Vorsorgen in der Moderne. Akteure – Räume – Praktiken

Ort
München
Veranstalter
Nicolai Hannig, Ludwig-Maximilians-Universität München; Malte Thießen, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Datum
20.03.2015 - 21.03.2015
Von
Anette Schlimm, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Vorstellung, dass Gesellschaften planbar seien, ist ein zentrales Charakteristikum der Moderne. Einen wichtigen Aspekt der Planbarkeit menschlicher Gesellschaften stellt die Abwehr von Gefahren und Risiken dar, oder umgekehrt ausgedrückt: viele moderne Planungsprojekte zielten implizit oder explizit auf die Herstellung von Sicherheiten ab. Die Erforschung der Vorstellungen von Sicherheit, ihrer diskursiven Hervorbringung und gesellschaftlichen wie technischen Durchsetzung sowie der Widerstände und Kritiken, die sich diesen Versuchen in den Weg gestellt haben, stellt derzeit einen besonders produktiven Zweig (zeit-)geschichtlicher Forschungen dar. In diesen Kontext reihte sich auch die hier zu besprechende Tagung ein, die Ende März an der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfand und „Vorsorge als Versprechen der Moderne“ in den Blick nahm. Die Organisatoren der Tagung, Nicolai Hannig und Malte Thießen, hatten ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das den Vorsorge-Begriff aus der medizinhistorischen Verengung herauslösen und als Sonde für die Geschichte des (langen) 20. Jahrhunderts etablieren sollte.

Im Einführungsvortrag schlug NICOLAI HANNIG (München) zunächst ein begriffliches Raster vor, um unterschiedliche Praktiken der Gefahrenabwehr zu differenzieren, statt die Begriffe Schutz, Vorsorge und Prävention synonym zu verwenden. Während Praktiken des Schutzes, so Hannig, meist spontan und wenig geplant seien, basiere Vorsorge auf der Kalkulation von Risiken und habe das Ziel, den Schaden durch ein eintreffendes Risiko so gering wie möglich zu halten. Prävention schließlich, als stärkste Form der Sicherheitspraktiken, sei die Kombination von Risikokalkulation mit konkreten Abwehrmaßnahmen: Das drohende Ereignis sollte erst gar nicht eintreffen. Diese Auffächerung der Begriffe verspreche einen heuristischen Mehrwert, um unterschiedlich Interventionsfelder miteinander in Beziehung setzen zu können. Zudem biete diese Differenzierung auch eine Periodisierungshilfe: Als Arbeitshypothese der Tagung schlug Hannig vor, nicht allgemein Vorsorge, sondern gerade die konkrete Form der Prävention als Charakteristikum der Moderne zu verstehen. MALTE THIESSEN (Oldenburg) schloss sich mit einer Reflektion über den Untertitel der Tagung an und plädierte für die empirische Konkretion der allgemeineren Überlegungen. Der Fokus auf die Akteure – die Experten, Kooperationen und Netzwerke ebenso wie die im Zuge der Vorsorgepraktiken erzeugten Risikogruppen – mache konkrete Handlungen und Institutionalisierungsprozesse sichtbar. Vorsorge müsse zudem in konkreten Räumen – Handlungsorten und Interventionsfeldern, aber auch Zeit-Räumen – gedacht werden. Zudem sollten die Praktiken der Vorsorge genauer untersucht werden, um zu zeigen, wie Planbarkeitsutopien und Sicherheitsversprechen in unterschiedlichem Ausmaß ihren Weg in den Alltag der Menschen fanden.

