"Weniger ist mehr". Askese und Geschlecht zwischen Selbstbeschränkung und Entgrenzungsstrategie

"Weniger ist mehr". Askese und Geschlecht zwischen Selbstbeschränkung und Entgrenzungsstrategie

Veranstalter
Michaela Bill-Mrziglod / Monika Frohnapfel-Leis, Universität Koblenz-Landau
Ort
Koblenz
Land
Deutschland
Vom - Bis
26.02.2019 - 27.02.2019
Deadline
15.02.2019
Von
Michaela Bill-Mrziglod

Die Geschichte kennt zahlreiche Konzepte asketischer Körper- und Geisttechniken. Dabei wird die asketische Übung zumeist in die Nähe des Verzichts gerückt und steht symptomatisch für die moderne Herangehensweise an ein Thema, dessen Bedeutungsspektrum viel weiter zu fassen wäre. Im Rahmen der Tagungsbeiträge und der vertiefenden Workshopphasen werden historische, theologische, religionswissenschaftliche, kulturwissenschaftliche, literaturwissenschaftliche, soziologische und philosophische Konzepte von Askese interdisziplinär diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt wird die geschlechtergeschichtliche Annäherung sein, die im rezenten wissenschaftlichen Askesediskurs nur eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint.

Programm

Dienstag, 26.02.2019
12.00 Uhr
Meet & Great
12.15 Uhr
Michaela Bill-Mrziglod (Koblenz): Begrüßung und Einführung

Projektpräsentationen: Selbstbeschränkungen – Diskurse und Praktiken
12.30 Uhr
Antonio Lucci (Hannover): Die kynische und pythagoreische Askese: Philosophie, Essenspraktiken und politische Dissidenz in der Antike

13.00 Uhr
Rainer Schwindt (Koblenz): Askese und Dämonologie. Der neutestamentliche Befund

13.30 Uhr
Andrea Hauff (Tübingen): Askese und Heiligkeit hochadliger Frauen des 13. Jahrhunderts

14.00 Uhr Kaffee / Tee

14.45 Uhr
Marion Steinicke (Koblenz): Weniger ist mehr – oder auch nicht? Die Gymnosophisten im Spiegel der Alexander-Rezeption

15.15 Uhr
Christopher König (Bochum): TA AΣKHTIKA. Die praxis pietatis als Körperregime bei Gisbert Voetius (1589-1676)

15.45 Uhr
Lina Peiffer (Saarbrücken): „Nachdem ich drei Tage vollends gefastet hatte, habe ich das beste Aussehen bekommen.“ Askese als religiöse Ausdrucks-form bei Maria Anna Lindmayr (1657-1726)

16.15 Uhr Kaffee / Tee

16.45 Uhr
Julia Herzberg (München): Glaubensfragen auf dem Teller. Konflikte um das Fasten in Russland (16.-18. Jahrhundert)

17.15 Uhr
Workshop 1: Thematisches Arbeiten an Quellen und vorbereitender Lektüre – Auswertung und Zwischenstand, Reflexion und Diskussion

Mittwoch, 27.02.2019
Projektpräsentationen: Entgrenzungsstrategien – Gesellschaft, Geschlecht, Religion
9.00 Uhr
Dorothea Sawon (Berlin): Askese als performative Selbsttechnik. Ästhetik der Askese am Beispiel der Performancekunst

9.30 Uhr
Sarah Schäfer-Althaus (Koblenz): Becoming Male: Gendered Asceticism and Bodily Practices in Women’s Hagiography

10.00 Uhr
Julia Seeberger (Erfurt): Durch den Körper zur Heiligkeit: körpergeschichtliche Perspektiven auf (un-) konven-tionelle weibliche Frömmigkeitspraktiken

10.30 Uhr Kaffee / Tee

11.15 Uhr
Michaela Bräuninger (Kiel): Die Schwesternschaft Ordo Pacis – eine selbstbestimmte Gemeinschaft im Gebet

11.45 Uhr
Arne Thomsen (Bochum): Arbeit und Askese – Schwestern in katholischen Krankenhäusern im Ruhrgebiet

12.15 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr
Workshop 2: Thematisches Arbeiten an Quellen und vorbereitender Lektüre – Ergebnisse

15.00 Uhr
Abschlussreflexion und weiterführende Perspektiven

15.30 Uhr
Mitgliederversammlung des AKHFG/Region West (Saarland/Rheinland-Pfalz)

Kontakt

Michaela Bill-Mrziglod
Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz), Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz

billmrziglod@uni-koblenz.de


Redaktion
Veröffentlicht am
09.01.2019
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Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung