Reformation in Pommern

Ort
Kulice (Külz)
Veranstalter
Dirk Alvermann, Universitätsarchiv Greifswald; Oliver Auge, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Paweł Migdalski, Universität Stettin
Datum
08.12.2017 - 09.12.2017
Von
Jan Ocker, Abteilung für Regionalgeschichte, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die Konferenz als Teil des Projektes „Zwischen zwei Universitäten. Grenzland ohne Grenzen“/„Między dwoma uniwersytetami. Pogranicze bez granic“ fokussierte die Landschaft Pommern im Kontext der Reformation. In ihrer Begrüßung betonten PAWEŁ MIGDALSKI (Stettin), SŁAWOMIR SZAFRAŃSKI (Külz), HORST WERNICKE (Greifswald) sowie EDWARD WŁODARCZYK (Stettin) den hohen Stellenwert, den die historische Erforschung Pommerns habe. Bisherige Arbeiten hätten gezeigt, dass sich der wissenschaftliche Austausch über staatliche und sprachliche Grenzen hinweg als gewinnbringend darstellt. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums sollten inhaltlich bewusst weit gefasste Beiträge zur pommerschen Reformationsgeschichte vorgestellt werden.

Im Einführungsvortrag beleuchtete MICHAEL NORTH (Greifswald) die wirtschaftlichen Konsequenzen für den Ostseeraum, die sich hier aus der Reformationsbewegung ergaben. Der Referent differenzierte dabei zwischen vier wesentlichen Kategorien: Zunächst widmete sich North der Säkularisation, um die Landumverteilung – zugunsten des Adels – mit der praktizierten Gutswirtschaft als ein Kernelement des neuen, ökonomischen Systems zu klassifizieren. Der Aspekt der (sozialen) Rebellion sei durch Aufstände in den Städten gekennzeichnet; bei der Migration könne vor allem die Einwanderung aus Westeuropa genannt werden. Einen besonderen Ausdruck fand die neue Lehre als Form der Innovation überdies in der Kunst: Neben den zahlreichen architektonischen Werken hob North den 1554 angefertigten, sogenannten „Croy-Teppich“ hervor.

Die erste Sektion eröffnete JÜRGEN HEROLD (Greifswald) mit seinen Ausführungen zur Epigraphik ausgewählter pommerscher Kirchenglocken und Grabplatten (13. bis 17. Jahrhundert), mittels derer er den schwierigen Begriff der Volksfrömmigkeit zu untersuchen und einen Wandel von der vor- zur nachreformatorischen Zeit sichtbar zu machen beabsichtigte. Bei den in vielfacher Hinsicht bedeutsamen Glocken dominierten bis ins 16. Jahrhundert die Gebetsformel „O rex glorie Christe veni cum pace“ sowie das Avemaria; in der Folge lassen sich zunehmend reformatorische Einflüsse – so in Form spöttischer Inschriften – ausmachen. Auch die betrachteten Grabplatten zeigen mehr oder minder signifikante Unterscheidungen, wenn etwa zunehmend Devisen oder geistliche Liedstrophen im Stein verewigt werden.

Daraufhin widmete sich KATJA HILLEBRAND (Kiel) den spätmittelalterlichen sowie frühneuzeitlichen, städtischen Führungsschichten in Pommern, um hierbei die individuelle Religiosität und die mannigfaltigen Bauten unterschiedlicher Größe und Inszenierung herauszuarbeiten. Bei den einzelnen Maßnahmen habe stets die Motivation nach politischer Macht im Vordergrund gestanden, wie die Referentin konzis darlegen konnte. Die historischen Aufzeichnungen sowie die häufig erhaltenen, architektonischen Werke belegen eine systematische Erweiterung klerikaler Anlagen für das ausgehende Mittelalter. Neben den Bettelorden und der Errichtung zahlreicher Kapellen und Gotteshäuser im Sinne der omnipräsenten Frömmigkeit kann exemplarisch die 1382/84 neu errichtete Marienkirche in Stralsund mit ihren verschiedenen, späteren Anbauten erwähnt werden.

