Heimat? Zwischenrufe aus einer landeskundlichen Perspektive

Ort
Wesel
Veranstalter
LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, Bonn
Datum
07.11.2019 - 08.11.2019
Von
Robin Stecken, Alltagskultur und Sprache, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Der Begriff Heimat ist in aller Munde und wird für kommerzielle Zwecke benutzt und für politische Zwecke umgedeutet. Wie wird Heimat in der landeskundlichen Forschung diskutiert? Welcher Umgang mit Heimat lässt sich in der Literatur und in den Medien beobachten? Welche politischen Deutungen sind dem Begriff anheim? Sollte der Begriff weiter genutzt, umgedeutet oder sich von ihm distanziert werden? Welche Rolle spielen Museen und Ministerien bei der Begriffsprägung? Mit diesen Fragen hat sich die zweitägige Tagung „Heimat? Zwischenrufe aus einer landeskundlichen Perspektive“ beschäftigt. Ausrichter war das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn, das aus seinem interdisziplinären Selbstverständnis heraus diskursive Entwicklungen sowohl in der Fachwelt als auch in der öffentlichen Debatte in NRW intensiv beobachtet. Aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven wurden in thematisch breit gefächerten Vorträgen Antworten und Erkenntnisse gesucht sowie diskutiert. Vertreten waren unter anderem die Kulturanthropologie, die Geschichts-, Sprach-, Literatur-, Sozial- und Museumswissenschaften. Die Wahl des Tagungsortes fiel dabei auf das LVR-Niederrheinmuseum Wesel, das sich innerhalb regionalhistorischer Themen selbst mit Vermittlungskonzepten von Heimat auseinandersetzt.

MILENA KARABAIC (Köln), LVR-Dezernentin für Kultur und Umwelt, wies bereits in ihrer Begrüßung auf die diversen Verständnisse von Heimat sowie auf die Brisanz des Begriffs in politischen Strategieentscheidungen hin. Neben romantischen Vorstellungen von Idylle und Sicherheit werde zunehmend auch der Zusammenhang des Heimatbegriffs in anderen politischen Belangen, insbesondere in rechtspopulistischen Gruppierungen, erkennbar, die den Begriff aufladen und für Argumentationsstrategien und Exklusionsmechanismen nutzen.

DAGMAR HÄNEL (Bonn), Leiterin des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte, stellte einführend die Frage, ob der Begriff nicht bereits ausreichend dekonstruiert wurde. Sie wies darauf hin, dass vor den Hintergründen der politischen Entwicklungen sowie der medialen Aufbereitung des Begriffes, eine tiefergehende Weiterbeschäftigung mit dem Begriff dringend sei. Während alarmistische Beiträge Heimat thematisieren und sie von Überfremdung bedroht sehen, würde die Bevölkerung eher das Schwinden von Traditionen und Einzelhandel als Heimatverlust sehen. Je nach Zeit und Nutzungsintention werde er unterschiedlich stark aufgeladen, idealisiert, emotionalisiert und ästhetisiert.

VEIT VETZKE (Wesel), Leiter des mitveranstaltenden LVR-Niederrheinmuseums Wesel, übertrug die gesellschaftliche Diskussion des Begriffes auf das eigene Museum, welches mit einem europäischen Verständnis geführt wird. Die Leitung eines Museums am Niederrhein fordere die Beschäftigung mit der Genese des Begriffes Niederrhein, welcher im 16. Jahrhundert entstand und sich seitdem ebenfalls stark gewandelt habe. Mit der Zeit entstanden unterschiedlich ausgerichtete administrative und landschaftliche Begriffe, die auch in Konkurrenz mit anderen Begriffen, wie dem des Ruhrgebiets, standen. Letztlich gebe es für ihn nicht die Heimat Niederrhein im Singular, sondern vielmehr die Heimaten Niederrhein im Plural.

