Neue Stadt – Alte Stadt. Interdisziplinäre Erkundungen eines Topos in Deutschland, Polen und Europa

Ort
Darmstadt
Veranstalter
Deutsches Polen-Institut (DPI)
Datum
25.08.2018 - 01.09.2018
Von
Tabea Wittneben-Fidan, Institut für Slavistik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die elfte Tagung der Sommerakademie des Deutschen Polen-Instituts fand vom 25. August bis 1. September 2018 in Heppenheim in Südhessen sowie in Darmstadt statt. Erstmals wurde durch den Titel ein thematischer Rahmen gesetzt und ein vielfältiges Programm mit Seminaren und mehreren Exkursionen aufgestellt. Die zwölf Nachwuchswissenschaftlerinnen und zwei Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland, Polen, der Ukraine und Belarus hatten während der Sommerakademie die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsarbeiten und Projektideen vorzustellen und sie miteinander und mit den eingeladenen Expertinnen und Experten zu diskutieren. In diesem Jahr konnten hierfür Katarzyna Kajdanek (Universität Breslau), Martin Kohlrausch (KU Leuven) und Agnieszka Zabłocka-Kos (Universität Breslau) gewonnen werden. Es gab darüber hinaus die Option, in den umfangreichen Beständen des Archivs und der Bibliothek des Deutschen Polen-Instituts zu recherchieren.

Das Rahmenprogramm griff das Thema der Sommerakademie auf. In Heidelberg begaben sich die Teilnehmer/innen mit der Denkmalpflegerin Katharina Weiler auf die Suche nach Spuren von Wiederaufbau und Modernisierung. In Mannheim besuchte die Gruppe den neuen Sitz des städtischen Archivs „Marchivum“ im Ochsenpferchbunker im Stadtteil Neckarstadt-West. Die Mitarbeiter Andreas Schenk und Sebastian Steinert führten sie durch das Gebäude. Der ehemalige Arbeiterstadtteil, der heute von seiner multikulturellen Einwohnerschaft geprägt ist, war der Ausgangspunkt für einen geführten Spaziergang durch die Stadt zu den Themen Denkmalschutz und Stadtplanung in Mannheim vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Während des Aufenthalts in Heppenheim hatte die Gruppe die Gelegenheit, die Altstadt zu erkunden. Nach einem Rundgang durch die malerischen Gassen mit den sanierten Fachwerkhäusern erschien es nachvollziehbar, dass die Altstadt bei ‚Bollywood‘-Produzent/innen als Drehort beliebt ist. In Darmstadt begaben sich die Teilnehmer/innen mit dem ehemaligen städtischen Denkmalpfleger Nikolaus Heiss auf einen Rundgang zur Architektur der Nachkriegszeit. Heiss zeigte unter anderem Beispiele für die Vereinigung von historischer Bausubstanz und Neubau. Das Ziel der dritten Exkursion war Frankfurt am Main. Im Deutschen Architekturmuseum führte die Kuratorin Stefanie Lampe die Besucher/innen durch die Ausstellung „Fahr Rad! Die Rückeroberung der Stadt“, die Beispiele und Visionen fahrradgerechter Stadtplanung zeigt. Die Gruppe warf auch einen kritischen Blick auf die ‚neue Altstadt‘ Frankfurts im Dom-Römer-Viertel und diskutierte verschiedene Ebenen der historisierenden Rekonstruktion und der architektonischen Neuordnung. Die Sommerakademie bot darüber hinaus Raum für kulturellen Genuss. In diesem Jahr fand eine Lesung mit der polnisch-deutschen Schriftstellerin Magdalena Parys statt.

Die erste Sektion wurde von AGNIESZKA ZABŁOCKA-KOS (Breslau) mit einem Vortrag und einer Diskussion zur Architektur in den sogenannten ‚Wiedergewonnen Gebieten‘ eröffnet. In ihrer Forschung analysierte sie mögliche Funktionen der Architektur in den nach 1945 durch die Westverschiebung an Polen gefallenen Gebiete, die im Kontrast zur historischen Vorkriegsarchitektur stehe. Das Ergebnis sei, dass beide Formen der Bebauung – diejenige der deutschen Vorkriegszeit und der sowjetischen Nachkriegszeit – heutzutage für das sogenannnte ‚Doppeltrauma‘ der polnischen Nation stünden. Als ‚unerwünschtes Erbe‘ würden sie oftmals dem Verfall überlassen. Die sich aus dem Spannungsverhältnis von historischer und moderner Bebauung ergebene Dichotomie aus ‚Entsowjetisierung vs. Regermanisierung‘ äußere sich in der Retroversion, dem ‚Wiederaufbau‘ von ehemaligen Altstädten.