Mit ihren zwei Vorträgen im ersten Panel zeichneten ANNELIE RAMSBROCK (Potsdam) und FABIAN KLOSE (Mainz) ein breites Panorama der Prävention von Gewalt. Ramsbrock widmete sich den Prognose-Praktiken, die für die strafrechtliche Praxis der Sicherungsverwahrung im Deutschland des 20. Jahrhunderts zunächst legitimierend wirkten. In den letzten Jahrzehnten aber, so Ramsbrock, sei die wissenschaftliche Hoffnung, zukünftige Verbrechen prognostizieren zu können, geschwunden, ohne dass dies politische Folgen gehabt habe. Ramsbrock nahm damit direkt zu Beginn der Tagung den Bereich in den Blick, der die folgenden zwei Tage am stärksten prägen sollte: die Wissenserzeugung für die Vorsorge. Klose hingegen konzentrierte sich auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts und die von Großbritannien ausgehenden Versuche, im Namen der Humanität ein internationales Staatennetzwerk gegen den Sklavenhandel zu etablieren. Mit diesen präventiven Praktiken als Mittel der internationalen Politik zielte das britische Empire darauf, eine möglichst breite Koalition im Namen der Menschenwürde zu schmieden; gleichzeitig etablierten aber gerade diese Netzwerke internationale Hierarchien und Doppelstandards, die vor allem der Machtsicherung und -expansion des Empire dienten.

Das zweite Panel wandte sich verschiedenen wirtschaftlichen Akteuren zu. MARTIN LENGWILER (Basel) analysierte die Praktiken der Versicherungswirtschaft seit der Frühen Neuzeit in drei zeitlichen Schnitten. Während die Entwicklungen der Frühen Neuzeit als Rationalisierungsprozess im Hinmarsch auf die Moderne beschrieben werden könne, analysierte er für die Mitte des 20. Jahrhunderts die Dialektik der Semantiken von Sicherheit und Unsicherheit, mit der Versicherungsunternehmen ihre Dienste anpriesen. In der Entwicklung hin zur Gegenwart konstatierte Lengwiler die Verbriefung als aktuellen Trend in der Versicherungswirtschaft, den Staat als klassischen Letztgaranten durch den Investor zu ersetzen. CHRISTOPH STRUPP (Hamburg) arbeitete den Zusammenhang von Vorsorge und Wirtschaft in einer ganz anderen Weise heraus, als er darstellte, welche Bedeutung der Topos Vorsorge als Argument in den Debatten um die Erweiterung des Hamburger Hafens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte. Die Vorstellung der „Flächenvorsorge“ diente vor allem dazu, für die mittlere oder fernere Zukunft Möglichkeiten der Entwicklung offenzuhalten. So wurde, wie Strupp argumentierte, argumentativ die zeitliche Lücke zwischen der Räumung von Stadtvierteln in der Gegenwart und der zukünftigen Nutzung durch den Hafen geschlossen.

Das dritte Panel näherte sich dem Thema der Tagung ex negativo, aus der Perspektive der Risikoerzeuger beziehungsweise der Vorsorgeverweigerer. RÜDIGER GRAF (Potsdam) stellte Ansätze der Verhaltensökonomie dar, die zu erklären versuchten, warum sich Individuen der Vorsorge entzogen bzw. die (vermeintliche) Notwendigkeit zur Vorsorge ignorierten. Zum einen zeigte er damit die Grenzen von Vorsorge und Versicherheitlichung auf, zum anderen schlug er aber auch vor, die Verhaltensökonomie als Teil einer Geschichte der Gouvernementalität zu interpretieren, also als Werkzeug für die Steuerung von vermeintlich irrationalem Verhalten und damit gerade als Teil des Paradigmas der Versicherheitlichung. BENJAMIN HERZOG (Bochum) widmete sich dem Topos des „menschlichen Versagens“ in technischen Systemen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand ein diskursiver Bruch statt, so Herzog. Hatte man vorher versucht, eine Null-Fehler-Technik zu entwickeln, setzte sich nun die Idee durch, die Technik müsse menschliche Fehler tolerieren können.