Unter dem Titel „Heimat – ein problematischer Begriff?“ wurde der Heimatbegriff einer Analyse aus historischer, europäisch-ethnologischer sowie literaturwissenschaftlicher Perspektive unterzogen. JENS JÄGER (Köln) fokussierte bei seiner Suche nach dem Phänomen „Heimat“ die Photographic Surveys in England um 1900, die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung bedienten, indem sie das Lokale dokumentierten und es mit Emotionen verbanden. Er wies auf Leerstellen in der historischen Forschung hin, die vor allem in den inklusiven Bestimmungen von Heimat bestünden und stellte die These auf, dass das Phänomen Heimat überall dort anzutreffen sei, wo dynamische Modernisierungsprozesse eine Neubestimmung des Individuums auf nahweltlicher Basis nahelegen. Gefasst werden können damit sowohl die im 19. Jahrhundert aufkommenden Prozesse, aber auch die gegenwärtigen Globalisierungsprozesse. Zur Suche nach ähnlich gelagerten Diskursen schlägt er als Kriterien die Bewusstmachung lokaler Spezifika, die emotionale Aufladung ebendieser sowie die Verortung von Lokalem und Staat vor.

MANFRED SEIFERT (Marburg) beschäftigte sich mit dem volkskundlich-kulturanthropologischen Fachzugang aus einer Gegenwartsperspektive auf Deutschland. Er stellte den Wandel des Begriffes Heimat von einem Rechtsbegriff zunächst zu einem harmonisierenden bürgerlichen Begriff, dann zu einem nationalen und rassistischen Begriff, hin zu einem distanzierten Begriff mit starker Ambivalenz dar. Gegenüber ausgrenzenden Verständnissen stünden um Integration bemühte dynamische Heimatkonzepte. Verbindend stellte er in sozialpsychologischer Perspektive die Kindheit als intensive Phase der Herausbildung von Empfindungen heraus. Es sei nicht der geografische Ort, sondern vielmehr der persönliche Erlebensraum, der für die kindliche Perspektive prägend sei. Wichtig sei, dass Heimat keineswegs eine anthropologische Grundkonstante sei, sondern Beheimatungen als optionale subjektive Orientierungen verstanden werden müssen.

GERTRUDE CEPL-KAUFMANN (Düsseldorf) setzte sich mit dem Heimatbegriff literarisch auseinander. Dabei zeichnete sie Carl Einsteins und Alfred Momberts landschaftsbezogene Heimatverständnisse nach und beschrieb zudem eindrücklich Heinrich Heines auf den Rhein bezogenes Heimatverständnis. Wenngleich der Rhein als ein positives Beispiel für die Nutzung des Heimatbegriffes herangezogen werden könne, stehe er ebenso in Form einer starken Grenze für Exklusion. Sie stellte so anschaulich die Wirkkraft von Landschaften für die Konstruktion von Heimaten heraus und sprach sich für ein fluides Topografieverständnis aus, mit welchem nicht nur die Veränderlichkeit der Landschaft, sondern auch die der Heimatbegriffe nachvollzogen werden kann. Die Beschäftigung mit dem Heimatbegriff in der Literatur solle nicht grenzziehend verstanden werden.

Fortgeführt wurde die Tagung mit einem Impulsgespräch zwischen SARA DEMIRIZ (Düsseldorf), FELIX HILDEBRAND (Wesel), LAURENZ SANDMANN (Warendorf) und GABRIELE UELSBERG (Bonn). Diskutiert wurden in diesem Rahmen spezifische museale Aufgaben, Probleme und Verantwortlichkeiten im Umgang mit Heimat. Dabei wurde herausgestellt, dass versucht werde, Museen als Ort der Glokalisierung und den Begriff der Heimat im Plural zu denken. Museen können als Interaktions- und Innovationsräume genutzt werden und stellen so einen neuen Weg dar, Heimat zu definieren. Es wurde auf die fortbestehende Bedeutung und Wirkung von Dingen hingewiesen, die in Zeiten der Digitalisierung nicht bedroht seien. Durch die Digitalisierung käme es, so Uelsberg, vielmehr zu einem positiven Wissenszuwachs. Digitale und multimediale Möglichkeiten müssten ausgeschöpft werden, um das Lebensweg-abhängige Vorwissen aufzufangen. Weiter ging es mit dem Panel zum Thema „Immaterielle Heimaten“.

