki, 1919-1941 gg.

Natalja Strižkova (Leiterin der Abteilung der Archivkommunikation RGALI, Moskau): Nemeckij teatr v g. Ėngel'se v rusle ideologičeskoj politiki sovetskogo gosudarstva 1930-e gody (po materialam Rossijskogo gosudarstvennogo archiva literatury i iskusstva)

Natalija Kalantarova (Direktorin RGAKFD, Krasnogorsk): Kinofotodokumenty iz sobranija Rossijskogo gosudarstvennogo archiva kinofotodokumentov, posvjaščënnye nemcam Povolž'ja

Sektion III: Regionale Archive Russlands
Moderation: Lorenz Erren (Universität Mainz)

Elena Kaštanova (Direktorin GIANP, Engels): Gosudarstvennyj istoričeskij archiv nemcev Povolž'ja kak osnovnoj istočnik izučenija istorii i kul'tury Povolžskich nemcev

Andrej Savin (Russische Akademie der Wissenschaften, Nowosibirsk): „Siberian Mennonite Research Project": poisk i vvedenie v naučnyj obopot dokumentov po istorii mennonitov v Rossii v 20 veke

Tatjana Plochotnjuk (Nord-Kaukasische Staatliche Universität, Stawropol): Formirovanie pertinentnogo korpusa istočnikov po istorii rossijskich nemcev na osnove materialov fondov regional'nych archivov: Severnyj Kavkaz

Besuch des Archivs des Bistums Passau

Sektion IV: Archive der GUS-Länder: Ukraine, Kasachstan, Kirgistan
Moderation: Johannes Merklinger (Universität Passau)

Natalija Venger (Staatliche Universität Dnipropetrowsk): Otraženie problem social'no-ėkonomičeskogo razvitija nemeckich i mennonitskich kolonij Juga Rossijskoj imperii i Ukrainy v archivach Dnipropetrovskoj, Zaporožskoj i Chersonskoj oblastej

Lilija Belousova (stellvertretende Direktorin GAOO, Odessa): Istočniki po istorii rossijskich nemcev v fondach Gosudarstvennogo archiva Odesskoj oblasti: formirovanie, vidy dokumentacii, stepen' razrabotki i uslovija dostupa

Alex Köhler (Direktor des Instituts der Ethnischen Forschungen, Odessa): Dokumenty o nemcach – žertvach totalitarnogo režima v archivach Ukrainy: naličie, dostup, stepen' obrabotki, potencial

Kajrat Alimgazinov (stellvertrender Direktor AP RK, Almaty): Dokumenty i materialy fondov Archiva Presidenta Respubliki Kazachstan po istorii nemeckoj diaspory

Elena Romanova (stellvertretende Direktorin des Staatsarchivs der Kirgisischen Republik, Bischkek): Archivnye dokumenty po istorii nemcev v Kyrgyzstane

Kommentar
Viktor Krieger (Universität Heidelberg)

Abschlussdiskussion


Redaktion
Veröffentlicht am
18.02.2016
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprache(n) der Konferenz
Russisch
Sprache des Berichts