Der Körper als Gegenstand und Instrument von Vorsorge stand im vierten Panel im Zentrum der Überlegungen. FRANK BECKER (Essen) gab Einblick in ein neues Projekt, das sich mit den Grenzbereichen von Arbeits- und Sportwissenschaft beschäftigt, um die Idee des „Ausbrennens“ bzw. dessen Verhinderung zu analysieren. Nach dem Ersten Weltkrieg, so Becker, setzte ein Umdenken gerade in der Arbeitswissenschaft ein, denn Humanressourcen galten nun als knapp und mussten folglich pfleglich behandelt werden. Diese Vorstellung, die Anregungen zur Wiederherstellung der verbrauchten Energie aus der Sportwissenschaft bezog, war dabei stark auf das ökonomische und biopolitische Ganze fokussiert. NINA MACKERT (Erfurt) präsentierte die Praktiken des Kalorienzählens als Vorsorgepraktik des frühen 20. Jahrhunderts. Auch hier, mit Blick auf die USA, wurde die kollektive Biopolitik als Antriebsmotor der Individualdisziplinierung deutlich. Die Gefahr, vor der man sich und seinen Körper schützen musste, war allerdings nicht das drohende Übergewicht, sondern die Ermüdung, die Fatigue, die durch falsche Ernährung ausgelöst werden könne.

Zum Abschluss des ersten Tages appellierte LUCIAN HÖLSCHER (Bochum), bei der Erforschung von Vorsorge die Zukunft (oder Zukünfte) des 20. Jahrhunderts stärker in den Fokus zu rücken. Dabei müssten neben den Zukunftsvorstellungen vor allem auch die Folgen dieser Entwürfe untersucht werden, ihre Nachwirkungen und ihre individuellen wie kollektiven Effekte. Gerade im 20. Jahrhundert hätten vergangene Zukünfte häufig subkutan weitergewirkt, ohne dass dies schon in ausreichendem Maße wissenschaftlich analysiert worden sei.

Der zweite Tag stand im Zeichen von Natur und Technik und ihrem Verhältnis zur Vorsorge. FRANZ MAUELSHAGEN (Essen/München) widmete sich in seinem Vortrag der Entstehungsgeschichte von Szenarien, die er als Instrument verstand, unter den Voraussetzungen der Ungewissheit die Zukunft zu antizipieren. Der Vorsorgecharakter der Szenarien, die er von der Commedia dell’arte bis in die Gegenwart verfolgte, machte er in ihrer spezifischen Narrativität aus. Durch die Antizipation des nicht Prognostizierbaren sollte die preparedness von Menschen und Systemen erhöht werden. Im zweiten Vortrag widmeten sich DIRK VAN LAAK und KAI NOWAK (beide Gießen) den Dynamiken der Sicherheit in der Verkehrssicherheitsforschung. Der Straßenverkehr, so van Laak, sei als wichtiger alltäglicher Interaktionsraum der Moderne voller Unkontrollierbarkeiten und damit ein Paradebeispiel dafür, wie sich Sicherheitsdynamiken ausprägen könnten. Nowak verfolgte dies in einem konkreten Wissensfeld, nämlich der Vorstellung eines „7. Sinns“. Dieser Sinn, der so genannte Verkehrssinn, setzte sich als Idee und Interventionsort in der Verkehrssicherheitsforschung nach dem Zweiten Weltkrieg durch und sollte dazu dienen, das Verkehrssubjekt in die Situation zu versetzen, flexibel und doch verantwortlich im Verkehr agieren zu können. Die Überschneidungen mit den Vorstellungen des menschlichen Versagens, die Benjamin Herzog am Tag zuvor analysiert hatte, wurden hier besonders deutlich. MARTIN H. GEYER (München) beschloss das Panel mit einem Vortrag zur biopolitischen Wende der Ökonomen in den 1980er-Jahren. Die „Geburtenlücke“, so Geyer, ermöglichte die Beschreibung neuer Risiken, die Notwendigkeit neuer Vorsorgemaßnahmen und bedingte zudem den Schulterschluss von Ökonomen und politisch argumentierenden Demografen ab den 1970er-Jahren. Die Risiken der Zukunft, die im Modus der Geburtenlücke beschrieben wurden, wurden über politische Entscheidungen und neue Formen der Vorsorge in die Gegenwart eingespeist und beeinflussten so das Handeln der Zeitgenossen. Die Bundesrepublik Deutschland stellt dabei einen sozialstaatlichen Sonderfall dar, da hier durch die Thematisierung der Geburtenlücke die Nachhaltigkeit auch in sozialpolitischer Hinsicht zu einem politischen Problem wie Programm wurde; dadurch erhielten Ökonomen und Demographen besonderen Einfluss in der Funktion von Systemstabilisatoren.