Die Projektvorstellungen leitete EMILIA PANKANIN (Bydgoszcz) mit einem Referat zur polnisch-deutschen Zusammenarbeit auf der kulturellen Ebene am Beispiel der Städtepartnerschaft zwischen Bydgoszcz und Mannheim ein. Es wurden bestehende Diskrepanzen und Probleme von städtepartnerschaftlichen Verträgen und ihrer Umsetzung angesprochen. Die Erforschung der deutsch-polnischen Städtepartnerschaften sei ein Thema mit viel Forschungspotential. Es bedürfe unter anderem der Entwicklung von Methoden, mit denen sich der Grad des ‚Erfolgs‘ von Städtepartnerschaften auf den verschiedenen Ebenen untersuchen und messen lasse.

PIOTR KISIEL (Konstanz) beschäftigt sich in seinem aktuellen Forschungsprojekt mit dem unklaren Status des Industrieerbes in der EU. Obwohl die Industrialisierung als zentral für eine gemeinsame europäische Geschichte gelten könne, sei der Umgang mit Industrie-Bauten und ihre Anerkennung als Denkmäler nicht eindeutig geregelt. Kisiel wählte die Städte Essen, Chemnitz, Lodz und Zabrze als Beispiele für eine ‚erfolgreiche Vermarktung‘ des industriellen Erbes für touristische und ökonomische Zwecke. Die damit einhergehende ‚Ästhetisierung‘ der Bauten und die Umwandlung in Einkaufszentren oder teure Wohnungen problematisierte er ebenfalls. Das Ziel des Projekts sei es, kulturell-historische Kontexte der Anerkennungsprozesse zu analysieren und die Öffentlichkeit für die Erhaltungs- und Schutzwürdigkeit des europäischen industriellen Erbes zu sensibilisieren.

Einen Einblick in sozialgeschichtliche Aspekte der Hauptstadt Galiziens im 19. Jahrhundert bot der Vortrag von ANNA WARDZIŃSKA (Warschau). Ein auf der Stelle der geschliffenen Befestigungsanlagen gebautes und 1835 von Tomasz Kulczycki erworbene Mietshaus wurde im 19. und 20. Jahrhundert zum Treffpunkt der Intelligenz der Stadt und zum Sitz der ersten demokratischen Zeitschrift „Dziennik Mód Paryskich“ (Zeitung der Pariser Mode). Die Lage des Hauses an der Grenze zwischen Altstadt und Neustadt und in einer der besten Gegenden Lembergs bis 1900 eigne sich als Ausgangspunkt für eine Untersuchung der Entwicklung der gesellschaftlichen Relationen im städtischen Raum im 19. und 20. Jahrhundert.

Weiter ging es mit AGATHE-KATHARINA GOSTOMSKI (Paderborn), die ihre Masterarbeit zum ‚transnationalen Kulturerbe‘ Breslaus am Beispiel des Geschäftshauses von Hans Poelzig in der ehemaligen Junkernstraße vorstellte. Das Ziel der Arbeit sei es aufzuzeigen, dass der Umgang mit der Architektur der Moderne in Breslau als kontinuierliche Rezeption einer Formensprache gesehen werden könne, die das Stadtbild geprägt habe. Dies solle durch die Untersuchung der Rezeption von Poelzigs Bau und die Einbettung in den Kontext des kulturellen Erbes geschehen. Das Kulturerbe werde dabei multiperspektivisch, als Kristallisationspunkt für eine grenzüberschreitende, transnationale Identität betrachtet. Dies sei eine neue Herangehensweise an das Thema der Konstruktion von Erinnerungsorten in Deutschland und Polen und eröffne neue Forschungsfelder.

