Workshop zur wissenschaftsgeschichtlichen Erschließung des Nachlasses Paul de Lagardes in Göttingen

Ort
Göttingen
Veranstalter
Seminar für Ägyptologie und Koptologie, Georg-August-Universität Göttingen; Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam
Datum
15.01.2018 - 16.01.2018
Von
Thomas L. Gertzen, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam

Im Rahmen der Vorbereitung eines Projektes zur Digitalisierung, Edition und wissenschaftsgeschichtlichen Aufbereitung der Orientalistischen Gelehrtenkorrespondenz von Paul de Lagarde (1827–1891)[1] fand am 15. und 16. Januar 2018 in Göttingen ein Workshop mit Vertretern aus Orientalistik, Bibelwissenschaften, Neuerer und Neuester Geschichte, Politikwissenschaft und Antisemitismusforschung statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Seminar für Ägyptologie und Koptologie der Georg-August-Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam.

Noch im Juli 2017 war das Thema Lagarde und mit ihm die Auseinandersetzung mit der Wissenschafts- und Institutionengeschichte an der Universität Göttingen Gegenstand eines „offenen Briefes“ des Allgemeinen Studierendenausschusses geworden, in dem ein „verstörender Umgang“ mit den politisch-weltanschaulichen Schriften des Orientalisten und seiner antisemitischen Haltung sowie eine fehlende „kritische Einordnung“ bemängelt worden waren.[2]

An der nachfolgenden Debatte beteiligte sich auch die Göttinger Ägyptologie, vertreten durch HEIKE BEHLMER (Göttingen), und konnte dabei auf langjährige Bemühungen um die wissenschaftsgeschichtliche Erforschung von Leben und Werk Paul de Lagardes verweisen. Der hier behandelte Workshop kam unabhängig von der Initiative des AStA zu Stande, sollte aber auch dazu beitragen, die durch die Studierendenvertreter geforderte (bereits stattfindende) Auseinandersetzung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Um dem hier skizzierten gewachsenen Interesse an dem Thema Rechnung zu tragen, hat auch die Präsidentin der Universität, ULRIKE BEISIEGEL (Göttingen)[3], die Gelegenheit zu einem Gruß- und Geleitwort genutzt und dabei insbesondere auch die Vermittlung der Ergebnisse im Rahmen des universitären Unterrichts befürwortet.

Der Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums, JULIUS SCHOEPS (Potsdam), gab einen grundlegenden Impuls für die nachfolgenden Diskussionen, indem er sein Grußwort auf die Frage zuspitzte: „Kann man den Wissenschaftler Lagarde trennen von dem Antisemiten Lagarde?“, wobei er betonte, dass diese Fragestellung nicht durch ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sei. Nach einer kurzen Einführung und Schilderung der Hintergründe zur Göttinger Lagarde-Forschung, die Heike Behlmer seit 2003 auch selbst beschäftigt hat, wurden zunächst die relevanten Quellenbestände in Göttingen vorgestellt.

Der Leiter der Abteilung „Spezialsammlungen und Bestandserhaltung“ der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen JOHANNES MANGEI (Göttingen) und seine Kollegin BÄRBEL MUND (Göttingen) boten hierbei zunächst einen allgemeinen Überblick über die Archivbestände, wobei unter den 423 insgesamt an der Bibliothek vorhandenen Nachlässen 32 der Orientalistik und 35 der Theologie fachlich zuzuordnen seien. Der Nachlass Lagarde nimmt mit 18 laufenden Regalmetern einen beachtlichen Raum ein. Detailliert beschrieben die Referenten auch die schon durch Lagardes Testament geregelte Ersterschließung des Materials, was sowohl eine Bindung der losen Blätter, als auch die Entfernung einzelner Dokumente durch die Witwe Anna de Lagarde miteinschloss. Zum Ende des Vortrages wurde auch auf den gegenwärtig in den Datenbanken HANS[4] und KALLIOPE[5] dokumentierten Stand der Erschließung auch außerhalb Göttingens befindlicher Lagarde-Bestände aufmerksam gemacht.