Nach anderthalb Tagen konnten die Organisatoren auf eine kompakte und produktive Tagung zurückblicken. Deutlich hatte sich gezeigt, dass der Fokus auf Vorsorgestrategien und -techniken eine Möglichkeit ist, sehr heterogene Felder der Geschichte des 20. Jahrhunderts miteinander zu verzahnen und vergleichend zu diskutieren. Rückblickend zeigte sich, dass der Wissensgeschichte der Vorsorge im Rahmen der Tagung besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt worden war. In der weiteren Forschung müssten vor allem die Folgen der Vorsorgepraktiken in ihren sozialen Kontexten noch genauer beleuchtet werden, wie Malte Thießen in der Abschlussdiskussion betonte.

Abschließend bietet es sich an, das eingangs vorgeschlagene dreifache Begriffsschema noch einmal einer Durchsicht zu unterziehen: Hat die heuristische Trennung von Schutz, Vorsorge und Prävention sich als Raster für die Analyse der hier untersuchten Praktiken und Wissensformen bewährt? Welche Periodisierungsvorschläge lassen sich daraus möglicherweise ableiten?

Die Unterscheidung von Vorsorge und Prävention, die vor allem in der deutschen Sprache ihre Plausibilität entfaltet, wurde immer wieder während der Tagung angesprochen und auf ihre Tauglichkeit hin befragt. Es zeigte sich, dass häufig beide Aspekte, das Geringhalten des Schadens und die Abwehr eines besonders gravierend eingeschätzten Gefahrenereignisses, Hand in Hand gingen. Besonders eindrücklich wurde dies in der Sektion zur Körpergeschichte: Während die Alltäglichkeit der „Sorge um sich“[1] dazu diente, die Individuen für die alltäglichen Herausforderungen der modernen Welt fit zu machen, drohten doch am Horizont immer die großen Risiken, die es abzuwenden galt: das finale Ausbrennen des industrialisierten Körpers bzw. die durch falsche Ernährung herbeigeführte Fatigue, die auf jeden Fall verhindert werden mussten. Allerdings wäre noch einmal genauer zu überprüfen, inwiefern diese Extremfälle vor allem als legitimierende Strategien zur Etablierung einer alltäglichen Selbstpraktik der Körper-Sorge dienten. Die Differenzierung von Prävention und Vorsorge kann also möglicherweise dabei helfen, verschiedene Bestandteile der Wissensformen und Implementierungspraktiken zu unterscheiden und in ihren jeweiligen Funktionen genauer zu untersuchen.

