Ciudad y Antigüedad tardía: avances y perspectivas

Ort
Hamburg und digital
Veranstalter
Sabine Panzram, Universität Hamburg; Laurent Brassous, UMR 7266 LIENSs – Université de La Rochelle / CNRS, Paris
Datum
24.01.2022 - 26.01.2022
Von
Kevin Grotherr / Martin Horst, RomanIslam – Center for Comparative Empire and Transcultural Studies, Universität Hamburg

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das zu gleichen Teilen von der Universität Hamburg, der Université de La Rochelle sowie von der Casa de Velázquez Madrid getragene ATLAS-Projekt zur Erarbeitung eines Atlasses spätantiker Städte im Süden der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika für den Zeitraum vom 3. bis zum 8. Jahrhundert. Der Austausch interdisziplinärer Fachperspektiven auf Urbanität während der long Late Antiquity soll fundiertere methodische Vergleiche der verschiedenen, jedoch strukturell ähnlichen Fallbeispiele aus jenen Regionen ermöglichen, die wegen ihres hohen Urbanisierungsgrades als paradigmatisch für die Städteforschung gelten können.

Das Kolloquium begann mit der Verortung des ATLAS-Projekts in der Forschungslandschaft, die HERVÉ INGLEBERT (Paris) vornahm. Er verwies auf einige Streitpunkte, die die Erforschung der Spätantike seit mehr als hundert Jahren prägen. Beginnend mit der Einordnung des spätantiken Kunstschaffens durch Riegl und Strzygowski, leitete er zu der weitergehenden Debatte über die Einschätzung der Spätantike wahlweise als einer Epoche der Zäsuren oder einer Epoche der Transformation über. Dass eine solche Einordnung massiv von der Wahl der zeitlichen wie auch räumlichen Grenzen der jeweiligen Betrachtung abhängt, machte er mit einem umfassenden Überblick über die Forschungsliteratur deutlich, insbesondere derjenigen der letzten drei Jahrzehnte.

Die erste Sektion eröffnete JAVIER MARTÍNEZ JIMÉNEZ (Cambridge), der sich mit westgotischen Herrschafts- und Machtinteressen auseinandersetzte, die im Zusammenhang mit Städtegründungen beobachtet werden können. Nachdem er zunächst auf eine Transformation der Siedlungsmuster im westgotischen Spanien eingegangen war, verdeutlichte er die politischen Motive für eine königliche Stadtgründung wie Reccopolis (Recópolis). Dergleichen hätte den westgotischen Monarchen nicht nur die Möglichkeit eröffnet, die eigene Macht wirkungsvoll nach außen hin zu kommunizieren, sondern sei auch ein geeignetes Mittel gewesen, um die Kontrolle des Königs über bestimmte Gebiete zu sichern sowie die dort lebenden Menschen durch städtische Elitenbildung an sich zu binden.

Auf die städtischen Eliten der Hispania gingen auch JAVIER ARCE (Lille) und RUBÉN OLMO LÓPEZ (Santiago de Compostela) ein, die sich mit der Beziehung derselben zur „zentralen politischen Gewalt“ in Form der kaiserlichen Statthalter befassten. Epigraphische und literarische Belege, die für das 4. Jahrhundert auf ein Wirken der Statthalter in den Städten verweisen, seien jedoch rar und ausschließlich für die Provinzhauptstädte Tarraco (Tarragona), Corduba (Córdoba) und Augusta Emerita (Mérida) nachweisbar. Dies lasse darauf schließen, dass die kaiserliche Macht in der Spätantike weniger flächendeckend in den hispanischen Gemeinden präsent gewesen sei und vorrangig auf die Provinzhauptstädte samt ihren einflussreichen Eliten konzentriert blieb.

In der zweiten Sektion bot zunächst GISELLA CANTINO WATAGHIN (Vercelli) einen Überblick über die spätantike Entwicklung einer Reihe oberitalischer Städte als Vergleichsgrundlage zu den bisher behandelten Fallstudien. Vielversprechend war die Bandbreite der gewählten Beispiele – von den Kaiserresidenzen Mediolanum (Mailand) und Ravenna bis zu kleineren Städten, die sich wie Tridentum (Trient) durch strategische Lage, wie Luna (Luni) durch wirtschaftliche Bedeutung oder wie Aquileia durch beiderlei auszeichneten, ihre Relevanz aber zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert verloren. Auch für diejenigen Fälle, für die kein Bedeutungsverlust festzustellen ist, machte sie die Transformationen öffentlicher wie auch privater Bauten und insbesondere der Stadtbefestigungen in Abhängigkeit von den politischen und religiösen Rahmenbedingungen deutlich.