DIRK SCHLEINERT (Stralsund) konzentrierte sich sodann auf das Stralsunder Franziskanerkloster St. Johannis im 15. sowie beginnenden 16. Jahrhundert, um zuvorderst auf die schüttere Quellenüberlieferung hinzuweisen. Wesentliche Dokumente seien bereits im Zuge der Reformation – hauptsächlich beim sogenannten „Kirchenbrechen“ (1525) – verloren gegangen, weshalb eine Aufarbeitung des Klosters in vorreformatorischer Zeit erschwert werde. Aufgrund der erhaltenen Urkunden in der Parallelüberlieferung lassen sich jedoch zahlreiche, testamentarische Stiftungen zugunsten der fest in die städtische Gemeinschaft integrierten Institution fassen. Eine Konkurrenz zu den übrigen Klöstern innerhalb Stralsunds darstellend, habe es mehrere Bruderschaften gegeben und auch insgesamt ein „durchaus attraktives Angebot auf dem Frömmigkeitsmarkt“, wie Schleinert formulierte.

Einen Blick auf die gesamte, vorreformatorische Klosterlandschaft Pommerns warf MARTIN SCHOEBEL (Schwerin), der für seine Informationen hauptsächlich Hermann Hoogewegs zweibändiges Standardwerk „Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern“ (1924/25) heranzog und das Desiderat herausstellte, ein neues, maßgebliches Klosterbuch für Pommern zu erarbeiten. Die Zahl von ungefähr 50 im Spätmittelalter existierenden Anlagen nennend, skizzierte der Referent zuerst die Zisterzienser, Prämonstratenser, Kartäuser und Benediktiner mit der je eigenen Wirkmächtigkeit, um deren hohe Bedeutung – erinnert sei an den Grundbesitz, die Einnahmen und die Geldgeberfunktion – zu betonen. Bei den Bettelorden ging Schoebel auf die Dominikaner, Franziskaner und Augustinereremiten ein, um dann die Reformen und die sich unter Herzog Bogislaw X. im 15. Jahrhundert vollziehenden Veränderungen zu beleuchten.

Zu Beginn der zweiten Sektion beschäftigte sich NINA GALLION (Kiel) mit dem Bistum Cammin und den vorreformatorischen Bischöfen. Ausgehend von der Entstehungsgeschichte des Herrschaftsgebietes, stand die im Jahre 1188 urkundlich durch Papst Clemens III. festgehaltene Exemtion mit ihren Auswirkungen im Mittelpunkt. Die Chronik des Ulrich von Richental zog Gallion als bildliche Quelle heran. Die Bischöfe seien, so Gallion, jedoch keineswegs frei und unabhängig gewesen. Darüber hinaus erläuterte Gallion das methodische Konzept der Handlungsspielräume, um dieses auf die spätmittelalterlichen Bischöfe von Cammin anzuwenden. Erwähnung fanden auch der Camminer Bischofsstreit (1386–1436) und die erst nach dem 1544 erfolgten Tode des Erasmus von Manteuffel durchgeführte Reformation als Zäsur innerhalb der Bistumsgeschichte.

Nachfolgend gab HAIK THOMAS PORADA (Leipzig) einen sakraltopographischen Überblick über die Stadt Grimmen im 16. Jahrhundert. Zwei Urkunden des Grimmer Kalands von 1508 und 1511 anführend, widmete er sich erst dem allgemeinen Kalandswesen im spätmittelalterlichen Pommern. Bei der daraufhin explizit in den Blick genommenen Priesterbrüderschaft in Grimmen ging er auf die teilweise noch heute erhaltenen Bauwerke, den bedeutenden, schriftlich gut belegbaren Besitz sowie auch auf die einzelnen Ämter und Versammlungen ein. Porada nahm sich überdies der Pfarrkirche St. Marien mit ihren zahlreichen Altären und Vikarien sowie auch der anderen Kapellen an, für deren Erforschung die Grimmer Kirchenmatrikel von 1584 eine bedeutsame Quelle darstellt.