Eine Hoffnung, die die Organisatoren mit der Etablierung des heuristischen Dreierschemas verknüpft hatten, war die Möglichkeit einer Periodisierung. Prävention als Signum der Moderne – was ist rückblickend dazu zu bemerken? Die Beobachterin hat vor allem einen Schluss gezogen, dass nämlich Prävention nicht als Schluss- und Höhepunkt einer teleologischen Entwicklung der Versicherheitlichung verstanden werden sollte. Prävention, so wäre als These zu formulieren, entfaltete ihre besondere Wirkung als ein nicht eingelöstes Versprechen der Hochmoderne. Das unbedingte Zutrauen in technische und wissenschaftliche Totalbeherrschung der Welt erodierte aber spätestens ab der Mitte des 20. Jahrhunderts. In vielen Beiträgen, zum Beispiel von Ramsbrock, Graf, Herzog, Mauelshagen, van Laak und Nowak oder Geyer, zeigte sich, dass sich seit den 1950er-Jahren langsam neue Praktiken und Wissensformen herausbildeten, die gerade das Nicht-Wissen und die Unkontrollierbarkeit der natürlichen, technischen und sozialen Welt einzufangen und zu berücksichtigen versuchten. Das ging einher mit der Auffächerung verschiedener Zukünfte, wie sie idealtypisch in Praktiken von Simulation und Szenarien verkörpert werden, aber auch mit dem Ansatz, Institutionen und Systeme flexibel und anpassungsfähig zu halten. Ob das nun die Integration eines demographischen Faktors in die sozialen Sicherungssysteme (Geyer), die Pflege und Stärkung eines „7. Sinns“ (van Laak/Nowak) oder die Entwicklung von „forgiving technologies“ (Herzog) war – statt der Abwehr einer bekannten Gefahr geht es nun um die Herstellung von Resilienz, um diesen derzeit viel diskutierten Begriff zu benutzen. Ob diese auf den ersten Blick plausible Periodisierungsthese sich auch in der empirischen Forschung bewährt, werden jedoch weitere Untersuchungen zeigen müssen.

Konferenzübersicht:

Malte Thießen (Oldenburg) / Nicolai Hannig (München), Vorsorgen in der Moderne: Einführung in das Tagungsthema

Sektion 1: Gewalt
Moderation: Sabine Freitag (Bamberg)

Annelie Ramsbrock (Potsdam), Lebenslang. Zum Verhältnis von Prognostik und Prävention bei der Sicherungsverwahrung

Fabian Klose (Mainz), Humanitäre Intervention als präventives Instrument der internationalen Politik?

Sektion 2: Wirtschaft
Moderation: Christiane Kuller (Erfurt)

Martin Lengwiler (Basel), Vorsorge als Geschäft? Vorsorgetechniken des Versicherungswesens und ihre Grenzen

Christoph Strupp (Hamburg), Planen für die Zukunft. Vorsorge als Argument im Streit um die Hamburger Hafenerweiterung

Sektion 3: Vorsorgeverweigerer
Moderation: Dietmar Süß (Augsburg)

Rüdiger Graf (Potsdam), Sorglosigkeit. Verhaltensökonomie und die Grenzen von Vorsorge und Versicherheitlichung

Benjamin Herzog (Bochum), „Menschliches Versagen“ in den Risikotechnologien der Hochmoderne

Sektion 4: Körper
Moderation: Margit Szöllösi-Janze (München)

Frank Becker (Essen), Vorsorgen oder Ausbrennen. Der Körper des Werktätigen im Fokus von Arbeits- und Sportwissenschaft (1918-1933)

Nina Mackert (Erfurt), Becoming able. Ernährung und das Versprechen der Vorsorge in den USA um 1900

Lucian Hölscher (Bochum), Die Zukunft des 20. Jahrhunderts – ein Forschungsnetzwerk

Sektion 5: Natur und Technik
Moderation: Helmut Trischler (München)

Franz Mauelshagen (Essen/München), Szenarien: Auf das Unerwartete vorbereitet sein durch Inszenierung der Zukunft

Dirk van Laak/Kai Nowak (Gießen), Automatismen als Unfallprävention? Verkehrssicherheit in der frühen Bundesrepublik und das Prinzip der Selbstkontrolle

Martin H. Geyer (München), Vorsorge, Demografie und Nachhaltigkeit: Die biopolitische Wende der Ökonomen in den 1980er-Jahren

Abschlussdiskussion

Anmerkung:
[1] Michel Foucault, Die Sorge um sich (Sexualität und Wahrheit 3), Frankfurt am Main 1986 (Orig. 1984).

Zitation
Tagungsbericht: Vorsorgen in der Moderne. Akteure – Räume – Praktiken, 20.03.2015 – 21.03.2015 München, in: H-Soz-Kult, 13.05.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5971>.