Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century

Ort
Essen
Veranstalter
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI); Duitsland Instituut Amsterdam (DIA); Deutsches Historisches Institut Paris (DHIP); Bergische Universität Wuppertal; Arbeitskreis für Deutsch-Niederländische Geschichte/Werkgroep voor Duits-Nederlandse Geschiedenis (ADNG/WDNG)
Datum
07.07.2016 - 08.07.2016
Von
Ann-Kristin Glöckner, Institut für Geschichte, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg; Bernhard Liemann, Fachinformationsdienst Benelux, Universität Münster

Während des Zweiten Weltkriegs lebten in Europa rund „200 Millionen Menschen zwischen Tromsø und Heraklion sowie Smolensk und Bordeaux“[1] unter deutscher Besatzung. Wurden in der Weltkriegsforschung die Beziehungen zwischen Besetzten und Besatzern lange mit Hilfe der Begriffe Kollaboration und Widerstand untersucht, so scheint es seit einiger Zeit Unbehagen mit diesem dichotomen Begriffspaar zu geben. Hiervon zeugen nicht zuletzt die jüngsten Diskussionen um den Begriff des bystanders.[2] Wie können Besatzungsgesellschaften konzeptionell gefasst werden? Welche Alltagserfahrungen teilen die verschiedenen europäischen Gesellschaften unter deutscher Okkupation miteinander? Wo lassen sich in den verschiedenen Besatzungsgesellschaften Westeuropas im Zweiten Weltkrieg Unterschiede finden und warum? Zur Diskussion dieser Fragen fand am 7. und 8. Juli 2016 in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Deutsch-Niederländische Geschichte, der Bergischen Universität Wuppertal, dem Deutschen Historischen Institut Paris sowie dem Duitsland Instituut Amsterdam am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen der Workshop „Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century“ statt.

Das erste Panel zu Ethnic Cleansing and Nationalities Policy wurde von JAKOB MÜLLER (Berlin) eröffnet, der in seinem Vortrag die deutsche Militärverwaltung und ihre Volkstumspolitik in Belgien während des Zweiten Weltkriegs vor dem Hintergrund des Erfahrungshorizontes aus dem Ersten Weltkrieg analysierte. Hatte Oscar von der Lancken-Wakenitz, im Ersten Weltkrieg Chef der politischen Abteilung in Brüssel, Belgien noch als terra incognita bezeichnet, so sei das Nachbarland im Zweiten Weltkrieg in den Augen der Deutschen alles andere als ein unbeschriebenes Blatt gewesen. Vielmehr habe hier die Volkstumspolitik ab 1940 ein Kernelement der Besatzungsherrschaft ausgemacht. Eine Art Missverständnis sei hierbei ab 1940 prägend für das Verhältnis zwischen den flämischen Nationalisten und der deutschen Militärverwaltung gewesen. Fand doch eine bereits 1917 im Kontext der Flamenpolitik erfolgte Aufspaltung Belgiens in einen flämischen und wallonischen Teil 1940 zur großen Enttäuschung der flämischen Nationalisten eben nicht statt. Die Ziele der deutschen Besatzer seien im Zweiten Weltkrieg radikaler gewesen und hätten nicht nur die Verwaltung des Landes, sondern deren tatsächliche Beherrschung zum Ziel gehabt.

KATJA HAPPE (Freiburg) ging in ihrem Beitrag der Frage nach, wie die Arbeit des Jüdischen Rates in den von Nazi-Deutschland besetzten Niederlanden zu bewerten sei. Als soziales Kontrollinstrument von den Besatzern eingesetzt, befand sich der Jüdische Rat an der gesellschaftlich bedeutsamen Schnittstelle zwischen Besatzungsmacht und jüdischer Gemeinschaft. Einerseits habe der Jüdische Rat unter der totalen Kontrolle der Besatzer gestanden und nur in einem äußerst engen Rahmen eigene Entscheidungen fällen können. Andererseits habe man genau diesen Raum nutzen wollen, um Schlimmeres zu verhindern. Ein Erklärungsansatz, warum die Niederlande mit circa 75 Prozent ermordeter jüdischer Bevölkerung die höchste Todesrate aller von den Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs besetzten Staaten in Westeuropa aufweisen, sei die im Vergleich zu Belgien fehlende Besatzungserfahrung aus dem Ersten Weltkrieg.