RAFAŁ SIMIŃSKI (Stettin) beschäftigte sich anschließend mit den in Pommern existierenden, klösterlichen Kleinodien des 16. Jahrhunderts, anhand derer er die Säkularisation nachvollzog. Verfügten die monastischen Einrichtungen im Spätmittelalter sehr häufig über großes Vermögen, das sich etwa an den Grundstücken, aber auch beispielsweise am liturgischen Gerät zeigte, konnte der Referent darlegen, dass die Reformation und die damit verbundene Güterverlagerung tiefgreifende Veränderungen bewirkte. Simiński betrachtete in diesem Zusammenhang die überlieferten Verzeichnisse der 1520er- bis 1540er-Jahre und widmete sich ferner den beteiligten Landesherren Barnim IX. und Georg I.

Die dritte Sektion eröffnete OLIVER AUGE (Kiel) mit seinem Vortrag zum Verhältnis von Landesherrschaft und Kirche in Pommern während der vorreformatorischen Zeit, um zunächst der berechtigten Forderung nach einer modernen Gesamtdarstellung dieses Themas Ausdruck zu verleihen. In einem ersten Schritt widmete sich der Referent der Relation von Herzog zu Papst und Kurie. Des Weiteren betrachtete er die Beziehung zum Bistum Cammin, die Nutzung der Geistlichkeit durch die Landesherrschaft sowie als vierten Punkt die landesherrliche Kirchen- und Klosterreform im beginnenden 16. Jahrhundert. Auge zufolge zeige die Untersuchung der einzelnen Aspekte deutlich auf, dass sich die pommerschen Herzöge schon vor der Reformation beste Voraussetzungen für den Aufbau einer Landeskirche und eines landesherrlichen Kirchenregimentes zu schaffen vermochten.

In der Folge fokussierte DIRK ALVERMANN (Greifswald) die Bildungslandschaft Pommerns im 16. Jahrhundert. Dabei untergliederte er seine Ausführungen in drei wesentliche Aspekte: Zunächst widmete er sich den Wissensbeständen, bei denen hauptsächlich die Klosterbibliotheken mit dem Beispiel Jasenitz zu nennen seien. Des Weiteren betrachtete Alvermann die entsprechenden Schulorte, die in der Anfangszeit mit den Klosterstandorten gleichgesetzt werden können; obgleich Belege für weitere Orte häufig schwer zu erbringen seien, könne eine deutlich geringere Dichte an Einrichtungen für Hinterpommern (sowohl vor als auch nach der Reformation) konstatiert werden. Der dritte Aspekt berührte die Lehrenden und Lernenden, für die sich in zahlreichen Fällen eine Verbindung zu der 1456 gegründeten Greifswalder Universität nachweisen lasse.

PAWEŁ GUT (Stettin/Stolp) spürte in seinem Beitrag der bedeutsamen Säkularisation des Klosterbesitzes in Pommern mittels überlieferter Unterlagen aus dem Staatsarchiv Stettin nach. Mit der Landesteilung von 1532 entstanden das Herzoglich-Stettiner sowie das Herzoglich-Wolgaster Archiv. Heute liefern die vereinten Bestände wichtige Erkenntnisse zu den Klostergütern, wie der Referent anhand mehrerer Beispiele ausführte. In diesem Zusammenhang sei etwa die unter Herzog Bogislaw X. vollzogene Auflösung des Prämonstratenserklosters in Belbuck zu nennen. Bei den für weitere Forschungen zu konsultierenden Quellen könnten überdies die erhaltenen Inventarlisten der einzelnen Klosteranlagen angeführt werden.