ORELL WITTHUHN (Göttingen) präsentierte in seinem Vortrag eine Übersicht über die wissenschaftsgeschichtlich relevanten Archivbestände am Seminar für Ägyptologie und Koptologie, insbesondere den Nachlass Hermann Kees’ (1886–1964), der – als Lehrstuhlinhaber in der Zeit des Nationalsozialismus – auch bereits Gegenstand einer virtuellen Ausstellung des Seminars gewesen ist.[6] Neben der Fachgeschichte hob er dabei auch die herausgehobene Stellung von Kees in der Gesellschaft, später Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hervor, deren Geschichte gegenwärtig in einem Projekt der Forschungskommission „Die Göttinger Akademie und die NS-Zeit“ (Vorsitz: Dirk Schumann) von Désirée Schauz erforscht wird.[7]

Das nachfolgende zweite Panel widmete sich der Rolle Paul de Lagardes in der Fachgeschichte der Altorientalistik. FELIX WIEDEMANN (Berlin) untersuchte in seinem Beitrag das Verhältnis Lagardes zu dem deutsch-amerikanischen Assyriologen Paul Haupt (1858–1926), der an der Johns Hopkins University in Baltimore gewirkt hat. Dieser entwickelte die Idee einer Forschungsexpedition ins nördliche Mesopotamien, zur Vorbereitung der Ansiedelung europäischer Juden in dieser Region. Lagarde, welcher als Vordenker des sogenannten „Madagaskar-Plans“[8] gilt, brachte diesen Planspielen sicher eine gewisse Grundsympathie entgegen, wenngleich sich seine Kolonisations- und Umsiedlungskonzepte eher auf Mittel- und Osteuropa konzentriert haben. In der nachfolgenden Diskussion wurde vor allem die Frage erörtert, ob der Gebrauch der Metapher „assyrischer“ Methoden zur Durchsetzung seines Planes durch Haupt, angesichts der durch die damals zur Verfügung stehenden Quellen dokumentierten vermeintlichen Grausamkeit der Assyrer[9], als ein Hinweis auf einen gewalttätigen oder sogar mörderischen Antisemitismus interpretiert werden könne.

Im Anschluss daran schilderte HEIKE BEHLMER (Göttingen) die große Bedeutung Lagardes für die Ausbildung der deutschsprachigen Ägyptologie, weg von einer romantisch gefärbten Denkmälerkunde hin zu einer philologisch-positivistischen Wissenschaft. In diesem Rahmen erörterte sie auch Lagardes Konflikte mit Deutschlands zweitem Lehrstuhlinhaber für Ägyptologie, dem 1867 nach Göttingen berufenen Heinrich Brugsch (1827–1894).[10]

Den Abschluss des ersten Konferenztages bildete der öffentliche Abendvortrag von BERND SCHIPPER (Berlin) zum Verhältnis alttestamentlicher und ägyptologischer Forschung, in welchem er für eine stärkere Berücksichtigung der ägyptisch-demotischen Literatur[11] für die vergleichende Analyse von Texten des Alten Testaments eintrat. Er verband dieses Plädoyer mit der wissenschaftshistorischen Hypothese, dass durch das Konkurrenzverhältnis zwischen Adolf Erman (1854–1937)[12] sowie der von ihm begründeten Tradition der „Berliner Schule“[13] und dem Göttinger Lehrstuhlinhaber Heinrich Brugsch ein solcher Ansatz bis heute erschwert worden sei. Brugsch’s Aufmerksamkeit für die demotischen Quellen (angestoßen durch seine Pionierarbeit bei der Entzifferung der demotischen Schrift) sei nach dessen Weggang nach Ägypten von den Berliner Kollegen zu Gunsten einer Konzentration auf die älteren Sprachstufen des Ägyptischen weitgehend vernachlässigt worden. Gerade dieser Punkt führte im Anschluss zu einer lebhaften und angeregten Diskussion.