MARIEKE OPREL (Amsterdam) unterstrich in ihrem Vortrag zum Umgang mit feindlichen Ausländern (hier: Deutsche) nach der Befreiung der Niederlande, dass die Beziehungen zwischen Besatzern und Besetzten konzeptionell nicht auf das dichotome Begriffspaar Kollaboration und Widerstand reduziert werden könnten. In der niederländischen Historiographie sei zudem die Analysekategorie „Besatzung“ von der Perspektive eines passiven „Besetzt-Seins“ dominiert. Wegen der niederländischen Präsenz in Indonesien und den niederländischen Annexionsplänen gegenüber Deutschland (Bakker-Schut-Plan 1945) müsse diese Analysekategorie jedoch um die Perspektive des aktiven Besetzens erweitert werden.

Mit einem Vergleich der Volkstumspolitik in den während des Zweiten Weltkriegs deutschannektierten Gebieten Polens, Frankreichs und Sloweniens beschäftigte sich der Vortrag von ALEXA STILLER (Bern). Die NS-Besatzungsbehörden vertrieben aus allen drei Annexionsgebieten zwischen elf und 15 Prozent der Wohnbevölkerung. Während bei den ideologischen Motiven und dem Ausmaß an praktizierter Gewalt die Unterschiede im Vordergrund gestanden hätten, könne man bei den Mustern der Deportationstechniken hingegen viele Gemeinsamkeiten erkennen. Diese wiederum ließen sich nicht zuletzt durch Kontinuitäten bei den handelnden Personen erklären.

Die zweite Sektion widmete sich der Economic and Social Policy und begann mit KENNETH BERTRAMS‘ (Brüssel) Vortrag zu den Diskussionen um die Einführung einer staatlichen Sozialversicherung im besetzen Belgien (1940-1944). Da diese Versuche in Belgien letztlich als gescheitert angesehen werden, habe die Forschung den Bereich der Sozialpolitik als Instrument der Besatzungspolitik (und die internationale Propaganda hierzu) bisher vernachlässigt. Bertrams veranschaulichte die komplexe Gemengelage mit ihren verschiedenen Wechselwirkungen zwischen deutschen Besatzern und belgischen Akteuren aus dem Arbeitsministerium, den Gewerkschaften und Arbeitergeberverbänden in einem nach lebensweltlichen Anschauungen versäulten Land.

DANIEL HADWIGER (Tübingen) bot einen vergleichenden Überblick über Aktivitäten, Ideologie und Rezeption der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ (NSV) in Frankreich und den Niederlanden (1940-1945). Am Beispiel der NSV zeigte er auf, inwiefern soziale Fürsorge zu einem wichtigen Bestandteil deutscher Besatzungspolitik wurde. Nachdem man durch die raschen Siege im Westen bereits seine militärische Überlegenheit demonstriert hatte, habe man sich propagandistisch höchst wertvoll auf dem Feld der Kriegswohlfahrt als fürsorgende Besatzungsmacht präsentiert, um die Herzen der Bevölkerung zu gewinnen. Weil die Niederlande im Gegensatz zu Frankreich als stammesgleiches Brudervolk angesehen wurden, sei es hier zu einer deutlich engeren Zusammenarbeit gekommen.

AGNES LABA (Wuppertal) stellte Überlegungen zu den politischen und sozialen Implikationen des Rationierungssystems im befreiten Frankreich an. Die Regierung de Gaulle hatte in der erst 1949 beendeten Nahrungsmittelrationierung nicht nur ein geeignetes Mittel zur Handhabung der Hungerproblematik gesehen, sondern sie gleichzeitig zur Herstellung des demokratischen Versprechens von égalité politisch aufgeladen. In diesem Kontext führte Laba den Foucaultschen Begriff der Bio-Macht ein, mit dessen Hilfe eine ergänzende Perspektive bei der Beziehungsanalyse vom Staat zu seinen Bürgern geboten werde. Gleichzeitig diskutierte sie, inwieweit die Kontinuität des Rationierungssystems aus der Zeit des Vichy-Regimes als symbolische Hypothek die Sprengkraft in sich barg, den französischen Staat unmittelbar nach dessen Befreiung eher zu legitimieren oder zu delegitimieren.