Auch LAURENT BRASSOUS (La Rochelle) und ADA LASHERAS GONZÁLEZ (Madrid) beschäftigten sich mit der Transformation von Stadtgebieten. Eine solche lasse sich gut anhand der Entwicklung spätantiker Stadtbefestigungen nachvollziehen. Anhand von Fallbeispielen aus der Baetica und Lusitania sowie der Africa Proconsularis zeigten sie, dass ummauerte Stadtgebiete in beiden Regionen entweder im alten Umfang (Augusta Emerita [Mérida], Karthago) erhalten, erweitert (Thaenae [Thyna]) oder reduziert (Carthago Spartaria [Cartagena], Ammaedara [Haïdra]) wurden. Darüber hinaus seien auch Fortifikationen mehrerer innerstädtischer Flächen (Simitthus [Chimtou]) zu fassen. Zur Frage nach der urbanen Hierarchisierung warfen die Vortragenden einen Blick auf die städtischen Topografien. Dabei verwiesen sie auf die innerstädtischen Zentren wie jene Gebäude, die eine Verbindung zur lokalen Herrschaft (Bischofspalast, Castellum etc.) aufweisen, sowie auf Nekropolen und christliche Kultbauten.

Doch verspricht auch der Blick abseits der städtischen Zentren einen Erkenntnisgewinn, wie JULIA SARABIA-BAUTISTA (Alicante) zeigte, die die dritte Sektion einleitete. Am Beispiel einer Langzeitstudie zu den ländlichen Regionen im Südosten der Iberischen Halbinsel analysierte sie Siedlungsmuster und Produktionsmodelle von der römischen bis zur islamischen Periode. Dabei zeigte sich sowohl für die untersuchten Areale des suburbium (El Tolmo de Minateda, Alcudia) als auch für jene in der Peripherie (Perputxent, Balazote) eine lange Besiedlungsabfolge. Obwohl beide Gebietstypen ähnliche Siedlungsmuster in Form konzentrierter bäuerlicher Siedlungen aufwiesen, ließen sich auch Unterschiede eruieren. So sei den Arealen der Peripherie eine ortsgebundene Siedlungsbeständigkeit nachzuweisen, die im Zusammenhang mit einer landwirtschaftlichen Nutzung kontinuierlich über einen Zeitraum von bis zu zweitausend Jahren beobachtet werden könne, während eine Besiedlung der urbanen Randgebiete lediglich für einzelne periodische Phasen festzustellen sei.

Fast nahtlos setzte der Vortrag von JESÚS GARCÍA SÁNCHEZ (Mérida) und PIETER HOUTEN (Hamburg) an, die ebenfalls abseits der Stadtzentren in das Hinterland von Augusta Emerita (Mérida) und Karthago blickten. Zunächst beschäftigte sich García Sánchez mit den spätrömischen Villen bei Augusta Emerita, wobei er auf die synthetisierte Datensammlung des Projektes RE-Rom (Instituto de Arqueología de Mérida – IAM) zurückgreifen konnte. Auf dieser Grundlage ließ sich ein detailliertes Bild zu den wirtschaftlich genutzten Arealen um Augusta Emerita präsentieren, deren Nutzung ebenfalls auf Phasen beschränkt gewesen sei. Da für Karthago nicht auf eine ähnlich breite Datenlage zurückgegriffen werden kann, konzentrierte sich Houten sodann auf den Abgleich älterer Datensätze aus der bisherigen archäologischen Forschungsliteratur, der es ihm ermöglichte, den Umfang des Hinterlandes von Karthago (pertica Carthaginiensis) sowie anteilig dessen Entwicklung bis zur Zeit der Vandalen grob nachzuzeichnen.

Ein weiterer Schlüssel für ein vertiefendes Verständnis der Entwicklung spätantiker Städte in Spanien und Nordafrika liegt in der Erforschung der regionalen Wirtschaftsgeschichte, die die Vorträge der vierten Sektion thematisierten. ALFRED HIRT (Liverpool) stellte seinen Forschungsstand zum Abschwung des Gold- und Silberbergbaus auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika vor, der einen umfassenden Vergleich zwischen beiden Regionen ermöglichte. Er konnte klar darlegen, dass die von Cyprian beklagte Erschöpfung der Edelmetallminen nicht den Tatsachen entsprach und der Rückgang der Fördermengen stattdessen in einer Vielzahl von Faktoren begründet lag, die den Betrieb der Minen unwirtschaftlich machten. Gegenüber den einfacher auszubeutenden Bergwerken in Britannien und auf dem Balkan seien sowohl die iberischen wie auch die afrikanischen Minen schlicht nicht mehr wettbewerbsfähig gewesen.