Zu Beginn der vierten Sektion wandte sich JOACHIM KRÜGER (Greifswald) im ersten Teil seiner Ausführungen dem bedeutsamen Reformator „Dr. Pomeranus“ Johannes Bugenhagen zu, der sich im Umfeld der Wittenberger Theologen Martin Luther und Philipp Melanchthon bewegte und die im Jahre 1535 veröffentlichte, pommersche Kirchenordnung ausarbeitete. Der Referent beschäftigte sich dann mit der allgemeinen Umsetzung der Reformation im südwestlichen Ostseeraum, deren Entwicklung er als äußerst heterogen bezeichnete. Im zweiten Abschnitt behandelte Krüger die sogenannte „Grafenfehde“ (1534–1536), die eine der zentralen, militärischen Auseinandersetzungen der Zeit darstelle. Die Tragweite für das Königreich Dänemark und die beiden Herzogtümer Holstein und Schleswig herausarbeitend, verdeutlichte er zudem die (religiösen) Auswirkungen des Krieges für Pommern.

Anschließend widmete sich RADOSŁAW PAWLIK (Stettin) den personellen Verflechtungen von Mitgliedern des Domkapitels in Cammin und Geistlichen in Belbuck und Treptow. So habe es nicht selten persönliche Beziehungen gegeben, die häufig über die Universitätsstädte Greifswald, Rostock und Wittenberg und die Referenzpersonen Johannes Bugenhagen und Martin Luther initiiert wurden. Der Referent beleuchtete beispielsweise den Geistlichen Lukas Crummenhausen, der sich dezidiert als Befürworter der neuen, evangelisch-lutherischen Lehre ausgesprochen habe. Pawlik zeigte die unterschiedlichen Netzwerke auf. Die bis ins Bistum hineingetragenen Ideen gelangten nicht zuletzt vom Domkapitel in Cammin in die untersuchten Orte Belbuck und Treptow.

ZYGMUNT SZULTKA (Stolp) betrachtete in seinen Ausführungen die sich im kaschubischen Sprachgebiet des Herzogtums Stettin vollziehenden, kirchlichen Umstrukturierungen für den Zeitraum des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Ausgehend von der Frage nach dem zu untersuchenden Territorium, widmete sich der Vortragende eingehend den überlieferten Quellen, um die vielgestaltigen Prozesse hinsichtlich der Geistlichkeit ab 1535 nachzuzeichnen. Hierbei warf Szultka seinen Blick einerseits auf die einzelnen Pfarrgemeinden und die dortigen Veränderungen, andererseits auch auf die übergeordneten Synodalbeschlüsse sowie die entscheidenden Handlungsträger.

Die fünfte Sektion eröffnete ANNA GUT-CZERWONKA (Köslin), die sich mit pommerschen Epitaphien vor dem Hintergrund der Beeinflussung durch die Reformation sowie Gegenreformation beschäftigte. Sie verwies auf Beispiele des 16. bis 18. Jahrhunderts, nach denen in der nachreformatorischen, künstlerischen Gestaltung der Erinnerungstafeln vielfach eine moralische Lehre zu erkennen sei. Eine Grundidee der Werke habe zudem darin bestanden, den Wunsch nach Unsterblichkeit auszudrücken; so seien die Lebensgeschichte des Verstorbenen und besonders auch die Stifter sichtbar gemacht worden. Gut-Czerwonka lenkte den Blick ferner auf die konkreten, künstlerischen Stilformen der Epitaphien.

DENNIS HORMUTH (Marburg) setzte sich sodann mit der Frage auseinander, wie die in Pommern vollzogene Reformation in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft zwischen 1900 und 1990 dargestellt wurde. Hierfür wertete er die Werke von Norbert Buske, Klaus Harms, Hellmuth Heyden, Johannes Schildhauer und Martin Wehrmann aus, um die unterschiedlichen Forschungen zusammenzufassen. Nehme Wehrmann in seinen Schilderungen eine herrschaftsorientierte und Heyden eine nicht-autoritäre Perspektive ein, so zeige sich bei Harms ein deutlicher Wandel dahingehend, auch die Spätgeschichte der Reformation und den Prozess zu berücksichtigen, und bei Schildhauer das Faktum, die mecklenburgischen sowie pommerschen Reformationsstädte gemeinsam zu betrachten. Buske habe wiederum eine herrscher- und staatszentrierte Haltung.