Der erste Konferenztag schloss mit einem Abendvortrag von PIOTR MADAJCZYK (Warschau) ab, der als Ausgangpunkt die Frage nahm, ob sich die deutsche Besatzung westeuropäischer Länder mit der „im Osten“ vergleichen lässt. Abgesehen von der Problematik der Definition des östlichen Gebietes, liege der wesentliche Unterschied in abweichenden Besatzungsstrategien der Nationalsozialisten. Während auf der einen Seite die „Germanisierung“ westlicher Länder im Mittelpunkt gestanden habe, sollte auf der anderen Seite „Lebensraum im Osten“ erschlossen werden. Dabei sei Ethnizität zu einem Organisationselement der rassistischen Besatzungspolitik im Osten geworden, habe aber auch zu unterschiedlicher Selbstwahrnehmung der Besetzten verschiedener Herkunft geführt. Somit habe sich der Alltag in den Ländern in Ost und West, insbesondere im Hinblick auf Gewaltanwendungen, sehr unterschiedlich dargestellt und daher sei auch die Besatzungserfahrung nur schwer vergleichbar. Vor diesem Hintergrund plädierte Madayczyk eher für einen Vergleich zwischen deutscher und sowjetischer Okkupation im Osten als für eine Analogie zwischen nationalsozialistischer Besatzung west- und osteuropäischer Länder. Dieser Standpunkt führte zu Diskussionen im Plenum über den Vergleich als methodisches Instrument, wobei der Mehrwert des Herauslösens aus nationalen Narrativen betont wurde.

Der zweite Konferenztag begann im Panel zu Encounter and Experience mit einem Beitrag von BYRON SCHIRBOCK (Köln/Paris) zu der Frage, wie sich Besatzer und Besetzte während der deutschen Okkupation Frankreichs in ihrer Interaktion erfassen lassen. Er schlug dabei den Ansatz vor, über Alltagspraktiken der deutschen Soldaten einen Zugang zur Besatzungserfahrung zu eröffnen. Bei dieser praxeologisch inspirierten Alltagsgeschichte würden anhand ausgewählter Orte Begegnungen zwischen Deutschen und Franzosen in den Blick genommen, um so Machtaushandlungen in ihrer Dynamik zu erfassen.

Im Folgenden stellte RICK TAZELAAR (Amsterdam) den Dirigenten Willem Mengelberg und seine Rolle während der deutschen Besatzung der Niederlande vor. Der von deutschen Eltern abstammende Mengelberg hatte sich während seiner Zeit als Dirigent des berühmten Concertgebouw-Orchesters in Amsterdam stets für eine deutsch-niederländische Verständigung und den kulturellen Austausch eingesetzt. Nach 1933 habe er versucht dies weiterzuführen, sei aber für seine unkritische Haltung gegenüber den Nationalsozialisten in der niederländischen Öffentlichkeit angegriffen worden und habe nach und nach an Rückhalt in „seinem“ Orchester verloren. Letztendlich habe Mengelberg durch sein Handeln geholfen, die NS-Kulturpolitik zu implementiert und die deutsche kulturelle Propaganda zu verbreiten.

Das Panel schloss mit einem Vortrag von RAPHAËL SPINA (Marseille) ab, in dem er sich mit den französischen Zwangsarbeitern beschäftigte, die im Rahmen des Service du Travail Obligatoire nach Deutschland geschickt wurden. Die Zwangsarbeit von Franzosen in Deutschland führte erzwungenermaßen zu direkten Begegnungen zwischen Deutschen und Franzosen. Die Wahrnehmung „des anderen“ war dabei sehr ambivalent. Die Deutschen hätten die französischen Arbeiter als effizient, aber auch als kriminell, insbesondere da sie aktiv auf dem Schwarzmarkt gewesen wären, beschrieben. Die stereotype Vorstellung vom Franzosen als Verführer finde sich ebenfalls in den Quellen. Die Franzosen hätten die Deutschen in den meisten Fällen als ihre Feinde, die verantwortlich für ihr Zwangsexil sind, betrachtet. Sie seien daher häufig unter sich geblieben und hätten wenig Interesse an dem fremden Land und seinen Einwohnern gehabt. Da aber vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder vor Ort gewesen seien, hätten sie auch manchmal Mitgefühl mit den Deutschen entwickelt, die von den Folgen der alliierten Bombardierungen betroffen waren. In der Selbstwahrnehmung vieler ehemaliger Zwangsarbeiter hätten sie rückblickend zur Annäherung zwischen den beiden Nationen beigetragen.