DARÍO BERNAL CASASOLA (Cádiz) und JAIME VIZCAÍNO SÁNCHEZ (Madrid) sowie TOUATIA AMRAOUI (Marseille) beleuchteten weitere Wirtschaftsaspekte wie die halieutischen Aktivitäten (Fischfang) in der Straße von Gibraltar, die wertvolle Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem lokalen städtischen Handwerk sowie dem überregionalen Handel versprachen. Von besonderem Interesse sei diesbezüglich die Amphorenproduktion, die etwa in Baelo Claudia (Bolonia) bis in vorbyzantinische Zeit ein wichtiges regionales Handwerk blieb, wie der archäologische Befund zeige. Dies lasse zugleich auf einen regen Handel für den Anfang des 7. Jahrhundert schließen, was allerdings auch für Carthago Nova (Cartagena) angenommen werden kann, wo öffentliche Flächen in der Stadt während der Spätantike zunehmend für den Bau von Produktionsstätten verwendet worden seien. Auch abseits der Iberischen Halbinsel, nämlich im nordafrikanischen Leptiminus (Lamta), zeigt der Befund eine vergleichbare Situation.

Die fünfte Sektion wurde mit einem Überblick über die Entwicklung von Münzen und Siegeln nach der Eroberung Nordafrikas und der Iberischen Halbinsel durch die arabisch-berberischen Armeen eingeleitet. CAROLINA DOMÉNECH BELDA (Alicante) zeigte, wie sich die Goldmünzen von arabisch-lateinischen Bilinguen zu rein arabischen, bilderlosen Ausführungen entwickelt haben – im Gegensatz zu Silber- und Kupfermünzen, die direkt nach der Eroberung zu derartigen Ausführungen umgestellt wurden. Nachdrücklich verwies sie auf die bedeutende Rolle der numismatischen Quellen, die nicht auf eine Datierungshilfe zu reduzieren seien, sondern ebenso wertvolle Informationen zu städtischen Netzwerken und zur Etablierung der neuen politischen Macht lieferten und somit zum Fortschreiten der Islamisation auf der Iberischen Halbinsel. Problematisch sei bei der Betrachtung jedoch der Umstand, dass das 8. Jahrhundert lediglich den Beginn einer längerfristigen Entwicklung darstellte.

Auf dieses Problem wiesen auch SONIA GUTIÉRREZ LLORET (Alicante) und MARIA TERESA CASAL GARCÍA (Córdoba) hin, womit sie die Frage nach der zeitlichen Eingrenzung wieder aufgriffen. So sei der Prozess der Islamisation von gleicher Tragweite wie zuvor die Romanisierung und Christianisierung, sodass er nur mittels einer Betrachtung über das 8. Jahrhundert hinaus verstanden werden könne. Bereits die Verortung des Eroberungshorizontes im 7. und 8. Jahrhundert sei aufgrund des archäologischen Materials problematisch, was unter anderem ein Resultat früherer Ausgrabungen sei, bei denen die Befunde für jene Zeit methodisch unzureichend dokumentiert wurden. Allerdings hätten sich besonders Münzfunde wie etwa in Toletum (Toledo) oder Corduba (Córdoba) als nützlich für eine Datierung erwiesen.

Auch die Datierung des epigraphischen Befundes im Westgotenreich ist teilweise problematisch, wie ISABEL VELÁZQUEZ SORIANO (Madrid) feststellte, die die sechste Sektion einleitete. Jedoch ließen sich die westgotischen Inschriften trotz einzelner Schwierigkeiten durch paläographische Merkmale recht gut datieren. Dabei folgten auch diese dem zeittypischen Stil, der sich etwa durch schmalere und länglichere Buchstaben auszeichnete. Allerdings hätten sich im Vergleich zur klassischen Periode auch die Sprache und der Aufstellungskontext in der westgotischen Epigraphik verändert, die nun hauptsächlich einen christlichen Bezug aufwiesen. Beispielweise seien die meisten westgotischen Monumentalinschriften mit Kirchbauten verbunden und erinnerten an deren Bau, Einweihung sowie Restaurierung oder verwiesen allgemein auf Glaubensgrundsätze oder die Aufbewahrung von Reliquien, was neue Fragen zur Transformation spätantiker Epigraphik aufwirft.