GEORG CORNELISSEN (Bonn) betrachtete Wilhelm Humboldts Diktum aus einer landeskundlichen Perspektive und stellte die Wichtigkeit von Sprache in Bezug zu Beheimatungsprozessen heraus. Er ging dabei insbesondere auf Dialekte und Regiolekte als Varietäten, Biotope sowie als Heimat ein. Sprache wirke häufig ambivalent und könne beispielsweise gleichzeitig Menschen verbinden und trennen, Entfaltungsraum und Stolperfalle sein. Sie habe weiter die Besonderheit, dass diese ortsungebunden ein Heimatgefühl evozieren könne. Das Fühlen einer Verbundenheit zu Menschen, die die gleiche Sprache sprechen, stellte er exemplarisch anhand der Korrespondenz von Thomas Mann und Heinrich Heine dar. Der Verlust von Sprache sei ein Verlust von Heimat und irritierenderweise im öffentlichen Diskurs unterrepräsentiert.

HELMUT BRALL-TUCHEL (Düsseldorf) beschäftigte sich unter dem Titel „Was ist Heimatliteratur?“ mit den Aspekten des Heimatbegriffs in Dichtung und Publizistik des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Heimatliteratur, die insbesondere in Österreich, im Süden von Deutschland, aber auch in Schlesien weite Verbreitung fand, werde im Bildungskanon weitgehend ausgeblendet. Sie pflege den Umgang mit der von Martin Walser beschriebenen „sprachlichen Zurückgebliebenheit“, die nach Brall-Tuchel auf die Nahwelt referiere, in der das Innere und das Äußere noch nicht getrennt sei. Weiter vermöge die Heimatliteratur durch das Ansprechen einer poetischen Ästhetik Heimat zu vermitteln. Gleichzeitig liege in der Heimatliteratur ein reflexives Moment, welches insbesondere in der österreichischen Heimatliteratur zu erkennen sei und produktiv genutzt werde könne.

THEO GRÜTTER (Essen) beendete den ersten Tag mit einem Vortrag über „Heimat Ruhrgebiet?“. Er sah Region als einen Komplementärbegriff zum Begriff Heimat, welchen er als einen fluiden Begriff auffasste, bei dem alte Zugehörigkeiten schwinden und neue entstehen können. Heimat gehe dabei über lokale und nationale Grenzen heraus, so dass mittlerweile auch Europa als Heimat angesehen wird. Seine Gedanken entstammen seinen Beobachtungen im Ruhrgebiet, in denen Fremdsein und Zugehörigkeit eine Frage des Zeitpunkts sowie der Milieu- bzw. Zechenzugehörigkeit sei. Diese Zugehörigkeiten lösen sich allmählich auf und machen deshalb eine mentale Operation nötig. Es müsse eine Neubewertung des kulturellen Erbes erfolgen, bei der den industriellen Gebäuden samt ihrer Geschichte eine besondere Bedeutung zukomme. Dieses neue kulturelle Erbe könne produktiv für diverse Beheimatungsprozesse genutzt werden.

Der erste Tag endete mit einem umfassenden Literaturgespräch zwischen dem Schriftsteller BURKHARD SPINNEN (Münster) und MICHAEL SERRER (Düsseldorf) vom Literaturbüro NRW. Im Gespräch wurden diverse Verortungen von Heimat ausführlich besprochen und konnten der Diskussion um Heimat eine intime Dimension verschaffen. Das Gespräch wurde durch eine Lesung von Spinnen ergänzt und hat den ersten Tag abgerundet.

Der zweite Tag begann mit dem Themenkomplex Medien und Heimat. MANUEL TRUMMER (Regensburg) referierte in seinem Vortrag „Da bin ich daheim! Heimatpolitik im öffentlich-rechtlichen Fernsehen“ über die Aushandlung des Begriffes Heimat im bayrischen Fernsehen. Anhand von vier Beispielen zeigte Trummer die Bandbreite, in der versucht wird, Heimat als Thema aufzugreifen und audiovisuell zu vermitteln – die gegensätzliche Abbildung der gesamten Gesellschaft, die Arbeit mit touristischen Vorstellungen Bayerns, die widerständliche Deutung von Heimat sowie die filmische Begleitung des Dorfes Altenau, welches versucht, sein Wirtshaus zu retten. Trummer kommt so zu verschiedenen Facetten des Heimatbegriffs: einem verräumlichten Paar, welches in Ländlichkeit und Dorfidylle sowie Volkskultur und Stereotyp aufgeht, einem individuellen Verständnis von Integration und Subjektivierung sowie Heimat bottom-up, in Form von Partizipation und Verantwortung.

