Rechtliche und ethische Grundlagen zeithistorischer Forschung mit Sozialdaten

Rechtliche und ethische Grundlagen zeithistorischer Forschung mit Sozialdaten

Veranstalter
DFG-Projekt: Sozialdaten als Quellen der Zeitgeschichte (Werner Reimers Stiftung)
Ausrichter
Werner Reimers Stiftung
PLZ
61348
Ort
Bad Homburg v. d. Höhe
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.10.2020 - 06.10.2020
Von
Clemens Villinger

Der Workshop wird im Rahmen des im Januar 2020 begonnenen DFG-Projektes „Sozialdaten als Quellen der Zeitgeschichte. Erstellung eines Rahmenkonzepts für eine Forschungsdateninfrastruktur in der zeithistorischen Forschung“ ausgerichtet. Die Veranstaltung findet in Verbindung mit dem Arbeitskreis „Sozialdaten und Zeitgeschichte“ statt.

Rechtliche und ethische Grundlagen zeithistorischer Forschung mit Sozialdaten

Die Zweitauswertung von Sozialdaten (z.B. aus qualitativen und quantitativen Befragungen) wirft sowohl für Historikerinnen und Historiker als auch für die datenhaltenden Institutionen zahlreiche Fragen datenschutz-, lizenzrechtlicher und forschungsethischer Begrenzungen des Zugangs und der Auswertung auf. Ziel des Workshops ist es, den aktuellen Stand der Diskussionen zu den rechtlichen und ethischen Grundlagen beim Umgang mit Sozialdaten zusammenzuführen, systematisch Lösungen für offene Fragen zu entwickeln und Vorschläge für Standards zu definieren.

Aufgrund der eingeschränkten räumlichen Kapazitäten kann der Workshop bedauerlicherweise nicht für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Um die Ergebnisse interessierten Forscherinnen und Forschern zur Verfügung zu stellen, wird ein umfangreicher Bericht des Workshops veröffentlicht.

Programm

Montag, den 5. Oktober 2020

14:00 – 14:30 Begrüßung und Einführung: Albrecht von Kalnein (Werner Reimers Stiftung), Lutz Raphael (Universität Trier)

14:30 – 17:00 I. Panel: Datenarchivierung und Datennutzung in der Soziologie (Moderation: Christina von Hodenberg, Deutsches Historisches Institut London)

Wolfgang Dunkel (Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München): Stand der Diskussionen und Lösungswege für die sekundäranalytische und zeitgeschichtliche Nutzung der industrie- und arbeitssoziologischen Archive und Institute im Verbund e-labour

Jan-Ocko Heuer (Universität Bremen): Stand der Diskussionen und Lösungswege für die Archivierung und Nachnutzung von qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschungsmaterialien beim Forschungsdatenzentrum Qualiservice

17:00 – 19:00 II. Panel: Datenarchivierung und Datennutzung in der Oral History (Moderation: Kerstin Brückweh, Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt)

Linde Apel (Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg) Interviews als Forschungsdaten. Hinweise zu Sekundäranalyse und Forschungsethik

Almuth Leh (FernUniversität Hagen): Rechtliche und forschungsethische Fragen in der Praxis des Hagener Oral History (Online-)Archivs

Dienstag, den 6. Oktober

9:00 – 11:30 III. Panel: Datenarchivierung und Datennutzung in der Zeitgeschichte (Moderation: Lutz Raphael, Universität Trier)

Clemens Rehm (Landesarchiv Baden-Württemberg): Das „Recht auf Vergessenwerden“ und die Archive. Zur zeitgeschichtlichen Forschung mit Archivgut im Zeitalter der
Datenschutzgrundverordnung

Florian Schmaltz (Max-Planck-Gesellschaft): Die Ausgestaltung der Forschungsinfrastruktur zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft nach den rechtlichen Grundlagen der Datenschutzverordnung

11:30 – 12:30 IV. Abschlussdiskussion

Kontakt

Clemens Villinger
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
clemens.villinger@gesis.org

Redaktion
Veröffentlicht am
21.09.2020
Klassifikation
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