Eine Veränderung im „epigraphic habit“ stellten auch JAVIER ARCE (Lille) und PIETER HOUTEN (Hamburg) fest; nämlich einen Niedergang im 4. Jahrhundert. Den Schwerpunkt ihres Beitrages legten die Referenten auf spätantike Ehreninschriften, wobei sie die Tendenz verdeutlichten, dass lokale Eliten zumeist als Erbringer von Widmungen an die Kaiser auftraten, anstatt selbst geehrt zu werden. Dieser Zustand sei gleichermaßen für die Hispania als auch für Africa Proconsularis zu beobachten. Zusätzlich zeige sich im Vergleich des archäologischen Befundes ein abruptes Ende der Kaiserehrungen in der Hispania im frühen 5. Jahrhundert, während solche in der Africa Proconsularis noch bis zum Ende des 6. Jahrhundert erbracht wurden, wenngleich die Beispiele auf Karthago beschränkt blieben. Epigraphische Umwidmungen sowie die Wiederverwendung von Statuen und Sockeln wiederum vermitteln den Eindruck, dass sich die Bedeutungszentren innerhalb der Städte verschoben hätten – die geringe Zahl erschlossener Fora mache diese Einordnung allerdings noch unsicher.

Zu Beginn der siebten Sektion beleuchtete ÁLEX CORONA ENCINAS (Navarra) die städtischen Institutionen der Spätantike aus juristischer Perspektive und setzte sich besonders mit dem Konzept des municipium während der justinianischen Zeit auseinander. Dafür konzentrierte er sich auf die Bestimmungen des Corpus Iuris Civilis, dem frühbyzantinische Kompilatoren im 6. Jahrhundert römische Texte aus dem 1. bis 3. Jahrhundert hinzugefügt hätten, die eine Städteterminologie sowie Organisationsstrukturen abbildeten, die zur Zeit Justinians I. eigentlich überholt gewesen sein müssten. Doch gerade dies führt zu der Schlussfolgerung, dass es sich bei dem Corpus keineswegs um eine Sammlung antiquierter Bestimmungen, sondern durchaus um die Widerspiegelung einer lebendigen Verwaltungspraxis gehandelt habe. Zusätzlich könne dieser Zustand auf einen Versuch des Kaisers hinweisen, die Macht der lokalen Eliten zu beschränken.

Die folgenden Beiträge gaben einen Überblick über den Themenkomplex der Terminologie spätantiker Städtebezeichnungen. RUBÉN OLMO LÓPEZ (Santiago de Compostela) ermöglichte zunächst einen Einblick in die Städteterminologie, wie sie in klassischen Texten verwendet wird (colonia, municipium, civitas, oppidum, etc.). Darüber hinaus zeigte er an einem exemplarischen Vergleich zwischen der Historia naturalis des älteren Plinius und Ammianus Marcellinus eine Tendenz zur allgemeinen Verwendung des Begriffs municipium auf. STÉPHANIE GUÉDON (Limoges) ging anschließend über die literarischen Quellen hinaus, indem sie neben Prokops De aedificiis vor allem epigraphische Quellen zur Kategorisierung der nordafrikanischen Städte heranzog. SABINE PANZRAM (Hamburg) setzte sich dann mit der Städteterminologie in westgotischer Zeit auseinander. Sie machte darauf aufmerksam, dass städtische Bezeichnungen in den Werken von Isidor und Johannes von Biclaro nicht klar definiert seien, was nicht für das Fortbestehen eines hierarchisch organisierten Städtenetzwerks spreche. Dennoch könnte man von Kontinuität auch hinsichtlich der Kompetenzen der Kurialen ausgehen, bis dann unter Leovigild jegliche Zeugnisse einer eigenständigen städtischen Verwaltung abbrechen.

Vor der abschließenden Diskussion äußerte sich JEAN-FRANÇOIS BERNARD (Pau), der an den virtuellen Rekonstruktionen städtischer Bauten unter der Verwendung von Photogrammetrie beteiligt ist und seine Expertise als Architekt einbrachte. Er schlug den weiten Bogen von der Forma Urbis Romae über die Stadtansichten der Renaissance und frühen Neuzeit bis zu den modernen Rekonstruktionen antiker Bauten und ganzer Städte. Mit den Stadtansichten hätten etwa das Gismondi-Modell Roms, die isometrischen Zeichnungen Golvins und auch die neuesten 3D-Modelle trotz zunehmend akkurater Abbildung des archäologischen Befundes eines gemeinsam: die Konzentration auf markante Bauten vor einem eher schematischen Hintergrund. Obwohl man die Rekonstruktionen also nicht als genaue Abbildungen der städtischen Geographie ansehen dürfe, könnten sie dennoch als anregende Gesprächsgrundlage dienen.