Fortgeführt wurde der Tag von KLAUS KLEEFELD (Köln) mit einem Beitrag über „Heimat digital?“, in dem er über die Erfahrungen und Herausforderungen im digitalen Informationssystem KuLaDig sprach, welches sich mit der historischen Kulturlandschaft und dem landschaftlichen, kulturellen Erbe des Rheinlands befasst. Die Objekteinträge nehmen mittlerweile ebenfalls Memorial- und Erinnerungsorte auf, da die Erfahrung gezeigt habe, dass die beliebtesten Objekte die sind, die eine Narration haben wie etwa Kioske, Gaststätten, bestimmte Bäume, aber auch Firmen. Durch die Erweiterung des Portals um diese Ebene sollen Memorial- und Erinnerungsorte und somit erinnerungsbiographische Ankerpunkte im funktionalen Wandel eines Stadtteils erhoben werden. Das Portal forciert die digitalen Möglichkeiten und nutzt diese, um mit den Menschen im Rheinland in einen Dialog zu treten.

JENNIFER FARBER (Vogelsang) führte die Tagung mit unterschiedlichen Impulsen unter dem Thema „(K)ein Begriff der politischen Bildung? Oder: Wo „Heimat“ ist, gibt es auch immer „die Fremden.““ fort. Farber beschäftigte sich aus ihrer Erfahrung als Bildungsreferentin im NS-Dokumentationszentrum Vogelsang IP mit den Rassismen innerhalb von Heimatbegriffen. Sie wies exemplarisch auf die in Vogelsang gemachten Erfahrungen hin, dass der Ort von Rechtspopulisten als Inszenierungsort genutzt werde und warnt vor der unhinterfragten Nutzung des Heimatbegriffs. Es stelle sich für sie die Frage, ob der Begriff Heimat zurückgewonnen werden soll beziehungsweise werden kann. Überkommene Heimatbegriffe, die stark territorial fixiert und konstruiert seien, müssten in jedem Fall überwunden werden, da es hierbei unweigerlich zu Exklusionen komme. Hieran anschließende Impulse brachte sie unter anderem mit Videobeiträgen der „De- Heimatize“-Bewegung ein. Die Impulse wirkten und ließen eine kontroverse Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Heimatbegriffes entstehen.

Als Letzter referierte STEFAN GOCH (Düsseldorf) über „Eine Heimat nirgendwo, zuhause irgendwo?“ und zeigte anhand von variantenreichem empirischen Material die Schwierigkeit einer sozialwissenschaftlichen Klassifikation von Heimat auf. Auch Räume, in denen Heimat sein könnte, seien laut Goch schwierig zu definieren. Dabei fasste er Räume als institutionalisierte Handlungsarenen, als etwas, wo „Lebensgestaltung stattfindet“, die durch den Vergleich mit anderen Räumen entstehen sowie immer auch in größere, also lokale, überregionale, nationale und globale Zusammenhänge eingebettet sind. Mit dem Fokus auf das Ruhrgebiet zeige sich eine starke Kleinräumigkeit, die sowohl der politischen als auch der emotionalen subjektiven Zuordnung widerspreche. Goch sprach sich ebenfalls für die Verwendung mehrerer Heimatbegriffe aus, da jeder Mensch neben einem sinnstiftenden Nahumfeld mehrere Heimaten haben könne.

GEORG MÖLICH (Bonn) und DAGMAR HÄNEL (Bonn) schlossen die Tagung mit einem Statement und einem Fazit ab. Mölich warf vor dem Hintergrund wichtiger werdender Nahwelten die Frage auf, inwieweit der Begriff Heimat eine sinnvolle Kategorie für lokalhistorische Forschung sei. Probleme bestünden für ihn vor allem in der erkenntnistheoretischen Perspektive. Die deskriptive Verwendung unterstelle stets Homogenität, wodurch diese zur Erkenntnisprämisse und letztlich auch Vorgabe eines Erkenntniszieles werde. Möchte man den Begriff Heimat trotzdem für eine lokalhistorische Beschäftigung nutzen, müsse er einer starken und genauen Reflexion unterzogen werden und könne aufgrund seiner Kontamination nur als „gebrochener Begriff“ genutzt werden.