MAŁGORZATA MIELEWSKA (Thorn) präsentierte einen Teil ihrer Doktorarbeit zu religiösen Minderheiten in der Zwischenkriegszeit im Schwetzer Kreis. Sie stellte anhand von empirischen Material die Strukturen der Pfarreien der evangelischen Unionskirche und der evangelisch-lutherischen (altlutherischen) Kirchengemeinde in der Region vor und kam zu dem Ergebnis, dass beide Gemeinden einen großen Einfluss auf das soziale, ökonomische und kulturelle Leben im Schwetzer Kreis gehabt hätten. Es stehe noch eine eingehendere Untersuchung dazu aus, wie das Verhältnis zwischen den Gemeinden war und welche Bedeutung die Nationalität bei diesem Zusammenleben hatte.

Im Anschluss daran referierte NATALLIA PAZNIAK (Berlin) über ihre literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Stadt in der belarussischen Gegenwartsprosa. Die zentrale These Pazniaks war, dass für die Generation von Schriftsteller/innen, die ihre ersten Texte Ende der 1990er-Jahre veröffentlicht hatten, die kulturelle Aneignung und Reinterpretation des urbanen Raumes eine der Hauptstrategien für die Herausbildung einer eigenen Identität seien. Zentrales Element sei die Erfahrung der Grenzüberschreitung. Dabei handele es sich um eine bewusste Neukonstruktion abseits der vorher herrschenden Praktiken der weißrussisch-sowjetischen Literatur, die ihren Blick im Sinne der staatlichen Doktrin auf den ländlichen Raum gerichtet hätten.

Den Abschluss der ersten Sektion bildete der Vortrag von VIKTORIA SOLOSCHENKO (Kiew) zu Tourismus in sowjetischen Städten, in dem die Diskrepanzen zwischen dem Binnen- und Außentourismus dargestellt wurden. Soloschenko fragte in ihrer Forschung danach, ob und inwiefern der Tourismus beispielsweise durch Plakate instrumentalisiert und für propagandistische Zwecke genutzt worden sei und welche Probleme sich durch ausländische Touristen und Touristinnen möglicherweise ergeben hätten.

In Sektion zwei stellte KATARZYNA KAJDANEK (Breslau) eine soziologische Herangehensweise an den Themenkomplex Stadt vor. In ihrem Einführungsvortrag schlug sie eine theoretische Annäherung an den komplexen und veränderlichen Begriff der ‚place identity‘ (dt. ‚Ortsidentität‘) als eine Substruktur der eigenen Identität vor. Er vereine mehrere Gedankenzustände und Emotionen über die physische Welt. Kajdanek stellte Teile eines empirischen Forschungsprojektes vor, in dem sie die Bedeutung von urbanen öffentlichen Räumen im Diskurs um eine städtische Identität am Beispiel der Städte Danzig, Breslau und Gleiwitz untersucht hatte. Die zentrale These war, dass die urbane Identität in der Gegenwart stärker ein politisches Subjekt sei und es Konzepte zur ‚Modernisierung der Identität‘ gebe. Die Methoden und Ergebnisse dieses Projekts sind in der Publikation „Miasto Przestrzeń Tożsamość“[1] nachzulesen.

Mit der Frage nach der Stadt der Zukunft beschäftigte sich KATARZYNA GOSZCZ (Berlin). Mit dem Begriff ‚Smart City‘ werden Entwicklungskonzepte bezeichnet, die darauf abzielen, urbane Räume auf der Basis von technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen effizienter, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Goszcz setzte sich mit der ‚Smart City‘ als mögliche Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit, wie Bevölkerungswachstum, Umweltverschmutzung und Ressourcenknappheit, auseinander. Sie hinterfragte Realisierbarkeit des Konzepts anhand des Beispiels der „Masdar City“, einem ökologischen Stadtbauprojekt in der Wüste Abu Dhabis. Weiterhin wurde gefragt, welche Rolle der ländliche Raum hätte und wie sich der Umgang mit Schwellenländern gestalte.