In der letzten Sektion zu Legacies, Burdens, Aftermath sprach zu Beginn FELIX BOHR (Göttingen) über die vier deutschen Kriegsverbrecher, die nach dem Zweiten Weltkrieg in dem niederländischen Ort Breda ihre lebenslangen Haftstrafen im Gefängnis verbringen sollten. Sie wurden unter dem Begriff der „Vier von Breda“ bekannt und sorgten sowohl in der deutschen als auch in der niederländischen Öffentlichkeit für Aufsehen. Die vier ehemaligen SS-Mitglieder hätten parteiübergreifende Unterstützung von den Bundesregierungen bis 1989 in Form von monatlichen finanziellen Zuwendungen erhalten, es seien Anwälte bezahlt und politische Anstrengungen unternommen worden, um sie vorzeitig aus der Haft zu entlassen. Dahinter habe eine starke Lobby aus alten Mitkämpfern und anderen Sympathisanten gestanden. Auch eine niederländische Hilfsgemeinschaft, die aus ehemaligen SS-Kämpfern bestand, leistete Unterstützung. Eine mögliche frühzeitige Entlassung der Gefangenen führte zu Demonstrationen vieler Niederländer. Die „Vier von Breda“ seien zu Symbolfiguren für die während der deutschen Besatzung der Niederlande begangenen Verbrechen geworden. Die Inhaftierten selbst hätten sich als „Opfer ihrer Vergangenheit“ gesehen. Anhand dieses Falls wurde eindrücklich die Entwicklung der Erinnerungskultur in den beiden Ländern deutlich.

JONAS CAMPION (Lille) schloss den Workshop mit einem Vortrag über die Bedeutung der Polizei während der nationalsozialistischen Besatzungszeit ab. Er erarbeitete anhand von drei Fallbeispielen von Polizisten aus Belgien (Charleroi), Frankreich (Lens) und den Niederlanden (Arnheim) Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Rolle der Polizei in den Besatzungsgesellschaften dieser drei Länder. Ausgehend von einem biografischen Ansatz der mittleren Dienstgrade stellte er grundsätzliche Überlegungen über die Stellung der Polizei während einer Okkupation an.

Der Workshop konnte aufgrund seines vergleichenden Ansatzes neue Perspektiven auf die deutsche Besatzung westeuropäischer Länder eröffnen. Lange Zeit stand der nationale Untersuchungsrahmen im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Besatzungen. Das Feld der Begegnungen zwischen Besatzern und Besetzten sowie die damit verbundenen unterschiedlichen Okkupationserfahrungen rücken mittlerweile zunehmend in den Fokus der Forschung und stellen damit einen Gegenentwurf zur lange Zeit vorherrschenden Top-down-Perspektive dar. Auch die Frage nach Kontinuitäten sowie Diskontinuitäten nach 1945 findet immer mehr Beachtung – unter anderem auch im Hinblick auf die alliierte Besatzung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.[3] Diese aktuellen Entwicklungen in der Besatzungsforschung spiegelten sich auch in den Vorträgen und Diskussionen des Workshops in Essen wider. In den Debatten wurde außerdem die Untersuchungskategorie gender in Bezug auf Analysen der Besatzungszeit thematisiert, die bisher nur in wenigen Forschungsarbeiten angewendet wird und auch in den in Essen vorgestellten Projekten wenig bis keine Berücksichtigung fand.

Darüber hinaus scheint nicht nur die zu Beginn erwähnte Gegenüberstellung von Widerstand und Kollaboration als Handlungsfelder für Besetzte überdenkenswert, sondern auch die dichotome Einteilung der Akteure in Besatzer und Besetzte. Durch die Vorträge wurde deutlich, dass diese strikte Zuteilung vielen Handelnden nicht gerecht wird. Allerdings mangelt es an begrifflich nuancierten Alternativen, sodass dies vor allem als Hinweis zu einem kritischen Hinterfragen von Rollen während einer Okkupation dienen sollte.

Trotz kritischer Stimmen im Hinblick auf eine Vergleichbarkeit der deutschen Besatzungen in ost- und westeuropäischen Ländern lässt sich dennoch resümieren, dass transnationale und vergleichende Ansätze insgesamt einen Mehrwert zur bisherigen Forschung zu bieten scheinen. So stimmten die meisten anwesenden Forschenden einem Plädoyer für eine „integrated story“ zu, die singuläre nationale Erzählungen hinterfragt und somit auf neue Erkenntnisse zur Besatzungsgeschichte hoffen lässt.