Die Erkenntnisse der Tagung – so zeigte die von Sabine Panzram und Laurent Brassous geleitete Abschlussdiskussion – bilden einen willkommenen Beitrag zur Arbeit des ATLAS-Projektes, der dem angestrebten Ziel entspricht, die Grundlage für ein neues Narrativ der Spätantike in diesen Regionen zu schaffen. Dabei zeigte sich deutlich der Nutzen des methodischen Ansatzes in Form gezielter Vergleiche von strukturell ähnlichen Fallstudien, der die Gefahr einer nicht mehr zielgerichteten Verallgemeinerung von vornherein bannen soll. Allerdings eröffneten sich in der Debatte auch neue Überlegungen zur regionalen und zeitlichen Eingrenzung, die wohl mit Blick auf die Quellenarmut des 8. Jahrhundert noch weiteren Anlass für Gespräche liefern werden. So etwa auf der nächsten internationalen Tagung des ATLAS-Projektes, die im Sommer in La Rochelle stattfinden wird.

Konferenzübersicht:

Sabine Panzram (Hamburg) / Laurtent Brassous (La Rochelle): Bienvenida e introducción

Hervé Inglebert (Paris): La place du projet ATLAS dans les débats historiographiques actuels sur l‘Antiquité tardive

Sektion 1: Poder politico y ciudad

Javier Martínez Jiménez (Cambridge): Poder a través de la fundación de nuevas ciudades

Javier Arce (Lille) / Rubén Olmo López (Santiago de Compostela) / Thouraya Belkahia-Karoui (Tunis): Las relaciones entre los representantes del poder central y las ciudades en la Antigüedad Tardía: aproximación preliminar

Sektion 2: Forma de los espacios urbanos

Gisella Cantino Wataghin (Vercelli): Le devenir des villes et de leur espace en Italie du nord entre les IIIe et VIIIe siècles

Laurent Brassous (La Rochelle) / Ada Lasheras González (Madrid): La forma de los espacios urbanos: redimensionamiento y jerarquización

Sektion 3: Territorio

Julia Sarabia-Bautista (Alicante): Nuevas dinámicas de ocupación entre la Antigüedad y la Alta Edad Media: algunos paisajes periféricos y suburbanos del sureste de la península ibérica

Jesús García Sánchez (Merida) / Pieter Houten (Hamburg) / Christoph Eger (Xanten): Los territorios de Augusta Emerita y Cartago: procesos de larga duración desde la óptica de la Arqueología del Paisaje

Sektion 4: Economía

Alfred Hirt (Liverpool): “Minus argenti et auri opes” – Metal Resources in
Late Roman Africa and Spain

Darío Bernal Casasola (Cadiz) / Jaime Vizcaíno Sánchez (Madrid) / Touatia Amraoui (Marseille) / Ridha Ghaddhab (Sousse) / Chokri Touihri (Tunis): Reflexiones sobre la economía mediterránea tardorromana: análisis de caso de Baelo Claudia, Carthago Spartaria, Leptiminus y Cartago

Sektion 5: Siglo VIII

Carolina Doménech Belda (Alicante): El siglo VIII y la moneda en ambas orillas del Mediterráneo: los contextos urbanos

Sonia Gutiérrez Lloret (Alicante) / María Teresa Casal García (Córdoba): Los tiempos de la conquista (siglos VII-VIII): problemas de registro

Sektion 6: Epigrafía

Isabel Velázquez Soriano (Madrid): Transformaciones de espacios y dedicatorias
en la epigrafía de la Hispania visigoda

Javier Arce (Lille) / Pieter Houten (Hambrg) / Morgane Uberti (Berlin): Epigrafía honorífica de la Antigüedad tardía: una visión desde ATLAS

Sektion 7: Terminología

Álex Corona Encinas (Navarra): Perspectivas jurídicas sobre las instituciones municipales de época justinianea a la luz del Corpus Iuris Civilis: entre el clasicismo y la innovación

Stéphanie Guédon (Limoges) / Rubén Olmo López (Santiago de Compostela) / Sabine Panzram (Hamburg): Ciudades tardoantiguas en el sur de la península ibérica y en el norte de África: una terminología sujeta a discusión

Restitución 3D

Jean-François Bernard (Pau): Représenter les villes antiques – traditions et évolutions récentes

Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Ciudad y Antigüedad tardía: avances y perspectivas, 24.01.2022 – 26.01.2022 Hamburg und digital, in: H-Soz-Kult, 05.04.2022, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-9375>.