JULIANE RICHTER (Leipzig) stellte das Festival „RASTER: BETON“ vor, das im Sommer 2016 in Leipzig Grünau stattfand und die Großwohnsiedlung aus der Perspektive zeitgenössischer Kunst betrachtete.[2] Internationale Künstler/innen hatten in Zusammenarbeit mit den Bewohner/innen über mehrere Monate hinweg verschiedene Projekte für den öffentlichen Raum entwickelt und vor Ort umgesetzt. Alle Formate setzten sich mit Grünau als Lebens- und Wohnraum auseinander, der vor 40 Jahren aufgrund der staatlichen Vision von sozialer Gleichheit erbaut wurde und heute Teil der mit komplexen Herausforderungen verbundenen dynamischen Veränderungen in Leipzig ist. Richter, die das Festival mitorganisiert hatte, teilte mit den Zuhörer/innen ihre Erfolgsmethoden für ein Projekt dieser Art, welches sich auch in anderen Wohnanlagen dieser Art umsetzen lassen könnte: Kommunikation mit allen Beteiligten, insbesondere den Bewohner/innen, Kooperation mit den Organisator/innen vor Ort, Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, Finanzierung durch Sponsor/innen und viel Geduld.

Die dritte und letzte Sektion eröffnete MARTIN KOHLRAUSCH (Leuven) mit seinem Vortrag zur polnischen und deutschen Architekturszene des 20. Jahrhundert sowie ihrem Einfluss auf die Stadtplanung in beiden Ländern. Seine Analyse ergab, dass der Einfluss der Architekt/innen auf die staatliche Architektur und Planung sehr groß gewesen sei, da Stadtplanung um 1900 eine junge Disziplin an den Universitäten gewesen war. Der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg sei an die Legitimität der neuen politischen Systeme in der Bundesrepublik und der Volksrepublik Polen gebunden gewesen. Insbesondere in der Volksrepublik Polen hätte dies zu einer Selbstermächtigung der Architekten geführt, die Chancen zur Vereinigung des Volkes unter einer nationalen Kultur gesehen hätten. Kohlrausch nannte in seinem Vortrag zwar die Architektin Helena Syrkusowa, jedoch wäre es wünschenswert gewesen, wenn er noch auf weitere Architektinnen eingegangen wäre. Damit hätte ein ausgeglicheneres und vollständigeres Bild der deutschen und polnischen Architekturszene des 20. Jahrhunderts vermittelt werden können.

Das Thema des Wiederaufbaus von Warschau wurde in der anschließenden Präsentation von MAŁGORZATA POPIOŁEK (Berlin) vertieft. Die zentrale These ihrer Dissertation sei, dass die Pläne für den Wiederaufbau ihren Ursprung in der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges gehabt hätten. Das Ergebnis der Untersuchung von Popiołek war, dass die Wiederaufbaugeschichte mit der Zerstörung begann, die bereits 1939 mit den Bombardierungen der Stadt durch die Nationalsozialisten einsetzte und sich in verschiedenen Phasen fortsetzte. Das Programm der ‚Polonisierung‘ des Stadtbildes hätte bereits in der Zwischenkriegszeit begonnen, nach der in Warschau als ‚russische Fremdherrschaft‘ empfundenen Teilungszeit. Die Pläne hätten jedoch aufgrund fehlender finanzieller Mittel in der Zeit nicht realisiert werden können und seien daher erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges umgesetzt worden. Kontrovers diskutiert wurde die mögliche Umschreibung der Stadtgeschichte durch den Wiederaufbau, die zum Beispiel durch die heutige Nichtpräsenz des jüdischen Erbes deutlich wird sowie durch die Beobachtung, dass den Umständen, wie die Altstadt wiederaufgebaut wurde, in der polnischen Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde und wird.

MAGDALENA KAMINSKA (Frankfurt (Oder) / Oldenburg) stellte ihre Dissertation zur wissenschaftlich-bautechnischen Zusammenarbeit zwischen der DDR und der VRP vor. Aus historischer Perspektive untersuchte sie die Organisationsstrukturen und die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Plattenbau-Wohnsysteme W-70 und WBS-70 und ihre Einführung im Bauwesen der jeweiligen Länder. Sie ging außerdem der Frage nach, warum, in welchen Umfang und mit welcher Begründung die Volksrepublik Polen Lizenzen und Maschinenteile im kapitalistischen Westen anstatt vom sozialistischen Kooperationspartner gekauft hatte. Auf der Mikroebene untersuchte Kaminska die oberschlesische Stadt Tychy und die Wohnsiedlung Berlin Marzahn-Hellersdorf um darzustellen, in welcher Weise die neuen Wohnungsbauserien umgesetzt wurden.