Der zweite Konferenztag wurde durch einen engagierten und bewusst ausführlicher gestalteten Vortrag ARMIN LANGEs (Wien) eröffnet, in welchem er den durch Lagardes politische Schriften gut dokumentierten Antisemitismus auch in dessen Beiträgen zur Bibelwissenschaft nachzuweisen suchte. Neben einschlägigen Charakterisierungen Lagardes – „greulich jüdelnder Übersetzer“ – verwies er hierzu auf dessen Beeinflussung durch die Archetypus-Theorie und die Übernahme der Idee einer „jüdischen Bibelfälschung“.[14] Im Anschluss daran befasste sich MICHAEL KNÜPPEL (Göttingen) mit dem Beitrag Lagardes zur manichäologischen Forschung. Durch einen weit zurückgreifenden forschungsgeschichtlichen Rückblick wurde dieser dabei deutlich relativiert, so dass auch die Einschätzung des Beitrages des Göttinger Gelehrten zu bestimmten Teilbereichen orientalistischer Forschung insgesamt neu zu bewerten sein scheint.

GIDEON BOTSCH (Potsdam) diskutierte in seinem Beitrag die Entwicklung des Antisemitismusbegriffes, ausgehend von Reinhard Rürups Deutung des Antisemitismus als einer modernen Form der Judenfeindschaft[15], welche durch ihre dezidiert rassistisch-völkische Definition von der „klassischen“ religiös fundierten Judenfeindschaft zu unterscheiden sei.[16] Obwohl er dabei die sich wandelnden Inhalte des Begriffes herausstellte und einer „longue durée“ als einem Ausdruck der Dauerhaftigkeit im Sinne eines „ewigen“ Antisemitismus eine Absage erteilte, wies er dennoch darauf hin, dass mit dem Aufkommen des Antisemitismusbegriffes kein Epochenwandel oder eine fundamentale Umorientierung der Judenfeindschaft erfolgt sei. Den Beginn der inhaltlichen und qualitativen Erweiterung der Judenfeindschaft sah Botsch dabei bereits in der „Sattelzeit“ um 1800 und schlug das Konzept einer „Aufschichtung“ neuer Elemente der Judenfeindschaft von der Antike bis in die Gegenwart vor.

Die in diesem Kontext notwendige Erweiterung der gesellschaftsgeschichtlichen Hintergründe in Deutschland leistete UWE PUSCHNER (Berlin) in seinem Gesamtüberblick zur Entwicklung und den unterschiedlichen Ausdrucksformen der völkischen Bewegung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit des Nationalsozialismus.[17]

Das Schluss-Panel sollte die Projektperspektiven, welche auch den Anlass für den Workshop gebildet hatten, vorstellen, wobei CHRISTOPH KUDELLA (Göttingen) Chancen und Potentiale einer digitalen Edition von Gelehrtennachlässen erörterte. Dabei legte er besonderen Wert darauf zu betonen, dass eine solche nicht bei der Digitalisierung des Materials enden dürfe, sondern als wissenschaftliche Edition eben auch eine entsprechende Bearbeitung und fachliche Einordnung erfordere.[18]

Die hierzu bestehenden Grundlagen wissenschaftsgeschichtlicher Forschung im Bereich der Altertumswissenschaften referierte THOMAS GERTZEN (Berlin / Potsdam) in kritischer Auseinandersetzung mit den methodischen Ansätzen entsprechender Publikationen aus der Ägyptologie[19] und den sich daraus ergebenden Risiken und Chancen für das geplante Projektvorhaben, welches durch die Notwendigkeit zu weitreichender Interdisziplinarität gekennzeichnet sei.

In der durch den Marburger Lagarde-Biografen ULRICH SIEG (Marburg)[20] moderierten Abschlussdiskussion wurden verschiedene weitere Aspekte und Erwägungen zu dem Projekt erörtert. Désirée Schauz regte hierbei eine stärkere Berücksichtigung von Lagardes Rolle in der Wissenschaftspolitik an.[21] Armin Lange wies deutlich auf die über den Bereich deskriptiv-einordnender Forschung hinausweisende gesellschaftspolitische Verantwortung der Lagardeforschung hin und stellte insbesondere auch die Frage, ob in einer digitalen Edition alle Inhalte (jenseits von Fragen des Persönlichkeitsschutzes) öffentlich frei zugänglich gemacht werden sollten, da er einen Missbrauch durch Antisemiten befürchte. Ulrich Sieg gab den Projektverantwortlichen auch die Frage nach der Bedeutung wissenschaftlicher Selbstinszenierung und Selbstvermarktung im Falle Lagardes mit auf den Weg. Heike Behlmer resümierte sowohl ihre eigene langjährige Lagarde-Forschung als auch den Workshop mit einem gewachsenen Bewusstsein für die weitreichenden sowohl wissenschaftshistorischen als auch kulturgeschichtlichen Interdependenzen.