Eine literaturhistorische Analyse nahm AGNIESZKA BORYSOWSKA (Stettin) vor, indem sie sich mit den anlässlich des 100-jährigen Reformationsjubiläums in Stettin publizierten Schriften von 1617 beschäftigte. Sie betonte in diesem Kontext die besondere Rolle des pommerschen Herzogs Philipp II. und nannte vor allem die Werke „Befehl vnnd Ordnung“ sowie das „Feyrliche Begängnus des Hochpreißlichen Ersten Evangelischen Jubel Jahres“. Deren Aufbau und Inhalt stellte die Referentin vor und ordnete sie gleichermaßen historisch ein. Das Entstehen der zahlreichen Drucke sei ein Verdienst des Herzogs, der die Publikation der einzelnen Schriften maßgeblich gefördert habe.

Im letzten inhaltlichen Vortrag widmete sich PAWEŁ MIGDALSKI (Stettin) der Reformations-Darstellung innerhalb der Literatur der polnischen Volksrepublik. Dabei differenzierte er in seinen Ausführungen zwischen den fachwissenschaftlichen und den populärwissenschaftlichen Werken, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erschienen. So habe die historische Fachwissenschaft nach 1945 zunächst ein recht negatives Bild der Reformation gezeichnet und häufig den Aspekt der Germanisierung aufgegriffen; seit den 1960er-Jahren habe sich die Darstellung bis in die Gegenwart hinein deutlich zum Positiven gewandelt. Die populärwissenschaftliche Literatur, aus der Migdalski Geschichtsromane und touristische Broschüren herausgriff, sei vielfach von Narrationen geprägt.

Die vielfältigen Tagungsbeiträge offenbarten die Bedeutung, die dem Thema der Reformation in der deutschen sowie in der polnischen Historiographie zukommt. Die Vorträge – die in einem Konferenzband erscheinen werden – konnten wesentliche Ergebnisse der neueren und neuesten Forschung festhalten und Impulse zu weiteren Untersuchungen geben. Eine berechtigte Hoffnung der Organisatoren besteht darin, das Symposium zum Anlass zu nehmen, den deutsch-polnischen Forschungsdialog auch in Zukunft weiterzuführen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung

Paweł Migdalski (Stettin) / Sławomir Szafrański (Külz) / Horst Wernicke (Greifswald) / Edward Włodarczyk (Stettin)

Einführungsvortrag

Michael North (Greifswald): Säkularisation – Rebellion – Migration – Innovation. Die vielfältigen ökonomischen Auswirkungen der Reformation im Ostseeraum/Sekularyzacja – Rebelia – Migracja – Innowacja. Różnorodne ekonomiczne skutki reformacji w strefie Bałtyku

Sektion I
Moderation: Oliver Auge (Kiel)

Jürgen Herold (Greifswald): Hingabe an Gott – Hingabe an den Glauben. Inschriften als Ausdruck der Volksfrömmigkeit vom Mittelalter zur Neuzeit/ Oddanie się Bogu – oddanie się wierze. Inskrycje jako wyraz ludowej pobożności od średniowiecza do czasów nowożytnych

Katja Hillebrand (Kiel): Städtische Führungsschichten und ihre kirchlichen Großbauprojekte. Zwischen Frömmigkeit, Repräsentation und finanzieller Leistungsfähigkeit/Elity miejskie i ich wielkie kościelne projekty budowlane. Między pobożnością, reprezentacją i finansową sprawnością

Dirk Schleinert (Stralsund): Die Franziskaner und das Kloster St. Johannis im städtischen Leben Stralsunds im 15. und frühen 16. Jahrhundert/Franciszkanie i klasztor św. Jana w życiu miejskim Strzałowa w XV i początkach XVI w.