Den Abschluss des inhaltlichen Teils der Sommerakademie bildete der Vortrag von ALEKSANDRA PARADOWSKA (Posen) zu nationalsozialistischer Architektur in Polen und ihrer heutigen Wahrnehmung. Die von Paradowska genannten Beispiele, unter anderem das Posener Residenzschloss, befanden sich auf den Gebieten des Warthegaus und des Generalgouvernements und bewahrten trotz des Funktionswandels nach dem Krieg einen wesentlichen Teil ihrer Raumaufteilung und Ausstattung. Auf der Basis der Forschungsströmung Heritage Studies präsentierte die Referentin unterschiedliche Strategien des Umgangs mit den Gebäuden in Polen und stellte die Frage zur Diskussion, wie heutzutage mit der ideologischen Botschaft dieser ‚Architektur der Macht‘ umgegangen werden solle.

Das bereits etablierte Forum der Sommerakademie bot in diesem Jahr einen multiperspektivischen Blick auf das breite Themenfeld „Neue Stadt – Alte Stadt“ und behandelte wichtige Aspekte für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft Deutschlands, Polens, der Ukraine und Belarus in ihren bi- und multilateralen Beziehungen im europäischen Kontext. Das Konzept des Rahmenthemas bot Möglichkeiten für vertiefende und verknüpfende Auseinandersetzungen und Diskussionen und war der Orientierung gebende ‚rote Faden‘ des gesamten Programms. Das Ziel der Sommerakademie, den wissenschaftlichen, interdisziplinären und internationalen, aber auch persönlichen Austausch von Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen zu fördern, wurde somit erreicht.

Konferenzübersicht:

Seminar 1: Stadt und Identität in Deutschland und Polen im Vergleich

Agnieszka Zabłocka-Kos (Breslau): Einführungsvortrag und Moderation

Emilia Pankanin (Bydgoszcz): Polnisch-deutsche Zusammenarbeit auf der kulturellen Ebene am Beispiel der Städtepartnerschaften

Piotr Kisiel (Konstanz): Dissonantes Industrieerbe. Unklarer Status des Industrieerbes in der EU

Anna Wardzińska (Warschau): Wałowa Straße 7. Geschichte eines Mietshauses

Agathe-Katharina Gostomski (Bielefeld): Hans Poelzigs Geschäftshaus in der ehemaligen Junkernstraße. Breslaus/Wrocławs Architektur der Moderne als transnationales Kulturerbe

Małgorzata Mielewska (Thorn): Evangelische im Schwetzer Kreis in den Jahren 1920-1939 / Evangelicy w powiecie świeckim w latach 1920-1939

Natallia Pazniak (Berlin): Unterwegs nach Berlin – Urbanistik als Identitätsstiftung in der belarussischen Gegenwartsprosa

Viktoria Soloschenko (Kiew): Sowjetische Städte als touristische Ziele

Seminar 2: How to Approach Urban Related Identity Theoretically and Empirically

Katarzyna Kajdanek (Breslau): Einführungsvortrag und Moderation

Katarzyna Goszcz (Berlin): Sustainable Development – Smart City

Juliane Richter (Leipzig): RASTER : BETON. Festival für Kunst und Architektur

Seminar 3: Neue Stadt und neue Gesellschaft? Moderne Architekten als soziale Akteure in Polen und Deutschland. 1910-1950

Martin Kohlrausch (Leuven): Einführungsvortrag und Moderation

Małgorzata Popiołek (Berlin): Warschau. Ein Wiederaufbau, der vor dem Krieg begann

Magdalena Kaminska (Frankfurt (Oder) / Oldenburg): Die wissenschaftlich-bautechnische Zusammenarbeit zwischen DDR und VRP 1967-1980 am Beispiel der Wohnungsbauserien W-70 und WBS-70

Aleksandra Paradowska (Posen): Offizielle Architektur des Dritten Reiches im heutigen Polen und ihre heutige Bedeutung

Anmerkungen:
[1] Krzysztof Bierwiaczonek [u.a.], Miasto Przestrzeń Tożsamość. Studium trzech miast Gdańsk, Gliwice, Wrocław, Warszawa 2017.
[2]http://raster-beton.de/

Zitation
Tagungsbericht: Neue Stadt – Alte Stadt. Interdisziplinäre Erkundungen eines Topos in Deutschland, Polen und Europa, 25.08.2018 – 01.09.2018 Darmstadt, in: H-Soz-Kult, 19.11.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7937>.