Konferenzübersicht

Einführung
Tatjana Tönsmeyer (Kulturwissenschaftliches Institut Essen/Bergische Universität Wuppertal)

Panel 1: Ethnic Cleansing & Nationalities Policy
Moderation: Tatjana Tönsmeyer (Kulturwissenschaftliches Institut Essen/Bergische Universität Wuppertal)

Jakob Müller (Freie Universität Berlin): Learning from failure - The First World War and its impact on the Volkstumspolitik (nationality policy) of the German Military Administration in Belgium in 1940
Katja Happe (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg): The Jewish Council in the Netherlands – Searching for a pathway in difficult times
Marieke Oprel (Universiteit van Amsterdam): Occupied by the Germans. German enemy aliens in the Netherlands
Alexa Stiller (Universität Bern): Population Removal as a Technique of Domination: A Comparison of Nazi Occupation Policy in the East, the West, and the Southeast of the Greater German Reich, 1939-1944

Panel 2: Economic & Social Policy
Moderation: Stefan Martens (Deutsches Historisches Institut Paris)

Kenneth Bertrams (Université libre de Bruxelles): German ambitions and Belgian expectations: Social insurance and industrial relations in occupied Belgium 1940-1944
Daniel Hadwiger (Eberhard Karls Universität Tübingen): Constructing a Socialist Europe? Role and reception of the German Nationalsozialistische Volkswohlfahrt in occupied France and the Netherlands 1940–1945
Agnes Laba (Bergische Universität Wuppertal): State legitimacy through food supply? A few considerations on the political and social implications of the rationing system in post-liberation France

Abendvortrag
Piotr Madajczyk (Institut der Politischen Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Warschau): Der Krieg im Osten. Widerstand - Alltag - Kollaboration

Panel 3: Encounter & Experience
Moderation: Krijn Thijs (Duitsland Instituut Amsterdam)

Byron Schirbock (Universität zu Köln/ Deutsches Historisches Institut Paris): Everyday life, practices and experiences. German soldiers in occupied France 1940-1944
Rick Tazelaar (Universiteit van Amsterdam): The conductor Willem Mengelberg and the development of a ‘new’ Dutch musical scene during the German Occupation 1940-1944
Raphaël Spina (Université Aix-Marseille): The Compulsory labour draft: An enforced opportunity for some French civilians to meet the German population

Panel 4: Legacies, Burdens, Aftermath
Moderation: Christina Morina (Duitsland Instituut Amsterdam)

Felix Bohr (Georg-August-Universität Göttingen): A burden from the Second World War? The ‘Breda Four’ and the fate of German-Dutch relations
Jonas Campion (Université Lille): The legacies of WWII in public security in Western Europe: The Belgian, French and Dutch gendarmerie policing cases

Abschlussdiskussion

Anmerkungen:
[1] Tatjana Tönsmeyer, Besatzungsgesellschaften. Begriffliche und konzeptionelle Überlegungen zur Erfahrungsgeschichte des Alltags unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 18.12.2015 / https://docupedia.de/zg/Besatzungsgesellschaften / (29.07.2016).
[2] Vgl.: Tagungsbericht: Probing the Limits of Categorization. The "Bystander" in Holocaust History, 24.09.2015 – 26.09.2015 Amsterdam, in: H-Soz-Kult, 11.12.2015 / http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6278 (29.07.2016); Between Resistance and Collaboration. 21st Workshop on History and Memory of Nationalsocialist camps and extermination sites, 24.05.2016 – 30.05.2016 Aix-en-Provence, in: H-Soz-Kult, 04.11.2015 / http://www.hsozkult.de/event/id/termine-29383 (29.07.2016); Tagungsbericht: The Holocaust and European Societies. Social Processes and Social Dynamics, 23.10.2014 – 25.10.2014 München, in: H-Soz-Kult, 24.01.2015 / http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5789 (29.07.2016).
[3] U.a. diesem Aspekt wird sich die Konferenz „The Allied Occupation of Germany Revisited“ am 29.09.2016 – 30.09.2016 in London widmen, https://alliedoccupation.wordpress.com/ (06.08.2016).

Zitation
Tagungsbericht: Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century, 07.07.2016 – 08.07.2016 Essen, in: H-Soz-Kult, 22.09.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6712>.