Wintershall im Nationalsozialismus

Ort
Kassel
Veranstaltungsort
Kongress Palais, Aschrottflügel, Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel
Veranstalter
Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.; Wintershall Dea GmbH
Datum
25.09.2019 - 25.09.2019
Bewerbungsschluss
20.09.2019
Von
Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.

Herausforderungen annehmen und neue Wege beschreiten: Das zeichnet die Unternehmensgeschichte von Wintershall aus. Und das seit nunmehr 125 Jahren.

So nehmen wir unser Firmenjubiläum zum Anlass,um auf unsere Unternehmensgeschichte kritisch zurückzublicken. Gegenstand einer historischen Tagung ist die Aufarbeitung der Rolle des Unternehmens im „Dritten Reich“. Dafür hat Wintershall Dea die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) mit der Untersuchung der Firmengeschichte der Wintershall im Nationalsozialismus beauftragt.

Drei renommierte Fachleute forschen dafür zu konkreten Fragestellungen:
Prof. Dr. Manfred Grieger, Dr. Rainer Karlsch sowie Dr. Ingo Köhler.
Zur Vorstellung der ersten Forschungsergebnisse und einer an schließenden Diskussion im Rahmen der historischen Tagung laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Programm

10:00 Uhr

Eröffnung und Moderation durch Andrea Schneider-Braunberger, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e. V.
Grußwort von Mario Mehren, CEO Wintershall Dea

10:15 Uhr

125 Jahre Wintershall, Marvin Brendel, Unternehmenshistoriker Wintershall Dea

10:30 Uhr

„Ökonomie der Zerstörung. Vom Kali- zum Mischkonzern 1931-1945“,
Dr. Rainer Karlsch

Rainer Karlsch ist Wirtschaftshistoriker am Zentrum für Zeitgeschichte in Berlin. Er veröffentliche unter anderem die Arbeit „Faktor Öl. Die Mineralölwirtschaft in Deutschland 1859 – 1974“ und gilt als Kenner der Geschichte der deutschen Erdölbranche. Karlsch forschte als freier Publizist bereits für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Technische Sammlung Dresden, die Carl-Zeiss-Stiftung Heidenheim und für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte.

Kaffeepause

11:30 Uhr
„Betriebliche Sozialpolitik und Zwangsarbeit. Zwei Seiten der nationalsozialistischen

,Volksgemeinschaft‘ bei Wintershall“, Professor Dr. Manfred Grieger
Manfred Grieger ist Wirtschaftshistoriker und Honorarprofessor an der Georg-AugustUniversität in Göttingen. Von 1998 – 2016 war er Leiter der Historischen Kommunikation in der Konzernkommunikation bei Volkswagen. Zuvor hatte Grieger mit der Arbeit „Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, 1933-1948“ zum Dr. phil. promoviert. Grieger ist Mitglied in der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen sowie im Arbeitskreis für kritische Unternehmens- und Industriegeschichte.

12:15 Uhr

„Zwischen Opportunismus und Pragmatismus. Die Verstrickung der Wintershall AG und seiner Vorstände mit dem Nationalsozialismus", PD Dr. Ingo Köhler

Ingo Köhler ist Wirtschaftshistoriker und seit 2016 Leiter der DFG-geförderten Forschungsstelle „Profis der Prognose: Marktforschung als Grundlage unternehmerischer Erwartungsbildung in Deutschland und den USA nach 1945“ an der Universität Göttingen. 2003 promovierte er mit der seitdem mehrfach ausgezeichneten Arbeit „Die Arisierung jüdischer Privatbanken im Nationalsozialismus (1933-1939) und die Frage der Wiedergutmachung“.

Mittagspause

14:00 Uhr

Podiumsdiskussion mit Einleitung und Moderation durch Professor Dr. Harm Schröter Harm Schröter ist Wirtschaftshistoriker an der University of Bergen, Norwegen. 1985 veröffentlichte er die Monografie „Die internationale Kaliwirtschaft 1918-1939. Zum Verhältnis von industrieller Kartellwirtschaft und Staatsinterventionismus“. Harms war bis 2018 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte.

16:00 Uhr Voraussichtliches Veranstaltungsende

Kontakt

lang@unternehmensgeschichte.de

Zitation
Wintershall im Nationalsozialismus, 25.09.2019 – 25.09.2019 Kassel, in: H-Soz-Kult, 05.09.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-41089>.
Redaktion
Veröffentlicht am
05.09.2019
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