Damit kam eine wissenschaftliche „Bestandsaufnahme“ zur Vorbereitung der weiteren Erschließung des Gelehrtennachlasses Paul de Lagardes in Göttingen zum Abschluss, die auch die große Komplexität der damit gewählten Forschungsaufgabe reflektiert hat. Sie weist dabei inhaltliche Bezüge zu der von Armin Lange mitorganisierten Konferenz „An End to all Antisemitism!“[22] im Februar 2018 in Wien auf. Vor allem aber hat der Workshop nicht nur das sich seit Jahren verstärkende Bewusstsein orientalistischer Fächer für die Wichtigkeit der Erforschung der eigenen Fachgeschichte, sondern auch die bereits erreichten Erfolge und Zwischenstände auf diesem Gebiet dokumentiert.

Die Veranstalter planen die Veröffentlichung der Tagungsbeiträge in einem Sammelband in der Reihe der Europäisch-Jüdischen Studien, wobei zu den eigentlichen Tagungsbeiträgen noch Aufsätze weiterer Lagarde-Forscher hinzutreten werden.

Konferenzübersicht:

Begrüßung

ULRIKE BEISIEGEL (Göttingen): Grußwort der Präsidentin der Georg-August-Universität

JULIUS H. SCHOEPS (Potsdam): Grußwort des Direktors des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien

HEIKE BEHLMER (Göttingen): Begrüßung und Einführung der Direktorin des Seminars für Ägyptologie und Koptologie

I. Quellenbestand

JOHANNES MANGEI / BÄRBEL MUND (Göttingen): Der Nachlass Paul de Lagardes in der Niedersächsischen Staats-und Universitätsbibliothek Göttingen

ORELL WITTHUHN (Göttingen): Der Nachlass Hermann Kees’ und die Archivbestände am Seminar für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen

II. Paul de Lagarde und der zeitgenössische Wissenschaftsbetrieb

FELIX WIEDEMANN (Berlin): Lagardiana in Maryland. Paul de Lagarde, Paul Haupt und die Assyriologie

HEIKE BEHLMER (Göttingen): Die Rolle Paul de Lagardes in der Geschichte der (Göttinger) Ägyptologie

Öffentlicher Abendvortrag:

BERND U. SCHIPPER (Berlin): Zum Verhältnis alttestamentlicher und ägyptologischer Forschung

III. Paul de Lagarde und Göttinger Forschung zur Orientalistik

ARMIN LANGE (Wien): Antisemitismus und biblische Textkritik bei Paul de Lagarde et al.

MICHAEL KNÜPPEL (Göttingen): Paul de Lagarde und Titus von Bostra – zur manichäologischen Forschung vor der Entdeckung der manichäischen Selbstzeugnisse

IV. „Akademischer“ Antisemitismus und völkische Ideologie

GIDEON BOTSCH (Potsdam): Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus. Ein historischer Überblick

UWE PUSCHNER (Berlin): Die völkische Bewegung in ihrer Epoche

V. Perspektiven

CHRISTOPH KUDELLA (Göttingen): Korrespondenzen im Netz / als Netzwerk. Digitale Editionen, Briefmetadaten und die Digital Humanities

THOMAS GERTZEN (Berlin / Potsdam): „Germanic Ideology“ in der Geschichte von Ägyptologie und Koptologie in Göttingen

Abschlussdiskussion
Moderation: ULRICH SIEG (Marburg)