Martin Schoebel (Schwerin): Klöster und Stifte Pommerns am Vorabend der Reformation/Klasztory i fundacje Pomorza w przeddzień reformacji

Sektion II
Moderation: Paweł Gut (Stolp/Stettin)

Nina Gallion (Kiel): Exemt, frei und unabhängig? Die Bischöfe von Cammin in vorreformatorischer Zeit/Zwolnieni, wolni i niezależni? Biskupi kamieńscy w okresie przed reformacją

Haik Thomas Porada (Leipzig): Die Entwicklung der Sakraltopographie einer pommerschen Landstadt vor und nach der Reformation – Grimmen im 16. Jahrhundert/Rozwój topografii sakralnej pomorskiego miasta prowincjonalnego przed i po reformacji – Grimmen w XVI w.

Rafał Simiński (Stettin): Die Kleinodien der pommerschen Klöster im Lichte der Verzeichnisse aus der Säkularisationszeit/Kosztowności pomorskich klasztorów w świetle spisów z czasów sekularyzacji

Sektion III
Moderation: Martin Schoebel (Schwerin)

Oliver Auge (Kiel): Landesherrschaft und Kirche vor der Reformation/Władze terytorialne i Kościół przed reformacją

Dirk Alvermann (Greifswald): Die Bildungslandschaft Pommerns am Vorabend der Reformation/Krajobraz edukacyjny Pomorza w przeddzień reformacji

Paweł Gut (Stolp/Stettin): Die Säkularisierung der Klostergüter in Pommern vor 1535 im Lichte der Akten aus dem Archiv der Stettiner Herzöge und dem Archiv der Wolgaster Herzöge/Sekularyzacja majątków klasztornych na Pomozu przed 1535 rokiem w świetle akt Archiwum Książąt Szczecińskich i Archiwum Książąt Wołogoskich

Sektion IV
Moderation: Paweł Migdalski (Stettin)

Joachim Krüger (Greifswald): Johannes Bugenhagen und die Reformation im südwestlichen Ostseeraum/W cieniu hrabskiej wojny (Grafenfehde) – Jan Bugenhagen i reformacja w południowo-zachodniej strefie Bałtyku

Radosław Pawlik (Stettin): Personelle Verbindungen zwischen den Prälaten und Domherren des Camminer Domkapitels und der Geistlichkeit aus Belbuk und Treptow in der Reformationszeit/Związki personalne prałatów i kanoników kapituły kamieńskiej z duchowieństwem Białoboków i Trzebiatowa w dobie reformacji

Zygmunt Szultka (Stolp): Der Umbau der konfessionellen und kirchlichen Strukturen im kaschubischen Sprachraum des Herzogtums Stettin von der Ausrufung der Reformation bis zum Anfang des 17. Jh.s/Przebudowa stosunków wyznaniowych i kościelnych na kaszubskim obszarze językowym Księstwa Szczecińskiego od proklamowania reformacji do początków XVII wieku

Sektion V
Moderation: Rafał Simiński (Stettin)

Anna Gut-Czerwonka (Köslin): Der Einfluss der Reformation und Gegenreformation auf die Entwicklung des Inhalts von Epitaphien in Mittelpommern an ausgewählten Beispielen/Wpływ reformacji i kontrreformacji na rozwój treści epitafiów Pomorza Środkowego – na przykładzie wybranych dzieł

Dennis Hormuth (Marburg): Die Reformation in Pommern in der deutschsprachigen Historiographie/Reformacja na Pomorzu w niemieckojęzycznej historiografii

Agnieszka Borysowska (Stettin): Die literarische Fassung der Hundertjahrfeier der Reformation in Stettin/Literacka oprawa jubileuszu stulecia Reformacji w Szczecinie

Paweł Migdalski (Stettin): Das Bild der Reformation im Schrifttum der Volksrepublik Polen/Obraz reformacji na Pomorzu w piśmiennictwie w Polsce Ludowej

Zitation
Tagungsbericht: Reformation in Pommern, 08.12.2017 – 09.12.2017 Kulice (Külz), in: H-Soz-Kult, 08.02.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8091>.