Hänel bilanzierte, dass Heimat kein analytischer Begriff sein könne. Es gebe starke Disparitäten, zudem emotionale Bedürfnislagen und ideologische Interessenfelder. Trotzdem sei der Begriff wichtig und zeige Aushandlungsprozesse und Identitätskonzepte auf. Mit ihm verbundene Materialisierungen machen zudem alltagskulturelle Praktiken und Kontexte sowie Medialitäten als kommunikativ vermittelte Konstruktionen sichtbar. Hierdurch können die Menschen in den Fokus genommen werden. Heimat und Region seien somit als Schlüsselbegriffe zu begreifen um auf Prozesse, Perspektiven und Interessen zu blicken.

Die Vorträge zeigten durch ihre diversen fachspezifischen Zugänge vielseitige Aneignungsarten sowie Problematiken des Begriffes Heimat auf. Der interdisziplinäre Zugang zum Thema hat dabei nicht nur die Relevanz bewiesen, sich weiter wissenschaftlich mit dem Begriff zu beschäftigen, sondern auch konkrete Probleme aufgezeigt und historische wie gegenwartsbezogene Argumentationsstrategien dargestellt und sie in einen breiten Kontext gestellt. Trotz der bereits langjährigen Diskussionen um Heimat wurde der Diskurs so mit Hilfe von aktuellen, neu betrachteten wie auch praxisbezogenen Phänomenen erweitert und bietet nun Anknüpfungspunkte für die weitere kritische Arbeit am Begriff, seiner Nutzung und seiner Vermittlung.

Konferenzübersicht:

Begrüßung

Milena Karabaiic (Köln)

Veit Veltzke (Wesel)

Dagmar Hänel (Bonn): Schon wieder Heimat? Eine Einführung

Heimat – ein problematischer Begriff?

Moderation: Ove Sutter (Bonn)

Jens Jäger (Köln): Heimat – ein problematischer Begriff

Manfred Seifert (Marburg): Zum Heimatbegriff aus europäisch-ethnologischer Perspektive

Gertrude Cepl-Kaufmann (Düsseldorf): Imaginierte Räume

Musealisierung von Heimat

Moderation: Guido von Büren (Jülich)

Impulsgespräch mit: Sara Demiriz (Düsseldorf) / Felix Hildebrand (Wesel) / Laurenz Sandmann (Warendorf) / Gabriele Uelsberg (LVR-Bonn)

Immaterielle Heimaten

Moderation: Maike Schmidt (Bonn)

Georg Cornelissen (Bonn): „Die wahre Heimath ist eigentlich die Sprache.“ Humboldts Diktum aus landeskundlicher Perspektive

Helmut Brall-Tuchel (Düsseldorf): Was ist Heimatliteratur? Aspekte des Heimatbegriffs in Dichtung und Publizistik des 19. und 20. Jahrhunderts

Theo Grütter (Essen): Heimat Ruhrgebiet? Zur musealen Rekonstruktion eines altindustriellen Industrieraumes

Abendprogramm

Moderation: Michael Serrer (Düsseldorf)

Burkhard Spinnen (Münster): Warum ich kein Heimatdichter bin bzw. sein kann/darf

Medien und Heimat

Moderation: Thomas Ohl (Wesel)

Klaus Kleefeld (Köln): Heimat digital?

Manuel Trummer (Regensburg): „Da bin ich daheim!“ Heimatpolitik im öffentlichrechtlichen Fernsehen

Heimat als Argument

Moderation: Helmut Rönz (Bonn)

Jennifer Faber (Berlin): Heimat – ein Begriff der politischen Bildung?

Stefan Goch (Düsseldorf): Eine Heimat nirgendwo, zuhause irgendwo? (Empirische) Ergebnisse der Sozialraumanalyse

Heimat: Impulse für eine moderne Landeskunde?

Georg Mölich (Bonn): Heimat. Ein regionalhistorisches Statement

Dagmar Hänel (Bonn): Immer noch Heimat? Ein landeskundliches Fazit

Zitation
Tagungsbericht: Heimat? Zwischenrufe aus einer landeskundlichen Perspektive, 07.11.2019 – 08.11.2019 Wesel, in: H-Soz-Kult, 20.04.2020, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8737>.
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Veröffentlicht am
20.04.2020
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