Anmerkungen:
[1] Projektskizze auf der Homepage des Seminars für Ägyptologie und Koptologie der Universität Göttingen: https://www.uni-goettingen.de/de/die+%C3%A4gyptologische+und+orientalistische+korrespondenz+paul+de+lagardes+%281869-1891%29/475975.html (22.02.2018).
[2] Homepage des AStA: https://asta.uni-goettingen.de/offener-brief-keine-huldigung-fuer-antisemiten-an-der-universitaet-goettingen/ (22.02.2018).
[3] Gemeinsame Presseerklärung der Universität Göttingen, der Akademie der Wissenschaften und des AStA: „Zur politischen Einstellung von Paul Anton de Lagarde“: https://www.uni-goettingen.de/de/135974.html?tid=596 (22.02.2018).
[4] Vgl. die Einträge zu Lagarde: http://hans.sub.uni-goettingen.de/index.html (22.02.2018).
[5] Vgl. die Einträge zu Lagarde: http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/de/search.html?q=lagarde%2C+paul (22. Januar 2018).
[6] „Hermann Kees (1886–1964). Ein Ägyptologe zwischen Wissenschaft und Politik“: https://www.uni-goettingen.de/de/8222virtuelle-ausstellung8221-hermann-kees/487302.html (22.02.2018).
[7] „Zwischen elitärer Selbstbeschreibung und politischer Positionierung. Die Göttinger Akademie der Wissenschaften vom Ersten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre“: https://adw-goe.de/forschung/weitere-forschungsprojekte/goettinger-akademie-in-der-ns-zeit/ (22.02.2018).
[8] Magnus Brechtken, „Madagaskar für die Juden“. Antisemitische Idee und politische Praxis 1885–1945 , München 1997, S. 16-18.
[9] Andreas Fuchs, Waren die Assyrer grausam?, in: Martin Zimmermann (Hrsg.), Extreme Formen von Gewalt in Bild und Text des Altertums, München 2009, S. 65-119.
[10] Heike Behlmer, Paul de Lagarde und die „Aegyptische Alterthumskunde und Koptische Sprache“ in Göttingen, in: Gerald Moers et al. (Hrsg.), jn.t dr.w – Festschrift für Friedrich Junge, Göttingen 2006, S. 89-107.
[11] Joachim Friedrich Quack, Einführung in die altägyptische Literaturgeschichte III. Die demotische und gräko-ägyptische Literatur (Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie 3), 3. überarb. Aufl., Berlin 2016.
[12] Bernd U. Schipper (Hrsg.), Ägyptologie als Wissenschaft. Adolf Erman (1854–1937) in seiner Zeit, Berlin 2006.
[13] Thomas L. Gertzen, École de Berlin und „Goldenes Zeitalter“ der Ägyptologie als Wissenschaft. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis von Ebers, Erman und Sethe, Berlin 2013.
[14] Vgl. allgm. Michael Lattke, Paul Anton de Lagarde und das Judentum, Brisbane 2014.
[15] Reinhard Rürup, Emanzipation und Antisemitismus (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 15), Göttingen 1975, S. 74-114.
[16] Gideon Botsch, Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus. Ein historischer Überblick, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 64.28-30, 2014, S. 10-17.
[17] Uwe Puschner (Hrsg.), Handbuch zur „völkischen Bewegung“ 1871–1918, München 1996; Derslb., Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache – Rasse – Religion, Darmstadt 2001; Uwe Puschner / Clemens Vollnhals (Hrsg.), Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus. Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte, Göttingen 2012.
[18] Patrick Sahle, Digitale Editionsformen. Zum Umgang mit der Überlieferung unter den Bedingungen des Medienwandels, Norderstedt 2013, 3. Bde.
[19] Thomas L. Gertzen, Einführung in die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie (Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie 10), Berlin 2017.
[20] Ulrich Sieg, Deutschlands Prophet. Paul de Lagarde und die Ursprünge des modernen Antisemitismus, München 2007.
[21] Martin Gierl, Geschichte und Organisation. Institutionalisierung als Kommunikationsprozess am Beispiel der Wissenschaftsakademien um 1900, Göttingen 2004, S. 30-60 u. 183-198.
[22] Homepage des Instituts für Judaistik der Universität Wien: https://anendtoantisemitism.univie.ac.at/ (22.02.2018).

Zitation
Tagungsbericht: Workshop zur wissenschaftsgeschichtlichen Erschließung des Nachlasses Paul de Lagardes in Göttingen, 15.01.2018 – 16.01.2018 Göttingen, in: H-Soz-Kult, 07.03.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7588>.
Redaktion
Veröffentlicht am
07.03.2018
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